Beiträge von Lenjana

    Hi Sawly,

    danke für Deine Antwort. Es tut gut nicht nur immer Vorwürfe (Verwandte) zu hören.
    Ich fühle mich mal wieder als Versager, hab´s wieder nicht geschafft. Die Kinder wieder hin- und Hergerissen. Aber ich kann´s einfach nicht. Sch****.
    Sobald ich weg bin, denke ich, so schlimm ist´s mit ihm auch nicht, übersteh´die schlimmen Tage, die guten überwiegen doch. Dann fehlt er mir. Bin ich wieder da, bereue ich´s sofort wieder und denke, wäre ich bloß weggeblieben, mit meinem Theater hab´ich nur wieder neue Probleme gschaffen und nichts errreicht. Blöd, blöd, blöd.

    Wie alt ist Dein Sohn? Bist Du schon mal ausgezogen?

    LG Lenjana

    Hallo alle zusammen,

    ich wollte mal über meine aktuelle Situation schreiben.

    Ich hab´s wieder nicht geschafft. Lebe wieder hier mit meinem Mann zusammen. Wir gehen respektvoll miteinander um, und mit dem Alk hält er sich sehr zurück. Fragt sich nur, wie lange.

    Ich bin aber auf jeden fall dieses Mal vorbereitet:
    Koffer ist gepackt und die Nr. vom Frauenhaus lern ich gerade auswendig.

    Ich war bei der Suchtberatung (hat mir nicht wirklich was gebracht) und habe mir einen Termin bei einem Psychologen geben lassen. Ich glaube nämlch, wenn ich nicht zuerst anfange, an mir zu arbeiten, werde ich nie den Mut und die Kraft haben, alles durchzuziehen.

    Zumindest geht es mir erstmal wieder etwas besser.

    LG Lenjana

    Hallo,

    danke für eure Antworten.

    In dieser Woche ist meine ganze Welt zusammengebrochen. Ich habe erst über den Menschen zu dem ich mein ganzes Leben lang aufgeschaut habe, dem ich immer blind vertraut hätte, rausgefunden, daß er offensichtlich ein ganz abartiges Doppelleben führt und allen etwas vormacht. (Näheres ist für den offenen Bereich nicht geeignet)
    Dann habe ich mich mit meiner Mutter verstritten und jetzt bin ich wieder da, wo ich war - bei meinem Mann. Dort bin ich gestern mit letzter Kraft angekommen. Hab´überlegt, ob ich mir was antue oder mich in die Psychatrie einweisen lasse. Ich kann jetzt nicht mehr, kann mich kaum auf den Beinen halten, geschweige denn klar denken. Keine Ahnung, wie´s weitergehen soll. Jetzt hab ich wirklich niemanden mehr. Ich habe überlegt, doch noch ins Frauenhaus zu gehen, aber selbst dafür fehlt mir die Kraft. Ich möcht´mich einfach nur verstecken, mich zurückziehen, nichts hören und nichts sehen. Mein Mann bemüht sich sher um mich, was mir allerdings sehr unangenehm ist.
    Ich hab´heute Nachmittag einen Termin bei der Suchtberatung, bin nicht sicher, ob man mir dort helfen kann, geh´aber auf jeden Fall hin. Wenn ich nicht bald Hilfe finde, weiß ich nicht, wie´s weitergeht. Alleine komme ich da nicht mehr raus.

    Liebe Grüße
    Lenjana

    Elocin,

    ich glaube er macht wesentlich mehr Terror, wenn ich weg bin, weil er ja um jeden Preis (wirklich um jeden!!!!) rausfinden will, wo ich bin. Außerdem möchte ich meine Eltern nicht vor den Kopf stoßen. Sie bemühen sich wirklich und ich bin nicht sicher, ob sie verstehen, daß ich lieber ins Frauenhaus gehe, als bei ihnen zu wohnen. Zumal ich hier eine ganze Etage für mich und die Kinder alleine habe.

