Beiträge von Karotte

    Lieber Forumsleser und Leserinnen,

    Professionelle Unterstützung ist eine gute Sache. Gerade bei psychischen Erkrankungen/Störungen ist das Bild was Wir von uns und unserer Umwelt haben oft etw. verrutscht und verzerrt. Menschen von außen können uns neue Blickwinkel und Sichtweisen eröffnen. Und gerade wenn Wir keine oder nur geringe Erfahrungen von gesunden Beziehungen haben kann es sehr wichtig sein andere Meinungen wahrzunehmen zu kennen zu erfahren.

    Ich persönlichen hatte eine Therapie. Später dann als ich die 2. Alkbeziehung hatte das Forum und noch eine Therapie. Ich war bei einer Selbsthilfegruppe (kurze Zeit) und einige Stunden bei Beratungen bei der Diakonie und der Caritas. Habe Entspannungskurse gemacht und viel Selbstfindung u.a. in Seminaren. Viel gelesen etc.

    Ich habe mir vieles angeschaut. Manches hat gepasst, manches nicht. Da muß jeder für sich selber schauen was das richtige ist. Manchmal sind es eben Ansprechpartner die nicht die gleiche Wellenlänge haben, dann sollte man weiterschauen. Aber nicht aufgeben. Es gibt Hilfe und es ist so sinnvoll diese in Anspruch zu nehmen.

    Therapeuten und Berater haben sicher die Wahrheit auch nicht gepachtet und Sie arbeiten auch aus Ihrem Weltverständniss herraus, trotzdem, jeder kann einem was mitgeben auf dem Weg.

    Sorgt gut für Euch. vorallem SORGT FÜR EUCH!!! Ihr seid der Mittelpunkt Eurer eigenen Welt.

    Lg Karotte

    Lieber Lütze, danke fürs Staubwischen, das war echt nötig! :)

    Liebe LeserInnen,

    man man man die Zeit rennt. Schon lange war ich nicht mehr hier. Obwohl das Thema Co und auch das Thema Alk immer mal wieder auftauchen. Vor einigen Wochen in Form eines Mailwechsels mit meinem trinkendem Exfreund. Ich weiß nicht ob er noch trinkt, aber ich vermute es. Auch anhand seiner Zeilen.
    Da kam wieder viel hoch. Das Thema wird auch bei uns Co´s nie weg sein.

    Im nachhinein gibt es immer noch Momente in denen ich mich frage wie ich das alles mitmachen konnte, wie ich mir selber sowas antun konnte. Wie ich sowenig für mich selber einstand.
    So ganz habe ich meinen Frieden mit dieser Zeit noch nicht gemacht.

    Dagegen ist mein jetziges Leben wirklich eine Pracht. Finanziell sieht es zwar wieder mal mehr als finster aus. Aber ich habe eine glückliche Beziehung. Ich mache eine tolle Fortbildung und ich habe neue, bzw. generalüberholte Ideen für meine Zukunft. Und enldich ein zu Hause in dem ich angekommen bin.
    Vorallem aber ist es immer noch meine tägliche Aufgabe das Jetzt, das Heute und den Moment nicht aus den Augen zu verlieren.
    Reduzierung ist in vielem für mich gerader ein guter Weg.

    Das Forum hat in gewisser Weise über 2 Jahre lang dazu beigetragen mein Leben zu retten. Coanhängigkeit ist etwas was vorallem einen Selbst betrifft. Das Gefühl für mich und meine Bedürfnisse. Immer wieder merke ich in meiner Umgebung was so alles schief gehen kann wenn Menschen "es gut meinen" und nur "das beste für den anderen wollen".

    Ich könnte Euch mit auf den Weg geben: Seid Mutig!
    Aber Mut ist nichts als Angst die man nicht zeigen will.
    Deshalb:
    Seid SELBSTVERSTÄNDLICH! Jeder ist richtig wie er/sie ist. Jeder hat das Recht auf seine eigene meinung und so zu sein wie er/sie ist.

    Alles alles Gute
    und
    Viele viele Grüße an Euch alle!

    Karotte

    Lieber Lütze, Liebe Aurora, vielen Dank für Eure Antworten. Und auch noch so schnell. Das tut gut.
    Und ja irgendwie klemmt es. Und ich habe oft das Gefühl das es bei mir dauernd klemmt. Und das ist auch der Punkt. Das es mal auf und ab geht is ja normal... aber eine Krise nach der anderen... mmmh.

