Beiträge von Gotti

    Weisst du was, Lütze, ich nehm dich jetzt einfach mal ganz fest in den Arm und drück dich durch!
    Dabei klopfe ich deinen Rücken und sage dir, wie toll ich dich finde, weil du es geschafft hast, bis hierhin trocken zu sein!
    Und dann wünsche ich dir, dass deine Frau auch ganz bald lernt, so richtig stolz auf dich zu sein und dich ganz sehr unterstützt!
    Denn das hast du verdient. :!:

    Bin aber mal neugierig, was deine Therapeutin gesagt hat, und wie das Gespräch mit deiner Frau abgelaufen ist. :oops:

    Ganz liebe Grüße, Gotti.

    Hallo Aschenputtel!

    Als mein Mann getrunken hatte, habe ich die gleichen Fehler gemacht, wie hier so ziemlich alle. Habe ich auch schon alles geschrieben.
    Ich weiss nicht, was passiert wäre, wenn es bei ihm damals nicht geklickt hätte. Wahrscheinlich wären wir jetzt geschieden. Die lange Wartezeit darauf - es hat sich ja sehr lange Jahre alles verschlechtert - hätte keine andere Konsequenz zugelassen.
    Wenn ich schreibe, tu was für dich, dann meine ich such dir Hilfen so viel wie möglich.
    Vlt. eine Verwandte, Freundin, Kollegin - jemand, mit dem du über ALLES reden kannst, die dich aber nicht damit benutzt!
    Geh zum Hausarzt, sprich mit ihm über das Problem. Damit hilfst du dir, weil er/sie dir dann weitere Hilfen anbieten kann. Und wenn es nur Massagen od. so sind, die der Seele auch guttun. Aber Quatsch, der Arzt empfiehlt dir sicher auch andere Hilfen.
    Und dann ist es wichtig, was ich auch schrieb, dass DU dich Hilfen ANNIMMST! Für dich verinnerlichst, auch wenn es am Anfang schwer sein sollte, sich mit dem eigenen Menschen ICH auseinanderzusetzen.
    Angefangen hat es bei mir, bei meiner Unsicherheit, die ich abbauen musste. Danach ging es viel lockerer weiter. Weil ich mich etwas GETRAUT hatte. Für mich.
    Und dann hat mir meine Therap. als Hausaufgabe gegeben, mir jeden Tag ein kleines Glücksgefühl zu verpassen.
    JA, schwer!
    Nein. Wenn du auch die kleinen Glücksmomente erkennst, hast du schon gewonnen.
    Vlt. mal einen Kaffee gemütlich trinken, dabei was lesen.
    Bei mir ein wenig Sport machen.
    Ein Spaziergang - ganz alleine im Wald.
    Shopping.
    usw. usw.
    Dir fällt sicher etwas ein, was dir Spaß macht, und du hinterher sagen kannst: Das habe ich für MICH getan. Das hat MIR gutgetan.

    Ich wünsche dir viele gute Ideen, die dir den Tag schön machen. Nochmal Mut und Kraft, für dich viel Gutes zu tun. Ganz egal wie.

    Dein Mann ist dabei "abgeschrieben".
    Meiner geht in seine SHG oder nicht. Da kümmer ich mich nicht drum.
    Höre aber selbstverständlich zu und gebe meinen Senf dazu, wenn er mit mir reden will. Das ist meine einzige Hilfe.
    Den Rest muss er alleine schaffen.

    Liebe Grüße, Gotti.

    Hallo Aschenputtel!

    Mein Mann arbeitet seit über zwei Jahren an seiner Trockenheit.
    Manchmal mehr, manchmal weniger. Leider hatte er auch "Vorfälle".
    Ich sag, weil er nicht genug an sich arbeitet.
    Aber das muss er entscheiden.
    Wenn es jemals wieder so eine Situation würde, wie damals, würde ich aber auch heute gehen. Wahrscheinlich noch schneller als damals.

