Beiträge von Andy

    Hallo Miteinander,

    Zitat von Spedi

    Gehe doch bitte mal in irgendeiner Stadt auf die Straße, oute Dich als Träger von Syphilis, Gonorrhö, Ulcus molle, Lymphogranuloma inguinale und Granuloma venerum. Und dann sag mir bitte, ob Du in der Bevölkerung mehr Akzeptanz/Interesse etc findest.

    Nun ja, ich meine da mehrere Gruppierungen zu kennen, denen es am Anfang genau so erging, dass man sie geoutet und nicht respektiert hat und die sich durch ihre schonungslose Öffentlichkeitsarbeit eine weitaus höhere Akzeptanz und Reflexion in der Gesellschaft erarbeitet haben. Als Beispiele nur mal: Homosexualität (eine wahrscheinlich genetische Disposition im Zusammenspiel mit Erbfaktoren und hormoneller Bestückung während der Schwangerschaft, deren Vertreter mittlerweile sogar sehr öffentliche Ämter bekleiden, was früher undenkbar gewesen wäre) oder AIDS-Kranke (für deren Krankheit ständig Plakate und Werbespott´s unterwegs sind), Krebskranke, ect... .
    Wir haben doch auch nur eine Krankheit, oder sollte man sich als etwas Besonderes damit betrachten, eine Art Geheimbund :?:

    Zitat von Spedi

    Aber mal direkt gefragt: was bringt Dich dieses Gedankenspiel / diese Überlegungen bei Deiner Trockenheitsarbeit weiter? Doch wohl eher nicht....

    Ich denke und das beweist auch die Geschichte immer wieder bei der Betrachtung von Einzelkämpfern, dem aussichtslosen Kampf kleiner Gruppierungen, dass unsere Krankheit, gerade bei der ungeheueren Anzahl der Betroffenen, nicht die entsprechende Repräsentation erfährt. Jeder bekennt sich nur im engsten Kreise, anonym oder in Zwangssituationen zu seiner Krankheit, ansonsten trägt er seinen Kampf allein aus, geht "seinen eigenen Weg", ohne nach Rechts oder nach Links zu schauen:

    Zitat von andreas57

    Ich bin absoluter Egoist in Sachen Nüchternheit und stelle alles andere hintan: das gilt für Beziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften. Wer nicht für meine Trockenheit ist, ist gegen mich und hat in meinem nüchternen Leben nichts verloren!


    Ich glaube, aus diesem Grunde fällt es uns auch so schwer unsere Krankheit (zumindest erst, wenn es fast zu spät ist und manche lernen es auch nie) als Krankheit zu begreifen, anzunehmen und nicht als persönlichen Mangel und Verfehlung des Gesellschaftszieles zu empfinden. Diese Krankheit ist eine Gesellschaftskrankheit. Und erst wenn diese Erkenntnis sich in der Gesellschaft, durch alle sozialen Schichten hinweg, durchsetzt und die erforderliche Präsenz besitzt, wird es möglich sein den Kreis der davon Betroffenen einzudämmen, bzw. zeitlich betrachtet, ein früheres öffentliches persönliches Bekenntnis dazu zu erreichen. Das erspart sicher dem ein oder anderen etliche vertrunkene Jahre und vielleicht Manchem sogar den Beginn.

    Hätte auch ich dann eher die Notbremse gezogen ?

    Und diese Betrachtung der Krankheit, als Gesellschaftskrankheit und nicht als individuelle Entgleisung, ist wichtig für meine Trockenheitsarbeit.

    Aber vielleicht geht ja auch mein äußerst sensibles Empfinden für Recht, Unrecht und das damit verbundene Aufdecken von Mißständen, der versteckte Politiker also, mal wieder mit mir durch. Na ja, bei der Mitgründung der ersten Basisgruppe des "Neuen Forum" in Leipzig und der damit zusammenhängenden Abschaffung eines Unrechtsstaates, oder bei meiner Art der Bekämpfung von Armutsmißständen (Hilfslieferungen in bescheidenem Maße) in der Ukraine, hat er mich aber bis jetzt noch nicht im Stich gelassen.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    Andreas : Danke sagt Dir Andreas :lol:

    So, nun hab ich meine Rechner endlich wieder auf Vordermann gepolt. Ganze 3 Tage habe ich opfern müssen und oft hat mich die Krise gepackt :x . Aber was lange währt, wird gut und Gott sei Dank, es haben nur ältere Dateien gefehlt. Alles aktuelle war zwar heillos durcheinander, aber da :lol: .
    Viel mehr fällt mir hier jetzt nicht ein, aber ich hab ja auch noch andere Thread´s zu bedienen.

    LG, Andy

    Zitat von Spedi

    Sowie eine etwaige Diskussion jedoch auf "generelle" Schauplätze zu sprechen kam (z.B. Werbung oder "der Alkoholiker an sich" etc.), sank die Akzeptanz stark ab.

