Beiträge von Gotti

    Liebe Daffi,
    geh, geh schnell. Was du alles schreibst - hattest du eigentlich irgendwann mal eine "gute" Zeit? Geh, und du wirst ganz alleine eine gute Zeit finden.
    Ich bin heute selbst ein bißchen depressiv, denn ich denke in den letzten Tagen sehr viel über mein eigenes Leben nach. Aber deine Sorgen sind noch viel schlimmer.
    Also, machs und geh.
    In Gedanken unterstütze ich dich, Gotti.

    Hallo Daffi,
    du hast all mein Mitgefühl, gerade jetzt in der Schwangerschaft. Aber - da muss ich deinen "Freundinnen"recht geben: TRENN DICH von ihm!
    So wie du schreibst hat er keine Liebe für dich übrig. Nur schlechte Wörter, gemeines Aushorchen, alles umdrehen, was du sagst - er ist es gar nicht wert, dass du so leidest. Und dann denke an dein Kind. Das braucht dich und keinen Vater, der die Hauptlebensquelle (DICH) zerstört. Du schaffst es bestimmt auf eigenen Füßen zu stehen. Such dir Hilfe von außen.
    Apropos Freundinnen. Können die dir nicht helfen? Vielleicht kurzzeitig Wohnung geben, damit du Abstand gewinnst.? Wenn du ehrlich zugibst, dass du wieder bei deinem Mann nachgegeben hast, können echte Freundinnen nicht böse sein. Sind nämlich auch Frauen und haben Gefühle.
    Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke, aus deinem Tief herauszukommen.
    Gotti.

    Hallo Leosaar,
    bin zwar nur die Ehefrau eines Ex - alkis ( mein Mann ist jetzt vier Monate! trocken), hab aber mal so reingelesen, wie ihr euch so fühlt. Ich will ja meinen Mann auch verstehen lernen. Also, ich finde, du hast alles richtig im Kopf. Wenn du morgen bei deinem Test so bist wie in deinen Beiträgen, kann gar nichts schiefgehen.
    Ich drück dir beide Daumen und wünsche dir eine gute Nacht,
    Gotti.

    Hallo Chris,
    auch wenns jetzt noch schwer ist, aber denke an deine Kinder. Ich bin auch erst aufgewacht, als meine Tochter sagte: Lass dich doch scheiden.
    Ich hatte plötzlich Angst, meine Kinder zu verlieren. Man kann nich in sie hineinschauen, sie sagen auch nicht alles, was sie denken. Aber wenn du schreibst, du hast ein gutes Verhältnis zu deiner "Großen" - in dem Alter ! hör auf sie. Dann bist du auch in ihren Augen stark. Sie brauchen jemanden zum Aufschauen. ( Lieber du als irgendeinen anderen ???).
    Ganz liebe, selbstmitgefühlte Grüße,
    Gotti.

    Hallo Poldi,
    wie ist das eigentlich mit euch zweien. Schreibt ihr euch nur SMSs oder telefoniert ihr auch? Ich finde, im Gespräch kann man viel mehr herausholen, hören, was der andere meint. Mein Mann und ich sind (wahrscheinlich eine "veraltete" Sorte Mensch, die lieber telefonieren. Dabei konnte ich schon immer heraushören, wie er drauf war. Und im Lauf der Jahre erkennt man da jede Stimmungslage.
    Auf seine SMS solltest du auf keinen Fall antworten. SMSn sind unpersönlich und oft unehrlich. Man kann ja viel schreiben.
    Trotzdem eine gute Nacht, gute Zeit, Gotti.

