Guten Morgen Ina!
Ganz bestimmt kostet es Überwindung, zuzugeben, dass "man" DIESES Problem hat.
Egal bei wem.
Aber, wenn es ein guter Arzt ist - scheint mir deinen Erzählungen nach!
- weiss er schon insgeheim, dass bei dir zuhause nicht alles im Klaren ist.
Deiner Mutter musst du doch gar nichts erzählen!
Es ist DEINE private Sache, wenn du zu einem "Arztbesuch" gehst.
Vlt. magst du das am Anfang als Grund nennen. Später wirst du dann sicherer werden, und stärker für dich eintreten.
Meine Kinder fanden von alleine zu ihren Hilfen. Wohl beide durch Ärger in der Ausbildung ausgelöst. Da kam dann zu viel zusammen, und bei Arztbesuchen fanden sie den Weg.
Ich denke, ich war und bin immer der erste Anhaltspunkt für beide gewesen, und wir haben sehr viel miteinander geredet. Mein WEg heraus half ihnen bestimmt nachzumachen.
Wie lange so eine Therapie dauert kann dir keiner sagen. Solltest dich da auch nicht festlegen.
Wenn es nichts mehr zu sagen gibt, wenn du alleine mit deinen Problemen arbeiten kannst, dann hast du es geschafft.
Das dauert bei einem sechs Monate, der andere braucht Jahre.
Mein Mann ist auch in therapeutischer Behandlung. Leider nur sporadisch, weil beruflich bedingt. Deshalb wird er wohl länger brauchen.
Ausserdem hat er nicht den Vorteil, so wie ich hier schon ganz lange dabeizusein.
Hier habe ich sehr, sehr viel gelernt!!!
Meine Hauptarbeit bestand auch in der Therapie, die ich über ein Jahr besuchte. Da kam es immer wieder zu neuen Baustellen, bis endlich Ruhe einkehrte. Tränen sind viele geflossen. War sehr gut. Befreiend.
Ausserdem besuche ich seit drei Jahren meine SHG, war psychosomatisch zur Kur und eben dieses Forum gehört zu meiner Verarbeitung.
Fertig bin ich noch lange nicht. Arbeite aber immer wieder an den "Baustellen", die mich hindern wollen, frei für mich zu sein.
Ich wünsche dir einen schönen Tag, Gotti.