    Hallo Spedi,

    ich habe so etwas auch schon oft festgestellt und diese Verhaltensweise wirft eigentlich eine ganze Menge Fragen auf.

    Woran liegt das, dass die Akzeptanz/ bzw. der Wunsch Näheres zu erfahren dann so stark absinkt ?
    Daran, dass Nichtbetroffene kein Interesse daran oder selbst zu wenig Aufklärung und Erfahrung damit haben, oder insgeheim von der gleichen Krankheit geplagt werden ?
    Oder, dass man seinem Gegenüber und sich selbst im Endeffekt nicht erklären kann, warum und wie man Alkoholiker werden konnten, weil man ja nur nach vorn blickt um Abstand zu gewinnen und das Vergangene, das ja immerhin ein nicht geringer Bestandteil des bisherigen Lebens war, einfach wegwischt ?
    Oder weil es ein gesellschaftlich fest verankert und verkrusteter Stereotyp ist, der über einem schwebt und das Urteil über den Betroffenen und sich "Outenden" eigentlich schon fest steht ?
    Ein Faktum, das genauso schwer aus den Köpfen der Menschen zu bekommen ist, wie aus dem Eigenen der Alkohol ?
    Wird man beim "Outing" überhaupt respektiert (ausser von einigen Wenigen, die einem wirklich Nahe stehen und deren Respekt evtl. eher Mitgefühl ist, oder Erleichterung - Der Groschen ist endlich gefallen-?), oder ist man dann abgestempelt und kann sich nur noch mit enormem Kampf behaupten (wie die Frauen z. B. als Manager oder in der Politik) ?
    Würde einem dann nicht eigentlich nur noch eines helfen, Rückblick-Ursachenforschung-Öffentlichkeitsarbeit-Aufklärung ?
    Warum begegnet man sich fast ausschliesslich in anonymen Foren, bei AA´s, oder zu konspirativen Hinterzimmertreffen in SHG ?
    Sind die öffentliche Anerkennung als Krankheit und die eigene Kapitulation vor Alkohol wirklich genug ?
    Wird man also überhaupt respektiert oder wird man gemieden ?
    Meidet man sich am Ende selbst :?:

    Die Gedanken an diese Fragen waren begleitet von Gedanken an meinen Sohn und viele andere Kinder/Jugendliche.

    LG, Andy

    Zitat von Babsi11

    dein Vergleich zwischen deinem Ausbilder und dem Forum hinkt ganz gewaltig, weil gerade das oben Zitierte auf das Forum nicht zutrifft.
    Hier im Forum wird durchaus gezeigt, gelehrt und vermittelt. Es wird immer wieder geduldig auf die Grundbausteine verwiesen. Die LZT berichten immer wieder von eigenen, positiven und negativen Erfahrungen auf ihrem Weg zur Trockenheit, aus denen die Neuen lernen können.
    Von daher finde ich deinen Vergleich sachlich nicht richtig und auch recht unfair.Babsi

    Babsi : Das zeigt mir wieder, das ich doch nicht so verkehrt liege. Man kann lesen was man will (und dann darauf antworten) und man kann lesen was geschrieben steht (dann darüber nachdenken und dann antworten).. Ich habe nie das Forum in Frage gestellt, im Gegenteil, wenn ich es nicht gehabt hätte, wäre ich jetzt vielleicht in der Gosse. Mir hat es bisher sehr viel gegeben. Mir ging es lediglich um manche, und zwar einige wenige, Kommentare und nicht unbedingt auch von Leuten, die gerade hier in diesem Thread schreiben. Und ich denke gerade deshalb hat auch der Eröffner dieses Threads ihm den Namen: Rückzug vs. einzelne Meinung ?, gegeben, damit über so etwas diskutiert wird, über Rückzüge versus einzelne Meinungen.

    @Spedi: Je mehr und je öfter ich von Dir lese, umso besser lerne ich Dich zu verstehen. Danke für Deine sachliche Antwort, die mir durchaus Grund zum Nachdenken gibt und mir vor allem beim Lesen gefallen hat!

    @Karsten: Ich versuche hier doch keine Veränderungen nach meinen Wünschen herein zu bringen. Ich habe nur meine Meinung zum Umgang Miteinander versucht zum Ausdruck zu bringen und dazu bin ich ja indirekt, am Anfang des Threads, aufgefordert worden.
    Aber Du hast recht, wenn es in Linsenpickerei ausartet, dann sollte man es ruhen lassen.

