Ich denke jetzt schon einige Zeit über den Anruf bei der Suchtberatungsstelle nach.
Ist das überhaupt die richtige Anlaufstelle für mich als Co?
Wäre Dankbar um Antworten
LG Lenjana
Ich denke jetzt schon einige Zeit über den Anruf bei der Suchtberatungsstelle nach.
Ist das überhaupt die richtige Anlaufstelle für mich als Co?
Wäre Dankbar um Antworten
LG Lenjana
Hallo,
ich finde, man ist ein viel größeres Weichei, wenn man eins mittrinkt, nur weil alle tun, als wenn man zudem steht, was man eigentlich möchte.
Ich weiß nicht mehr wie oft er schon aufgehört hat. Es war jedenfalls nie von langer dauer.
Oft gibt er dann auch mir die Schuld, weil er nicht genug gelobt worden ist, oder ich angeblich grundlos Streit anfange um ihn zu provozieren (als würde ich nur darauf warten, daß endlich wieder trinkt).
Ob er wirklich aufhören will weiß ich nicht genau. Wenn, dann jedenfalls nur, weil er Angst hat, mich und die Kinder zu verlieren, wenn er so weitermacht und nicht weil er für sich was verändern möchte. Allerdings steht er inzwischen genau an diesem Punkt. Ich kann die ewigen ausreden nicht mehr hören und halt diese ständige Anspannung nicht mehr aus.
Ist es bei deinem Partner das erste Mal, daß er nichts trinkt? Und was hat ausgelöst,daß er aufgehört hat zu trinken?
LG Lenjana
So geschafft!
Ich habe mir endlich ein Termin bei einer Suchtberatung geben lassen.
Leider aber erst in 2 Wochen, ich hoffe, ich halte solange durch.
Ich trage die Telefonnummer schon seit Wochen im Geldbeutel rum und konnte mich einfach nicht überwinden, anzurufen. Bin Froh,daß ich´s endlich gemacht habe.
LG lenjana
Hallo jamie,
mein Mann macht Experimente, ob vielleicht 1-3 Bier mal zwischendurch gar nichts ausmacht und er danach sofort wieder aufhören kann zu trinken.
Weil eigentlich möchte er ja gar nicht nichts mehr trinken. Wie steht man denn sonst vor zB. Kollegen da, wenn´s noch auf ein Feierabendbierchen geht und er immer ablehnt.
Als wäre es so schlimm, wenn jemand offen sagt, daß er keinen Alkohol trinkt.
LG Lenjana
Hallo jamie,
allzuviel kann ich Dir zwar dazu nicht schreiben, da mein Mann noch nie solange ausgehalten hat nicht zu trinken.
Bei uns war es aber jedesmal so, daß diese "Experimente" immer wieder zu einem Rückfall geführt haben.
Er will auch keine Hilfe von außen annehmen, daß ist schließlich was für "richtige Alkoholiker". Bei ihm beschränkt sich´s ja schließlich auf Bier. (Was eigentlich gar kein Alkohol ist - wir leben in Bayern)
Er geht nur auf mein Drängen zu einer Beratungsstelle, was aber natürlich unter Zwang wenig aussicht auf erfolg hat.
Das blöde ist halt, daß man sich auch in diesen Hausgemachten Trockenphasen immer fühlt, als würde man neben einer Zeitbombe sitzen und man nie weiß, wann sie wieder losgeht.
LG Lenjana
Hallo cappucetta,
wäre schön, wenn Du mal wieder schreiben würdest, wie´s inzwischen bei euch läuft bzw. ob sich schon was getan hat.
LG Lenjana
Hallo,
bereits am nächsten Tag gab es wieder einen totalabsturz. Das war vorgestern.
Gestern viele Entschuldigungen, und heute der Vorwurf, daß es ja eigentlich alles meine Schuld war, daß er wieder gesoffen hat. Er hätte sich von mir schließlich etwas mehr unterstützung erwartet (z.b. daß ICH für ihn einen Termin bei der Beratungsstelle vereinbare). Ich finde allerdings, daß ein Erwachsener Mensch ein Telefon bedienen können sollte. Schließlich brauche nicht ich den Termin, sondern er.