    Liebe Tihaso, lieber Markus,
    leider kann ich mich nicht so tiefsinnig ausdrücken. Liebe ist freilich mehr. Aber im Laufe der Zeit bildet sich im Herz (?) im Kopf(?) so ein Gefühl, dass man für jemand empfindet und diesen jemand möchte man nicht vermissen. Ganz egal ob das Vertrauen weg ist, die Rücksichtnahme, Zärtlichkeit ,.. Ich kanns halt nicht so gut ausdrücken.
    Ich habe leider auch schon in anderen Threads geschrieben: Trenne dich von deinem Mann. Aber die "Liebe" - wie gesagt, ich hab auch lange gebraucht.
    Ich hoffe, ich bin einigermaßen verständlich, Gotti.

    Hallo Currlinger,
    Warum hängt sie an ihrem Mann? Klare Antwort für mich: weil sie ihn immer noch liebt.
    Mir gings genau so.Hat so 24 lange Jahre gebraucht, bis meine Gefühle soweit waren, mich gegen ihn zu stellen.
    Ich bin nur heilfroh, dass wir uns nicht trennen mussten. Wahrscheinlich würde ich ihm heute auch nachheulen.
    Für mich also ganz normal.
    LG, Gotti.

    Hallo Poldi,
    wenn es mir so schlecht ging, nahm ich meine Stöcke (Nordic Walking) und bin losgelaufen. Durch den Wald, Wiesen.... Dabei habe ich viel Wut rausgelassen. Das Wochenende verspricht schönes Wetter. Vielleicht hast du irgendwo eine Freundin, Nachbarin, ... die mit dir losläuft?
    Wünsche dir ein "gutes, erstes, Allein- Wochenende". Bleib stark, Gotti.

    Liebe Chris,
    ich wünsche dir von ganzem Herzen die Kraft dazu, dich von deinem Mann zu trennen. Sonst wird sich nichts ändern.
    Er hat alles was er braucht. Und du hast nur Sorgen.
    Nehme Abstand mit deinen Kindern, und dann findet sich alles.
    Meine Kinder sind auch schon älter. Die nehmen viel mehr auf als man denkt. Ich hoffe, dass sie keine inneren, versteckten Störungen haben. Was man nicht so merkt, was nicht zur Sprache kommt. Außerdem sind sie immer noch in der pubertät. Ist eh schlimm genug.
    Gute Zeit für euch, Gotti.

    Gestern habe ich mit meinem trockenen Mann ein kleines gemütliches "Valentinsbuffet" genossen. Mit trockenen Gesprächen, ohne Streit, auch ein bisschen über die nasse Zeit geredet. Einfach nur gut!
    Gotti.

    Hallo Elocin,
    ja Geduld, dass ist es , was ich auch noch lernen muss. Du schreibst ganz richtig, dass auch die Co - Abhängigkeit ein langer Prozess ist, den man nicht so schnell ändern kann.
    Ich bin leider im Moment noch sehr ungeduldig.
    Da ist mein Mann nach so langer Zeit endlich trocken, und ich denke : jetzt ist alles gut, wir sind im siebten Himmel!
    Pustekuchen. Der lange Prozess der Lügen, Gemeinheiten, Unsicherheiten, Angst, Traurigkeiten - aber immer wieder Hoffnung, neuer Versuche, neue Chancen - eben schlichtweg Dummheit - dieser Prozess braucht seine Zeit um - ja sich zu ändern. Um mich zu ändern.
    Mir ist völlig klar, dass das bei mir auch nicht so schnell geht. Bin in manchen Dingen ganz schön konservativ. :oops:
    Aber, mir hilft es auf jeden Fall hier im Forum euere Lebensgeschichten zu lesen und mir davon einiges zu nehmen und zu lernen.
    LG Gotti.