    LG, Andy

    Hallo phanter,

    ich habe meine Ausbildung zum Maurer, im Jahre 1976, mit sehr viel Motivation begonnen. Doch ich kam in die Kolonne eines Lehrmeisters
    (mancher LZT ?), dem konnte ich so garnichts recht machen. Ich habe von ihm Nichts gezeigt/gelehrt/vermittelt bekommen, sondern er hat einfach vorausgesetzt, dass ich ja Maurer werden will und mir deshalb meine Erfahrungen bei der Arbeit selbst sammeln soll. Wenn es mir dann nicht sofort gelang alles richtig zu machen, dann hagelte es nur so böse Worte (was ich hier mit manchen Kommentaren vergleiche) und meine Arbeit wurde mit Gewalt eingerissen, kaputt gemacht und zerstört. Das gipfelte zum Schluß darin, dass er mir eines Tages mit der scharfen Seite des Schaufelblattes auf meinen Handrücken schlug, ich ihm die Schaufel daraufhin entriss und ihm über den Rücken schlug, dass der Schaufelstiel zerbrach. Meine Hand war zwei Wochen dick wie ein Pfannkuchen und unbrauchbar (von meiner Seele ganz zu schweigen) und sein Rücken war auch nicht besser dran. Trotzdem zwang man mich damals in seiner Kolonne zu bleiben (hier können Sie einfach gehen), man kann sich vorstellen, was da für ein Klima war.
    Erst als ich generell meine Einstellung zur Arbeit (Trockenheitsarbeit ?) und mein Arbeitstempo gegen Null fuhr (weil er ja an mir prozentual mitverdiente, was aber hier Gott sei Dank nicht der Fall ist), hat in der Ausbildungabteilung jemand reagiert und mich in eine andere Kolonne versetzt (was man hier wohl manchmal als zu spät bezeichnen dürfte), aber auf jeden Fall habe ich ein ganzes Jahr meiner Ausbildung dadurch verloren. In der neuen Kolonne befand ich mich dann in guten Händen und wurde mit Ruhe, Verständnis und viel fachlicher Vermittlung zu meinem Abschluß geführt. Diesen Leuten habe ich es zu verdanken, dass ich heute sagen kann: "Ich bin ein Meister meines Faches geworden"!
    Soviel zu Krümelkackerei mit meinem Affen, dessen Sinn Du aber, da bin ich mir sicher, verstanden hast.
    Und wenn es Dir gefällt mit rohen Kommentaren an den Kopf geschrieben zu werden, ohne Fachliches vermittelt zu bekommen, sondern nur liest, dass Du eine nasse Rübe hast, dann ist das Dein Problem. Hilfe und Erfahrungsvermittlung kann ich sowas nicht nennen und akzeptieren kann ich das nur bei absoluter Unbelehrbarkeit, bzw. Mutwilligkeit (MPU, ect.).
    Ausserdem hat Hilfe, bei mir jedenfalls, auch etwas mit Motivation zu tun.

    Aber was tut man nicht alles, um die eigene Klientel und Handlungsweise zu rechtfertigen, auch wenn sie manchmal nicht richtig ist ?

    Uns vereint zwar die gleich Krankheit, mit den gleichen Symptomen und Auswirkungen, aber die gleiche Seele und Belastbarkeit, vor allem in der stressigen Anfangsphase, haben wir nicht.

    Denk mal drüber nach, bevor Du an´s Auseinanderpflücken gehst !

    LG, Andy

    Zitat von andreas57

    Dazwischen gibt es natürlich auch Menschen die aus Unwissenheit und Borniertheit das Existieren einer Krankheit namens Alkoholkrankheit ablehnen. Hier wäre von den öffentlichen Stellen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.
    Wer nicht für meine Trockenheit ist, ist gegen mich und hat in meinem nüchternen Leben nichts verloren!

    Zitat von Rose2

    Meine Erfahrung ist, innerhalb meiner Familie ist die Akzeptanz meiner Alkohol-Krankheit viel schwieriger zu vermitteln, da spielt auch die Scham und die Vorstellung vom "Penner auf der Parkbank" immer noch eine sehr große Rolle.

    Hallo Rose, hallo Andreas,

    da bin ich voll Eurer Meinung. Ich hab auch so einen Fall in der Familie. Meine Schwägerin (53, aber mit etwas beschränktem Horizont), trinkt selber nie Alkohol, ist absolut der Meinung, dass jeder Alkoholiker die volle und alleinige Schuld an seinem "Schicksal" (nicht Krankheit) trägt, es nicht besser verdient hat und sie ist dabei in keiner Weise vom Gegenteil zu überzeugen. Für sie sind Alkoholiker Aussätzige, die es nach bester Möglichkeit zu meiden gilt. Leider kommt sie, auf Grund der Familienbande, nicht an mir vorbei :lol: , aber wenn zu einer Feierlichkeit bei mir zu laden gilt, findet sie immer einen Grund (und sie zieht auch meinen Bruder da mit hinein) nicht kommen zu müssen. Da wir aber im Großen und Ganzen eine lustige Familie sind und sie wegen ihres losen Mundwerkes sowieso immer ins Lächerliche gezogen wird, hab ich nicht die geringsten Probleme damit.

    LG, Andy

    Zitat von Babsi11


    Meinst du damit Bildungsniveau und sozialer Status?

    Hallo Babsi,

    ja, genau das hab ich gemeint.

