Beiträge von skybird

    Hi Melodie, herzlich willkommen hier im Forum!

    Wenn es brennt unter den Nägeln, dann schreib, schreib, schreib - Deinen Tagesablauf, Deine Gedanken, Deine Gefühle. Es liest Dich immer jemand, Du bist hier nicht alleine.

    Du machst Dir sehr viel Sorgen um andere. Wie geht es denn Dir, Dir ganz alleine? Vielleicht magst Du ja mal diesen Link lesen und u.U. erkennst du Dich in einigen Sachen wieder?

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php

    LG skybird

    Lieber Lütze,
    sie sieht da keine Probleme, schreibst Du? Fühlst Du Dich mit so einer Aussage ernst genommen, verstanden?
    Ich hätte meine Mühe damit, wenn ich jemand anderem meine Probs erzähle und dann so eine "Lass mich damit in Ruhe"-Aussage kommt.
    Vllt. interpretiere ich es aber auch falsch und es war von ihr in keinster Weise so gemeint und kam nur eben bei mir so an.

    Ich wünsche Dir, dass Du bei Deiner Thera das nötige Verständnis findest, dass Du im Moment brauchst und finde es gut, dass Du diesen Termin gemacht hast.

    Weitere trockene 24 Stunden wünscht Dir
    skybird

    Ja, Gesche, der Meinung bin ich auch - schlechte Verknüpfungen in gute Verknüpfungen umwandeln.

    Liebe Elo, je mehr Filter wir zwischen Augen und sehen vorschalten, umso unscharfer wird das Bild oder umso weniger wichtige Partikel dringen bis zu uns durch. Wenn nur so wenig in uns dringt, wie sollen wir dann daraus ein "vernünftiges" Bild erstellen und die entsprechende Verknüpfung suchen?

    Lass die Augen tränen Nele, so wird der Blick reingewaschen und störendes einfach ausgeschwemmt. Eine innere Reinigung - der Körper ist einfach genial.
    In früheren Jahren hatte ich mal einen Spruch in meiner Wohnung hängen, der wohl irgendwie so lautete: Wenn Du eine Träne in meinen Augen wärest, dann würde ich nie mehr weinen, um Dich nicht zu verlieren. :evil:

    Den hab ich weggeschmissen.

    Nimm Dir genügend Zeit für Deine Seele, sonst schrumpft sie. Sagte mir einmal mein Thera und ich schmunzel heute noch über diesen Satz.

    LG skybird

    Hi butterweich,
    aus einer sicheren Basis, Deiner Wohnung, heraus zu agieren ist um einiges einfacher, wie wenn Du noch mit ihm unter einem Dach leben würdest.
    Doro hat recht. Es braucht den Bedränger und die Bedrängte. Solange beide immer wieder der Spirale actio-reactio unterliegen, solange wird sich nichts ändern. Ich hab Dich so verstanden, dass Du, solange er noch nass ist, keinen Kontakt willst. Dann heisst es konsequent sein - keine Tel mehr, nötigenfalls Nummer ändern, Jugendamt informieren und nur einen begleiteten Umgang der Kinder mit ihrem nassen Vater zulassen. Und wenn er dann Deinen Verwandten die Ohren voll quatscht, ist das nicht deins.

    Sie sind alt genug und können selbst NEIN und STOPP sagen. Das ist nicht auch noch Deine Baustelle. Doro hat die anderen ja schon aufgezählt, nur fehlt mir dabei noch die wichtigste Baustelle - DU!

    Woher bekommst Du Hilfe? Wer unterstützt Dich? Was tust Du für Dich?

    LG skybird

    Ein jugoslawisches Gedicht besagt sinngemäss
    Die Augen sehen alles, nur sich selbst nicht...
    Sehen oder visuelle Wahrnehmung ist nur ein Teil des visuellen Systems. Neben dem Auge, dem Sehnerv und der Sehrinde sind auch Teile des Thalamus und des Hirnstamms ein Teil des visuellen Systems. D.h. das Auge macht eigentlich nichts anderes als äusserliche visuelle Reize in Signale umzusetzen, die über Nerven weitergeleitet werden zu den Zentren, die dann für die entsprechende Zuordnung verantwortlich sind.

