Beiträge von Lenjana

    Hallo Jeanne, Hallo tini,

    ohne die Diskussion über die Kindererziehung weiter vertiefen zu wollen, möchte ich mich auch dazu äußern:

    Ob es daran liegt wo man her kommt, weiß ich nicht genau (ich komme aus Bayern), ich denke einfach, daß jede Frau für sich entscheiden muß, ob sie ihre Kinder bereits im Babyalter in eine Kinderkrippe gibt oder sich lieber "nur" selbst um das Kind kümmert - ich habe mich für die zweite Variante entschieden, was ich bis heute nicht bereue. Ich muß allerdings tini zustimmen, daß man, (jedenfalls in unserer Gegend) wenn man erst mal raus ist, kaum wieder rein kommt. Ich bemühe mich seit fast einem Jahr um einen Krippenplatz für meine kleine (denn erst, wenn ich den habe, kann ich mir wieder Arbeit suchen). Bisher total aussichtslos. Man hat mir in Aussicht gestellt, daß sie evtl. im September einen regulären KiGa Platz bekommt, wofür sie aber eigentlich noch zu klein ist (Sie ist dann erst gut 2 1\2). Ganz davon abgesehen, daß für einen Krippenplatz horrende Summen genommen werden. Allerdings kann ich das jetzt erstmal wieder zurückstellen, weil wir vermutlich sehr nahe bei meinen Eltern bleiben werden und dann Gott sei dank die Oma einpringen kann.

    Hallo Ayki, hallo Nicole,

    ich bin immer noch nicht, wo ich schon längst hingehöre - in meinem Bett!

    Es ist beruhigend zu lesen, daß das ganz normal ist, daß man sich so viele Gedanken macht. Wäre ja irgendwie auch verwunderlich, wenn´s anders wäre, schließlich gibt´s ist man auf dem Weg in ein ganz neues Leben! Trotzdem ist es nicht gerade angenehm, daß sich in meinem Kopf wieder so viel um ihn dreht.

    Natürlich ist es angenehmer, mich hier auszutauschen als mich mit einem besoffenen Mann rumzuärgern. :)

    Schlaft gut und träumt was schönes!

    Lenjana

    Das mit dem zur Ruhe kommen ist auch so ´ne Sache:
    Meine Gedanken kreisen den ganzen Tag um nichts anderes, mir fällt es auch wirklich schwer, mich davon abzulenken. Ich glaube auch, ich gehe meinen Eltern schon mächtig damit auf die Nerven.

    Hallo Nicole,

    ich glaube, es wäre schwierig für mich, mit meiner Schwägerin zu unterhalten und dieses Thema wegzulassen. Irgendwie ist es mir dann doch ein Bedürfnis, mal meine Seite der Geschichte zu erzählen - und zwar jemandem, der weiß wovon ich rede, der ihn sehr gut kennt. Ich fühle mich von ihr sehr verstanden (ganz im Gegensatz zu meiner Schwiegermutter), auch wenn ich mich wieder fürchterlich aufrege.

    Sie hat mich heute gefragt, was ich für ihn bzw. bei der ganzen Situation empfinde und sagte, es kommt ihr nicht so vor, als wäre es mir gleichgültig, ich mache einen sehr wütenden Eindruck. Das geht mir die ganze Zeit nicht aus dem Kopf. Ich habe schon wieder angst vor mir selber. Angst, ich könnte wieder einknicken, wenn diese Wut erst verraucht ist. Denn ich bin wirklich wütend!!! Und verletzt und enttäuscht und und und ......


    Jetzt gehe ich erstmal zu meinen beiden süßen ins Bett und denke nicht weiter drüber nach.
    Ich bin allen hier im Forum wirklich mehr als dankbar - hätte ich das Forum nicht gefunden, würde ich immer noch genau da stehen, wo ich in den letzten Jahren stand - aber es kostet mich eine Menge Schlaf, weil oft bis sehr spät nachts hier sitze und lese :wink:

    Liebe Grüße Lenjana

    Mein Ex hat heute den Brief mit den Unterhaltsforderungen von meiner RAin erhalten.

