Beiträge von Oiseau

    So, liebes Käferlein, liebe Gotti und alle, die mich vielleicht nicht ganz vergessen haben :wink: ,

    ich will mich auch mal wieder melden. Inzwischen hat sich bei uns das trockene Leben wirklich fest eingependelt, seit über 8 Monaten schon. Mein Mann ist aktiv wie nie, er belegt Kurse bei der Volkshochschule, kümmert sich um unser Heim und unsere Freizeit und redet dennoch auch offen über seine Krankheit, wenn es sich ergibt. Nach seiner Aussage hat er überhaupt keinen Saufdruck und denkt auch nicht an Alkohol, im Gegenteil, er kann sich gar nicht vorstellen, dass er wieder was trinken könnte, denn es ist ihm schon vom daran Denken schlecht. Mir geht es damit gut und ich kann ihm vertrauen. Das einzige, was mir zuweilen zeigt, dass noch nicht alles verarbeitet ist, sind meine Träume, die selten, aber eben ab und zu, wiederkehren und in denen ich davon träume, dass er wieder trinkt. Dann durchlebe ich die ganze Gefühlsbandbreite beim Aufwachen erneut. Das ist manchmal lästig. Aber - wer weiß - vielleicht trägt es auch nur dazu bei, dass ich nicht alles, was war, vergesse.

    Ich für mich bin aktiv, bewege mich mehr und habe auch nach wie vor meine Hobbys. Unsere Kontakte zu Freunden und Verwandten haben wir wieder aufleben lassen und genießen es, wieder mehr gemeinsam zu unternehmen und Leute zu treffen. Die meisten wissen Bescheid. Es wird nicht groß darüber geredet, aber es gibt keinerlei Konflikte, wenn wir eben keinen Alk zu Hause anbieten. Und auch nicht, wenn wir keinen trinken, wenn wir irgendwo eingeladen sind.

    Nichts desto trotz lese ich hier immer noch regelmäßig mit und stehe natürlich auch jedem gerne mit Rat zur Seite, wenn gewünscht.

    Liebe Grüße an alle,

    Oiseau. :D

    Hallo, Amai,

    ich melde mich auch mal zu Wort, nachdem ich schon längere Zeit mitlese.

    Stimmt es, dass du diesen Mann, den du liebst, eigentlich nur virtuell kennst???? D.h. hast du ihn schon mal gefühlt, gerochen, seine Stimme und seine Gesten gesehen?? Wenn nicht, erliegst du gerade einem Trugschluss. Ich habe einmal ähnliche Erfahrungen gemacht in einer Zeit, als ich eine Partnerschaft beendet hatte und mich einfach einerseits frei und glücklich, andererseits aber auch ungewohntermaßen sehr allein und einsam mit mir selbst fühlte. Ich hatte ein unheimliches Potential an Liebesfähigkeit in mir, und das hatte sozusagen nichts zu tun!!! Aber es brauchte ein Betätigungsfeld!!! Ich vermute, dir ergeht es gerade ähnlich. Anstatt erst einmal ohne Mann zu leben - und ich verstehe eigentlich nicht, warum dir das nicht mal gelingt, wo du es doch anscheinend sehr leicht hast, auf Männer anziehend zu wirken und jederzeit einen finden kannst - diese Zeit zu genießen und auf den wirklich Richtigen noch zu warten (denn er wird todsicher NICHT gerade jetzt um die Ecke biegen und in dein Leben schneien), konzentrierst du wieder (!!!) alle deine Energien und Wünsche und Sehnsüchte auf eine vermeintlich große Liebe, die gar keine sein kann, jedenfalls nicht im umfassenden Sinne.

    Auf der anderen Seite fällt mir auf, dass du für meine Begriffe ZU viel Energie und Aufmerksamkeit auf dein Innenleben richtest. Du kreist ja ständig nur und ausschließlich um dich selbst. Wie wäre es, wenn du dir ernsthaft Arbeit suchen würdest, denn dann hättest du gar keine Zeit mehr zu diesen endlosen Analysen. Versuche es mal, du wirst sehen, alles wird sich relativieren und irgend wann, wenn die Zeit reif dafür ist, wird dir deine große Liebe begegnen, die dann sicherlich auch zu einer autarken, in sich selbst ruhenden Amai passt - ohne Alkohol, Drogen und ähnlichen Süchten!!

