Beiträge von Andy

    Hallo onkel 1987,

    Du weißt garnicht wie sehr Du mich jetzt berührt hast.
    Denn Erstens ist mein kleiner Sohn auch Koch und 21 und ist, nach 3 Jahren Drogentherapie, jetzt auf dem richtigen Dampfer und Zweitens: als ich 21 war, wurde ich, nachdem ich groben Mist im Suff gebaut habe, vom Gericht zu einer Alkoholikertherapie verdonnert. Ich bin zweimal hingegangen und dann nicht wieder, weil es mir damals zu blöd erschien. Es hat noch ganze 26 Jahre gedauert, bis bei mir der Groschen fiel.

    Ich konnte mich jetzt, beim Lesen Deines Kommentars, nicht eines leichten Druckes auf meine Tränendrüsen erwehren.

    Ich bin stolz auf Dich, dass Du hier bist und wie Du Deine Situation meisterst.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    danke für die nachträglichen Geburtstagswünsche, hab mich herzlich gefreut.

    Ich möchte heute allen einen schönen "Doppelfeiertag" :? wünschen.

    Leider ist der Erste auch immer der Tag nach dem Letzten und ich verbringen ihn wie so oft im Büro, um den Monatsabschluss zu machen. Aber heute Abend wird auf jeden Fall noch gegrillt mit den Lieben.

    Übrigens, das Erste, was ich heute morgen (10.30) zu sehen bekam, als ich aus dem Hause ging, war eine Gruppe von ca. 8-10 Leuten, die mit zwei Handwagen voller Bier, einigen Rucksäcken aus denen Hochprozentiges heraus lugte, mit Signalhörnern bewaffnet und ziemlich viel buntem Drumherum, in Richtung Stadt unterwegs waren. Die müssen ein sehr sehr inniges Verhältnis zu ihren Vätern haben, dachte ich mir, dass sie diese so feiern, da sie ja selbst erst ca. 14-18 Jahre alt waren.
    Vielleicht waren sie ja auch unterwegs um ihre Väter abzuholen :?:

    Mein Großer, den ich durch Zufall am Dienstag gesehen haben, hat mir gesagt, dass er heute keine Zeit habe um mit uns zu grillen. Er ist mit "Freunden" unterwegs, ebenfalls um die Väter zu feiern. Ich bin mal gespannt wie das ausgeht.
    Das letzte Jahr hätte er fast sein rechtes Auge dabei verloren. Als er von dieser Vaterfeier, mit ein paar "Freunden", torkelnd und lachend in Richtung Heimstatt unterwegs war, gefiel das ein paar anderen, auf der anderen Straßenseite ebenfalls torkelnden "Vätern", wohl so sehr, dass sie beschlossen hinzuzueilen, um auch etwas von dem Spaß abzubekommen. Das Torkeln der Gruppe meines Sohnes verwechselten sie dabei sicher mit dem Haken-schlagen beim Fußballspiel. Sie fühlten sich jedenfalls derart animiert, dass sie meinen Sohn, da kein Ball zur Verfügung stand, kurzer Hand zu einem Fußball erklärten. Die "Freunde" meines Sohnes standen am Rand, hinter der gedachten unüberwindlichen Absperrung und schauten betrübt zu, da sie nicht mitspielen durften ?! Ihnen erschien die gegnerische Mannschaft jedoch so überlegen, dass sie nicht einmal die grünen Schiedsrichter zum Spiel holen konnten, als sie das grobe Foul im Gesicht meines Sohnes erkannten. Aber vielleicht klappt das ja heute :twisted: Ich empfahl jedenfalls für heute, unbedingt für jeden eine Trillerpfeife mitzunehmen :idea:

    LG, Andy

    Hallo Paolo,

    das hast Du sicher in die falsche Kehle bekommen. Allgemeine Schulbildung ist beispielhaft gemeint für normale Grundbildung und ich wollte ja nicht beim Kindergarten anfangen. Da gehört aber das Wissen um Sucht nach meiner Kenntnis auch schon fast überall zum Erziehungsstoff dazu.

    LG, Andy

    Zitat von Paolo

    Ich denke das ist ein ganz typisches Verhalten nasser Alkoholiker. Einen "Verbündeten" zu suchen um von der eigenen Sucht abzulenken. Meist wurde ich als "Kumpel" akzeptiert mit dem man
    "reden" kann. Der Suff vereint (oberflächlich).
    Wenn heute einer von denen hier plötzlich auf der Matte stehen
    würde wüßte ich nicht worüber ich mich mit ihm unterhalten sollte.

