Beiträge von Insulaner

    Hey Jessy,

    Das ist leider so, dass einen das alles nochmal wieder einholt. Dafür schick ich Dir schonmal einen grossen Packen Kraft!!!
    Jetzt sortier Dich erstmal, das ist alles am Anfang erstmal sehr viel, was da auf einen einprasselt und was einem dabei dann so für Gedanken kommen.
    Eines vielleicht vorweg zur Beruhigung:

    MÜSSEN musst Du gar nichts.

    Es sei denn, Du hast wahnwitzigerweise die Betreuung für Deine Mutter übernommen, aber da geh ich mal nicht von aus.
    Für alles andere gibt es in jeder Klinik den sogenannten Sozialdienst. Die sind für all diese Dinge da und die können Dir auch Antworten geben, was da alles auf Dich zu kommt. Du könntest Dir im Vorfeld natürlich im Netz schonmal ein paar Seiten zum Thema Elternunterhalt ansehen (einfach mal beim grossen G*** eintippern).
    Auch die Wohnungsauflösung sollte nicht Dein Problem sein (sofern normale Mietwohnung). Wenn Deine Mutter so desolat ist, dass sie ins Pflegeheim muss, dann dürfte sie auch einen Betreuer/in bekommen, der/die wird sich dann um das alles kümmern.
    Aber auch dazu kann Dir der Sozialdienst weiterhelfen.
    Evtl. hat es auch für Dich Sinn, mal zur Suchtberatung zu gehen, auch die wissen da eine Menge oder können Dir wenigstens mit Telefonnummern oder Broschüren oder Links weiterhelfen.


    Ich wünsch Dir viel Kraft..

    Liebe Grüße und bis bald,

    Der Insulaner ;)

    P.S.: Wenn Du Dich wieder beruhigt hast: Satzzeichen und Absätze sind hier nicht verboten und erleichtern das Lesen..!!

    Hey Silberschweif,

    Erstmal ein ganz herzliches warmes Willkommen hier im "Kinderbereich".

    Distanzieren und den Alki darüber informieren ist gut, die Frage ist, was Du erwartest und wie Du im Zweifel mit der Antwort Deiner Mutter umgehen wirst. Ich meine, sie wird Dir sicherlich nicht mit "ja" oder "nein" bzw "Tochter" oder "Wodka" antworten.
    Für wen tust Du das? Für Dich? Oder doch eher mit dem Hintergedanken, sie doch noch zum Aufhören zu bewegen?? Das wird nicht passieren.
    Kannst Du damit

    Zitat

    Entscheidet sie sich für ihre Wodkapullen, wird sie dieses Jahr völlig einsam in ihrer Wohnung verrecken.

    leben??
    Ich sage nicht, dass es falsch ist, aber man muss es dann auch in aller Konsequenz durchziehen und muss sich im Klaren darüber sein, dass einem das schlechte Gewissen (nicht nur das eigene sondern auch Familie, Nachbarn,...) immer mal wieder auf die Füsse fällt.

    Erzähl doch mal ein wenig von Dir. Wohnt Deine Mutter noch mit Euch zusammen, wohnst Du weit (genug) weg von Ihr? Hast Du bisher regelmässig nach ihr geschaut? Wie geht Dein Mann/Deine eigene kleine Familie damit um?

    Wenn Du magst, lies Dich hier noch ein bisschen ein, Du wirst Dich wiederfinden.
    Und erzähl mal, auch wenn Du magst, ob und wie das Gespräch mit Deiner Mutter gelaufen ist.

    Ich schick Dir ganz viel Kraft.

    Liebe Grüße und bis bald,

    Der Insulaner ;)

    Hey Claudia,

    Positiv denken ist immer gut..!! ;)

    Zitat

    "tag x" liegt für mich in weiter ferne


    Ich dachte, "Tag X" ist schon in einer Woche, na ja, hab ich wohl falsch verstanden..!! ;)

    Zitat

    ansonsten reisst die ihr jemand von der nase.


    Na ja, der eine lernt halt schneller und der andere nicht so schnell. Möglicherweise will sie nicht wahr haben, dass ihr Sohn ein Alki ist und glaubt, um sich selbst zu schützen, dass er wegen einer Lungenentzündung im KH ist. Liegt häufig auch an dem althergebrachten Bild, dass Alkis=Obdachlose unter der Brücke, will heissen, wenn man in "geordneten" Verhältnissen lebt ist man doch kein Alki, wenn Du verstehst, was ich meine. Ausserdem ist's für sie vielleicht auch einfacher, auf die Frage "warum ist er denn im KH?" mit "Lungenentzündung" zu antworten.

    Das mit der Verantwortung hatte ich eher bezogen auf den Alltag gemeint, nicht als "verantwortlich" im Sinne von "schuld". Ich versuche mal, es anhand des Gegenteils deutlich zu machen.
    Das Gegenteil wäre (ACHTUNG, IRONIE), ihm ein gemachtes Nest bereitzustellen, in dem er nichts tun muss und alles dafür getan wird, dass es ihm gut geht, er sich um nix kümmern muss und ihm sofort jeder querliegende Fur* von den Augen abgelesen wird, und das nur, damit er ja nicht an Alk denkt. So er denn wieder saufen würde würde man natürlich so viel wie möglich darauf achten, dass es ihm noch bequemer gemacht wird, damit er weniger Grund zum saufen hat, weil er ist ja so arm dran.(IRONIE ENDE) Ein solches Schlaraffenland/Paradies würde ihn mit ziemlicher Sicherheit schnell wieder zur Pulle bringen, weil, es war ja gar nicht so schlimm.
    Aber vom Prinzip her gehört Arzttermin machen/Arzt holen auch zu seinen Aufgaben. Der einzige Arzt, den ich holen würde wär der Notarzt, alles andere: Sein Job. Ihr "müsst" gar nichts.
    Ich weiss auch, dass das nicht einfach ist, wenn man sich das Elend jeden tag ankucken muss, aber Du musst Dir halt auch immer wieder die Frage stellen: "Tu ich das, weil ich es wirklich will und weil es mir damit gut geht oder nur, weil ich glaube, dass man es erwartet?"