    Beziehung: Ja, manches ist sicher so ein Männer Frauen Dings. Aber manches eben auch einfach der unterschied den es zwischen 2 Menschen geben kann. Seit ich auf das Thema CoAbhängigkeit gestoßen bin habe ich mich auch sehr viel mit dem Thema Beziehungen im allgemeinen beschäftigt und für mich versucht ganz frei das zu definieren was meins sein könnte. Das ist im groben recht klar, lässt aber auch Veränderungen zu, da ich mich als Mensch ja auch entwickle. Für mich ist ein oberstes Gebot die wirkliche persönliche Freiheit und der Respekt vor dem Anderen und seinen Bedürfnissen und natürlich auch meinen Bedürfnissen. - oft nicht einfach zu leben... kannte ich ja vorher nicht so.

    ich bin der Meinung was uns Beziehungsführungstechnisch zu allererst prägt ist das was man in seiner Kindheit im Umfeld so mitbekommt. Und da haben weder er noch ich gute Beispiele gehabt. Und das ist für uns echt Arbeit.
    Und was Du Aurora mit fehlenden Grundlegenden Bedürfnissen meinst, sehe ich auch. Allerdings bin ich der Meinung ein Mensch kann Dir nie alles sein. Die Erwartung das der Partner alles erfüllt ist utopisch. Und auch wenn mir manches Grundlegende viele Fragezeichen aufwirft - vorallem auch das Thema Familie, gibt es andere Sachen in der Wir eine so enge, so nahe, so einmalige Verbindung haben, wie weder er noch ich sie vorher je erlebt haben. Das ist hart manchmal und gibt mir zu denken.
    Die Krisen die ich da Zwischendurch habe, haben hauptsächlich mit meinen Verlassenheitsängsten aus der Kindheit und Jugend zu tun. Und dafür kann er ja nu nix. Und er ist da auch relativ geduldig mit mir(Inzwischen). Wir haben ja auch eine lange Geschichte hinter uns.
    Aber es gibt dann eben auch die Dinge wo Menschen wie ich erstmal an sich selber zweifeln, anstatt festzustellen das es eben auch andere Bedürfnisse Wünsche etc. gibt und das auch ok ist. Ja, großes ? Thema...

    Und liebe Aurora, das war/ist ein guter Denkansatz für mich das mit dem rennen...von mir und der Zeit. Mit der Zeit: Ich habe Angst das mir das Leben davon läuft und ich nicht dazu gekommen bin etwas zu "schaffen"... etc. so ähnlich. Ja.
    Und ich, ja, wahrscheinlich renne ich wirklich zu sehr. Weil ich suche. ich suche nach meinem Platz, meiner Aufgabe und meinem Ausdruck. ich bin schon ein sehr vielfältiger Mensch, was viele nicht verstehen können. Ich brauche diese Vielfalt irgendwie. Alles andere wäre eine Einschränkung für mich, die mich unglücklich macht.
    Aber manchmal ist es wirklich zu viel. Und im Grunde sehne ich mich in vielem nach Struktur und Dauer.
    Beruflich ist es einfach so das ich keinen Job mehr in meinem Bereich finde und mein Leben aber auch nicht mit Aushilfsjobs verbringen will. ChiGong dachte ich wäre etwas als 2. Standbein und sehr gut in Verbindung mit meinem Interesse für Anatomie, Chinesische Medizin, Naturheilkunde, Körperlichkeit etc. Leider finanziell sehr aufwändig und auch immer mit Wochenenden außerhalb verbunden.
    Wenn ich nicht aktiv bin (Hobby, Arbeit etc) bin ich auch hauptsächlich alleine zu Hause. Und das is nu auch ni so prickelnd. Allerdings mache ich viel Handarbeit, das macht Spaß.
    Irgendwie is wohl alles gerade am Verändern. Und Einsamkeit, ja, da fehlen einfach ein paar Freunde... ich kann und mag nicht alles nur mit einem Menschen besprechen, erleben etc.
    Nunja, lange Rede. Ich werde nachdenken über das Innehalten. Ich glaube da hast Du einen spannenden Punkt getroffen. Denn ich möchte mich auch nicht verzetteln. Aber ich möchte Ziele habe. Und irgendwie hat mich das wohl auch geprägt das man machen muß sonst wird nix. Ich habe Angst still zu sitzen und das Leben zieht an mir vorbei.

