Beiträge von klarerkopf

    Liebe Ette,

    freue mich, solche Worte der Zufriedenheit von dir zu hören. Ist ja nicht so selbstverständlich, diese Einstellung zu erlangen.
    Es lohnt sich eben auch, sich an kleinen Dingen zu erfreuen, sie verschönern einem den Alltag.

    Immer wieder lerne auch ich Menschen kennen, die man unter folgende Kategorie einstuft: "Wenn wir keine Sorgen haben, dann machen wir uns welche".
    Eigenartig, nicht? Oder auch die notorischen "Nörgler". Ich versuche, mich, wenn's geht, mit solchen Leuten nicht zu umgeben, du weisst schon, diese negative Energie.
    Das Leben hat natürlich auch Schattenseiten, aber wie's kommt, so kommt's. Es gibt halt Dinge, die ich nicht ändern kann und ausserdem hätte es ja auch schlimmer kommen können.
    Manchmal ist es Menschen eben nicht bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, die Zeit auf der Welt als gesunder oder halbwegs gesunder Mensch verbringen zu können, und in einem relativ reichen Land zu leben.

    Meine persönliche Meinung ist auch, dass wenn man die Tiefen im Leben - bei mir einst Co- und selbst abhängig - kennengelernt hat, schätzt man das "normale" Leben danach umso mehr und ist auch .......zufriedener.

    lg klarerkopf

    hallo Ette,

    Zufriedenheit und auch Gelassenheit sind, wie auch Elocin sagt, der Grundstein für ein glückliches Leben, so meine ich. Schön, dass du dieses Thema aufgegriffen hast. Das Leben hat nicht immer Sonnenseiten, aber es liegt an einem selbst, es so oder so zu sehen.
    Wenn man so einen Weg wählt - wie auch ich es tat - hilft einem ausser dem Austausch hier in diesem wichtigen Forum auch diverse Lektüre.
    Denn es gilt auch, wie bei einem Computer, sich diese weise Lebenseinstellung immer wieder "upzudaten".
    editxxxxxkeine zitate einfügen m2109
    schönen Sonntag noch

    lg klarerkopf

    hallo Mädel,

    grundsätzlich, so meine ich, muss man sich wegen des "Nicht-Trinkens" gar nicht oder vor keinem rechtfertigen. Das fällt aber nicht immer leicht. Auch mir ist es so ergangen, suchte nach Ausreden.

    Mit der Zeit aber kam mir die Frage - warum eigentlich?
    Ein Vegetarier begründet ja auch nicht jedesmal seine fleischlose Ernährung.

    Es muss eigentlich für den Bekannten - oder Freundeskreis etc. reichen zu sagen:
    "Es geht mir ohne Alkohol besser",
    tut es das nicht, würde ich das Zusammensein mit ihnen auf ein Minimum beschränken oder beenden.

    Meinen sie`s gut mit dir, fragen sie auch nicht länger nach und akzeptieren es einfach.

    Liebe Julia,

    meine Antwort zu Deiner Frage, ob sie es hätte schaffen können, wenn Du sämtlichen Alk entsorgt hättest, ist eindeutig - nein.

    Denn wenn Sie wirklich aufhören hätte wollen, hätte sie das Zeug selbst weggeleert oder dich gebeten, es zu tun. Aber sie hat Dich gebeten, ihr eine Flasche zu bringen, also wollte sie nie aufhören.

    Man neigt als Angehöriger dazu, sich die Schuld dafür zu geben, dazu gibt es für Dich keinen Grund.

    Ja, es ist wirklich erstaunlich, was alles passieren müsste, damit ein Trinker seine Krankheit einsieht und sich fachmännisch helfen lässt.

    Wie ich vorher meinte, manche werden es nie einsehen, das ist eben diese heimtückische Sucht.

    Zum Punkt "Hoffnung" noch ein paar Worte:

    Man soll einerseits den Alkoholiker nicht unterstützen, andererseits habe ich in den letzten drei Jahren, in denen ich die stationäre Therapie und anschliessend 2 Jahre an einer Selbsthilfegruppe zwecks Nachbetreuung teilnahm, Menschen kennengelernt, die buchstäblich - bei uns in Austria sagt man - dem Totengräber "von der Schaufel" gehüpft sind. Da waren Menschen, die
    Gamma GT Werte von 1600/1700 hatten in ihren Glanzzeiten (laut Ärzten wäre 1100 bereits tötlich),
    denen dann ihre restlich verbleibende Lebenszeit auf dieser schönen Welt vorausgesagt wurde und sich daraufhin entschlossen, fortan ein Leben ohne Alkohol zu führen. Aber das gibts eben nur vereinzelt, aber doch.

