Beiträge von shadow40_6

    Wo ist denn dein Freund?Ist doch Wochenende.Oder seht ihr euch nicht jedes We?

    Finde ich klasse,dass dein Chef dich unterstützt hat oder dir die Chance gegeben hat,etwas zu ändern.Immerhin trägt er die Verantwortung für ein Rudel Kinder.

    Morgen soll´s um 16° werden bei uns.Hast du dir denn schon etwas vorgenommen für so einen schönen Tag??Soviel zu putzen gibt´s ja wohl nicht,hm?
    Liebe Grüße,
    Shadow

    Oh,oh,das hört sich denn doch etwas ernster an-Richtung Machtkampf.Ein Löwe,ein Skorpion...??

    Als die Tochter meiner Freundin 18 wurde war da auch die Hölle los.Die Kurze pochte nur noch auf ihr RECHT,aber die PFLICHT hat sie vergessen.Letztendlich ist sie mit 18 ausgezogen.Es dauerte nicht lange,da haben sich Mama und Tochter wieder angenähert.Heute ist sie 22,ist nicht mehr zurückgezogen,aber die beiden verstehen sich sehr gut.

    Ich wünsche euch auch einen schönen Ausgang der Situation.Manchmal genügen auch ein paar Tage Abstand voneinander,dann sieht alles schon ganz anders aus.

    Ist nett mit dir zu schreiben,
    Shadow

    Hallo Frank,
    habe über 20 Jahre getrunken,regelmäßig,und die einzige körperliche Entzugserscheinung bestand in einem erhöhten Blutdruck,woraufhin ich einmalig eine Tablette nehmen musste.
    Ich denke,du akzeptierst schon,dass du Alkoholiker bist,wünscht dir aber insgeheim noch ein Hintertürchen????Da du ein sehr ausdauernder und gewandter Schreiber bist fällt es mir etwas schwer den Überblick zu behalten.Zweifel nicht an der Erkenntnis wo dein Problem liegt,dein Fazit sagt alles;Es geht dir besser ohne Alkohol!!!
    Viel Erfolg weiterhin,
    Shadow

    Na,ich habe früher gedacht zehn Fl. Bier machen 2500 Kalorien,null Fl. Bier machen 2500 Kalorien weniger pro Tag....Pustekuchen.Die habe ich in den ersten Monaten ganz locker durch alle tollen Leckerlis ersetzt,die ich schon jahrelang kaum noch gegessen habe.
    Ah,Geburtstag am Donnerstag,herzlichen Glückwunsch(oder wie ein Bekannter mal aus voller Brust sang:Hefty Börftie,ju,ju!) zum dreijährigen!!!Hast du auch ganz am Anfang keinen Saufdruck verspürt???Also meine ersten Monate vielen mir oft recht schwer....Mittlerweile ist Saufdruck nicht mehr vorhanden,höchstens ansatzweise mal so´n komischer Gedanke,aber der ist schnell "bearbeitet".Morgen übrigens zwei Jahre...
    Tja,deine Tipps kommen mir bekannt vor.Man füge hinzu Weizenmehlprodukte durch Vollkorn zu ersetzen,und bei Nudeln und Reis ebenfalls auf Vollkorn umzusteigen,nur drei Mahlzeiten am Tag und die letzte nicht zu spät zu sich zu nehmen,dann erhält man meine "Diät".Nun liegt´s an der Zitrone!!!Grins...Nee im Ernst,so in etwa habe ich auch abgenommen,dann noch ca 30 min. täglich auf dem Rad,viele Wege zu Fuß,und ca 1-3 mal am Tag die Runde mit dem Hund mitgegangen(sonst ist mein Freund immer alleine gegangen).Also,ab morgen Popo von der Couch und ran an den Salattrog.....
    Freut mich wenn du mal lachst.
    Shadow