    Danke Euch ganz herzlich
    Liebe Grüße
    Karotte :wink:

    Lieber Lütze, als ich gerade so meinen Text bei Dir nochmal durchlas...dachte ich "wie schlau ich wieder geschrieben habe" und das ich mir das auch mal alles verinnerlichen sollte. Ich/Du/Mann weiß soviel, ja das tun Wir, aber das umsetzen, das verinnerlichen, das leben dieses Wissens...man man man.. das is verdammt schwer. Und ich finde auch dieses Spiegelthema gehört dazu. Das is mir nicht fremd. Oft finde ich nur passt es nicht. Und wenn dann schon eher im Fehlbereich (also das ich das so nicht habe/kann). Gerade hader ich auch mit einer Person wo ich mich frage was Sie mir spiegelt. Aber das was mich so extrem stört das habe und bin ich nicht und möchte es auch nicht sein. Nicht so. Also so ganz bin ich noch nicht dahinter gekommen.
    Ich bin jetzt letzte Nacht bis heute morgen erst mal ins Erschöpfungskoma gefallen. Und beim einschlafen und auch aufwachen war da ganz schön viel leere, unzufriedenheit. Und überhaupt ein gewaltiges hadern mit mir und meinem Leben. Ich kann mich selbst in vielem nicht annehmen wie ich bin und frage mich zur Zeit immer wieder wie es sowieso weitergehen soll. Wohin. Welches Ziel.
    Ich möchte mein Leben nutzen. Sinnvoll sein und sinnvoll leben. Und ich habe manchmal keinen Durchblick warum da schon wieder so viel schief läuft. Und die guten Sachen, ja es fällt mir schwer die zu schätzen, das was ich geschafft habe etc.
    Beziehungstechnisch denke ich auch manchmal: Jetzt haste wieder eine Beziehung in der Dir Sachen fehlen die für Dich eine Beziehungs ausmachen. Es ist komisch. Es gibt Dinge die uns so verbinden. Und wahrscheinlich ist es falsch das von anderen Sachen auch zu erwarten.
    Seine Arbeit ist immer die No 1, und damit habe ich offen gesagt ein Problem. Ich bin schon in einem Alter wo Familiengründung ein großes Thema ist, und wenn das nicht bald passiert wars das dann auch. Ich möchte mit meinem Partner zusammenleben. Aber Wir sehen uns wenns hochkommt 2 Abende und am We. Ich will Kinder, er nicht. Er arbeitet wie verrückt und ich mal dort mal da (Studium war irgendwie umsonst). ich brauche Worte, er redet wenig. Er ist mit sich zufrieden und ich mit mir so gar nicht. Mir fehlen da manchmal so Zeichen. Und wenn ich dann mal sage was mir stinkt. Ja, dann ist das genauso wie Du erzählst, es schwebt da so über uns und schnell haben Wir uns in etwas dunkles reingeredet. Und er schweigt dann manchmal viel weil ihm die Worte fehlen. ... genug lamentiert.

    Arbeit ist ein super Ablenkungsmittel. Das konnte ich die letzten 2 Wochen sehr bewußt feststellen. Weil ich da so fertig war das nichts mehr ging. Auf Funktionieren geschaltet. Dann sitz ich da am We bin ko und plan- lustlos... bäh.
    Überhaupt es fehlt ein Plan. Das große Hadern also. Auch mit ChiGong bin ich schwer am überlegen, da die Umstände für mich irgendwie belastend sind... Oh mann was würde ich dafür geben das Geheimnis zu kennen den Sinn und das Ziel zu finden. Den Weg zu sehen.
    Die Zeit die rennt so.
    Ach ich bin traurig. Und ich fühl mich so einsam manchmal.

    So, ich krieg nix mehr positives Zustande. Das Wetter passt auch.

    Trotzdem liebe Grüße
    Karotte

    Zitat von Lütze


    Dennoch frage ich mich manchmal,soll ich weiter danach streben,alle meine Wünsche und Hoffnungen erfüllen zu können,oder sollte ich auch Kraft und Mühe darauf verwenden,mich mit dem zu arrangieren,was ich habe...?

