Hallo Ramona!
Der Inbegriff einer "glücklichen Familie" sieht also wie deine aus?
So eine "glückliche Familie" waren wir auch. Lange Jahre.
Aber seit zwei Jahren weiss ich, was eine glückliche Familie, eine gute Ehe ausmacht, wie sie funktionieren kann.
Es ist z.B. unheimlich wichtig, sich darauf verlassen zu können, dass der Mann auch abends noch nüchtern und fahrbereit ist.
Dass er auch spätabends noch über - auch in der glücklichen Familie gibt es Probleme! - diese reden und diskutieren kann.
Dass man miteinander planen kann und das auch durchführt.
Dass man immer miteinander lachen oder weinen kann.
Und, und, und.....
Für mich ist es so wichtig, dass KEINE Flaschen rumstehen, denn nur der Anblick hat mich VERÄNDERT.
Meine Laune war sofort am Tiefpunkt, weil ich ja wusste, ich muss wieder alles alleine regeln, machen, ....
Auch wenn er manchmal noch zurechnungsfähig war - ICH habe mich geärgert, war zerrissen.
Die letzten Jahre waren für mich sehr anstrengend. Aber auch sehr lehrreich. Ich habe mich durch SHG, Therapie und ganz viel Forum hier sehr verändert. Aber ich bin froh und stolz soweit gekommen zu sein.
Was machst du für DICH um dich zu stärken?
Ob dein Mann ein hoffnungsloser Fall ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich ja nicht bei den Gesprächen und Therapien dabei bin.
Aus meiner traurigen Zeit weiss ich aber, dass ich gaaaaanz sehr oft angelogen wurde. Inzwischen bin ich da sehr skeptisch geworden.
Hoffentlich klinkst du dich nicht gleich wieder aus, weil wir vlt. wieder unangenehme Antworten haben. Ich wäre damals vlt. auch sauer gewesen, aber mit der Zeit wäre ich vlt. auch aufgewacht.
Liebe Grüße von Gotti.