Ja Karin, die kleine Hoffnung gibt es - immer und immer wieder! "Hangeln" wir uns doch immer wieder weiter an den guten Tagen fest!
Und das zieht sich dann ewig hin. Du bleibst in deiner Co - abhängigkeit, baust sie immer weiter aus, belügst dich und die anderen immer mehr, immer öfter, denn "es ist ja nicht so schlimm, weil..." - weil du ja wieder ein, zwei Tage Hoffnung schöpfen konntest ... Die Spirale kann dann solange weiterdrehen wie bei mir! Mehr als 30 Jahre lang.
Vielleicht sollte es so sein. Vielleicht sollte ich so lange aushalten. Vielleicht brauchte ich einfach ( brauche oft mal länger ) länger, um aufzuwachen, all meinen Mut zusammen zu raufen...
Aber im Nachhinein denke ich nur : WAS WAR ICH DUMM!!!! Hättest es schon längst so schön ruhig haben können!
Naja, es braucht eben jeder SEINE Zeit.
LG Gotti.
Beiträge von Gotti
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Hallo Karin!
Herzlich Willkommen hier im Forum!
Hier bist du richtig und wirst verstanden!
Nachdem ich sehr viele lange Jahre herumgeeiert habe ( ich finde mich natürlich in deiner Geschichte wieder ), musste ich feststellen, dass ich erst ganz unglücklich und richtig krank werden musste, um einzusehen, dass ICH MEIN LEBEN in die Hand nehmen musste, d.h. GEHEN MUSSTE.
Jahrelang habe ich mir eingeredet, dass es mir ja "eigentlich gut ging", dass ich meinen Kindern die Familie nicht kaputtmachen konnte, meinen Eltern nicht ihr selbsterbautes Haus nehmen konnte, ....
Tausend Gründe habe ich gefunden, mich an ihnen festgehalten, an dem kaputten, krankmachenden Leben festgehalten.
Als ich hier ankam, ( "Ganz am Anfang und doch mittendrin" ) war ich wohl an der Stelle, an der du jetzt stehst. Auch mein Mann hatte Trinkpausen, die wunderschön waren. Eine Zeit, in der ich immer wieder Hoffnung schöpfte, dachte, es wird jetzt ENDLICH gut....mich selbst belog, alle anderen belog....
Ja, es hat viele Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass ER sich nicht ändern wird - für nichts und niemand.
Auch in der Zeit des Auszuges ( ich musste wieder etliche Monate aushalten - keine Wohnung gefunden ), hat er sich nicht bemüht, mich zu halten, Liebe zu zeigen, geschweige denn Reue....
Der Alkohol macht alles kaputt. Jedes Gefühl stirbt.
Allerdings auch bei mir. Als ich las, dass dich der "Geruch" abschreckt, hat es mich gleich geschüttelt. Darüber kann ich mich immer noch sehr ekeln.
Meine beiden Kinder sind auch erwachsen, und durch meine Tochter erfahre ich immer wieder neue Kraft und neuen Mut, mein neues Leben noch besser in den Griff zu bekommen. Sie gibt mir immer wieder das Gefühl, dass ich es richtig gemacht habe, dass sie deshalb stolz auf mich ist.
Finanzielle Abhängigkeit - GsD hatte ich schon immer mein eigenes Konto, und arbeite schon über 35 Jahre - hatte ich trotzdem auch als GRUND für ein Nichtgehenkönnen. Aber glaube mir, dein Mann muss dir genug zahlen, dass du nicht verhungern wirst.
Hast du einen Hausarzt/ in mit der du schon mal über deine Probleme geredet hast? Such dir unbedingt HIlfe vor Ort, vielleicht eine SHG, eine Kur - Ich habe alles gebraucht, um soweit zu kommen, wie ich jetzt bin.
Die letzte Reha hat es dann gebracht, mir alle GRÜNDE abzuarbeiten, die mich von der Trennung abhalten wollten.
Ohweia, jetzt habe ich dich aber ganz schön zugetextet.
Wünsche dir einen guten Tag heute, und noch viele andere Posts!
LG Gotti. -
Sorry!!!! Nicht Mario sondern Rattenschwanz !!!!


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Hallo Mario!
In diesem Zustand trocken zu werden, würde ich als Wunder bezeichnen.
Oder Geschenk Gottes, zuletzt "ins Reine zu kommen".
Noch würde ich mich über Erklärungen und vielleicht "Entschuldigungen" freuen.
Ich wünsche es allen , zuletzt soweit zu kommen!
LG Gotti. -
Guten Morgen Milla!