    Ich schick Dir noch'n bisschen Kraft

    Liebe Grüße und bis die Tage

    Der Insulaner

    Hey Claudia,

    Ich find's gut, dass Du Dich gegen das Besuchen entschieden hast.
    Und Du hast Recht, Rechenschaft bist Du niemandem schuldig, aber es war trotzdem gut, dass Du es Deiner Mutter und Deiner Oma erklärt hast. So hast Du eine "Front" weniger, an der Du "kämpfen" musst.

    Wie bereitet Ihr Euch eigentlich auf den "Tag X"vor , an dem Dein Vater aus dem KH entlassen wird?? Ich hab bisher nirgends bei Dir irgendwas von Anschlussbehandlung, Langzeittherapie o.ä. gelesen. Ihr glaubt doch hoffentlich nicht, dass "alles wieder gut" ist, wenn er aus dem KH entlassen wird, oder?? Er ist nur entgiftet, nicht "trocken"..!!
    Und versucht, ihm Verantwortung für sich selbst zurückzugeben (alle, auch Oma). ER ist dafür zuständig, dass er etwas ißt, dass er ausreichend trinkt (kein Alk, natürlich), dass er seine Pillen nimmt, usw, nicht Ihr.

    Ich schick Dir viel Kraft

    Alles Liebe und bis die Tage

    Der Insulaner

    Hey Du,

    Erstmal auch von mir willkommen bei uns "Kindern".

    Zitat

    Ich weiß es nicht - und ich habe keine Ahnung was mich erwartet. Ich habe mit so einer Situation ja überhaupt keine Erfahrungen.. es kam ja auch alles so überraschend...


    Das kann ich gut verstehen, zumal man sich ja auf unangenehme Dinge meistens nicht vorbereitet, gell?? Ist bei den meisten so.
    Wenn Du magst und Du die Zeit hast, geh doch mal zum Sozialdienst in dem KH, in dem Deine Mutter gerade ist. Die sind für solche DInge wie Organisation von Pflege (ob zu Hause oder Heim, Pflegedienst oder Heimplatz, etc) da. Da musst Du Dich nicht selbst drum kümmern. Es ist auch niemand verpflichtet, seine Eltern zu Hause zu pflegen (und schonmal erst recht nicht, wenn sie sich selbst zum Pflegefall gemacht haben). Und die können Dir bestimmt auch sonst weiterhelfen und Dir die eine oder andere Sorge nehmen.
    Daß Deine Mutter keine Einsicht in ihre Sucht und/oder den Sinn ihres KH aufenthaltes hat könnte auch aus dem Korsakow Syndrom bzw der allgemeinen Hirn Schädigung resultieren. Aus dem was Du so schreibst würde ich mal annehmen, dass sie eher nicht wieder nach Hause kommt (da würde sie wahrscheinlich eh gleich wieder mit dem Saufen anfangen und sie können Euch dann mehr oder weniger direkt die Zinkkiste mitgeben), sondern eine Heimunterbringung geboten ist, egal ob mit eigener oder gespendeter Leber.

    Was machst Du denn so FÜR DICH?? Hast Du schonmal drüber nachgedacht, Deine Therapeutin "von damals" mal anzurufen??

    Ich schick Dir viel Kraft..

    Liebe grüße und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Ihr Lieben,

    Euch allen ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr!!!

    Ich hatte sehr angenehme Tage, insbesondere die Weihnachtstage waren extrem entspannt, aber auch der Jahreswechsel war sehr schön ruhig und unaufgeregt ;)

    Inzwischen habe ich die erste Arbeitswoche schon fast hinter mir und bereite mich nun mental auf das anstehende Schneechaoswochenende vor (ich mag Schnee, wirklich..).