Wo ich das gerade so schreibe, habe ich beschlossen, doch anzurufen - aber nicht für ihn, sondern für mich. Ich werde mir endlich Hilfe holen!
Naja, bin mal gespannt, wie´s weitergeht. Ich schätze, spätestens morgen flippt er wieder aus und übermorgen beginnen wieder die Entschuldigen.......
LG Lenjana
Die Spirale dreht sich immer schneller, und wenn ich nicht bald da raus komme, hauts mich aus der Bahn.
Hallo Ettena,
ich habe mir gerade Deinen Thread durchgelesen und halte sie durchaus nicht für Respektlos, auch wenn du dir vielleicht andere Antworten erhofft hättest.
Ich bin auch neu hier im Forum und mir sind einige Antworten auch erst sehr hart vorgekommen, aber es handelt sich leider um ein sehr hartes Thema.
Es ist nur einfach schwer nachzuvollziehen, daß du dir wünscht, ihn mal live zu erleben. Ich (und sicher viele andere auch) bin heilfroh um jeden Tag, an dem ich das nicht muß.
LG Lenjana
Hallo Pitato,
Super!!!
Nutze Deinen Tatendrang für Dich.
Liebe Grüße Lenjana
Hallo Skybird,
ich finde,es war sehr richtig von Dir, nach Hause zu fahren. Es ist ja nicht so, daß ein Erwachsener nicht in der Lage ist, sich selbst um seine Heimreise zu kümmern. Wie schon geschrieben wurde, es ist egal, wo er ist, die Situation wäre immer die gleiche.
Ich glaube es ist sinnvoll, den Kontakt ganz abrzubrechen. Ich glaube nicht, daß Du ihm wirklich helfen kannst. Das kann er nur selber.
Mir wurde auch schon öfter mit Selbstmord gedroht, und ich habe mir auch schon viele Gedanken gemacht, wie man damit umgehen soll.
Leider läßt sich das schlechte Gewissen immer nur schwer wegschieben, aber im Grunde genommen ist es hir genauso wie beim Alkohol: er entscheidet was er tut - nicht du trägst hierfür die Verantwortung.
Das klingt vielleicht sehr hart, aber sein eigenes Leben immer nur an der momentanen Verfassung des Partners zu orientieren, um ihn aufzubauen, grenzt meiner Meinung nach an selbstzerstörung und auch Du hast nur ein Leben.
Mach was, was Dir guttut, lenk Dich ab, wenn die Schuldgefühle zu sehr hochkommen.
Liebe Grüße Lenjana
Hallo Ette,
danke für Deine Antwort.
Ich glaube für mich auch, daß wir schon lange kein Paar mehr sind. Nur leider sieht er das völlig anders. Ich bin allerdings gar nicht sicher, ob sein interesse wirklich mir gilt, oder nur unseren beiden Kindern (die ich natürlich mitnehmen würde) oder nicht mal das sondern nur seinem guten Ruf. Wie steht man denn da, wenn einem die Frau samt Kindern davonläuft.
Ich weiß ganz genau, daß für mich die Trennung der einzige richtige Weg ist, nur leider schaffe ich die Umsetzung nicht.
LG Lenjana
Hallo Elocin,
mir redet keiner ein schlechtes Gewissen ein. Sowohl meine als auch seine Familie stehen hinter mir. (Die Kennen ihn alle, wenn er in "Höchstform" ist und wollen alle nichts mehr mit ihm zu tun haben.)
Der einzige, der mir dieses Schlechte Gewissen einredet, ist er - und ich selbst.
Hinzu kommt, daß sich machmal auch noch das schlechte Gewissen den Kindern gegenüber einschleicht. Sie hängen beide sehr an ihrem Papa. Er war ihnen gegenüber noch nie gewaltätig. Allerdings verunsichert er besonders meinen Großen (4) sehr, mit dem was er im Suff so von sich gibt. Der Große müßte schon wieder den Kindergarten wechseln (das wäre der 3. in diesem Jahr), jetzt, wo er sich endlich eingelebt hat.