    Hallo Paolo,

    ich glaube da hast Du wohl mehr als recht, vor allem mit dem letzten Satz. Ist mir auch ein paar Mal passiert. Da steht man sich unverhofft gegenüber, sagt guten Tag und weiss plötzlich überhaupt nicht über was man mit dem Gegenüber sprechen soll. Vereint hat einen wirklich bloß der Alk.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    wie ihr wisst, bin ich ja selbständig. Trotzdem habe ich mich manchmal gefragt, ob ich es riskieren würde meinem Chef mitzuteilen, dass ich Alkoholiker bin.
    Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es meinem Chef in jedem Fall, egal was für ein Mensch der Chef ist oder wie ich zu ihm stehe, mitteilen würde. Lediglich den Zeitpunkt für dieses "Outing", würde ich versuchen günstig für mich zu wählen, wobei ich es aber nicht auf die lange Bank schieben würde.
    Auf Arbeit kann man den Chef ausschliesslich nur durch Arbeit überzeugen und solange ich diese gut ausführe, denke ich passiert nichts Negatives. Vielleicht werde ich einige Zeit intensiver bei der Arbeit beobachtet, aber das gibt sich sicher wieder.

    Jedenfalls würde ich als Chef auch so mit meinen Angestellten verfahren.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit dieser Thematik gemacht ?

    LG, Andy

    Zitat von Spedi

    Aber es ist immer wieder interessant zu sehen, was von wem wann wie interpretiert wird. :!::)

    Zitat von Spedi

    danke für diese "Steilvorlage", die ich natürlich gerne "verwandle".

    ottonv hat Folgendes geschrieben:
    ...Wenn ich mich jedoch für Hilfe zur Selbsthilfe "herablasse" und anbiete, dann muss ich auch versuchen die unzähligen in Frage kommenden Individualitäten des um Hilfe bittenden Individuums herauszufinden und darauf sachlich eingehen, zumindest so lange, bis absolut fest steht, dass das Individuum eigentlich nur Ausreden sucht bzw. unbelehrbar ist. ...

    Hallo Spedi,

    ja, das ist manchmal sehr interessant. Also, wenn "ich" die Worte "ich" und "mich" verwende, dann meine "ich" damit auch "ich" und "mich" und nicht "der", "die", "das" oder "Dich". Ansonsten hätte ich das kleine Synonym "man" verwendet, oder sind wir beim Schuhe-Anziehen? :wink:

    Aber mal ehrlich, was soll der ganze Thread hier eigentlich ? Und vor Allem mit diesen Fragen, die ja doch von vornherein, zumindest für jeden mit einer allgemeinen Schulbildung, nur eine einzige Antwort zulassen, Sucht ist Sucht :!:
    Ich habe hier im Forum bei noch keiner/m gelesen, dass sie/er diesen Fakt, wenn Problem für sich erkannt, in Frage stellte. Ich laß immer nur von Individualität im Zusammenhang mit dem persönlichen Umfeld. Die wenigen Zweifler, die sich noch nicht zur Sucht bekennen konnten, sondern hier nur Rat suchten um Für und Wider ihres Konsumes abzuwägen und dann für sich entscheiden, ob sie sich als süchtig betrachten oder nicht, lasse ich mal aussen vor.

    Also, worum geht es ? Geht es um Selbstbestätigung oder Bestätigungshascherei ? Oder wollte da jemand Schafe anlocken, um sie unter tosendem Beifall im Löwenkäfig zu zerreissen ?

    Ich glaube nicht, dass Du mit Deinem ausgeprägten Fachwissen um die Sucht sowas nötig hast.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    erst einmal möchte ich sagen, dass ich es äußerst subjektiv finde, dass in diesem Thread "Begleitumstände" individueller Suchtrelevanzen, wie soziales Umfeld und berufliche Situation, welche sich ja unmittelbar bedingen, das Individuum definitiv beeinflussen und in der Quintessenz ausmachen, einfach ausgeklammert werden und dass nur der Befriedigung des Rigorismus willen. Sind es ja genau diese Faktoren, deren individuelle Manifestation im Forum der eigentliche Stein des Anstoßes sind, genau das, was hier primär reklamiert werden soll.

    Dennoch will ich mich an diesem, auf ein absolutes Minimum beschränkten Thema versuchen, auch wenn ich schon von vornherein diagnostiziere, bei bestimmten Leuten keine Kognition zu entfesseln.

    Natürlich weiss jeder, der es für sich erkannt hat: Sucht, ist schlicht und ergreifend Sucht. An ihrem Habitus und in ihrer Wirkungsweise gibt es nur eine Individualität, Sucht, sonst nichts.

    Aber ich denke, einer der den Umgang mit der Sucht am individuell beeinflussensten Faktoren, ist die Psyche des Menschen selbst. Nicht jeder Mensch hat ein Nervenkostüm aus Stahlseilen, unterliegt den gleichen psychosomatischen Dispositionen und reagiert auf gleichgelagerte Problematik, selbst beim besten Willen dazu, genauso wie ein anderer.