    Heute Mittag hat sehr beleidigt seine Mutter angerufen und mir gesagt, wie sauer sie auf mich ist, sie hat doch gesagt ich soll nicht zum Anwalt gehen! Aha... Weitergings damit, daß mein Ex ihr offensichtlich alle Finanziellen Angelegenheiten übergeben hat und sie jetzt mit dem ganzen Mist dasitzt und nicht recht weiter weiß. Ich habe ihr gesagt, daß sie selbst schuld sei, wenn sie sich von ihrem Stinkfaulen Sohn alles aufhalsen läßt. Daraufhin erklärte sie mir, daß er doch gar nicht in der Lage dazu ist, er ist schließlich psychisch krank.
    (ist der Verfall des armen Mannes schon soweit fortgeschritten, daß er den PC nicht mehr bedienen kann? :roll: Das Gespräch dauerte knapp 3 Minuten, dann habe ich aufgelegt.

    Am abend meldete sich seine Schwester. Ihr war das ganze sehr unangenehm, hat sich aber wohl auch überreden lassen. Ich sollte mir vom Ex ausrichten, daß es ihm leid täte, was passiert sei und daß er sich zu einer stationären Therapie angemeldet hätte (dauert aber angeblich nur 6 Wochen). Sie sagte aber gleich dazu, daß ich mich auf keinen Fall einwicklen lassen soll und daß sie meinen Entschluß voll und ganz versteht. Ich habe ihr gesagt, daß es mir egal ist, ob es ihm leid tut oder nicht und daß ich es sehr merkwürdig finde, daß dieses Einsehen ausgerechnet dann kommt, wo er gerade erfahren hat, was ihm jeden Monat von seinem Geld übrigbleibt. Außerdem habe ich ihr gesagt, daß er für eine Therapie jahrelang und zig Chancen Zeit gehabt hat und mich auch das jetzt nicht mehr interessiert.
    Ich hoffe, sie läßt sich da nicht weiter mit reinziehen, ich würde den Kontakt mit ihr nur sehr ungern verlieren.

    Danach noch Kopfwäsche von meinem Vater, ich soll mich ja nicht wieder von ihm bequatschen lassen. Hat er mehr als Recht! Danke Papa!

    Mich regt das alles wieder unglaublich auf, obwohl es mir eigentlich egal sein sollte.

    Liebe Grüße
    Lenjana

    Hallo Jeanne,

    eine Therapie anzufangen, habe ich erst mal wieder auf die lange Bank geschoben.

    Ich kann nicht einfach nicht da sein, weil ich erstens nicht weiß, wann´s losgeht (wahrscheinlich eher nachts) und zweitens am Sonntag meine Mutter Geburtstag hat und da natürlich gefeiert wird.

    Deine Formulierung mit den Hasenherzen hat mich sehr zum schmunzeln gebracht, auch wenn der Hintergrund natürlich nicht gerade lustig ist. Ich fine es trotzdem sehr schön ausgedrückt.
    Genugtuung brauche ich eigentlich nicht. Wofür auch? Ich denke, Strafe bekommt er sowieso genug. Er ruiniert sich in jeder Hinsicht Stück für Stück selbst.
    Die Frauen in meinem Umfeld werden keineswegs alle so behandelt. Mein Vater trägt meine Mutter nach über 40 Jahren Ehe noch auf Händen. Und auch mein Bruder ist sehr um das Wohl seiner Frau bemüht. (sehr viel mehr Umfeld habe ich nicht, den Freunde habe ich ja so gut wie keine mehr)
    Von meinem Stolz ist leider nicht mehr viel übriggeblieben, daß muß ich zugeben. Hätte ich mehr davon, hätte ich das alles sicher nicht solange mitgemacht.
    Ich finde nicht, daß ich mich beruflich habe an den Rand stellen lassen. Ich habe mich nur sehr bewußt für eine Familie entschieden und da ist es denke ich normal, erstmal aus dem Berufsleben auszusteigen und für sein Kind dazusein. Das der wiedereinstieg nicht klappt, habe ich damals nicht mal geahnt. Genauso wenig, wie das, was die Familie angeht.

