Beiträge von Pauli71

    Guten Morgen Karsten,

    Dein Beitrag spricht mir aus tiefstem Herzen. Ich kenne zwar außerhalb der SHG wenig Alkoholiker (wenigstens keine, die es offen sagen), dort haben wir aber ein zwei Typen, die da gezwungenermaßen hingehen. Ich denke mir dann immer, was sie da wirklich wollen, denn wirklich dahinter stehen sie nicht.

    Vielleicht wird mein Therapeut in den Sitzungen, die ich nicht so positiv finde, einfach von einer gewissen Resignation beherrscht, dass ich doch vielleicht wieder einer von denen bin, die zu ihm kommen, weil sie müssen (Job, Familie, usw.) und denen es aber tief drinn nicht ernst ist.

    Mir ist es aber wirklich sehr ernst mit der Trockenheit!!!!

    Gruß
    Pauli.

    Hi Spedi,

    die angesprochenen Grundbausteine sehe ich auch als wertvollen und für jeden gültigen Rahmen. Ohne sie zu befolgen wird i.a. kein erfolgreiches Trockenbleiben zu schaffen sein. Die Therapie geht aber doch darüber hinaus. Sie muss mich und mein Umfeld komplett mit einbeziehen und daher kommen meines Erachtens nach auch die unterschiedlichen Aspekte, die in der Therapie langfristig sowohl vom Therapeuten, als auch vom zu Therapierenden zu berücksichtigen sind.

    Oh weh - ich komme mir nach diesem Absatz als DER Therapie-Experte vor, dabei bin ich gerade mal ein paar Wochen dabei. Also: ich will nicht besserwissereisch klingen, das ist alles mein Eindruck und mein subjektives Empfinden :)

    Nachtrag zu meiner Depri-Phase letzte Woche: mein Schilddrüsenproblem ist anscheinend gravierender, als ich dachte. Die Hormonwerte waren am Montag sehr schlecht. Die Ärztin meinte dann nur, ob ich keine Probleme hätte. Ich habe ihr dann von meinem Tief erzählt, worauf sie meinte, das überrasche sie bei den Werten überhaupt nicht - niedrige T3/T4 Werte führten häufig zu Angstzuständen, Antriebslosigkeit, Depressionen. Wir sind auf andere Tabletten umgestiegen, ich hoffe, damit geht's besser.

    Noch einen schönen Tag an alle
    Pauli.

    Hi Spedi,

    mein Hauptpunkt bei meinem Beitrag war eigentlich der, dass der Therapeut bzw. die Sitzung mit ihm in meinem Fall deutlich von unser beider Tagesform abhängig ist. Wenn mein Gesprächspartner schlecht drauf ist, bekomme ich die ganze Session lang in meinen Augen nur Stereotypen zu hören.

    Das mein Kernproblem das Saufen ist, steht außer Frage - aber es gibt nicht für jeden Säufer die eine, allein selig machende Lösung/Therapie. Ich erwarte vom Therapeuten, meine Situation entsprechend zu berücksichtigen, um zusammen mit mir, einen Weg zu finden. Was für den einen klappt, hilft dem anderen überhaupt nichts.

    Oder bist Du der Meinung, dass es einen einzigen, allein wirksamen Weg aus der Sucht gibt? Dann solltest Du darüber ein Buch schreiben ;)

    Gruß
    Pauli.

    Was mir die Gespräche mit dem Therapeuten bringen? Nun, das ist durchwachsen. Anfänglich war ich froh, mit jemanden offen über das Thema Alk und das Drumherum reden zu können. Auch die Informationen, die ich über Therapie usw. bekam, waren wertvoll. Aber jetzt nach ein paar Wochen habe ich den Eindruck, dass doch manchmal mit Stereotypen gearbeitet wird, d.h. es kommen immer wieder dieselben Floskeln, je nachdem wie der Therapeut drauf ist.

    Sicher hat er auch keinen leichten Job und meistens geht er wirklich auf mich ein und versucht zuzuhören zm dann mit mir einen Weg zu finden - von Zeit zu Zeit ist es aber doch eine Art von vorgefertigtem Skript, das er abspielt. Wenn ich dann nicht gegenhalte und verstärkt die Besonderheiten meiner Situation (mich nur auf meine Sauferei reduzieren zu lassen, ohne meine Familie, Umfeld usw. zu berücksichtigen, passt mir einfach nicht) einbringe, empfinde ich die Sitzung dann als verlorene Zeit.

