Halllo Rosa Li!
Ich denke, nach den vielen langen Jahren war es endlich Zeit, dass mein Mann anfing "mal richtig trocken zu werden". Davor hatte er mir sehr oft Trinkpausen vorgespielt und eben das volle Programm.
Wir haben zwei Kinder ( jetzt erwachsen, aus dem Haus), die genug mitgekriegt haben.
Es war vor allem an der Zeit, dass ich mich änderte.
Jetzt sind es zwei Jahre und sieben Monate her, dass ich die letzte Entscheidung einforderte. Und seitdem ist mein Mann (mit Rückfällen - siehe mein Thread) trocken.
Entspannen kann ich nicht nur mit meinen Hobbies, sondern auch einfach "neben ihm" - weil nüchtern. Ich habe eine neue Einstellung für das Leben bekommen und schaffe es, sehr bald, wenn ich nervös oder wütend werde, auch wieder zu mir zu finden. Zu meiner Ruhe.
Dafür lebe ich auch meinen Rhythmus und meine "kleinen Eigenheiten" aus. Ich liebe es z. B. werktags frühmorgens aufzustehen und in aller Ruhe zu frühstücken.
Erst gestern bekam ich ein Kompliment von einer Kollegin, die mich als ruhige und gelassene Person sieht, die immer wieder auf den Boden der Tatsachen findet und das auch weitergibt.
Das war vor den zwei Jahren beileibe nicht so! ![]()
Eigentlich sollte ich meinem Mann dankbar sein, dass ich durch seine Krankheit meine Krankheit begonnen habe, zu kurieren.
- womit wir wieder bei der Diskussion wären: Krankheit oder Nichtkrankheit? usw. usw. usw........
Ich wünsche dir einen ruhigen Abend und viel Kraft um für DICH einen neuen Weg zu finden!
LG Gotti.