    Hallo Jeanne,

    es ist durchaus nicht so, daß ich keinen richtigen Beruf habe! Ich habe bis zur Geburt meines ersten Kindes in diesem Beruf gearbeitet. Nur leider ist dieser sehr spezifisch und man hat bei einer anderen Firma kaum Chancen mit meiner Ausbildung. Ich wollte eigentlich nach einem Jahr Erziehungsurlaub wieder anfangen zu arbeiten, allerdings hat man mir da einen Arbeitsplatz über 200 KM von meinem Wohnort entfernt angeboten. (Die Firma arbeitet Deutschlandweit und es war bestandteil meines Vertrages, überall eingesetzt werden zu können) Das konnte ich unmöglich annehmen zum einen hatten wir damals ein eigenes Haus und zum anderen hatte ich ja das Baby. Also habe ich mich auf einen Aufhebungsvertrag eingelassen (inzwischen tausenmal bereut) und eine kleine Abfindung kassiert.

    Wegen dem Auto:
    Mein Ex ist sein Leben lang damit beschäftigt, eine Fassade aufrecht zu erhalten. Für ihn wird es kein großes Problem sein, eine neue aufzubauen: armer, von böser Frau verlassener Mann, die ihm alles (inkl. Auto) genommen hat. Und wenn das auffliegt, gibt´s eben irgend eine neue Geschichte.
    Ich glaube zwar auch, daß ihn das nicht vorhandene Auto davon abhält, herzukommen, aber wenn es wirklich wieder mal mit ihm durchgeht, wird er einen Weg finden.

    Mir ist gerade durch den Kopf gegangen, daß er wahrscheinlich immer noch nicht glaubt, daß ich ernst mache und sich die gnaze Zeit wundert, warum ich mich nicht melde. Diese Illusion wird ihm vermutlich morgen mit der Post genommen.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo zusammen,

    Obwohl heute nichts besonderes passiert ist, fühle ich mich heute total sch****. Ich bin total leer und kann mich auf nichts konzentrieren.

    Ich habe heute von meiner RAin einige Abdrucke von Briefen, die zum Ex und zu Gericht gehen, bekommen. Und - man glaubt es kaum - ich habe wieder ein schlechtes Gewissen! Wie mag er sich fühlen, wenn er meine Unterhaltsansprüche liest? Wie soll er denn mit so wenig Geld klarkommen? - Ich blöde Kuh!!!! Er hat sich das selbst zu zuschreiben und hatte wirklich Chancen genug, dieses Unheil abzuwenden, trotzdem komme ich gegen diese Gedanken nicht an. Obwohl ich ihn wirklich nicht wieder haben will, werde ich das einfach nicht los.

    Auf der anderen Seite habe ich eine riesen Angst vor seiner Reaktion. "High Noon" ist entweder morgen, wenn er den Brief meiner RAin in der Post hat, oder spätestens am Sonntag, wenn die Kontaktsperre ausläuft. Die kann ich lt. RAin was mich betrifft nicht verlängern, solange er sich jetzt nichts zu schulden kommen läßt. Meine Anwältin hat mir aber zugesichert, vorsichtshalber mal mit dem zuständigen Richter darüber zu sprechen, um im Falle eines Falles sehr schnell reagieren zu können.

    Mal sehen wie das alles weitergeht. Richtung gibt es für mich nur noch die eine, ganz leicht ist das alles aber nicht.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo Sawly,

    ich halte es für ein durchaus positives Zeichen, daß er das Problem nicht nur mit Dir bespricht (da liegt der Verdacht immer sehr Nahe, daß man nur zu hören bekommt, was man hören will), sondern auch mit seinen Freunden, die ja offensichtlich selber ganz gern mal was trinken. Ich kann mir vorstellen, daß ihm das nicht ganz leicht gefallen ist und daß er das, was er sagt, durchaus ernst meint. Wie es mit der Durchführung aussieht, weiß ich natürlich auch nicht. Was hat er vor? Wo will er sich außer bei seinen Freunden noch (professionelle) Hilfe holen?

