Beiträge von Lenjana

    Hallo Elocin,

    schön, daß mir um diese Uhrzeit noch jemand schreibt.

    Das merkwürdige an der Situation ist, daß ich gerade nach so einem sch...tag wieder kurz davor stehe, umzukippen. Eigentlich sollte man doch meinen, gerade jetzt fällt es einem besonders leicht- aber genau das Gegenteil ist der Fall.

    Ich hoffe, ich halte durch

    Liebe Grüße
    Lenjana

    Hallo alle zusammen,

    ich habe gerade hier einen riesen Text verfaßt und jetzt ist er weg.
    Fang ich halt nochmal an:

    Der Tag heute war ganz, ganz besch.....-Dank meinem Mann.
    Der hat sich heute zur Aufgabe gemacht, mir 12(!) Stunden am Stück seine ganze Palette zu präsentieren:

    Er ist gegen halb sechs heute morgen vom Nachtdienst gekommen, und hat sich, bis ich um sieben aufgestanden bin, schon tüchtig mit seinem besten Freund (Bier) amüsiert. Dann hat er mir vorgeworfen, was ich doch für ein klatherziger, egoistischer Mensch wäre, ihn gerade jetzt, wo er den Entschluß gefaßt hat, mitd em Alk aufzuhören, im Stich lassen will. (Meiner Meinung nach war es genau umgekehrt)
    Außerdem müsse ich ja froh sein, daß ich ihn habe. Seinen Aussagen zufolge bin wohl ich der häßlichste, dickste und stilloseste Mensch auf dieser Welt- dazu mit einer fürchterlichen Stimme. Aber das sind nur die Äu?erlichkeiten! Nicht nur, daß ich als Hausfrau und Mutter auf ganzer Linie versage, bin ich auch noch arrogant und zu faul zum abreiten. Und er liebt mich trotzdem. (An dieser Stelle vielen Dank!)
    Ist aber nicht so schlimm, schließlich ist er ja schon auf der Suche nach einer anderen Frau. Und wenn er die erst gefunden hat, wird er mir meinen Sohn wegnehmen.(Die kleine hat ihn noch nie besonders interessiert)
    Wenn die Kinder erst groß genug sind, wird er ihnen dann schon die Wahrheit über ihre Mutter erzählen. Die sch... dann sowieso auf mich.
    Schließlich nehme ich ihnen ja mit meiner Trennung die Option uaf ein intaktes Familienleben - wo er doch jetzt bald trocken ist!
    Außerdem hat er gedroht, wenn ihm nicht nachgebe, ab sofort nicht mehr zur Arbeit zu gehen.(Ist doch sein Leben, oder?)(Er ist gerade auf Nachtdienst)
    und so weiter......
    Dazwischen Bitten, Schuldzuweisungen, Versprechen, ein bißchen Herumgeschubse, Liebeserklärungen, Getränkemarktbesuch zwecks nachschub - und die Kinder.
    Obwohl ich mir jedesmal vornehme ganz ruhig zu bleiben, ist mir irgendwann der Kragen geplatzt und ich hab ihm eine runtergehauen.
    Die hat er Kommentarlos angenommen. Ich weiß, daß das ein Fehler war. Aber in anbetracht der Dauer des ganzen, finde ich, nicht ganz unverständlich.
    So gegen 19 Uhr hat er sich dann doch entschlossen, noch ein bißchen zu schlafen. Als er wiederkam nur Entschuldingungen und Liebsbezeugungen.
    Als er da so an mir "dranhing" und mich umarmen wollte, fragt er mich doch tatsächlich, ob ich wielleicht mit ihm schlafen möchte!! Ich glaube nicht, daß ich über meine Reaktion hierzu viel schreiben muß! Der hat wohl gar keine Hemmungen!!!

    Jedenfalls fühle ich mich jetzt total schlecht.
    Ich bin furchtbar müde, sowas ist ganz schön anstrengend. Ich weiß aber, daß ich heute nacht eh wieder nicht schlafen kann.
    Außerdem habe ich Angst, ich kann ihm nicht standhalten.
    Und ich blöde Kuh mach mir doch tatsächlich Gedanken, ob ich nicht vielleicht wirklich den Kindern die mgl. auf eine intakte Familie entziehe.