    LG
    Lenjana

    Hi Elocin,

    wie schon geschrieben, möchte ich meine Familie "schützen". Es macht mich, glaube ich, verrückt, die ganze Zeit zu denken, ich hab´mich aus der Affäre gezogen, und alle anderen müssen´s jetzt ausbaden. Die können ja wirklich nichts für das ganze Dilemma.
    Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob ich meinen Weg nicht auch von hier aus gehen kann. Plan A ist ja leider gescheitert, denn am liebsten wäre ich ohne Umwege von unserer gemeinsamen in meine neue Wohnung gegangen

    LG Lenjana

    Hi Nicky,

    danke für Deinen Rat. Was mich halt vor dem Frauenhaus abschreckt, ist zum einen, auf sehr engen Raum mit fremden zu leben und zum anderen, daß mein werter Gatte meine Eltern und Geschwister Tag und Nacht belästigen wird, um rauszufinden, wo ich bin und denen habe ich durch meine Ehe schon sehr viel zugemutet und noch mehr zu verdanken.
    Verworfen habe ich den Gedanken aber noch nicht.
    Jetzt schlaf´ich erst mal drüber. Endlich mal in Ruhe!

    Liebe Grüße
    Lenjana

    hallo dante, hallo tini,

    nachdem wir heute ausgezogen sind, habe ich versucht, die sache mit dem alk meinem sohn so gut wie möglich zu erklären. trotzdem ist er supertraurig, weil er angst hat, er dürfe nicht mehr dem papa sein freund sein oder der papa zieht weg und sagt ihm nicht wohin. er läßt sich aber kaum was anmerken und ist ganz tapfer, mein kleiner!

    lg lenjana

    Jetzt bin ich gerade ein paar Stunden weg und fängt schon wieder an, mich zu belästigen. Er hat gerade hier bei meinen Eltern angerufen und auf dem AB meinen Rückruf "befohlen". Ich hab nach Rücksprache mit meinen Eltern den Telefonstecker gezogen, sonst geht das die ganze Nacht. Er hat sich zwar relativ nüchtern angehört, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    LG Lenjana

    Hallo,

    so, ich bin mit den Kindern jetzt erstmal bei meinen Eltern untergekommen. Ich bin wirklich froh, daß ich diese Möglichkeit habe, aber glücklich bin ich mit dieser Lösung bei weitem nicht. Ich bin wieder davon gelaufen, er hat´s wieder geschafft. Ich habe mal wieder wahllos und Hals über Kopf Zeug in Wäschekörbe geworfen, die in´s Auto geladen und bin geflohen. Und geklärt ist nichts. Ich weiß nicht, wie ich an meine restlichen Sachen komme, was aus den Haustieren wird ((1 Katze, 1 Zwergkaninchen). 1 Kaninchen habe ich mitgenommen, daß hat letzte Woche Babies bekommen (bis dahin dachte ich, ich hätte 2 Männchen) und genau diese winzigen Tierbabies sin sein neuestes Feindbild:"Um die wird sich besser gekümmert als um ihn.") usw.
    Er bemüht sich gerade um eine andere Frau, die er im Chat kennengelernt hat. Entweder, um mir eins auszuwischen, oder weil ja wieder jemanden braucht, der sich um ihn "kümmert" und ihn bedauert. Ist mir eigentlich auch egal warum.
    Angezeigt habe ich ihn noch nicht, mir fehlt immer noch der Mut für solche Schritte. Vielleicht mach ich´s morgen.
    Ich werde mich morgen erst mal um einen früheren Termin bei der Suchtberatung bemühen.
    Den großen farh ich erstmal jeden Tag in den Kiga. Ist relativ aufwendig, sind rund 80 KM am Tag. Ich möchte ihn aber jetzt nicht rausnehmen, wo noch nicht geklärt ist, wo wir letzten endes "verbleiben".
    Ich überlege noch, ob ich doch ins Frauenhaus gehen soll, da ich mir dort unterstützung erhoffe. Allerdings macht mir der Gedanke angst, dort zu leben und weiß nicht, ob er sinnvoll ist, die Kinder wieder einer fremden Umgebung auszusetzen. Ich wäre dankbar um Erfahrungsberichte.