    Nehmen wir mal meine Ex. zum Beispiel. Sie ist zwar keine Alkoholikerin, aber zur Anregung der Phantasie mache ich sie jetzt einmal dazu.
    Sie hat seit ihrer Kindheit eine Angstneurose. Immer, wenn sie sich erschreckt, was jedem ja manchmal passieren soll und worauf ein Normalo nach ein paar Sekunden wieder normal ist, ist sie mindestens eine Stunde lang kreidebleich, kaum ansprechbar, vollendst deprimiert und kaum "Herr/Frau" ihrer Gedanken. Selbst, wenn sie ein Jahr trocken und in diesem Jahr auch nicht mit einem Schrecken konfrontiert wäre, gäbe ich, im Falle des Erschreckens und in dieser Stunde danach, keinen Cent auf ihre Aufmerksamkeit bzw. Trockenheit.

    Oder nehmen wir das Beispiel der rastlosen Traumverlorenen. Er/Sie gibt sich wirklich eifrig die allergößte Mühe alles 100%-tig, ganz nach Lehrbuch und absolut korrekt zu machen. Nur er/sie erreicht, tief versunken in seine/ihre ehrlichen und angestrengten Bestrebungen, es unbedingt nicht falsch zu machen, genauso 100%-tig das Gegenteil von dem was er/sie anstrebte.

    Oder nehmen wir den Alkoholiker selbst und den Zeitraum des ersten viertel Jahres seiner Abstinenz. Bei den Meisten herrscht ein, durch den Alkohol noch vollkommen durcheinander geworfenes Gefühlsleben, mit einer Palette ständig wechselnder Gemütsbewegungen von tiefsten Depressionen, Hilfs- und Ratlosigkeit, bis zu himmelhoch jauchzender Euphorie, deren Existenzen wohl kaum einer hier bestreiten kann, vor. Ist diese jeweils individuelle Stimmungslage 100%-tig dazu geeignet, einen absolut geraden Weg in die Trockenheit zu beschreiten, bzw. nicht abzuschweifen oder zu verlassen ?

    Weitere individuelle Faktoren sind für mich zum Beispiel: der Zeitfaktor und der wirtschaftliche Faktor eines Menschen. Diese nenne ich hier bewusst, da ich sie nicht unbedingt an ein soziales Umfeld oder eine berufliche Situation binden kann, sie also überall und auf jeden Einfluss nehmen können.

    Die Mutter oder der Vater mit vier kleinen Kindern zu Hause, hat bestimmt und selbst bei äußerster Konzentration, einen anderen Zeitfaktor beim Lesen und Verarbeiten von Trockenheitslektüre und Packungsaufschriften, als der alte oder kranke Mann, der nicht weiss womit er die Zeit daheim sonst totschlagen soll. Sind da nicht Fehler oder Abweichungen vorprogrammiert ?

    Und selbst der pedantischste Trockenheitsarbeiter, aus gut situiertem Hause und in gesicherter Geschäftslage, kann in der heutigen Zeit, von einer Sekunde auf die andere, die sehr individuelle Gefühlserfahrung machen, dass er plötzlich keinen Cent mehr in der Tasche hat. Genauso, wie der Penner durch einen Lottoschein morgen schon Millionär sein kann.

    Es gibt für mich nur eine einzige individuelle Betrachtung der Sucht selbst. Aber es gibt unzählige Individualitäten, die einen Alkoholiker tangieren, die Bewirken, ob er einen geraden oder einen sich schlängelnden Weg zum Ziel geht, oder ob er überhaupt keinen Weg in die Trockenheit findet.

    Wenn ich mich jedoch für Hilfe zur Selbsthilfe "herablasse" und anbiete, dann muss ich auch versuchen die unzähligen in Frage kommenden Individualitäten des um Hilfe bittenden Individuums herauszufinden und darauf sachlich eingehen, zumindest so lange, bis absolut fest steht, dass das Individuum eigentlich nur Ausreden sucht bzw. unbelehrbar ist. Dabei ist der deutliche Hinweis auf die Basis, die Grundbausteine, zwar der Wichtigste und richtig, aber er darf nicht das Alleinstellungsmerkmal tragen, wenn ich wirklich helfen will. Sonst würde nämlich eine Forumsseite mit den fett markierten Grundbausteinen, mit Ausrufezeichen, im Internet ausreichen und das ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders.

    Meine Individualität resultiert aus meiner wirtschaftlichen (SGB II), dadurch bedingten sozialen und meiner privaten (Ex-Freundin???) Situation. Aber ich habe wenigstens Nerven wie Stahlseile :lol: .

    LG, Andy

    Hallo Gotti,

    Kelli hat ihre guten Vorsätze aufgegeben und im Forum darüber geschrieben. Deshalb hat sie sich selbst hier raus katapultiert. Sie kann aber, glaube ich, noch im Vorstellungsbereich schreiben, wenn Du ihr noch was sagen willst.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    also ich verstehe nicht wieso einer, der soviel fundiertes Fachwissen hat, das selbst mit <Klugscheiß> untermauern muß.
    Ich habe das nicht gewußt mit dem Pizzateig und danke hiermit aufrichtig für den Tipp. Meine Jungs (einer mehr, der andere recht selten) bringen nämlich ab und an, selber kauf ich mir sowas nicht, Tiefkühlpizza mit und dabei denkt keiner von uns an Alkohol.