    Ich warte schon die ganze Zeit, daß er weg ist, daß ich endlich hier ins Forum gehen kann. Wenn er da ist, ist das nicht möglich, weil 1. das ja nur war für "richtige Alkoholiker" ist und 2. der PC bei uns im Wohnzimmer steht, und er und sein Sofa praktisch eine Einheit bilden.
    Hier zu lesen und zu schreiben hilft mir immer sehr und ich wäre noch lange nicht so weit, wenn ich das Forum nicht gefunden hätte.
    Nächste Woche hat er, glaube ich, Urlaub. Da werde ich wahrscheinlich garnicht an den PC können und ich weiß nicht, ob ich ihm auch ohne die Kaft aus dem Forum standhalten kann

    Sorry, daß der Text so lang geworden ist, aber das mußte jatzt alles raus

    Liebe Grüße Lenjana

    Hi Sternderl, Hi Elocin,

    danke, für das, was ihr mir geschrieben habt.

    Wahrscheinlich wird es Zeit, der Tatsache ins Auge zu sehen, daß ich hier sitze und dabei zusehe, wie die Kinder leiden. Ich muß etwas ändern, bevor sie dauerhaften Schaden nehmen.

    LG Lenjana

    Hallo zusammen,

    ich habe bisher nur im Co-Bereich geschrieben, doch eine Frage, die mich sehr Beschäftigt, hoffe ich, hier beantwortet zu bekommen:

    Mein Mann ist Alkoholiker und ich habe zwei Kinder (4 und 2 Jahre). Bislang hab ich immer gedacht (gehofft), daß sie von der Alkoholkrankheit ihres Vaters noch nichts mitbekommen, außer unseren ständigen Streit.

    Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen mitteilen, wie Kinder die Situation warhnehmen, oder vielleicht kann sich jemand noch erinnern, wie alt er war, als er zum ersten Mal gemerkt, daß was nicht stimmt?

    Ich bin sehr dankbar um Antworten!

    LG Lenjana

    Hi Susanne,

    herzlichen Glückwunsch zum alleinigen Besitz Deines Hundes!
    Eigentlich wirklich traurig, daß vor Gericht an der armen "herumgezerrt" werden muß. Der Hund kann ja nun wirklich am wenigstens für das Dilemma. Aber ich bin sicher, daß Du auch diesen Kampf gewinnst!!

    Zum Thema Auszug aus der Wohnung:
    Ich habe die ersten Male der (versuchten) Trennung immer die Sachen gepackt und bin Hals über Kopf samt Kindern zu meinen Eltern gezogen.
    Irgendwann habe ich beschlossen, nicht mehr wegzulaufen vor seinen Schikanen und Übergriffen. Ich habe auch beschlossen, die Stellung zu halten. Nur wenn natürlich wieder massive körperliche Gewalt dazukommt, muß man sehen, daß man wegkommt.

    LG Lenjana

    Hallo Sternderl,

    vielleicht ist es Wunschdenken von mir, zu denken sie kriegen nichts mit.

    Im Grunde weiß ich auch, selbst wenn sie mit dem Thema natürlich nichts anfangen können, merken sie doch die ständige Anspannung und den Streit. Alllerdings ist das mit dem KiGa trotzdem nicht so einfach. Meín großer ist sehr,sehr sensibles und auch oft schwieriges Kind und es zerreißt mich fast, wenn ich denke, er wird schon wieder aus seinem Umfeld raus, in dem er endlich Fuß gefaßt hat. Ich hab ihm beim letzten Wechsel versprochen, daß er jetzt nicht mehr wechseln muß. Und jetzt kann ich´s nicht halten....

    Hat Dein Parnter auch schon getrunken, als Deine Kinder noch klein waren? Wie genau äußert sich der "Knax"?

    LG Lenjana

    Hallo Susanne!

    Alles, was Du tust, scheint sehr systematisch und durchdacht.

    Mach weiter so, Du bist ganz sicher auf dem richtigen Weg!

    Ich wünsch´Dir viel Erfolg beim Ummelden Deines Hundes.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hi Elocin,

    ja, ich dahte ich kenne inzwischen alle seine Seiten, aber daß ist die mit der ich wenigsten gerechnet hätte. Einfach ganz "normal" zu sein.

    Ich glaube aber auch nicht, daß das was vor Dauer ist. Nächste Woche hat er Urlaub, mal sehen, was kommt, wenn er den ganzen Tag zu Hause ist.

    Ich fühle mich trotzdem erst mal ganz gut, so als könnte er mir nichts mehr anhaben.

    LG Lenjana

    Hallo,

    so, wieder ein Tag vorbei und ich fühle mich immer noch gut.

