Beiträge von Insulaner

    Hallo Karin,

    Lulija hat's ja schon gesagt und denke auch, dass Du mit der Wahrheit am besten und auch am nachhaltigsten fährst.
    Aber es liegt bei Dir was Du Dir derzeit zutraust, denn dem Alki die Wahrheit ins Gesicht zu sagen ist ein hartes Stück Arbeit. Und übrigens "Ich mag einfach nicht!" sollte als Begründung eigentlich auch schon ausreichend sein, aber das in ein Co-Gehirn reinzukriegen (ich weiss wovon ich rede) ist nicht gerade die leichteste Übung.
    Vorteile der Wahrheit:
    Jedes andere Scheinargument kann/wird der Alki entkräften. Beispiel: "Soviel Geld hab ich zur Zeit nicht!" Antwort:"Wieviel hast Du denn?"
    Ergo: Die klare Ansage "Ich möchte Dir das Geld, selbst wenn ich's hätte nicht geben weil ich denke, dass Du damit Deine Sucht finanzieren wirst!" ist der beste Weg. Und lass Dich auf keine Diskussion ein. "Nein!" und Schluss. Denn sowie Du Dich auf's Argumentieren einlässt hat er Dich schon so gut wie in der Tasche, er wird sein "Dackelgesicht" auflegen, ist ja alles gar nicht so schlimm und wenn ich das Geld hab dann mach ich gleich danach 'ne Therapie,... die ganze Laier liesse sich ewig fortsetzen. Wir kennen das alle bis zum Abwinken.. :?

    Wie gesagt, die Wahrheit ist der beste Weg. Theoretisch noch mögliche, aber mit Fallstricken (s.o. bei Scheinargumente) besetzte Alternative könnte sein: "Ich verleihe grundsätzlich kein Geld!" Aber dann muss das auch stimmen...

    Viel Erfolg und liebe Grüße

    Der Insulaner

    Hallo Karin!!

    Erstmal willkommen hier im "Kinder-Bereich"!!

    Zitat

    wie kann ich ihm helfen?


    Kurz und knackig: GAR NICHT..!!!
    Deine Mum hat Recht, Du wirst die Kohle wahrscheinlich nie wieder sehen (höchstens in Form von Pfandflaschen!! :? ).!!
    Also, gib ihm das Geld nicht, Du könntest es ebensogut verbrennen oder Spenden (wobei, da hätte wenigstens noch jemand was von..!).

    Wie geht's Dir sonst so?
    Lies Dich hier einfach mal ein bißchen ein, und wenn Du Fragen hast oder einfach nur was loswerden willst, hier ist der richtige Ort dafür..!!

    Bis die Tage in LG

    Der Insulaner

    Ooops, sorry, falschen Knopf gedrückt, ich wollte ja noch mehr schreiben..!! ;)

    Solange sich also der Alki nicht als solcher bezeichnet, bzw er Skrupel hat, sich in irgendeiner Weise als süchtig oder auch abhängig zu bezeichnen, dann, sorry, so leid es mir tut, sehe ich da keinen Funken Einsicht.
    Ich kann mich natürlich täuschen (und das wünschen wir uns alle, da kannst Du sicher sein), aber die Erfahrung sagt was anderes, nämlich Heuchelei von Einsicht zwecks Zeitgewinn.
    Du kannst natürlich noch einen Versuch starten, um seine Wahrhaftigkeit zu testen. Schlage ihm vor, ihn zu einer Suchtberatung zu begleiten. Ich würde ohnehin empfehlen, dass Du dort mal selbst hingehst, auch für Dich kann das nicht schaden, denn die beraten auch Angehörige. Und wenn Du ihm dann davon erzählst, dass Du dort hingehst und er mitkommen soll, dann wird sich schon zeigen, wie ernst es ihm mit der Sache ist.
    Aber wie Marina schon sagte, es ist eher unwahrscheinlich, dass Du etwas ausrichten kannst, also nutze Deine ganze Energie für DICH.

    Ich wünsch Dir viel Kraft, lass Dich nicht unterkriegen.
    Wenn Du Fragen hast oder einfach nur was loswerden willst, dann weisst Du ja jetzt, wohin damit..!! ;)

    Bis die Tage und LG

    Der Insulaner

    Hey Jenny,

    Auch von mir erstmal ein ganz herzliches Willkommen hier bei uns "Kindern"!!!