    Bei mir war da immer so eine innere Angst. Vor der Unberechenbarkeit des Trinkers, seines Verhaltens. Man kann es nie vorhersehen, was er macht.
    Ich wurde nie geschlagen oder anders körperlich misshandelt.
    Nur seelisch. Mit Worten, Gesten, Mimik.
    Das hat gereicht aus mir, die ich eh schon sehr unsicher war, einen total feigen Menschen zu machen. Feige und nur unsicher.

    Nun ja, ich habe an mir gearbeitet. Mit Hilfe von vielen Leuten hier im Forum, meinen Angehörigenbekannten in der SHG, meiner Therapeutin und meiner Kur incl. dem Personal dort.
    Sehr viele Anregungen, Gedanken, Gespräche - ich habe es auch wirklich gewollt! Mich ändern. Mein Leben für mich zu ändern.
    Meinen Mann loszulassen. Er macht sein Ding. Bleibt trocken oder nicht.
    Ich bin jetzt ein neues Ich. Und das zählt.

    Alles Gute für dich, Gotti.

    Hallo Aschenputtel!

    Das hätte bei meinem Mann nie funtioniert!
    Mich in Ruhe lassen! Ging gar nicht. Erst wenn er voll zu war, geschnarcht hatte.
    Und dann kam ich natürlich nicht zur Ruhe. Hatten leider nur ein gemeinsames Schlafzimmer. Und ihn auf die Couch schicken hätte ich nie geschafft. Hatte ich auch viel zu viel Angst.
    Nee, Abstand wäre bei uns nicht möglich gewesen.
    Bei uns hat nur die knallharte Entscheidung geholfen.
    Und jetzt würde ich auch noch gehen.

    LG Gotti.

    Hallo Delf!

    Herzlich Willkommen hier im Forum! Schon mal für DICH das Beste!
    Du hast ja schon einige Antworten bekommen, die auch aus meinem Herzen kommen.
    Leider habe ich die gleichen "Chancen" jahrelang gegeben. Immer wieder ein Auge zugedrückt, mich von den Guten Tagen belullen lassen, hinhalten lassen, bis - ja bis ich nach über 24 Jahren nicht mehr konnte.
    Einfach körperlich und seelisch kaputt war.
    Alles habe ich mitgenommen in den Jahren. Meinen zwei Kindern wollte ich nicht den Vater nehmen, auf keinen Luxus verzichten, "Bis dass der Tod euch scheide", usw. usw.
    Mein Mann hatte in der Zeit viele Trinkpausen. Die längste dauerte!!!vier!!! Monate.!
    Kontrolliertes Trinken - ha! Wie oft hat er es mir vorgespielt, kein Alkoholiker zu sein, kein Problem damit zu haben. Musste er doch auch auf Arbeit seinen Mann stehen.
    Unser Weg war für mich die Hölle.

    Erst als ich total am Boden war, einen Tag vor dem Scheidungsanwalt, glaubte er es mir, dass ich Ernst meinte und ging in die Selbsthilfegruppe.
    Der Anfang seiner Trockenarbeit.

    Für mich gilt nach meinen Erfahrungen (auch mit Bekannten und anderen Betroffenen) wie bei Linde nur:
    Ein Alkoholiker bleibt immer ein Alkoholiker. Ob nass oder trocken. Dazwischen gibt es nichts.

    Leider kann ich dir nichts Positiveres schreiben, aber ich kann dir Mut machen, dir Wege zu suchen, mit dem Problem fertig zu werden.
    Viel zu leicht rutscht man in die Co- abhängigkeit hinein.

    Lg Gotti.

    Hallo ihr Lieben!