    Ist das denn beim Pizzabäcker genauso ???

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    am Samstag habe ich meinen ersten alkoholfreien Geburtstag, seit meinem 14. Lebenjahr, gefeiert.
    Am Nachmittag waren meine Eltern, meine Schwester und mein kleiner Sohn mit Freundin und meine Ex-Freundin??? da. Es gab Kaffee und lecker Kuchen, den meine Ex-Freundin???, die sonst nur noch 2-3mal die Woche bei mir ist, aber ihre Sachen alle noch da hat, extra für mich gebacken hatte.
    Nachdem meine Eltern und meine Schwester dann gegangen waren und meine Ex-Freundin??? auf Arbeit ist, kamen dann zwei Freunde, einer mit Frau, und wir hatten einen spaßigen Grillabend auf dem Balkon, der bis früh 2.30 Uhr dauerte.
    Die drei haben sich richtig und ehrlich gefreut, dass es so ein schöner Abend wurde, sind sie doch früher immer bei Zeiten gegangen und das lag eindeutig nur an mir, weil ich meistens schon ab 20.00 Uhr nur noch gelallt habe.
    Alle meine Gäste ließen mich aber deutlich spüren, dass mich mein eigenes Gefühl der Änderungen in meiner Persönlichkeit, nicht belügt.

    Es war ein wunderschöner Tag, bis auf das Betonieren der Bodenplatte für ein EFH, die ich am Vormittag leider noch reinschieben musste :shock: .

    Was ich dann am Sonntag erlebt habe :lol: , könnt ihr unter: geoutet und gemieden oder verstanden und respektiert, lesen.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    Danke Blizzard auch für Deine Schilderung.

    Outing trifft Respekt und Unverständnis (aber bei dem Alkoholkonsum wahrscheinlich nicht anders zu erwarten)!
    Ich habe am Sonntag eine Radtour gemacht. Dabei habe ich einen früheren Bekannten mit seiner neuesten Freundin getroffen (er wechselt wohl öfters mal). Da wir uns schon ewig nicht gesehen hatten, beschlossen wir in die naheliegende Eisdiele einzukehren und ein wenig Smalltalk zu halten. Beim Bestellen des Eises wählte ich einen Früchtetraum und fragte die Bedienung dazu, ob dieser denn ohne Alkohol sei. Sie antwortete mit ja und fragte im selben Atemzug, ob ich denn welchen hinein haben wollte, es wäre kein Problem. Ich sagte, vielleicht etwas hektisch, nein nein, es ist schon ok so, wendete mich den beiden anderen zu und sah in recht erstaunte Gesichter. Ich sagte ihnen daraufhin, dass ich mir endlich eingestanden habe Alkoholiker zu sein, schon fast vier Monate keinen Alkohol mehr anrühre und vorhabe dies auch nicht wieder zu tun. Er darauf, dass kannst Du mir doch nicht erzählen. Ich sagte doch und erzählte ihnen von meiner Abhängigkeit, meinem Entzug und der guten Zeit, jetzt danach. Er war völlig ungläubig und konnte es sich überhaupt nicht vorstellen, ein ganzes (restliches) Leben ohne Alk ? Sie (Krankenschwester) war verständnisvoller und sagte, ist doch ok, wenn er das so handhabt. Sie hatte es nur noch nie erlebt, dass ein Alkoholsüchtiger, so von einem auf den anderen Tag, nein sagt und das dann durchzieht, wie sie sich ausdrückte. Die Achtung davor konnte ich jedenfalls in ihrem Blick erkennen. Wir kamen dann bei dem Gespräch auch auf den Alkoholkonsum von ihm zu sprechen. Er wurde ganz rot dabei, versuchte immer Ausreden und Tage im Gedächtnis zu finden, an denen er nichts trank. Viel kam aber bei den Ausreden nicht heraus, da sie (sind erst seit 4 Wochen zusammen) fast jede widerlegen konnte. Im Resultat musste er eingestehen fast jeden Tag etwas zu trinken (2-3 Bier, manchmal auch deutlich mehr, machmal auch Schnaps und wenigstens einmal im Monat Filmriss). Ich verwies ihn auf seinen Leichtsinn und auf mein Beispiel, um ihm deutlich zu machen wie es langsam und unmerklich immer mehr wird und wo es enden kann, wenn kein Maß mehr da ist. Sie pflichtete mir bei, aber ob es etwas geholfen hat, da waren wir uns nicht im Geringsten sicher. Äh, ich doch nicht, waren ständig seine Worte, die meinen von früher auf Haar glichen.
    Ich glaube er wird, mit seinen 30-Jahren, noch nicht mal ernsthaft darüber nachdenken, denn zum Abschied lud er mich zum Donnerstag zu seiner großen Himmelfahrtsparty ein und da wird bestimmt reichlich Alkohol fließen. Ich hab dankend abgelehnt, sie tippte ihm mit dem Finger auf die Stirn und sagte: Hast Du denn ebend überhaupt nicht zugehört?