    Hallo Liberty,
    vor ein paar Minuten habe ich zu einem anderen Forum einen Teil meiner Lebensgeschichte geschrieben. Und jetzt lese ich deine, fast die gleichen Sorgen.
    Auch ich kann dir nur raten, hart zu bleiben und dich von ihm zu trennen. Wir haben zwei Kinder (18 und 23 Jahre alt), um die ich mich die meiste Zeit alleine kümmern musste. A) weil mein Mann Schichtdienst arbeitet un B) weil er so oft nichts (!) tun konnte. Die beiden waren meine größte Sorge, dass sie keinen Schaden bekommen sollten, wegen der Sauferei des Vaters.
    Ich kann nicht in sie hineinsehen, weiß nicht, ob sie irgendwelche irreparabele Schäden davontragen. Aber, nachdem meine Tochter letztes Jahr das erste Mal zu mir sagte: Laß dich doch scheiden!, bin ich wahrscheinlich erst mal aufgewacht. Es hat noch etliche gute und schlechte Zeiten in unserer Ehe gedauert, bis ich aber wirklich hart wurde.
    Nach 24 Jahren war unsere Ehe eigentlich kaputt. Keine Gefühle mehr da ( außer Ekel meinerseits gegenüber der Bier - und Sonstiges - Fahne).
    Jeder hat seine Freizeit für sich verbracht. Wir haben nebenher gelebt.
    Angst vor der entgültigen Trennung hatte ich aber auch. Finanziell bin ich auch abhängig. Und dann bin ich auch noch gläubig - so mit : bis dass der Tod euch scheidet - in guten und in schlechten Zeiten - .
    Aber zuletzt war ich auch körperlich und seelisch nicht mehr belastbar. Nur noch ein Nervenbündel. Es musste sein.
    Eigentlich bin ich eine totale Flasche. Feige bis zuletzt. Aber diesmal habe ich es geschafft. Und du schaffst es auch!!!! Das wünsche ich dir ganz sehr.
    Liebe Grüße, Gotti.

    Hallo Furaha,
    natürlich gibt er dir die Schuld. Das tun, glaube ich alle Alkis, die Schuld immer anderen geben. Mein Mann war auch nieeeee schuld! Bis ich einen Punkt gesetzt habe.
    Ich denke noch immer mit Grauen an die Stunden zurück, in denen ich ganz fest wußte, jetzt mußt du Nägel mit Köpfen machen. Ich hatte riesengroße Angst, Bauchschmerzen und Herzrasen.
    Mein Mann brauchte letztendlich 10 Minuten, um herauszufinden, dass ich es diesmal ganz ernst meinte, und dass er sich wirklich entscheiden musste.
    Im Nachhinein denke ich, dass es ihm sehr geholfen hat, dass ich diesmal stark war. Kleine Kinder brauchen starke Eltern, um ihren Weg finden zu können. Alkoholiker sind wie kleine Kinder. Sie brauchen jemanden, der Stärke zeigt, an dem sie Halt finden. (Ich hoffe, ich klinge nicht zu intelligent, das bin ich nämlich gar nicht.) Durch das Lesen im Forum komme ich aber immer wieder zu neuen Erkenntnissen, und sehe unser Leben im neuen Licht.
    Mein Mann brauchte nur die Hilfe, eine Gruppe zu finden. Kein Problem für mich, denn ich wusste schon jahrelang die Adressen, Telefonnummern in unserer Umgebung. Die hatte ich auch schon sooooo oft mal so herumliegen lassen, bzw. direkt angesprochen. ( Bin ich sicher auch die tausenneunhundersechszigtste im Club?).
    Liebe Furaha, ich wünsche dir ganz viel Stärke um hart zu bleiben und konsequent zu deinem Leben zu stehen. Du bist du! Du hast das Recht unabhängig von allen Süchten zu sein. Lass dich nicht mehr von ihm unterdrücken. ( Das versucht er ja schon wieder, indem er dir die Schuld zuweist).
    LG Gotti.