    Du schriebst:

    Zitat

    wie Alkoholiker verurteilt werden als Säuffer


    Und wo ist da der Unterschied??
    Man könnte ihn auch "Süchtiger" nennen, schmeichelhafter ist das aber auch nicht.
    Mal im ernst, alle die "Abers", die Dein Vater anführt, weshalb er keine Therapie machen will, sind Ausflüchte, leere Sprüche, um Zeit zu gewinnen, in der er weiter saufen kann. Er wird gemerkt haben, dass er Euch mit solchen Sprüchen und immer wieder neuen Ausflüchten ruhigstellen kann. Er wird einfach schneller in Ruhe gelassen wenn's ums Thema Alk geht, wenn er "Einsicht" zeigt als wenn er sagen würde "Ich hab kein Problem!"

    Hallo Möhre,

    Erstmal willkommen hier im "Kinderbereich".

    Zitat

    man kann doch einen MEnschen nicht vor den eigenen Augen sich zu Tode saufen lassen?????


    DOCH..!!! Es ist weder in Deutschland und noch irgendwo anders auf der Welt verboten, sich totzusaufen. Ergo hat auch niemend die Pflicht, jemanden anderes davon abzuhalten.
    Du/Ihr hattet schonmal eine gute Distanz zu Eurem Vater aufgebaut, Ihr hattet Eure nachvollziehbaren Gründe dafür. Es wird das beste sein, dass Ihr diese Distanz ganz schnell wieder aufleben lasst.
    IHR KÖNNT EUREM VATER NICHT HELFEN.
    IHR SEID REIN RECHTLICH ZU NIX VERPFLICHTET.
    Wenn der Alki saufen will, dann tut er das, und wenn er Brennspiritus säuft, weil er's vor lauter Zittern nicht mehr zur Tanke schafft (alles schon erlebt!!).
    Der Alki muss seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen. Wo sich dieser befindet kann man allerdings nicht sagen, bei manchem liegt er 3m unter der Grassnarbe, wenn Du verstehst, was ich meine.
    Manche formulieren das mit dem Tiefpunkt auch so: Man muss den Alki in seiner eigenen Sch***** liegen lassen. Wenn man ihm die Hand reicht, wird er das nutzen, um wieder an Alk zu kommen.

    Ist Dein Vater noch im KHs?? Wenn ja, dann habt Ihr wenigstens ein wenig Verschnaufpause. Aber wie gesagt, helfen könnt Ihr ihm eh nicht, das kann nur er selbst. Ihr könnt ihm nur Hilfe anbiten, wenn er sich für einen Entzug entscheiden sollte, sonst nicht.

    Tut mir leid, dass ich Dir nix positiveres schreiben kann, aber ich hoffe, dass es Dich wenigstens vor weiteren Enttäuschungen bewahrt.
    Bringt EUCH in Sicherheit, kümmert Euch um Euer Leben, Ihr habt nur das eine. OK??

    Euch viel Kraft für die nächste Zeit und alles Liebe

    Der Insulaner

    Hey Thunder,

    Oh mann, bei Euch kommt's ja ganz dicke im Moment.

    Also, erstmal auch von mir mein aufrichtiges Beileid..!!!
    Wünsche Dir, dass Du noch irgendwo ein verstecktes Kraftdepot hast..!!
    Ich wünsch Euch von Herzen, dass Ihr es schafft, dass nicht alles in sich zusammfällt (was leider in solchen Krisensituationen häufig passiert.) Seht zu, dass wenigstens Du, Deine Mutter und Dein Bruder zusammenhaltet. Manchmal bringt so ein Ereignis wie der Tod eines nahen Verwandten ja auch den Alki dazu, sein Verhalten zu reflektieren, manchmal ist's aber auch nur ein Grund, noch mehr zu saufen, leider.

    Ich denke, Du wirst derzeit den Kopf mit ganz anderen Dingen voll haben als mit denen, die Du am Anfang geschrieben hast. Wenn Du irgendwas loswerden willst, Dich einfach nur mal ausk***en oder konkrete Fragen (aber nichts medizinisches oder rechtliches, denn dafür sind wir nicht da) hast immer her damit. Allein das Schreiben löst das Problem meistens schon zu 50%..!! ;)

    Also, ich schick Dir nochmal ganz viel Kraft, lass Dich nicht unterkriegen..

