Beiträge von Karotte

    Das ist in der Tat beschi***n und ein Widerspruch: Wer kein Problem mit Alkohol hat, muss seinen Willen überhaupt nicht anstrengen, sondern hört einfach auf. Wer hingegen ein Alkoholproblem hat, hat keine Kontrolle über die Trinkmenge. Wille hilft da nichts. Dieser Weg ist zum scheitern verurteilt.

    Hallo Eric,

    ja das sehe ich auch so! Und jetzt? Ich weiß nicht was ich tun soll.

    Gruß :(

    Liebe Leni,

    ich nochmal, bin im letzten geschreibsel abgerutscht...in mein eigenes Thema. Sorry.

    Mein freund redet ja wenigstens mit mir und versteht mich auch...zumindest meistens. Aber wenn Du auf solchen mauern stößt wie es bei deinem Freund anscheinend ist - laß es bleiben.
    Mein erster Freudn war auch Alkoholiker. Nur das er sich immer total abgeschossen hat. Und dabei ziemlich viel Mist gebaut hat. Mit ihm konnte ich gar nicht reden und er hat auch mit mir nicht geredet. Er hatte mich immer wieder im Stich gelassen. Ich habe nach vielen Schrecklichen Erlebnissen und über einem Jahr nachdenken dann aber glücklicherweise einen Schlußstrich gezogen. War vorher auch schon ausgezogen. Ich weiß bis heute nicht wie es für Ihn war und ob er seine Therapie durchgezogen hat. Die hat er damals auf anraten seines Chefs angefangen (Echt ein toller Mann der Chef). Aber ich konnt Ihm nicht helfen. Es mußte erst eine Person von außen kommen, auch nachdem schon viel passiert war, wie z.B. Auto zu Schrot, Führerschein weg, Unfälle, Alkoholvergiftung, Arbeitstechnisch Strafversetzt etc.Vielleicht hatte er vor seinem Chef auch mehr Respekt.
    So wie ich deine Lage einschätze würde ich Dir auch raten auszuziehen. Ich bin damals in eine WG. Das hat mir geholfen - nicht ganz allein zu sein. Aber es hat schon nochmal so ein Jahr gedauert bis ich mich besser gefühlt habe. Und da habe ich dann auch nochmal neu durchgestartet.

    Liebe Leni, DU BIST NICHT SCHULD. ES IST SEIN PROBLEM. DU BIST NICHT FÜR IHN VERANTWORTLICH. ER IST SCHLIEßLICH ERWACHSEN. IRGENDWANN MUß MANN FÜR SICH SELBT VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN. Es ist egal was er über Dich denkt. Ich finde Du hast ganz schön lange durchgehalten.

    VIEL KRAFT und DURCHHALTEVERMÖGEN.
    SEI ES DIR WERT!

    Hallo Ihr,

    gestern habe ich mit meinem Freund ein Gespräch geführt. Bevor er trank. Und super toll: Er sieht das er ein Alkoholproblem hat. Total beschissen: Er denk er kriegt es mit dem Willen weniger zu trinken in den Griff und denkt sein abendliches Trinkverhalten ist nicht mit denen zu vergleichen die auch tagsüber trinken, bzw. sich regelmäßig abschießen.

    Mein Problem dabei: Ich thematisiere die Sauferei ja schon länger, wie mach ich jetzt weiter. Klar ich hab auch schon oft gedacht ich gehe. Aber ich liebe Ihn. Wie soll ich denn ein Leben führen das für mich schön ist wenn er dabei untergeht? Ich glaube er würde vieles nicht auf die Reihe kriegen wenn ich dabei nicht helfe. Z.b. pünktlich morgens aufzustehen..ich will nicht das er sich beruflich alles versaut. Ich habe Angst das er sich total gehen läßt wenn ich sage Schluß aus...etc. Ich will eigentlich nicht das die Beziehung zu Ende ist, sondern ich wünsche mir das er sein Problem einsieht und dagegen was tut. Ich kann Ihn doch nicht einfach fallen lassen. Aber auf der anderen Seite möchte ich auch nicht noch weitere Jahre vertun und warten und mich und meine Vorstellungen von einer Beziehung zurückstellen. Ich habe hier im Forum gelesen das viele Jahrelang gewartet haben und es nur schlimmer wurde.

    Irgendwann ist man zu alt zum Kinderkriegen. Und ich glaube auch das um so tiefer mein drin ist umso schwerer kann man sich motivieren etwas zu ändern. Das Gewohnte fällt einem leichter weil man sich da auskennt.

    Gibt es denn keine andere Lösung als zu gehen?

    Hallo Lila Clematis, mir geht es auch so ähnlich wie Dir. mein Freund trinkt erst Abends, dann aber 1 bis 2 Flaschen Wein, manchmal auch noch´n Bier davor. Er ist ab 22:00 Uhr eigentlich nicht mehr ansprechbar, da er dann schnell alles persönlich nimmt und schnell aggressiv reagiert. Will eigentlich auch Abends nix mehr wissen und am liebsten alleine sein.