    Die Verantwortung für sein Handeln an ihn zurück zu geben und zum ersten Mal ganz deutlich zu sagen, was ich alles will und vor allem nicht will hat mir eine riesen Last von den Schultern genommen.

    Meinen Mann hat meine Aussage anscheinend so überrascht, daß er keine seiner typischen Verhalternsmuster an den Tag legt. Er säuft nicht, streitet nicht, bittet nicht und verspricht nicht. Er ist sehr freundlich, auch wenn wir recht distanziert miteinander umgehen - auf meinen Wunsch hin.

    Liebe Grüße Lenjana :)

    Hallo zusammen,

    ich habe mich die letzten zwei tage ganz auf das konzentriert, was ich möchte, mir viele gedanken gemacht und viel hir im forum gelesen.

    und ich fühle mich zum ersten mal wieder richtig gut.

    ich habe meinem mann gesagt, daß ich keinerlei verantwortung für sein tun mehr übernehme, daß er nur er ganz allein für sein leben verantworltich ist und er natürlich auch seine entscheidung ist etwas gegen den alk zu unternehmen.
    außerdem habe ich ihm gesagt,daß ich beschlossen habe künftig den weg zu gehen, den ich für richtig halte und mich nicht mehr von seiner sauferei be- einflussen lassen werde.
    er war ziemlich perplex über diese aussage, zumal sie sehr ruhig, ohne das übliche geschrei und den beleidigungen verlaufen ist. ich fühlte mich zum ersten mal nicht schuldig, daß er trinkt.

    an dieser stelle mal vielen dank hier ans forum. ich hätte sonst viele sichtweisen gar nicht erlangt. das meiste ist mir erst klargeworden, durch das, was ich hier gelesen habe.

    außerdem bin ich auf jobsuche, um mich auch finanziell unabhängig zu machen.

    ich bin geradde voller tatendrang und fühle mich richtig super und wild entschlossen, endlich mein leben zu ändern. ich hoffe, das hält auch an.

    liebe grüße
    lenjana

    Hallo jamie!

    ich kann dir leider nur kurz antworten, mein mann ist nämlich zu hause under begrüßt es nicht unbedingt, daß ich ins forum gehe. ich möcht nicht wieder unnötig spannung aufbauen.

    mein mann ist auch keiner der viel redet. ich habe auch immer etwas angst davor das thema anzusprechen, weil ich dann bis vor kurzem immer zu hören habe, daß ich ihm nur mißtrauen würde oder einen grund zum streiten suche. ich habe ihm allerdings inzwischen klar gemacht, daß ich natürlich wenig vertrauen zu ihm habe, er solle sich mal überlegen wie oft er´s schon mißbraucht hat.

    mein mann trinkt auch immer beruhigungstee wenn er keinen alk trinkt, aber er hat mir mal dazu gesagt, er wüßte eigentlich garnicht sorecht, was er alkfrei trinken sollte.

    er hat eine zeitlang schon früh das ein oder andere bier getrunken. in der zwischenzeit hält er sich meistens an eine festgesetzte 16:00 Uhr grenze.
    er trinkt zu "normalen" zeiten jeden tag so 8-12 bier. gesteigert hat er´s bislang nicht und es ist auch nichts anderes zum bier hinzugekommen (wein, schnaps). es sei denn, es ist kein bier zu kriegen, dann geht auch mal was anderes.

    furchtbares zeug!

    lg lenjana

    Hallo Heinrich,

    vielen dank für deine worte.

    für mich war vor allem aufschlußreich, daß deine enkelin sich noch an alles erinnern kann. meine kinder sind 2 und 4 jahre alt und irgendwie denke (hoffe) ich immer, daß sie noch nicht soviel mitkriegen. anscheinend täusche ich mich da ganz gewaltig.

    ich bekomme nicht nur unterstützung von der verwandtschaft meines mannes, sondern besonders auch von meinen eltern. meine wichtigste bezugsperson ist inzwischen meine mutter geworden. und das obwohl ich meine eltern sooft enttäuscht und belogen, beschimpft habe, nur um seine sucht zu verheimlichen oder wenigstens zu rechtfertigen. allerdings sagt mir auch meine mutter immer, sie kann mir nicht helfen, wenn ich mir nicht selbst helfen will.

    ich halte es schon für einen riesen fortschritt von mir, mich aktiv mit dem problem auseinanderzusetzen, dh. daß ich mich hier im forum angemeldet habe und mir heute einen termin bei einer suchtberatung habe geben lassen

    grüße lenjana

    Hallo Susanne,

    freue mich besonders, daß Du mir schreibst, denn in der gleichen Zeit hab ich Dir geschrieben.