Auf der anderen Seite weiß ich, daß der Zeitpunkt nie günstig ist und das es immer Gründe gibt, den Schritt hinauszuschieben und sich selbst etwas vorzumachen.
Ich habe eben deine Geschichte gelesen, und möchte Dir gratulieren.
Herzlichen Glückwunsch zu soviel Stärke und Konsequenz.
LG Lenjana
Hallo,
habe noch etwas im Forum gelesen, und frage mich, wie andere, die es geschafft haben, sich zu trennen mit ihrem schlechten Gewissen fertig geworden sind. Oder hattet ihr keins?
Ich habe permanent ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber, wenn ich nur über Trennung nachdenke. Was soll er nur alleine machen (er hat auch keine Freunde oder Kontakt zu seiner Verwandtschaft)? Er ist bei der Arbeit gerade Befördert worden, freut sich und ich verderbe ihm diese ganze freude mit meiner Trennung usw. usw.
Ich weiß, daß das Falsch ist, schließlich macht er sich solche Gedanken ja auch nicht, wenn er trinkt. Aber beiseite schieben kann ich dieses schlechte Gewissen leider auch nicht.
Was ist, wenn ich dieses schlechte Gewissen auch nach einer Trennung ewig mit mir rumtrage?
LG Lenjana
Hallo,
vielleicht sind andere Menschen stärker als ich. Entschieden, daß ich aus dem Kreislauf ausbrechen muß habe ich schon lange. Ich weiß nichtmal warum ich diese Chancen einräume. Ich breue es schon in dem Moment, in dem ich es sage. Meine Gefühle für ihn sind schon lange im Bier aufgegangen. Ich bin eigentlich immer froh, wenn ich ihn nicht sehe. Trotzdem komm ich da nicht raus. Ich komme mir vor als stünde ich vor einem riesigen Berg. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll oder wie ichs richtig mache.
Ich habe lange auf ein Schlüsselerlebnis gewartet, das es mir leichter macht. Ich hatte schon Schlüsselerlebnisse aller Art (Gewalt, andere Frau usw.) - leichter gemacht hat mir das alles trotzdem nicht. Keine Ahnung, was passieren muß. Manchmal wünsche ich mir, er käme einfach nicht mehr nach Hause. Aber auch das wird wahrscheinlich nicht passieren.
LG Lenjana
Hallo hilfesuchende,
das mit dem Krankenwagen geht leider nicht, das hatten wir auch schonmal versucht. Allerdings hatten uns die Sanitäter aufgeklärt, daß sie niemanden mitnehmen können, der nich will.
Ich glaube auch nicht, daß es wirklich was bringt, den Hausarzt zu informieren. Denn wenn er das nicht selbst tut, hat es wahrscheinlich auch keinen Erfolg. Dazu kommt, daß der Hausarzt beim nächsten Absturz auch nicht dabei ist. Da mußt du trotzdem alleine durch.
Versuche, das Mitleid abzulegen (ich weiß,daß das viel leichter gesagt als getan ist - mir gelingts selber nicht allzu gut). Schließlich zwingt ihn niemand zu trinken, daß ist seine eigene Entscheidung.
Ich wünsche Dir viel Kraft alles durchzuhalten.
LG Lenjana
Hallo,
nachdem ich meinem Mann kurz vor Weihnachten gesagt habe, daß ich mich von Ihm trennen werde, habe ich mich nach beleidigungen, nächtelangem Terror und schließlich bitten und flehen wieder mal überreden lassen, ihm noch eine Chance zu geben. Ich habe erstmal vier Wochen aufschub eingeräumt, um - wie er sagt - ihm die Möglichkeit zu geben sich zu beweisen.
Er hat versprochen ab Neujahr nichts mehr zu trinken und auch wieder einen Termin bei der Beratung auszumachen.
