Hallo Ihr. Vielen Dank für Eure Antworten. Das hilft über den Tag.
Besonders Dir Ette möchte ich ganz doll Danke sagen. Ich glaube Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich denke ich stecke tiefer in der Coabhängigkeit als gedacht. Bei mir liegt nur die Betonung auf manchen Sachen und andere wiederrum konnte ich super schnell abstellen. Ja, ich beschäftige mich gerade nochmal sehr mit meiner Ursprungsfamilie. Ich glaube ich habe ein wahnsinns Defizit was die Liebe angeht. Bei uns gab es keine Umarmungen oder Liebesbekundungen...Ich weiß noch wie mal ne Freundin meiner Mutter mir über den Kopf gestreichelt hat, da war ich vielleicht 12...das hat mich total alle gemacht weil es so schön war...
Und Du hast auch vollkommen Recht das ich Ihn nicht ändern kann. Und ich muß rausfinden warum ich in dieser Beziehung bleibe, außer das Ich Ihn lieb habe...klar. Meine Bedürfnisse werden nicht erfüllt. Das ist für mich eine riesen Erkenntnis. Aber es ist für mich auch unheimlich schwer Ihn immer nur zu lassen, es kostet mich Anstrengung. Ich muß mich verstellen. Ich kann nicht wirklich ich sein. ich denke ich nehme sehr viel Rücksicht auf seine Lebensweise/Tagesablauf...Aber am Ende "zahlt" es sich für mich nicht aus.
Es ist schon sehr komisch das wir uns gefunden haben...jeder mit seinen "Verstörungen" und jeder mit seiner Familie. (Bei Ihm trank der Großvater schon, beide haben wir Mütter in einer starken Opferhaltung, die sich bis heute nicht an die eigene Nase fassen können). Irgendwie haben wir wirklich verwandte Seelen. Für uns bedeutet das beiderseits natürlich starke Entwicklungsmöglichkieten. Und ich habe schon viel gelernt und mir sind viele Lichter aufgegangen, gerade in letzter Zeit. Ich weiß das ich nicht in einer Ehe wie die unserer Eltern landen will. Keine von beiden. Und ich will auch nicht das ewige Opfer sein. Welches sich dann durch Krankeit o.ä. Aufmerksamkeit verschafft.
Ich denke das ich auch große Angst vorm allein sein habe (war ich vor unserer Beziehung auch 4 Jahre) - das ich nie jemanden kennenlernen kann mit dem ich eine Beziehung nach meinen Vorstellungen führen kann. Nie den Wunsch nach Familie erfüllen kann. Ich hab sogar jetzt schon Angst davor als Rentnerin einsam zu sein. Erst hab ich mich ja auch gar nicht so gefragt. Ich kannte es auch nicht anders. Ich denke wir leben beide nochmal unsere Kindheit in dieser Beziehung. Und ich weiß auch nicht ob es Möglichkeiten gibt das zu durchbrechen. Ich hätte Angst das es mir nächstesmal genauso geht. Ich kann mir nicht vorstellen nochmal sowas aufzubauen...jetzt nach 2,5 Jahren kennen wir uns schon recht gut...
Es geht ja auch für mich darum mich mit meiner nun erkannten Coabhängig auseinander zu setzen. Und das kann ich z.B. nur in einer Beziehung lösen, denke ich.?
Ich hoffe sehr für mich die beste Möglichkiet zu finden und dann so stark zu sein diese auch zu leben. Ich hoffe ja sehr auf meine Therapie, aber die Zeit vergeht sooo langsam in dieser Hinsicht.
Das Handeln ist das ausschlaggebende und auch das schwerere.
Eure Karotte
DANKT