    Also, strukturmäßig geht es relativ ruhig ab. Morgens werden die Werte gemessen, Spritze verpasst, Medis kontrolliert - ob sie auch genommen wurden - und Allgemeinbefinden festgestellt.
    Waschen geht ganz gut alleine, nur bei den Füßen muss ich mal schauen.
    Rundumpflege wie Haare waschen, Nagelpflege etc. wird wenn nötig eingebaut.
    Morgens wird noch der Tagesablauf besprochen. Mittagessen wird z.B. bereitgestellt, machen sie sich in der Micro warm. Und dann kann ich beruhigt zur Arbeit, die mit Auto nur fünf Minuten entfernt ist.
    Letzteres ist meine größte Beruhigung, denn im Notfall bin ich gleich zuhause.
    Abends wird noch mal kontrolliert, ob die Medis genommen wurden, wie die Werte sind, und das Spritzlein gegeben.

    Im Moment schaffe ich es mit dem restlichen Kram, Waschen, Putzen, Kochen noch alleine mit Männe.
    Im Notfall muss meine Schwester einspringen, oder mein Schwager. Nur möchte ich sie nicht zu sehr belasten, denn mit ihrer Arbeit und der Krankheit im Hinterkopf hat sie plus eigener Familie genug.
    Ach, ich denke, dass sich so alles nach und nach einspielt, und ich auch innerlich wieder meine Ruhe finde.
    Bin ganz positiv eingestellt. :wink: Und ausserdem habe ich ja schon ein wenig LOSLASSEN gelernt. :roll: .

    Und heute habe ich mal keine Lust auf Sport und stehe dazu!
    Jepp! Morgen habe ich einen langen Tag - ab Mittag Fortbildung. Da darf ich heute nach sieben Arbeitsstunden mal "faul" sein. :wink:

    Euch wünsche ich noch ein paar schöne Restwochentage!
    Passt gut auf euch auf, der Winter kommt zurück!

    Liebe Grüße von eurer Gotti.

    Morgen Julchen!

    Warst du schon beim TA? Wenn nicht, würde ich spontan die beiden mal trennen, zwei Käfige. Kannst sie ja nebeneinander stellen. Dann hat er mal Ruhe zum Fressen und so.
    Wir mussten auch mal ein Weibchen isolieren, weil es böses Blut gab.
    Nach ein paar Wochen war wieder alles gut.
    Hormone???

    LG Gotti.

    Hallo meine liebe Yvonne und Nancy!

    Bin schon zuhause! :lol: Nur noch nicht zur Ruhe gekommen.
    Heute hat es endlich geklappt und Mama ist auch zuhause . Gestern wurde sie noch mal in die Röhre gesteckt. Letzte Untersuchung.
    O.k. jetzt ist alles abgeklärt, HA weiss auch bescheid, Medis werden zusammengestellt, und nachher gibts noch ein Spritzlein.
    Hatte in der Arbeit noch eine anstrengende Sitzung, aber mich getraut, meinen - wenn auch kleinen im Moment - aber Ärger loszulassen.
    Bin stoltz auf mich, dass ich nicht zu feige war und geschwiegen habe.
    Bei der Diskussion ringsum habe ich auch meine Frau gestanden.
    Und das obwohl ich eigentlich etwas k.o. war. - Adrenalin vorhanden. :wink:
    Jetzt gehts mir gut, Männe ist zur SHG und ich schmeiss mich auf die Couch.
    Verdienter Feierabend.
    Später noch mal Mama - Kontrollen.

    Jetzt aber Schluss. Bis denn ihr Lieben, Danke fürs Nachfragen!
    Grüß euch ganz lieb, Gotti.

    He, Frank!

    Gibts da nicht für gestern so ein Wort:
    "Märzschaf"? Vlt. wollte dich jemand "in den März schicken"?

    Hast du gut gepackt! Dickes Lob!!! Und, wenns mal wieder länger dauert, denk dran, dir eine neue Reserve zu besorgen!

    LG Gotti.

    Guten Morgen Lütze!