Hast du schon mal mit deinem Arzt darüber gesprochen, wie schlecht es dir im Moment geht? Wie wäre es mit einer Mutter - Kind - kur?
Ich kann dir nur wünschen, dass du bald Hilfe findest, die dir wieder aufhilft, dir Mut und Kraft gibt, und dass du dein Leben aus einer anderen Sicht sehen lernst. Was mir geholfen hat, ist die Tatsache, zu überlegen, "wie sehe ich das Problem in einer Woche, in vier Wochen, in einem halben Jahr, in einem Jahr, ...???" Was denke ich dann über mich? Was will ich dann über mich denken? Wie soll es mir dann gehen??
Ich habe viel Therapie gebraucht, um dahin zu kommen. Alleine hätte ich mich sicher weiter in meinem Selbstmitleid neben meinem Mann gesuhlt.
Nach deinem Auszug ist es freilich nicht leicht, das neue Leben. Aber bestimmt gesünder für eure beiden Seelen. Auch wenn du es jetzt vielleicht noch nicht sehen kannst.
Liebe Grüße, Gotti. -
Dankeschön, Dania und Sunshine!
Ein Lob tut immer wieder gut, auch wenn ich mich schon lange für mein blödses Verhalten geschämt habe. Wie ich gerade bei Paul geschrieben habe, habe ich natürlich viele Fehler gemacht, aber eben "die Kurve gekriegt"!
Es wird zwar immer wieder Momente geben, in denen ich "rückfällig" werden möchte, aber ich hoffe und bete, dass sie mit der Zeit immer weniger werden. Es macht mich auch bisschen wütend, wenn andere mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen, oder mich auf "sein Verhalten, Aussehen" hinweisen. Aber darüber komme ich auch inzwischen gut und leicht weg. Es ist jetzt sein eigenes Leben und ich habe meines. Wir sind getrennt!
Ich wünsche ihm aber immer noch, dass er die Kurve bekommt - für sich! Denn irgendwann haben wir uns natürlich auch einmal sehr geliebt, und er hätte es verdient. So wie ich jetzt alle schönen Stunden und Tage verdient habe.

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Guten Morgen Paul!
Vielleicht bin ich nicht das Beste Beispiel, aber damals dachte ich eben nicht anders, sondern handelte.
Als mein Mann sich entschloss, wirklich trocken zu werden, fing ich ja auch gleichzeitig mit dem "Trockenwerden" an. D.h. zuhause gab es keinen Alkohol mehr. Absolut keinen, ich informierte mich überall! Bin ein sehr pflichtbewusster Mensch! Und dann folgten eben auch die Taten: bei Geburtstagen nix - auch für die Gäste! Ich spüre noch heute die Blicke, die Unverständnis, das unausgesprochene Fragezeichen, .. selbst schuld, denn ich hätte ihnen alles erklärt. Das habe ich jedem, der gefragt hat!
Meine Freundinnen waren anfangs auch "verstört", wollten mich nicht verstehen ("Er sieht dich doch nicht"...), aber ich hätte mich ja allein schon durch den Geruch verraten. Wie gesagt, ich bin eben ein Pflichtmensch!!!
Was ich damit sagen will ist, dass ich meinem Mann zuhause und mit mir jede Chance gegeben habe, trocken zu bleiben, ihm dabei geholfen habe, soweit es in meiner Macht stand. Meiner Unterstützung war er sich sicher.
Und mir hat es gesundheitlich ja auch nicht geschadet. Alle anderen haben mich mit der Zeit auch als Nichttrinkerin akzeptiert. Meinen runden Geburtstag feierten wir auch ausgelassen ohne.
Meine Geschichte verlief dann leider nicht so wie von mir gewünscht, aber das war nicht mein Verdienst, denn der Alkoholiker alleine muss natürlich auch für seine Krankheit sorgen. Mein Mann hat das leider nicht getan. Punkt!!!
LG Gotti, die jetzt sehr für IHRE Krankheit sorgt.
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Hallo Paul!
Bei dir zu lesen macht echt Freude!
Es ist auch mein Motto, auf andere mit einem - zumindest kleinen - Lächeln zuzugehen, und nicht gleich mit Sorgen und Ärger überstülpen. Gerade am Montag Morgen finde ich es so wichtig, dass der Tag gut beginnt.
Mach weiter so!!! Solche Kollegen sollte es viel öfter geben!!!
LG Gotti. -
Hallo Vollwaise!
Schade, schade, schade, dass es hier in deinem Thread so viele "Unstimmigkeiten" gibt. Anfangs dachte ich nur, endlich mal ein paar frische Gedanken.
