Mein Freund nimmt auch Medikamente, glaube Distra Neurin

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  • Ich habe ja eigentlich schon einen anderen Beitrag geschrieben, möchte aber hier zum Thema noch sagen, daß mein Freund morgens wenn er was wichtiges vor hat, auch irgendwelche Medikamente nimmt. Dann ist er auch ohne Alkohol normal.
    Also können die doch nicht schlecht sein. Ich selbst nehme ja auch welche, wenn ich mal wieder so fertig bin und nicht meht weiter weiß. Das sind aber dann welche, wegen meiner Nerven.


    Liebe Grüße


    Heike

  • Hallo Heike,


    Medikamente sind für einen Abhängigen immer ein Risiko.
    Man kann ganz schnell von der einen Sucht auf die andere Sucht umsteigen.


    Mark

  • Also mir haben beim Entzug und auch bei der ambulanten Therapie die Tabletten die ich nehmen mußte sehr geholfen. Ich hatte zwar schon einige kalte Entzüge gemacht, aber mit Tabletten war es leichter.
    Ich nehme heute noch ab und zu welche, wenn ich das Gefühl habe, es geht nicht mehr.


    Timo

  • Hallo Timo,


    ob man einen kalten oder warmen Entzug macht, muß jeder selbst entscheiden. Nur sollte man aufpassen, das man dann nicht mehr ohne Tabletten lebeb kann.
    Wenn man eine Sucht hat, ist man bestimmt auch nach anderen Dingen süchtig, weil man das Gefühl der schnellen Hilfe bekommt.


    Grüße
    Heike

  • Hallo,


    wir hätten auch mal hier gerne ein paar Zeilen geschrieben.
    Im Krankenhaus haben wir ja auch gegen den Entzug Medikamente und Ersatzdrogen bekommen.
    Man kann diese Dinge auch nachher noch kontrolliert bekommen, aber wir beide wollen das nicht.
    Wir wollen frei von allen sein und nicht jeden Tag zum Arzt rennen müssen und das Zeug abholen.
    Entweder richtig oder gar nicht. Uns geht es auch so gut.


    Grüße
    Heidi und Charl

  • Hallo ihr beiden.


    Da habt ihr recht. Fangt gar nicht erst an mit den Ersatzdrogen.
    Ich kenne durch meine Arbeit viele, die das gemacht haben. Leider haben die meisten dann wieder angefangen, sich zusätzlich noch anderes Zeug zu spritzen oder anders einzunehmen.
    Wenn man clean bleiben will, muß man von allen Drogen wegkommen. Nur der entgültige Ausstieg kann wirklich Hilfe bringen.


    Liebe Grüße


    Susanne

  • muss ich doch mal loswerden:


    wenn man vom alkohol entgiftet bekamen patienten früher distra neurin, was selbst eine enorme suchtpotenz hat, weshalb es schnell wieder ausgeschlichen wird. es kompensiert ein mögliches delir.


    manche patienten, die bekannt sind und von denen man weiss, dass sie in ein delir fallen, bekommen es direkt, bei anderen patienten, die nicht bekannt sind, wird oft auch abgewartet.


    distra neurin ist auf grund der hohen suchtpotenz von einem alten antiparkinsonmittel abgelöst worden, dessen name mir gerade nicht einfällt, er lautet triapidex oder so ähnlich.


    dazu wird auch carbamarzepin gegeben, gegen mögliche krampfanfälle.


    ein alkoholentzug kalt, zu hause kann u.U. lebensgefährlich sein, auf grund der o.g. möglichkeiten eines delirs und krampfes.


    die ambulante verschreibung von distra neurin gilt unter manchen psychiatern als ärztlicher kunstfehler (vergl. Dörner / Plog: Irren ist menschlich)


    diese drogen haben nichts mit denen zu tun, die man bei einem warmen entzug von heroin bekommt. der heroinentzuig ist derart schmerzhaft und ätzend, dass viele den kalten entzug scheuen, wie ich auch.
    doch ist ein heroinentzug - so dramatisch er aussieht und sich anfühlt - i.d.R. nicht tödlich.
    weshalb viele junks, die einmal wirklich kalt entzogen haben, auch nicht so schnell wieder rückfällig werden - aber das ist eher ein statistischer bereich.


    mit diazepam (valium) ist es auch möglich, alkohol zu entgiften, da beide substanzen kreuztolerant sind, man kann tatsächlich diazepam gegen alkohol austauschen. wer damit keine erfahrung hat sollte das nicht machen, denn ein benzo - entzug ist eine ganz andere liga als ein alkohol - oder heroinentzug.


    ein benzoentzug ist kalt praktisch unmöglich und kann monate dauern, weshalb ich die gängige praxis, medikamentenabhängige patienten nur die üblichen drei wochen zu geben, für falsch halte, selbst 6 wochen sind im grunde zu wenig.