    In der Rolle als Ehefrau, Partnerin - Co - habe ich anfangs gedacht, dass ich alles richtig mache, wenn nur er nichts mehr trinkt.
    Wer oder was aussen herum passiert, dachte ich, kann er ab.
    Er ist ja trocken.
    Was es aber heisst, der Sucht täglich gegenüberzustehen, dagegen immun zu werden, habe ich erst nach und nach "gelernt".
    Wenn mein Mann mir sagte, dass er da oder dort nicht feiern wollte, dachte ich auch nur, dass er die Personen halt nicht mag. Erst später wurde mir klar, warum. Weil dort Alk. an der Tagesordnung war/ ist.
    o.k. sind meine Fehler gewesen, stehe ich dazu, handle jetzt anders.
    Denke jetzt anders.
    ...."er kann nicht alles ab" .....

    Liebe Grüße, Gotti.

    Hallo Maligne!

    Kein Wunder, dass du so geworden bist, wie du jetzt bist.
    Deine Arbeit , dein Umfeld hat dich zu dem werden lassen, wie du jetzt handelst und reagierst.
    Die erzieherische Arbeit formt, verändert schon, ob man will oder nicht. Man nimmt sie immer wieder mit "heim".
    Wahrscheinlich hast du deinem Sohn auch etwas Besseres gewünscht, ihn besser erziehen wollen, von allem Bösen bewahren wollen, oder, oder,....
    Und du wolltest einen perfekten Freund, Ehemann, Vater, ...
    Leider können wir aber "nicht aus unserer Haut", und wies kommt, so kommts.
    Aber - die Frage ist mir wichtig - was rätst du den Eltern deiner "auffälligen" Jugendlichen? Was sollen sie tun?
    Ich bin sicher nicht DIE die alles weiss, aber vlt. solltest du auch für dich mal Hilfe suchen. Oder hast du schon? (Habe ich deinem Thread noch nicht erlesen.) Damit meine ich nur Hilfe für dich persönlich.
    Was habe ich alles gegrübelt, in meinen Gehirnstübchen nachgedacht, was alles bei mir anders werden müsste, könnte, wie ich mein Verhalten ändern sollte, müsste, usw. Habe es doch auch einmal studiert. Da müsste ich mir doch selber helfen können.
    Nein, jemand anderes musste mir helfen. Hat mir geholfen.
    Und die Eltern waren es auf jeden Fall nicht.! :roll:
    "Du brauchst doch keine Therapie!"

    Vlt. konnte ich dir ein wenig helfen. Vlt. gehts dir einfach so besser.
    Das wünsche ich dir für heute schon mal.

    LG Gotti.

    Hallo Schattenspringerin!

    Da hast du ganz recht!
    Morgen kann der Zug schon abgefahren sein.

    Wie vergänglich sind wir doch. Was kann nicht alles passieren, was uns aus dem Wichtigen (!?) herausholt?
    Und was nutzt es zu sparen, zu sammeln, und doch heute nicht zu leben!

    Nein, ich werde nicht übermütig, nicht verrückt, und schmeisse das Geld zum Fenster hinaus, aber ich gönne mir etwas. Und sei es auch noch so klein. Wenn ich Lust dazu habe.

    Jeden Tag ein bisschen Zufriedenheit.

    Gut, dass dir nichts passiert ist und du deine Schutzengel bei dir hattest!
    Gott sei Dank.

    Liebe Grüße, Gotti.

    Guten Morgen Lütze!

    Schade, dass deine Frau dir nicht ein wenig Unterstützung gibt.
    Ich lese aus deinen Zeilen, dass sie es ganz allein dir überlässt, dass du trocken bist und bleibst. ( Oder sehe ich es falsch?)
    Die Fehler habe ich anfangs auch gemacht, aber bitter bereut. Und daraus gelernt.
    Warum solltest du deinen Geburtstag feiern müssen? He, der kann mal ruhig in kleiner Familie sein. Ist doch kein runder?
    Und wenn gefeiert wird, dann nur mit Saft und Co.
    Ist es das, was sie nicht schafft?
    Macht dir das zu schaffen?