Meiner Meinung nach passieren die Missverständnisse leider nur aus dem NichtindieAugensehenkönnen. Nicht sehen, wie es der andere meint, und wie mein Gesagtes bei ihm ankommt.
Wahrscheinlich bin ich auch ein geduldiger Mensch, kann über sehr viele Äußerungen neuer Teilnehmer erst mal schweigen, nachdenken oder gar lächeln, so dass ich oftmals einfach ruhig bleibe. Im meinem realen Leben unanbdingbar!
Auch ich habe Tage, an denen ich nicht supidupi drauf bin. Dann interessiert mich hier nichts, oder ich lese nur, was mir hilft. Mich mit irgendwelchem Mist auszuputschen bringt mir nichts. Die heiße Kartoffel schmerzt nur, solange ich sie festhalte!
Aber dein letzter Satz macht mich trotzdem traurig, denn deine Freundin sollte NICHT für dich aufpassen! Dein Gehirn sein, denn ICH war es zu viele lange Jahre, und war dadurch sehr krank geworden.
Geh deinen Weg so wie du ihn angefangen hast weiter! In SHGs gibt es immer wieder" Abwechslungen"- auch bei uns Cos. Manchmal muss man leider eine "Durststrecke" durch. Gehört zur "Therapie". Aber gerade diejenigen, die durchhalten, auf die ist Verlass und werden mit der Zeit richtige "Freunde", mit denen man jeden Alltagssch... besprechen kann.
LG Gotti. -
Hm, in die Richtung denke ich auch - kann nur denken, weil mein Mann sich ja nie geäußert hat. ER hat ja nicht getrunken, und wenn jetzt, dann wegen meines Auszugs. - Keine Ahnung, ob es so ist, denn wir haben nicht darüber gesprochen, und ich habe kein Interesse daran.
Es ist sein Leben, das er jetzt packt oder verliert. -
Danke dir, Aurora, und schicke dir heute einen sonnigen zurück!
Es ist zwar lausig kalt, aber echt wunderschön sonnig!!!
Gestern hatte ich einen längeren Arbeitstag, und abends nur noch Lust auf meine Couch!
Jetzt gehts gleich wieder rund bis abends. Aber die Sonne scheint, und das hebt das Gemüt!
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Genauso wie Alkoholiker auf ihr Gift aufpassen müssen, müssen Co `s auf ihre Suchtmittel aufpassen. Meines ist z.B. auch die Verantwortungsübernahme für Schwächere oder vermeintlich Schwächere.
Da sehe ich leider sehr oft Hilfebedarf, den andere gerne ausnutzen.
Also muss ich aufpassen, meine Grenzen ziehen, für mich sorgen, mich dem Entziehen!
Auch wenn es jetzt manchmal als "Garstigkeit" ausgelegt wird - ich nenne es Selbsthilfe und mein eigenes Leben! -
Genau das ist der Punkt, Carl Friedrich!
Du musst die Entscheidung treffen, trocken sein und bleiben zu WOLLEN!
Dann ist es egal, was um dich herum passiert. Dann kannst du auch WOLLEN, dich aus Umgebungen usw. herauszuziehen, oder gar nicht hinzugehen.
Ich habe damals genauso reagiert wie Vollwaises Freundin, und habe ALLES entsorgt, Wein-, Sekt- Schlnapsgläser im Keller verpackt... Wenn ich an die Diskussionen mit Familie und Freunden rund um meinen Geburtstag damals denke!!!!
Alles ohne Alkohol gefeiert, gekocht, studiert, Foren gelesen, die SHG besucht, alle gelöchert...
ICH hätte es geschafft trocken zu leben, weil ich wollte. Und aus reiner Co-abhängigkeit habe ich noch sehr lange neben ihm alkoholfrei gelebt. -
Eine Bekannte fastete jedes Jahr mit Brühe und wertvollen Säften.
Jedes Jahr mit Erfolg. Wasser und Tee trank sie soviel sie wollte.
Während meiner Trennung und Auszug "fastete" ich unbewusst. Merkte nachmittags, dass ich noch keinen Bissen gemacht hatte, zwang mich zum Essen. Und konnte trotzdem jede Menge leisten, mein Körper funktionierte
perfekt. Meiner braucht sehr wenig Nahrung.
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Freut mich zu lesen!!!
Schöne Zeit dir! Gotti! -
Soooo viele Fragen!!!
Viola:
Ich denke schon, dass es für mich eine unheilbare Krankheit geworden ist, nachdem ich sie so lange ausgehalten habe. Aber ich habe gelernt, die Symptome zu erkennen und dagegen zu wirken. Traurige Infos über meinen Mann höre ich und "lege sie ab". Sie sind nicht mehr meine Aufgabe, und belasten mein Leben nicht mehr, welches so viele schöne, neue Dinge aufzeigt, die mir vorher gar nicht sichtbar waren.