    Hallo Doro,
    ich habe das mit dem Psychologen schon verstanden.War eher eine Erkentnis für mich,dass ich ihr doch etwas helfen kann,und nicht wieder alle Verantwortung auf jemand anderen übertrage.
    Wir haben gerade eine Stunde telefoniert,und am Montag treffen wir uns.Möchte noch dazu sagen,dass wir ein gutes Verhältnis zueinander haben,auch früher schon.Das habe ich zum Glück zu allen Kindern immer aufrecht erhalten können.
    Hast du dich mit deiner Tochter wieder versöhnt?Oder meintest du langwierigen Stress?Ich wollte heute morgen schon auf deinen Text eingehen,doch da haben mich andere Gedanken "überrannt".Und wahrhaftig,Jungen sind etwas anders,irgendwie einfacher gestrickt.Ist zumindest auch meine Erfahrung,denn ich habe drei davon.Das soll aber nicht verallgemeinert klingen,hoffe es fasst niemand falsch auf.
    Shadow

    Ach Almi,du könntest über mein Leben schreiben....
    Bei mir ist es das Trimmrad,welches ungenutzt in der Ecke steht,obwohl es mir gute Dienste geleistet hat.Und die Freundin...Über 30 Jahre meines Lebens habe ich mit meiner Freundin alles geteilt.Kurz bevor ich aufhörte zu trinken hat sie sich dem Alkohol zugewandt.Während der Entgiftung sagte sie,wenn sie nicht aufpassen würde,dann könne sie sich auch bald einweisen lassen.Damals haben wir noch darüber gelacht,nun ist es wirklich so.Und nun gibt es nicht DIE Freundin,mit der ich alles teilen könnte.Zu meinem Schutz,denn ich kann nicht die Augen zumachen und so tun,als ob ich nicht sehe.Aber mir fehlt natürlich etwas...
    Du könntest mir ein paar Tipps geben,wie du dich ernährt hast,während du soviel abgenommen hast.Mein bewährtes Schema will zur Zeit nicht greifen.In Bezug auf´s Trinken habe ich gelernt,dass wir unsere Strategie manchmal ändern müssen,wenn wir bemerken,dass wir nicht vorwärts kommen.Könnte beim Essen ja genauso sein.
    Und etwas Motivation von Aussen wäre auch schön,denn gemeinsam geht ja Vieles leichter.Was sagst du dazu??Fangen wir beide bei Gr.46 an,und starten durch bis Gr.40!!!!
    Shadow

    Hallo Doro,
    schön dich zu lesen.
    Ich mache mir schon länger Gedanken um die Psyche meiner Kinder,denn ich denke sie haben ein genaues Hinsehen,-und hören verdient.Ohne es mir wirklich zu wünschen glaube ich dennoch,meiner ältesten Tochter fehlt(ihr wahrscheinlich unbewußt)die Phase,in der sie so richtig wütend auf mich ist,und ihren Dampf mal ablassen darf.
    In meiner Suchtkarriere kam es nicht soweit,dass mich eins,oder gar mehrere Kinder vor die Wahl stellten,entweder Alkohol oder wir.Somit bin ich ja nun fein raus,bin die liebe Mama,die heute alles für ihre Kiddys tut....Moment mal....
    Sie sagte,"Ich habe mich oft so angestrengt,aber ich bekam nur ein Tätscheln über den Kopf.....haste gut gemacht....mehr nicht...."mit tränenerstickter Stimme...
    Verdammt,ich sollte ihr HEUTE danken,anstatt immer darauf hinzuweisen,dass ich die Vergangenheit nicht mehr ändern kann.Sollte sie nicht an Therapeuten verweisen,die in ihr herumkramen,sondern ich bin auch IHRE Mama.Klar kann ich die Vergangenheit nicht mehr ändern,klar ist die Gegenwart viel besser,und die Zukunft ja hoffendlich auch,sicher bin ich auch ihr nun eine bessere Mama,soweit ihr Alter das noch zulässt,und bin ihrer Tochter eine gute Oma geworden,aber....das Stück des Kuchens,das ihr zusteht,da habe ich schon reingebissen.....ich TROTTEL!!!
    Danke Doro,es sind keine Kompetenzprobeme bei uns,sondern eher das Gegenteil.Sie durfte nie nur Kind sein,es wäre zu gefährlich für ihre Geschwister gewesen(in ihrer Erinnerung)....ach herrje,jetzt begreife ich noch mehr.Sie ist mit 18 ausgezogen um dem zu entfliehen(haben wir drüber gesprochen),konnte aber nicht anders(schlechtes Gewissen)immer wieder alles zu kontrollieren.Sie wollte keine Kinder bekommen(Überforderung und Angst nicht auf sie Acht geben zu können),wurde trotz Pille schwanger und bekam dieses Kind(hat sich übrigens mit 24 sterilisieren lassen!!)Aber sie bereut manchmal diese Entscheidung.Sie steckt immernoch in einer Verantwortung,die sie eigendlich gar nicht übernehmen wollte.Sie hat ihre Kindheit,ihre Jugend verpasst,und sie ist nicht Mutter geworden,sie hat diese Rolle angenommen,die sie früher spielen musste.Sie ist bis heute nicht in IHRE Mutterrolle gewachsen....Ich kann gar nicht erklären was mir gerade alles bewußt wird,ich weiß nur eins,ich muss mit ihr reden!!!!
    Melde mich bald wieder,
    Shadow