    Lieber Lütze,
    diesen Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Er erinnert mich daran wie unzufrieden ich oft mit meinem Lebensstand bin. Wie anders ich es eigentlich wollte. Aber auf maches hat man nicht so viel bewußten Einfluss. Denke ich.
    Ich bemühe mich mit dem zufrieden zu sein was ist. Und das sind doch einige ganz gute Dinge. Trotzdem beschäftigt einen ja auch die Zukunft oder wie es weitergehen kann und soll. Auch wenn ich es selten schaffe, ich denke das einzig Wahre liegt im Augenblick und in der Achtsamkeit dessen was ich gerade tue, was ich bin. Darauf arbeite ich hin.
    Gedanken die ich in die Vergangenheit oder Zukunft richt lenken immer ab von dem was gerade ist und ich finde das macht es manchmal schwer überhaupt zu bemerken was gerade ist.
    Und wenn da ben diese Gedanken sind, finde ich es wichtig Entscheidungen zu fällen und nicht nur zu grübeln und zu überlegen. Aber auch das ist nicht einfach...

    Ich wünsch Dir viele achtsame Augenblicke im Jetzt!
    Viele Grüße
    deine Karotte :)

    Lieber Lütze, Liebe Leser,

    die Zeiten sind wechselhaft. Und selten von Zufriedenheit geprägt. Trotzdem gibt es auch den einen oder anderen glücklcihen Moment.
    Das mit dem Beziehungsführen ist nicht so einfach. Wir entwickeln uns. Und trotzdem gibt es für mich immer wieder handfeste Krisen. Meine alten Muster beschäftigen mich gerade sehr. Auf einer neuen Ebene. Immer wieder gibt es da z.B. das Thema Coabhängigkeit. So ganz ist es mir immer noch nicht klar. mein Therapeut spricht von Verlassenheitsängsten. Tiefe Kindheitsprägungen. Wiederholte Muster. Immer wieder gesucht, weil gekannt und noch nicht überwunden. Gerade in letzter Zeit gab es für mich da viel KOnfrontation. Mir geht es in solchen Momenten sehr schlecht und ich immer immer versucht diesen Schmerz loszuwerden.
    Doch vor kurzem habe ich mich nun zu einem anderem Umgang entschlossen. Das Loslassen, oder für mich eher das "sein lassen" war ja ein großes Thema. Momentan ist es eher das anfreunden. Anfreunden mit mir, meinen Mustern, meiner Vergangenheit. Mir wie ich eben jetzt bin. Und vorallem auch ein annehmen des Schmerzes.
    Ich sehe das so: Dieser Schmerz ist ein sehr alter und mit jedem neuen Erlebnis (das können manchmal Kleinigkeiten sein) kommt das alte und alle Momenten in denen es sich wiederholte wieder hoch. Der Schmerzberg wird immer größer. Und so richtig fühlten tut das eben mein inneres Kind. Jedes Mal wenn dieser Schmerz nun wiederkommt versuche ich diesen in den Arm zu nehmen. Es ist in meiner Vorstellung ein ganz tiefschwarzes kleines Wesen.
    Es klappt nicht immer. Aber ich hoffe das es mich weiterbringt und das ich zu meinem Freund ein größeres Vertrauen aufbauen kann.
    Da hab ich mir ja auch echt jmd. rausgesucht... wir sind in vielem sehr verschieden.

    Vor einigen Wochen ist nun auch noch etw. für mich sehr sehr schlimmes passiert. Mein kleiner Kater ist aus dem 4. Stock gefallen. Es war ein grausames Erlebnis und ich komme nur langsam ran... ein merkwürdiger Zustand. Dieser Kater war für mich etw. ganz besonderes. Und wir hatten auch ein sehr besonderes Verhältnis.

    Die Arbeit... nunaj, ein weiteres unsicheres Thema. Klarheit tut sich keine auf. Und manchmal kommt es mir vor als würde ich in allem total in der Luft hängen. Das Thema heißt wohl "Erden".

    QiGong läuft weiter. Singen und Clowns liegen gerade brach. Aber das wird auch wieder. Wenn die Zeit es erlaubt.