    Bis die Tage

    Der Insulaner

    Hey Grosse,

    Wie ist's Dir denn die letzten Tage ergangen??
    Viel Stress im Moment, oder???
    Hat sich's mit Deinem Schatz schon wieder ein bißchen eingerenkt??

    Lass mal von Dir hören und sag mal "Piep"!!!!

    Pass auf Dich auf!!

    Bis die Tage

    Der Insulaner ;)

    Hey Ihr Lieben,

    eigentlich gibt's zwar nix Neues, aber ich meld mich trotzdem mal.

    Bei uns ist inzwischen der Schnee wieder weg und es ist grau und nasskalt, super Erkältungswetter, aber ich halte mich wacker..!! ;)
    Ansonsten ist Weihnachten planungstechnisch in Sack und Tüten (schönes Wortspiel!!), SchwieEls kommen zu Besuch ab 4. Advent und bleiben dann bis zum Sonntag drauf. Das wird bestimmt schöööön..!!! So können Eltern also auch sein..!!! :lol:
    Ich habe Weihnachten ganz bewusst ohne meine Mutter geplant. Hätte ich wahrscheinlich ohnehin, aber da sie sich seit ihrer Verlegung nicht bei mir gemeldet hat (und ich ihr auch nicht hinterhertelefoniert habe) sind die Messen jetzt eh gesungen..!!!
    Trotzalledem werde ich die Tage einfach mal beim KH anrufen um zu fragen, ob sie überhaupt noch da ist. Ist aber mehr eine kleine Dienstleistung für meine Tante und meine Schwester, die ihr gerne eine W-Karte schreiben wollen. Bei mir ist's irgendwie auch eher Neugierde.. Ansonsten verfahre ich nach der alten familieninternen Methode: Wenn was Schlimmes passiert wär wüsste ich das schon, meistens schneller, als es einem lieb ist!!
    Ich bin derzeit ein bißchen platt, will heissen ziemlich müde, weil auf Arbeit'ne ganze Menge los ist. Auf die letzten Tage im Jahr werden alle plötzlich nochmal ziemlich aktiv, alle wollen innerhalb von 2 Wochen noch das fertigstellen, was sie den Rest des Jahres verpennt haben. Und nur weil man sagt "das wird knapp" ist man plötzlich unflexibel, kommt Euch das bekannt vor?? Aber ich hab ja nur noch 6 Tage zu arbeiten, dann ist erstmal Weihnachten, am 29. und 30. mach ich dann nochmal klar Schiff auf meinem Schreibtisch und bereite meinen Arbeitsplatzumzug vor, und dann kann das neue Jahr kommen.

    Ich meld mich, wenn's mal wieder was zu berichten gibt.

    Bis die Tage und einen schönen 3. Advent schonmal

    Der Insulaner

    Hallo Lena,

    erstmal willkommen hier im Forum und bei uns "Kindern".
    Du wirst hier sicher viel lesen, was Dir bekannt vorkommt.

    Zitat

    Ich wäre total dankbar wenn jemand einen rat für mich hat,wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll / kann.

    Tja, wenn das alles so einfach wäre, dann gäbe es dieses Forum wahrscheinlich nicht..! ;)
    Die Frage ist doch, was Du erreichen willst. Willst Du erreichen, dass sie Dich nicht mehr anruft, dass sie Dich zwar anruft, Dir aber kein Vorwürfe macht oder, dass sie nicht mehr trinkt.

    Ein erster Schritt könnte sein, dass Du nur noch mit ihr telefonierst, wenn sie nüchtern ist und das Gespräch SOFORT beendest, wenn Du den Eindruck hast, dass sie betrunken ist. Deine Angst, Du würdest sie irgendwie verletzen und sie würde dann deswegen noch mehr trinken kann ich Dir insoweit nehmen, dass es dem Alki egal ist, weswegen er trinkt. Wenn Du sie abwürgst, dann trinkt sie deshalb; wenn Du Dich lange mit ihr auseinandersetzt, dann deshalb, weil sie wegen des ewigen Telefonierens mit Dir die Sache XY nicht geschafft hat. Ein Alki dreht sich die Realität immer so hin, dass ein Grund zum Saufen dabei raus kommt.
    Und Du musst Dir eines klar machen: DU bist jemand..!!! Niemand (auch nicht Deine Mutter) hat das Recht, Dein Leben so einzuschränken, dass Du gesundheitliche Folgen davon trägst. Ganz im Gegenteil, Deine Mutter ist dafür verantwortlich, dass es dem Kind (also Dir) gut geht. Dass sie in ihrem Leben Alkohol für das wichtigste hält sollte und darf nicht Dein Problem sein.

