Hallo Lütze, schön mal wieder hier von Dir zu lesen. Und danke fürs Lieblingsgemüse nennen...fühlt sich gut an. Mich würde ja sehr interessieren was das für ein Film ist..vielleicht wäre der auch was für mich.
Stichwort Klinik: Das ist eine Entgiftungsstation...da kommen so weit ich weiß keine SHG´s zu besuch. Er ist aber aufgefordert worden sich 2? zu suchen. Bei einer war er mal zum vorstellen, da will er wieder hin. Und bei der 2. habe ich einen Tip gegeben, da will er nun mal anrufen...
Danke für dein freuen... is allerdings nicht viel zum freuen...eigentlich so gut wie gar nix. Es sind jetzt 1,5 Wochen vorbei... und es sieht nicht nach dem aus was ich mir so dachte nach dem was der Chef erzählt hat beim Vorstellungsgespräch und woraufhin ich auch zugesagt habe...moemntan leider. Klar, Anfänge finde ich generell nicht besonders prickelnd... schon klar... sicher kann manches daran liegen.
Und JA es gibt einen riesen Unterschied zwischen Bürozeug und Prpjektmanagment...und das hat absolut nix damit zu tun wie ich das sehen möchte bzw. nicht sehen möchte...hat nix zu tun mit der Perspektive und der Darstellung, sondern ganz einfach mit den Inhalten der Arbeit. Irgendwie macht mich das bissle stinkig das mich hier da keiner so richtig verstehen möchte/kann...
Ich mag eigentlich das Wort Management gar nicht und möchte mich selber auch weder so bezeichnen noch nur so tätig werden. Ich sehe es als Projektbetreuung. Das ist mir wichtig. Management ist mir zu Englisch und hat ja nun viel mit den Finanzen zu tun... und in der Richtung habe ich keine Ausbildung, höchstens Erfahrungen.
Bürokram heißt aber vorallem Aufgaben wie eine Sekretärin. Projektbetreuung heißtvorallem auch Inhaltliche Arbeit und Kontakt mit vielen Menschen; Künstlern und Besuchern etc.
Ich bin ein Mensch der ganz stark über den Geist lebt. Ich brauche inhaltliches damit es mich zufriedenstellt. Reines Bürozeugs dagegen kostet mich meine ganzen Nerven, da ich so Bürokratiekram nicht wirklich abkann... Ja, so ist das.
Ich habs versucht loszulassen...doch es geht nicht. Ich habs jetzt 2 Tage verdrängt um wenigstens den Versuch des Genußes zu wagen...Freie Zeit, Selbstbestimmun etc. ...
Heute kam das aber wieder so hoch alles.
Ich fühl mich ausgeliefert, hilflos...
Eigentlich bleibt das was ich mir aufgebaut habe und das was ich Genesung nenne auf der Strecke.
Und da ist halt die Frage...funktioniere ich und ziehe es durch...oder gibt es andere Wege...
Vielleicht ändert sich noch was...ich weiß es nicht. Ich schaue mir das noch ne Weile an. Werde aber meine Möglichkeiten voll ausschöpfen wenn ich merke das es nichts bringt. Für mich, die Zukunft...etc.
Auch ich versuche etwas postives rauszuziehen und mir zu überlegen für was es gut ist.... irgendwas in mir sträubt sich aber total. Vielleicht erinnert es mich auch zu sehr an meinen letzten Job wo ich mich auch nicht einbringen durfte..vielleicht ist hier die Möglichkeit eben nicht mehr durchzuziehen und auszuhalten, sondern etwas dagegen zu tun... mich nicht kaputt machen zu lassen. Der letzte Job zusammen mit meiner Beziehung hat mich ja nun schließlich insgesamt 3 mal ins Krankenhaus gebracht.
Therapeutin hat nun gerade jetzt leider 3 Wochen Urlaub. Ein Mist.
Wenn H. zurückkommt wird er hoffentlich therapeutisch betreut und geht zur SHG. Bis dahin will ich in seiner Wohnung alle alten Alkflaschen entfernt haben ... ich glaube es wird sehr schwer für Ihn mit seiner Wohnung. Schließlich hat er hauptsächlich, meistens, fast immer dort getrunken...?????
Lütze, Dir och noch ne schöne Zeit
LG Karotte