Beiträge von Jamie72

    Liebe Astoria

    Einiges von dem,w as du beschreibst, kenne ich leider nur zu gut von meiner Stiefmutter. Von daher kann ich dich wirklich gut verstehen.

    Grundsätzlich kann ich mich Insulaner anschliessen: ihr könnt g. nicht helfen, aber euch selber! Nehmt die Hilfsangebote war (hier schreiben ist ja schon einmal ne gute Sache), redet und schaut fpür euch! Taucht g. nochmals in der Nacht auf und randaliert - Meldung an die Polizei, anders geht das nicht! Ich habe grad vor 2 Wochen meine Stiefmutter bei der POlizei gemeldet - sie hat zwr danach getobt, aber es hat sie auch geschockt und war mit ein Grund, dass sie jetzt endlich mit ihrer Ärztin gerdetet hat. Auch wenn es böse klingt, aber erst einmal müsst ihr euch vor ihr schützen, sonst geht ihr in dem Tornado wirklich mit unter!

    Liebe Grüsse und ganz viel Kraft
    Jamie

    Liebe Almi

    Ja, du musst deinen Weg alleine gehen und den Rank finden, wie du mit allem umgehst. Da hast du völlig recht. Aber ich denke, wir sprechen alle auch aus Erfahrung und wollen dir nur sagen, dass du dich nicht vergessen darfst! Du kannst deiner Mutter nur helfen, wenn du auch zu dir schaust!

    In der Endphase der Krankheit meiner Mutter war sie noch 13 Wochen im Spital. Ich war 13 Wochen lang entweder in der Schue, im Spital oder zu Hause für meine Schwester da. NIemand war ber für mich da - und als meine Mutter starb, schaffte ich es noch bis nach der Beerdigung - dann fiel ich in ein solches Loch, dass ich versucht habe, mich umzubringen, weil ich nicht mehr die Kraft hatte, weiterzumachen. Es ist missglückt (zum Glück), aber mir wurde klar, dass ich mich und meine Bedürfnisse nicht ignorieren kann und darf!

    Schaff dir deine Inseln im schwierigen Alltag und passe wirklich auf dich auf! Und ich wünsche euch ganz fest, dass ihr heute guten Bericht bekommt und deiner Mutter schnell geholfen werden kann.

    Fühl dich lieb von mir gedrückt!
    Jamie

    Liebe Summerdream

    Ich weiss auch nicht, was für ein Medi das genau ist, aber meine Stiefmutter hat das schon einmal für ein halbes Jahr genommen und in der Zeit keinen Absturz gehabt (sie ist ja Quartalssäuferin). Was auch immer es ist, Hauptsache es hilft ihr, sich weider aufzufangen.

    Als ich meinem Vater die Meinung gesagt habe, lief das in zwei Schritten ab. Das erste Gespräch war noch bei uns, da habe ich ihm einfach ohne zu moralisieren oder emotional zu werden gesagt, dass ich auch um sein Problem genau Bescheid wisse, bis hin zu der Menge und den Filmrissen, die er hat. Ich habe ihm da aber auch klar gesagt, dass ich nicht irgendwas von ihm fordern will, sondern er selber was machen muss, wenn er will. Es war mir einach wichtig, einmal gesagt zu haben, wie gut wir ihn inzwischen durchschauen können und dass wir uns des Problems bewusst sind, aber auch eingesehen haben, dass weder meine Schwester noch ich ihm helfen können. Das hat ihn doch ziemlich geschockt und er hat sich dann nicht mehr getraut, mehr als 4 Bier in 2 Tagen zu trinken. Er hat auch eingesehen, dass er seiner Frau nicht helfen kann, wenn er BIer trinkt und ihr das Trinken verbieten will und hat sich vorgenommen, zu Hause allen Alk wegzuräumen und auch mit dem Bier ganz aufzuhören (er hat ja schon von 30 auf 15 pro Tag reduziert, immerhin etwas). Soweit so gut, ich dachte, endlich hat mein Vater mal kapiert, was er und acuh seine Frau brauchen!