    Lieber Lütze, du bist so weit gekommen. Hast dich soweit herausgeholt und aufgebaut. Es wäre doch schade, wenn du dich durch dein Umfeld wieder zurückwerfen lassen würdest.
    Ich fände es sehr schade.

    Ich wünsche dir, dass du weiter so stark sein kannst, DEINEN guten Weg gehst und für dich sorgen kannst, damit es dir gut geht.
    Schicke dazu ein großes Paket Kraft und MUT, für dich einzutreten.

    Liebe Grüße, Gotti.

    P.S. Wenn ich dir zu tief gedrungen bin, tut es mir leid, aber wir kennen uns hier schon so lange, dass ich nicht so einfach zulesen kann, wie es dir schlecht geht.

    Ja, leider sind meine Co- knöpfe schon in der Kindheit gelegt worden.
    Aber auch da arbeite ich dran. Meine Therapeutin hat mir in dieser Richtung auch immer wichtige Impulse gegeben.
    Ging ja bisher ganz gut. :roll:
    Naja, komme aus einem guten Gottesdienst gestärkt zurück.
    Die Sonne scheint!!!
    Wer weiss, was da noch alles auf mich zukommt?!?
    Ich muss es nicht alleine schaffen.

    LG Gotti.

    Guten Morgen Ulrike und Yvonne!

    Die innere "Unruhe" hat mich doch wieder recht bald geweckt.
    Ich bin leider kein Langschläfer, da kann ich nichts machen.
    Dafür habe ich mir ein schönes Frühstück gemacht, und dabei gelesen.

    Ich kanns einfach nicht ändern. Wenn so was Neues auf mich zukommt, denke ich vorher - im Bett, wenn ich wach liege - , alle möglichen Abläufe durch. Das hat mich in den nassen Jahren mit meinem Mann sehr viel Schlaf gekostet.
    Soweit will ich nie wieder zurückkommen. Heute abend werde ich mit homöopathischen Mitteln vorbeugen. Und vlt. ein Glas warme Milch eingeben. :wink:

    Gut fand ich gestern mal die Reaktion meiner Schwester, die ausnahmsweise mal auf meiner Seite stand, und mir riet, mich nicht emotional von Mama erpressen zu lassen.

    Nun gut. Mein Hund nervt jetzt, nach dem Motto: Du bist doch schon so lange wach, warum gehen wir nicht endlich los?
    Er hat ja recht. Der Regen hört sicher nicht so schnell auf.

    Trotzdem euch auch einen schönen Sonntag von Gotti.

    Hallo Cidra!

    Bei dir sinds 17, bei mir waren es 24 jahre, bis ich erst mal aufwachte, wirklich etwas unternahm.
    Nur - alleine in der SHG hat es mein Mann nicht ganz geschafft, trocken zu bleiben. Wenn du meine Geschichte verfolgst, wirst du von den Rückfällen lesen.
    Da hängt so viel dran. Auch bei dir - bei mir.
    Die ganzen Jahre kann man nicht so einfach abstellen. Ich habe es auch mit SHG, Forum und dann mit Therapie versucht. Ganz gehts noch nicht - wirds wohl auch nie - aber ich kann sagen, ich bin auf einem guten Weg.
    Ich arbeite sofort an mir, wenn ich "Co-knöpfe" gedrückt spüre. Und das auch mit anderen Personen! z.B. mit meiner Mutter, Kolleginnen etc.
    Ich bin auch dominant. Bei gewissen Personen.
    Aber bei meinem Mann war ich immer klein.
    Jetzt bin ich "ebenbürtig".