    Hallo Almi,
    schön dich "gefunden" zu haben.Habe in einem anderen Thread etwas von dir gelesen,habe dann deinen gesucht,und festgestellt,dass noch keiner existierte.Aber nun gibt es ja diesen...schön.
    Du hast in dem anderen Thread über´s Gewicht geschrieben-20 Kg abgenommen,10 Kg wieder zugenommen.Ich möchte gar nicht sagen,dass dort vielleicht ein Zusammenhang besteht,ich erkenne mich nur wieder.Bin seit zwei Jahren trocken und ein halbes Jahr danach habe ich meine Ernährung umgestellt,denn das Essen hat mir ZUVIEL Freude gemacht nachdem ich nicht mehr getrunken habe.In acht Monaten habe ich 24 Kg abgenommen,habe mich suuuuper gefühlt,viel Anerkennung erhalten,von Hosengröße 50 auf 42-44.
    Seit April/Mai letzten Jahres geht es aber nun beständig wieder aufwärts.Zwar langsam,denn ich kämpfe ewig dagegen,aber zu vielfälltig sind die Versuchungen beim Essen.Acht Kilo mehr zeigt die Waage bisher,die schönen "kleinen" Hosen liegen im Schrank,die passen nicht mehr.Kann einfach nicht dauerhaft da anknüpfen,wo ich im April auhhörte.
    Nun frage ich mich,bin ich unzufrieden,weil ich zunehme,oder hat mein Essverhalten Suchtcharakter entwickelt,weil etwas in meinem Leben nicht stimmt???
    Kann es sein,dass wir uns in unserer Beziehung nicht wohlfühlen?Du schreibst von einer WE-Beziehung und weiter unten dann Sinngemäß "Wenn ich eine gut funktionierende Partnerschaft hätte...."
    Langsam wird mir klar,warum viele Langzeittrockene hier davon schreiben,ständig an sich zu arbeiten,in sich zu gehen.
    Ich wünsche dir,dass du dem Grund deiner Unzufriedenheit,der Leere in dir,auf den Grund gehen kannst.Möchte dir an dieser Stelle danken,dein Thread hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.
    Alles Liebe,
    Shadow

    Hallo Stellina,
    danke für deine Antwort.Ja,ich denke auch es ist schwierig für die Menschen im direkten Umfeld,Vertrauen in den Alkoholiker zu setzen.Einer meiner Söhne z.B.-er ist jetzt 18-hatte lange Zeit Angst,mich am Wochennde alleine zu lassen.Er ist der älteste der noch zu Hause lebt.Also auch ein Verantwortungsträger.Erst nachdem ich einige schwierige Situationen(z.B. meinen Freund beim Fremdgehen zu erwischen,einige Rückfälle meines Freundes)ohne Alkhol gemeistert habe,vertraut er mir heute wieder fast bedingungslos.
    Es braucht eben alles seine Zeit....
    Shadow