    Am Montag habe ich ihn dann heimgefahren. Er lässt sich von mir zu einem Laden fahren, damit er einen bestimmten Käse für meinen Sohn holen kann - und kommt mit 20 Bierflaschen wieder zurück!!! Ich schaue ihn nur an und er meint: "S. hat so Schädelbrummen, da hilft ihr ein Bier bestimmt!" :shock: Bei sich zu Hause fängt er dann gleich wieder mit dem Biertrinken an und ich packe mein Kind und gehe (habe aber noch kurz mit meiner Stiefmutter geredet und ihr die Forumsadresse in die Hand gedrückt :wink: ).

    Am Dienstag ruft mich mein Vater an und fängt schon wieder wegen dem Alkproblem seiner Frau an. Da bin ich dann ausgeflippt und habe ihm rigoros gesagt, dass ich meine Zeit nicht mehr für ihn verschwenden werde und ihm zuhören will, wenn er wegen dem Alkkonsum seiner Frau jammert. Er sei genauso mitschuldig an einem Rückfall, wenn er es nicht einmal schafft, die wichtigste Hilfestellung zu geben. Er dürfe dann wieder mit mir über den Alk reden, wenn er seine versprochenen Schritte (Alk wegleeren, Hilfe von der Mediatorin organisieren für sie beide als Paar) eingeleitet hat. Vorher werde ich ihm weder helfen noch zuhören.

    Wie ich mich gefühlt habe? Am Samstag war ich positiv überrascht, wie gut er es aufgenommen hat und wie konstrukitv wir die Hilfe für ihn und seine Frau planen konnten. Als er am Montag das Bier anschleppte, war ich einfach nur sauer und merkte, dass für mich jetzt der Punkt gekommen ist, wo ich nicht mehr helfen will, weil es vergeudete Zeit und Energie ist! In mir drin hat es richtig gekocht und ich hätte ihn am Liebsten da an der Ecke mit seinem Bier stehen lassen! Und als er am Dienstag anrief, da hat es mich einfach verplatzt! Ich war so stinkesauer, meine Wut vom Vortag hatte sich nicht gelegt und cih wollte einfach jetzt meine Ruhe haben. Ich habe auch nichts mehr gehört sether von ihm und ich muss sagen, dass ich das als angenehm empfinde. Meine Haltung bleibt klar, ich rede mit ihm über alltägliches, aber nicht über seine Probleme mit seiner alkoholabhängigen Frau (er hat ja jetzt wieder keine Pobleme mehr). Und es geht mir erstaunlich gut dabei! Ich habe Luft, ich habe Energie und ich habe KEIN schlechtes Gewissen oder mache mir Gedanken, was meine Weigerung für Konsequenzen haben könnte! Bin ganz überrascht von mir - aber das kennst du bestimmt auch, oder? :wink:

    So, das wurde ein langer Text, aber es war ganz spannend, das so genau aufzuschreiben!

    Ich hoffe, dir geht es auch gut, ich muss mal wieder bei dir nachlesen gehen - ist schon eine Weile her das letzte Mal!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hi!

    Uns geht es gut - wir haben grade einen schweren Absturz von meiner Steifmutter hinter uns - 9 Tage Dauerbetrunken! Vier Tage davon war mein Vater bei uns, da die Polizei ihm nahegelegt hat, das Haus zu verlassen (sie neigt im Rausch zu extrem aggressivem Verhalten).

    Dass mein Vater und auch ich sie jetzt einfach mal hängen gelassen haben, war ein echter Schock für sie. Und dass ich sie bei der Polizei gemeldet habe - sie war so stocksauer auf mich! Aber es war offenbar hilfreich. Jetzt hat sie diese Woche einen Termin bei ihrer Ärztin und lässt sich erst einmal ein Medikament verschreiben, dass die Abstürze verhindern tut bei ihr. Dann will sie sich nach professioneller Hilfe umsehen und ich hoffe, sie findet sie.

    Und mit meinem Vater hat es auch gekracht in der Zeit. Ich habe ihn mit seinem Bierkonsum konfrontiert und habe ihm auch klar gemacht, dass ich weder bei ihm noch bei meiner Stiefmutter irgendwelche Illusionen habe. Das hat ihn ziemlich geschockt! Alki und selber Co-Abhängig - das passt ja.

