Beiträge von Käthe

    Hallo Rainer,

    ich versuchs mal in Kürze

    Zitat

    Wovor hat man Angst?

    Das ist unterschiedlich. Viele Menschen haben Angst zu sterben oder tödliche Krankheiten zu bekommen. Ich persönlich bin soziophob. Ich habe dann Angst vor Menschen.
    Ich fühle mich beobachtet, angestarrt, verurteilt.
    Ich bekomme Angst die Kontrolle über mich zu verlieren.
    Herzrasen, Schweissausbrüche unkontrolliertes Zitterm, ich habe das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden.............

    Glaub mir, es ist der Horror pur, das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht.
    Bei mir war es nachher so schlimm, dass ich schon Angst davor bekam Angst zu bekommen...................

    Zitat

    Wie lange halten solche Zustände an?

    Auch sehr unterschiedlich, aber sie wirken lange nach.

    Im Schlimmsten Fall (ich kann hier zur von Sozialphobie reden) gibst es Menschen, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen können vor Angst.

    Zitat

    Wie kann man diese Attacken bewältigen?

    Kurzfristig duch eine Art autogenes Training (bei mir selbstgebastelt :) )
    ruhig atmen, sich selbst gut zureden versuchen nicht zu denken. Ich hab oft im Kopf ganz laut gesungen um alles andere abzuschalten.
    Ich habe auch viel in einem Forum für Sozialphobiker gelesen.

    Langfristig hab ich schon von selbst eine Art Konfrontations Therapie gebastelt. kurz:" der Angst nich aus dem Weg gehen, sich ihr stellen, aber am wichtigsten war, ich hab aufgehört zu trinken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    später hab ich dann von meiner Therapeutin (in der Alkoholtherapie) Aufgaben gestellt bekommen. z.B. alleine Einkaufen gehen, Strassenbahn fahren, duch die Stadt bummeln. Hab dafür sogar Extra Ausgang bekommen, so ne Art Sonderurlaub :lol: )

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    Wie wirkt sich der Alkohol auf diese Zustände aus? Lindernd oder verstärkend?

    Leider beides, erst hilft er kurzfristig, dann kommen die Ängste noch stärker wieder. Du gerätst in eine "Endlosschleife" bis ohne Alkohol garnichts mehr geht.

    Zitat

    Was ist zuerst da? Die Angst oder der Alkohol?

    Wie war das mit dem ei und dem Huhn????
    Ich weiss es nicht. Persönlich glaube ich, dass die Angst schon vor dem Alkohol latent vorhanden ist und oft erst durch den Alkohol ausbricht.

    Statistisch gesehen ist nicht jeder Mensch der Angststörungen hat Alkoholiker, aber über 60% (wenn ich die Zahl noch richtig im Kopf habe) der Alkoholiker hat Angstzustände.

    Zum Schluss, ich werde diese Macke in meiner Psyche wohl mein Leben lang behalten, aber ich habe gelernt sie mich nicht beherrschen zu lassen.
    So lange ich nicht trinke stehen die Chancen gut ein (fast) angstfreies Leben zu haben :D

    Käthe

    Hallo Soul,

    leider bin ich etwas unordentlich :oops: und finde unsere Verbandszeitung nicht, in der ein echt interessanter Artikel übers Rauchen stand.

    Nur soviel, darin stand, dass es Experten gibt, die Das Suchtpotenzial beim Rauchen höher einschätzen als beim Alkohol.

    Man wird danach auch viel schneller süchtig.

    Ich persönlich finde auch noch, das es schwerer ist mit dem Rauchen aufzuhören, weil 1. der Leidensdruck anders ist als beim Alkohol und 2. die recht schnellen "Erfolgserlebnisse" fehlen die man beim Entzug von Alkohol hat.

    Ich hab vor Jahren mal versucht aufzuhören und hab Akupunktur machen lassen. Es hat super gegen die körperliche Sucht geholfen, aber die Psyche war stärker :cry:

    Käthe

    Viel Erfolg beim nächsten Versuch!

    Hallo Bommi,

    ich kenne das sehr gut und habe im Gegensatz su Simone getrunken und den Alkohol genause eingesetzt wie Du. Später dann schon vorbeugend und zum Schluss ging ohne Alkohol garnichts mehr.
    Schon der Gedanke nüchtern unter Menschen zu gehen hat bei mir eine Panikattacke ausgelöst.