    Hast Du schonmal darüber nachgedacht, zu einer Suchtberatung (ja, die beraten auch Angehörige) zu gehen? Die könnten Dir Hinweise/Adressen nenne, wo Du z.B. Selbsthilfegruppen für Angehörige in Deiner Umgebung findest.
    Und schreib hier, wenn Dir danach ist, stelle jede Frage, auch wenn sie Dir noch so unsinnig erscheinen mag. Wir waren alle anfangs ziemlich "durch den Wind", aber das ändert sich, wenn man erstmal angefangen hat, an sich selbst zu arbeiten.

    Dir ganz viel Kraft beim nächsten Telefonklingeln ;)

    Bis bald und alles Liebe

    Der Insulaner

    Hey Grosse,

    Zitat

    ich hoffe irgendwann verzeiht mein Mann mir diesen Aussetzter.

    Ich denk schon, wenn Du auf ihn zugehst und ihr drüber redet, dann wird's schon werden.
    Und so wie er sich da neulich in der Zappelhalle verhalten hat hast Du noch viel Kredit bei ihm. Aber ein bißchen zu Kreuze kriechen wirst Du schon müssen..!!! :)
    Ist denn der "nicht-couch-schlaf" Status immernoch der gleiche, will heissen schläft er wieder auf der Couch?? Ach nee, das "auf der couch schlafen" war ja von Dir ausgegangen, oder??
    Ihr macht das schon, ich drück Euch jedenfalls die Daumen...!!

    Bis die tage und alles Liebe

    Der Insulaner

    P.S.: Sehr schön, Dein Bericht über Euren Abend neulich, musste mir ein schallendes Lachen mitunter verkneifen..!! (Kommt im Büro nicht so gut..) ;)

    Hey Ihr,

    Hmm, tja, also, ich gehe mal davon aus, dass meine Mutter inzwischen verlegt wurde, aber das auch eher nach dem Ausschlussprinzip, sprich wenn sie nicht verlegt worden wäre, dann wüsste ich das schon längst.
    Gemeldet hat sie sich aber bisher noch nicht. Es wäre zwar für mich ein leichtes, eben bei der Klinik anzurufen und nach ihrer Durchwahl zu fragen, aber ich seh's nicht ein, schliesslich haben wir abgemacht, dass SIE sich meldet, wenn sie angekommen ist. Pech gehabt.. :evil: Braucht sie sich auch nicht zu beschweren, dass sie niemand anruft..

    Und wie geht's mir?? Na ja, kann (wie wahrscheinlich keiner hier) nicht behaupten, dass es mir am A**** vorbei geht, aber ich kann damit umgehen, komme auch nach irgendwelchen schlechten Nachrichten ziemlich schnell wieder auf "normallevel" runter. Und freue mich wie doof auf die Weihnachtszeit, fällt im moment auch leicht, wir haben ca 8cm Schnee, alles ist weiss und es geht überall die Weihnachtsdeko an..!! :) :)
    Und da meine Mutter für sich selbst verantwortlich ist mache ich mir da keinen grossen Kopf drum. Neulich war ich ja bei meiner Schwester (musste dienstlich ohnehin dahin, wo sie wohnt, da haben wir uns dann mal getroffen), und meine Mutter hatte ihr wohl erzählt, dass sie enttäuscht über mich wäre und wie ich denn dazu käme, sie (meine Mutter) nicht bei mir in der Nähe im Heim/betreuten Wohnen zu haben. Da hat meine Schwester ihr erstmal den Kopf gewaschen, dass sie meine Meinung sehr gut verstehen kann und in meiner Situation wohl auch nicht anders argumentieren würde. Sie meinte zu ihr, sie hätte sich ja auch nie für das Wohl und Wehe ihrer Verwandtschaft gekümmert usw. da müsse sie sich doch nicht wundern, wenn man sie jetzt nicht mit offenen Armen aufnehmen würde. "Na ja, vielleicht hast Du ja Recht.." war die Antwort meiner Mutter.
    Inzwischen ist wohl auf der Insel auch für sie beantragt, dass der Pflegedienst 3 mal täglich zu ihr kommt zwecks waschen, Tabletten zuteilen, Essen machen usw. Ich hatte das zwar so verstanden, dass das als Übergangslösung gedacht ist, bis ein Heimplatz und ein Termin gefunden sind, aber sie sieht das wohl eher als der Weisheit letzter Schluss. Na ja, ihre Entscheidung. Ich mach nix...!!!
    Ich bereite mich lieber auf die Weihnachtstage MIT meiner Süssen und OHNE meine Mutter vor, wahrscheinlich kommen "SchwieEl's" zu Besuch, das ist immer extrem entspannt mit den beiden...