    Ich wünsche Dir sehr, daß er das was er sagt auch wirklich durchzieht!

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo Pitato,

    sei mir bitte nicht bös, aber ich finde nicht, daß man alle Bayern mit dem Begriff " edit " einfach so über einen Kamm scheren kann!

    Ich glaube schon, daß in Bayern das Bier einen anderen Stellenwert hat als anderswo, aber das finde ich nicht nett!

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo zusammen,

    ich hatte heute einen wunderschönen Tag. Ich war mit den Kindern beim Fasching und wir hatten super viel Spaß - zum ersten Mal ohne den quälenden Gedanken im Hintergrund, was uns erwartet, wenn wir heimkommen.
    Ich hatte heute das Gefühl, als würde ich spüren, wie wieder etwas Leben in mich zurückkehrt.
    Ich hoffe, wir können in Zukunft noch viele, viele so schöne Dinge erleben. Auch wenn ich jetzt total erledigt bin.

    Viele Grüße und ein fröhliches Helau!!!!

    Lenjana

    Hallo Jeanne,

    bis jetzt ist nichts passiert. Kein Anruf vom Ex oder seiner Mutter - gar nichts. Zum Glück!
    Ich hoffe, das bleibt erstmal so. Mein Schwiegervater hat gesagt, mein Ex muß ab morgen wieder arbeiten, ist aber anscheinend zu faul, die 3 Km mit dem Fahrrad zu fahren. Keine Ahnung, ob er überhaupt noch mal arbeiten geht. Ich hoffe es, das lenkt ihn von mir ab.

    Ich glaube, daß Auto ist für ihn kein wirklicher Verlust, jetzt wo er eh´keinen Schein mehr hat. Ich glaube eher, er hat es so freiwillig hergegebn, um z.B. auf der Arbeit zu rechtfertigen, daß er plötzlich mit Rad/Bus kommt."Die böse Frau ist abgehauen und hat das Auto mitgenommen und ein neues kann er sich natürlich nicht leisten, bei den ganzen Unterhaltsverpflichtungen." So würde erstmal keiner mitkriegen, daß er keinen Führerschein mehr hat. Außerdem stehen eine Reparatur und TÜV an.

    Das mit der Familienstruktur hast Du ziemlich genau getroffen. Seinen leiblichen Vater kennt er kaum, aufgezogen hat ihn sein Stiefvater. Sein Bruder hat durchaus ein gutes Verhältnis zu den Eltern, allerdings halt relativ distanziert. Seine Mutter sagt immer, sie hat Schuldgefühle, daß Ex so geworden ist und behandelt in deshalb so vorrangig. Außerdem hat sie Angst, er tut sich was an. (Meiner Meinung nach tut er das sowieso mit seiner Sauferei, nur auf "Raten")

    Schön, daß Dir meine Geschichte Denkanstöße über Dein eigenes Leben gibt.

    Schönen Sonntag

    Lenjana
    Ja und ich glaube auch, daß sie ganz froh waren, daß solange er mich hatte, der ganze Ärger weitgehend von ihnen Ferngehalten wurde.

    Hallo Jeanne,

    Die Familienstruktur meines Ex (schön, ihn endlich so zu bezeichnen!):

    Die Mutter hält die Fäden in der Hand, was sie sagt, wird eingehalten, egal, ob Mann und Kinder damit einverstanden sind. Sie hat 3 Kinder, mein Ex ist der älteste, den hat sie schon mit in die Ehe gebracht, als er noch ganz klein war. Dann gibt es noch einen Sohn, von dem man allerdings nicht allzuviel hört, er wohnt etwas weiter weg und hat wohl auch so nicht viel interesse am Familiengeschehen und die Tochter, die Jüngste. Sie ist die einzige, die wirklich mit der Mutter umzugehen weiß und ihr ab und zu Einhalt gebietet. Mein Schwiegervater ist ein lieber Kerl, etwas naiv und steht voll unterm Pantoffel.