    Liebe Grüße
    Lenjana

    hi elocin,

    danke für deine antwort.

    ich bin immer noch zu hause. hab gerade den großen abgeholt und im kiga bescheid gesagt, was bei uns los ist. die reaktioon war sehr schön:
    ich wurde von der kiga-leiterin einfach nur gedrückt. das hat gutgetan. außerdem hat sie mir zugesichert, daß mein sohn ab sofort nur noch an mich herausgegeben wird und daß ich sofort informiert werde, wenn er sich im kiga meldet. jetzt hab ich mein auto bepackt. ich weiß aber, wieder einfach davonzulaufen ist wieder der falsche weg. wenn ich ihn aber mit hilfe der polizei aus der wohnung bekomme, macht er mich fertig. außerdem wird die miete von seinem geld gezahlt, daß wird dann ja sicher nicht mehr passieren. und noch länger hierbleiben.....dann bringt er mich um. jetzt schläft er gerade seinen rausch aus. ich denke/hoffe, das dauert auch noch länger und ich bin bis dahin erst mal weg.

    liebe grüße lenjana

    heute ist die situation esklaiert. hat mich durch die ganze wohnung gehauen, die kleine dabei und hinterher behauptet, er hat mir nicht wegetan mich nur festgehalten.
    ich geh jetzt meinen großen vom kiga abholen, bring die kinder zu meinen eltern, danach zur polizei, anzeige erstatten. zurück in wohnung nicht mehr bleib entweder bei meinen eltern oder geh ins frauenhaus
    ich weiß nicht ob ich mich in nächster zeit hier melden kann, berichte ausfürlicher, sobald ich wieder möglichkeit habe

    lenjana

    hallo tini,

    danke für deine erfahrungen.

    ich glaube oft, die kinder halten mich für die böse, die oft schimpft und schreit. papa wird selten laut und ist auch nicht gewalttätig den kindern gegenüber. mein großer mußte zweimal mit ansehen, wie mich mein mann über stunden gequält und verprügelt hat, hat sich aber in der situation ganz auf die seite seines vaters gestellt.

    es ist auch nicht so, daß er irgendwo besoffen am boden liegt, daß meiste, was sie mitkriegen ist unser ständiger streit und daß der papa oft merkwürdige sachen erzählt, oder über die mama schimpft.

    ich glaube schon, daß der große was weiß. ich bin oft sehr gereizt, auch den kindern gegenüber. kürzlich habe ich ihn recht grundlos für irgendeine kleinigkeit geschimpft und er stand ganz ruhig da und sagte: "mama, ich weiß schon, daß du nur wieder traurig bist wegen dem papa!"
    also scheint er sich doch viel mehr gedanken zu machen, als ich nur erahne.

    liebe grüße
    lenjana

    hallo zusammen,

    danke für die aufmunternden worte.

    ich fühle mich heute total schlecht.
    ich habe heute an den verschiedensten stellen des hauses leere bierflaschen gefunden, die er wohl dort versteckt hat. ansonsten haben wir nicht miteinander gesprochen, mit ausnahme von ein paar bösen worten von ihm. er hat mir gerade noch gedroht, ich könne mich auf was gefaßt machen, wenn ich ihn verarsche - was immer er damit gemeint hat. ich glaube damit meinte er die trennung.
    ich habe mitbekommen, daß er heute wegen einer wohnung telefoniert hat und kräftig am chatten war. ich glaube, es war absicht, daß ich´s mitbekomme, ich war nämlich fast den ganzen tag mit den kindern unterwegs und das muß er ausgerechnet machen, wenn ich wieder da bin.