    Stellt Euch einen blinden Menschen vor. Wie erklärt Ihr diesem die Farbe blau, wenn er noch nie den Himmel, das Meer, etc...gesehen hat?

    Spürt Ihr worauf ich hinaus will?

    Augen auf und sehen heisst noch lange nicht wahrnehmen, was ist. Dazu gehören unbedingt auch die Verknüpfungen mit bereits gemachten Erfahrungen, die im Körper gespeichert sind. Was wir sehen und erkennen, wird ständig von den dazugehörenden Zentren verglichen mit dem was schon ist. Ein Wiedererkennungswert ist nur dann gegeben, wenn bereits eine gespeicherte Erfahrung abrufbar ist.

    Soviel zu Deinem Satz Doro:

    Zitat

    Und dann sehe ich nichts, obwohl ich die Augen aufreiße.

    :wink:

    LG skybird

    Ja, Vreni, dieses Gefühl kenne ich auch - hinsehen, aber nichts sehen...und schon garnicht wissen wie verändern.
    Da hat mir geholfen zu spüren, zu fühlen - in mir. Und wenn das gleiche kam "Ich spüre nichts, ich fühle nichts", dann habe ich mich darauf konzentriert zu atmen. Hinliegen, bequeme Stellung und mein Atmen zu spüren, denn von dem wusste ich - das IST da! Auch wenn ich es nicht achtsam spüre.

    Oder hinsetzen, Augen schliessen und atmen oder Füsse aufstellen und den Druck der Fusssohlen auf der Unterlage spüren. Ganz kleine Dinge, die es dann allmählich schafften, dass ich meine Achtsamkeit immer besser auf meinen Körper, auf mein Fühlen lenken konnte. Und als ich dann fühlte, konnte ich mit der Zeit auch hinsehen...übers Fühlen zum Handeln...Introspektion...

    Probier es doch mal, wenn Du Lust hast. Auch dies ist ein Weg und kein Schalter, der mal so eben von OFF auf ON gestellt werden kann. :wink:

    Wünsch Dir viel Freude an Dir!
    LG skybird

    Hi Blume,
    ich würde dann buchen, wenn mir mein Gefühl sagen würden, dass ich a) Lust auf so einen Urlaub habe und b) Lust auf so einen Urlaub mit so einem Partner. Würde eines von beiden nicht stimmen, dann würde ich nicht buchen.

    Mal so ne Frage am Rande. Wie kommt es, dass Du seit 11 Jahren in Italien wohnst und kein Wort Italienisch sprichst?

    LG skybird

    Zitat

    Ich will irgendwie beides können: Lospowern für mein Leben und das meiner Kinder und gleichzeitig weich sein und Hilfe organisieren.
    Ich will mit Freude leben und keine Rekorde brechen.


    Klasse, Doro, ein ganz wichtiger Schritt nach vorne! Wissen, was DU willst. Und nicht das formulieren, was Du nicht willst. Sobald Du weisst, was DU willst beginnt die Entwicklung daraufhin zu. Nicht immer einfach bis Du dann irgendwann dort bist, aber umso schöner, weil es DEIN Weg ist, Dein ganz eigener!

    Weiter so... :wink:

    LG skybird

    Hi alle zusammen,
    danke für Eure vielen Gedanken. In manchem sprecht Ihr mir gerade aus der Seele.

    Zitat von Rosita

    Meine persönliche Erfahrung ist, dass meine Grenze sehr weit hinten ist, fast nicht mehr sichtbar, weit weg am Horizont.

    Das ging mir am Anfang auch so und das verrückte war, dass ich sogar noch echt stolz drauf war, was ich alles so ertragen konnte. Und gleichzeitig diese verquerte "Meine Liebe rettet ihn"-Illusion, die ich über 1 Jahr gelebt habe. :(
    Hier heisst es ganz klar für mich - Grenzen verengen, nicht erweitern. Mir erlauben, es (was auch immer) mal nicht mehr zu ertragen, sondern stattdessen das zu tun, was mir gut tut und nicht das, was ich gerade noch so aushalten kann.
    Mal ehrlich, wer ist nicht stolz darauf, so (vermeintlich) tapfer zu sein und die breitesten Schultern der Welt zu haben, auf denen alle alles abladen dürfen. Wo laden wir aber ab?