    Von meiner Mutter hab ich bisher nicht soviel gehört. Sie ist wohl inzwischen doch in dieser "abstinenzerhaltenden (oder eher erzeugenden??) Einrichtung (Wohngruppe)" gelandet, hat sich auch von dort gemeldet, ich war aber "leider" nicht zu Hause (alltags nachmittags gegen 14:00, wie gemein von mir..). Sinngemäss: "ich bin jetzt in dem Heim S**** in S******, eine Telefonnummer kann ich Dir nicht sagen, musst Du Dir raussuchen,..., und ich brauch unbedingt mein Handy!"
    Tja, was soll ich dazu sagen, es gibt überhaupt kein "mein Handy". Ich hatte zwar ursprünglich mal ein seniorengerechteres Handy besorgt, so zum Geburtstag, oder so, aber da freut sich inzwischen jemand anderes drüber (SchwieEls sind einfach die besten..!! ;) )
    Zudem halte ich es aus jetziger Sicht sogar für die richtige Entscheidung (es ihr nicht gegeben zu haben), denn die Betreuerin hat mir erzählt das meine Mutter ihr nicht gestattet hat, Kontakt mit mir aufzunehmen. Ist ja auch einfacher, Leute, die nix voneinander wissen, gegeneinander auszuspielen. So langsam wird auch klar, warum mich die Ärzte aus den div Krankenhäusern nie angerufen haben, obwohl meine Mutter oft so Sätze wie "Der Doktor hat gesagt, wenn (z.B. Du mich begleitest) dann (z.B. könnte ich entlassen werden)!" Nachtigall, ick hör Dir trapsen..!!! ;) Beim letzten mal hab ich dann gesagt: "Wenn es wirklich medizinisch angezeigt ist dass ich (xy tun soll), dann würde ich das gern vom Arzt selbst hören!" Seit dem war Ruhe ;) Vorher war immer eher so der Wortlaut: "Der Arzt hat gesagt Du sollst mich fahren..!" o.ä. Aber das war i.d.R. so kurzfristig (wahrscheinlich hat sie gedacht, wenn's so dringend ist kann er nicht "Nein" sagen), dass ich's "leider" nicht möglich machen konnte (auch Chefs sind manchmal gut zu gebrauchen.. ;) )!
    Na ja, wie auch immer, derzeit ist jedenfalls Funkstille,und ich habe mit der Betreuerin abgemacht, dass wir uns im Zweifel abstimmen und ich nix mache ohne mit ihr vorher darüber gesprochen zu haben (dazu gehört auch Geld schicken (mach ich eh nicht mehr), Handy schicken, Mutter irgendwo hinfahren). Ich denke, das läuft.

    So, jetzt ist's doch mehr geworden, na ja, macht nix. Ich bin jedenfalls einerseits irgendwie stinkig mit meiner Mutter (verständlich, denk ich), andererseits aber positiv gestimmt, was mich selbst angeht, weil ich jetzt weiss, wo der Hase hinläuft und alles ineinander passt, es hat alles irgendwie Hand und Fuss (nicht so wie sonst, wo man sich fragt, warum sie z.B. nach kurzer Zeit aus der Klinik nach hause entlassen wird, obwohl sie sich selbst für suizidgefährdet hält. Inzwischen weiss ich, dass sie getürmt ist.). Versteht Ihr, was ich meine??

    Soweit erstmal von mir, ich wünsch Euch was...

    Alles Liebe und bis die Tage

    Der Insulaner

    Hey Grafty,

    erstmal ein ganz herzliches Willkommen hier bei uns "Kindern".

    Zitat

    Ich habe das Problem das meine Mutter sehr viel trinkt.

    Das ist nicht ganz korrekt. DEINE MUTTER HAT EIN PROBLEM, nicht Du. Natürlich leidest Du darunter, ganz klar, aber das Problem hast und bist nicht Du. NIEMAND ist schuld an der Sucht, höchstens der Süchtige selbst, also lass Dir kein schlechtes Gewissen machen.
    Drohungen wie "dann schmeiss ich Dich raus" oder ähnliches werden von Alkis gerne ausgesprochen, um Druck auf den Angehörigen auszuüben der aus dem "System" ausbrechen will.
    Nur um das nochmal klarzumachen (ich denke, Du weisst es auch selbst): In Deutschland braucht niemand unter der Brücke zu schlafen. Wenn sie Dich rausschmeisst oder Du ausziehen willst (was ich empfehlen würde), dann geh zum Amt (Sozialamt oder Arge oder wie die grad heissen, ggf auch Jugendamt) oder zu einer Suchtberatung (z.B. Caritas) und lass DIR helfen.
    Oder kannst Du ggf einige Zeit bei Deinem Vater unterschlüpfen??

    Apropos: Hast Du Dir schonmal überlegt, ob nicht vielleicht die Sauferei Deiner Mutter der Trennungsgrund Deiner Eltern ist? So, wie Dein Vater über sie redet, würde ich das vermuten.

    Lies Dich hier ein bisschen ein und schreib, wenn Dir was auf der Seele brennt und frag, wenn Dir was unklar ist.

    Ich schick Dir ganz viel Kraft

    Alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Ihr Lieben,

    Ich meld mich nochmal schnell ab, ich werd' morgen für ein paar Tage in "netzlose" Gefilde zu SchwieEl's fahren.

    Daher wünsch ich allen jetzt ein schönes, ruhiges und stressfreies Weihnachtsfest..!!!

    Ich schau aber "dieses Jahr" auf jeden Fall nochmal vorbei..!!

    Alles Liebe und bis die Tage

    Der Insulaner

    P.S.: Hab inzwischen mit der Betreuerin telefoniert, ihre und meine Ansichten und Absichten decken sich zu gut 90%, alles gut..!! ;)

    Hey Supermama,

    Erstmal auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Hm, ich weiss nicht so recht was ich Dir raten soll. Aber Wasser im Bauch, Leber nur noch 3 Prozent (meintest Du doch, oder?) klingt so, als ob trocken werden das geringste Problem Deiner Mutter ist. Riecht für mich nach Leberzyrrhose, seh ich das richtig?? Wie auch immer, die anderen haben ja schon geschrieben, dass es in erster Linie an Deiner Mutter liegt, trocken zu werden und zu bleiben. Wenn sie saufen will wird sie Wege finden, an Alk zu kommen, selbst, wenn sie bettlägeriger Pflegefall sein sollte.
    Grundsätzlich ist es nicht schlecht, dass Du allen Alk, dessen Du habhaft werden könntest, entsorgt hast, allerdings sagt man eigentlich, dass der Alki selbst für ein Alkfreies Umfeld sorgen muss (sofern er körperlich dazu in der Lage ist). Wie gesagt, Deine Aktion war nicht grundsätzlich falsch, aber bitte verbinde damit nicht allzu grosse Hoffnungen und tu Dir einen Gefallen: verwechsele Alkoholismus nicht mit einer Willensschwäche. Es ist eine Sucht..!!