    mir ist heute zum heulen zumute, warum weiß ich nicht. er macht es mir doch wirklich leicht, auf ihn zu pfeiffen und einfach zu gehen. vielleicht, weil mir die endgültigkeit meines schrittes gerade so bewußt wird. obwohl ich mir ziemlich sicher bin nichts mehr für ihn zu empfinden, habe ich auf einmal angst davor, ohne ihn zu leben. warum? um mich weiter demütigen zu lassen? ist es das was ich vermissen werde? mir schleichen sich sogar gedanken ein, die um seine guten seiten kreisen. ich glaube, mein co-ego schlägt gerade geballt zu.

    ich habe heute ein inserat für eine wohnung in der zeitung gelesen, die sich super anhört : 4 zimmer, bezahlbar und bei meinen eltern um die ecke-was mir mein leben unheimlich erleichtern würde. zwar wäre doch der gefürchtete kiga wechsel nötig, aber der erscheint mir sowieso unumgänglich. ich habe mich nicht getraut anzurufen. ich hab mir fest vorgenommen das morgen zu tun, werde allen mut zusammennehmen und endlich den letzten schritt gehen.

    liebe grüße
    lenjana

    Hallo ingane,

    danke, für die Kraft, die Du mir schicken möchtest. Es gibt mir schon unheimlich viel Kraft, das zu lesen. Man fühlt sich nicht mehr so alleine.

    Wie schon geschrieben, ich weiß, daß es nicht richtig ist, zuzuschlagen. Damit habe ich mich nur auf sein Niveau begeben. Ich bin allerdings sowieso ein sehr impulsiver Mensch, dann der genze sch... dazu, irgendwann gehts halt mit mir durch.

    Mir graust´s schon richtig vor der nächsten Woche, ich werde mich aber nicht in seinem Beisein an den PC setzen. Ich glaube, wenn er liest, was ich hier schreibe, rastet er total aus. ("Was geht unser Leben fremde Leute an? Außerdem stimmt davon höchstens die Hälfte, den Rest zimmere ich mir in meinem Kranken Kopf zusammen") Ich habe auch schon 2 Telefone eingebüßt, weils ihm nicht gepaßt hat, daß ich telefoniere. Das er dem PC was tut, glaube ich eigentlich nicht-das ist eigentlich sein Heiligtum- aber sicher ist sicher.

    Das mit dem Termin bei der Suchtberatung habe ich ihm erzählt. Zuerst hat er gesagt, das ist nur geeiere, als würde ich das wirklich machen.
    Nach einiger Überlegung hat er gesagt, daß das doch nichts bringen kann, die kennen ihn doch da garnicht. Der glaubt tatsächlich, ich gehe für ihn hin!

    LG Lenjana

    Hi Elocin,

    ich weiß, daß es mit hoffen nicht getan ist.

    Die schönste Zeit in unserer Ehe hatte ich immer kurz nach solchen Situationen. Da hat er sich mit dem Alk zurückgehalten, sehr um mich bemüht und viel mit den Kindern unternommen. Wahrscheinlich steckt das noch tief in mir drin, so daß ja jetzt die "schöne Zeit" folgen müßte. Ich weiß natürlich, daß das dumm und falsch ist, aber irgendwie gewöhnt man sich im Lauf der Jahre an diese Abläufe. Schlimm genug, daß man sich selbst an sowas gewöhnt.

    Auf Abstand gehen ist schwierig. Ich habe das Gefühl, egal was ich sage, es prallt einfach an ihm ab. Er verfolgt mich auf Schritt und Tritt durch die ganze Wohnung. Ich bin permanent vor seinen Annäherungsversuchen "auf der Flucht".

    Ich habe am 23. bei der Suchtberatung einen Termin für MICH. Ich hoffe, das hilft mir.

    Ich tu was ich kann und ich weiß, daß ich noch nie so entschlossen war, wie im Moment - auch wenn er kräftig dran rüttelt.

    LG Lenjana