    So ganz wird man das wohl auch nie los, aber mann kann sich Strategien zurechtlegen, wie man damit fertig wird.

    Ruhig atmen und sich selbst gut zureden ist da ja der Standard. Wenns bei mir ganz schlimm wird, fang ich im Kopf ganz laut an zu singen, irgendwas, wozu man gleichmässig gehen oder marschieren kann (ich sing immer "in der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine" oder ein Hut ein Stock ein Regenschirm... :lol: ).

    Manchmal, wenn ich gut drauf bin reicht es auch wenn ich denke: na und, andre pinkeln sich auf der Strasse in die Hose, da wirst Du doch wohl zittern dürfen.

    Denk immer dran, wenn Du anfängst zu trinken wird es wieder schlimmer als es vorher schon war!!!

    Wir lassen uns doch nicht kleinkriegen, oder :evil:

    Käthe

    @ RheinAhrGirl

    ich glaube nicht, dass die Kommentare wirklich unfreundlich gemeint sind.

    Ich habe ja auch ziemlich schroff reagiert, weil fast alle Menschen hier schon üble Geschichten hinter sich haben und zum Teil auch sehr verzweifelt sind.

    Da war Deine "Hymne" auf den Alkohol schon ziemlich befremdlich.

    Aber ich gebe Karsten recht, der in einem seiner Posts gesagt hat: das erinnert mich an mich selbst (oder so ähnlich).

    Die meisten von uns haben so eine Phase wie Du sie grade durchlebst auch gehabt. Nur wie Karsten ebenfalls gesagt hat, es eine Stufe weiter nach unten.

    Nicht jeder Mensch muss "ganz unten" im Sinne von "Nase im Dreck" erleben. Du bestimmst zumindest zum Teil selbst, wann Dein Wendepunkt da ist, aber ich persönlich befürchte, dass Du noch zuviel "Freude und Spass" am Trinken hast.

    Denk drüber nach, Frage was Du wissen möchtest, nur Absolution für Dein Verhalten (Alkoholmässig) wirst Du hier hoffntlich nicht bekommen, die hilft Dir auch nicht weiter.

    Käthe

    Hallo an Alle,

    ich lese das hier bestimmt zum 5. Mal. Ich habe dabei viel über meine eigene Situation vor 2-3 Jahren nachgedacht. Ich arbeite in einem sehr grossen Betrieb und wir haben eigene Sozialberater, die von den Führungskräften für solche Gespräche eingesetzt werden können, dabei aber zur absoluten Verschwiegenheit gegenüber dem Arbeitgeber verpflichtet sind.

    Trotzdem hat keiner was gemacht, ich hab ja auch noch funktioniert. Letztendlich habe ich selbst den Sozialberater (selbst trockener Alkoholiker) um Hilfe gebeten.

    Jetzt sieht es so aus, als ob wir in meinem Bereich wieder so einen Fall haben. Ich selbst arbeite von diesem Kollegen knapp 100km entfernt, ein bischen weit für ein persönliches Gespräch, ausserdem kenne ich ihn nicht wirklich.

    Ich hab dann mal ein Gespräch mit meinem stellvertretenden Chef in diese Richtung gelenkt (er weiss, dass ich Alkoholikerin bin!). Es wurde sofort gedeckelt, von schwierigen Lebenssituationen, familiären Problemen usw. geredet. Hilfe "0".

    Ich finde, es ist nicht nur lobenswert wenn ein Vorgesetzer sich Gedanken macht und das Gespräch sucht. Irgendwo ist es auch seine (Fürsorge-) Pflicht.
    Leider passiert sowas viel zu selten und die Folge ist, dass der betroffene irgendwann auf der Strasse steht und womöglich auch noch Schaden angerichtet hat.

    @ Salt&Pepper

    was Du machst ist gut, ich hoffe Du findest einen erfolgreichen Weg. Aber selbst wenn er uneinsichig sein sollte kannst Du Dir sagen, dass Du alles in Deiner Macht stehende getan hast und das ist wichtig.

    Einen schönen Abend noch

    Käthe

    Hallo grau,

    so schlimm es auch scheinen mag,
    was Dich da ansieht ist nichts anderes als Selbstmitleid.