    Ich schick Dir ganz viel Kraft

    Alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Tweety,

    das mit dem Abnabeln ist aus meiner Sicht der richtige Weg, würd ich genauso machen..!! Hör auf Dein Gefühl, es scheint Dir die richtigen Ratschläge zu geben!!

    Zitat

    So langsam scheints wohl doch die Runde zu haben

    Du kannst Dir sicher sein, dass es schon gaaaaanz lange "rum" ist, das ganze "Dorf" wird's wissen, es sagt bloss keiner was. Aber DER Damm scheint ja nun gebrochen zu sein. Zeit für Dich, ganz offen damit umzugehen und nichts zu verheimlichen. Musst es natürlich auch nicht jedem ungefragt auf die Nase binden, aber wenn Dich jemand fragt, was denn mit Deiner Mutter los ist...!!! Du wirst staunen, wie anders die Leute plötzlich mit Dir umgehen, wenn Du "es" endlich ausgesprochen hast. Und das ist durchaus positiv zu verstehen.
    Und schön, dass Du eine Freundin zum Reden hast..!!!

    Ach ja, die Schlüsselnummer: Warum sollte sie klingeln, da würde sie ja erstens zugeben, dass sie zu stramm ist um selbst die Tür zu öffnen, zweitens würde es ja jmd merken (das das auch so der Fall ist brauch ich nicht zu erwähnen, denk ich) und drittens müsste sie sich ja im Endeffekt eingestehen, dass sie ein Problem hat. Da sie aber kein Alk Problem hat braucht sie auch nicht klingeln.

    ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft

    Alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Tweety (und auch Hey Rabbit),

    ich werd mal versuchen, Euch beide einzufangen.

    Bei einem Süchtigen ist der Konsum NICHT davon abhängig, ob er etwas zu tun hat oder nicht. Alkoholismus und Schokolade essen aus Langeweile hat nix, aber gar nix miteinander zu tun. Will sagen der Alki wird saufen, egal, ob er zu tun hat oder ihm langweilig ist. Und, und das ist der wichtigste Punkt, wenn Ihr den Alki immer mit "arbeit" bzw "Animation" versorgt, damit er keine Zeit zum Saufen hat, gebt Ihr ihm/ihr Anlass zu denken, das sei normal, ihr akzeptiert sozusagen ihre Sucht, weil Ihr sie ins "normale" Leben mit einbezieht. Und Ihr widmet dem Alki viel zu viel Aufmerksamkeit und Kraft. Es gibt doch überhaupt keinen Anlass für ihn, über seine Sucht nachzudenken, wenn er doch so "voll im Leben steht" und viele "normale" Aufgaben hat. Mal davon abgesehen, dass es sich beim Aufgaben verteilen an den Alki eindeutig um "Co Verhalten" handelt, es ist Teil der "Kontrolle" des Trinkverhaltens, dazu zählt auch Verstecke suchen, Alk wegschütten, Fahne erschnüffeln, Flaschen zählen, usw. Das hilft keinem..!!!
    Ich muss ehrlich sagen, ich finde Deine Idee, Deine Mutter nicht mehr Deine Wäsche machen zu lassen a.) gut und b.) richtig und c.) überhaupt nicht banal. Es ist ein kleiner Schritt zur Abnabelung auf den weitere folgen sollten.

    Daher nochmal von mir die Frage: Wenn Dein Vater auf ein Auto "angewiesen" ist, warum hat er kein eigenes??
    Wie gut geht's Dir in den letzten Tagen, die Du bei Deinem Freund verbracht hast??

    Ich seh's ähnlich wie Kata, auch mir hat nur der physische Abstand etwas gebracht, alles andere ist Augenwischerei, das ist wie " Es soll anders werden, aber bitte nichts ändern!!" oder "Ich hätte gern eine andere Frisur, aber bitte keine Haare abschneiden!" Verstehst Du, was ich meine??

    Ich wünsch Dir viel Kraft

    Alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Tweety,

    es hat auch niemand behauptet, dass es einfach ist.
    Nochmal: Du bist zu NICHTS verpflichtet. Natürlich hast Du vom Prinzip her Recht, die "normale" Familie sollte zusammenhalten usw etcpp. Aber eine Familie mit einem Alkoholiker ist keine "normale" Familie.

    Zitat

    Also benutzt er zum Einkaufen und anderen Dingen mein Auto unter der Woche

    OK, Dein Dad ist auf ein Auto angewiesen, wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe. Warum hat er dann kein eigenes? bzw wenn Du zu Deinem Freund ziehst, reicht Euch (Dir und Deinem Freund) vielleicht ein Auto??
    Worauf ich hinaus will: Du begründest, warum der Zustand so ist wie er ist und warum man nichts ändern kann. Willst Du nun was ändern an DEINER Situation oder nicht?
    Wenn Du was ändern willst, dann darf es eigentlich nichts geben, was dagegen spricht, bzw alle Hindernisse müssten aus dem Weg geräumt werden.
    Verstehst Du, was ich meine??