    Jau, soweit von hier, ich meld mich mal wieder, wenn's was Neues gibt.

    Bis die Tage und alles Liebe

    Der Insulaner

    Hey Ihr Lieben,

    Brauchte gar nicht so viel "Nein" sagen, wie ich geübt hab. Gespräch mit der Ärztin war sehr entspannt (wie oben beschrieben), sie wollte mich lediglich über den Stand informieren, mir aber definitiv nix aus dem Kreuz leiern (zumal ich davon ausgehe, dass meine Mutter sie einspannen wollte, aber die kennen meine Mutter ja inzwischen ganz gut!! ;) )

    Hab am WE relativ lang mit meiner Mutter und meiner Tante telefoniert und wir sind alle zu dem Schluss gekommen, dass wir eigentlich fast nur abwarten können, was die Klinik in HH sagt, wie die Unterbringung auszusehen hat, und welche Pflegestufe bewilligt wird usw.
    Und da die Klinik auch ein betreutes Wohnen anbietet, vielleicht ergibt sich da ja was....!!!
    Ich hab meiner Mutter jedenfalls schonmal dezent untergeschoben, dass ich es für keine besonders gute Idee halte, wenn sie "zu uns" käme, und zwar unabhängig davon, ob sie nun Alki ist oder nicht. Ich habe ihr einfach mal unseren gewöhnlichen Tagesablauf dargelegt, da ist sie dann gleich selber drauf gekommen, dass schon allein zeitlich da wenig Raum bleibt (gehe ca 7:00 Uhr aus dem Haus, bin selten vor 18:00 Uhr zurück, die Süsse selten vor 20:00 Uhr).

    Meine Mutter hat übrigens steif und fest behauptet, sie hätte seit mindestens zwei Jahren keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken, Na ja, ich weiss es besser, und wahrscheinlich hat sie sich stattdessen tonnenweise Baldrian oder sonstiges reingepfiffen, das ist ja Medizin und kein Alkohol :?

    Nicole : Danke für die Tips, unter dem Gesichtspunkt hab ich das noch gar nicht betrachtet..!! ;) Wir werden das beim Üben berücksichtigen.

    Ach so, hatt ich neulich vergessen, sorry: @DANI:

    Zitat

    mit dem grund "ich mog einfach net" is halt die gefahr groß sich unbeliebt zu machen.

    damit hätt ich kein Problem..!! ;) Aber das steter-Tropfen-Problem hätte man dann schon (bei 10km deutlich schneller als bei 1000).

    Ganz liebe Grüße, bleibt gesund und bis die Tage

    Der Insulaner

    Hey Große,

    na, bei Dir ist ja wieder richtig was los, als ob ich's geahnt hätte.!! Aber schön, dass Du reagiert hast, das zeigt mir, dass Du hin und wieder mal hier reinkuckst..!!

    Deine Mutter ist ja echt der Knaller. Und Du bist Dir ganz sicher, dass sie keinen Alk trinkt und auch keine sonstigen Drogen nimmt?? Ich mein ja nur, die Art und Weise, wie sie sich so benimmt und immer noch ältere Kamellen rauskramt....!! :twisted:

    Ich denke auch, dass Du der Verleumdungsklage ganz entspannt gegenübertreten kannst. Ich glaube nicht, dass sie's überhaupt machen werden. Dieses Verhalten (auch das mit dem dass sie ihren Mann informieren wird etc) lässt darauf schliessen, dass da etwas ist, was man hinter (leeren) Drohungen verstecken muss. Und selbst, wenn die "missratene" Tochter das Problem ist, dann haben es trotzdem die Eltern in den Griff zu bekommen, denn leiden tut schliesslich der Kleine und das darf nicht sein.