    LG, Andy

    P.S. Wie gern hätte ich Mäuschen gespielt, in den Minuten als die beiden davon wackelten und etwas aufgeregt miteinander diskutierten :lol:
    Von ihm werde ich bestimmt nicht wieder eingeladen, wenn sie nicht drauf besteht :lol:

    Zitat von JoeDoe

    Hier jetzt der gefährliche Punkt: Ich finde mein Ziel und gehe vollkommen darin auf, meine restliche freie Zeit geht für meine Hobbys drauf und die Beschäftigung mit meiner Krankheit fällt unter den Tisch. Irgendwann sind die negativen Erinnerungen verblasst und nach ein zwei unbedachten Situationen, in denen andere mit Alkohol Spaß zu haben scheinen, ist er wieder da: Der Gedanke, auch mal wieder zum Glas greifen zu wollen. Wahrscheinlich wäre ich nicht der Erste, der so durch die Ignoranz der eigenen Krankheit in einen Rückfall hineinstürzt :?:

    Hallo Joe,

    manchmal kommen mir die selben Gedanken wie bei Dir und das gibt mir auch Grund nachzudenken.
    Durch mein Projekt mit dem af-Lokal habe ich ja nun in den letzten Wochen die verschiedensten Kontakte zu Suchtberatungsstellen und SHG gehabt. Heute war ich, bin gerade zurück, nochmal bei einer SHG. Der Mentor hatte mir zugesagt, mir noch Info´s über ähnliche Projekte zusammen zu tragen. Hat er auch prompt gemacht und ich bin hocherfreut. Ich habe mir dann noch die Zeit genommen und über eine Stunde mit ihm gesprochen. Auf dem Rückweg in mein Büro ging mir das Gespräch aber nicht aus dem Kopf und vor allem mein Feeling dabei. Ich habe bis jetzt nicht viel von SHG gehalten. Weil sich wohl auch in meinem Kopf der Stereotyp des Alkoholikers in einer SHG an irgendeinem Nervende festgeklammert hat, den ich noch von meinem ersten und bisher einzigen Kontakt mit einer SHG im Jahre 1981 hatte. Aber auch, weil es mir eigentlich an der Zeit dazu fehlt. Da mir das persönliche Gespräch mit diesem Mann aber wirklich sehr gut getan hat, ich die Mitglieder der Gruppe schon bei meinem ersten Besuch kennen gelernt habe und mir die Gedanken bzgl. des langsamen Vergessens auch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend hinterlassen, habe ich mich entschlossen, mir wenigstens einmal im Monat die Zeit dafür einfach weg zu nehmen, ganz zwanglos dahin zu gehen und 1,5h einfach mal dort unter zu tauchen und dabei aufzuatmen. Hilft bestimmt nicht nur gegen das Vergessen und ist vielleicht auch eine Alternative für Dich ?

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    Zitat von andreas57

    Schade, dass Kelli auf eine Illusion hereingefallen ist. Über kurz oder lang wird sie wieder dort landen wo sie schon gewesen ist wenn nicht schlimmer. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

    Ich bedauere auch ein wenig, dass es sich so entwickelt hat. Ich hoffe, dass Kelli weiss was sie da macht und ihr Leben im Griff hat. Ich wünsche ihr auf jeden Fall viel Glück, auch wenn ich einige Zweifel habe.

    @Karsten: Deine Entscheidung war aber wichtig und richtig für das Forum.


    Zitat von andreas57

    Mein Sohn musste auch erst betrunken einen Autounfall haben um für sich zu verstehen, dass mann alkoholisiert nicht Auto fährt.

    Aber dasWichtigste ist das du trocken bist und bleibst !

    Ja, ja, die Sohnemänner, aber bei manchen trifft es auch die Töchter, oder ?

    Ich bin jedenfalls auf einer Seite froh, dass ich mich soweit von ihm lösen konnte, dass ich ihn als selbständigen Erwachsenen betrachten kann, obwohl er den Entwicklungsstand eines 12-jährigen hat, auf dem er stehengeblieben ist, als er mit den Drugs anfing. Und er hilft mir dabei insofern, dass ich ihn schon suchen müsste um ihn mal zu Gesicht zu bekommen. Von sich aus kommt er niemals. Das letzte Mal hab ich ihn am 01.04. gesehen und natürlich mit Fahne. Das hilft mir aber widerum bei meiner TA, da ich nicht unbedingt in seinen Dunstkreis muss.

    Trockene 24h wünscht, der Andy

    Hallo Miteinander,

    ich möchte mich einmal bedanken, bei allen die bisher hier geschrieben haben. Trotz der verschiedensten Meinungen, konnte ich sehr viel Lehrreiches und Informatives für mich herausziehen. Ich hoffe, dass es für alle anderen, die einfach nur mitgelesen haben, ebenso ist und dass sie, dadurch ermuntert, irgendwann ihre Meinung zum Thema hier äußern.