    Ich sehe die Therapiesitzungen deshalb als harte Arbeit, denn wenn ich nur hingehe um passiv quasi zu konsumieren (mir helfen zu LASSEN), kommt nicht viel dabei raus. Es ist wohl eher so, dass es nur geht, wenn ich mir aktiv SELBER helfe und der Therapie dabei Hilfestellungen gibt. Wenn aber von mir mal (aus welchen Gründen auch immer) nicht viel kommt, würde ich mir persönlich doch mehr Einflussnahme von ihm wünschen.

    Gruß
    Pauli.

    So, long time no see (read)......

    Die Downphase von letzter Woche habe ich mit einer konzertierten Aktion überwunden. Zuerst habe ich alle meine Termine (SHG, Therapeut) eingehalten. Das war schon mal ein positiver Schritt um nicht im Selbstmitleid zu versumpfen. Was aber am wichtigsten war, ich habe die letzten Tage sehr viel körperlich gearbeitet. Bin gesundheitlich zwar etwas angegriffen, aber trotzdem habe ich einige umfangreiche Projekte in Haus und Garten fertig gestellt und gleich eine Liste mit Zeug gemacht, was noch ansteht. Wenn die Temperaturen endlich mal dauerhaft in den frühlingshaften Bereich vorstoßen werde ich mit Joggen anfangen. Sachen wie Fitness-Studio wären zwar wetterunabhängig möglich, mit dem ganzen Abo-Zeugs fühle ich mich aber zu sehr angehängt.

    Heute bin ich übrigenz 7 Wochen trocken und fühle mich wirklich gut dabei. Die depressiven Phasen sehe ich nicht als Folge der Abstinenz sondern als einen der Gründe, warum ich überhaupt mit Saufen angefangen habe. Mit meinem Therapeuten habe ich länger über das Thema gesprochen und er hat mir deswegen zu einer Behandlung geraten, sollten diese Phasen von Häufigkeit und Dauer ein gewisses Maß übersteigen.

    Bin also wieder besser unterwegs als letzte Woche - hoffe es bleibt so :)

    Gruß
    Pauli.

    Hi Spedi,

    die Analogie Lotto - Weglaufen, ist mir heute nicht zum ersten Mal in's Auge gestochen, das ist ein reiner Fluchtreflex!

    Ventil ist gut - am Wochenende wird's mir wieder besser gehen: es gibt kein psychisches Problem, das 8 - 10 Stunden Holzhacken nicht bereinigen können ;) Ich stimme Dir voll und ganz zu - so richtig körperlich auspowern würde mir gut tun.

    Pauli.

    Hi Leute,

    immer noch trocken (gestern waren es 6 Wochen), immer noch down .... einfach zum wegschmeißen. Gestern Abend noch Termin gehabt, erst um 23:30 heim (kein Alk im Spiel), kaum geschlafen, 5:30 wieder aufgestanden, jetzt sitze ich am Schreibtisch und versuche, irgendwo einen Anfang zu finden..... Bin schon soweit, dass ich Lotto spielen, in der irrational vagen Hoffnung, zu gewinnen und dann alles hinter mir lassen zu können. <kopfschüttel>

    Hab' die ganze Nacht vor mich hin philosophiert. Wie schnell doch die Zeit vergeht, ich kann mich noch genau an den ersten Tag erinnern, an dem ich meinen Führerschein hatte, dann das Studium - was wir alles abgezogen haben. Die Welt gehörte uns, wir machten uns keinen Kopf. Dann kamen Job, Verpflichtungen, Sorgen, Belastungen, Schulden.... Ich muss zugeben, dass ich selten noch richtig lache. Dinge, die mich früher überhaupt nicht berührt hätten, lassen mich jetzt ausrasten. Die 20 Jahre seitdem sind verflogen wie nichts und wo stehe ich jetzt, wie soll ich die nächsten, sagen wir mal, 45 Jahre verbringen? Begraben in Angst und Selbstmitleid, ausweglos und von den eigenen Dämonen verfolgt? Wenn ich mir meine Kinder ansehe, wie unbefangen und lebendig sie sind, komme ich mir immer mehr wie ein Zombie vor - er bewegt sich zwar, im Inneren ist aber längst alles abgestorben - eine leere Hülle, die nur noch den Anschein von Vitalität erweckt.