    Schon eine neue Waschmaschine gekauft?? ;)

    Du hörst Dich aber vergleichsweise entspannt an, auch, wenn um Dich rum die Welt braust und tobt, jedenfalls finde ich, dass Du nicht mehr so verzweifelt klingst wie am Anfang.
    Es geht ja auch einiges nach vorne, Du fängst bald an zu Arbeiten (wirst gebraucht), bist in der Schule engagiert (wirst gebraucht), die Kinderfrau ist gut angekommen (entspannt, weniger Sorge um die Zwerge), hast eine Freundin, mit der Du fast täglich plauschen kannst (wirst gebraucht),...
    Das mit dem Konto wird sich auch einrenken, ich denke, dass das auch mit ein Grund ist, warum Dein Mann soviel arbeitet, oder??

    Nur eins stört mich ein bißchen:

    Zitat

    hab auch 5 Stunden in der Küche gestanden und gebacken


    Du kannst es nicht lassen, oder??
    Tu auch mal was nur für Dich ganz alleine. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zeit dafür knapp ist, aber umso wichtiger wären glaub ich diese kleinen Auszeiten. Und die, gerade die müssen auch eingeplant werden. Wenn man drauf wartet, dass sie sich spontan ergeben, dann findet man immer noch was, was man unbedingt noch vorher machen muss (z.B. Waschlauge in der Küche wegmachen!! ;) ).!! Such Dir Freiräume selbst, niemand wird sie Dir nicht auf dem Silbertablett servieren.
    Was ist denn z.B. aus den regelmässigen Dates mit Deinem Mann geworden?? Klingt so, als wär's ein wenig eingeschlafen!?!!?

    Mach's gut und bis die Tage

    GLG, Der Insulaner

    Hey Tina,

    also, du musst nicht mit Deiner Mutter reden, es war lediglich ein Vorschlag, und es würde wahrscheinlich (wie Du schon sagtest, sie wird's abstreiten) eh nix bringen FÜR SIE. Es wär lediglich für Dich. Aber wenn Du nicht mit ihr reden magst, dann lass es. Das ist OK. Vielleicht magst Du Deine Gedanken ja in Form eines Briefes mal aufschreiben. Hat hier schon vielen geholfen, das eigene innere Chaos zu sortieren. Dabei ist es nicht mal unbedingt notwendig, ihr den Brief auch zu geben, allein das Aufschreiben hilft schon.

    Mit Deiner Schwester hast Du ja schon gesprochen, sehr schön, jetzt versucht noch, Euren Vater mit "in Euer Boot" zu holen. Wie hast Du denn die Reaktion Deiner Schwester empfunden? Hattest Du das Gefühl, dass sie erleichtert war, dass sich Eure Beobachtungen decken/dass Du es angesprochen hast?

    Hast Du schonmal über Auszug nachgedacht?? Wenn ich so lese, dass Du froh bist, wenn Du nicht nach Hause musst wäre das vielleicht ein Weg, dass Du Dich wieder besser fühlst..

    Weiterhin ganz viel Kraft und ganz liebe Grüße

    Der Insulaner

    Zitat

    dann nehmen sie sie auch nicht mit


    Das stimmt, hab ich mit meiner Mutter auch schon oft genug durch. Deshalb der Hinweis auf "hilflose Person".., manchmal klappt's.

    Aber sie ist ja nicht allein, insofern passt's dann wieder. Ich hatte nur die Befürchtung, dass da sonst irgendwie was in Richtung "unterlassene Hilfeleistung" bei rumkommt.

    Wie geht denn ihr neuer Mann damit um?? Schliesslich ist er dem Schlammassel ja wohl täglich ausgesetzt. Oder leidet er still vor sich hin?? Oder hast Du so konkret noch nicht mit ihm geredet??

    Du hast noch gar nicht erzählt, ob die Hochzeit ansonsten schön war!?!?!?..