    Dazu wünsche ich dir Glück!

    Herzliche Grüße,

    Oiseau.

    Liebe Gotti,

    ich fühle mit dir. Auch ich weiß - aus naher Verwandtschaft und durch eine sehr enge Freundin - wie schwer es auch für Angehörige ist, die Diagnose Krebs zu verkraften. Oft sind ja die Erkrankten stärker als die Nichtbetroffenen. Sei für deine Schwester und ihre Familie da. Das wird ihr sehr helfen.

    Dir wünsche ich von Herzen, dass du aber auch die Kraft findest, dich um dich selbst zu kümmern. Pass gut auf dich auf!!!

    Oiseau.

    Hallo, Käferlein und liebe Gotti,

    danke für eure Grüße und Wünsche. Auch, wenn ich nicht mehr so oft hier schreibe und mich etwas zurückgezogen habe, vergesse ich doch nicht, wie wichtig das Forum für mich in einer schweren Zeit war. Wo ich wohl heute stünde, wenn ich nicht über Alkoholismus und Co-Abhängigkeit so vielschichtig informiert worden wäre?! Daran wage ich nicht zu denken.

    Sicher, Käfer, mir ist bewusst, dass es jederzeit mal wieder "enger" werden kann, wie du schreibst. Aber das ist ja auch in jeder anderen Beziehung so, oder? Ein Trost ist in jedem Fall, dass es ein - DIESES! - Forum gibt für Menschen mit ähnlichen Schicksalen und Gefühlen - und dass man sich dort immer Hilfe holen kann.

    Zuweilen würde ich sehr gern mehr helfen, denn ich habe schließlich auch Hilfe erfahren dürfen. Wenn ich dann aber manches Schicksal lese, merke ich, wie vergleichsweise gut ich es, trotz vieler erlittener Schmerzen, doch habe! Und dann wage ich nicht, Ratschläge zu erteilen, ganz einfach deshalb, weil ich manches nicht kennen gelernt habe und nicht mitreden kann. Alle versuchsweise von mir erdachten Ratschläge wären dann vielleicht unangebracht und würden niemandem helfen.

    Herzlichst,

    Oiseau.

    Hallo, Käferchen,

    das war eine Überraschung, dass du dich nach mir erkundigst. Ich verfolge sporadisch die Schicksale der einen oder anderen Betroffenen hier im Forum, habe aber im Moment keine rechten Ideen, um Ratschläge geben zu können. Vielleicht deshalb, weil bei uns angenehme Ruhe eingekehrt ist und ich mich auf unser neues Leben konzentriere.

    Mein Partner ist seit fast 8 Monaten trocken, er ist fröhlich, unternehmungslustig, hat keinerlei Saufdruck, er erträgt auch, wenn andere um ihn herum was trinken. Wobei wir natürlich nicht weggehen, um im Biergarten oder Bierzelt zu hocken, das ist klar. Ich bin auch ruhiger geworden, trinke aber selbst nach wie vor nichts. Auch, wenn er nicht dabei ist, gelüstet es mich nicht nach Alkohol. Und ich habe immer noch einen Riesenekel vor Alkoholfahnen und Besoffenen!!! Brrr!

    Er redet auch immer offener über sein Problem - mit mir und auch mit Freunden. Das finde ich sehr bemerkenswert, wenn ich daran denke, wie schwer ihm das zuerst fiel. Nur seine Meditationen sollte er vielleicht wieder öfter machen. Aber dazu kann ich ihn nicht zwingen.

    Du siehst also, es hat sich für mich und uns gelohnt, gegen den Feind Alkohol zu kämpfen. Ich habe einen völlig neuen Mann an meiner Seite, und meine Ängste vor einem Rückfall sind zumindest im Moment kaum mehr spürbar. Ich hoffe auch, es bleibt so.

    Dennoch: Ich bedaure jene, die im Forum immer wieder schreiben, dass sie so viel Schlimmes durchmachen und sich nicht trennen können/wollen!! Wenn sie doch einmal kapieren würden, was es heißt, über sein Leben selbst zu bestimmen und es sich nicht von einem anderen kaputt machen zu lassen!!!! Der Schmerz der Trennung ist es allemal wert, danach in Ruhe und Frieden mit sich und der Welt zu leben!! Obwohl ich mich nicht von meinem alkoholabhängigen Mann getrennt habe, weiß ich, wovon ich rede. Also, liebe Cos, traut euch endlich, euer Leben selbst in die Hand zu nehmen und es euch gut gehen zu lassen!!