    Hallo Petti,
    ich bin noch ziemlich neu hier, habe aber schon ein paar Stunden Meetingsgespräche mit anderen Co -Abhängigen hinter mir.
    Deine Geschichte ähnelt meiner. Ich war auch so blind (was anderes war es nicht) zu glauben, dass es vielleicht nicht soooo schlimm mit seiner Sauferei ist. Erst viel später habe ich erkannt, dass ich meinen Mann nicht! erziehen kann, nicht ändern kann, weil er es nicht wollte.
    Ich habe alles gemacht, was er nicht tun wollte, oder oft nicht konnte, weil er halt zu war. Es war jedes Mal schlimm für mich. Er ekelte mich zuletzt nur noch an. Gefühle füreinander? Wir waren auf dem Nullpunkt angekommen. Nach 24 Jahren.
    Ich war psychisch und physisch am Ende. Es gab nur zwei Entscheidungen: Schluß mit dem Saufen - aber mit Hlfe, nicht ohne (hatte er oft genug probiert und ist in die Hose gegangen ) - oder Scheidung.
    Mein Mann hat sich für uns drei ( zwei erwachsene Kinder ) entschieden. Ist jetzt seit 15 Wochen trocken, besucht seine Selbsthilfegruppe.
    Wenn jetzt jemand mit Bierfahne auf mich zukommt und mich anspricht, könnte ich kotzen.
    Ich ärgere mich, dass ich nicht schon früher so stark ( obwohl ich total am Boden war) war.
    Nimm dir, was dir gefällt und hilft.
    Alles andere kannst du vergessen.
    Grüße, Gotti.

    Hallo ihr, Ette, Currlinger, Frozen Tears, die ihr da hin - und herschreibt, und überlegt, ob es jemanden hilft:
    Mir helfen euere Worte. Ich bin noch sehr neu, noch sehr kurz erkannte "Co-Abhängige". Bei mir wirkt in den letzten Tagen einiges nach, von dem ich gelesen habe. Ich versuche dann meinen Mann besser zu verstehen. Oder, ich sehe welche Fehler ich gemacht habe, die so viele andere auch machen oder gemacht haben.
    Bitte, laßt euch nicht abschrecken, denkt nicht so viel über Sinn oder Unsinn nach. Schreibt euere Gedanken weiter auf.! Außer mir warten bestimmt noch sehr viele auf euere HILFE.
    Grüße von Gotti.

    Guten Abend Heinrich,
    vielen Dank für deine Antwort. Sie baut mich sehr auf und gibt zum Nachdenken. Keine Angst aber, denn ich bin selbst auch in der Angehörigengruppe in unserem Ort. Dort reden wir über alles mögliche, natürlich auch über meine/unsere Probleme. Es gibt auch eine ältere Frau, die mir schon viel geholfen hat. Sie redet auch aus eigener Erfahrung, was alles anschaulich macht.
    Wahrscheinlich bin ich ganz schön ungeduldig. Das ist leider sehr oft meine Art. Aber ich bemühe mich schon, diese Ungeduld meinem Mann gegenüber zu bremsen. Ich denke, dass da schon noch viel Liebe auf beiden Seiten übrig ist.
    Danke, für deine Worte.
    Dir und deiner Frau wünsche ich auch eine gute Zeit,
    Gotti.

    Hallo, ich ( Co - Abhängige, seit 24 Jahren verheiratete und Mutter zweier erwachsener Kinder) suche den Rat und Erlebnisse von Gleichgesinnten.
    Mein Mann ist seit 15 Wochen trocken, geht nur einmal wöchentlich zur SHG.
    Wir sind seitdem wie ein frisches Paar. Alles ist anders. Nur die Sorgen oder Probleme unserer Ehe sind gleich. Oder doch nicht? An manchen Tagen merke ich, dass wir schon sehr , sehr weit auseinandergelebt lebten. Gefühle waren abgestorben.
    Jetzt ist alles anders. Aber gefühlsmäßig geht noch nicht sehr viel.
    Und dann immer die Gereiztheit . Wegen jeder Kleinigkeit kriegen wir uns in die Haare. (Sicher normal für die Entzugszeit??) Dabei möchte ich jetzt doch endlich wieder glücklich sein.
    Habe ich zuwenig Geduld?
    Bestimmt bin ich nicht die Einzige mit diesen Sorgen.
    Ich freue mich auf euere Antworten,
    Gotti.