    Wer hat welche Erfahrungen, im Bezug auf seinen offenen Umgang, oder nennen wir es hier "Outing", mit seiner Alkoholkrankheit, beim Zusammentreffen mit welchem der o. g. und unterschiedlichsten Bildungs- und Sozialen-Niveaus gemacht ?
    In welcher Ecke dieser jeweiligen Status traf man persönlich auf die höchste bzw. geringste Akzeptanz ?

    Natürlich hast Du recht, dass die soziale und emotionale Intelligenz eines Jeden, dem man sich offenbart, hier eine größere Rolle spielt.

    Du schilderst ja auch aus Deinen Erfahrungen, dass diese mit gesellschaftlich höheren Schichten nicht so besonders berühmt waren. Was ist Dir denn da passiert ?

    Ich gebe mich da auch keiner Illusion hin, das vielleicht gerade diese Schichten abgewandt an mir vorbei laufen würden, wenn ich auf der Straße läge, wo ein "Penner" vielleicht versuchen würde mir wieder auf die Beine zu helfen, also Pauschalierung liegt mir fern und ich wollte auch keine soziale Statusdiskussion lostreten.

    Leider sind auch meine Beispiele etwas begrenzt, denn von den ca. 10 "Freunden" die ich vorher hatte und die waren Arbeiter und Kleinstunternehmer, sind nur 3 geblieben. Mein Bekanntenkreis ist da etwas größer, aber spielt mehr in der Berater-, Freiberufler- und Selbständigen-Liga. Meine Kundschaft behellige ich prinzipiell nicht mit meiner Krankheit, es sei denn ich bekomme dort etwas angeboten und lehne es generell, auch zur Vorbeugung für vielleicht weitere Male, dankend mit dem Hinweis ab.

    Aber ich finde es dennoch interessant darüber mehr zu erfahren und zu diskutieren, bei welcher Gelegenheit und bei welchem Kontakt der Einzelne auf welche/s Reaktion/Verhalten beim Selbst-"Outing" traf.

    Vielleicht hilft dieser Thread ja auch mit den geschilderten Erfahrungen einigen, die Probleme haben mit ihrer Offenkeitsarbeit, diese Lücken zu überbrücken.

    LG, Andy

    P.S. Danke Andreas auch für Deine Meinung dazu.

    Hallo Miteinander,

    seit einiger Zeit schon beschäftige ich mich mit der Akzeptanz unserer Krankheit in der Gesellschaft und durch die verschiedenen sozialen Gesellschaftsschichten hinweg.
    Da ich relativ geringe Probleme mit der Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber anderen mit meiner Krankheit habe und den Grundsatz eines meiner, leider mittlerweile verstorbenen, Lehrer lebe: "Was andere von mir denken, das könnte mich nie kränken ! Was stört mich andrer Leute Sinn, ich muss selbst wissen wer ich bin !", ( @Karsten: ist nach seiner damaligen Aussage von ihm selbst) habe ich damit auch schon die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht.

    Am Meisten bin ich erstaunt darüber, dass viele Leute mit höherem Niveau, von denen ich eher erwartet hätte gemieden zu werden, mir volles Verständnis entgegen bringen, Interesse an mir bekunden und sich bei jedem Kontakt wohlwollend nach meinem Befinden erkundigen und mir weiterhin alles Gute wünschen. Wobei anders herum, Leute mit normalem Niveau, von denen ich dachte, dass sie mich eher verstehen würden, eher entsetzt reagierten und von da ab spürbar Kontakte zu mir vermeiden.

    So haben sich z. B. mein Unternehmensberater und sein gesamter Freundeskreis, welchen ich bisher nur flüchtig kannte, voll hinter mich gestellt und jegliche Unterstützung signalisiert. Auch mein Anwalt betrachtet mich nach wie vor, als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft.
    Hier wird sogar freiwillig, bei jedem Treffen dem ich beiwohne, auf alkoholische Getränke verzichtet.

    Wogegen ein Freund (früherer Schulkammerad und Arbeitskollege), mit seiner gesamten (Arbeiter)-Familie, welche ich schon seit fast 40 Jahren kenne, bei denen aber ein Verwandter Alkoholiker ist, nunmehr jeden Kontakt zu mir abgebrochen hat.

    Oder, als ich in Begleitung von "gemischten Bekannten" eine Messe besuchte und mir dort unerwartet Alkohol zum probieren angeboten wurde, ich mit dem Hinweis auf meine Krankheit deutlich abwies, da wandten sich einige meiner "normalen" Begleiter sofort zur Seite und taten, als ob sie nicht zu mir gehörten ( :lol: , hat mich durchaus zum Schmunzeln gebracht).

    Es gibt also unterschiedlichste und unerwartetste Reaktionen.

    Welche Erfahrungen habt Ihr bei der Offenheit mit Eurer Krankheit gemacht?
    Wie habt Ihr diese Offenheit und in welchen Kreisen erfahren?

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    heute ist es genau 100 Tage her, seit ich das letzte Mal Alkohol getrunken habe. Gelegenheit für mich, einmal zurück zu blicken und über meine Entwicklung in diesen 100 Tagen nachzudenken.