    Danke für Deinen Hinweis. Mein größtes Problem, den Ort zu verlassen ist nur, daß ich meinen Sohn nicht schon wieder aus dem Kindergarten nehmen kann. Wir sind vor 6 Monaten erst umgezogen, da mußte er schon einmal wechseln. Andererseits ist die Aussicht, im Einzugsgebiet des KG kurzfristig eine bezahlbare Wohnung zu finden mehr als gering.

    Außerdem, wenn er mich nicht findet, belästigt er meine Eltern, denen ich unheimlich viel zu verdanken habe und die wegen ihm schon sehr viel mitgemacht haben und das möchte ich halt auch nicht

    LG Lenjana

    Hallo Susanne,

    ich verfolge Deine Geschichte schon von Anfang an.

    Super wie Du alles anpackst. Halte durch und mach weiter so.

    Das mit den Muskelkrämpfen kenne ich, allerdings lähmt sich bei neuerdings in extremsituatioenen der Mund und kann nicht mehr richtig sprechen.

    Durch die Gewichtsabnahme hat Dein ganzes Leid ja wenigstens was positives bekommen (sofern gewünscht). Ich wäre froh, wenn sich bei mir mal so ein Nebeneffekt einstellen würde. :P

    Liebe Grüße Lenjana

    hi elocin,

    ich weiß, daß ich mich für sein verhalten nicht schämen bräuchte, aber ich finde es trotzdem sehr unangenehm. insbesondere wenn ausenstehende dadurch in ernsthafte schwierigkeiten gebracht werden.

    ich muß sagen, ich bin richtig neidisch auf leute wie dich, die soviel durchhaltevermögen haben, alles so konsequent durchzuziehen.

    lg lenjana

    haalo elocin,

    ich bin mir sicher, daß es besser geht, wenn ich mit den kindern alleine bin. aber der weg dorthin scheint mir unüberwindbar. ich komme mir vor, als stünde ich vor einer wand.

    dazu kommt, daß ich weiß, daß ich vor ihm nie ruhe haben werde. wenn ich auf anrufe, mails nicht reagiere kommt er eben vorbei (ich hab mal ein paar tage bei meinen eltern gewohnt, da hat eine ganze nacht (im Februar!!!) vor deren haustür ausgeharrt, besoffen bei den nachbarn geklingelt und über uns geschimpft etc.)
    er schreckt auch nicht davor zurück, ihm völlig fremde leute zu kontaktieren um mich schlecht zu machen. (meine ehem. kollegen, bekannte, kollegen meiner eltern)
    das heißt, ich muß mich mein leben lang dafür schämen, wie er sich aufführt.

    lg lenjana

    hi jamie,

    es ist verwunderlich, daß er schon a gesagt hat (mit der entgiftung) und jetzt nicht b sagen will (mit einer Therapie).

    ich glaube allerdings, daß mit der entgiftung trotzdem ein wichtige schritt von ihm getan wurde.
    hast du mit ihm mal ernsthaft darüber gesprochen, warum er´s jetzt nicht "richtig" durchzieht

    lg lenjana

    Hallo Heinrich,

    danke für deine antwort. ich weiß im grunde genommen, daß ich mir selbst im weg stehe, aber deswegen komme ich auch nicht an meinen schuldgefühlen und meiner zerrissenheit vorbei.

    daran, mir einen freundeskreis aufzubauen, hindert mich mein mann, der es mit allen mitteln verhindert, daß ich weggehe - und wie du sagst- an meiner haustür klingelt leider keiner.

    ich sehe das forum auch als nichts anderes als einen erfahrungsbericht und einen meinungsaustausch- aber was anderes tue ich ja hier auch nicht.

    und dazu, daß ich nicht will, daß der alk mir meinen mann wegnimmt: er hat ihn mir schon lang weggenommen. was mich noch bei ihm hält, ist keine liebe, sondern nur schuldgefühle und die angst, vor dem was noch kommt. alleine mit zwei kindern ohne einkommen.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo Marjel,

    erstmal danke für deine Antwort.

    ich bin mir schon ziemlich sicher, daß ich mich trennen will, ich kanns nur irgendwie nicht.

    Und was ist, wenn sich das glücklichsein auch nach der trennung nicht einstellt? Ich glaube nicht, daß er mich in ruhe lassen wird. so muß ich ja immer angst haben ich lasse mich wieder von ihm einlullen