    Das Auto habe ich. Mein Schwiegervater hat es gebracht und mein Vater hat ihn wieder heimgefahren. Er ist stinksauer auf meinen Ex und offensichtlich haben sich auch mein Ex und seine Mutter wieder ziemlich gestritten. Das ist aber sicher nicht von Dauer, wie mein Schwiegervater gesagt hat: "Keine Angst, der ruft uns schon wieder an, wenn er was braucht." - Genauso wird es sein und Mama spring wieder!!!

    Ich habe heute schon den ganzen Tag so ein blödes Gefühl, als würde irgendwas passieren, aber bis jetzt ist zum Glück alles ruhig.


    Ich wünsche Dir auch ein schönes (rest-)Wochenende!

    Liebe Grüße Lenjana

    Hi Ayki,

    wegen de mGeld werde ich auf jeden Fall erstmal alle Anträge ausfüllen, die zu kriegen sind. Aber auch das kann ich erst machen, wenn mir die RAin den Unterhalt erstmal ausgerechnet hat. Ich möchte auf jeden Fall wieder nen Job suchen, aber nicht im Moment. Erst wenn ich meine eigene Wohnung habe und soweit alles geklärt ist. Ich habe Angst, mich selbst zu überforden und wieder von meinem Weg abzukommen. Das will ich nicht riskieren. Wird eh nicht ganz einfach, weil ich meinem alten Beruf keine Chance mehr habe. Aber dann mache ich eben was anderes.

    Heute morgen habe ich mich und die Kinder zu meinen Eltern umgemeldet, mich um einen Beratungsschein für die Übernahme der Anwaltskosten gekümmert und einen Nachsendeauftrag für meine Post gestellt. Wenn man erst mal anfängt, geht es wirklich Schritt für Schritt immer ein Stück weiter. Der riesen Berg, den ich immer vor mir gesehen habe, fängt langsam an zu bröckeln. Hätte ich nie gedacht. Am Montag will ich mir noch ein neues Konto eröffnen und das Auto ummelden.

    Am Nachmittag habe ich meine letzte verbliebene Freundin angerufen und ihr auf den AB gesprochen, daß sie mich nicht mehr unter der alten Nummer erreichen kann. Ich wollte ihr nicht zumuten, ihn dran zu haben und sich seinen ganzen Mist anhören zu müssen.

    Heute abend hat mich die Schwester meines Mannes angerufen, zu der ich immer ein sehr freundschaftliches Verhältnis hatte. Sie wollte mir nur sagen, daß sie voll hinter mir steht und mir viel Kraft wünschen. Außerdem hat sie mich nochmal eindringlich davor gewarnt, mir von Seiten ihrer Mutter oder meinem Mann wegen irgenwas ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen. Ich habe mich sehr gefreut und bin auch ganz sicher, daß hinter diesem Anruf nicht mein Mann steckt. Deren Verhältnis war noch nie sehr rosig.
    Sie hat mir erzählt, daß sie sich wegen einer Zwangseinweisung informieren möchte. Dazu ist sie bisher nicht gekommen, (sie hat ein behindertes Kind) wird aber dranbleiben.

    Heute fühle ich mich ganz gut, weil ich heute wieder einiges erledigt habe. Auch die Gewissensbisse sind heute weniger. Ich hoffe, das bleibt so.

    Liebe Grüße Lenjana

    Hallo zusammen,

    erst mal vielen, vielen Dank. Ich weiß nicht, ob Ihr nur ahnt wieviel Kraft mir das alles gibt und wie es mir hilft meine Gewissensbisse beseite zu schieben, was ihr mir hier schreibt. Fühlt Euch von mir mal ganz fest gedrückt!!!!

