Beiträge von Jamie72

    Hallo Dani

    Also das Baby ist ein kleiner Tyrann - mir ist ja soooo übel! :roll: Aber das gehört ja dazu und ich sage mir, wenn es mir mies geht, hiesst das, dass es dem Baby gut geht :wink: ! Ich bin langsam überzeugt davon, dass das ein kleines Mädel gibt, mein Sohn machte nicht so viel "Ärger"! Aber wir freuen uns trotzdem, mein Mann erträgt meine Launen mit Fassung (wer ist denn "schuld" an meinem Zustand? :D ) und schmeisst den Haushalt und das Kind, wenn er frei hat. Ich bin jetzt Anfang 11. Woche, von daher sollte meine Energie bald zurückkommen!

    Mein Vater ruft nach wie vor sehr wenig an, so 1x die Woche und 1x ich. Wir sind erst vordere Woche wieder aneinandergeraten, weil er nach einer Zahnoperation mit starken Schmerzmitteln, Narkose und Antibiotika kaum zu Hause schon Bier gekippt hat. Da ich mit meiner Meinung ja nicht mehr hinter dem Berg halte, fand er es wohl angebracht, nicht gross bei mir zu jammern, sondern das Gespräch rasch zu beenden, da ich ja kein Mitleid mit ihm hatte! Jetzt fährt er für ein paar Wochen in die Ferien in sein Ferienhaus an die Nordsee - da haben wir es dann ruhig hier (bevor er sich ein Handy anschaffte, sogar noch ruhiger :P ). Er wird sein xxx kippen mit seinen Saufkumpanen - da bin ich mir sicher!

    Meine Stiefmutter ist nach wie vor zu 100% daran, an ihrer Alkoholsucht zu arbeiten und nicht wieder rückfällig zu werden. Ich drücke ihr wirklich die Daumen und höre mir auch ihre Erzählungen zur Gesprächstherapie an - damit sie sich ernst genommen fühlt. Mein Vater tut das ja nicht :( .

    So, jetzt geniesse ich den warmen Sommertag und gehe mit Sohnemann und Patenkind an den Fluss! Und den Hund nehmen wir auch mit!

    Wünsch dir/euch allen einen schönen Tag!
    Liebe Grüsse
    Jamie

    edit summerdream: bitte keine markennamen - thx

    Hallo zusammen!

    So, ich lebe auch noch - und das ganz gut! Ich habe die Distanz zu meinem Vater beibehalten und er darf bei mir nicht mehr jammern - das ziehe ich konsequent durch und seither ist sehr viel Ruhe eingekehrt - schon seit Wochen! Und das tut so gut!

    Meine Stiefmutter hat aus ihrem letzten Absturz offenbar gelernt, sie hat beschlossen, dass sie nicht mehr trinken will und dass sie ihre Probleme angehen muss. Und das tut sie auch, sie hat sich profesionelle Hilfe geholt. Das freut mich sehr für sie und ich wünsche ihr von Herzen, dass sie es packt!

    Mir tut es enfach gut, mich um meine eigene Familie zu kümmern - ich ahbe wieder etwas mehr Energie und vor allem ganz viel Luft zum Atmen!

    Liebe Grüsse an alle!
    Jamie

    Liebe Cora

    Warum schreibst du deiner Mutter nicht einen Brief, wo du alles reinpackst, was du ihr zu sagen hättest? Vielleicht hilft es dir ja, etwas loslassen zu können und das Herz zu erleichtern! Und wer weiss, vielleicht kriegt sie es ja doch mit? Auf jeden Fall wäre es doch einen Versuch wert, damit es dir etwas besser geht, oder?

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Astoria

    Also für mich klingt es irgendwie danach, dass die Tochter von g. überfordert ist und alles gerne auf euch abwälzen würde momentan. Es ist ja auch komisch, dass das Krankenhaus eure Nummer hatte und von deinem Vater eine Kostenübernahme wollte - wa soll das, da ist er doch nun wirklich nicht mehr zuständig!

    Immerhin schafft es dein Vater offenbar immer besser, sich abzugrenzen und das ist doch schon sehr gut! Ich hoffe, ihr könnt euren Weg zusammen weitergehen und euch die Stärke geben.

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Summer

    Zitat

    hm... kann sein das ich mich täusche, aber hört sich a bissi für mich so an, als ärgerst du dich drüber, das du nicht schon früher gehandelt hast???

