Hey Chrissi,
Erstmal Danke an Linde für's kopieren des Schnippsels.
Was Du da machst geht nicht. Streng genommen ist das Freiheitsberaubung bzw genauso häusliche Gewalt wie das, was Dein Vater mit ihr anstellt. Das ist nicht akzeptabel. Lass es, bevor es eskaliert. Sie ist erwachsen, soll sie doch Saufen, bis sie umfällt, hey, it's her life.
Nur der Vollständigkeit halber: Es gibt keinen Grund und auch kein Recht zum Saufen, aber das ist Dir sicherlich auch klar.
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Das mit dem Anzeigen habe ich schon versucht, doch ich allein kann da gar nichts erreichen. Meine Mutter muss diesen Schritt gehen, denn ohne ihr Einverständinis habe ich keine Beweise.
Jein. Anzeigen kann grundsätzlich jeder, der eine Straftat beobachtet. Das wär ja noch schöner. Auf die Spitze getrieben würde das ja sonst bedeuten, dass ein Mord nur vom Opfer angezeigt werden könnte. Aber Du hast natürlich Recht, wenn Deine Mutter dann bei der Befragung aussagt, es wäre nichts gewesen, sie wär nur unglücklich gefallen, dann ist's natürlich sinnlos.
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Ich glaube, für dich ist das alles sicher einfacher geworden, weil du älter bist und vielleicht eine feste Partnerin gefunden hast, die mit dir deine Vorstellungen teilt, aber wie ist das denn, wenn du auf die Insel deiner Mutter gehst, zu Besuch oder so, kommst du dir da nicht ziemlich einsam vor, oder hast du zumindest das Gefühl, das alle über mich reden (wegen deiner Mutter), das geht mir oft so.
Nun ja, die Menge an gemachten Erfahrungen steigt natürlich mit dem Alter, da hast Du wohl Recht, ob dadurch etwas einfacher wird oder nicht sei einfach mal dahingestellt, eine grosse Menge schlechter Erfahrungen kann auch das genaue Gegenteil bewirken, will sagen, es wird noch schwerer, mit einer Situation klarzukommen, als es objektiv betrachtet eigentlich wäre. Und um diese Erfahrungen zu teilen, um dafür Sorge zu tragen, dass andere (jüngere??) unsere Fehler nicht mehr machen (müssen), dafür sind wir hier..!!
Ein Partner/-in, der/die Dich so akzeptiert, wie Du bist, hilft natürlich auch ungemein, aber diese Akzeptanz muss man sich auch erarbeiten.
Was die Inselbesuche angeht: 1. Ich war aus nachvollziehbaren Gründen schon eine ganze Weile nicht mehr dort, 2. Ob ich einsam bin oder nicht liegt ja an mir, ich kann allein sein, wenn ich will, ich kann auch in Gesellschaft sein, wenn ich das will, 3a. auf Gerede hab ich noch nie viel gegeben, beteilige mich auch nicht unbedingt daran, weil ich es unfair finde, Dinge über jemanden zu verbreiten, der sich dazu nicht selbst äussern kann. Warum sollte man über mich (wegen meiner Mutter) reden, ich hab doch nix verbrochen!!?!?!?
3b. ist eher das Gegenteil der Fall. Zum einen ist der Alkoholismus meiner Mutter ganz offensichtlich und so den meisten hinlänglich bekannt, zum anderen habe ich festgestellt, je offener man damit umgeht, umso mehr positives Feedback bekommt man. Plötzlich erzählen Dir Leute, mit denen Du bis jetzt nur "Guten Tag, Guten Weg!" geredet hast, stundenlang über die alkoholabhängigen Eltern, Grosseltern, Kollegen, usw., oder man fragt Dich halt, wie's so geht, und wenn Du dann sagst "Geht so" kommt halt als Antwort "würde mir auch so gehen" oder "musst jetzt auch nix erzählen", o.ä. !
Also, wie gesagt, Gerüchte, Klatsch und Tratsch gehen mir meterweit am A**** vorbei, und nein, diese Einstellung ist KEINE Frage des Alters..!! 
Aber jetzt wieder zu Dir.
Sieh zu, dass Du Deine sieben Sachen packst und Dich aus dem Staub machst, egal wie, bloss weg, und das so schnell wie möglich. Die anderen haben Dir ja schon Anlaufpunkte aufgezeigt. Die Suchtberatung wär auch mein Favorit, Polizei auch (bei Gefahr im Verzuge, was ich bei Dir fast gegeben sehe) oder der Sozialpsychiatrische Dienst der Stadt/Gemeinde.
Wir sind natürlich auch gern für Dich da, aber wir können Dir nur mit Rat zur Seite stehen, Tun musst Du selber.!!!
Und für genau dieses Tun schick ich Dir jetzt nochmal eine grosse Tüte Kraft!! 
Alles Liebe und bis bald
Der Insulaner