    So gesehen steht einem Brief an Deine Mutter nichts im Wege, aber erwarte nicht zu viel davon,
    das für Dich unabhängigste Leben führst Du, wenn Du weiterhin die Distanz wahrst.

    LG k.k.

    Hallo Julia,

    für Dich würde ein Brief an Sie sicher auf gewisse Weise "Befriedigung" verschaffen und zwar deswegen, weil Du damit "ein bisschen Dampf ablassen" kannst für erlittene Qualen in der Vergangenheit. Natürlich wirst Du ihr Dinge vorwerfen, aber wenn Du das Ganze sachlich angehst, wirst Du ihr sicher die eine oder andere Frage stellen. Bedenke auch, dass es Ursachen für den Alkoholismus gibt. Sehr oft sind diese in der Kindheit zu finden.

    Das soll jetzt nicht als Ausrede gelten, dass man dem Alkohol zugeneigt ist.

    Mich würde auch interessieren, dieser Punkt ganz unten Deiner Mutter, vielleicht geht´s Dir diesbezüglich dann besser, sind eh alle anonym hier.

    Nochmal zum Brief:

    Ein aktiver Alkoholiker, ich war´s auch, kann den Brief, den Du schreiben (wirst), nur realisieren, wenn er zwischendurch mal eine Zeit lang nicht trinkt und einen klaren Kopf hat, denn dann kann er nachvollziehen, was die Gedanken eines Angehörigen sind. Dabei wirst Du auch einen wunden Punkt treffen - mit Recht - ich bin aber auch der Meinung, das Deine Mutter das nicht verkraften wird und so oder so wieder zum Glas greift.
    Hier brauchen wir uns nichts vormachen, auch wenn man es nicht wahrhaben will, der Alkoholismus ist eine verdammte Krankheit!

    Mir fällt dazu immer die Geschichte vom kleinen Prinz ein, ich erzähl´ sie Dir:

    "Warum trinkst Du?" fragte der kleine Prinz den Säufer.
    "Um zu vergessen", sagte der Säufer.
    "Um was zu vergessen?" erkundigte sich der kleine Prinz, der ihn schon bedauerte.
    "Um zu vergessen, dass ich mich schäme" gestand der Säufer und senkte den Kopf.


    LG k.k.

    Hallo Jutte,
    da Du, wie Du eingangs schriebst, Deine Frage an alle "Trockenen" richtest, schreibe ich Dir auch ein paar Zeilen.

    Mein Vater ist Alkoholiker, ich war auf dem besten Weg dorthin, habe aber dann mittels professioneller Hilfe "die Kurve gekratzt", kann Dir jetzt aber ein paar Dinge dazu sagen.

    In meiner aktiven Zeit ist es mir nicht aufgefallen, was ich meinem Umfeld - vor allem der Ehefrau und den zwei Kindern - antue. Man ist in dieser Zeit in einer Art Suchtkreislauf, d. h. man ist nicht fähig, auf Kritik zu reagieren und ich glaube auch, dass wenn Deine Mutter je mit dem Trinken aufhören würde und einige Zeit trocken wäre, Ihr sehr viele Dinge leid täten. Man schiebt in der Trinkerphase immer die Schuld anderen zu, oft glaube ich, man kann ja nicht anders, weil man in diesem Kreislauf gefangen ist.
    Diese Zeilen sollen jetzt kein Mitleid für Deine Mutter erzeugen.

    Wie ich gelesen habe, hast Du selten Kontakt zu Deiner Mutter, ich habe auch zu meinem trinkenden Vater selten Kontakt und ich sage für mich, das ist gut so. So tue ich mir am leichtesten, er soll sein Leben so weiterleben und meines wird er damit nicht (mehr) beeinflussen.