    Ganz liebe Grüße und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Ihr Lieben,

    so, jetzt schreib ich mal wieder was bei mir selbst..! ;)

    Ich hab mir grad nochmal ein paar meiner alten Beiträge durchgelesen und stelle fest, ich hatte Recht, der nächste November kommt bestimmt und meine Frau Mama residiert mal wieder wo??... richtig... im Krankenhaus. Diesmal mit alles, also aus'm Krankenhaus abhauen und dann sturzbetrunken zurückgebracht werden usw usw.
    Dann wurde sie verlegt in eine andere Klinik "an Land" mit Spezialabteilung für sagen wir mal "gereatrische Alkis", da hat man mit ihr auch eine Therapie angefangen die damit hätte enden sollen, dass sie DIREKT in eine "abstinenzerhaltende Wohneinrichtung" oder so ähnlich übergehen hätte sollen, aber die Therapie hat sie abgebrochen und ist wieder stiften gegangen und ist jetzt in irgendeinem anderen Khs.
    Da ich zwischendurch 10 Tage im Urlaub war (hatte ja geschrieben, dass ich im November 10 Tage Schiff fahren gehe) hab ich allerdings nur eine vage Idee, wo sie ist und unter welchen Umständen sie dahin gekommen ist. Ich möcht es auch gar nicht wissen.
    Kleine Geschichte noch am Rande: Sie hat inzwischen eine Betreuerin, davon hat sie mir nichts erzählt, sie hat die Therapie abgebrochen, mir hat sie erzählt, dass sie entlassen wird, und sie hat mir erzählt, dass sie kein Geld hat, um ihre Heimfahrt zu bezahlen, weil sie zu keinem Geldautomaten kommt. Hat wohl eher damit zu tun, dass die Betreuerin keins rausrückt bzw sie sie nicht fragen wollte. Ich Depp schick ihr natürlich Geld. Na ja, Lehrgeld, in diesem Falle.
    Fakt ist, sie hat mich mit voller Absicht und im nüchternen Zustand (im Suff sind wir das ja gewöhnt) angelogen, um an Geld zu kommen. Juristisch ist das wohl arglistige Täuschung.
    Folge für mich: Ich werde für meine Mutter nicht einen einzigen Handschlag mehr tun. Selbst das Wählen von Telefonnummern ist mir leider per sofort nicht mehr möglich. "Telefonhörer abnehmen wenn's klingelt?-Oh schade, zu langsam. Zurückrufen?-Hab die Nummer verlegt, oder -Nö, keine Lust!! Andere Leute (ihre Schwester, Nachbarn, etc) informieren, wo sie sich grad aufhält?-Ich bin doch nicht die Nachrichtenbörse. Im übrigen muss ich im Moment sehr viel arbeiten, viele Besprechungen und so..!! " ;)

    Jo, aber jetzt hab ich schon wieder so viel von meiner Mutter erzählt (obwohl jedes Wort eigentlich zuviel des Guten wär) und fast nix von mir. Das müssen wir ändern.
    Also: Mir geht's damit erstaunlich gut. Bin zwar zur Zeit noch ein wenig auf Krawall gebürstet (sieht man vielleicht an meinen Formulierungen), aber das legt sich immer ziemlich schnell, spätestens, wenn ich die Gitarre in die Hand nehme. Obwohl, da kommt im Moment eigentlich auch eher Krach raus denn sanfte Töne...! Na ja, 'ne Ballade wollt ich sowieseo nicht schreiben..!! ;)
    Ach so, und Urlaub: Urlaub war extrem schön, wie gesagt 10 Tage Schiff (die mit dem A..) Mallorca, Madeira, Kanaren und zurück. Incl 27° auf Gran Canaria, da haben wir einfach einen Strandtag gemacht..! ;)
    Und ansonsten viel Sonne, nur einen halben Tag Regen und immer über 20°, was will man Ende November mehr äh Meer...!! Entspannung pur...
    Die nächste Fahrt ist auch schon gebucht: Norwegen im Frühsommer 2010 (Ende Juni Anfang Juli), das wird bestimmt auch schöööön.

    Soweit mal wieder was Neues von meiner Front.

    Ich wünsch Euch was, alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Tweety,

    auch von mir erstmal herzlich willkommen hier bei uns Kindern.
    Ich hab da gleich mal eine Frage:

    Zitat

    Und ganz ehrlich, am liebsten hätte ich schon meine Koffer gepackt und wäre vorübergehend zu meinem Freund gzeogen, damit ich etwas Abstand zu dem Ganzen bekomme.


    Dann tu es, worauf wartest Du? Dass es besser wird? Vergiss es.
    Aber ich sehe, dass Dir der Sinn von dem Ganzen noch nicht eingeleuchtet hat, obwohl Dir Dein Gefühl eigentlich den richtigen Weg zeigt, denn Du schreibst:

    Zitat

    Allerdings frage ich mich, ob das meiner Mutter wirklich was bringt.

