Beiträge von Lenjana

    Zitat von Ayki79

    Soll er doch, ist genau die richtige Antwort, die du ihm da gegeben hast... Sei ehrlich zu deinen Eltern, dann kann er dir gar nichts... Red mit ihnen und sag ihnen, was er vor hat... sie werden zu dir halten! Da kannst du dir sicher sein! Auf jeden Fall ist es wichtig, nicht mit IHM zu reden, sondern einfach offen und ehrlich mit den anderen umzugehen! Schlaf gut!

    Meinen Eltern habe ich schon gesagt, was er vor hat. Mein Vater möchte gerne die Annahme des Briefes verweigern, um ihm zu zeigen, daß sie kein Interesse an dem haben, was er schreibt (wäre wohl der richtige Weg und würde evtl. Ärger für mich vermeiden). Meine Mutter sagt allerdings, daß bei ihr vermutlich die Neugier überwiegt und sie ihn doch liest.

    Liebe Grüße und eine Gute Nacht

    Lenjana

    Hallo Nicole,

    ich habe Deinen Beitrag eben erst gelesen. Hat sich wohl überschnitten.

    Wenn das der typische Weg ist, was kommt dann als nächstes?
    Mich erschreckt es immer, sowas zu lesen oder in anderen Threads soviele Parallelen zu finden. Mir wird immer mehr bewußt, daß ich nicht mit einem Individuum, einer bestimmten Person zusammen war, sondern einfach mit einem nassen Alki, der bestimmte Verhaltensmuster aufzeigt und von dessen Persönlichkeit nicht viel übrig ist. Ich kenne den Mann eigentlich gar nicht, mit dem ich so viele Jahre verbracht habe - ich kenne nur sein Alkiverhalten.

    Liebe Grüße und Gute Nacht
    Lenjana

    Hi Ayki,

    Erpessungsversuche hat er schon immer unternommen - mal, "wenn Du nicht mit mir redest weck´ich den Kleinen auf", ein anderes mal,"dann ruf´ich Deine Eltern an" oder "dann ziehe ich Dich an Haaren ins Wohnzimmer" usw. und er hat leider sehr lange und oft Erfolg damit gehabt. Sie wurden weniger, als ich angefangen habe zu sagen: Dann tu´s doch! Das ist immer ein beliebtes Mittel, wenn er gegen mich nicht ankam.
    Mir macht halt Angst, daß ich vielleicht wirklich mal was gesagt habe, was jetzt besonders meine Eltern verletzen könnte, wo sie mir doch so zu Seite stehen.
    Außerdem, glaube ich, wird er, wenn er damit keinen Erfolg hat, weitere Register ziehen und dann zum Beispiel bei meinem Vater auf der Arbeit anrufen, um den schlecht zu machen. Und sowas wäre schon mehr als unangenehm, zumal dessen Job gerade eh´auf wackeligen Füßen steht.
    Ich weiß aber auch, daß ich das nicht beeinflussen kann. Ich könnte heute mit ihm reden wie gefordert und morgen versucht er, mich wegen was anderem zu erpressen - so würde er mich mein Leben lang im Griff haben.
    Ich muß da jetzt einfach durch - so oder so.

    Ich schreibe jetzt mal wie es mir das Wochenende über so ergangen ist:

    Gestern haben wir den Geburtstag von meiner Kleinen nachgefeiert. Mein Bruder und seine Frau waren hier und wir haben schön zusammen Kaffee getrunken. Und es gab nicht nur für meine Tochter Geschenke: Meine Schwägerin überraschte mich damit, daß sie, nachdem ich mir zur Zeit leider keinen Friseurbesuch leisten kann und diesen aber bitter nötig hatte, damit daß sie ihr Frisierzeug mitgebracht hat (sie ist gel. Friseurin) und mir einen neuen Haarschnitt verpaßt hat :D ! Ich habe mich riesig gefreut und trage jetzt einen tollen Kurzhaarschnitt!

    Heute war ich fast den ganzen Tag mit den Kindern draußen. Die Kleinen haben gespielt und ich habe die Sonne genossen. Auch wenn nichts besonderes passiert ist, war heute ein sehr schöner Tag. Einfach nur in Ruhe das schöne Wetter genießen und sich mal ein bißchen Auszeit nehmen!
    Meinem Sohn geht es nach einer wirklich schweren Grippe seit 2 Tagen zum Glück auch wieder besser, nur die Ohren schmerzen ihm noch.