    Denn ein Trinker wird erst aufhören - wenn überhaupt - , wenn er irgendwann komplett am Boden zerstört ist oder sich irgendetwas "einschneidendes" für ihn ereignet.

    Aber wie gesagt, manche hören nie auf, und trinken sich ins Grab, kenne einige Fälle - ich kann Dir sagen, ein sehr trauriges Ende.

    Freue mich, wieder von Dir zu hören.

    LG

    Hi guitarman,

    meine Meinung dazu, das man, wie es bei dir auch war, nicht gleich einen Termin bekommt:

    Bei mir war es so:
    Eine Woche nach meinem letzten Alkoholkonsum (im Jahr 2005 - 3,71 Promille) fuhr ich zur Therapieanstalt, wo ich vor hatte, einen Entzug mit professioneller Begleitung zu machen. Ich erklärte dem dortigen Therapeuten, dass ich nicht mehr trinken will und wollte einen Termin für eine stationäre Aufnahme haben. "Ca. in 4 Monaten" seine Antwort.
    Darauf wieder ich:
    "Kann ich keinen früheren Termin bekommen?"
    Darauf er sinngemäss:
    "Wenn Sie, wie Sie sagten, wirklich vom Alkohol loskommen wollen, sind die 4 Monate eh nicht lang, denn dann werden sie sowieso nichts mehr trinken wollen".

    Das hat mich dann etwas verblüfft, hat mich dann aber dazu bewogen, in dieser Wartezeit eisern zu bleiben und wirklich keinen Alk zu trinken - war nicht leicht, Weihnachten und Sylvester war auch in dieser Zeit.

    Alls dann die Wartezeit vorbei war, und ich diese 7 -wöchige Therapie begann, wurde ich so wie jeder neu ankommende gefragt, wann ich denn den letzten Alkohol getrunken habe.
    Ich sagte, "vor über 4 Monaten" - daraufhin der
    Therapeut, der die Visite machte:
    "Warum wollen Sie denn überhaupt noch diese Therapie machen, sie sind ja schon lange abstinent?"
    Ich sagte ihm dann, dass ich mir hier das "Rüstzeug" für mein weiteres alkfreies Leben holen will, so war es ja auch.

    Worauf ich jetzt, guitarman, rauswill, ist, dass diese Leute meiner Meinung nach mit diesen Antworten und des "dich-warten-lassens" sehen wollen, ob Du wirklich dem Alkohol abschwören willst.

    Jetzt, nach dieser professionellen Therapie und 2 Jahren Besuch einer Selbsthilfegruppe kann ich sagen, wenn Du wirklich dieses vorige Leben nicht mehr willst, ist Dir keine Wartezeit zu lang.
    Ich hab die Erfahrung gemacht:
    Versuche diese Wartezeit trocken zu überstehen, umso gefestigter bist Du für eine weitere Abstinenz.

    Bin seit Okt. 2005 trocken, das Leben gegenüber vorher ist unvergleichlich besser.

    Ich hab´ vielleicht ein bisschen kompliziert geschrieben, sorry, schreib zurück, wenn Du Fragen hast.