    Tihaso : Was heißt denn SHG? Und was für eine Therapie meinst Du. Kriegt man ja auch nicht so einfach.

    Grüße
    Und viel Kraft!

    Ja, damit habe ich auch meine Probleme...die Zukunft. Wie soll das alles noch werden? Manchmal denke ich er hat sich noch immer nicht für mich entschieden bzw. sind Ihm viele Sachen wichtiger. Wie z.B. das trinken. Und ich möchte auch irgendwann mal Familie haben. Würde auch gern mal mit meinem Partner zusammen wohnen. Aber eben unter anderen Umständen. Ich möchte auch definitiv mehr Gemeinsamkeit. Wir gehen nie zusammen aus. Und ich hätte auch Angst davor. Angst das er mit steigendem Alkoholpegel kaum noch Notiz von mir nimmt, Agressiv feiert, kein Ende findet, andere Mädels anbaggert etc. Außderdem kann ich kaum noch etwas alkoholisches genießen. Obwohl ich gerne mal nen Wein zum Essen hätte. Ich lege inzwischen unheimlich viel Aufmerksamkeit auf Alkohol trinken...immer und überall. Hab schon ein Problem damit wenn Nachmittags bei ner Familiengeburtstagsfeier ein Wein rausgeholt wird. Er hat sogar schon mal gesagt das er es sehr Schade findet das ich nicht mittrinke, z.B. bei Feiern. Aber ich kann das nicht mehr. Vielleicht ein Glas Wein. Vertrag auch nicht mehr viel. Er hätte gern das ich auch mal mehr trinke. Betrunken bin. Das will ich auf keinen Fall. Ich will nicht so meine Kontrolle verlieren wie er das tut.
    Wenn ich ganz logisch denke sehe ich keine Zukunft. Außer ich vergesse mich und lebe ein Leben welches nicht meins ist.
    Auf der anderen Seite denke ich: Man er ist schon ein toller Mensch, ich kann im Grunde genommen sehr offen und über fast alles mit Ihm reden. Er läßt mir meine Freiheiten und und und. Ich könnte mir auch vorstellen das er ein guter Vater wäre etc.
    Ich kann nur hoffen das er selber merkt das er sich sein Leben so kaputt macht. Ich habe gemerkt das ich nichts machen kann. Außer: Ich kaufe keinen Alkohol für Ihn. Und mache Ihn auf Hilfsangebote aufmerksam. Es graust mir vor Weihnachten. Klar gibts da Bier und Wein etc.
    Manchmal habe ich das Gefühl die halbe Welt ist Alkoholiker. Und um mich drumrum sinds soooo viele.

    Was meinst Du denn, stellst Du dein Bett woanders hin? Ich find das ehrlich gesagt auch n bisschen komisch das viele Leute heute immer noch diese klassische Aufteilung von Schlafen und Wohnen haben...ich möcht, wenn ich mit jemandem Zusammenziehe mein eigenes Zimmer haben...

    Liebe Leni...kannst Du dein Bett nicht woanders aufstellen, erstmal? Mein Freund trinkt auch...aber selten soviel, dafür jeden Tag. Aber wir haben jeder unsere eigene Wohnung und schlafen nie in einem Bett. Würd ich auch nicht aushalten. Der Alkohol wird Nachts einfach ausgedünstet, das find ich schon eklig. Und außerdem schnarcht er total... durchs trinken.
    ich würd ja sagen Zieh aus! Aber das ist sicher schwer...und vielleicht willst Du es auch gar nicht...
    Mit geht es in dieser Hinsicht so...das ich auch versuche Kontrolle auszuüben...z.B. mit solchen Anrufen... oder Ihm sage mach das mach dies...aber es nützt nix - man fühlt sich dadurch nur verantwortlicher. Wahrscheinlich bist Du auch oft hin- und her gerissen zwischen Liebe und Mögen und dem Trauig sein, Wütend sein und Ekel... So geht es mir zumindest. Und oft frage ich mich warum ich eigentlich noch mit Ihm zusammen bin. Was ich eigentlich an Ihm liebe.

    Es ist sehr schwer überhaupt jemandem über das Thema etwas zu sagen...mehr als "Er trinkt zuviel", "das kann ich nicht leiden" etc. hab ich kaum rausgebracht...und immer wenn ich mal versucht habe etwas anzudeuten sind die Leute nicht drauf eingegangen... geschweige denn zu dem Problem etwas zu sagen was ich damit habe..Allerdings habe ich den Begriff Co-Abhängig noch nicht so ganz geklärt für mich. Ich wüßte gar nicht mit wem ich offen darüber reden könnte. Aber manchmal würde ich es gern hinausschreien, vorallem Leuten gegenüber die mittrinken oder mich als "Langweilig" in dieser Beziehung bezeichen...vonwegen Alkohol gleich Spaß...