    Mein Ex hat sich auch das ganze Wochenende nicht gemeldet. Er hat mir allerdings massiv gedroht, wenn ich nicht zu einem Gespräch mit ihm bereit sei, allen mal die ganze "Wahrheit" über mich zu erzählen und ab sofort seinen Mund nicht mehr zu halten. Auch meinen Eltern hat er angeblich einen Brief geschrieben, was ich alles über sie gesagt hätte. Mir graust´s schon ein wenig davor, wenn er ankommt, weil ich bedenken habe, meine Eltern könnten sauer auf mich sein (ich weiß ja nicht, was drin steht, ich habe bestimmt das ein oder andere über sie gesagt, was sie nicht gern hören würden :oops: ). Ich bin aber trotzdem nicht zu einem weiteren sinnlosen Gespräch bereit. Wenn ich ihm jetzt nachgeben und mit ihm sprechen würde, würde ich ihm nur bestätigen, daß er mich immer noch unter Druck setzen kann.
    Ansonsten würde er sich nur noch bezüglich der Kinder an mich persönlich wenden und alles andere über seinen RA laufen lassen - Hoffentlich hält er sich dran!

    Am Donnerstag haben wir den Gerichtstermin, da werden wir uns das erste Mal wieder begegnen. Vor dieser Begegnung graust es mir mehr, als vor dem eigentlichen Termin.

    Ich kann leider auch noch nicht darüber lachen. Aber inzwischen kann ich darüber nachdenken, ohne daß es mir wehtut - anderes als bei den Vorfällen, die noch nicht so lange zurückliegen.
    Aber vielleicht kann es ja dem/der ein oder anderen eine Wahrnung sein, bevor mein so einen wichtigen Schritt geht, nochmal intensiv darüber nachzudenken, ob es der richtige ist......man sieht ja bei mir und vielen anderen hier, wie so die Geschichte weitergeht/weitergehen kann.

    Ich muß allerdings ehrlich schreiben, hätte ich diese Geschichte auch noch so oft gelesen, bevor ich diesen Mann geheiratet habe, mich hätte es nicht davon abgehalten. Ich hätte gedacht, bei mir wird das anders. Ich habe viele Jahre mit der Illusion gelebt, daß bei uns schön noch alles gut wird und wir irgendwann die Bilderbuchfamilie sind, die ich mir immer so sehr gewünscht habe.
    Ein glückliche Familie wünsche ich mir immer noch - aber nicht mehr mit diesem Mann an meiner Seite.

    Guten Morgen Ayki!

    Wir hatten auch schon bevor ich Schwanger wurde, beschlossen, zu heiraten, ich mußte sogar mein Kleid nochmal komplett umnähen lassen, weil ich es vorher gekauft und bei der Hochzeit schon einen beachtlichen Bauch hatte.
    Aufräumen mußte ich zum Glück nicht, wir haben in einem Lokal gefeiert!

    Bei meiner nächsten Hochzeit passiert mir das alles bestimmt nicht mehr :wink: !

    Einen schönen Sonntag!

    Lenjana

    Ich bin heute hier bei meinen Eltern auf ein Hochzeitsfoto von meinem "schönsten Tag im Leben" gestoßen. Seitdem denke ich über diesen Tag nach (eigentlich 2 Tage: einen Standesamt und dann die kirchliche am nächsten Tag). Und habe mich entschlossen, hier was darüber zu schreiben:

