Beiträge von Käthe

    Hallo Faile,

    deshalb meinte ich ja, dass Du das Aufenthaltsbestimmungsrecht behalten solltest. Dann bezieht sich die Betreuung fast nur noch aufs finanzielle.

    Aber ich kann verstehen dass es um so schwerer ist, wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat.

    Hatten wir auch, der erste Betreuer hat meine Schwägerin in Hinterpusemuckel in ein Pflegeheim gesteckt, wo man Sie wegen der Entfernung kaum besuchen konnte. Heute lebt sie wieder zu hause. Hat einen anderen Betreuer, der ihr Geld einteilt und ab und an vorbeischaut ob alles OK ist.

    Ideal ist es nicht, aber wenigstens einigermassen menschenwürdig.

    l.G. Käthe

    Hallo Faile,

    an Deiner Stelle würde ich die Betreuung sofort wieder abändern lassen, aber nicht selbst übernehmen.

    Du hast ja schon die Erfahrung gemacht, dass Dir Deine Hilfe übel genommen wird. Ein amtlicher Betreuer hat da einen ganz anderen Stand und Möglichkeiten.

    Ich denke, Du musst auf Grund des Alters Deiner Oma leider damit rechnen, dass auf Dauer ein selbstständiges, trockenes Leben nicht mehr erreicht werden kann. Durch regulierung z.B. ihrer Finanzen kann aber u.U. schlimmeres verhindert werden.

    Überleg Dir das mal, Du kannst Dich übrigens in der Betreuung z.B. für das Aufenthaltsbestimmungsrecht eintragen lassen. Das haben Die Töchter meiner Schwägerin (auch in Betreuung) getan.

    Damit hast kannst Du bei Bedarf z.B. verhindern, dass man Deine Oma in ein Pflegeheim abschiebt.

    Eine schwere Entscheidung, aber wäge mal Dein Leben gegen Ihrs auf. Ich finde, dass ist ein guter Kompromiss.

    Alles Gute

    Käthe

    Danke für das Angebot, war aber mehr Scherz.

    Ich hab bloss etwas sorge wegen meinem Sohn (seit gut 1 Monat Drogenfrei und jetzt zur Nature one gefahren).

    Bei sowas steigt immer mein Süssigkeitenbedarf an.
    Aber rumschleichen tu ich wirklich oft. Vor allem wenn mein Kollege mal wieder erwähnt, dass ich mich seinem Idealbild einer Frau annähere ( er steht angeblich auf barocke formen).

    Ich will schlisesslich seine Ehe nicht gefährden :lol:

    Käthe

    Klar, mach ich,

    vielleicht bieten die ja acu eine Therapie gegen Suchtverlagerung auf Süssigkeiten an.

    Ehrlich, manchmal schleich ich wie ein Junkie ums Süssigkeitenregal rum.
    Es fehlte noch, dass ich mich umdrehe und gucke obs einer sieht wie was in den Wagen packe. Seufz, dabei hatte ich schon so schön abgenommen.

    Käthe

    Hallo Jenny,

    dann stell Dir doch einfach vor, jede Flasche Alkohol wäre ein Hundehaufen. Würdest Du den freiwillig anfassen und in Deinen Einkaufswagen legen???

    Aber nicht, dass sie Dich jetzt beim nächsten Einkauf einpacken und in die Klappse bringen weil Du einen Lachkrampf hast :lol:

    Käthe

    Zitat von "Rainer

    Das hat übrigens noch einen schönen Nebeneffekt: Man kauft wirklich nur noch das ein, was auf dem Zettel steht, nichts anderes mehr, auch wenn es noch so lecker aussieht. Geld gespart!!! :wink:

    Seufz, das hätte ich auch tun sollen, war grade sehr hungrig einkaufen und sitze jetzt vor Tonnen von Keksen, Kuchen und diesen eklig/toll/süssen Geleebananen.

    Käthe

    Die beschriebenen Symptome haben nur indirekt mit dem Alkoholmissbrauch/Entzug zutun.

    Es sind Angstsymptome. Diese Angststörung ist (da ja bereits vorhanden) durch den Alkoholmissbrauch wieder aufgelebt und hat sich verschlimmert.