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten mich, die Krankheit/Sucht betreffend, einzuordnen und nicht als andersgeartetes Individuum zu begreifen, habe ich mir gegebene Ratschläge und Erfahrungsvermittlungen aus dem Forum, analytisch überdenkend und auf Realisierbarkeit für mich prüfend, angenommen und begonnen mein Leben darauf basierend neu auszurichten.

    Grundlegende Hilfe erfuhr ich bisher durch die gelebte Verinnerlichung der Grundbausteine des Forums und hier vor Allem der Punkte: schonungslose Offenheit und Aufklärung meinem Umfeld gegenüber im Umgang mit mir und meiner Krankheit; sowie strikter Einhaltung des alkoholfreien Umfeldes.

    Eine weitere große Unterstützung waren für mich die regelmäßigen Besuche bei meiner Hausärztin, die nicht nur Allgemeinmedizinerin sondern auch Psychotherapeutin ist, und deren Verständnis für mich und ihr normaler Umgang mit meiner Krankheit, mir nicht das Gefühl der Einzigartigkeit oder eine Besonderheit darzustellen vermittelten, sondern ein Kranker unter Vielen zu sein. Das hat mir sehr geholfen, meine Krankheit als Krankheit anzunehmen und zu akzeptieren. Besonders ihr Vergleich zu meinen anderen Erkrankungen: Bronchialasthma und Multiallergiker, bei denen ich schon jahrzehntelang trainiert und geübt bin gewisse Situationen, bzw. Nahrungsmittel und Medikamente, zu meiden, hat meine Sichtweise auf meine Situation maßgeblich beeinflusst.

    Alles in Allem bin ich bisher sehr zufrieden mit mir und ich merke langsam, an Veränderungen in meiner Persönlichkeit und dem Umgang anderer mit mir, dass es gut ist, dass ich mich endlich fest entschlossen habe diesen Weg zu beschreiten und ihm weiterhin zu folgen, auch wenn ich dadurch schon ein paar "Freunde" verloren habe, was aber keine Trauer bei mir aufkommen läßt.

    Ich freue mich über jeden neuen Tag, den ich ohne Alkohol beginnen und beenden darf und bin dankbar dafür, Bestandteil dieser Gemeinschaft hier zu sein.

    LG, Andy

    P.S. Falls jemand auf den Gedanken kommen sollte mir an dieser Stelle Glückwünsche zum Erreichten zu übermitteln, den Bitte ich darum, darauf zu verzichten. Beste Wünsche für Morgen geben mir mehr Motivation.

    Hallo Karsten,

    grundsätzlich stimme ich ja mit Deiner Meinung überein, was Mutwilligkeit in solchen Situationen betrifft. Leider kenne ich den Beitrag nicht um den es bei Dir ging. Da aber nicht alle, bzw. habe ich es hier bisher nur bei einigen wenigen gelesen, mutwillig in solche Situationen gekommen sind, sollte schon etwas differiert betrachtet werden, wem und wie man jemandem etwas an den Kopf schreibt.
    Ich möchte hier mal ein Beispiel zum Nachdenken anbringen: Ich lege einem Affen eine Banane hin und jedesmal wenn er zugreift, schlage ich ihn mit der Peitsche. Nach einer Weile sitzt der Affe ruhig da und ihn interessiert die Banane überhaupt nicht mehr, doch plötzlich kommt wieder ein Peitschenhieb auf ihn hernieder, obwohl er möglicherweise mit einer freundlichen und motivierenden Geste gerechnet hat, bzw. diese ihn in seinem zukünftigen Handeln bestärkt und gefestigt hätte.
    Auch ich hab hier im Forum schon ein- oder zweimal, ohne nachzudenken und mich tiefer zu informieren, in einem Thread einfach aus dem Bauch heraus geschrieben (siehe Bsp. Leosaar: "ich möchte nicht irgenwann unter Deinem Auto liegen", wobei sich aber meine Menschenkenntnis in diesem Falle im Nachhinein wahrscheinlich bewahrheitet hat). Das tat mir hinterher, nachdem ich darüber nachgedacht hatte, eigentlich sehr leid und mich hätte es persönlich belastet, wenn derjenige wegen mir seine guten Vorsätze vergessen hätte. Deshalb befasse ich mich intensiver mit dem bisher Geschriebenen in einem Thread und denke vorher nach, ehe ich und wie ich meinen Senf von mir gebe und schreibe nicht einfach bloß auf einen einzigen, vielleicht gerade dieses Mal mißglückt stilisierten Kommentar, eine knallharte Antwort.