    Nur zur aktuellen Lage:

    Das mit meinen Sachen holen, wird durchaus schwierig (ich denke ich werde vorsichtshalber, wie angeboten, vorher die Polizei informieren).Aber lt. RAin ist es durchaus rechtens. Sie sagte mir, der Güterstand muß wertmäßig zur hälfte aufgeteilt werden d.h. z.B. ich die Waschmaschine, er den PC usw. Was den Wert unserer Sachen angeht, wird er sicher mehr behalten als ich, weil ich sogut wie keine Möbel (außer die der Kinder) mitnehmen werde, ebenso PC und Fernseher. Das soll er behalten. Ich werde mir das gebraucht verschaffen. Ichmöchte so wenig wie möglich an Erinnerung mitnehmen.

    Mit dem Auto hat sich inzwischen ein ganz brauchbarer Mittelweg ergeben: mein Vater hat heute zufällig seinen Stiefvater getroffen (welcher sich mit seiner Frau in den Haaren liegt, weil er gar nicht so hinter den Machenschaften seiner Frau steht) Die beiden haben ausgemacht, daß sie die Autoübergabe abwickeln werden. Damit bin ich recht zufrieden.
    Damit, daß mir seine Mutter hilfreich sein kann, habe ich nicht gemeint, daß sie mir bewußt helfen will. Ich halte sie nur für sehr naiv und erfahre von ihr, welche Schritte die Gegenseite gerade unternimmt. Außerdem kann ich über sie erfahren, wann er zu Hause ist und wann nicht.

    Wegen der Wohnungssuche:
    Ich war bis jetzt einfach Hausfrau und habe gar kein eingenes Einkommen und auch keine Ersparnisse, deswegen habe ich auch keine ungefähre Vorstellung, wieviel Geld ich künftig zur Verfügung haben werde. Meine RAin hat mir aber zugesichert, den Unterhalt bis Anfang nächster Woche berechnet zu haben. Daraufhin werde ich meine Wohnungssuche starten.

    Hallo Jeanne,

    ich habe mir das mit meiner Schwiegermutter überlegt: Wenn ich den Kontakt abbreche, bekomme ich garnicht mehr mit, was auf der "anderen Seite" passiert und wie gesagt, ich glaube, ich kann das noch für mich nutzen.

    Den Termin bei der Frauenberatung habe nicht ich abgesagt, sondern mir wurde abgesagt, weil die Frau, bei der ich den hatte, krank ist.
    Nachdem ich heute bei der RA'in war, habe ich alle Fragen, die mich beschäftigt haben erstmal beantwortet bekommen und weiß nicht, über was ich mich dort noch beraten lassen soll. Ich habe ein gutes Gefühl bei der RAìn und verlasse mich auf das, was sie sagt. Ich denke, mich würde eine zweite Meinung nur durcheinanderbringen.

    Auf Wohnungssuce kann ich mich erst begeben, wenn ich weiß wieviel Unterhalt ich bekomme, daran muß ich ja festmachen, wieviel Wohnung ich mir leisten kann. Ich bin natürlich sehr darauf bedacht, so schnell wie möglich auf die eigenen Füße zu kommen, aber der Stein wurde vor gerade mal 5 Tagen ins rollen gebracht und von heute auf morgen geht`s leider nicht. Und was die Jobsuche angeht (soll keine Ausrede sein!): die habe ich erstmal nach hinten gestellt, bis ich meine Situation soweit geklärt habe. Damit bin ich im Moment überfordert. Werde mich aber sofort nach Bezug unserer eigenen Wohnung auf Intensivsuche begeben, um nicht länger als nötig abhängig zu sein.

    Ich schwanke vielleicht in einigen Punkten, aber der Weg ist mir völlig klar - für uns gibt es nur noch eine Richtung. Trotzdem kann ich mich nicht von meinem Gewissen befreien. Ich versuche es so gut es geht, zu unterdrücken und mir immer wieder vor Augen zu halten, wie´s er mit seinem Gewissen handhabt. Ich denke, das wird schon. Es ist halt auch sehr viel auf einmal im Moment. Tausend Dinge entscheiden, regeln und klären. Das ist nicht leicht, gerade was Entscheidungen für die Kinder betrifft.