    Pauli.

    @Spedi: keine Angst, ich kriege nicht so schnell was in den falschen Hals, so dünnhäutig bin ich nicht.

    Zur Gruppe gehe ich wahrscheinlich schon - ist halt schwer, sich durch den Tag zu quälen und am Abend auch noch den Arsch hochzukriegen..... Wenn nur endlich das Wetter schöner würde, dann könnte ich mal 15 km runterreißen - das Endorphin würde mich dann schon wieder puschen....

    Noch einen schönen Tag.
    Pauli.

    Hallo Alle,

    danke für all Eure Ratschläge - manchmal fühle ich mich trotz Familie im "realen" Leben recht einsam und verloren, da ist es gut, wenigsten virtuell reden zu können.

    Mir ist klar, dass diese depressive Grundstimmung, die bei mir jetzt seit Tagen vorherrscht, gefährlich ist. Zum einen natürlich aus sich selbst, weil ich so ja wohl kaum den Rest meines Lebens verbringen will, zum anderen auch weil dies einer der Gründe für mich, mit Saufen anzufangen. Bis jetzt halte ich mich Alk-mäßig gut.... ich will auch, dass es so bleibt.

    @Spedi + kommal: Der Rat mit der Auszeit ist mir schon öfters untergekommen und ich gebe zu, dass es das beste wäre, ihm zu folgen. Allerdings bin ich nicht angestellt, d.h. ich kann nicht einfach krank machen und gehe dann wieder zurück. Gut, ich bekomme schon Krankengeld als Grundsicherung in so einem Fall - aber meine Aufträge sind erst mal weg. Reha+Übergangsgeld über die Rentenversicherung kommt nicht in Frage, da ich nicht einzahle. Ich sehe aktuell keinen Weg, 3 oder 6 Monate abzutauchen.....

    Bei meinem Therapeuten war ich am Dienstag, da war das allerdings nicht konkret Thema - ich wollte mich zusammenreißen... ihr kennt das sicher.... Freitag habe ich SHG, weiß nicht, ob ich in meiner Gemütsverfassung hin gehe....

    Pauli

    Jetzt, im Augenblick, steht nicht das Saufen im Vordergrund - es ist wirklich nicht so, dass ich hier in meinem Sumpf sitze und denke, dass eine Halbe Bier mir jetzt die Last von der Brust schaffen würde. Wenn ich das jetzt täte, würde ich mir, nachdem ich wieder nüchtern würde, wahrscheinlich aus Scham und Frustration einen Strick nehmen.....

    Ich bin nur einfach (einfach ist gut) total und absolut hoffnungslos, down, fühle mich beschissen, in die Ecke getrieben, ohne Ausweg, wie Atlas mit der ganzen Welt auf meinen Schultern. Jeder will was von mir, alle sind irgendwie hinter mir her - Weltschmerz, die Decke fällt mir auf den Kopf........

    Oh Mann, am liebsten würde ich heulen.... das wäre mal was für die Kollegen......

    Hi Forum,

    bei mir geht gerade alles den Bach runter - bin voll depressiv drauf seit ein paar Tagen. Ich kann mich zu gar nichts aufraffen - im Job geht's drunter und drüber - ich schaffe das alles nicht mehr. Kriege nichts auf die Reihe und weiß nicht, womit ich anfangen soll, wenn doch alles nichts hilft. Mein Zucken im Augenlid ist wieder da - seit Tagen nicht geschlafen, Angstzustände... heute neuen Projektplan bekommen, in 23 Arbeitstagen sind bis jetzt Aufgaben für über 30 Tage verplant....

    Würde am liebsten wegrennen..... alles hinter mir lassen, endlich Ruhe und Frieden finden - aber: dann kein Job mehr -> kein Geld -> Schulden laufen heiß -> Haus weg -> Familie geht mit mir unter

    SCHEI*E!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Pauli.