    GLG und alles Gute

    Der Insulaner

    Hallo Melli,

    entschuldige, dass ich so blöd frage (wahrscheinlich hab ich's überlesen), aber, Deine Mutter lebt allein, oder?
    Wenn dem so ist und ich mir Deine letzte Schilderung über ihren Zustand so vorstelle, dann gibt's für mich nur eins: Notarzt -> Khs !!! , auch auf die Gefahr hin, dass sie sich bestimmt nach ein paar tagen wieder davon macht. Aber wenn nicht mal mehr ein Schluck Wasser drin bleibt, dann gehört sie an den Tropf. Ich seh da Gefahr im Verzuge und da ist handeln angesagt, egal, ob sie sich selbst in die Situation gebracht hat oder nicht.

    Ich würde mal für 5 Minuten die Anti-Co-Abhängigkeits-schutzhaltung über Bord werfen und die 112 wählen, vielleicht noch das Zauberwort "hilflose Person" erwähnen (da freuen sich die MA vom Rettungsdienst immer ganz doll.. ;) ).

    Dir weiter ganz viel Kraft, habt Ihr eigentlich Eure Hochzeit (Glückwunsch noch dazu nachträglich) trotz des Zwischenfalls geniessen können???

    LG

    Der Insulaner

    Hallo Tina,

    erstmal willkommen bei uns hier im Forum, schön, dass Du hergefunden hast.

    Eigentlich hast Du Dir die Antwort schon selbst gegeben und suchst hier nur noch eine Bestätigung für Deinen Verdacht, stimmt's?
    Das was Du so schilderst deutet sehr darauf hin, dass Deine Mutter tatsächlich ein Alk Problem hat. Ob sie Alkoholikerin ist oder nicht würd ich daraus jetzt noch nicht ableiten, dazu müsste man mehr wissen/beobachten, z.B. so Dinge wie, ob es Entzugserscheinungen gibt, wenn sie mal keinen Alk bekommt. Zudem gibt es sehr viele unterschiedliche Alki Typen (Also z.B. den Quartalstrinker, den Spiegeltrinker, usw).
    Was dafür spricht ist das heimliche, und, dass sie nach dem "Kochen" so derangiert daher kommt. Das deutet darauf hin, dass sie die Kontrolle über ihren Alk konsum bereits verloren hat und solange trinkt, bis z.B. die Flasche leer ist oder sie die Flasche vor Trunkenheit gar nicht mehr zum Mund bekommt. Auch das Alk verstecken (Whiskeyflasche) und die Bezeichnung "Kochwein" als Ausrede für die Flasche neben dem Herd sind recht eindeutige Zeichen.
    Nur, was nützt es, wenn Du weisst, dass Deine Mutter ein Alk Problem hat, möglicherweise Alkoholikerin ist? Helfen wirst Du ihr nicht können. Die einzige Person, der Du helfen kannst, bist Du selber. Klar, auch dafür brauchst Du erstmal die Erkenntnis, dass Du es mit einem Alki zu tun hast.
    Also, ja, ich denke schon, dass der Alk Konsum Deiner Mutter auf jeden Fall nicht normal ist.
    Was Du nun tun solltest ist, Dich um Dein Wohl zu kümmern. Deine Worte zeigen mir, dass Du Dich bereits auf dem Weg in eine Co-Abhängigkeit befindest (ich sage nur Flaschenzählen, Verstecke ausfindig machen. Alk weggekippt hast Du sicher auch schon, oder?). Achte darauf, dass Du Dich nicht zu sehr mit reinziehen lässt. Evtl kann es in Deiner offenbar noch recht frühen Phase (und da ist es gut, dass Du Dich schon so früh hier angemeldet hast) helfen, wenn Du Deiner Mutter Deine Beobachtungen mitteilst und ihr zu verstehen gibst, dass Du das nicht zu akzeptieren bereit bist. Suche das Gespräch (aber bitte nur, wenn sie nüchtern ist) oder schreib ihr einen Brief, wenn Du Dich nicht traust, es ihr ins Gesicht zu sagen. ABER: Mache Dir nicht zu grosse Hoffnungen, dass sich bei ihr etwas ändert, es ist ganz allein für Dich.
    Lebst Du allein mit Deiner Mutter oder sind noch andere Personen mit im Haushalt? Es kann sinnvoll sein, dass Du Deine "Mitbewohner" (Vater, Geschwister, Oma,...) mit einbindest, oder haben die schonmal ähnliche Beobachtungen gemacht??