    Um mir was Gutes zu tun, musste ich erst erlernen, was mir wirklich gut tut. Gar nicht so einfach! War mal eine Hausaufgabe meiner Therapeutin.
    Und dann sollte ich jeden Tag wenigstens eine Kleinigkeit für mich davon tun. Auch nicht einfach. Der Alltag fordert ganz anderes.
    Aber jetzt gehts ganz gut.
    Und ich kann auch mal sagen, dass ich Ruhe brauche. Jetzt. Und dafür gradestehen.

    Dabei denke ich noch oft an meinen Mann.
    Aber nicht immer.

    Das so meine Gedanken zu deinem Post.

    Ich wünsche dir ein schönes Restwochenende, viel Sonne - gut für die Seele! - und schicke liebe Grüße, Gotti.

    Hallo Schneekugel!

    Beim Lesen deiner Geschichte bin ich - wie schon so oft - in unsere alte Geschichte zurückgefallen.
    Ich bin da aber in der Rolle deiner Mutter zu sehen.
    Nur mit dem Unterschied, dass ich nicht zu stolz war Hilfe zu nehmen, zu suchen, nur zu feige.
    Ich hatte mich aufgegeben.
    Das lese ich aber auch aus deinem Beitrag. Deiner Mutter fehlt - die Kraft, der Mut ??? - auszusteigen. Für sich, für euch Kinder.
    Ganz egal! Das sollte dich nicht stören, dir für dich Hilfe zu suchen.
    Ich bin jedenfalls ganz der Meinung, dass du fachliche Hilfe ruhig annehmen solltest. Der erste Weg dazu führt zum Hausarzt deines Vertrauens.
    Wenn du das geschafft hast - Ich schicke dir gleich mal gaaaaanz viel Kraft und Mut dazu!!!! - dann wird es leichter einen Therapeuten zu finden.
    Bei mir - ich habe es geschafft - war es so, dass am Telefon sowieso nur Anrufbeantworter dran waren. Da kannst du in Ruhe hören, wie klingt die Stimme, und dann aufsprechen oder nicht.
    Du wirst dann zurückgerufen - meist musst du ein paar Wochen auf einen Termin warten. Es geht also nicht so flott.
    In den Gesprächen wird ein guter Therapeut deine Schwächen finden und dir Wege zeigen, oder dir helfen diese ganz alleine zu finden. Dann wirst du sie gehen und spüren, wie schön das Leben wieder sein kann.

    Meine Therapie hat über ein Jahr gedauert. Nebenbei war ich regelmäßig in der Selbsthilfegruppe für Angehörige, auch ein Platz, der mir sehr wichtig geworden ist.

    Meine Kinder haben beide Therapien hinter sich.
    Ich weiss nicht, wie tief sie in allem drin waren, oder wie gut ich sie vor der Krankheit ihres Vaters beschützen konnte, ich weiss nur, dass sie freiwillig Hilfen genommen haben.
    Beide wohnen zwar auswärts, kommen aber gerne nach Hause zurück, denn ihr Vater versucht seit über zwei Jahren trocken zu bleiben.
    Übrigens, trinke ich genausolange keinen Alkohol mehr. Davor war ich dem auch nicht abgeneigt.

    Jetzt habe ich dich aber genug vollgequatscht. Hoffentlich nicht gelangweilt.

    Ich wünsche dir nochmals Kraft und Mut für dich einen neuen, guten Weg zu finden, damit es dir bald besser geht!

    LG Gotti.

    Ja, Julchen und Matthias!

    Bin grade am Ausruhen! :wink:
    Werde auch nachher nichts wirklich tolles machen. Ganz ehrlich habe ich nicht mal Lust auf Sport. Also lass ichs, denn der soll mir immer nur Spass machen, nie Pflicht.
    Vlt. lese ich mein Buch weiter, oder klimpere auf der Gitarre? Oder suche Frühlingsdeko?
    Mal sehen, worauf ich Lust bekomme.

    Danke fürs Reinschauen! Schöne Zeit wünscht euch Gotti.