    Hallo Andreas,

    Sport ist sicher eine gute Idee - ich will sowieso dieses Jahr abnehmen und werde wenn das Wetter sich endlich wieder beruhigt mit Joggen anfangen. Morgens um 4:00 kann ich aber nicht gut loslaufen ;)

    Ich werde meinen alten Vorsatz, mal zu dieser Zen-Gruppe zu gehen, wieder aufnehmen - mal sehen, ob das was ist....

    Pauli.

    @Spedi: Ich sage mir auch immer, dass ich die Sache erst mal auf mich zukommen lassen sollte - aber nachts um halb vier ist mit solch rationalen Einschätzung nicht viel los. Allgemein ist es in letzter Zeit so, dass ich verstärkt nervös bin. Gestern hat mich plötzlich eine massive Unruhe gepackt, fühlte mich down, zittrig - fast schon panisch. Das passiert mir auch frühmorgens jetzt ab und zu. Entzugserscheinungen sollten es nach gut 5 Wochen nicht mehr sein, also ist es wohl psychisch.... Jetzt sitze ich im Büro und weiß nicht, wie ich den Tag anfangen soll. Am liebsten würde ich gleich wieder fahren....

    @Vann: zugenommen habe ich tatsächlich noch nichts, weil ich wohl insgesamt weniger esse. Dazu noch die wegfallenden Alk-Kalorien und schon bin ich eher am Abnehmen. Mal sehen, wie es sich entwickelt....

    Gruß
    Pauli

    Guten Morgen Forum,

    bis auf den kurzen Beitrag gestern habe ich ja einige Tage nichts mehr hören lassen. Mir geht es aber soweit gut - mit den üblichen Höhen und Tiefen.....

    Ich versuche, mich mit allerlei Aktivitäten und Tätigkeiten zu beschäftigen, was zeitweise gut, manchmal weniger gut klappt. Mein Gewicht pendelt etwas, je nachdem wieviel Schokolade ich als Ersatzdroge (so muss man es schon fast bezeichnen) einwerfe. Ist schon seltsam, manchmal denke ich bei einem Stück Schokolade: "das hast Du Dir verdient, weil Du heute wieder nichts getrunken hast", Mein Therapeut meinte dazu, dass solche Ersatzhandlungen anfänglich häufig auftreten, mit der Zeit aber in den Hintergrund treten sollten.

    Die Situation mit meiner Frau hat sich - wie ich schon geschrieben habe - etwas entspannt, sie bemüht sich, meine Situation zu verstehen, wobei sie offensichtlich doch schon noch Probleme damit hat. Unser Verhältnis hat sich aber deutlich gebessert (wobei mir erst im Nachhinein aufgefallen ist, dass es hier doch ein paar negative Punkte gab), vor allem auch deshalb, weil ich nicht mehr einfach auf dem Sofa einpenne, wenn sie evtl. noch was "anderes" vorgehabt hätte ;) In unserem großen Gespräch hat sie durchblicken lassen, dass sie das schon manchmal sehr frustrierend fand. Naja, ich gelobe Bessereung :)

    Ich bin momentan in einer Art Aufbautherapie, die mich auf eine ambulante Maßnahme hinführen soll. Mein Therapeut hält sich zwar, was Prognosen angeht zurück, er meint aber, dass ich glücklicherweise in einer intakten Familie lebe und auch sonst das Umfeld weniger problematisch ist, wie es es sonst manchmal erlebt. Die SHG ist mir inzwischen nicht mehr so fremd, ich habe ein paar Mal aktiv meine Situation eingebracht und auch einige gute Ratschläge oder Kommentare bekommen.

    Alles in allem läuft alles weiter seinen Gang, auch und nicht zuletzt wegen der Hilfe, die ich hier im Forum immer wieder bekomme. Die einzige große dunkle Wolke, die ich in der Zukunft auf mich zuschweben sehe, ist die Frage, wie sich die Therapie, so sie denn dann losgeht, mit meinem Job vereinbaren lässt. Mir ist es vor allem für meine Familie wichtig, finanziell nicht zu sehr zurückgeworfen zu werden. Ich hoffe, das lässt sich irgendwie regeln.....

    Einen schönen Tag an alle!

    Pauli.

    Hallo Hartmut,

    danke der Nachfrage, bin immer noch da, immer noch abstinent. Hatte viel zu tun, dazu noch SHG und Therapeutengespräche. Ich mache Schritt für Schritt und hoffe, dass meine Frau in den nächsten Wochen noch mehr darauf einsteigt.