    Am Dienstag war aber bei ihm wieder alles beim alten und ich habe ihm dann wütend erklärt, dass ich meine Zeit nicht mehr mit ihm verschwende, wenn er nicht ma zuhört und die einfachsten Grundregeln einhalten will, um sich und damit auch seiner Frau zu helfen. Er darf mich zum Thema Alk ers wieder anrufen und um Unterstützung bitten, wenn er etwas aktiv tut, sonst verschwende ich meine Zeit nicht mehr. Tja, komisch, seither habe ich Ruhe...

    Aber uns in der Familie geht es gut. Mein Mann hat Ferien und wir geniessen die Zeit. Junior ist munter und voller Tatendrang. Dazu spinnt dfas Wetter - gestern im T-Shirt im Garten und heute liegt Schnee! Naja, ist April.

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Liebe Almi

    Ich bin in Gedanken bei dir und wünsche euch morgen ein Ergebnis, dass man deiner Mum schnell helfen kann!

    Aber bei aller Liebe zu deiner Mutter: pass auch auf dich auf und vergiss dich nicht! Sonst fällst du plötzlich in ein Loch und brauchst noch mehr Kraft, um wieder rauszukommen!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Happybanshee

    Okay, wenn sie nass ist, würde ich auch ein Glas Wein zum Essen mittrinken, dass ist natürlich auch eine andere Situation! Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass sie trocken ist...

    Liebe Grüsse
    Jaimie

    Hi!

    Interessante Frage - also ich trinke praktisch keinen ALk und bin von daher auch die "Spassbremse" bei uns in der Familie (wird an Festen aus Prinzip viel getrunken). Mich widert Alkohol und auch betrunkene Menschen wirklich an - habe da bestimmt kein "normales" Verhältnis dazu. Wenn mein GG mal ein Bier trinkt, ist das okay für mich, aber wenn er nach Bier riecht, dann darf er in seiner Ecke schlafen :wink: .

    Ganz selten einmal (so alle drei Jahre) trinke ich vielleicht mal einen Baileys, den mag ich. Oder bei einer bösen Grippe einen Tee-Rum, das haut mich aber dann um und ich schlafe auf Stunden tief und fest und bin schwer aufzuwecken.

    @ happybanshee: So vom Gefühl her würde ich jetzt in Gegenwart meiner Stiefmutter (die sich echt bemüht, vom Alk loszukommen) keinen Alk trinken, einfach aus Solidarität. ABer frag doch deine Mutter einfach, wie es für sie ist?

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Almi

    Jaja, mich gibt es noch, bin aber nicht so oft hier, da ich für mich gemerkt habe, dass ich einen gewissen Abstand vom Thema brauche! Ich habe mich mit der Sucht meines Vaters ganz gut arrangiert und er bemüht sich sehr, den Bierkonsum immer mehr einzuschränken, was mich natürtlich freut. Erste Erfolge sind schon ersichtlich, er hat keine so hohen Zuckerwerte mehr und auch die Leberwerte werden besser. Er trinkt immer noch zuviel, keine Frage, aber es sind kleine Schritte in die richtige Richtung. Immerhin trinkt er jetzt zwischen 10-15 Bier und nicht mehr bis 30, das ist doch etwas.

    Während mein Vater sich an der Nordsee erholt, hat mene Stiefmutter momentan einen Totalabsturz zu Hause. Sie ist wieder so betrunken, dass sie unzurechnungsfähig ist! Ich habe jetzt das Telefon ausgeschaltet, da sie im Suff die Angewohnheit hat, mich mitten in der Nacht zu wecken und zu jammern, wie schlecht es ihr im Leben geht. Momentan hat sie die irre Idee, dass sie Darmkrebs hat und ums Überleben kämpft :roll: . Dabei ist sie kerngesund, eigentlich! Naja, alle Festtage wieder...ich werde zumindest in den nächsten Tagen keinen Anruf von ihr annehmen! Zum Glück gibt es Anrufererkennung...

    Ich habe deinen Thread kürzlich mal gesucht, aber nicht mehr gefunden. Aber da haben sich doch einige gemeldet, fand ich ganz lieb von denen! Ein paar Tage frei tun dir bestimmt gut! Wie wirken deine Medikamente? Und wie geht es dir sonst so?