    Momentan genieße ich das alleine wohnen in meiner neuen Bude, die aus Geldmangel, nur langsam ferig wird. Ich habe viele Termine und wünsch mir oft mehr Zeit. Aber wenn ich dann mal einen Tag wirklich frei habe und alleine bin ist es auch irgendwie komisch.

    ... alles im Werden.

    Viele Grüße
    Karotte

    Lieber Lütze, ich kann mir vorstellen wie gut das tut so eine verwandte Seele zu treffen. Jmd. indem man sich selbst erkennt. Das is toll...aber sicher auch nicht immer einfach.
    Sag mal kennst Du das "Jetzt" Buch von Eckhardt Tolle? Ganz tolle Sache.

    LG Karotte

    Servus und Ahoi, lieber treuer Lieblingsgemüsefreund,

    ja, die Belastung, irgendwie wird es nicht weniger... ein Stress... und Arbeitstechnisch kann ich da wenig dran drehn und bin schwer am Überlegen wie ich das mache. Ob der Nebenjob so wie es ist gut ist für mich...außer Geld verdienen.
    Ich glaube ich bin kein Workoholic und habe auch sonst Krafttechnisch durhc meine Erschöpfungszeiten einfach weniger Energie für so einen Streß wie andere. Bin körperlich auch immer sehr ko und habe wieder sehr oft Migräne.
    Es ist alles noch sehr unsortiert. Und auf der Whgs Baustelle Stillstand weil ich gerade kein Geld habe. Es ist sehr anstrengend und Zeitrauben auf diese Art zu wohnen.

    Sonst aber geht es mir etwas besser. Ich war die letzten 2 We wieder auf Workshops. Einmal mein QiGong Lehrgang und letztes Wochenende zum Clownen.... das hat mir sehr gut getan. Weil es auch immer wieder darum ging bei sich selbst zu bleiben, sih zu spüren und das was da ist im Spiel auszudrücken...einfach herrlich. Hab mich sehr aufgehoben gefühlt - auch in der Gruppe.

    Was das Fragen angeht nach Hilfe, das fällt mir schwer. Und ich habe trotzdem diesmal viel gefragt und einige Hilfe bekommen, hätte aber noch einiges mehr brauchen können und bin von manchen Menschen in meinem Umfeld sehr enttäuscht. Habe manchmal das Gefühl kaum Freunde zu haben. Manchmal fühle ich mich echt verlassen.

    naja, es kommen hoffentlich auch andere Zeiten.
    Mr. Mail, ich nenn Ihn ab jetzt mal lieber meinen Freund, auch wenn das immer noch Fremd klingt. Aber wir sind nun ja einige Monate schon zusammen. Auf jeden Fall er hat mir unglaublich viel geholfen. hat sogar frei genommen und mir Geld vorgeschossen, der Gute. Ohne Ihn hätte ich das alles nicht geschafft.
    Überhaupt ist es wunderschön mit Ihm. Vorallem wenn ich es schaffe gut bei mir zu bleiben, ist alles fast schon leicht.

    Das Leben hat wirklich bei mir einen Neustart hingelegt - überall Neuanfang... spannende Zeiten.

    Und ich hoffe es werden wieder mehr Stunden die ich mich um mich selber kümmern kann.
    Aber die Workshops sind schon auch starke ich Zeiten. Mit viel Input aber auch viel Ruhe.

    Viele viele viele
    Grüße
    Karotte

    Liebe Melinak, das mit dem glücklichen Tag meinte ich immer so im Rückblick auf den Tag. Aber ja, gefällt mir auch nicht mehr... das ist zu hoch gefasst. Weißt Du, ich hab auch so meine Übungen, aber wenn ich so einen Krisentag habe wie gestern schaffe ich es nicht die zu machen... das ist die Krux. Ich habs gestern kaum auf Arbeit ausgehalten, weil mir so nach heulen und alleine sein war und danach bin ich einfach nur nach Hause gestürzt.
    Gespräche finde ich auch oft sehr hilfreich. Auf der anderen Seite bin ich ja in solchen Momenten schlecht drauf und mag aber bei den anderen nicht jammern....Ja, und das mit den Blumen, das finde ich auch gut... hab dann hier ein bisschen in die Bäume geschaut.
    Am Ende hat mir auch ein Gespräch geholfen, mit der Person, durch die das schlechte Gefühl ausgelöst wurde... aber ich glaube diese best. Emotionen betreffen etw. grundsätzliches bei mir. Und ich möchte gern für mich damit besser klar kommen.. nicht, wenn es denn dann wieder so ist, gleich an allem Zweifeln....und mich so alleine fühlen...