    In diesem Sinne wünsche ich allen, dass sie sich zugestehen, glücklich zu sein.

    Dir auch alles Liebe, S.Käferchen!!! :D
    Oiseau.

    Hallo, Gotti,

    na, wie geht es euch so nach ein paar Arbeitstagen im alten Trott? Ich glaube, wir zwei verschwinden hier in der Versenkung, weil bei uns im Moment alles in trockenen Tüchern ist :wink: . Ich hoffe und bete natürtlich, dass das auch so bleiben wird. Schließlich sollten wir nichts einfach so als gegeben hinnehmen, denn nichts ist sicher im Leben.

    Ich merke heute, dass ich mich ein wenig ablenken muss, weil mein Lebensgefährte unterwegs ist. War schon seit einiger Zeit nicht mehr allein so lange fort. Daran muss ich mich gewöhnen, und da ich nicht weiß, wann er zurück kommt, merke ich, dass ich ein wenig unruhig werde. Es steckt mir wirklich noch in den Knochen. :roll: Aber ich arbeite, habe vorhin eine Freundin besucht und versuche mir keine Sorgen zu machen, denn es besteht ja keine Veranlassung. Ach, Manno, ob dieses Gefühl jemals ganz verschwindet?

    Mein Partner hat am Wochenende in einem guten Gespräch mit Freunden deutlich zugegeben, dass es für ihn gilt einen Vertrauensverlust wieder auszugleichen - das hatte er bisher noch nie so formuliert. Er meinte, er würde verstehen, wenn ich ihm noch nicht wieder volles Vertrauen entgegen bringen könne, es sei einfach zu viel zerstört worden. Boh, ich war baff, das aus seinem Munde zu hören. Tut gut.

    Ich hoffe, bei euch läuft auch alles gut und die Probleme mit euren Kindern werden kleiner. Viel Glück und Durchhaltevermögen und eine Portion Vertrauen und Gleichmut wünscht dir

    Oiseau.

    Guten Abend noch mal,

    ich bin sicher, dass du schon viel ruhiger und sicherer bist, wenn du jetzt ohne deinen Mann das Haus verlässt. Oder täusche ich mich da? Deine Ängste, dass er wieder trinken könnte, wenn du nicht bei ihm bist, werden weniger. Auch, wenn er zur Arbeit fährt, wirst du die Veränderung merken. Freu dich über weniger Sorgen und Kopfzerbrechen. Du kannst dich nun mehr auf dich selbst konzentrieren.

    Ein Kollege, mit dem er reden kann und der ähnliches erlebt hat - wunderbar!

    Zitat: "Im Urlaub hat er mir dann mal gesagt, dass er weiss, was für ihn gefährlich ist. Wann er aufpassen muss. Er - für sich -will nie wieder zurück. Und so, wie er es gesagt hatte, war ich beruhigt."

    Diese Sätze kenne ich auch sehr ähnlich von meinem Lebensgefährten. Ich denke, auch das hilft uns dabei, ein wenig lockerer zu werden. Ich merke, dass ich immer seltener an die schwereren Tage in unserem Leben denke. Neulich las ich mal wieder in einigen Tagebuchnotizen und war erstaunt und erschüttert, dass ich vieles, was vorgefallen war, vor allem aber meine riesigen Zweifel und Ängste, Trennungsabsichten und die große Verzweiflung fast schon vergessen hatte. Dennoch - ich werde dieses Tagebuch aufheben. Vielleicht kann es mich mal davor bewahren, Gleiches ein zweites Mal durchzumachen.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

    Oiseau :idea:

    Liebe Gotti,

    jaja, das war nett, mich aus der Versenkung zu ziehen. Aber ich schreibe ja im Moment auch nichts. Es ist schön zu wissen, dass dir meine Worte geholfen haben. Es wäre schön, wenn der Appell auch bei anderen ankäme, ja, aber ich weiß auch, dass es nicht einfach ist sein Leben zu ändern, egal, ob nun co-abhängig in Bezug auf Sucht oder nicht.