    Bei uns läuft alles friedlich und normal. Der Kleine ist aktiv und forderd viel, aber er ist auch süss, wie er immer helfen will und alles selber ausprobieren muss! Mein Mann hat bis Sonntagabend frei, was auch sehr schön ist. Wir haben uns Räder gekauft und können jetzt bei schönem Wetter so unterwegs sein, und ich kann im Alltag für die kleinen Einkäufe Junior hinten drauf packen und losziehen - jetzt brauche ich nicht mehr dauernd das Auto - juhuiii! Da tue ich nciht nur was für die Umwelt, sondern auch für meine Fitness...

    Liebe Grüsse und schöne Ostertage wünscht dir
    Jamie

    Liebe Summerdream!

    Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe - bekam gar keine Mail dass eine Antwort auf mich wartet! Doofes Mail :evil:

    Danke für deine Zeilen. Ja, ich habe meinen Vater schon lieb, kann aber auch gut Distanz zu ihm halten. Das geht sogar immer besser, habe ich dieses Wochenende rausgefunden! Er und seine Frau streiten sich grad wieder...beide wollen jammern bei mir...ich habe abgeblockt und gesagt, dass es ihre Sache ist und ich keine Lust auf das Theater hab *ganzstolzaufmichbin* :D

    Das erfreuliche ist, dass mein Vater momentan wirklich dran arbeitet, seinen Bierkonsum einzuschränken! Seine Zuckerwerte sind massiv gesunken, seiner Leber geht es auch besser, was uns natürlich freut. Nur sieht er nach wie vor nicht ein, dass er ein Problem mit dem Alkohol hat... Naja, inzwischen schaffe ich auch da immer mehr Distanz zu haben und mir micht mehr nur noch Sorgen um ihn zu machen! Ich nehme es jetzt von Tag zu Tag und freue mich, wenn er es wirklich schaffen würde. BIn mir aber auch sehr bewusst, dass ich mit Rückfällen rechnen muss!

    Ich habe mir übrigens das von dir empfolene Buch gekauft - bin schon gespannt darauf, habe erst ein bisschen quergelesen!

    Wie geht es dir so?

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Liebe Summerdream

    Ich hatte gestern ein interessantes Gespräch mit meinem Hausarzt. Was wir wissen ist, dass der Blutzuckerwert meines Vaters viel zu hoch ist (war schon bei 24!), momentan ist er bei 12. Jeder gesunde Mensch müsste dann Insulin spritzen, aber bei meinem Vater macht man das (nicht) mehr. Ich wusste nie warum, aber mein HA konnte es mir erklären: die Leberwerte meines Vaters müssen so schlecht sein, dass das Insulin gar nicht mehr verarbeitet werden kann vom Körper und es dann einfach keinen Sinn (mehr?) macht. Er meint, so aus meinen Erzählungen, dass es, wenn er so weitermacht, innerhalb kürzester Zeit zu einem Zusammenbruch, sei es Leber oder Zucker, kommen wird.

    Er war gestern bei uns. Ich habe mich überhaupt nicht auf den Tag gefreut, es ist mehr Belastung als Freude, wenn er sich anmeldet. Aber ich wurde positiv überrascht: offensichtlich schränkt er seit einer Weile seinen Bierkonsum ziemlich ein. Die Bierausdünstung ist verschwunden (war im Januar echt ekelerregend), seine Gesichtsfarbe deutlich besser und er war klar wie schon monate nicht mehr. Er hat auch nur 3 Bier mit meinem Mann getrunken und die hat er "genossen", sprich: er hat sie nicht runtergestürzt. Alles in allem ein sehr positiver Besuch. Zu Hause hat er vorher auch nichts getrunken, denn er ist gefahren und dann trinkt er keinen Tropfen, da ist er stur. Zum Glück, nicht dass mich wer missversteht!

    Irgendwie ist es so, dass ich mich zwar momentan freue, dass er versuchen will, die Kurve zu kriegen, bin aber auch sehr misstrauisch und warte auf den nächsten Hammer! Dieses Abwarten und nicht wissen, was passiert, das macht mich ganz kribbelig. Ich hätte glaub lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende... Naja, abwarten wie es weitergeht, vielleicht schafft er es ja doch noch! Er hat es ja schon mal jahrelang geschafft, nichts zu trinken. Vielleicht hat ihm die Predigt seiner Ärztin doch die Augen geöffnet und er versucht nun langsam, den Konsum abzubauen? (er ist nicht der Typ, der in eine Entgiftung geht, weil er ja kein Problem hat).