    Ärgern ist nicht ganz das richtige Wort, aber ich sage mir selber, dass ich schön doof war, nicht schon früher abzublocken, denn die Ruhe jetzt ist wirklich angenehm! Irgendwie war meine kleine Schwester da schlauer, sie hat sich von Anfang an distanziert! :lol:

    Aber du hast recht, offenbar brauchen auch wir einen Tiefpunkt, damit wir lernen, uns abzugrenzen und zu distanzieren. Und momentan geniesse ich es, nur 2x die Woche was zu hören und nicht 3x am Tag! Auch wenn die Gespräche sehr oberflächlich sind, denn was kann mein Vater mir erzählen, wenn er nciht über seine Frau jammern darf und er in Punkto Alkoholkonsum (bei anderen natürlich) von mir "eins auf den Deckel" kriegt? Das will er ja nicht, er mag meine kritischen Bemerkungen da gar nicht, also bleibt er schön an der Oberfläche.

    Danke dir für deine Glückwünsche - ja ich werde ganz gut auf uns aufpassen, obwohl das Kleine da ein ganz schöner Tyrann ist! Ich bin müde, launisch und will den ganzen Tag nichts essen, dafür in der Nacht! Trinken kann ich auch nur noch eine bestimmte Wassermarke (die teuer ist :roll: ). Naja, geht auch vorbei und wenn erst die 12 kritischen Wochen vorbei sind, verschwindet ja wenigstens Übelkeit und Müdigkeit!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Liebe Anna

    Herzlichen Dank für deine lieben Zeilen! Schade, dass du keine unbeschwerte Schwangerschaft erleben durftest, aber ich weiss, abgrenzen ist sehr schwer.

    Bei unserer ersten Schwangerschaft wasr im ersten Trimester auch die Hölle los, da meine Stiefmutter einen massiven Absturz hatte und im Suff meinen Vater einer Vergewaltigung bezichtigt hatte - führte dazu, dass er verhaftet und sie ins Spital eigeliefert wurde! Mein Vater war danach schwer traumatisiert und wir brauchten sehr viel Energie, dass er wieder Lebensmut aufbrachte - hat mir enorm Energie abgezogen und ich hatte so Angst, dass ich unser Kleines hergeben musste, weil ich so kraftlios war! Von daher kann ich dich gut verstehen.

    Ich werde gut auf uns aufpassen, so "egoistisch" bin ich inzwischen schon. Und ich hoffe, dass ich es wirklich auch schaffe, mich witerhin aus dem Chaos meines Elternhauses rauszuhalten! Ich geb mir auf jeden Fall alle Mühe!

    Januar? Dann ist dein Kleines ja noch sehr klein - schön! Unser Erstgeborener ist 26 Monate alt und so munter und aktiv - wirklich eine Bereicherung für das Leben! Ich wünsche euch ganz viel Glück und sonnige Momente!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo meine Liebe

    Schnell? Ich weiss nicht, ich finde, ich hätte schon viel früher die Notbremse ziehen sollen und mich aus dem Chaos meines Elternhauses raushalten können.

    Leicht ging es nicht, es hat mich viele schmerzliche Stunden und auch seelische Kämpfe gekostet, an den Punkt zu kommen. Und ob ich da bleiben kann, wird wohl die nächste Krise zeigen :roll: . Vielleicht hilft es mir auch, dass meine Schwester und ich sehr viel miteinander reden und sie Infos ganz nüchtern von der medizinischen Seite einbringen kann (sie ist Krankenschwester), das bringt eine gewisse Sachlichkeit in dieses doch sehr emotionale Thema.

    Zitat

    hoff du verstehst wie ich des mein

    Ja, ich verstehe shcon, wie du das meinst! Und ja, ich denke, mein persönlicher Tiefpunkt war erreicht. ZUerst im Dezember, als ich die Erkenntnis schlucken musste, dass ich meinem Vater nicht helfen kann (habe ich ja hier leider nur zu gut lernen können :cry: ) und dann damals, als ich mit ihm so viele Gespräche führte, er Einsicht zeigte und dann loszog, Bier zu kaufen. Das war für mich rückblickend wirklich der Moment, wo ich mir sagte "Du kannst mich mal, Vater, ich kann und will keine Zeit mehr in dich investieren!" Manchmal sind es offenbar "kleine" Geschichten, die das Fass zum Überlaufen bringen können.