    Gruß an alle
    Pauli.

    Guten Morgen Forum,

    vielen Dank für Euren Zuspruch - bin immer noch in einem Hoch, gestern habe ich meiner Frau das Material durchgesehen, das ich am Dienstag vom Therapeuten bekommen habe. Sie hat nicht viel gesagt, war aber ziemlich ergriffen. Mitgehen will sie vorerst noch nicht, aber sie lehnt es auch nicht mehr kategorisch ab.

    Bin richtig happy, dass es an dieser Front doch noch vorwärts geht :)

    Einen schönen Tag noch

    Pauli.

    Hallo Forum,

    gestern war Showdown, aber so richtig heftig. Hatte ein langes, intensives Gespräch mit meiner Frau. Zuerst habe ich nochmal versucht, ihr klar zu machen, dass ich ein wirkliches Problem mit Alk habe. Das wollte sie nicht einsehen, kam mit Argumenten, wie, dass doch alle was trinken usw. Als ich ihr dann detailiert erklärte, wieviel ich getrunken habe, dass ich heimlich Stoff besorgt habe, dass ich die Flaschen versteckt habe usw., ist sie nachdenklich geworden und war auch ein wenig verletzt. Sie hat voll Angst vor den Konsequenzen, dass unser Leben, so wie sie es gewohnt ist, vorbei ist, davor, was die Nachbarn sagen, wie es finanziell weitergehen soll, ob ich noch arbeiten kann.... Es war das erste Mal, dass sie bei dem Thema aus sich raus gegangen ist. Ich habe versucht, sie zu beruhigen, ihr gesagt, dass ich optimistisch bin und den weiteren Verlauf erklärt. Zur Therapie mitgehen will sie zwar vorerst nicht, aber immerhin wird sie mich zuhause und im privaten Bereich unterstützen. Wir haben fast vier Stunden geredet und ich war danach so fertig, dass ich umgefallen bin, wie ein Stein. Heute fühle ich mich richtig gut, erleichtert - ein wenig euphorisch....

    Außerdem war ich mit dem gestrigen Tag genau 4 Wochen alkfrei :)

    Gruß
    Pauli.

    habe eben einem Kumpel wegen seiner Geburtstagsfeier abgesagt und dabei erwähnt, dass ich nichts mehr trinke. Daraus hat sich dann eine Diskussion über das Thema ergeben, die von seiner Seite mit dem Satz endete: "Aber so ganz ohne macht's doch auch keinen Spaß"

    Mal sehen, wie lange er noch mit mir redet, wenn mein Unterhaltungsfaktor offensichtlich so stark abfällt....

    Hallo Hartmut, Spedi, Andi, Stellina und alle anderen,

    als ich Eure Beiträge eben las, hat's mich doch ganz schön getroffen, ziemlich starker Tobak! Eigentlich trinke ich ja auch deshalb nichts mehr um meine Ehe/Beziehung langfristig zu sichern/stabilisieren - dass ich durch meine Abstinenz genau das Gegenteil bewirken würde, hätte ich nie gedacht. Ich muss das alles nochmal für mich sortieren, auch den beschriebenen Vorfall an Ostern erneut überdenken. Am besten gleich heute Abend zusammen mit meiner Frau - ich will doch mal wissen, mit was sie eigentlich diese Schwierigkeiten hat, schließlich will ich mich doch bessern.

    Bis jetzt hatte ich sie nie als eine auf Äußerlichkeiten, bzw. das Urteil anderer bedachte Person gesehen, aber anscheinend hat sie Angst vor dem Stigma des asozialen Alkis. Inzwischen habe ich rausbekommen, dass Alkoholismus in ihrer Familie kein unbekanntes Thema ist. Ein Bruder ihres Opas hat sich in den 50er Jahren buchstäblich zu Tode gesoffen, nachdem er von der Familie quasi verstoßen wurde. Das war damals wohl ein ziemlicher Skandal für alle und vielleicht will sie einfach nicht wahrhaben, dass sowas auch in ihrem engsten Umfeld passieren kann.

    Wird also heute ein interessanter Abend - ich berichte morgen, falls ich es überlebt habe :)

    Gruß
    Pauli.