    Wir verstehen uns eigentlich gut. Ich bin die Person in seinem Leben, der er 100% vertraut und beid er er Hilfe und Schutz sucht, wenn alles drunter und drüber geht in seinem Leben. Ich weiss, müsste ja eigentlich umgekehrt sein, aber er war eigentlich nie fähig, die VErantwortung für uns Kinder zu übernehem, er hatte ja eine starke Frau! Und dann nach ihrem Tod mich. Es ist aber schon so, dass wir trotzdem viele gute Gespräche führen, uns zwischendurch am Kragen pcken (verbal), da wir beide ein ziemlich hitziges Temperament haben. Nur ist er für mich nicht wirklich die Vaterfigur, das war immer mein Grosspapi, der starb, als ich 14 war. Aber er ist da, er ist emotional wichtig für mich und ich habe gestern festgestellt, dass ich es schön finde, wenn er von meiner Kindheit erzählt, denn ich weiss vieles nicht, habe es verdrängt und kann mich an fast nichts erinnern.

    Also wenn ich den letzten Abschnitt lese, klingt das ziemlich verworren, nicht?

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Liebe Dunbarek

    Mir geht es nicht unähnlich, ich wünschte mir manchmal auch, dass ich einfach meinen Vater ignorieren könnte und ich so meine Ruhe wiederfinde! Er saugt mich einfach aus und manchmal verwünsche ich ihn wirklich dafür. Aber als es ihm in Dezember so schlecht ging, da merkte ich wieder, dass er trotz allem mein Vater ist mit dem ich wirgendwie verwachsen bin und ich nie von ihm loskommen werde - ob er nun da ist oder nicht.

    So wie ich das hier überall gelesen habe gehört dieses Gefühlschaos offenbar eifnach dazu - wir müssen einen Weg finden und lernen, damit umzugehen. Aber es ist doch beruhigend zu wissen, dass wir nicht alleine so empfinden. Und das Schreiben hier hilft mir zumindestens immer ein bisschen - und vor allem das Gefühl, dass ich nicht alleine bin!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Almi

    So lange ist es doch gar nciht her, dass ich dir geschrieben habe (am 21. - hast du es eventuell überlesen? :wink: )

    Ich habe deinen Thread gesehen und mich gefreut, dass du liebe Menschen gefunden hast, die dich viel besser verstehen wie ich, da sie ja die gleichen Erfahrungen machten wie du!

    Mir geht es solala - morgen kommt mein Vater vorbei und ich freue mich gar nicht darauf. Ich habe so das Gefühl, der nächste Hammer wartet da auf uns - sein Kurzzeitgedächtnis scheint nicht mehr ganz zu funktionieren. Er hat letzte Woche 3x angerufen um zu fragen, was er seinem Enkel auf den Geburtstag schenken soll - dabei hat er mir schon vor Wochen gesagt, ich solle ihm das Geschenk besorgen und ich habe gemeldet, dass ich es da habe... Am Freitag hat er dann meinen Mann auch noch gefragt und als es (wieder einmal) geklärt war, bat er ihn, mir JA NICHTS davon zu erzählen, dass er vergessen hat, dass ich es organisiert habe...

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Liebe Cora

    Ich finde es gut, dass es für dich eine schöne Zeremonie war - finde ich persönlich noch etwas Wichtiges, es ist irgendwie beruhigend - verstehst du, was ich meine? Jetzt kannst du zur Ruhe kommen und dich auf dich konzentrieren um dich mit deinen Verlusten auseinanderzusetzen und irgendwann wieder Ruhe zu finden.

    Auch wenn es sich momentan bestimmt nicht so anfühlt, aber es kommt wieder ein Ruhepunkt in dein Leben und du wirst weitergehen können und dich an deinem Leben wieder freuen.

    Als meine Mutter starb habe ich anfangs die Tage gezählt, dann die Wochen, danach die Monate, irgendwann waren es dann plötzlich drei Jahre und inzwischen weiss ich zwar den Tag genau, aber das Jahr nicht mehr, muss immer nachrechnen. Aber trotzdem habe ich sie nicht vergessen, aber gelernt, mit ihrem Verlust umzugehen und gelernt, mich einfach auf die schönen Erinnerungen zu konzentrieren und ich habe aufgehört, über alles andere nachzudenken und zu überlegen, ob ich was anders hätte machen können und ob es etwas geändert hätte. Aber das ist ein Prozess, der immer wieder schmerzhaft ist, eine NArbe, die bleibt. Und manchmal, in völlig unerwarteten Momenten schmerzt dir narbe dann plötzlich wieder, aber sie reisst jetzt (18 Jahre später) nicht mehr auf!