    LG, Andy

    Hallo Olli,

    ich hab den Thread erst jetzt entdeckt, aber er passt für meine heutige Situation wie der A.... auf den Eimer.
    Ich war heute kurz zum Abendessen bei meinen Eltern, auch mein Bruder mit Frau, Tochter und Schwiegersohn waren da. Das Gespräch kam, durch meinen Bericht über den Alkoholwerbungs-Chat im Forum auf das Thema Alkohol und mein Vater, der vollstes Verständnis für meine Krankheit hat, seit ich alle aufgeklärt habe, sagt doch tatsächlich: "Andy darf aber nie wieder etwas trinken"!
    Ich hab sofort und ein klein wenig beleidigt geantwortet: "NEIN, Andy will nicht"! Da hab ich aber einem verblüfften Vater in die Augen geschaut. Na ja, wir haben das dann ausdiskutiert, den Unterschied zwischen darf und will, und mein Vater meinte zum Schluß: "Man lernt doch nie aus".

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    so, mein Server ist also doch futsch und die Hälfte alle Daten sind weg. Der Spezi vom CFH konnte nur einen Teil retten und somit kommt wieder mächtig Arbeit auf mich zu :x .

    Trotzdem habe ich es gestern Abend, nach langer Zeit, mal wieder geschafft den Fernseher anzuschalten. Nachdem ja am Donnerstag der Chat war, den ich aber leider verpasst habe, habe ich mir mal die Mühe gemacht auf die Werbung zu achten, die ich sonst immer wegzappe.
    Und siehe da, von genau 17 Werbungen in dem Block den ich mir ansah, waren ganze 5 mit alkoholhaltigen Getränken verseucht. Das gibt doch zu denken, da selbst, wenn man nicht direkt auf die Werbung achtet, das Unterbewußtsein (und vor allem unseres) dennoch darauf reagiert, haben ja Wissenschaftler zu genüge nachgewiesen. Bei einer Bierwerbung überkam mich dann auch noch so ein richtiges Durstgefühl, was ich mir aber mit Wellness-Limonade sofort wieder weggespült habe.

    Fazit: wann immer Werbung läuft, werde ich in Zukunft weiterhin meiner Angewohnheit des Wegzappens folgen und wo immer etwas gegen solche Werbung unternommen wird, will ich in Zukunft nach Möglichkeit dabei sein :!::!::!:

    Allen ein sonniges, trockenes und werbefreies WE wünschend,

    LG, Andy

    P.S. heute ist mein bescheidener 98. Tag.

    Hallo Miteinander,

    so, nun will ich mich mal wieder melden, war ja ein paar Tage nicht hier.
    Und warum? Naja, die liebe Arbeit. Aber die scheint nun erst mal ein Ende gefunden zu haben, denn der liebe Herrgott mag es nicht sehen, wenn ich zuviel arbeite, hat mir den Computerteufel :twisted: geschickt und der hat mir gestern Abend meinen Server ausser Kraft gesetzt :cry: . Alle Daten meiner Firmen, von 10-Jahren, futsch, einfach weg :cry: . Hab heute den ganzen Tag gedoktort, komme aber nicht ran, bin total arbeitsunfähig :cry: . Werde wohl morgen den Server zum Spezi bringen müssen, hoffentlich kann der was retten. Habe zwar noch eine Sicherungskopie, aber von vor einem dreiviertel Jahr :cry: . Zumindest ist alles aktuelle erst mal ganz weg, kann nicht mal eine Rechnung schreiben :cry: . Was sagt uns das ? Ja, regelmäßige Backups machen :idea: , aber wie, wenn niemals Zeit dafür da ist.
    Ansonsten geht´s mir aber körperlich und geistig gut und ich fühle mich stabil.

    Einen schönen trockenen Abend Euch allen.

    LG, Andy

    P.S. heute ist mein bescheidener 96. Tag.

    Hallo Joe,

    ich finde das Super, wie Deine Eltern sich verhalten haben. Erinnert mich sehr stark an meine Eltern, die ich mir, was das Dasein für ihre Kinder betrifft, immer mehr für mich und meine Kinder zum Vorbild mache.
    Das beweist, dass das Elterndasein sich nicht nur auf die stressigen ersten 18 Jahre beschränkt. Nein, Eltern sein bedeutet ein ganzes Leben lang.
    Ich hoffe für uns,
    1. dass wir die Kraft, die Zeit und die Möglichkeit haben ihnen soviel wie möglich davon zurück geben zu können und
    2. dass unsere Kinder das später genauso sehen und handhaben.

    LG, Andy

    Hallo Miteinander,

    @all: erst mal schönen Dank für die Beiträge in meinem Thread. Hat mir sehr geholfen, meine blöden Gedanken in die richtige Ecke einzuordnen.

    @zimmerer1970: Dir auch schönen Dank für Deinen Unterstützungsversuch, obwohl ich, wie auch manche vor mir, sagen muss, dass Du in ein paar wesentlichen Dingen wahrscheinlich völlig am Ziel vorbei schießt. Ich wünsche Dir trotzdem alles Gute und gratuliere Dir zu Deinem halben Jahr, was ja gestern rum war. Ich hoffe für Dich, dass es noch viele halbe Jahre werden und bitte, trenn Dich von Deinen "Kumpels", wenn Sie das Saufen in Deiner Gegenwart nicht sein lassen können. Mein Freundeskreis hat sich auch verflüchtigt und tingelt weiter durch Kneipen, Bars und Diskotheken, bis auf 3 echte Freunde die ich aber leider aus Wohnort-Gründen sehr unregelmäßig sehe. Ich wünsche denen bloß, dass sie nie an dem Punkt ankommen wo ich war und bin. Glaub mir, es ist besser so, als irgendwann erbärmlich und schmerzhaft zu sterben. Denn das steht mit Sicherheit am vorzeitigen Ende, wenn das Gesaufe kein Ende hat.