    Das ist nicht der Punkt. Deiner Mutter wird es überhaupt nix bringen, aber darum geht es auch nicht. Es wird DIR etwas bringen, nämlich, dass Deine Gedanken nicht immer nur darum kreisen, ob und wenn dann wie besoffen Deine Mutter wohl gerade ist. Du kannst sie ja nicht 24h pro Tag überwachen, das hält doch keiner aus.
    Es geht bei der ganzen Nummer ausschliesslich um DICH, darum, dass Du nicht mit absäufst (im wahrsten Sinne). Du hast Dein eigenes Leben, ein Leben, bei dem Du Anspruch darauf hast, glücklich zu sein.
    Ich an Deiner Stelle würde umgehend zu Deinem Freund ziehen, und zwar nicht übergangsweise, sondern auf Dauer, ggf sucht Euch doch eine kleine nette Wohnung für Euer privates Glück.
    Deine Mutter wird deshalb nicht das Saufen aufgeben, aber Du wirst nicht mehr damit konfrontiert, das ist das Wichtigste dabei.
    Und nein, Du lässt niemanden im Stich, weil es keine Verantwortung Deinerseits für die Sucht Deiner Mutter gibt, und für Deinen Vater auch nicht. Beide sind erwachsene Menschen, die mit IHREM Leben machen dürfen was SIE wollen.

    Schreib und liess hier weiter, auch das hilft..!!

    Ganz liebe Grüße und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Schutzengelchen,

    Die Frage ist doch, was Du mit der Aktion bezwecken möchtest.
    Ein Kontaktabbruch hilft dem EKA bzw Co-Abhängigen bei der "Neuordnung" bzw dem Sortieren seiner (neuen) Lebenssituation, weil er/sie nicht mehr direkt mit dem saufenden Elternteil konfrontiert wird.
    Der Kontaktabbruch hilft NICHT dem Alki bei der Erkenntnis, dass er ein Problem hat geschweige denn sorgt der Kontaktabbruch dafrü, dass er aufhört zu saufen. Du wirst wahrscheinlich das System Säufer/Co Abhängiger zwischen Deinem Vater und Deiner Mutter nicht aufbrechen können, sie stecken zu tief in ihrer Rolle UND EMPFINDEN DIESE ROLLE ALS NORMALZUSTAND, will sagen, wenn Du ausbrichst und aufhörst Deine Rolle zu spielen werden sie höchstens kopfschüttelnd sagen "Ich weiss auch nicht was das Mädel neuerdings hat..!" Mehr sind sie nicht in der Lage zu erkennen, selbst wenn Du 100.000 Briefe oder Mails schreibst.
    Nutze die Chance, dass der Kontakt abgebrochen ist/Weniger ist FÜR DICH, beschäftige Dich mit Dir und damit, dass DU glücklich und sorgenfrei lebst; das sollte Dich eigentlich auslasten. Alles andere ist NICHT DEINE AUFGABE. Du musst Dich um DEIN WOHL, um das Wohl Deiner Kinder (sofern vorhanden) und das Wohl Deines Partners kümmern. Mehr nicht. Eltern sind für das Wohl ihrer Kinder zuständig, nicht umgekehrt. Also, warte nicht wie das Kaninchen vor der Schlange auf eine Reaktion Deiner Eltern sondern freue Dich über jede Minute Ruhe, die Du für andere schöne Dinge nutzen kannst. Auch für's Lesen und/oder schreiben hier.

    Alles liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hallo Bär,

    erstmal ganz herzlich willkommen hier bei uns "Kindern"!

    Zitat

    Sie will einfach keine Lösung.

    genau das ist der springende Punkt. Sie will keine Lösung!!!
    Und da sie offensichtlich keine Hilfe will (weder für ihre Sucht noch für einen Umzug), kannst Du auch absolut nix machen. Lass sie einfach machen, und wenn sie vom Gerichtsvollzieher geräumt wird, dann ist das so. Sie ist ein erwachsener Mensch, sie kann und muss selbst entscheiden, was sie will bzw nicht will.
    Das mit der Entmündigung halt ich übrigens nicht für eine besonders tolle Idee, das sollte wenn überhaupt erst der letzte Schritt sein, die ultima ratio ist's aber trotzdem nicht, denn es müsste dann ja jmd die Betreuung übernehmen und das kann ich Dir als Leidtragender nicht empfehlen. Unsere Pappenheimer haben das mit dem emotional unter Druck setzen extrem gut drauf (Selbstmorddrohungen inklusive), zudem wäre trotz Entmündigung eine Zwangseinweisung bzw ein Zwangsumzug nicht so ohne weiteres möglich.

    Zitat

    Wie vehalte ich mich richtig????

    Richtig oder falsch gibt es in der Form nicht. Es gibt nicht diesen Knopf, den man drücken muss, und schon ist alles wieder gut oder eben ganz doll schlecht. Insofern ist's im Prinzip fast egal, wie Du Dich ihr gegenüber verhälst, Du hast ja selbst schon gemerkt, dass alles an ihr abprallt. Wo es aber nicht abprallt ist bei Dir, Du wirst zusehens frustrierter, da keine Deine Aktionen (liebevoll oder "gewalttätig") fruchtet. Lass es sein. Es reicht, wenn Du ihr sagst: "Wenn Du Hilfe brauchst kannst Du Dich bei mir melden!" Das reicht.!
    Die "härtere" Gangart bringt erst recht nix, weil sie dann sofort dicht macht (schön zweideutig ;) ), daher verschwendete Energie.
    Apropos Energie: Wieviel Energie hast Du denn in letzter Zeit darauf verwendet, es Dir schön zu machen? Wann hast Du das letzte mal richtig herzhaft gelacht, ein schönes Essen genossen, "Wellness" betrieben, warst ausgiebig shoppen, ohne dabei Gedanken an Deine Mutter zu verschwenden??
    Du hast vielleicht gemerkt, dass ich sehr bewusst das Wort "verschwenden" benutzt habe, denn es ist Verschwendung, Energie in etwas zu stecken, dessen Zustand sich durch die Zufuhr von Energie nicht ändert. Das mal so als Gedankenanstoss..