    Zitat von Doro

    Und da ich so tapfer wirke nach außen, ernte ich zwar stets Bewunderung, aber ich bekomme nicht die Hilfe, die ich bräuchte, weil ich zu wenig signalisiere, dass ich eigentlich total am Rande stehe mit meinen Nerven.


    Genau das meine ich Doro. Klar schmeichelt die Bewunderung, aber die Energie wird immer weniger.

    Zitat

    Aber dann denke ich wieder: Nein, das bringt nichts, ich muss hier weiter machen, für meine Kinder und letztlich auch für mich.


    Solange Du das "nur" denkst Doro, solange hast Du keine Chance es auszuprobieren, ob der Gedanke wirklich stimmt. Ich mag Dich ganz fest ermutigen, es auszuprobieren. Vielleicht in einem kleineren Rahmen. Mal zum HA gehen und schildern was ist, was Dich bedrückt und gleichzeitig die Bitte um Unterstützung formulieren. Ein Arzt kann auch nur dann am besten helfen, wenn er weiss, was die Patientin möchte. Manche haben so eine Sensitivität, dass sie das erraten (eher die wenigsten), manche dagegen sind dankbar, wenn sie um ein Bedürfnis wissen, denn dann können sie sofort konkret handeln.

    Zitat

    Dieses "Augen zu und durch" hat auch so die Vorstellung, dass da irgendwo in der Zukunft die Oase der Ruhe ist und wenn wir erst dort sind, dann ist alles gut.


    Illusion. Solange wir Zufriedenheit und Glück im Aussen suchen, solange werden wir unzufrieden und getrieben sein.

    Zitat von Gotti

    Aber wenn man erst mal angefangen hat, und einen Schritt geschafft hat! Dann geht es nur noch vorwärts.
    Vielleicht mit Stolpersteinen, aber weiter.


    Das sehe ich genau wie Du, Gotti. Und Stolpersteine sehen wir besser, wenn die Augen auf sind. :wink:

    Zitat von Dagmar007

    Mir macht dieses "Augen zu" Angst


    Mich bringt es sehr zum Nachdenken. Wofür Augen zu? Und diese Durchhalteparolen? Weil wir uns nicht einmal hier eingestehen wollen, dass wir ganz einfach an einer Grenze sind, dass wir so nicht mehr weiterleben wollen?
    Kleine Kinder machen die Augen zu und meinen, da sie selbst nichts mehr sehen, dass auch niemand anders sie sieht. Mögliche Parallelen? Oder doch der fehlende Mut zur Veränderung?

    Zitat

    Wenn ich aber in ungesunden Verhältnissen stecke um mich dann noch von anderen bestätigen zu lassen, so ist das doppelt gefährlich, meiner Meinung nach ....

    Mhmhm, ich erlebe dies hier nicht ganz gleich wie Du Dagmar. Es gibt sicher einige wenige Fälle, aber bei der überwiegenden Anzahl der Forenteilnehmer/Innen lese ich Mitgefühl, leider auch Mitleid heraus. Zu wissen, dass jemand anderes nachvollziehen kann, wie es mir gerade geht, hilft mir vielleicht in einer schlechten Phase.

    Zitat von Rote Lampe

    Solange der Fokus auf den Partner gerichtet ist und die Hoffnung auf dessen Verhaltensänderung unsere Gedanken und Handlungen prägt, werden wir versuchen, "Durststrecken" mit zusammengebissenen Zähnen und geschlossenen Augen durchzustehen, anstatt diese Energie mit wachen Augen für unsere eigenen Wege zu nutzen.


    Gut formuliert. Augen zu und durch in der Hoffnung, dass wenn ich die Augen wieder aufmache, alles wieder heile Welt ist. Und das ist am besten dann passiert ohne mein eigenes Zutun. Augen auf hiesse ja sehen, wahrnehmen, u.U. fühlen, was dieses Gesehene auslöst.

    LG skybird

    In letzter Zeit lese ich häufiger hier im Forum "Da muss ich jetzt durch", von "aushalten" oder "Augen zu und durch". Da ich ja gerne mit Worten spiele frage ich mich ob es nicht besser wäre "Augen auf und durch"?