    Zitat

    Es tut weh, vorallem weil mir nochmal richtig bewußt wurde, niemals mehr ein eigenes zu haben.

    Ich habe eine Freundin, die mit 19 Jahren erfahren hat, dass sie nie wird Kinder haben können. Sie hat mir erzählt, dass es ein schmerzlicher Prozess ist, mit dem KIWU abzuschliessen, der viele Tränen kostet. Aber sie hat auch gemeint, was ihr geholfen hat sei das Wissen, dass es endgültig so ist, so hatte sie dieses Auf und Ab (das ich jahrelang hatte) nie, Hoffnung und Enttäuschung, sich wieder aufrappeln, usw. Und sie steht heute mit beiden Beinen im Leben, geniesst es trotz Kinderlosigkeit und ist gerade meinem Kleinen (den ich völlig unerwartet nach 10 Jahren und Abschied des KIWU bekommen habe) eine tolle grosse Freundin. Sie lebt so ihr Bedürfnis nach Kindern aus, sagte mir aber auch, dass es für sie ein langer Weg war, bis sie an diesen Punkt gekommen ist.

    Zitat

    Und mir wurde auch gesagt, dass ich meiner trauer gerne durch Kreatitvität ihren Platz geben soll.

    Das finde ich eine sehr gute Idee, auch deine Idee von dem weissen Schaf! Tue das, es wird bestimmt gut tun. Ich suche ja noch immer nach dem passenden Symbool für unsere zwei Sternenkinder...aber irgendwann wird das auch kommen!

    Ich drücke dich ganz fest und bin für dich da!
    Jamie

    Hallo HArtmut

    Ich finde das Angebot an Almi ja auch gut und gebe dir recht, es ist eigentlich nicht viel Geld. Aber ich glaube, wenn man das Leben am Ordnen ist und versucht, alles auf die Reihe zu kriegen, dann erschrecken einem solche Beträge ganz schön!

    Tja, die nasse Zeit und ihre Kosten - wenn ich überlege, mein Vater trinkt Billigbier, ca. 30 Stück im Tag, das sind auch schon 30 Franken (20 Euro) zusätzlich - da stehen 33 Cent natürlich gut da!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Almi

    Zitat

    Habe heute persönliche Post erhalten, daß das hier nur ein Austausch zwischen uns zwein ist, was aber wohl nicht so sein soll

    Das ist ja auch nicht so gemeint in diesem Thread, nur hat es sich so ergeben! Aber wenn noch andere Mitglieder mitschreiben wollen, dann sind sie herzlich willkommen!

    Zitat

    So , nun finde ich keine worte mehr, bin wirklich sehr traurig, drücke mir morgen die Daumen, denn ich gehe zum h.n.o.arzt.

    Hey, schlaf eine Nacht drüber, ich denke auch nicht, dass die Nachricht so gemeint war, wie du sie im ersten Lesen verstanden hast! Und klar, für morgen sind meine Daumen gedrückt, dass der Arzt dir problemlos helfen kann!

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    Ich schaffe es im moment nicht, einen eigenen Thread zu eröffnen, da nur mist rauskommt. Falls ich mich sortiert habe , werde ich es gleich tun.

    Eröffne dien Thema genau dann, wenn es für dich stimmt. Und ich bin sicher, im Alkoholiker-Teil des Forums bekommst du Rückmeldungen. Vermutlich eher von mir nicht, weil ich da fast nie lese und es mir so unter das Eis gehen würde.

    Code
    Sorry, jamie, daß ich deinen Thread hier missbraucht habe.

    Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich habe keinen Anspruch darauf, dass in "meinem" Thread nur über mich geschrieben wird! Es soll ja ein Austausch sein, und da darf es auch mal quer gehen, nicht?

    @ Hartmut:

    Zitat

    Sollte es die aber zu öffentlich sein, kannst du ja noch den erweiterten Bereich (geschützten) ins Auge fassen ,damit nicht die ganzen Weiten des Internets mitlesen können!