    Mein Vater hat sich übrigens sehr von mir zurückgezogen, er ruft deutlich seltener an, seit ich nicht mehr seelischer Mülleimer für ihn spiele. DAs hilft auch, eine gewisse DIstanz wahren zu können, das gebe ich zu.

    Abgesehen davon muss ich mich jetzt auch um mich kümmern, ganz intensiv! Seit ein paar Tagen wissen wir nämlich, dass wir im nächsten Jahr Zuwachs kriegen - unser Junior kriegt ein Geschwisterchen. :D Ich bin zwar noch ganz am Anfang und es kann (krankheitsbedingt bei mir) noch vieles schief gehen (bin ich froh, wenn die ersten 12 Wochen durch sind :) ), aber jetzt bin ich völlig egositsisch und stelle unsere Bedürfnisse vor alle (ausser denen meines Mannes und Sohnes natürlich, wir sind ja ein Team). Das lernt das Abgrenzen natürlich auch!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Astoria

    Wie geht es dir? Hat dein Vater den Besuch hinter sich gebracht? Ich hoffe sehr, dass bei euch auch bald Ruhe einkehren darf!

    Ich kann mich eigentlich Insulaner voll anschliessen, du musst deinen Vater gewähren lassen. Wer eiss, vielleicht braucht er dieses Treffen aus irgendeinem Grund noch?

    Liebe Grüsse und lass bald mal wieder von dir hören!
    Jamie

    Hallo ihr Lieben

    So, jetzt hole ich auch weider einmal mein Thema nach vorne und schreibe, wie es mir inzwischen so ergangen ist.

    Also bei uns ist sehr viel Ruhe eingekehrt. Seit ich mich meinem Vater und meiner Stiefmutter gegenüber verweigere, ihre Therapeutin oder sonstwas zu sein, höre ich kaum noch was von ihnen. Und ich geniesse diese Ruhe weit mehr, als ich daran denke, dass ich offenbar für meinen Vater nur einen Zweck hatte: Sozi zu sein, der immer zuhört, versteht und berät!

    Bei ihnen unten herrscht immer noch Chaos, mein Vater trinkt wieder seine 20-30 Bier pro Tag und beschimpft inzwischen meine Stiefmutter tief unter der Gürtellinie. Habe ich per Zufall einmal am Telefon mitgekriegt und meinte nur, asl sie jammern wollte, dass sie sich das selber gefallen lässt und es somit ihr Problem ist. Bin ich nicht ein böses Mädchen :evil: ? Ach ja, und sie ist zum Schluss gekommen, dass sie doch keine Alkoholikerin ist und wollte das lange mit mir diskutieren, was ich aber auch abgebrochen habe. Da ist wirklich Hopfen und Malz verloren! Bei beiden.

    Die Distanz tut enorm gut und ich bin voller Energie und gehe jeden Tag munter an. Ich geniesse das Leben mit meinem Kleinen, wir waren gerade für ein paar Tage in Österreich und das hat so gut getan! Daneben habe ich den Garten auf Vordermann gebracht und bin fleissig am Briefe schreiben an diverse Brieffreunde. Die Ruhe tut unserem Familienleben sehr gut.

    Auch meine Schwester und ich haben endlich wieder ein anderes Thema als "unsere Eltern". Wir warten eigentlich nur noch auf den grossen Knall, wenn es unseren Vater gesundheitlich erwischen wird. Böse gesagt denken wir, dass dann ganz Ruhe einkehren wird und es für uns eine Befreiung wird. Schade, dass es soweit kommen musste, aber so sieht es nun einmal aus!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo MC

    Wollte mich nur rasch zurückmelden - war in Wien (ich liebe diese Stadt) und bin ganz k.O. noch vom Nachtzug! Sich so ein Bett mit einem 2 Jahre alten Zappelfrosch zu teilen ist eine Erfahrung für sich :lol:

    Hey, wie ich lese, geht es dir etwas besser und du fängst wirklich an, auf duich zu hören! Finde ich schön - weiter so!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo MC

    Herzlich Willkommen hier bei uns! Habe in deinem Bericht einiges gefunden, was ich nur zu gut kenne!

    Zitat

    Ich muss primär an mich denken und mein Leben durch meine Eltern nicht fremd bestimmen lassen. Wenn keine Hilfe angenommen wird, dann kann man eben nichts machen.

    Da hast du ja schon etwas Wichtiges mitbekommen hier, denn es ist wirklich so! Es ist zwar ein schmerzhafter Prozess (ich habe den vor ein paar Monaten durchgemacht und es war nicht einfach), aber glaub mir, wenn du es schaffst, geht es dir viel besser.