    Na hoi, was ist denn das :roll::?: Da hab ich doch gestern tatsächlich meinen 90. Tag verpennt. Absolut nicht dran gedacht bei der Arbeiterei. Aber nicht so schlimm, denn nach den Monaten geordnet sind ja erst morgen die ersten drei Monate rum, also wird morgen etwas gefeiert.

    Schönes trockenes Wochenende für Euch Alle, auch wenn´s draussen nicht so aussieht wie wirklich Trocken.

    LG, Andy

    P.S. heute ist mein bescheidener 91. Tag.

    Hallo Miteinander,

    so, meine kleine Erschöpfungskrise von gestern hab ich wieder im Griff.
    Habe mal so richtig aussortiert, was kann gleich weg, was ist wichtig und was nicht ganz so. In der Reihenfolge arbeite ich das jetzt ab und was heute nicht fertig wird, wird ebend morgen, auch wenn der Samstag schon wieder dafür verplant ist. Und nach maximal 12-13 Std. fällt der Hammer, Sense - Stress ist ungesund :!: . Auch meine nervenden Rückenschmerzen sind, Gott sei Dank, wieder weg. War gestern noch bei meiner Ärztin, hatte sowieso Termin wg. Leberwerten, und die hat mir ein paar Wunderpillen mitgegeben, ganz neues Präparat. Nach zwei Stück gestern, war der Schmerz weg, doll :lol: . Konnte heute springen wie ein junger Hirsch :P .

    @Spedi: Hallo Spedi, schön Dich auch mal in meinem Thread begrüßen zu dürfen und herzlich willkommen.

    Weisst Du, die Anwendung der Wortfügung "lange Zeit" ist für mich relativ und beschreibt ein mehr oder weniger bestimmtes Zeitfenster, welches in der Vergangenheit, der Gegenwart oder auch in der Zukunft liegen kann, mehr nicht.

    - Spedi feiert bald seinen 5. Geburtstag, denn so lange Zeit trinkt er schon keinen Alkohol mehr. (können wir ja bald gratulieren :) )
    - Ich stehe hier schon so lange Zeit vor dem Therapiezentrum, fast eine Stunde und warte auf meinen Mann.
    - Ich werde eine lange Zeit den Alkohol komplett aus meinem Umfeld verbannen, wenigstens ein Jahr, um mich geistig von ihm loslösen zu können.
    - Hab den Gedanken daran zwar ganz schnell in den Hintern getreten und jetzt fliegt er irgenwo um den Mond herum, aber es betrübt mich schon etwas, dass er überhaupt aufkam, nach so langer Zeit ohne Erinnerung an so was.

    Wenn Du denkst, dass ich damit etwas überbetonen wollte, dann ist das falsch verstanden worden. Dennoch, nach 33 Jahren Alkoholmissbrauch, davon die letzten 8 Jahre, mit kürzeren Trinkpausen, fast täglich, kann ich, nach der Einsicht in meine Krankheit und dem festen Willen nie wieder Alk zu mir zu nehmen (den ich vorher nie hatte), jedoch natürlich immer im Verhältnis zu Deinen fast 5 Jahren gesehen, auch bei 88 Tagen von einer relativ langen Zeit ohne Alk für mich sprechen. Aber eigentlich meinte ich mit der langen Zeit ja nicht die 88 Tage ohne Alk, sondern die Erinnerung daran, dass ich meinen Stress mit Alk bekämpfen könnte.
    Das war in der Tat das erste Mal, dass ich, seit dem 6. Januar, einen solchen Gedankengang hatte. Aber früher oder später wird das wohl bei jedem so sein. Ich schreibe dieses bisherige Nichterinnern übrigens einer Art unbewussten Schockzustandes zu, der sich wahrscheinlich jetzt erst langsam zu lösen beginnt. Denn nach meinem, idiotischerweise und aus Unkenntnis, selbst durchgeführtem kalten Entzug, habe ich tätsächlich einen Schock über die Heftigkeit der Entzugserscheinungen erlitten.
    Kann schon sein, dass mein Kopf deshalb einen Block aufgebaut hat, denn auch die Erinnerung an meine aktive Trinkerzeit fällt mir sichtlich schwer, ist alles wie ganz weit weg im Nebel. Aber vielleicht ist es auch bloß deshalb, weil ich mich daran nicht erinnern will ???
    Auf keinen Fall gebe ich mich jedoch der Illusion hin Etwas überstanden zu haben, das wird wohl noch eine sehr lange Zeit und viel Arbeit an mir erforden, und jetzt, nach den gestrigen Gedanken erst recht :!::!::!:
    Ich hoffe, Du Spedi wirst mir dabei noch oft mit Rat und Tat zur Seite stehen :!::!:

    Nun gute Nacht Euch allen.