    Vor was verschliessen wir denn so gerne die Augen, wenn einmal die Erkenntnis da ist, dass der Partner trinkt, wir ihn nicht ändern können? Wieso meinen wir manchmal, das und das noch aushalten zu müssen? Und was hält uns davon ab, das zu ändern, was wir gerne geändert haben möchten?

    Sind wir Co's eigentlich Weltmeister im Aushalten und Augen zumachen?

    Freu mich auf Eure Meinungen.

    LG skybird

    Weisst Du bookfriend, Selbstmord oder auch Selbstverletzung sind doch Wege aus einer auswegslos erscheinenden Situation. Besser wird dadurch garnichts - weder für Dich, für ihn, noch für alle Personen, die dich lieben.

    Jeder Mensch erlebt Krisen im Verlauf seines Lebens und es ist absolut legitim auch einmal nicht mehr weiter zu wissen. Ich kenne diesen Punkt, an dem Du gerade stehst. Ich habe ihn selbst erlebt.

    Damals habe ich mich auf Hilfe eingelassen und heute bin ich ausgesprochen froh, dass ich damals gemerkt habe, dass es nicht nur diesen einen Weg gibt. Dass noch andere Wege da sind, ich sie nur im Augenblick nicht sehen, nicht spüren kann.

    Bleib im Kontakt, mit uns, mit Dir und sei mutig - vertrau Dich jemandem an, der Dir helfen kann - Dein Thera, Dein Hausarzt oder sonst eine Person Deines Vertrauens. Ruf sie an, bitte sie vorbeizukommen oder geh Du zu ihnen. Es ist niemals zu spät, auch wenn es sich momentan so anfühlt.

    Wenn Du Dich wirklich umbringen willst, dann kann Dich niemand daran hindern, aber dieser kleine Funken in Dir, Lebenswille, ich lese hier nicht, dass der schon erloschen ist. Er schreit um Hilfe und Dir kann geholfen werden. Bitte um Hilfe und nimm sie dann an. Du wirst sehen, eines Tages denkst Du dann rückblickend vielleicht genau wie ich.

    Seit ich dem Tod so nah war, schätze ich mein Leben umso mehr. Ich wünsch Dir das gleiche bookfriend! Du kannst dies auch erleben.

    LG Skybird

    Hi lautlos, herzlich willkommen hier im Forum.
    Mit Deinem Problem bist Du hier nicht alleine. Solche Situationen kennen viele von uns.
    Schreib wann immer Dir danach ist und lies viel. Hier gibt es ganz viele Schätze, die Du Dir mitnehmen kannst. Nimm was Du gerade brauchst.

    Der Anfang für eine Änderung für Dich ist schon mal gemacht, indem Du hier nun schreibst. Geh weiter, in Deinem Tempo.

    LG Skybird

    Nein, Yvonne ist leider noch nicht zuhause. Es ist eine leichte Infektion aufgetreten und so wird sie noch nicht, wie vorgesehen, heute entlassen.

    Nach den nächsten Verbandwechseln und einer erneuten Blutentnahme wird dann weiter entschieden.

    Sie nimmt es jedoch gut und freut sich nun trotzdem auf ihren zukünftigen Entlasstag, wann immer dieser auch sein mag.

    Ans Forum denkt sie oft und vermisst es auch hier nicht aktiv teilnehmen zu können.

    LG Skybird

    Hi jule
    schlanke 25 Jahre - Hoppla!
    Mein weitestes Jahresauseinaderdriften lag bei 21 Jahren. Er älter als ich.
    Im Laufe meines Prozesses bin ich darauf gekommen, dass ich die vermeintliche Liebe, die ich zu spüren glaubte, nicht mit einem gleichberechtigten Partner teilte, sondern dass es das war, was ich mir als Kind von meinem Vater gewünscht hätte.
    Da ich in der Beziehung dann auch immer wieder dementsprechend ein kindliches Verhalten an den Tag legte, zerbrachen diese Beziehungen mit älteren Männern.

    Vllt. spricht Dich daraus was an?

    LG Skybird