    Und lies Dir ruhig den einen oder anderen Threat von unseren "Leidensgenossen" durch, da ist viel Hilfreiches dabei. Auch ein Abstecher zu den direkt Betroffenen ist sehr aufschlussreich.

    Dir viel Kraft für die nächste Zeit, und alles Gute

    Der Insulaner

    Hey Ihr Lieben,

    Ja, Dani, da liegst Du wohl richtig, aber wer wäre in der Situation nicht unsicher?!?! Ich muss halt für den anstehenden "Kampf" (mir fällt grad kein besseres Wort ein) zunächst mal die Fronten klären bzw. abklopfen, wer an welchem Ende des Stricks zieht, wenn Du verstehst, was ich meine. Und meine Mitstreiter werden mehr. Ist doch immerwieder schön, wenn man unerwartet gesagt bekommt:" Was mit Deiner Mutter passiert ist mir relativ egal, aber wie können wir Dir helfen/Dich entlasten?" Und das von meiner Tante, also ihrer Schwester..!!! :)
    Die Ärztin im Khs (hab ich grad eben erreicht) steht mir auf jeden Fall schonmal nicht im Weg, sie meinte sinngemäss, dass sie sich in die Entscheidung nicht einmischen will und das mit dem "..am besten in meine Nähe.." war nur so mehr oder weniger dahin gesagt, weil es halt meistens bei den älteren Herrschaften (und Nicht-Alkis) darauf hinausläuft. War aber keinerlei Empfehlung o.ä ihrerseits. Sie konnte meiner Argumentation sehr gut folgen und hat mir noch angeboten, dass ich jederzeit auf die Hilfe des Sozialdienstes des Khs's zurückgreifen kann, sofern ich das will.

    Ich hab sie dann direkt gefragt, ob sie davon ausgeht, dass meine Mutter wieder wegen Alk da ist, und sie meinte, die Symptome sprechen dafür und auch die Rückmeldungen (auf der Insel kommen die Fachärzte immer vom Festland aus ca 1x im Monat ins Khs und halten da Sprechstunde) waren entsprechend, sprich es berichtete jmd, dass sie auch schon neulich, als sie zum Hautarzt dort war, nach Alk gerochen haben soll. Meine Mutter streitet es natürlich ab.
    Auf jeden Fall hat mich das Gespräch erstmal beruhigt, es ist keine Gefahr im Verzuge und sie werden auch dafür sorgen, dass sie nach der Rückverlegung aus Hamburg auf die Insel nicht allein zu Hause ist, sprich entweder Kurzzeitpflege oder 3x täglich Pflegedienst, bis das mit der Unterbringung im betreuten Wohnen geklärt ist.
    Nichtsdestowenigertrotz wird ja ihr Alk Problem durch die Unterbringung im betreuten Wohnen nicht gelöst, sie ist halt nur weg von der Insel, mal davon abgesehen, dass ich mir vorstellen kann, dass die eine oder andere Einrichtung Alkis gar nicht haben will, aber das werden wir sehen. Vielleicht muss man ihr nochmal das Wort LZT unter die Nase reiben...! Ggf auch als Voraussetzung für den Übergang ins betreute Wohnen, oder davor, oder so....!
    Ich werd erstmal meine Tante(n) und meine Schwester befragen, was die davon halten und wie die das sehen und zu was die bereit sind usw, und dann sehen wir weiter. Grundsätzlich müsste das aber eigentlich von meiner Mutter ausgehen, oder?? Aber man kann ja dem Sozialdienst ein paar Eckpunkte mit auf den Weg geben.

    Wie auch immer, auch das wird sich irgendwie lösen lassen (oder durch Aussitzen von selbst erledigen)..
    Ich hab erstmal noch ein paar Telefonate zu führen (mit heisses Ohr Garantie!!), bei denen die Marschrichtung hoffentlich klarer wird, und dann sehen wir weiter.

    Ich meld mich, wenn's was Neues gibt.

    Projekte:
    Projekt 1 (das mit dem Metall): voraussichtl July 2009
    Projekt 2 (das, was Nächte in mehrere Abschnitte a 2 Stunden zerteilt): in Arbeit ;)

    Ganz liebe Grüße und bis die Tage

    Der Insulaner