    Er wird kaum einen Gedanken an Euch und Eure Gefühle verschwenden, er hat genug damit zu tun sich selbst zu bedauern.

    Es ist zum Kotzen, Du hast völlig Recht!

    traurige Grüsse

    Käthe

    Hallo RheinAhrGirl

    hab lange überlegt ob ich antworten soll, aber da es bisher kein anderer getan hat...........

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    ich bin froh, ein Forum mit gleichgesinnten gefunden zu haben

    naja, den Eindruck habe ich nicht so ganz, die meisten hier versuchen zum teil verzweifelt mit dem Trinken aufzuhören. Das vermisse ich bei Dir.

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    Schon immer hatte ich einen empfindlichen Magen. Das hat sich in den letzten 3 Jahren enorm verschlimmert, aber ich bin nie auf die Idee gekommen, dass das was mit der trinkerei zu tun hat. Ich fühle mich ständig so, als hätte ich einen starken Druck auf dem Magen, fühle mich ständig so aufgebläht und habe teilweise sehr starke Magenschmerzen. Ich war auch schon bei Ärzten, aber die kann man ja echt vergessen. Was ich aber jetzt tun werde ist eine Magenspiegelung. Hat Jemand mit diesen Symptomen schon Erfahrung? Ich meine es kann ja auch bei mir was ganz anderes sein- da bin ich mir nicht sicher.

    Die Speiseröhre, der Magen und die Bauchspeicheldrüse werden durch Alkohol stark geschädigt. Eine Folge davon kann ein Reflux sein. D.h. der Mageneingan schliesst nicht mehr richtig und Magensäure schwappt in die Speiseröhre und bleibt in einer kleinen Mulde am Mageneingang stehen. Das erzeugt üble Verätzungen und kann zu extremen, krampfartigen Schmerzen in der Magengegend führen. Das ist nur ein Beispiel. Krebserkrankeungen im genannten Bereich so wie im Mund und Rachenraum sind bei Alkoholikern überproportional vertreten.

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    Was mich aber echt sehr belastet, ist die Tatsache, dass ich seit ca. 6 Monaten keine Lust mehr auf Sex habe. Ich weiß nicht wo dass her kommt, ich hatte eigentlich immer Spaß daran, aber es war irgendwie so, dass ich eines morgens aufwachte und das Verlangen wie weggeschnippt war. Hat das auch was mit Alkoholkonsum zu tun? Wenn ja, dann frage ich mich, warum das erst jetzt so ist und nicht schon früher?

    Das ist völlig normal, geringe Mengen Alkohol wirken stimulierend. Ständiger, hoher Alkoholgebrauch führt grade bei Frauen zum Verlust der Libido. Du beschäftigst Deinen Körper dermassen stark damit sich durch Selbstentgiftung am Leben zu erhalten, dass für sowas wie Sex einfach keine Kapazitäten mehr frei sind. Auch kurzzeitige alkoholfreie Zeiten werden daran nicht mehr viel ändern. Aber wozu auch, saufen ist doch schön genug, oder wie soll ich nachstehendes verstehen?

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    Seit ca. 2 Monaten habe ich 2 Jungs aus einem anderen FAchbereich kennengelernt, mit denen ich immer lustige Saufabende verbringe. Es wird erst schön eingekauft und dann gesoffen, dumm rumgelabert, Musik gehört usw. Da fühle ich mich richtig wohl, vor allem weil es keine blöden Kommentare gibt nach dem MOtto "Na, wieder besoffen?" oder "Du trinkst zu viel" - Darauf kann ich echt verzichten.

    Du willst doch garnichts hören, dass sagen Deine letzten Worte deutlich genug.

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter, aber ich mag hier nicht Heucheln, nur um Dich nicht zu verletzen.

    trotzdem, vielleicht schnacklt es ja irgendwann

    Käthe

    Hallo Abafazi,

    ereinmal herzlich willkommen.

    Niemenad wird Dir Dein Kind wegnehmen nur weil Du eine Therapie machen willst.

    Es gibt auch Therapien für Mütter mit Kind.

    Ich glaube Soul hat dazu mal was geschrieben, vielleich meldet sie sich ja auch noch hier. Du kannst ihr auch eine persönliche Nachricht schicken und Fragen.

    Das Buch kenne ich nicht, aber ich halte es auch für keine gute Idee alleine damit zu entziehen, grade weil Du ein Kind hast.