Das kann für Andere total anders aussehen. Wir Menschen ticken eben auch verschieden, aber leider sind eben auch "trockene" normale Partner bestimmend, überstülpend, dominant in allen Dingen, so dass der Co sofort wieder "erkranken" kann, wenn er sich darauf einlässt.
Ich kenne viele "kranke" Partnerschaften in dieser Richtung, wo kein Alkohol mitspielt. Das schockt mich auch wieder!Hartmut:
Mir stand mein Leben lang mein mangelndes Selbstbewusstsein im Weg. Damals hätte ich keiner Diskussion standhalten können. Habe mich dafür natürlich auch wieder geschämt. Wäre zu durchgreifenden Entscheidungen nicht fähig gewesen.
Verteidigt habe ich ihn - wenn ich so nachdenke - nie! Nur versucht zu verheimlichen, vertuschen. Dafür eben wieder geschämt....
Ich dachte nur immer, dass die "anderen" über mich lachen, weil ich so eine dumme Gans bin.
Ich war schon sehr krank.
Mein Mann hat nie zu seiner Krankheit Stellung genommen. Nie versucht, zu erklären, sich auseinanderzusetzen und richtige Hilfe anzunehmen. Er schweigt auch heute noch. Sein Pech.
Ich bin raus! -
Hmm?!
Ich denke, dass ja nach jeder Suchtbefriedigung das Aufwachen kommt.
Und dann eben auch die Sucht nach Wiederholung, also geht dann die Spirale auch immer wieder weiter.
"Im Griff" hat man jede Droge nicht lange. Das erlebe ich auch bei Menschen, die z.B. jeden Tag Joggen MÜSSEN, oder Einkaufssucht haben, oder sich dem Nahrungskontrollwahn hingeben....
Ich war schon sehr weit mit meinem Mann in der Co - abhängigkeitsspirale drin, und muss auch jetzt noch sehr aufpassen, dass ich nicht in solche anderen "Süchte" falle. Da ist eine positive Lebenseinstellung von großem Vorteil, und die Lust , neue Ziele zu haben und anzugehen. Nicht im alten Trott stehenbleiben. Das würde ich mit jeder neuen "Suchtvariante".
Davor habe ich eine - ich denke schon - gesunde Angst - Respekt ! - entwickelt, die mich wach hält, und mir in den letzten zwei Jahren gute Dienste erwiesen hat.
LG Gotti. -
Die Ursachen für mein krankhaftes Verhalten habe ich dank langer Therapie bestens herausgefunden. Ich konnte gar nicht anders als so werden wie ich bin. Die ganzen Rebellionsgene sind leider in meiner Schwester verblieben.
Mich richtig zur Wehr setzen musste ich erst schwer lernen.
Egal, jetzt reagiere ich anders und lebe anders. Das zählt!
Und das kann jeder, wenn er WILL.
Ob mein Mann das jemals noch schafft ? - Sein Ding. -
Hallo Vollwaise!
Bin von deinen Posts total geflasht!!! Wenn mein Mann nur einen Bruchteil davon von sich gegeben hätte, hätten seine Versuche, trocken zu werden, vielleicht funktionieren können.
Was machst du nach den 10 Sitzungen? Wie gehts dann für dich weiter?
Ich hoffe, du findest eine richtig passende Gruppe, wo es auch Langzeittrockene gibt, und nicht nur Rückfallstatistiker!
LG Gotti. -
Hallo Dania!Herzlich Willkommen zurück!
Nein, es ist nicht normal, wenn einer alles alleine stemmen muss, und der andere denkt, wegen einer Miniaktion der Held des Tages zu sein. Als Co-abhängige - oder jemand, der in einer "kranken Beziehung" steckt, erledigen wir so Vieles, was zur Nebensache, zur Gewohnheit wird, und deshalb übersehen wird.
Der "kranke" Partner KANN das nicht sehen, weil er viel zu sehr mit SICH und seiner Sucht beschäftigt ist. Überfordert ihn, weil er ja für die "Mittel" dafür sorgen muss, die Folgen aushalten muss, Schmerzen, ...Purer Stress! Kein Wunder also, wenn er jetzt so und eine Stunde später anders denkt.
Alkohol ist eine Droge, und die verändert den Menschen.
Mit dem ausreichenden Abstand kann ich Vieles lockerer sehen. Es belastet mich nur noch wenig, und darüber bin ich heilfroh!
LG