    Ich war im 6. Monat schwanger. Wir haben an einem Donnerstag um 10:00 Uhr früh standesamtlich geheiratet und waren anschließend mit den Trauzeugen und meinen Eltern zum Essen. Seine Eltern waren, wie auch bei der eigentlichen Hochzeitsfeier nach der kirchlichen Trauung, nicht eingeladen, weil er sie nicht dabei haben wollte. Bei dem Essen gab´s bereits 3-4 Bier um sich selbst zu feiern. Danach sind wir nach Hause gegangen. Er war bereits am frühen Nachmittag derart betrunken, daß ich den rest des Tages alleine im Garten verbracht habe, um ihn nicht zu sehen. Am abend wäre es für ihn selbstverständlich gewesen, Sex zu haben. Es war schließlich unser Hochzeitstag! (Der einzig wahre, weil das andere kirchliche getue sowieso schmarrn ist und er das nur mir zuliebe mitmacht, deswegen hat er sich auch erst gar keinen Anzug gekauft, den habe ich besorgt, sehr zur Belustigung der Verkäuferin, die mir mitgeteilt hat, daß sie ds noch nie erlebt hat, daß sich einer seinen Hochzeitsanzug mitbringen läßt) Als ich das ablehnte kam es zu einem riesen Krach und irgendwann fügte ich mich ihm doch......
    Am Freitag hatte ich noch eine Menge zu tun und dachte in der ganzen Aufregung nicht mehr groß über den vortag nach. Ich hatte nur die ganze Zeit Angst, er kommt entweder zu spät, gar nicht oder mit einer Fahne zu unserer kirchl. Trauung.
    Am Samstag, Tag der Hochzeitsfeier, mußte ich sehr früh das Haus verlassen, da ich noch zum Friseur mußte und das Kleid anziehen usw. Er sollte erst auf dem Weg zur Trauung von mir und unserem Fahrer zu Hause abgeholt werden - bis dahin war er alleine zu Hause. Ich habe an diesem Morgen einen Kreislaufzusammenbruch erlitten, aber nicht, wie alle bis heute noch denken, wegen der ganzen Aufregung, dazu die Schwangerschaft usw, sondern weil ich so panische Angst hatte, er kommt nicht oder hat getrunken. Dem war zum Glück nicht so, es lief alles glatt und er hat sich auch auf der Feier, die bis spät in die Nacht gedauert hat, sehr zurückgehalten. Es war ein sehr schönes Fest, welches ich aber nur bedingt geniessen konnte, weil ich ja die ganze Zeit den Bräutigam beobachtet habe, ob er sich zusammenreißt oder nicht.
    Ich frage mich heute, warum ich das überhaupt zugelassen habe. Warum ich nicht den Mut hatte, mich vor unserer Hochzeit (vor 5 Jahren) von ihm zu trennen. Mir war ja, wenn so darüber nachdenke, schon längst klar, daß er ein Alkoholproblem hat und das es in unserer Beziehung ganz gravierende Mängel gab. Warum muß man soviele derartige, einschneidende Situationen durchleben, bis man endlich begreift, daß man den falschen Weg geht.

    Das gehört jetzt zwar nicht zu meiner aktuellen Situation, es ist aber was, das mich heute sehr bewegt hat und wenn ich so schreibe, fallen mir noch viel mehr ähnliche Situationen ein. (Vielleicht berichte ich bei Gelgenheit mal über die Geburt unseres Sohnes)

    Ja, Ihr beiden habt Recht. Wahrscheinlich mache ich mir nur wieder zu viele völlig unbegründete Sorgen. Ich werde mich am Montag gleich auf die Suche machen. Zumal mein Ex angefangen hat, mich ziemlich unter Druck zu setzen, um dem Stand zu halten, kann professionelle Hilfe sicher nicht schaden.

    Hi Markus,

    Zitat

    Wenn Du in Deiner ersten Sitzung einfach Deine Geschichte erzaehlst, so wie Du sie uns hier im Forum erzaehlt hast, dann wird der Psychologe Dir bestimmt ernsthaft zuhoeren wollen.

    Das, was ich hier im Forum von meiner Geschichte erzählt habe, ist nur ein winzig kleiner Ausschnitt. Würde ich hier alles erzählen, bräuchte ich ´ne eigene Plattform und mehrere Monate Zeit. Aber das Geschriebene habe ich über einen längeren Zeitraum immer mal wieder wie es sich gerade ergeben hat oder was mir gerade in den Sinn gekommen ist. Und bei einem Psychologen (ich würde einen Mann bevorzugen) habe ich beim Erstgespräch vielleicht eine halbe Stunde Zeit, um zu versuchen, zu vermitteln, wie es in mir aussieht und da habe ich Bedenken, daß mir das nicht gelingt und ich vielleicht nur als Wichtigtuer eingestuft werde.

    Andererseits habe ich ja nichts zu verlieren. Ich gehe einfach mal hin. Wie geschrieben, ist mein Selbstvertrauen schon auf dem Nullpunkt, es kann also nur noch besser werden.