    Was mich mal allgemein bei dir interessiert ist: Wird das Thema Alkohol noch thematisiert in euren Gesprächen? Wer von euch beiden spricht zuerst darüber? Geht dein Mann noch zu einer Therapie oder einer SHG?

    Ich kann mir vorstellen, dass ihr keine leichte Zeit durchmacht was die Probleme eurer Kinder betrifft. Aber jetzt könnt ihr zu zweit daran "arbeiten", euch besprechen, Strategien entwickeln und durchziehen. Du bist nicht mehr allein dafür zuständig! Ist das nicht herrlich!? Geteiltes Leid ist halbes Leid, da ist schon was dran.

    Mein Partner geht jetzt einmal die Woche zu einer tiefenpsychologischen Behandlung. Da fiel ihm vorhin, als er heim kam, das Reden über sich gleich viel leichter! Ich bin so froh, wenn er es mal schafft über seine Gefühle zu sprechen! Da kann ich auch auf ihn eingehen. Es bringt uns einander näher. Wenn er nur über Alltägliches spricht, ist mir das zu wenig. Da werde ich manchmal richtig ungeduldig und denke mir: Na, schon wieder den ganzen Tag über Nichtigkeiten geredet, und es bleibt doch so viel Unausgesprochenes in der Luft hängen...

    Jedenfalls finde ich es schön und aufbauend, auch mal wirklich positive Erfahrungen hier im Forum zu lesen. Vielleicht spornt das auch viele andere an...

    Aber, sei mal ehrlich: Du bist doch jetzt im Nachhinein froh so lange gewartet zu haben, oder? Denn was lange währt ... :lol:

    Ich grüße dich und wünsche euch noch einen schönen glücklichen Tag!

    Oiseau.

    Liebe Gotti,

    habe mich gefreut wieder von dir zu hören! Du klingst so richtig glücklich und gelöst. So soll es sein! Jetzt werdet ihr alle kommenden Situationen meistern! Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Glück und Harmonie in eurer Ehe und deinem Mann wirklich dauerhafte Trockenheit!!

    Ganz liebe Grüße von

    Oiseau. :D

    Hallo ihr alle,

    ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber natürlich immer fleißig mitgelesen. Viele neue Schicksale sind da zu lesen, aber irgend wie ähneln sie sich alle. Während die einen es schaffen sich aus einer schrecklichen, demütigenden und zermürbenden Beziehung zu lösen und neu anzufangen, krebsen die anderen herum und trauen sich nicht ein Leben mit weniger Leid anzusteuern. Ich selbst bin bei meinem Partner geblieben, weil er bereit war, sich einer Therapie/Kur zu unterziehen und mit dem Alkohol abzuschließen. Soweit läuft alles gut, er ist trocken und es geht ihm prima. Ich merke, dass ich immer seltener an die Zeit des Schreckens zurückdenke, aber ich weiß, dass ich einen Rest der Erinnerung daran in mir behalten will, als Warnung, dass ich es nie wieder so haben will wie es einmal war.

    Wenn er Dinge ohne mich unternimmt stellt sich bei mir auch so langsam eine Art Gleichmut ein, eine innere Ruhe, fast schon Sorglosigkeit, was ich sehr genieße. Ich denke, es ist die geringer werdende Co-Abhängigkeit. Vielmehr entwickele ich recht gesunde egoistische Eigenschaften... :twisted:

    Dennoch glaube ich, dass wir noch einen langen Weg bis zur wirklichen Sicherheit vor uns haben. Wenn es Lebenssituationen gibt, die belastend für uns sind z.B. Auch das miteinander Reden müssen wir dringend üben.

    Ihr seht also, selbst dann, wenn alles gut endet, ist es nie zu Ende, sondern ein immer währender Prozess, wie in jeder Partnerschaft, nur eben mit dem besonderen Zusatz "Sucht" versehen.

    Habt Mut, liebe Cos, wenn ihr glaubt, es zu schaffen, bei eurem Partner zu bleiben, aber habt genau so Mut zu einem Neuanfang, wenn ihr es nicht aushaltet und nur leidet. Seid es euch wert! Das Leben ist nicht endlos...

    In diesem Sinne grüße ich euch für heute herzlich.

    Oiseau. :D

    Hallo, Gotti,

    nett, noch mal von dir zu hören! Das Wetter wird bestimmt schöner - und wenn nicht, na, dann müsst ihr zwei halt richtig fest zusammenrücken! :oops:

    Ich wünsche euch wunderbare, glückliche Urlaubstage und ein zufriedenes Wiederlesen hier im Forum. Du wirst uns fehlen!

