Das mit dem Stolz ist es nicht, ich habe mich schon so erniedrigt, dass da nichts mehr von Stolz übrig geblieben ist.
Nein, es war die Umsicht mit den von mir geliebten Tieren, die Hilfsbereitschaft mir gegenüber und das was es schon lange nicht mehr gibt - eine gelebte und geliebte - Zärtlichkeit. Ich weine nach dem Menschen, von dem ich meinte er könne sich in meine Richtung entwickeln und nicht weg von mir. Und eben das ist nicht der Fall: wir beide haben uns entwickelt aber voneinander weg.
Auch ich habe nicht mehr geredet. Wenn täglich eine Alkoholfahne da ist und das sprechen nunmehr lalleld ist, dann ist mir das zu viel. Diskutieren wollte er angetrunken gerne - ich halte aber von Diskussionen in einer solchen Verfassung nichts. Und keiner unserer alkoholfreudigen Partner kann wirklich erwarten dass wir, wenn sie ausnahmsweise noch nicht den totalen Alk-Spiegel haben aufnahmebereit sind.
Bei mir war es auch so, dass die Liebe langsam aber sicher unter den Tisch gesoffen wurde. Als es dann aus war kam plötzlich wieder der alte und liebenswerte Partner ans LIcht. Gut gespielt von ihm, wenn auch nicht lange. Genau das tat weh.... genau um das trauere ich noch .... weil es noch da ist.... oder einfach nur gute schauspielerische Leistung ...
Was auch immer er da in sich hat - Verantwortung nicht und auch keine reale Selbsteinschätzung. Er ist in diesem Dorf die gehassteste Person, zu der schon gesagt wurde er solle endlich ausziehen dass wieder Ruhe einkehrt. (Alkoholisiert wollte er den Maibaum absägen, oder hat im wohnwagen ein Gegenfest natürlich mit Alk zum Dorffest veranstaltet). Alles Dinge, die ich nicht verstehen kann, alles Dinge, die ihn von mir entfernt haben. Leider Dinge, die bei mir leichter wiegen, als das liebenswürdige Verhalten, welches er spielen kann.
Lieben Gruß von Dagmar