    Naja, is halt auch alles bissle viel zur Zeit. Und ich bin auch sehr müde. Und auch am We komme ich nicht zum ausruhen...
    ...
    Danke Dir für deine Zeilen und deine Anteilnahme
    LG Karotte

    Lieber Lütze, mich fragte auch kürzlich jmd. ob ich den jetzt stolz sei auf das erreichte. Ich konnte damit erstmal gar nix anfangen. ich war nicht stolz. Ich war froh das es geklappt hatte, bzw. vielleicht sowas wie zufrieden, habe aber nicht wirklich darüber nachgedacht das es mein eigener Verdienst sei. Schon komisch. So richtig kann ich immer noch keinen Stolz empfinden.
    Meistens ist es eher ein "geschafft", "fertig" - gut so und weiter...
    Ja, vielleicht schauen Wir zuwenig zurück auf etwas erreichtes. Es ist gar nicht so einfach die Gedanken in eine gute Richtung zu lenken, sich auf etw. positives zu besinnen. Aber um das wa snicht klappt und schwierig ist macht man sich tausend Gedanken... merkwürdig, oder?

    Viele Grüße
    Karotte

    Es ist so schwer dafür zu sorgen das der Tag ein Glücklicher wird und ist. Aber vielleicht ist das auch kein gutes Ziel. Denn Glück ist immer nur so Augenblicklich. Zufriedenheit wäre vielleicht etwas was eher erreichbar ist.

    Zufrieden, ja, wann bin ich zufrieden?

    Die letzten Wochen waren extrem stressig. Die Renovierung und der Umzug. Jetzt bin ich schon ein paar Tage in der neuen Whg und alles ist noch sehr chaotisch. Es fehlen noch wichtige Dinge um gut für mich zu Sorgen.

    Mein Gefühlswelt ist auch sehr ambivalent, was mir oft sehr schwer zu schaffen macht. Und immer noch gibt es diese Emotionen von denen ich nicht weiß wie damit umgehen.
    Ich habe den Gedanken das mich vieles viel mehr mitreißt als andere. Immer bin ich am schauen und überlegen und zweifeln und überprüfen. Wo ich stehe, was mit mir ist... und würde so manches gern anders können...

    Karotte

    Liebe Ronja, deine Fragen kann ich sehr gut nachvollziehen. Das geht mir auch immer wieder so.
    Ich glaube eine grundsätzliche Sache unserer "Krankheit" ist die Unsicherheit unserer "Entscheidungen". Durch unsere Selbstzweifel, vorallem an unseren Bedürfnissen, fällt es uns schwer Dinge, Situationen einzuschätzen und einzuordnen.
    Ich denke so das es hilft sich immer wieder zu fragen "was brauche ich", "was möchte ich". Und gut für sich zu sorgen.
    Leider is das nicht so einfach, vorallem auch in Zusammenhang mit anderen Menschen... aber trotzdem denke ich es gibt nicht "ein richtig". Aber klar wir orientieren uns erstmal an den Hilfestellungen die uns gegeben werden, was ja auch nicht schlecht ist...
    Bin da manchmal auch ratlos.
    Wahrscheinlich können Wir uns immer nur wieder erden und versuchen uns mit uns selbst zu verbinden. Und uns bemühen nur Entscheidungen zu treffen die wirklich aus dem Herzen kommen und nicht aus der Angst... oder so. Langsam glaube ich so ganz wird das nie weggehen. Aber ich glaube auch das wir gelassender werden.