    Liebe Grüße,

    Oiseau

    :D

    :D:D:D :D :D Mensch, Gotti, in fünf Tagen! Da wünsche ich euch aber wirklich ganz viel Erholung, Ruhe, Zueinanderfinden und - ja, einfach ganz viel Miteinander und Liebe! Ohne Alkohol!!!

    Alles Gute, bin schon gespannt, was du erzählen wirst!

    Liebe Grüße nochmal,

    Oiseau

    Hallo fish,

    Du machst das TOLL! Stark bleiben! Nicht umfallen! Ruf dir immer ins Gedächtnis zurück, was du alles durchmachen musstest und deine Kinder auch!!

    Lass dich nicht veräppeln von deinem Mann. Die Masche ist bekannt!

    Ich wünsche dir, dass ihr drei euer neues Leben anpacken und so richtig genießen könnt!

    Liebe Grüße,

    Oiseau

    Hallo Gotti und alle anderen,

    dein Mann schafft es auch noch. Da bin ich sicher. Hab Geduld, wirklich.

    Ich war am Wochenende hobbymäßig unterwegs und hatte kaum Angst um ihn. Ich merke, es wird immer besser. Er kam auch gut zurecht, hatte keinen Saufdruck, ist zumindest momentan nicht gefährdet. Aber er hat ja auch keinen Stress. Mit beruflicher Belastung wäre es vermutlich etwas anders. Jedenfalls ist es ein gutes Gefühl sich keine Sorgen zu machen. Ich hoffe, ich kann es beibehalten, auch wenn sich die Lage anspannen sollte. (Was ich natürlich nicht hoffe.) Allerdings: Ich träume ziemlich wüste Dinge, was mir zeigt, dass die völlige Entspannung in mir doch noch nicht ganz eingetreten ist. Aber es ist ja auch noch alles ganz frisch...

    Dir, liebe Gotti, wünsche ich, dass sich auch bei euch eine Entspannung einstellt. Alles Gute euch allen, die hier immer lesen und antworten!

    Oiseau.

    Liebe Gotti,

    auch ich wünsche dir, dass du noch Geduld haben kannst. Im Moment finde ich, es wird bei uns jeden Tag etwas besser. Aber Sicherheit wird sich bestimmt erst in ein paar Jahren einstellen. :roll: Da müssen wir wohl durch. Bei dir gefällt mir, dass du raus gehst und dich ablenkst, und dass du dich selbst nicht aus den Augen verlierst. Mir gelingt das nicht immer, leider.

    Ich hoffe, heute geht es dir besser und ich grüße dich.

    Oiseau.

    Ihr Lieben alle,

    mein Lebensgefährte schrieb gestern eine Mail an unsere Freunde und outete sich. Es war eine ganz tolle, mutige Mail und ich war stolz auf ihn. Postwendend kam eine sehr liebe Mail zurück. Keine Angriffe, keine Witze, kein Unverständnis. So werden wir wohl guten Mutes an der Geburtstagsfeier teilnehmen. Ich bin sehr froh. Natürlich weiß ich nicht, ob es an der Feier dann auch noch so sein wird, aber ich denke, da mein Partner hinwill, werden wir es versuchen.

    Ansonsten ist alles im grünen Bereich! Ich wünsche allen einen guten, unwetterfreien Abend. Bis bald,