    Lenjana

    Hallo Markus,

    danke für Deine Antwort.

    Zunächst mal eine Frage: Zahlt das die Krankenkasse?

    Ansonsten ist es halt so, daß ich jetzt hier in einer Kleinstadt lebe, da gibt es weder die AAs, noch ´ne Anlaufstelle von Blauen Kreuz und höchstens 2-3 Psychologen. Mich kostet dieser Schritt sehr viel Überwindung und ich glaube nicht, daß ich, wenn ich beim ersten schlechte Erfahrungen machen sollte, nochmal den Mut aufbringen würde, es bei einem anderen zu versuchen.
    Davon abgesehen, daß ich leider keine (beste) Freundin habe, glaube ich auch nicht, daß ich und meine Problematik von Aussenstehenden, die damit noch nie zu tun hatten, verstanden würde. D.h. es würde gar keinen Sinn machen, jemand anderem als einem Fachmann davon zu erzählen.

    Gruß Lenjana

    Ich habe da mal eine Frage:

    Ich habe seit einiger Zeit vor, eine Therapie zu machen. Um das Erlebte aufzuarbeiten, mich aus der Co-Abhängigkeit zu befreien und mir selber wieder näher zu kommen.
    Außerdem ist mein Selbstwertgefühl total am Boden, ich bin nicht in der Lage, irgendwas ohne Bestätigung durch jemand anderen zu machen. Ich wundere mich sogar richtig, wenn jemand Fremdes zu mir freundlich ist. Und das halte ich nicht für normal.
    Ich weiß allerdings nicht recht, wie ich das angehen soll. Suche ich mir einfach irgendeinen Psychologen aus dem Telefonbuch und mache da einen Termin aus? Dabei ist meine Sorge, daß ich da hingehe und der mich fragt, was ich überhaupt bei ihm will, so schlimm ist doch vielleicht alles gar nicht. (siehe mangelndes Selbstwertgefühl).
    Ich wäre dankbar, wenn mir jemand aus seiner Erfahrung berichten könnte und mir Tips geben kann, wie ich das angehen soll.

    Hallo alle zusammen,

    ich wollte mich heute bei allen, die hier lesen, entschuldigen, daß ich Euch hier fast täglich mit irgenwelchen Kleinigkeiten über meinen Ex zugetextet habe :oops: . (Ich wundere mich manchmal, daß das überhaupt jemand liest)

    Schließlich heißt die Plattform

    "Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern"

    ...und das bin schließlich ICH und nicht ER!

    Ich habe beschlossen, hier nur noch über mich zu schreiben. Er muß natürlich hin und wieder noch erwähnt werden, da er ja (leider noch) eine zentrale Rolle bei meinen Problemen spielt. Ich möchte aber Eure und meine Zeit nicht mehr damit verschwenden, mich fast ausschließlich mit ihm ausseinander zu setzen. Ich stelle fest, mir bekommt das nicht gut.

    Es ist allerdings so, daß ich über mich gar nicht allzuviel zu schreiben weiß, das heißt, ich werde mich vermutlich mit dem schreiben hier erstmal ein wenig zurückhalten.

    Liebe Grüße
    Lenjana

    Ich war heute bei meiner RAin wegen des Unterhalts. So langsam wird´s bei mir echt eng mit dem Geld.
    Sie schreibt ihn deswegen nochmal an und hat mir geraten, mal zur ARGE zu gehen und Hartz4 zu beantragen. Super, jetzt werde ich zur Hartz4-Empfängerin, weil er nicht zahlen will oder kann!
    Naja, jedenfalls war ich da und habe nach einem Beratungsgespräch einen riiieeesen Antrag mit bekommen, den ich ausfüllen muß und nächste Woche wieder abgeben. Mal sehen, was dabei rauskommt. Der Vorteil wäre, wenn ich Hartz4 bekommen würde, daß ich an Fördermaßnahmen teilnehmen könnte. Die Beraterin hat mir gleich einen PC-Kurs angeboten und evtl. könnte ich sogar eine neue Ausbildung machen oder meine vorhandene durch Kurse aufwerten! Das wäre schon super. Ich habe schließlich nicht vor, ewig daheim zu sitzen und von anderen abhängig zu sein und gerade so über die Runden zu kommen, ich möchte ja noch was aus meinem Leben machen!