    LG, Andy

    P.S. heute ist mein bescheidener 89. Tag.

    Hallo Miteinander,

    die letzten ca. 8 Tage waren für mich mit sehr viel Arbeit verbunden, täglich, incl. Samstag und Sonntag, 12-15 Stunden (Pausen schon abgezogen). Deshalb habe ich auch nicht allzuviel geschrieben.
    Der Frühling ist da und plötzlich spielen alle verrückt und wollen bauen/sanieren. Alle wollen Angebote von mir haben, aber die Zuarbeit dazu soll ich auch noch gefälligst selbst machen, denn ich will ja Arbeit haben :? . Entweder gleich am zu bearbeitenden Objekt oder anhand von windigen Baubeschreibungen und klitzekleinen PDF-Zeichnungen, wo man noch nicht mal die Grundmaße erkennt. Aber die Arbeit brauch ich ebend, und da gilt es in den sauren Apfel zu beißen, mal wieder die Ingenieurarbeit der Planungs- und Ausschreibungsphase zu übernehmen, diese nicht extra bezahlt und am Ende vielleicht nicht mal den Auftrag zu bekommen, weil irgend so ein ungelernter Billigheini einfach Pi x Daumen einen sinnlosen Preis in die Luft schmeisst, oder man meine Zuarbeit nur braucht, um damit dann bei anderen Firmen hausieren zu gehen und sich das Geld für die PA-Phase selbst in die Tasche zu stecken, bzw. zu sparen. Die Arbeit hat ja dann ein anderer Dummer gemacht. Daneben sind der März-Monats- und der Jahresabschluß 2007 zu machen, der täglich anfallende Bürokram und nebenbei arbeitet man ja auch noch etwas auf Baustellen mit.
    Zu alledem hat sich mein Bandscheibenvorfall mal wieder gemeldet und deshalb konnte ich die letzte Nacht fast überhaupt nicht schlafen.

    Jetzt hängt mir natürlich die Zunge aus dem Halse, aber es ist noch keine Beruhigung in Sicht. Irgenwie muss ich jedoch kürzer treten, noch mehr aussortieren, was biete ich an oder bearbeite ich und für wen (mache ich ja schon zu großen Teil, aber an jeder Anfrage hängt natürlich das Auftragsfünkchen),
    denn: :cry:
    heute morgen hatte ich das erste Mal seit Beginn meiner Trockenzeit das Gefühl, ich müsste mir den ganzen Mist mit einer Pulle vom Körper waschen.

    Hab den Gedanken daran zwar ganz schnell in den Hintern getreten und jetzt fliegt er irgenwo um den Mond, aber es betrübt mich schon etwas, dass er überhaupt aufkam, nach so langer Zeit ohne Erinnerung an so was.

    LG, Andy

    P.S. heute ist mein bescheidener 88. Tag.

    Hallo Chrischi,

    auch ich habe die ersten Tage eine große Unsicherheit und Zweifel gehabt, was meinen Weg und mein Umfeld betraf. Und manches was mir geschrieben wurde, habe ich für´s Erste überhaupt nicht verstehen können und es in Zweifel gezogen. Aber je länger ich mich damit beschäftigte und das was für mich im jeweiligen Zeitabschnitt sofort realisierbar war fast automatisch umsetzte und verinnerlichte, umso besser gelang mir alles und viele der vorher ach so großen Probleme (z.B. Freundeskreis) lösten sich dadurch wie von allein in Wohlgefallen auf. Eine große Hilfe war mir dabei, dass ich fast von Anfang an sehr offen mit meiner Krankheit umgegangen bin und bis heute nicht müde geworden bin jedem, der mich in Versuchung bringen könnte, mein Krankheitsbild zu erläutern. Dies schafft auf der einen Seite sofort den notwendigen Abstand, oder es werden auf der anderen Seite neue Gemeinsamkeiten entdeckt, die auch zu neuen Freundschaften führen können.
    Also, laß Dich nicht entmutigen von der einen oder anderen Meinung, die Du vielleicht jetzt, so auf Anhieb, noch nicht verstehst. Denke in Ruhe darüber nach und versuche, dass was Dir für Dich als sofort realisierbar erscheint umzusetzten. Es ist nur zu Deinem Schutz und Vorteil.

    @All
    Ich denke, meine Vorschreiber haben alle, aus bestem Wissen und Gewissen und entsprechend ihrer Erfahrungen und Qualifikation, versucht hier zu helfen. Für alle die, die sich mit dem Forum noch nicht so auskennen: klickt einfach auf den Namen ronta, oben links in ihrem Kommentar, dann kommt ihr in ihren Vorstellungsbereich.

    LG, Andy