    Hallo Jockel,

    wie schon gesagt, bei meinem Vater war es auch ähnlich, getrunken schon immer, seit er in Rente ist, natürlich regelmässig, "hat ja mehr Zeit jetzt".
    Ich kann mich auf einen Ausspruch seinerseits erinnern, sicher schon 10 Jahre her (beim Übergang vom Beruf in die Rente) - "Ich habe mich in meinem Leben genug abrackern müssen, ich gönne mir meinen Alkohol". Wenn man ihm zuhört, stimmt das ja auch, Du weisst ja, aufgewachsen in den Nachkriegsjahren und beruflich hatte er auch eine Doppelbelastung bis zu seiner Pension - Arbeit in einer Firma und nebenbei eine kleinere Landwirtschaft. Diese jahrelange Doppelbelastung war auch, so meine Meinung, mit ein Grund seines Alkoholkonsums - mit Hilfe von Alkohol hat er "abgeschalten". Irgendwann dann, schleichend, hat sich eben die Abhängigkeit eingestellt, es ging nicht mehr ohne. Heute ist es so, dass er verhältnismässig viel schläft, wie soll´s sonst sein, und halt immer einen gewissen Promillepegel halten muss. Man merkt aber als Aussenstehender den langsamen Verfall, den der jahrelange Missbrauch hervorruft - Zittern, Unruhe, jähzornig sein, die Körperhaltung, die ständige "Fahne" usw.
    Wie ich hier schon schrieb, war ich ja auch auf dem Weg dorthin, habe mir dann aber professionell helfen lassen - für diese Entscheidung meinerseits bin ich heute noch dankbar - aber ich habe durch die Therapie und die Selbsthilfegruppe, die ich derzeit noch besuche, sehr viel zum Thema Alkohol dazugelernt. Ich bin hier sehr feinfühlig geworden.
    Ich habe beruflich viel mit Kunden zu tun und oftmals merke ich es verschiedenen Menschen an, dass sie dem Alkohol nicht abgeneigt sind.
    Zurück zum Thema: Mein Vater hat noch immer den Führerschein/PKW und kauft den Wein, den er braucht, selber ein. Schnaps und harte Getränke trinkt er so gut wie nie. Er holt den Wein beim Weinhändler, dort ist er gern gesehen, natürlich.
    Eine Polizeikontrolle auf der Strasse hat er dabei noch nie gehabt, dann wär`s mit der Fahrerlaubnis vorbei, denn er hat immer seinen Pegel. Wie man es bei Menschen wie meinem Vater sieht, sind sie morgens recht unruhig - dies ändert sich mit dem Konsum des ersten alkoholischen Getränkes. In bestimmten Abständen wird dann "nachgefüllt" und so zieht sich der Tag dahin. Nach diversen ärztlichen Untersuchungen - Blutkontrolle etc. - ist es mit dem Konsum wieder etwas besser, was wiederum seiner Frau, meiner Mutter, freut. Sie sagt jedesmal "jetzt ist es mit dem Trinken bei ihm wieder besser, hoffentlich bleibt`s so". Nach ca. 1 - 2 Wochen ist alles wieder beim alten. Meine Mutter ist eben Co-abhängig - sie weiss es nicht - und nimmt eben alles hin. Ich muss auch sagen, er hat meine Mutter oder uns Kinder nie geschlagen, es sind auch fast nie so richtig "die Fetzen geflogen", das ist vielleicht auch ein entscheidender Punkt, warum meine Mutter es so hinnimmt. Er ist jetzt 68 Jahre (sein Bruder-mein Onkel ist älter und trinkt wenig, ist körperlich deswegen auch noch viel gesünder) und er macht die verschiedenen leichteren Arbeiten auf seinem Bauernhof auch noch selber. Aber wie schon gesagt, immer mit dem gewissen "Spiegel". Ich habe übrigens nebenan mein Haus gebaut und sehe meine Eltern fast täglich. Ab und zu jammert meine Mutter über das Trinkverhalten des Vaters, wie sie aber bei mir gesehen hat und inzwischen weiss, wird sich da nichts ändern, solange er das nicht selber will. Ich kann mich noch an einen Ausspruch eines Mitpatienten bei meiner Kur erinnern, er war etwa gleich alt wie mein Vater, er sagte: Mit dem Alter lässt du dir ziemlich sicher nicht mehr helfen, ausser du hast vielleicht vor Jahren schon mal eine Entwöhnungskur gemacht.
    Als Trinker hat man ja die schlimmsten Vorstellungen davon, ich muss im Nachhinein sagen, ich weiss nicht, warum diese blöde Rederei entstanden ist, es gibt nichts besseres, weil da ja auch auf die Gründe für das Trinken eingegangen wird. Mir z.B. hat geholfen u.a.
    - ein guter Therapeut, dem ich voll vertraut habe
    - und die Teilnahme an Familienaufstellungsseminaren, das heisst, ich habe von März 2006 - Jänner 2007 bei 20 Familienaufstellungen mitgemacht, das hat mir persönlich sehr geholfen, mich emotional von trinkenden Angehörigen/Freunden zu lösen.
    Am Ende, Jockel, erwähne ich noch, dass wir 5 Geschwister sind, einen Bruder habe ich 1993 durch Selbstmord verloren (war leider, das kann ich heute sagen, Alkoholiker), eine Schwester hatte ein Alkoholproblem, ist jetzt auch schon jahrelang trocken, hat sich aber der Familie abgewandt, wir "restlichen" drei haben ein gutes Verhältnis zueinander, ich bin jetzt 43 und habe zwei Söhne (16 u. 17 J.), denen ich ein gutes Vorbild sein will.

