Lieber Lütze, Liebe Aurora, vielen Dank für Eure Antworten. Und auch noch so schnell. Das tut gut.
Und ja irgendwie klemmt es. Und ich habe oft das Gefühl das es bei mir dauernd klemmt. Und das ist auch der Punkt. Das es mal auf und ab geht is ja normal... aber eine Krise nach der anderen... mmmh.
Beziehung: Ja, manches ist sicher so ein Männer Frauen Dings. Aber manches eben auch einfach der unterschied den es zwischen 2 Menschen geben kann. Seit ich auf das Thema CoAbhängigkeit gestoßen bin habe ich mich auch sehr viel mit dem Thema Beziehungen im allgemeinen beschäftigt und für mich versucht ganz frei das zu definieren was meins sein könnte. Das ist im groben recht klar, lässt aber auch Veränderungen zu, da ich mich als Mensch ja auch entwickle. Für mich ist ein oberstes Gebot die wirkliche persönliche Freiheit und der Respekt vor dem Anderen und seinen Bedürfnissen und natürlich auch meinen Bedürfnissen. - oft nicht einfach zu leben... kannte ich ja vorher nicht so.
ich bin der Meinung was uns Beziehungsführungstechnisch zu allererst prägt ist das was man in seiner Kindheit im Umfeld so mitbekommt. Und da haben weder er noch ich gute Beispiele gehabt. Und das ist für uns echt Arbeit.
Und was Du Aurora mit fehlenden Grundlegenden Bedürfnissen meinst, sehe ich auch. Allerdings bin ich der Meinung ein Mensch kann Dir nie alles sein. Die Erwartung das der Partner alles erfüllt ist utopisch. Und auch wenn mir manches Grundlegende viele Fragezeichen aufwirft - vorallem auch das Thema Familie, gibt es andere Sachen in der Wir eine so enge, so nahe, so einmalige Verbindung haben, wie weder er noch ich sie vorher je erlebt haben. Das ist hart manchmal und gibt mir zu denken.
Die Krisen die ich da Zwischendurch habe, haben hauptsächlich mit meinen Verlassenheitsängsten aus der Kindheit und Jugend zu tun. Und dafür kann er ja nu nix. Und er ist da auch relativ geduldig mit mir(Inzwischen). Wir haben ja auch eine lange Geschichte hinter uns.
Aber es gibt dann eben auch die Dinge wo Menschen wie ich erstmal an sich selber zweifeln, anstatt festzustellen das es eben auch andere Bedürfnisse Wünsche etc. gibt und das auch ok ist. Ja, großes ? Thema...
Und liebe Aurora, das war/ist ein guter Denkansatz für mich das mit dem rennen...von mir und der Zeit. Mit der Zeit: Ich habe Angst das mir das Leben davon läuft und ich nicht dazu gekommen bin etwas zu "schaffen"... etc. so ähnlich. Ja.
Und ich, ja, wahrscheinlich renne ich wirklich zu sehr. Weil ich suche. ich suche nach meinem Platz, meiner Aufgabe und meinem Ausdruck. ich bin schon ein sehr vielfältiger Mensch, was viele nicht verstehen können. Ich brauche diese Vielfalt irgendwie. Alles andere wäre eine Einschränkung für mich, die mich unglücklich macht.
Aber manchmal ist es wirklich zu viel. Und im Grunde sehne ich mich in vielem nach Struktur und Dauer.
Beruflich ist es einfach so das ich keinen Job mehr in meinem Bereich finde und mein Leben aber auch nicht mit Aushilfsjobs verbringen will. ChiGong dachte ich wäre etwas als 2. Standbein und sehr gut in Verbindung mit meinem Interesse für Anatomie, Chinesische Medizin, Naturheilkunde, Körperlichkeit etc. Leider finanziell sehr aufwändig und auch immer mit Wochenenden außerhalb verbunden.
Wenn ich nicht aktiv bin (Hobby, Arbeit etc) bin ich auch hauptsächlich alleine zu Hause. Und das is nu auch ni so prickelnd. Allerdings mache ich viel Handarbeit, das macht Spaß.
Irgendwie is wohl alles gerade am Verändern. Und Einsamkeit, ja, da fehlen einfach ein paar Freunde... ich kann und mag nicht alles nur mit einem Menschen besprechen, erleben etc.
Nunja, lange Rede. Ich werde nachdenken über das Innehalten. Ich glaube da hast Du einen spannenden Punkt getroffen. Denn ich möchte mich auch nicht verzetteln. Aber ich möchte Ziele habe. Und irgendwie hat mich das wohl auch geprägt das man machen muß sonst wird nix. Ich habe Angst still zu sitzen und das Leben zieht an mir vorbei.
Danke Euch ganz herzlich
Liebe Grüße
Karotte 