    Die Idee wäre ja nicht schlecht, aber Almi hat mal von finanziellen Schwierigkeiten geschrieben, und dann sind 120 Euro im Jahr viel Geld!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Liebe Cora

    Ich werde morgen ganz fest an dich denken und ein Kerzlein wird für dich und dein Kind bei uns zu Hause brennen! Ich kann mir in etwa vorstellen, wie es dir geht, habe ich doch zwei Kinder durch FG verloren und das schmerzt bis heute noch!

    Fühl dich lieb von mir gedrückt! ICh bin im Herzen bei dir!
    Jamie

    Hallo Almi

    Irgendwie war ich heute den ganzen Tag unterwegs, was sehr anstrengend war. Aber dennoch schön!

    Wie geht es dir mit den Antidepressiva? Ich hoffe, ein wenig besser, auch wenn es bestimmt noche ine Weile dauert, bis du wirklich was davon merkst!

    Bei uns gibt es nichts Neues, alles wie gewohnt. Meine Grossmutter und meine Tante haben sich sehr über den Kleinen gefreut und wir verbrachten angenehme Stunden mit Spielen und Tratschen. Das Fahren war sehr anstrengend, musste ich doch fast die halbe Schweiz durchqwueeren, und beim Hiemfahren begann es noch zu regnen - super! Jedenfalls bin ich jeztzt müde und froh, dass Junior schon im Bett ist und ich auch gleich in meines hüpfe!

    Liebe Grüsse
    Jamie

    Hallo Almi!

    Und wie war dein besuch beim Arzt? Ich hoffe, sie konnte dir helfen!

    Irgendwie habe ich einen komischen Tag hinter mir! Ich wurde um 6 Uhr wach (völlig untypisch für mich) stand um 6.30 Uhr schon in der Küche und hab aufgeräumt. Und so ging es den ganzen Tag wieter, mein Haus blitzt jetzt und ich frag mich, was ich spinne (ich bin sonst bestimmt keine perfekte Hausfrau). Ich glaube, wenn ich das nächste Mal einen solchen Anfall kriege, setze ich mich in eine Ecke und warte, bis er vorbei ist!

    Daneben war ich noch mit dem Kleinen bei einer Freundin spielen, hab mit ihm dann im Garten Fussbal gespielt und mein Mann ging am Abend mit ihm das erste Mal auf das Laufrad - er kann es! WIr sind ja so stolz auf unseren kleinen Mann.

    Dafür habe ich mich gestern wieder einmal ab meinem Vater genervt - er will vorbei kommen. Und wie jedesmal, wenn er sich mal aufrafft um sein Sofa und sein Bier zu verlassen, geshcieht das sehr umständlich, mit viel Tamtam und dann will er noch bestimmen, wie der Tag bei uns dann abläuft. So im Stil: "Ich komme um 14 Uhr, dann will ich mit R** ein Bier trinken, dann machst du bitte belegte Brötchen, damit meine Frau mich nach zwei Stunden heimfahren kann (da er ja bei uns nicht seine gewohnte Menge Bier kriegt)." Und alles irgendwie geschickt verpackt. Nur habe ich ihm gestern einen Strich durch die Rechnung gemacht: es gibt bei uns nur am 24. Dezember belegte Brötchen und Essen gibt es um 18 Uhr und zwar das, was auf dem Menueplan steht! Jetzt ist er wieder mal eingeschnappt und muss sich überlegen, wie er das mit dem Besuch machen soll - sprich: wie kommt er hier nach zwei Stunden raus und das mit vollem Magen? Ich kann ihm ja einen Früchteteller machen wie meinem Kleinen - wäre gesund für einen Diabetiker, nicht? Ich freue mich ja so sehr auf seinen Besuch... Australien liegt doch gleich um die Ecke zum Auswandern, oder? Nur doof, dass ich Flugangst habe!

    So, jetzt geht es mir besser! Morgen fahre ich mit Junior zu seiner Urgrossmutter, da haben wir bestimmt einen schönen Tag. Ich hoffe, deiner wird auch ruhiger als der heutige!

    Liebe Grüsse
    deine Jamie, die jetzt ein Bad nimmt! [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.smilies.4-user.de/include/Bad/smilie_bad_30.gif]