Hallo,
so endlich komme ich mal wieder zu nem ausführlichen Bericht....
Ich hatte ein langes "Gespräch" mit meiner Mutter, war ziemlich laut und anstrengend, aber ich denke sie hat vielleicht verstanden um was es mir geht und dass ich auch mal Ruhe brauche. Ich hab nämlich die Frechheit besessen ihr beide Kinder mal "auszuleihen". Da hat sie dann auch mal festgestellt, wie anstrengen ein 3 Jahre altes Kind + 7 Monate altes Baby sein können und wie es ist mit Schlafentzug nur einen Tag durchzustehen. Als ich die Zwerge abgeholt habe hatte sich ihre Wohnung in eine Räuberhöhle verwandelt. Sie war so fertig, dass ich ein bissl Hohn mir einfach nicht verkneifen konnte. Und dass war halt auch die perfekte Überleitung zum Thema ich hab genug zu tun, lass mich mit eurem Schei* einfach in Ruhe. Misch dich nicht in mein Leben ein, kümmert euch um euern Kram. Und dass ich nicht das Kindermädchen ihres Mannes bin. Sie meinte zwar ob ich nicht wüsste wie traurig sie sei wegen der Situation, hab ihr aber deutlich gemacht dass jeder für seine Gedanken und Gefühle selbst verantwortlich ist. Hab ihr angeboten sie zu unterstützen wenn sie meinen Vater verlassen möchte, aber solange sie für sich nichts ändert, ihr weder helfen kann noch möchte. Sie war ziemlich baff, hat suich seitdem aber nurnoch in Frieden gemeldet.
Meinen Vater hab ich auch gleich mit verarztet, der rief mich die Woche an um zu jammern. (Ja, die Welt ist böse und so gemein zu ihm) Auch ihm hab ich nochmal deutlich gesagt, dass er nurnoch Hilfe zu erwarten habe, wenn er sich zu einem Entzug entschliesst. Und wie toll ich sein kleines Theaterstück denn gefunden habe, nur dass es ihn leider in die Situation gebracht hat, dass ihm dass nächste Mal keiner glaubt wenn es ihm schlecht geht und er dann evtl. ernsthaft Probleme bekommt. Ich werde nicht mehr nach ihm schauen gehen. Falls er tatsächlich irgendwo umkippt, hat er dann halt Pech gehapt. "Aber Kind dass kann doch nicht dein Ernst sein". DOCH!
Seitdem geht er mir aus dem Weg, wenn ich ihn zufällig treffe, hat er immer die Leidensmiene aufgesetzt, hab ihn ausgelacht.
Meine Schwiegermutter hat auch mal wieder die Meinung gesagt bekommen, nachdem sie sich bei ihrem Sohn ausgeheult hat, was er doch ne böse Frau hat. Leider hab ich sie vielleicht ein wenig grob angefasst, als ich ihr gesagt habe dass es nicht mein Problem ist, dass sie seid den Tod ihres Mannes vor 1 1/2 Jahren nur Zuhause ist und den Kontakt mit allen ausser uns abgebrochen hat. Und wenn sie nur kommt um mir auf die Finger zu schauen, darf sie auch gleich allein bleiben. Wenn sie nirgens hin will und ich deswegen auch nicht rausgehen kann, weil sie ja zu Besuch ist stinkt mir dass gewaltig.
Bei ihr hat es gewirkt, sie war gestern mit ein paar Arbeitskollegen essen hat ihr wohl richtig Spaß gemacht. 
Mein Mann hat auch seinen Nasenstüber abbekommen, der ist jetzt wieder schön friedlich.Von wegen ich hab nie Zeit für ihn und er müsste immer unter allem leiden.
Und ich habe meine beste Freundin mal um Hilfe gebeten, so ganz klar formuliert. Erstens hat sie auch ein Gespräch mit meinem Mann geführt, was bei ihm überraschend gut angekommen ist, und dann hat sie den Job des Babysitters übernommen. Mein Mann und ich haben jetzt einmal im Monat ein geplantes Date. Er nimmt Urlaub, das Baby geht zu meiner Freundin und der Große in den Kindergarten.
Ich fand es zwar merkwürdig um Unterstützung zu "betteln"(andere sagen fragen dazu
) hat sich aber gelohnt.
Alles im allem eine recht positive Grundstimmung....
Liebe Grüße