    Also fang am Besten damit an, dass du deinem Vater sagst, dass du NICHT für deine Mutter, das Geld oder sonstwas schaust, wenn er weg ist - und dass wenn er deine Mutter einweisen lassen will, er das selber mit den Ämtern verhandeln soll! Das ist nicht deine Sache, du bist nicht verantworlich für deine Eltern! Du bist hier das Kind von ihnen und normalerweise übernehmen die Eltern Verantwortung für ihr Kind und nicht umgekehrt! (Habe ich selber erst kürzlich dank dem Forum hier erkannt!). Also versuche dich zu distanzieren.


    Du sprichst nicht darüber? Habe ich auch lange nicht getan, aus Schutz für die Eltern (bei mir sind ja auch Vater und Stiefmutter abhängig, aber mein Vater sieht es nicht ein und spricht sehr abschätzig über Alkoholkranke). Inzwischen verstecke ich das nicht mehr, sondern kommuniziere das offen und ich bekomme sehr viel positive Rückmeldungen und auch sehr viele: "ach ja, das Problem ist bei uns auch vorhanden." Klar erzähle ich es nicht jedem, aber gute Freunde wissen Bescheid. Ud mein Mann kriegt es ja sowieso mit (bei den Eskapaden, die sich meine Eltern leisten :roll: ) und wir können gut damit umgehen.

    Zitat

    Hinzu kommt noch, dass ich mich schon mit dem Tod meiner Mutter aktiv beschäftige um mir klar zu machen - Der Tag ist nicht mehr fern, wenn sich nichts ändert.

    Das ist mir bei meinem Vater auch sehr bewusst und inzwischen habe ich gelernt, mit dem Wissen umzugehen! Was icih gemacht habe, ist, ich habe mich einmal zu meinem Vater gesetzt und ihm ohne Wertung einfac gesagt, was ich von seiner Situation halten und wie es mir dabei geht. Ohne Forderungen, ohne Vorwürfe. Ich habe aber auch lange darüber nachgedacht und ich hoffte, dass er vielleicht so über seine Situation nachdenkt. Das Ergebnis war, dass er sich bei mir nicht mehr getraute Bier zu trinken, aber kaum zuhause zog er los und kaufte sich 20 Flaschen :shock: Alkoholismus ist eine tödlich verlaufende Krankheit, wenn man sie nicht bekämpft.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück auf deinem Weg, viel Hilfe hier, nimm mit, was für dich umsetzbar erscheint! Was für mich stimmt, muss ja nicht für dich stimmen, aber aus den Erfahrungsberichten hier kann man schon vieles ziehen! VOr allem das Bewusstsein, dass wir nicht alleine sind!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Astoria

    Habe viel and ich gedacht in den letzten Tagen - wie es dir wohl ergangen ist und was du vorgefunden hast! Konnte leider nicht online sein, mein Internetanschluss wurde umgestellt.

    Ich bin froh, dass es dir gut geht! Ist schon belastend, ich kenne das von meiner Steifmutter her!Man kann sich ja nie wirklich raus halten, emotional ist immer eine Ecke beteiligt!

    Aber ich finde es super, dass du nun für deinen Vater gehandelt hast und gesagt hast, dass g.s Zeug raus muss :!: Du hast recht, sonst geht für deinen Vater das Leben nicht wirklich ohne G. weiter. Auch wenn du diesen Schritt gemacht hast und nicht er. Ich wünsche euch ganz fest, dass jetzt etwas Ruhe einkehrt.

    Was mir immer wieder bei deinen Texten auffällt ist, dass die Tochter von g. sich dauernd an euch wendet und euch mit reinzieht. Ich weiss nicht genau, wie euer Verhältnis ist, aber könnt ihr dem nicht einen Riegel vorschieben? Sonst kommt ihr nie zur Ruhe, bei jedem Absturz seid ihr wieder mitten im Chaoskarussell! Oder wenn ihr ein supergutes Verhältnis habt, dass ihr ihr helfen könnt, Abstand zu g. zu gewinnen und dass die Tochter anfängt, ihr Leben für sich selber in Anspruch zu nehmen?