    Hol Dir zumindest Rat von einem Arzt.

    L.G.Käthe

    Hallo Joachim,

    ich habe 20 Wochen stationär und anschliessend 6 Monate ambulant Therapie gemacht.

    Dann hatte ich die Nase voll :lol:

    Ich deute dass als Zeichen, dass die Therapie mich nicht mehr weiter gebracht hat, jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt und in dieser Art.

    Ich bin der Meinung, wenn es hilft und man das Gefühl hat es weiter zu wollen, sollte man ruhig verlängern. Gefahren sehe ich bei einer ambulanten (und die machst Du doch, oder?) nicht.

    Sie soll Dich ja in erster Linie stützen und ist nicht tiefenpsychologisch.

    Gruppe find ich gut, meine gehört heute zu meinem Leben wie eine zweite Familie (und die konnte ich mir sogar aussuchen :lol: ).

    Ich wünsch Die weiter viel erfolg und hoffe Dich öfter hier zu "sehen".

    L.G. Käthe

    Zitat von Karsten

    Aber wer kann das schon, wo die Liebe eben hinfällt.

    Gottseidank, spätestens wenn wir alles mit dem Kopf entscheiden müssten, würde ich wieder anfangen zu trinken :evil:

    Ansonsten fand ich das garnicht so wirr :D


    Käthe

    Hallo Ih r Lieben,

    Ich gebe Honda-daddy recht. Keine/r der Angehörigen von trockenen Alkholikern die ich kenne hatte Probleme damit auf Alkohol zu "verzichten".

    Ich glaube, ein Alkoholiker versteht unter diesem Verzicht etwas anderes als ein Nichtalkoholker. Sie brauchen den Alkohol nicht, deshalb fällt es ihnen leicht, für einen Menschen den sie Lieben auf Alk zu "verzichten".

    Als mein Ex-Freund mit dem Trinken aufhörte war ich nicht bereit ihm zur Liebe mit dem Trinken aufzuhören.
    Spätestens daran konnte man erkennen, dass ich auch ein Problem hatte/habe. Heute weiss ich dass, leider zu spät.

    Käthe

    Hallo Soul,

    das freut mih für Dich.

    Werde richtig neidisch :oops: , verliebt sein ist sooooooooo schön.................

    Für mich ist es glaub ich noch ein bischen zu früh, aber ich hoffe, das kommt noch.

    Dir auf jedenfall noch viel Herzklopfen und Bauchfahrstuhlfahren :wink:

    Käthe

    Hallo Faile,

    der Betreuer wurde nicht direkt gewechselt, Sie war zwischenzeitlich (so wie Deine Oma, wenn ich das richtig lese) wieder geschäftsfähig.

    Leider hat sie dann wieder angefangen zu trinken, sie hat Korsakow und wird mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr damit aufhören.Mann kann es nurn " in Schach halten".

    Ihre Jüngste Tochter hat den Weg dann andersherum gemacht und sich erst einen guten Betreuer gesucht und die Betreuung dann über ihn eingestielt. Wenn Du in der Pflege tätig bist, hast Du ja vielleicht ein paar Informationsquellen mehr als andere. Vielleicht kannst Du ja auch über den ASB die Namen guter Betreuer erfahren.

    Ich wünsche Dir viel Glück dabei

    Käthe

    Hallo Anna,

    viel von dem was ich jetzt schreiben könnte haben Karsten und Martin schon gesagt.

    Was ich jetzt schreibe wird manchem vielleicht nicht gefallen, aber ich sehe es so.

    Alkoholistmus wurde von der Weltgesundheitsorganisation zur Krankheit erklärt, damit die Kostenträger in die Pflicht genommen werden können Therapien zu bezahlen, mehr nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Das ist der eigentliche Hintergrund zur "Krankheit".Ansonsten streiten sich die Experten bis heute wo die Ursache für Alkoholismus denn nun wirklich liegt.

    Mit Sicherheit sind Alkoholiker in irgendeiner Weise krank, Psychisch oder auch körperlich, aber wer alle Schuld auf die "Krankheit" schiebt sollte vielleicht auf das oben gesagte hingewiesen werden.

    Ich kann Deine Wut sehr gut verstehen und bin selbst Alki (trocken)

    L.G. Käthe