    Mach Dir ein schönes, enspanntes Wochenende

    Alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Chrissi,

    Erstmal Danke an Linde für's kopieren des Schnippsels.

    Was Du da machst geht nicht. Streng genommen ist das Freiheitsberaubung bzw genauso häusliche Gewalt wie das, was Dein Vater mit ihr anstellt. Das ist nicht akzeptabel. Lass es, bevor es eskaliert. Sie ist erwachsen, soll sie doch Saufen, bis sie umfällt, hey, it's her life.
    Nur der Vollständigkeit halber: Es gibt keinen Grund und auch kein Recht zum Saufen, aber das ist Dir sicherlich auch klar.

    Zitat

    Das mit dem Anzeigen habe ich schon versucht, doch ich allein kann da gar nichts erreichen. Meine Mutter muss diesen Schritt gehen, denn ohne ihr Einverständinis habe ich keine Beweise.

    Jein. Anzeigen kann grundsätzlich jeder, der eine Straftat beobachtet. Das wär ja noch schöner. Auf die Spitze getrieben würde das ja sonst bedeuten, dass ein Mord nur vom Opfer angezeigt werden könnte. Aber Du hast natürlich Recht, wenn Deine Mutter dann bei der Befragung aussagt, es wäre nichts gewesen, sie wär nur unglücklich gefallen, dann ist's natürlich sinnlos.

    Zitat

    Ich glaube, für dich ist das alles sicher einfacher geworden, weil du älter bist und vielleicht eine feste Partnerin gefunden hast, die mit dir deine Vorstellungen teilt, aber wie ist das denn, wenn du auf die Insel deiner Mutter gehst, zu Besuch oder so, kommst du dir da nicht ziemlich einsam vor, oder hast du zumindest das Gefühl, das alle über mich reden (wegen deiner Mutter), das geht mir oft so.

    Nun ja, die Menge an gemachten Erfahrungen steigt natürlich mit dem Alter, da hast Du wohl Recht, ob dadurch etwas einfacher wird oder nicht sei einfach mal dahingestellt, eine grosse Menge schlechter Erfahrungen kann auch das genaue Gegenteil bewirken, will sagen, es wird noch schwerer, mit einer Situation klarzukommen, als es objektiv betrachtet eigentlich wäre. Und um diese Erfahrungen zu teilen, um dafür Sorge zu tragen, dass andere (jüngere??) unsere Fehler nicht mehr machen (müssen), dafür sind wir hier..!!
    Ein Partner/-in, der/die Dich so akzeptiert, wie Du bist, hilft natürlich auch ungemein, aber diese Akzeptanz muss man sich auch erarbeiten.
    Was die Inselbesuche angeht: 1. Ich war aus nachvollziehbaren Gründen schon eine ganze Weile nicht mehr dort, 2. Ob ich einsam bin oder nicht liegt ja an mir, ich kann allein sein, wenn ich will, ich kann auch in Gesellschaft sein, wenn ich das will, 3a. auf Gerede hab ich noch nie viel gegeben, beteilige mich auch nicht unbedingt daran, weil ich es unfair finde, Dinge über jemanden zu verbreiten, der sich dazu nicht selbst äussern kann. Warum sollte man über mich (wegen meiner Mutter) reden, ich hab doch nix verbrochen!!?!?!?
    3b. ist eher das Gegenteil der Fall. Zum einen ist der Alkoholismus meiner Mutter ganz offensichtlich und so den meisten hinlänglich bekannt, zum anderen habe ich festgestellt, je offener man damit umgeht, umso mehr positives Feedback bekommt man. Plötzlich erzählen Dir Leute, mit denen Du bis jetzt nur "Guten Tag, Guten Weg!" geredet hast, stundenlang über die alkoholabhängigen Eltern, Grosseltern, Kollegen, usw., oder man fragt Dich halt, wie's so geht, und wenn Du dann sagst "Geht so" kommt halt als Antwort "würde mir auch so gehen" oder "musst jetzt auch nix erzählen", o.ä. !
    Also, wie gesagt, Gerüchte, Klatsch und Tratsch gehen mir meterweit am A**** vorbei, und nein, diese Einstellung ist KEINE Frage des Alters..!! ;)

    Aber jetzt wieder zu Dir.
    Sieh zu, dass Du Deine sieben Sachen packst und Dich aus dem Staub machst, egal wie, bloss weg, und das so schnell wie möglich. Die anderen haben Dir ja schon Anlaufpunkte aufgezeigt. Die Suchtberatung wär auch mein Favorit, Polizei auch (bei Gefahr im Verzuge, was ich bei Dir fast gegeben sehe) oder der Sozialpsychiatrische Dienst der Stadt/Gemeinde.
    Wir sind natürlich auch gern für Dich da, aber wir können Dir nur mit Rat zur Seite stehen, Tun musst Du selber.!!!