    Weisst du, g. könnt ihr mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht mehr helfen, weder ihr noch die Tochter. Aber ihr könnt euch gegenseitig helfen, dass Leben nicht auf g. auszurichten, sondern EUER LEBEN ZU LEBEN! Du schreibst ja selber:

    Zitat

    ich weiß aber auch, dass es mich tierisch mitnehmen würde, wenn g. dann doch sterben sollte. weiß aber auch gleichzeitig, das es das beste für sie ist- so hart es auch klingen mag.

    Denke mal genau über dieses Satz nach, bis in alle Konsequenz. Du weisst doch, dass du ihren Tod nicht verhindern kannst, weder du, dein Vater noch ihre Tochter. G. will ja auch keine Hilfe, ausser um ihre Sucht zu finanzieren. Also überlegt euch, ob es nicht für euch Beteiligten besser wäre, sie mit ihrer Sucht alleine zu lassen? Und damit Ruhe in euer Leben zu bringen und euer Leben geniessen zu können? Das ist sehr schwer, ich weiss es, aber es ist auch eine Erleichterung!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Liebe Astoria

    Ja, manchmal kriegt man schnell Antwort - habe es gerade gesehen, war grad ein bisschen im Internet am surfen.

    Zitat

    ich habe gelesen, dass dies normal sein soll, wenn man im endstadium ist. stimmt das? also, dass ein alkoholsüchtiger dann wirklich nicht mehr viel braucht, um restlos besoffen zu sein...

    Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht, mein Vater und meine Stiefmutter sind nicht so weit (zum Glück) und zu Tode gesoffen hat sich in meinem Umfeld bisher zum Glück noch niemand. Aber logisch scheint es mir schon, denn wenn du Dauerbetrunken bist, wirst du ja gar nicht mehr nüchtern, wenn man nichts isst (allgemein), dann geht der Alk viel schneller ins Blut über und wirkt (ist mir einmal passiert. Ich trinke ja eigentlich keinen Alk, wurde in der Oper spontan mit einem kleinen Glas Wein überrascht und konnte nicht nein sagen, trank es und nach dem 2. Akt Tosca kippte ich mit "Scarpia" um und wurde rausgetragen :oops: ).

    Was ich von meiner Stiefmutter wiess, ist, dass sie bei ihren tagelangen Abstürzen auch nichts isst. Offenbar hat man wirklich keinen Hunger.

    Liebe Grüsse
    Jamie (die endlich ins Bett sollte)

    Liebe Astoria

    Ich denke und fühle mit dir! Und ich kann dich verstehen, dass es dir lieber ist, wenn das Ende gekommen wäre! Ich glaube, auch für g. wäre es eine Erlösung, in ihren nüchternen Momenten muss ihr ihr Leben ja wie die Hölle vorkommen!

    Ich kenne die Rechtslage in Deutschland nicht, aber könnt ihr oder die Vermieterin nicht einmal die Polizei schicken, damit ihr wisst, was los is? Diese Ungewissheit ist ja schrecklich, da schafft es keiner von euch, die DIstanz zu bekommen und die Ruhe zu finden.

    Ich drück dich ganz lieb! Viel Glück morgen
    Jamie

    Liebe Summerdream

    Zitat

    dein vater scheint noch nicht seinen persönlichen tiefpunkt erreicht zu haben, begriffen hat er wohl noch nix. wenn er aufhören will, dann geht das nur langfristig wenn er es für sich möchte und nicht weil er damit seiner frau schadet.

    Da sprichst du ein wahres Wort gelassen aus! Aber immerhin, wir haben inzwischen weider einmal miteinander telefoniert und er hat gesagt, dass sie daran sind, eine Therapeutin für ihre Beziehung zu suchen! Immerhin etwas - aber Bier trinkt er immer noch. Aber er war wenigstens nüchtern am Telefon, habe am Mittag angerufen.

    Dafür habe ich den Eindruck, dass bei meiner Stiefmutter der persönliche Tiefpunkt erreicht ist. Ich hoffe es ganz fest für sie, sie ist nüchtern eine so tolle Frau!

    Eigentlich ist es eine Wahnsinns-Krankheit, grad weil man infach so hilflos zuschauen muss, wie der Mensch, den man doch eigentlich leibt (oder lieben möchte) sich selber zerstört!

    Aber ich habe wenigstens eine Ruhe in mir inzwischen - ich habe es versucht, habe meinem Vater meine Sichtweise gesagt und entweder er will was tun und sonst halt nicht. Aber seit der Aussprache bin ich wirklich viel gelassener und denke auch nicht mehr so oft darüber nach!

    Liebe Grüsse
    Jamie