    Ganz besonders möchte ich dazu auch Teilnehmer des Forums auffordern, die noch nicht allzu lange hier sind und jene, denen es schwer fällt sich ihrem Umfeld zu erklären.

    Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht, welche Gedanken/Fragen kommen Euch beim Thema:

    geoutet und gemieden oder verstanden und respektiert ?

    Ich betrachte diesen Thread nicht zuletzt als Hilfestellung, bei der Aufklärung des Umfeldes des sich bekennenden Alkoholikers.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    Zitat von andreas57

    Es ist irgendwie schade, dass der an sich recht interessante Titel dieses Threads allmählich in eine Endlosdiskussion ausartet. Da wird gegenseitig nasses Denken vorgeworfen und Ursachenforschung bis ins letzte Detail betrieben.

    Mir geht es doch nicht in der Hauptsache darum Ursachenforschung ect., zu betreiben. Gott sei Dank kommt das nicht bei allen so rüber, sonst müsste ich wohl meinen Schreibstil überdenken.
    Ich versuche lediglich aufzuzeigen und verständlich zu machen, warum wir Alkoholiker (meiner Meinung nach) in dieser Gesellschaft eher geoutet und gemieden, als verstanden und respektiert werden. Das ich dabei etwas weiter ausholen musste, um meine Meinung dazu zu verdeutlichen und am Rande auch auf andere Meinungen bzw. Un/- und Missverständnisse eingegangen bin, sollte man mir nachsehen.
    Für mich steht jedenfalls fest, dass, solange sich am Stereotyp des Alkoholikers und am gesellschaftlichen Umgang mit der Droge Alkohol nichts ändert, solange wird denen:
    - die aus dem Teufelskreis Alkohol heraus möchten der Ausbruch unnötig erschwert (Scham und Isolation, ect.);
    - denen die am Anfang stehen der Einstieg unnötig erleichtert bzw. sogar suggeriert (Werbung, ect.);
    - und die, welche ausgestiegen sind, werden den Rest ihres Lebens mit erstaunten und kritisch ablehnenden Gesichtern und Reaktionen leben müssen (na ja, Erfahrungen macht ihr ja selbst).

    Alle zusammen vereint aber ein spezifisches Merkmal: das Leben mit einer "öffentlich" anerkannten Krankheit, aber in völliger Anormalität zu anderen Krankheiten und die Deklarierung/Deklassierung zu einer gesellschaftlich möglichst zu meidenden "Randgruppe".

    LG, Andy

    Hallo Kelli,

    wirklich schön mal wieder was von Dir zu hören, auch wenn es eher negative Schlagzeilen sind die Dich herführen. Was macht denn Deine Trockenheitsarbeit ? Kommst Du voran beim Ändern ?
    Bei mir gestaltet sich momentan alles hervorragend (seit der letzten Computerpanne :lol: ). Das Einhalten der Grundbausteine hinterlässt spürbare Wirkungen und Veränderungen. Ich fühle mich rundum gut gewappnet, auch wenn die Probleme mit meinem Großen ab und an eine gewisse randdepressive Stimmung aufkommen lassen. Aber da gilt es sich schnell anderen Dingen zuzuwenden.

    Lass mal wieder was von Dir hören, oder besser, wenn Du mal in der Nähe bist, dann schau mal vorbei ?

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    erst mal Sorry, dass ich nicht sofort wieder geantwortet habe, aber momentan habe ich wenig Zeit - die liebe gute alte Arbeit.

    Zitat von Spedi

    Servus ottonv, sorry wenn ich Dir hier vehement widerspreche.

    Ich sehe das doch nicht als Widersprechen, sondern als wohl formulierte Äußerung der Meinung eines Anderen und die gilt es zu respektieren, auch wenn sie nicht mit meiner Meinung konform geht.

    Ich habe mich in den letzten Tagen einmal, bei dem mir gegebenen Zeitrahmen manchmal ganz schön problematisch, mit den Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums befasst. Im Allgemeinen, um nicht zu sehr im Detail auszuufern und da jede in Auftrag gegebene Statistik ein paar geringfügig andere Zahlen ausdrückt, kann man wohl von folgenden Zahlenspielen ausgehen:
    - rund 80 Mio. Menschen leben in Deutschland;
    - rund 3 Mio. Menschen davon sind registrierte Alkoholiker (Dunkelziffer außer acht gelassen);
    - 25% der deutschen Bevölkerung begehen "missbräuchlichen" Umgang mit Alkohol;
    - weit über 40-tausend Menschen sterben jährlich an den direkten Auswirkungen ihres Alkoholkonsums (Leberzirrhose ect. ...., ohne indirekte Folgen wie: alkoholbedingten Erkrankungen des Körpers, Verkehrstote, Arbeitsunfälle, ect. ect....);
    - rund jeder 5-te Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren trinkt regelmäßig Alkohol, davon schon 5% aller 12-jährigen;
    - die staatlichen Einnahmen aus Steuern für Alkoholika decken nicht im Geringsten (Verhältnis ca. 1:3 bis 1:4) die Kosten für den volkswirtschaftlichen Schaden und bewegen sich in diesem Verhältnis im dreistelligen Milliardenbereich;
    - Deutschland belegt einen Spitzenplatz beim Alkoholkonsum in Europa;
    - es wird davon ausgegangen, dass jede Familie mit mindestens einem Alkoholproblem konfrontiert ist.