    Und für genau dieses Tun schick ich Dir jetzt nochmal eine grosse Tüte Kraft!! ;)

    Alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Shirley,

    Ich seh es ähnlich wie Belinda, auf Abstand zu gehen ist das einzige, was Dir hilft und was Dir übrigbleibt. Du musst die Co-Abhängikeit und die daraus hervorgehenden Depressionen Deiner Mutter akzeptieren, wie Du auch die Sucht Deines Vaters akzeptieren gelernt hast. Auch Deiner Mutter kann nur sie selbst helfen, wenn sie es einsieht und sich helfen lassen will. Wenn Du ihr immer und überall die Hand vor den A***llerwertesten hälst, verhinderst Du aber, dass sie diese Einsicht bekommt. Schlussendlich bist Du weiterhin Teil des System Säufer/Co-Abhängiger ("Wasserträger") was darauf ausgerichtet ist, den Säufer zu schützen und seine Sucht nicht an die Aussenwelt dringen zu lassen. Bei Dir hat sich nur der Adressat geändert, um den Deine Gedanken kreisen, das Prinzip ist das Alte geblieben.
    Gingest Du aber auf Abstand und formuliertest Du dies auch entsprechend, dann kann sich auch für Deine Mutter eine Perspektive eröffnen, indem sie sieht (wenn sie will) dass es auch anders geht, wenn man seinen A**** bewegt. KANN, nicht muss..!!

    Aber es geht hier um Dich. Wir haben vor kurzem sehr prominent erfahren, dass man depressive Menschen durch nichts an ihrem Handeln hindern kann, wenn sie es nicht wollen, will heissen, wenn Deine Mutter sich was antun will, dann wird sie das auch tun, egal, wie sehr Du Dich um sie bemühst oder eben nicht. (Zitat Teresa Enke: "Wir haben gedacht, mit Liebe geht alles..!").
    Versteh mich nicht falsch, ich will damit nicht sagen, dass Du auf jeden Fall den Kontakt komplett abbrechen musst, man kann auch emotional auf Abstand gehen, sich auf den "worst case" mental vorbereiten und insbesondere dafür Sorge tragen, dass man sich im Fall des Falles nicht selbst die Schuld gibt. Das ist ganz wichtig, sonst bist Du möglicherweise die nächste, die einem Lokführer schlaflose Nächte bereitet.

    Geh DEINEN Weg. Wenn Dir Deine Mutter folgen will, dann kannst Du sie ja mitnehmen (bildlich gesprochen), aber Du kannst sie nicht zwingen, genauso wie sie Dich nicht zwingen kann/darf, ihren Weg mitzugehen. Vielleicht kann sie sich an Dir ein Beispiel nehmen, aber mehr als vorangehen kannst Du nicht tun.

    Es ist ein harter Weg, aber er lohnt sich..!!!

    Ich wünsch Dir ganz viel Kraft

    Alles Liebe und bis bald

    Der Insulaner

    Hey Chrissi,

    erstmal ganz herzlich willkommen hier.

    Tja, das ist immer das Problem bei uns EKA's, dass wir zwar "wissen", dass wir den Eltern nicht helfen können, aber trotzdem den Kontakt nicht abbrechen wollen/können, weil wir uns moralisch verpflichtet fühlen.
    Ich seh das inzwischen so, dass diejenigen, die glauben, ich hätte meine Mutter im Stich gelassen bzw sagen" sie ist ja so alleine, da muss man ja saufen", mir kreuzweise den Buckel runterrutschen können.

    Ich hatte auch früher "angst" vor Weihnachten, aber das war eher in der Zeit, nachdem mein Vater gestorben war, und da wir ursprünglich von einer Insel kommen, wo meine Mutter auch noch lebt, war Weihnachten natürlich immer irgendwie beklemmend so zu zweit unterm Baum.

    Hast Du Dir schonmal überlegt, was Dir Weihnachten bedeutet, was Du Dir von Weihnachten wünscht, wie DEIN Weihnachten aussehen soll?? Zur Zeit hast Du anscheinend eher nur ein Bild, wie es nicht aussehen soll, stimmt's?
    Warum musst DU Dein Mutter vor Sylvester ausnüchtern?? Bist Du ihr Babysitter??

    Was mir noch ein bisschen unter den Nägeln brennt:
    Ich hab in einem anderen Thread einen Post von Dir gesehen, wo Du sagst, dass Dein Vater Deine Mutter schlägt (Irgendwas mit blaue Augen, oder so). Das ist nicht in Ordnung und eine Sache für die Polizei. Niemand darf jemand anderem Gewalt antun, egal, ob mit ihm verheiratet oder nicht. Ich weiss, dass sagt sich so einfach, seine Eltern zeigt man nicht so einfach an, das ist mir auch klar. Aber DU leidest darunter, Dein Leben wird eingeschränkt, ist das in Ordnung? Ich finde nicht.
    Zudem ist Deine Mutter wie auch Dein Vater ein erwachsener, mündiger Mensch. Sie kann selbst entscheiden, ob sie mit Alkohol und Prügel bei Deinem Vater oder ohne das alles allein (oder mit jemand nettem ;) ) leben möchte. Wenn sie sich lieber verdreschen lassen möchte, um danach einen Grund zum Saufen zu haben, bitteschön, it's her life. Du musst sie nicht beschützen, Du kannst es auch gar nicht, Du müsstest sie ja im Prinzip vor sich selbst schützen. Oder glaubst Du wirklich, Dein Vater lässt sich beim Prügeln davon beeinflussen, ob Du dabei bist oder nicht? Sorry, ich schreib manchmal ein bißchen bösartig, aber oft begreift man die Dinge erst, wenn man sie überspitzt darstellt.

    Lies Dich hier noch ein bisschen ein, Du wirst Dich oft wiederfinden.

    Ich wünsch Dir viel Kraft, und fang schonmal an, DEIN Weihnachten und DEIN Sylvester zu planen..!! ;)

    Liebe Grüße und bis bald

    Der Insulaner