    Ach noch etwas,vielleicht hilft es dir ja;ich habe über 20 Jahre getrunken,und mindestens 10 Jahre in dem Wissen alkoholabhängig zu sein.Diese 10 Jahre habe ich mir immer vor Augen gehalten,ich DARF nie wieder trinken,wenn ich vernünftig leben will.Das war ein nicht zu fassender Gedanke für mich.Am 08.02.06 saß ich wie immer abends weinend am Schreibtisch,und der Wunsch endlich etwas zu ändern war so mächtig...plötzlich war es da,das Klicken in meinem Kopf,und ich dachte;wenn du jetzt sofort einen Anfang machst und es wirklich willst,dann MUSST du nie wieder trinken!!!
    Diese winzige Änderung in dem einen Satz,das war DIE Einsicht,DIE Erkenntnis,wie eine Befreiung,ein Wegweiser.
    Klar ist der Weg schwer,auch wenn die Euphorie am Anfang groß ist.Wir geraten alle irgendwann an unsere Grenzen,daher ist es wichtig diese so gut wie möglich zu kennen.Aber es ist machbar wenn du dich selber verstehen lernst.
    Shadow

    Hallo Jane,
    ich denke nicht,dass die vier Wochen umsonst waren.Du hast eine Erfahrung gemacht,wenn auch eine schlechte,aber so manch anderer kann daraus vielleicht Nutzen ziehen,und du natürlich auch.Sicherlich bleibt die Erkenntnis,du bist nicht trocken,nur weil du eine Zeit nicht trinkst.Was du beim letzten Versuch falsch gemacht hast das mache ab jetzt anders.Gib dem Alkhol nicht den nötigen Spielraum,denn wenn du zulässt darüber nachzudenken,dann lässt du nicht nur zu,dass ER sich einen Weg sucht,sondern du suchst den Weg für ihn in deinen Gedanken.Nicht umsonst schreit das ganze Forum auf,wenn einer der "Neuen" behauptet zu wissen,was er/sie sich zumuten kann.Lerne einfach daraus,nimm es als Erfahung an.Und es ist echt gut,dass du den Kopf nicht in den Sand steckst,sondern darüber redest.
    Ich wünsche dir viel Erfolg,einen starken Willen,und den Mut etwas zu ändern.Du schaffst das Jane!!
    Shadow

    Hallo zusammen,
    möchte mich nochmal kurz vorstellen.Bin 42 Jahre,Mama von sieben Kindern(eins allerdings verstorben),dreifache Oma(ja,das geht in dem Alter),habe 20 Jahre getrunken und bin am kommenden Sonntag seit zwei Jahren rückfallfrei trocken.
    Meine Kinder sind natürlich in erster Linie froh darüber,aber es gibt dennoch "Nachwirkungen",die erst während meiner Trockenheit richtig sichtbar werden.Z.B. leidet meine älteste Tochter(25 J.) noch heute darunter,dass sie immer glaubt verantwortlich für ihre Geschwister sein zu müssen.Bisschen falsch formuliert-sie weiß schon,dass sie das nicht muss,doch sie kann nicht ganz aus ihrer Haut.Desweiteren ist wohl drch meine Abstinenz,und die damit entstandenen Veränderungen,nämlich wesendlich weniger Probleme,mehr Platz für ihre eigene Vergangenheit entstanden.Platz zum nachdenken.Ich möchte hinzufügen,dass meine Tochter immer alles gegeben hat,damit die Familie nicht auseinander bricht,und nebenbei hat sie eine gute Ausbildung gemacht,eine eigene Familie gegründet,Führerschein gemacht,und sich dennoch viel Zeit für alle anderen genommen.
    Nun ist Mama(also ich) aber endlich vernünftig!Ich erfülle endlich MEINE Aufgaben,die sie jedoch teilweise lange mitgetragen hat.Sie hätte nun Zeit für sich,für ihre eigenen Belange,doch ich spüre förmlich wie sie unter der Last der Vergangenheit zerbricht.Da waren einge schlechte Erfahrungen,die zwar nicht direkt mit mir zu tun haben,aber mit meiner.....na sagen wir mal Unfähigkeit angemessen auf das Wohl meiner Kinder zu achten.
    Als ich zur Entgiftung ging sagte sie:"Wenn du DAS durchziehst,dann gehe ich in psychiatrische Behandlung.Manchmal reden wir heute noch darüber,über das Vorhaben,aber den Anfang hat sie noch nicht gemacht,auch wenn sie selbst sagt,es ist nötig.
    Kennt jemand diese Situation?Wie geht es heute euren Kindern?
    Liebe Grüße,
    Shadow