    Das/die Gift/Droge Alkohol, öffentlich verharmlost und zugelassen, hat also ganze Bevölkerungsteile fest im Griff und somit Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und ihre wirtschaftlichen und sozialen Adern, bis in deren kleinste Zellen, die Familien, hinein. Wenn eine Droge und die mit ihr verbundene Sucht/Krankheit solche gravierenden Auswirkungen auf eine Gesellschaft, durch alle Schichten und Klassen hinweg hat, dann denke ich kann man getrost von einer Gesellschaftskrankheit sprechen, zudem sie ja, zumindest nach den Gesetzen dieser Gesellschaft, als Krankheit anerkannt wird.

    Natürlich ist das eine Krankheit, die nicht plötzlich wie eine Grippeepidemie über eine zeitliche Periode oder über Landstriche herfällt. Sondern diese Krankheit ist heimtückisch, sie schleicht sich über Jahre hinweg in das Individuum hinein, welches vielleicht durch genetische Dysgenesie vorbelastet, aber in jedem Fall durch gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Verhaltensweisen und Vorbildfunktionen (Medien, Elternhaus, Schule, Gruppenzwang, Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Hilflosigkeit, fehlende Anerkennung, Leistungsdruck, ect. ect., um nur die Spitze zu erwähnen) maßgeblich beeinflusst wurde und dann als Kranker wiederum die Gesellschaft beeinflusst bzw. belastet.
    Weil diese Kranken aber, in ihrer immer größer werdenden Anzahl, das lebendige Spiegelbild dieser Gesellschaft darstellen, werden sie von dieser geächtet, missachtet und totgeschwiegen, denn wer lässt sich schon gern sein Spiegelbild vorführen. Und diese Reaktion der Gesellschaft auf ihr Spiegelbild, zwingt die Kranken wiederum in einen Kreislauf der Ohnmacht, Orientierungs- und Hilflosigkeit bzw. verstärkt den schon vorhandenen negativen Rotationsprozess noch, aus dem es letztendlich kaum noch ein Entrinnen gibt.

    Nur die Abwendung vom bisherigen Umgang der Gesellschaft mit sich selbst, der Droge und ihren Opfern kann Änderung herbeiführen und das wird nur durch Aufklärung, Offenheit und Ehrlichkeit erreicht.

    Mit Sicherheit kann man keinen davor bewahren zum Alkoholiker zu werden, oder einen Alkoholiker trocken legen, wenn der es nicht will. Ich suche bei Gott auch keine Entschuldigung dafür, dass und wie ich Alkoholiker wurde und die Flasche habe ich auch immer selbst an den Mund geführt (meistens jedenfalls).

    Aber man kann durch Änderung des bisherigen Umganges mit der Droge und ihrer Auswirkungen mit Sicherheit mehr Akzeptanz in der Gesellschaft erreichen. Denn weil dieser Umgang bisher komplett falsch war, haben wir uns so lange in unserem Kreis gedreht, uns geschämt und versteckt. Sehr viele drehen sich so noch darin und unsere Kinder beginnen diesen Sog gerade in verschärfter Form für sich zu entdecken.

    Man kann die Welt nicht retten, aber man kann sie ändern, vorausgesetzt, man will ?

    Zitat von Hartmut

    Ich bleibe bei mir und kümmere mich ausschließlich erstmal, um meine Trockenheitsarbeit und verbringe nicht auf" Nebenschauplätzen "die Hauptzeit!