    Und fast zeitgleich, wie ich da bei der RAin wegen dem Unterhalt sitze, kommt vom Ex ´ne Mail an, in der er mich um Geld anpumpt :shock: !
    (Er schuldet mir in diesem Monat allein für die Kinder noch über 200 €!)
    Zahlt nicht, will aber Geld von mir! Ohne Worte.......

    Lenjana

    Hallo Mario,

    ich bin eigentlich von einer anderen "Baustelle". Ich schreibe normalerweise bei den Co´s, lese hier aber viel.

    Ich wollte Dir danken, daß Du in Deinen Beiträgen die "Onkelz"zitiert hast. Hab´ich früher auch gerne gehört, mir aber keine großen Gedanken um den Inhalt der Texte gemacht. Als ich bei Dir Auszüge aus "ein langer Weg" gelesen habe, habe ich mich mal zu youtube rübergeklickt und mir "ein langer Weg" mal genau angehört. Ich habe festgestellt, daß der Text auch zu meinem momentanen Leben sehr gut paßt. Danke, daß Du mich darauf gebracht hast, werde ich ab sofort wieder öfter hören.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Erfolg auf Deinem Weg, von dem Du ja schon ein ganzes Stück super bewältigt hast! :)

    Lenjana

    Danke für Deine Antwort. Ich komme mir in solchen Situationen immer soooo alleine vor :( und bin froh, daß Du noch geschrieben hast.

    Ich weiß, daß ich ihn irgnorieren sollte. Ich habe mir auch fest vorgenommen, bloß mal reinzuschauen, was er geschrieben hat und auf keinen Fall zu antworten, aber.....
    Es gibt so viele Dinge, die auf mir lasten und die ich ihm gegenüber loswerden möchte, ich denke manchmal, ich ersticke dran!
    Ich kann es immer noch nicht begreifen, warum das alles nötig war, warum man nicht alles im Guten hätte regeln können.
    Wenn dann so eine Mail kommt, kann ich mich nicht zurückhalten. Er hört einfach nicht auf damit, mich manipulieren zu wollen, weiter um alles mögliche zu bitten und die Wahrheit zu verdrehen. Ich kann damit einfach nicht umgehen, mir ist es unbegreiflich, wie man so denken kann. Ich habe immer das Bedürfnis, ihn draufzustoßen, zu erklären, warum ich so handle und denke immer, das gibt es doch nicht, daß er das nicht einsieht!
    Eigentlich weiß ich, daß er es nicht einsehen wird, egal was ich ihm schreibe, aber abfinden kann ich mich damit (noch) nicht. Das macht mir das Ganze so schwer.
    Und dazu kommen die Gewissensbisse. Ich war ein Drittel meines Lebens damit beschäftigt, alles unangenehme von ihm fernzuhalten und jetzt decke ich ihn nicht mehr, dorge dafür, daß er seine Strafe bekommt. Es fällt mir sehr schwer, mich auf einmal so zu drehen und die alten Muster, die viele Jahre mein Leben bestimmt haben einfach abzulegen.

    Ich wünsche Dir auch eine gute Nacht!

    Ich habe gerade wieder eine Mail von meinem Ex erhalten:

    Er bittet mich ganz herzlich darum, die Anzeige wegen Körperverletzung zurückzuziehen. Er hat schließlich schon genug abbekommen und ihm geht es um die Arbeit und um sein Führugszeugnis.

    Ich habe ihm zurückgemailt (ich weiß, ich sollte ihn eigentlich ignorieren :oops: ), daß ich das nicht tun werde, er soll endlich mal für sein Handeln geradestehen und sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß seine Fassade langsam zusammenbricht.
    Außerdem sollte er doch eh´nichts zu befürchten haben, wenn er ja, wie immer wieder beteuert, gar nichts gemacht habe, sondern ich die Tür, in die er mich geschubst hat, eigetreten hat.
    Und ich habe wieder Gewissenbisse, ob es wirklich nötig ist, die Anzeige aufrecht zu erhalten. Ich werde es tun, weil mein Kopf mir sagt, daß es das richtige ist, aber mein Gefühl sagt mir leider was ganz anderes.

    (Er hat es wieder geschafft, daß ich mich den Abend mit ihm beschäftige.)