Aus dem versprochenen nichts trinken wurden 3 Bier am Abend, aus den 3 Bieren 4 und gestern waren wir schließlich nach einem kleineren Streit bei 5. (Das ist zwar immer noch erheblich weniger als sonst, aber man kann doch eine ständige Steigerung feststellen). Seiner Meinung nach bin allerdings ich an dem ständigen Streit schuld, weil ich ja nahezu nichts richtig mache.
Auf meine Nachfrage, wann er denn bei der Beratungsstelle anruft, bekam ich zur Antwort: Naja, nächste Woche.
Hab`ich mich wieder von ihm übers Ohr hauen lassen waren die ganzen Versprechen wieder nicht ernst gemeint?
Das war mindestens der zehnte Versuch, mich zu trennen und ich hab mich wieder überreden lassen. Ich kann ihm einfach nicht standhalten. Ausziehen möchte ich aber auch nicht (alles schon versucht), weil ich hier aufgrund meiner Kinder Ortsgebunden bin und ich außerdem aus Erfahrung weiß, daß ich deswegen auch nicht mehr Ruhe vor ihm habe.
Irgendwie ist das ganze Spiel schon langsam zur Gewohnheit geworden.
Sogar die Beleidigungen, Gewalt und alles was dazugehört. Dann folgt meine Trennung, dann seine bitten und Versprechen und dann geht nach einiger Zeit der Ruhe alles wieder von vorne los. Ich drehe mich immer im Kreis und komme einfach nicht aus dieser Spirale raus.
Jetzt stehe ich wieder da, weiß wieder nicht, wie ich mich verhalten soll.
Ich sehe auch, wie die Kinder unter dem ständigen Streit leiden.
LG Lenjana
Hallo Brit76,
Danke für Deinen Rat. Ich will mich aber auf jeden Fall trennen, weil ich mir für mich und meine Kinder ein besseres Leben wünsche.
Ich denke oft darüber nach, wie schön es ohne ihn wäre. Das er mich an so vielen Dingen im Leben hindert.
Allerdings habe ich lauf der Jahre ganz vergessen, was ich eigentlich gerne tue, oder wie es ist, mich vielleicht auch mal um mich selbst zu kümmern.
Ich bin aber sicher, daß sowohl die Kinder als auch ich, wenn die Trennung erstmal überwunden ist wesentlich besser leben als jetzt.
Liebe Grüße Lenjana
Hallo,
ich kann verstehen, daß Du Dich hast breitschlagen lassen, Deinen Sohn zu seinem Vater zu lassen. Ich würde ihm das Kind, nachdem was passiert ist, allerdings auf keinen Fall mehr anvertrauen. Was nützt es denn, wenn es ihm angeblich hilft, seinen Sohn zu sehen (anscheindend ja nicht wirklich, sonnst würde so was nicht passieren, wenn dein Kind da ist). Deinem Sohn schadet es ja nur.
Mich würde auch interessieren, wie alt dein Sohn ist.
LG lenjana
Hallo angelinaa,
ich würde ihn nicht geschlossen darauf ansprechen. Ich glaube, man fühlt sich leicht in die Enge getrieben, wenn alle auf einen "losgehen" und dann erreicht ihr wahrscheinlich gar nichts.
Bei uns ist auch so, daß ich nie was trinke, wenn mein Mann trinkt. Es reicht ja wirklich, wenn einer die Kontrolle verliert. Das ist unangenehm genug.
LG Lenjana
Hallo,
genau dasselbe, wie bei uns. Mich erschreckt es ein bißchen, daß unser Leben anscheinend nach so festen Mustern verläuft.
Er hat den Alkohol nicht unter Kontrolle - und ich meine Wut nicht.
(Habe ihm schon mehrere Flaschen Bier über den Kopf gekippt)
Ich muß allerdings sagen, manchmal habe ich selber Angst vor meiner Wut.
Anscheinend gibt es noch mehr so egoistische Frauen, die meinen ein Mann solle ernsthaft einen Abend auf die Kinder (habe 2) aufpassen, damit sie ihren spaß haben kann. (Ich war das letzte Mal vor der Geburt unseres ersten Kindes weg - vor über 4 Jahren!!!)
LG Lenjana