    Obwohl ich in meinem bisherigen Dasein Sachen angepackt und durchgeboxt habe, die Manche sich kaum zu denken wagten, habe ich trotzdem vor mindestens genau so vielen Dingen in meinem Leben kapituliert. Ich bin lieber in einer Alkoholwolke, deren LmaA-Wirkung mir ja schon seit meiner Jugend durch Unaufgeklärtheit, Gruppenzwang und Vorbildfunktion vermittelt wurde, davon geschwebt, als mich ihnen in den Weg zu stellen und wenigstens zu versuchen sie zu ändern. Ich habe mich selbst dabei immer tiefer in dieser trügerisch tröstenden Alkoholwolke verankert, mit der auch die Dinge vor denen ich kapitulierte immer größer und gewaltiger wurden. Und trotz, dass schon seit einigen Jahren die Einsicht in mein diesbezügliches krankes Verhalten in mir heranreifte, habe ich mich zum Einen, aus der Gewohnheit heraus an bestimmten Grenzen zu kapitulieren und mich mittlerweile der Sucht ergebend, zum Anderen aber auch aus panischer Angst vor der mich umgebenden Gesellschaft, deren Meinung über diese Sucht ja jeder kennt, die diese schon längst in mir erkannt hatte und mich teilweise aufs Negativste damit konfrontierte, immer weiter und tiefer in dieser Alkoholwolke versteckt und der Scham ihren Lauf gelassen.
    Erst als ich an dem Punkt ankam, an dem es für mich darauf ankam mich für Leben oder Tod zu entscheiden, an dem Punkt, an dem es mir vollkommen egal wurde, was diese falsch gepolte und desorientierte Gesellschaft von mir denkt, konnte ich einen Weg aus dieser Wolke finden, mich für das Leben entscheiden und die Krankheit für mich, ohne Wenn und Aber, akzeptieren.

    Diese Erkenntnisse, die erst in meinem klaren Kopf entstehen konnten, sind für mich kein Nebenschauplatz meiner Trockenheitsarbeit. Sie führen mir vor Augen was mit mir, aber auch mit meiner Umgebung falsch gelaufen ist und helfen mir für die Zukunft, Dinge ganz anders zu sehen und anzugehen. Und ich bedauere zutiefst die, welche noch, aus falsch verstandener Scham, denn mehr ist es nicht wenn es aufs Ende zugeht, sich der Sucht ergebend in ihrer Alkoholwolke verweilen.

    Zitat von Hartmut

    Denn alles Sinnieren ändert nichts an der Tatsache das ich jetzt alkoholkrank bin!

    Ich habe mir mal erlaubt das unterstrichene Wort zum Nachdenken einzufügen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es jemanden mit einem klaren Kopf nicht interessiert, warum es so gekommen ist, denn aus Fehlern der Vergangenheit lernt man für die Zukunft. Das soll natürlich nicht heißen, dass man nur noch nach hinten schaut.

    Zitat von Spedi

    Und das ist wieder mal ein Paradebeispiel für "nasses Denken" in der Anfangsphase (krieg's jetzt bloss nicht wieder in den falschen Hals!): nach einer kurzen Zeit der Abstinenz kommt eine Phase des Sendungsbewusstseins, in dem viele von uns Alkoholikern versuchen, die ganze Welt zu retten. Dabei lenken wir uns selbst hervorragend von unseren eigenen Defiziten ab....

    Ist das nicht auch eine Form des Sendungsbewusstseins, dass Du hier im Forum bist, dabei versuchst anderen, mehr oder weniger energisch, Deine Erfahrungen zu vermitteln, sie zu läutern, indem Du ihnen Deinen Weg als den einzig Beschreitbaren aufzeigst, von dem es, zumindest für Dich, nicht die geringste Abweichung zuzulassen gilt ? Und das nach so langjähriger Trockenheit ? Ist das dann auch "nasses Denken" ? (Kriegs jetzt bloß nicht in den falschen Hals) :lol:

    Ich wünsche allen trockene 24h.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    gestern Abend hab ich wieder einen Schock bekommen. Mein kleiner Sohn, der ja jetzt beim Bund ist, war das WE zu Hause und hat dabei auch meinen Großen besucht. Da die Haustür bei dem immer verschlossen ist, musste er fast 20min klingeln um Einlaß zu bekommen. Warum, dass klärte sich dann schnell auf. Als es klingelte, schaute der Große nicht hinten raus, wo die Haustür ist, sondern nach vorn zur Straße aus dem Fenster und zufällig fuhr ein Polizeiauto unten vorbei.
    Da muss man natürlich die große Panik bekommen und seine Türen verschlossen halten. Man weiss ja heut zu Tage nie, ob das echte Polizisten sind, geht das nicht allen so :?: :shock: .
    Zumal man ca. 10 Mann in seiner verqualmten Wohnung sitzen hat, mit unzähligen Bierflaschen, um drei bis vier Eimer mit verschiedenen Wiesenuntensilien, die sich da das Leben erleichtern und mit den Augen kullern. Und das am Nachmittag.
    Ich hab mir zwar fest vorgenommen in der Beziehung jedes Gefühl zu ignorieren, aber es belastet einen doch immer wieder. Schon aus dem Grund, weil ich am Liebsten hingehen möchte, gewissermaßen als das lebendige schlechte Gewissen meines Sohnes. Da ich dort jedoch in meinem alkoholfreien Umfeld gestört werde, lass ich es lieber sein. Trotzdem habe ich Sehnsucht nach dem Sohn den ich mal hatte, aber der geht ja nicht mal ans Telefon, wenn ich ihn anrufe.
    Mein Trost ist mein Kleiner, der stabil und zielsicher sein Leben gestaltet.

    Ansonsten geht es mir aber gut, ich bin stabil und voller Energie.

    Allen noch einen schönen Sonntag.

    LG, Andy