    LG Lenjana

    Hi Ayki, Hi tini,

    vielen Dank.

    Ich war heute bei der RA'in und sehe jetzt schon viel klarer. Über das alleinige Sorgerecht wird im Eilverfahren entschieden und ich kann nächste Woche schon mit einem Urteil rechnen. Ich habe gehofft, eine Härtefallscheidung zu bekommen, aber da hat mir die RA'in wenig Hoffnung gemacht. Sie hat zwar versprochen, gleich morgen früh den Richter anzurufen, aber wahrscheinlich reicht das, was passiert, nicht aus. Naja, muß ich eben das Jahr absitzen. Den Unterhalt berechnet sie und schreibt ihn deswegen an. Zum Jugendamt soll ich laut RA erst gehen, wenn er sich weigert zu zahlen. Das einzige, was ich immer noch nicht weiß, ist, wie ich zu unseren Sachen komme. Die RA'in hat mir geraten, einige Leute zusammen zu trommeln und wenn er bei der Arbeit ist ohne mich vorher anzukündigen ins Haus zu gehen und alles rauszuholen, was ich brauche. Mit dieser Lösung bin allerdings nicht glücklich, es handelt sich hierbei schließlich nicht um 1 oder 2 Koffer, sondern z.B. um die Kompletten Kinderzimmer oder Waschmaschine etc. Das ist nicht mal eben in 'ner Stunde zu machen. Zumal ich ja in dieser Zeit auch noch jeden Kleinkram einpacken muß. Aber auch das wird sich lösen.
    Ansonsten war die Anwältin super nett, hat sogar angeboten, evtl. bei der Wohnungssuche zu helfen.
    Ich habe morgen auch einiges an Behördengängen zu erledigen.
    Der Termin bei der Frauenberatung wurde mir heute morgen abgesagt, ich habe aber erstmal keinen neuen vereinbart. Mir reicht erstmal, was mir die Anwältin gesagt hat.

    Schwiegermama hat sich natürlich auch gemeldet. SIE hat sich am Jugendamt wegen Unterhalt erkundigt und wollte mir mitteilen, daß ich mir den Gang zum Anwalt sparen kann. Die Kinder bekommen den Mindestsatz und ich erstmal garnichts - erst wenn wir geschieden sind.
    (Die halten mich wirklich für ziemlich blöd!!!)
    Sie kommt am Samstag hier vorbei und bringt mir das Auto. Mir graut´s schon ganz furchtbar, ich wollte aber nicht wiedersprechen, weil ich glaube, daß sie mir in Bezug auf meine Sachen noch nützlich werden könnte und das will ich noch abwarten.

    Ich habe heute, als ich den großen vom KiGa abgeholt habe, meine ehemalige Nachbarin getroffen. Wir hatten eigentlich nie wirklich viel miteinander zu tun, außer ein paar Gespräche über den Zaun. Sie hat mich darauf angesprochen, daß sie gesehen hat wie wir mit der Polizei weggefahren sind und mir angeboten, daß wenn ich irgendwas aus der Wohnung bräuchte, ihr Mann rübergehen würde und das für mich holen und bei sich unterstellen würde. Hab´mich riesig gefreut über die Hilfsbereitschaft von allen Seiten, auch wenn ich von dem Angebot wahrscheinlcih keinen Gebrauch machen werde.
    Auch mein Bruder war heute hier, um mir Hilfe in jeder Hinsicht anzubieten. Danke!

    Aber was mich trotzdem arg belastet, ist mein Gewissen. Obwohl ich im Grunde weiß, daß ich das richtige tue, kann ich mich nicht davon befreien, mich wie eine Verräterin zu fühlen - ja sogar ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich hoffe, das legt sich noch etwas. Aber ich habe lieber ein Leben lang ein schlechtes Gewissen, als nur einen einzigen Tag diesen Mann an meiner Seite!

    Liebe Grüße Lenjana