Beiträge von Lenjana

    Hallo cappuccetta,

    vielleicht war es ja bei Deiner Freundin auch so, daß sie lange nichts sehen wollte. Ich glaube, man verschließt sich gerne vor solch unangenehmen Dingen. Zumal man meistens halt glaubt, das gäbe es nur bei anderen Leuten.

    Schön, daß ihr Mann jetzt anscheinend was verändert, wenn auch nicht ganz freiwillig.

    Daß Deine Kinder ohnehin aufgrund Ihres alters in einer schwierigen Lebensphase stecken, kann ich mir vorstellen und natürlich ist Trennung ja immer der allerletzte Ausweg. Jeder möchte ja eine intakte Familie. Rede mit Deinem Mann und mach ihm klar wie ernst es Dir ist. Daß er im Moment nur zwei Bier trinkt, macht er glaube ich nur, um Dich zu besänftigen (Eigenerfahrung).

    Mein Mann arbeitet auch im Schichtdienst - ist gerade zur Nachtschicht gegangen.

    Ich habe Ihm heute gesagt, daß ich so ein Leben für die Kinder und mich nicht mehr möchte und mich im neuen Jahr auf jeden Fall räumlich von Ihm trennen werde.
    Seine Antwort: Das versteht er, ich habe ja recht damit, aber ich könne Ihn doch nicht alleine lassen. Das war alles.
    Keine Ahnung was ich jetzt damit machen soll. Einerseits bin ich wirklich erleichtert, daß ich´s gesagt habe, aber andererseits glaube ich aufgrund der Antwort, er nimmt mich sowieso nicht ernst. Sonst hätte man ja wohl mehr zu sagen, als einen einzigen Satz.
    Naja, mal sehen - er hat jetzt auch Urlaub - was sich da entwickelt und ob vielleicht doch noch was anderes dazu einfällt.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo cappuccetta,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich finde, es tut wirklich gut sich mal austauschen zu können.

    Ich glaube, daß wir das Problem Alkohol überhaupt nicht in den Griff kriegen können, sondern nur unsere Männer. Allerdings frage ich mich oft, was hätte er den für einen Grund etwas zu unternehmen, schließlich ist ja immer jemand für einen da, er hat nicht mit ernsthaften Konsequenzen für sein Handeln zu rechnen.

    Schließlich stehe ich ja immer an seiner Seite. Und das ist das einzige, was wir ändern können. Ich glaube inzwischen wirklich das für mich der einzige Weg da raus die Trennung ist. Was mir allerdings sehr schwer fällt. (bin schon öfter ausgezogen und immer wieder zurückgegangen)

    Ich habe aber auch keine Lust mehr, nie zu wissen, was als nächstes passiert und ewig die zu sein, die sich nur was einbildet, ihn kontrolliert und nur Grund zum streiten sucht.

    Wie geht Deine Freundin mit der Abhängigkeit Ihres Mannes um?
    Hast Du schon davon gewußt, das Ihr Mann trinkt (über sowas spricht man ja normal nicht)?
    Ich kenne nämlich niemand sonst, von dem ich wüßte, daß er ein ähnliches Porblem hat.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo,

    danke für Eure Antworten.

    Ich bin froh das Forum gefunden zu haben. Bis dahin habe ich geglaubt ich bin die einzige mit diesem Problem und nur ich bin zu schwach mich davon zu befreien.

    Es macht Mut, auf einmal zu sehen, daß ich "meine Geschichte" zig-fach hier von anderen lesen kann und daß man sich mit Leuten austauschen kann, die einen verstehen.

    Lieben Gruß Lenjana

    Hallo,

    mach Dir wegen Deiner "Blindheit" keine Vorwürfe - ging mir genauso. Mein Mann hat schon getrunken, bevor ich Ihn geheiratet habe. Das ist nicht nur blind sondern - im nachhinein betrachtet - ganz schon blöd.
    Aber was nützt es, sich Gedanken zu machen, was man hätte anders machen können, dafür ist es zu spät.

    Auch die finanzielle Situation ist bei mir die gleiche. Ich habe auch meinen Beruf aufgegebén wegen der Kinder (4 und 2). Ich frage mich allerdings inzwischen, was für die Kinder schlimmer ist: Irgendwann zu begreifen, was zu Hause los ist (noch sind sie zu klein) oder von Sozialhilfe zu leben.

    Ich will Dir wirklich keine Angst machen aber auch ich habe lange auf den großen Knall gewartet - und er kam: Vor drei Jahren hat mein Mann betrunken mit dem Firmenwagen einen Unfall verursacht - die Folge: Job weg, Geld weg, eigenes Haus weg!

    Und ich sitze immer noch hier und weiß nicht, was ich machen soll.
    Ich komme mir vor, als stünde ich vor einem riesen Berg und komme einfach nicht drüber. Ich weiß gar nicht wie ichs angehen soll oder was ich zuerst tun soll. Ich weiß aber mit Sicherheit, daß ich so ein leben weder für mich noch für die Kinder will.

    Tut mir leid, wenn ich viel von mir schreibe und Dir wahrscheinlich auch keine große Hilfe bin, weil ich Dir keinen Rat geben kann, aber ich kriegs ja selber nicht hin

    Lieben Gruß Lenjana

    Hallo,
    ich bin auch neu hier.
    Wenn ich das lese, kommt es mir vor, als würdest Du über meinen Mann schreiben. Das deckt sich ganz genau mit dem Verhalten meines Mannes.
    Dem wurde angeblich auch gesagt, er sei nicht abhängig und alles sei nicht so schlimm.
    Ich bin mir allerdings ganz sicher, daß eine Abhängigkeit besteht.
    Solange er das allerdings nicht einsieht wird sich auch wenig ändern.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo,

    ich bin mit einem Alkoholiker verheiratet und habe zwei kleine Kinder.

    Nach Zahllosen auf und ab´s, Trennungen und leeren Versprechungen sind wir immer noch zusammen, obwohl ich weiß, daß das schon lange keinen Wert mehr hat.

    Mein Mann trinkt pro Tag 6 - 8 Bier, an Spitzentagen auch mal 12 (!). Das tut er immer daheim, er hat keinerlei Kontakte, seis zu Verwandten oder irgendwelche Freunde. Er ist auch schon desöfteren handgreiflich geworden.

    Tortz alledem bringe ich nicht die Kraft auf mich von Ihm endlich zu trennen. Ich komme mir vor wie in einer Sackgasse. Außerdem bin ich finanziell von meinem Mann abhängig und die Kinder hängen sehr an ihm.

    Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll oder wie es weitergehen soll.

    Lenjana