    Viele Grüße
    Alles Gute
    Karotte

    Hallo Ihr Lieben, falls hier mal jemand vorbei kommt.
    Bin im totalen Sanierungs, Nebenjob und Argestreß...und froh wenn es vorbei ist. Aber noch ist einiges zu tun und ich will eigentlich nur noch schlafen.
    Immer wieder habe ich innerlich mit mir und meinem Umfeld zu kämpfen und natürlich frage ich mich inwieweit und ob das mit meiner Art von "Beziehungsabhängigkeit" zu tun hat.
    Ich merke z.B. immer wieder wie suspekt mir Männer sind, bzw. ich ein Bild von Ihnen habe was aus Unkenntnis besteht. Wahrscheinlich hängt das wirklich damit zusammen wie ich als Kind durch das Verhalten meines Vaters, bzw. auch meiner Eltern zueinander geprägt wurde. Soweit ich es mitbekommen habe. Und sonst war ich ja hauptsächlich von Frauen umgeben in Hort und Kita und so.
    Für mich ist das immer wieder erstaunlich und auch erschreckend wie sehr man doch durch seine Kindheit geprägt ist.
    Und auch so habe ich immer wieder das Gefühl das es gewisse Differenzen in meiner Selbstwahrnehmung und dem wie mich andere so wahrnehmen gibt. Das ist manchmal sehr schwer und macht mich oft auch traurig. Ich bin da sehr sensibel Stimmungen zu spüren und merk dann nur manchmal das was komisch is... naja.
    Schau mer mal, immer in Entwicklung...

    VG Karotte

    Sodele, die Whg ist klar. Das wird jetzt erstmal richtig Streß die auf Vordermann zu bringen. Und dann noch der Job.... aber ich bin schon voll im Planungsfieber. Und dann wird es endlich mal ein festes Standbein geben. Endlich wieder ein richtiges zu Hause, wenn auch ohne Balkon und mit Ofen...dafür aber toller Aussicht und groß.

    LG Karotte

    Lieber Lütze, irgendwie habe ich deine letzten Posts erst jetzt richtig gelesen und ich finde den Umgang deines Umfeldes mit Dir und deiner Krankheit einfach nur die Härte. Absolut Respektlos und Unfair!

    Selbst wenn es so sein sollte das diese Menschen nicht kapieren was Alkoholismus bedeutet, was ja sein kann, ist das nicht der ausschlaggebende Punkt. Sondern was ich explizit sehe ist die nicht Anerkennung deiner Person.
    Ein Mensch der mir auch nur das geringste bedeutet, mit dem würde ich nicht so umgehen.

    ABER auch hier gibt es natürlich 2 Seiten. Die 2. Seite ist die das DU so mit DIR umgehen läßt!!!
    So wie es sich liest ist das eine Dir schon bekannte Situation und trotzdem begibst Du Dich immer wieder hinein. Warum???
    Warum tust Du Dir das an und gefährdest damit deine Trockenheit?
    Mich entsetzt das ehrlich gesagt sehr.

    Was ist mit deinen Bedürfnissen und Wünschen? Was ist mit deinen Standpunkten?

    Ich wünsch Dir alles Gute, mit der großen Hoffnung verbunden das Du Entscheidungen fällst die Dir zugute kommen und nicht auf Nettigkeiten und Rücksichtnahme und andere vor Dich selber stellen beruhen.

    Viele liebe Grüße
    (hatte Dir auch bei mir geantwortet)
    die Karotte :wink:

    Lieber Lütze, ja, ich bin einfach ni dazu gekommen. Hatte deinen Eintrag aber kurz darauf gelesen und hab mich sehr darüber gefreut, also es hat gut getan deine Zeilen zu lesen.
    Ich glaube das betrifft ein Thema was viele Menschen nicht nachvollziehen können. (Meiner Meinung nach sind Beziehungsabhängigkeiten weit verbreitet). Ja, es kommt gerne immer mal wieder durch das ich mich um andere drehe anstatt bei mir zu bleiben. Und ich habe festgestellt das wenn es mir nicht gut geht ich wohl nicht so ganz bei mir bin. Und vieles dann auch auf andere projiziere bzw. über "andere" deute.
    Mr. Mail und ich..ja, wie Du weißt eine lange Geschichte die die letzten 3 Monate große Fortschritte gemacht hat. Aber immer wieder kommen bei mir alte Muster etc. hoch. Und wir müssen viel reden... das hilft dann auch. Doch wäre ich froh wen ich da manchmal ein bisschen Stärker wäre und manches besser mit mir alleine klären könnte. Bissle lockerer sein wär schön. Bissle Selbstsicherer. Abgrenzung, auch immer wieder ein Thema. Wir sind in manchen Dingen sehr unterschiedlich. Er ist z.b. jemand der gut alleine sein kann (er arbeitet aber auch sehr viel) und ich bin eher jmd. der gerne Menschen um sich rum hat zur Abwechslung... und auch würde ich Ihn gern öfter sehn.
    Aber Wir "arbeiten" an uns und es entwicklet sich. Zwischendurch geht es uns richtig richtig gut.