    Angststörungen treten nach längerem Alkoholmissbrauch gehäuft auf. Um so schlimmer, wenn sie bereits schon einmal aufgeteten sind.

    Glaub mir, mir ist das "Aufhören" relativ leicht gefallen, weil ich das weiss.
    Ich möchte nie wieder Angst und noch schlimmer, Angst vor der Angst haben.

    Solltest Du am Wochenende starke Probleme bekommen, geh so ins Krankenhaus, sie müssen Dich als Notfall aufnehmen und sei es in der Psychiatrie. Alles ist besser, als alleine mit der Angst in einer Kammer zu sitzen.

    Käthe

    Hallo Steinmetz,

    das mit der Angst hat mich dazu gebracht stationär zu entgiften in einer Fachklinik.

    Warum willst Du Dir diese Quälerei antun????

    In einer Klinik hast Du Hilfe rund um die Uhr.
    Du bist nicht alleine!!!!!
    Angst ist bei Alkoholikern sehr sehr häufig, in Kliniken kennt man sich damit aus.

    Ich bin der Meinung, man sollte Hilfe annehmen, wenn sie angeboten wird.

    Wenn Dir ein Zeh amputiert werden muss, säbelstDu dann auch alleine daran rum???

    Überleg Dir das mal in Ruhe.

    Ansonsten viel Glück, ich bin die Angst heute soweit los, dass ich gut damit leben kann.

    Käthe

    Mein erster Einkauf für die Kochgruppe wärend der Therapie:

    Wärend ich das Süssigkeitenregal stürmte um unseren Vorrat an "Gummizeugs" aufzufüllen war mir Balou verloren gegangangen.

    Wo hab ich ihr gefunden!!!

    Mir verträumten Blick stand er vor dem Schnapsregal......

    Ich hab fürchterlich mit Ihm geschimpft, hab den Riesen gepackt, umgedreht und gesagt: "Du guckst jetzt woandershin!"

    Erst als ich sein fettes Grinsen bemerkt habe, habe ich mich umgedreht..... Ein riesiger Stapel mit Whiskey im Sonderangebot, direkt hinter mir.

    Man kann ihm einfach nicht ausweichen, aber heute registriere ich die Flaschen meist garnicht mehr. Sie sind da, wie Hundescheisse auf dem Bürgersteig.

    Käthe

    Hallo Isabell,

    erstmal herzlich willkommen.

    Das hätte auch ich schreiben können. Ist meiner Geschichte sehr ähnlich, nur dass ich sehr früh aus meiner Ehe mit 2 Kindern geflüchtet bin.

    Hab leider im Moment wenig Zeit, aber ich denke man "liest" sich.

    Liebe Grüsse, Käthe

    Hallo Lukasline,

    ich schieb mal nochwas nach, auch wenn es vielleicht verfrüht ist, behalte es bitte im Hinterkopf.

    Wenn es soweit kommt, das beide nicht mehr alleine klarkommen, mach bitte nicht den Fehler die Betreuung alleine zu übernehmen. Bestell dann einen amtlichen Betreuer. Du oder Ihr wäret total überfordert und ich müsstet Euch mit Sicherheit auch noch Vorwürfe machen lassen.
    Meine Schwägerin steht jetzt seit gut 3 Jahren unter amtlicher Betreuung. Das enlastet meinen Bruder und meine Muttter (die Beiden kümmern sich auch heute noch um sie) sehr. Als Laie ist man einfach mit vielen Entscheidungen überfordert, dazu kommt die emotionale Bindung.

    Ausserdem lässt sich der Kranke von "fremden" in der Regel mehr sagen als von Verwandten. Die beiden Töchter meiner Schwägerin haben den Kontakt fast völlig abgebrochen (bis auf Geburtstage und so)weil sie zu allem anderen auch noch furchtbar eklig und gemein zu ihnen war. Ich kann das sogar gut verstehen, die beiden haben seit ihrer Kindheit unter dem Alkoholismus ihrer Mutter gelitten.