    Oiseau :D

    Hallihallo,

    das hört sich ja schon viel besser an! :wink: Ich glaube, es ist richtig, wenn du am Telefon einfach nicht so tiefsinnig wirst, dann kann er auch ganz anders reagieren. Meine Therapeutin hat mir damals, als mein Partner auf Kur war, geraten, ihn zu bremsen, wenn er am Telefon über inhaltliche Dinge mit mir sprechen wollte, weil er diese dann nicht mehr in der Therapie erzählen würde. Ich habe ihn dann auch zu Beginn der Kur ein-, zweimal unterbrochen und das Thema "umgeleitet". Hat funktioniert. Er hatte zwar Sehnsucht, aber ich habe auch gemerkt, dass er sehr DORT war, voll von Eindrücken, voll von den Schicksalen auch der Mitpatienten.
    Ich glaube, du kannst mich finden! In der gängigen Suchmaschine gibst du ein: Partner ist Quartalstrinker. Dann wirst du mich (mit zweiteiligem Nick) finden. Wenn du dich dort auch anmeldest, können wir privat mailen. Vielleicht klappt es. Also, freuen würde ich mich.
    Gestern und heute bin ich ziemlich geschafft. Habe auch gar keinen rechten Draht zu meinem Holden. :cry: träume wüste Dinge in der Nacht und bin morgens wie gerädert. Vorhin habe ich auch noch gebügelt... Oh Manno...
    Aber ich finde, solange es nur DAS ist, was mich "belastet", geht es mir doch eigentlich gut..
    Schwarzseherin bin ich leider auch. Ein ganz blöder Charakterzug, der es einem oft nicht leicht macht im Leben. Stimmt's?
    Mit den Freunden ist das so: Sie sind sehr nett und führen eine vorbildliche Ehe aber sie sind zuweilen etwas borniert. Er ist ein richtiger Genusstrinker, und ich kann mir eben nicht vorstellen, dass er es ernst nehmen würde, wenn wir ihm von Alkoholismus erzählen würden. Seine Frau könnte da allerdings vermitteln, sie ist etwas "reifer". Ich bin gespannt, wie es wird. Habe echt keine Ahnung. Freunde velieren, vor allem durch Umzug, da habe ich fast schon Übung drin, aber es tut jedes Mal sehr weh, trotz allem. Bin halt anhänglich und eine treue Tomate :oops:

    LG,

    Oiseau-lala- :lol:

    Liebe bokins,
    das hast du mir unter meinem thread geschrieben:"Ich bin sehr traurig, dass mein Mann am Telefon manchmal so abweisend klingt, und male mir natürlich alle Gründe aus. Ich kenn ihn doch sooo gut, und nun plötzlich gibt er mir Rätsel auf. Vielleicht hast Du Recht, und das habe ich mir ja auch schon oft gesagt, in unserer Ehe fehlte etwas Weinen . Aber ich war doch so glücklich, und er hat es mir auch immer gesagt. Ich sage ihm jeden Tag am Telefon, dass ich ihn vermisse, aber von ihm kommt das höchst selten, nur als Reaktion auf mich(ja, ich vermiss dich doch auch...)."

    Weißt du, er vermisst dich ja! Aber im Moment hat er Schwerstarbeit zu leisten, alles ist neu, anstrengend, vielleicht auch seelisch fordernd und belastend, da KANN er nicht so viel an zu Haus denken und er hat wahrscheinlich kaum Zeit, an dich und daheim zu denken. Das ist bitter für dich, ich weiß, aber es ist doch wichtig für ihn, damit die Therapie auch von Erfolg gekrönt ist.

    Du bist in eurer Ehe glücklich. Wie schööön! :D Aber warst du es auch in der Zeit, wenn du ihn beim Trinken erlebt hast und seinen Rausch aushalten musstest? Wirklich? Verkläre nicht die Zeit vor der Therapie, sonst vergisst du ganz, weshalb er jetzt eigentlich fort ist. Ist es nicht auch deshalb, damit eure Ehe WEITERHIN funktioniert? Es hätte doch nicht so weitergehen können, oder doch?

    Ich bin ganz froh und erleichtert, dass du eine Freundin hast, der du deine Sorgen erzählen kannst!!!!!

    Noch mal zu deiner Familie: Diese Reaktion befürchte ich von den Freunden, bei denen mein Partner sich jetzt outen will, auch, und ich habe Angst davor. Allerdings könnte ich dann wahrscheinlich leichteren Herzens adieu zu ihnen sagen!!! Mit Leuten, die solche Einstellung haben, würde ich nicht mehr gern zusammen kommen. Da stehen mir sämtliche Nackenhaare zu Berge! :evil:

    Dass du gar nichts zu den blöden, infamen Sprüchen gesagt hast, wundert mich. Ich glaube, ich wäre ausgerastet! :twisted:

    Mit dem privaten Mailen versuche ich gerade einen Weg zu finden. Wäre schon toll. :wink:

    Ich wünsche dir, dass du die weiteren Tage gut überstehst, und sei es "nur" in Harrison Fords Begleitung!! :oops:

    Liebe Grüße,

    Oiseau