    Außerdem hat es eine glückliche Fügung gegeben und ich habe einen Nebenjob in einer netten Firma bekommen. Die Arbeit ist anstrengend, aber es kommt etwas Geld rein und die Leute sind nett. Es ist richtig toll früh aufzustehn und auf Arbeit zu gehn.

    Wenn alles klappt habe ich auch bald eine neue Whg. Die muß zwar entrümpelt und auf Vordermann gebracht werden und die Arge hat sie auch mal wieder abgelehnt. Aber ich will die nehmen. Und freue mich schon sehr wenn dann alles mal fertig ist, so wie es mir gefällt. Endlich Ruhe und endlich ein eigenes Zuhause! Mit schönem Ausblick (leider leider ohne Balkon) weiß noch nicht wo ich dann meiner Pflanzenlust fröne.

    ChiGong hat auch angefangen. Herrausforderungen an allen Ecken und Enden. Aber ich denke es ist alles auf einem guten Weg, trotz der Krisen und Tiefs zwischendurch.
    Und auch mich beschäftigt GFK immer wieder. Für mich war das damals überhaupt erst der Auslöser über meine eigenen Bedürfnisse nachzudenken. Sie ertsmal zu entdecken. Und immer wieder im Miteinander stößt man auf Grenzüberschreitungen... das ist spannend und GFK hilft da sehr weiter... Einfach ist die Praxis nicht... aber sehr Wirkungsvoll. Vorallem für sich selbst. Allein schon die Unterscheidung was ist MEIN Wunsch und Bedürfniss, und was gehört zu den anderen.
    Was sind Gfeühle und was Gedanken.

    Viele viele liebe Grüße
    die Kleene Große Karotte :)

    Hallo, Gestern wieder, ja gestern habe ich mal wiede rgemerkt wie einfach doch eine Flucht vor sich selber ist, wie schnell man projiziert und ablenkt. Wie einfach es ist sich um einen anderen zu drehen.
    Und das geht manchmal so schnell, das ich es kaum merke...
    erst wenn es wieder schlecht geht, wenn ich Angst bekomme...
    Alles was Wir aus Angst tun und nicht mit Liebe, jede Handlung, führt zu nichts gutem. Da ist ein Mensch an meiner Seite und er zeigt mir sehr schnell auf wen ich mich mal wieder selbst verliere.
    Das ist ein schmerzhafter Prozess. Doch alles was nach oben kommt kann geheilt werden.
    Ich habe Emotionen aber ich bin nicht meine Emotionen.

    LG Karotte

    Hallo, ich habe deinen Titel gelesen und dieser hat mich sehr angesprochen.
    Denn ich glaube vor Jahren habe ich mir dieselbe Frage gestellt:

    Zitat

    was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt?

    Ich sage dazu 1. Nichts, 2. Sein lassen.

    Ich mochte das Wort Loslassen nie besonders. Aber ich komme klar mit "sein lassen.
    In unserer Coabhängigkeit geht es vorallem zu allererst um uns. Uns zu lieben und uns selbst eine Chance zu geben. Zu werden wer wir sind und NICHT darum uns um jmd. anderen zu drehen.
    Liebe zu einem anderem Menschen hat keine Chance wenn Wir uns selbst nicht lieben. Und bist Du sicher das das was Du für Ihn empfindest wirklich Liebe ist? Hat es vielleicht eher mit Kontrolle zu tun und mit Abhängigkeit, mit einem Brauchen oder mit Gewohnheiten?
    Ist das wirklich Liebe?

    In meinen Augen ist die einzige Chance die Du Dir und Ihm geben kannst zu gehen. Und nach Dir selbst zu schauen und Dich hauptsächlich um Dich selber zu kümmern. Alles andere steht einem Gesundungsprozess im Wege.
    Ich weiß wie schwer das ist. Auch ich habe Jahre dafür gebraucht das zu begreifen und es zu tun. Es wird nicht einfach. Aber es ist die einzige Chance Gesundung zu finden.

    Viele Grüße
    Alles Gute
    Karotte