    Die Entscheidungen über einen Teil des Lebens der Eltern auf andere zu übertragen heisst ja nicht, dass man sie fallen lässt. Es macht es einfacher und erträglicher und man kommt nicht so schnell in die Situation womöglich evtl. Frust am Kranken auszulassen oder aus Überlastung falsch zu reagieren.

    Einen erholsamen Urlaub und schönes Wochenende

    Käthe

    Nochmal ich,

    ich habe, glaube ich, nicht deutlich genug gemacht, dass Überzeugungsgespräche mit Korsakow-Betroffenen unsinnig sind. Sie sind für beide Seiten nur eine Qual. Der Betroffene ist nicht in der Lage sein Problem zu erkennen. Bei meiner Schwägerin sind solche Gespräche sogar in absoluten Agressionsorgien geendet.

    Die einzige Möglichkeit die Situation zu bessern, ist eine komplett alkoholfreie Umgebung ohne Zugang zu Alkohol.

    Aber wer kann das schon leisten!

    Käthe

    Hallo Bibi, Lukasline und Rainer,

    leider muss ich da etwas sehr negatives einschieben.

    Korsakow-Patienten sind irreparabel geschädigt, der Zustand kann sich mit viel Mühe und Zeit bessern, aber der Schaden ist da. Daher werden Therapien für diese Menschen nicht finanziert, sie sind sinnlos, weil die Einsicht ind die Krankheit einfach nicht da sein kann!!!!!!! Meine Ex-Schwägerin in spe leidet seit sehr langer Zeit (vor 8 Jahren diagnostiziert) an dieser Krankheit. Sie war auch zwischenzeitlich für 2,5 Jahre im Pflegeheim, weil Laien mit der Pflege absolut überfordert sind. Sie hatte das Glück, dass sich ihr Zustand soweit gebessert hatte, dass sie wieder nach Hause konnte. Leider trinkt sie seit dem wieder. Mein Bruder ist deshalb auch bei ihr ausgezogen.

    Sie "schummelt" sich irgendwie durchs Leben. Aussenstehende bemerken teilweise garnicht was mit ihr los ist. Aber für uns ist deutlich sichtbar wie sehr sie sich dem geistigen Tod nähert.

    So schäbig es klingt, es lohnt in so einem Fall nicht, das eigene Leben zu "opfern". Dadurch bessert sich leider nichts!

    traurige Grüsse
    Käthe

    Hallo Sabine,

    es gibt da eine Regel, die sich immer wieder bewahrheitet:

    "Was Du nicht innerhalb von 48 Std. in Angriff nimmst wird nix!"

    Ich denke, mehr Zeit würde ich ihm persönlich nicht geben um eine Entscheidung zu treffen.

    Viel Glück

    Käthe

    Hallo Benre, hallo Chrissyta,

    ich seh das ein klein wenig anders.
    Warum schauspielern, man muss ja nicht gleich sagen "Du schaffst das sowieso nicht".

    Als mein Ex-freund ind die zigste Entgiftung + 2. Therapie ging hab ich auch meine Bedenken geäussert. Ich hab ihn nicht entmutigt, aber auch nicht beschönigt. Er hat bis heute trotzdem nicht getrunken.

    l.G. Käthe

    Das ist gut,

    ich bin ja kein Experte, aber vielleicht ist verletzt werden so sehr zu Deinem Alltag geworden, dass Du ohne nicht auskommen kannst. Aber das kann man lernen.

    Der/die Therapeut/in wird Dir bestimmt helfen den Anfang von Deinem Weg zu finden. Dafür sind sie ja da :lol:

    Den Rest schafftst Du dann schon. Nimm einfach jede Hilfe an, die Du bekommen kannst. auch hier.

    Käthe

    Hallo Medea, herzlich willkommen.

    Co-Angehörige bist Du nicht, aber Co-abhängig bleibst Du, bis Du etwas daran änderst.
    Du brauchst mindestens genausoviel Hilfe wie ein Abhängiger, wenn nicht sogar mehr.

    Bist Duwegen Deiner Depressionen und der Persönlichkeitsstörung in Behandlung?

    liebe Grüsse

    Käthe