    So, jetzt habe ich einen Teil meiner Geschichte erzählt, tut mal gut.
    Was mich noch interessiert hätte, Jockel, du hast geschrieben, mit deinem älteren Bruder war`s genauso, vielleicht noch extremer. Was meintest Du damit?

    Ich hoffe, ich habe Dir, Jockel, und alle Interessierten meine Geschichte und Meinung gut rübergebracht, wenn nicht, seht darüber hinweg, ich hatte heute einfach Zeit und Lust zu schreiben.


    euer
    klarerkopf

    Hallo ihr beiden,
    eure Situationen sind mir sehr bekannt. Habe selbst einen trinkenden Vater, ich kann mich nicht erinnern, ihn irgendwann etwas alkoholfreies trinken gesehen zu haben. Trinkt Bier und Wein/Mineralwasser und wenn er darauf angesprochen wird, hat er ja kein Problem damit. Durch den jahrelangen Missbrauch tauchen auch die bekannten Problemchen auf, körperlich und geistig. Die begründete Angst, dass er ein Pflegefall wird, ist natürlich auch da.
    Ich muss hier noch erwähnen, dass ich auch auf dem besten Wege dorthin war, einmal aber gottlob ordentlich auf die Schnautze gefallen bin und mich dann ohne wenn und aber für professionelle Hilfe entschieden habe und somit schon mein 3. Alk-freies Jahr angefangen habe.
    Ich habe im Zuge der Therapien sehr viel gelernt und vor allem, sehr wichtig - ich wollte nicht mehr trinken und das ganze Drumherum haben (Probleme in der Ehe, Arbeitsplatz, beim Autofahren etc.). Unsere Väter oder Alkohol trinkende Menschen allgemein müssen oft einen Tiefpunkt erreichen, damit sie bereit sind, sich helfen zu lassen. Als Angehöriger kann man da weniger helfen, es muss vom Trinker ausgehen.
    Ich in meiner Situation halte einen gewissen Abstand, so geht es mir am besten. Und ich weiss auch, wie kampfgeisterin schrieb, "Papa, ich habe Angst um Dich" - das würde ihn nicht umstimmen.
    Wir müssen hier davon ausgehen, dass diese Menschen - auch wenn es unsere nächsten Angehörigen sind - krank sind. Man muss als Angehöriger auch sehr vorsichtig sein, sich nicht auch noch gefangen nehmen zu lassen (Co-abhängig!). Co-abhängig ist man zum Beispiel, wenn man den Trinkenden indirekt unterstützt, seine Sucht auszuleben (man macht für Ihn Behördenwege, kauft die Getränke, meldet ihn am Arbeitsplatz krank usw.).

    Ich hoffe, ich war mit meinem Beitrag nicht zu hart, er beschreibt nur meine persönliche Meinung.

    hallo pauly, hallo ihr alle,
    dachte, jetzt klicke ich mich mal dazu (wenn ich nicht störe, bin noch ziemlich neu, lese im Forum aber schon längere Zeit).
    Erst mal Gratulation zu den 14 Monaten. Mein letzter Trinktag war der 24. Oktober 2005, also ein Jahr vorher. Der Tag hatte es in sich, mit 3,71 Promille auf der Intensivstation aufgewacht. Ich gratuliere Dir und auch jedem, der´s schafft, und der auch noch dazu eine zufriedene Abstinenz für sich erreicht. Denn es ist dann wesentlich leichter, sein Ziel, ein Leben ohne Alkohol, zu erreichen. Dazu gehört auch, wie Du schreibst, es zu schätzen, den Tag nach dem Heiligen Abend/Silvester mit einem klaren Kopf beginnen zu dürfen. Da gäbe es noch viele Punkte aufzuzählen, wie - man kann jederzeit ein Auto lenken
    - kein Problem am Arbeitsplatz
    - keine Partnerschaftsprobleme wegen Alk.
    - man lebt gesund
    - finanziell ist´s besser
    - kein Beschaffungsstress etc. etc.
    Nochmal alles Gute!