    sorry, wenn ich längst bekanntes hier geschrieben habe



    Alex

  • Einen warmen Entzug mit Medikamente, sollte man nie allein durchführen eben wegen den Krampfanfällen. diese muß nicht jeder haben aber die kontrollierte Einnahme des Medikaments sichert die Entgiftung ab. Ich habe die Distra mit Alkohohl eingenommen, ich werde es nie wieder tun.
    Will ich entgiften nehme ich sie gerne aber ansonsten Finger weg davon.
    Hat man wirklich Rückfallgefahr, sollte man ein offenes Gespräch suchen. Wenn man jemanden hat, ist es besser sich auszuheulen als zum Ersatz zu greifen. Es hilft!
    ________________________________
    Thema Medikamente und Alkohol

  • Hallo Rolly,


    ich habe erst jetzt gesehen, das Du hier noch geantwortest hast. Ich habe das Weitere j ain den geschlossenen Bereich geschrieben.
    Eins nur noch. Ich habe mich ja auch getrennt von ihm. Er hat aber die Medikamente, ich weiß nicht wie sie heißen, immer morgens genommen, wenn er was vor hatte. und keinen Alkohol trinken konnte. Abends hatte er dann wieder eine Fahne.
    Also hatte er sie nicht zum Entgiften eingenommen.
    Aber trotzdem Danke


    Gruß
    Heike

  • Hallo,


    auch wenn Du in dem anderen Bereich weiter was geschrieben hast, können ja nicht alle hier lesen, möchte ich noch anmerken, das die gleichzeitige Einnahme von diesen Tabletten und Alkohol sehr gefährlich sein kann.
    Sie helfen zwar im ersten Moment gegen Entzugserscheinungen aber wenn sie dann wirklich helfen sollen, haben sie nicht nehr die Wirkung und der Entzg wird umso schlimmer.


    Timo

  • Hallo,


    Zitat

    Sie helfen zwar im ersten Moment gegen Entzugserscheinungen aber wenn sie dann wirklich helfen sollen, haben sie nicht nehr die Wirkung und der Entzg wird umso schlimmer.


    Das ist wie bei den meisten Rauschmitten und Medikamenten. Anfangs haben sie die Wirkung, die sie haben sollen, aber nach einer Weile ist der Körper dagegen immun und man braucht immer mehr um das gewünschte Ergenis zu erhalten.
    Das Risiko einer neuen Abhängigkeit ist sehr groß.


    Hannes

  • Auch hier habe ich eine sehr schlechte Erfahrung gemacht...
    Mein Freund wollte zur Entgiftung in ein krankenhaus gehen, da es Freitag nachmittag war musste er also erst zur Notfallpraxis ( so was wie ärztlicher notdienst) um eine Einweisung zu bekommen. Die Ärztin dort wollte ihm keine Einweisung ausstellen. Da er aber an Entzugserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und zittern litt, schrieb sie ihm ein Rezept und zwar über Aponal mit der Auflage für mich ich solle die Einnahme überwachen und auch aufpassen das er während der Einnahme keinen Alkohol trinkt. Im Krankenhaus bekommt er Diazepan was ich auch für richtig halte. Ich denke jedoch das die Notfallärztin ihm das Aponal nicht hätte verschreiben dürfen.. Was denkt ihr darüber???

  • Da bin ich wieder,
    Ic habe nochmal die Packung von Aponal aus meinem guten Versteck raus gesucht.Und in der Beschreibung gelesen:
    Name: Aponal 25
    Wirkstoff: Doxepin 25 mg pro Dragee
    Anwendungsgebiete: Leichte Entzugserscheinungen bei Alkohol-, Arznei- oder Drogenabhängigkeit
    Das mit der Ärztin war so:
    Bei uns gibt es keine Ärzte die abends oder am Wochenende Notdienst haben, sondern eine Notfallpraxis in die jeder Arzt mal kommen muss und Dienst hat.Da bei uns im Krankenhaus nur eine aufnahme mit einer Einweisung und Kostenzusage der Krankenkasse stattfindet mussten wir erst zu dieser Notfallpraxis. Und die Ärztin dort meinte, wenn er solange ausgekommen ist würde er bis Montag auch noch auskommen, wenn jedoch nicht sollte er diese genannten Tabletten nehmen aber keinen Alkohol dabei trinken. Montags könne er sich dann eine Einweisung von seinem Hausarzt holen und dann zur Aufnahme ins Krankenhaus gehen.
    Tja die Ärztin war meines Erachtens nach nicht mit dieser Krankheit vertraut.

  • Was ich in dem voherigen Beitrag noch vergessen habe:


    Er hat keine dieser Tabletten genommen. Ich habe Kontakt zu einer Fachklinik für Suchtkranke aufgenommen und nach Rat gefragt. Dort sagte man mir um gesundheitliche Risiken gering zu halten solle er bis zur Aufnahme in ein Krankenhaus auf jeden Fall weiter trinken und diese Tabletten ganz schnell weg legen.

  • Tja bei dieser Aussage fühlte ich mich auch ziemlich allein gelassen. Damals wusste ich nicht was gesundheitlich alles passieren kann wenn die Entzugserscheinungen schlimmer würden und wie ich ihm dann helfen kann. Ich fühlte mich hilflos und hatte Angst. Ich wusste nicht wie wir das Wochenende überstehen sollten. Deshalb habe ich mir auch Rat in dieser Klinik geholt. Ich habe fast das ganze Wochenende nichtgeschlafen, weil ich dachte du musst darauf achten wenn es ihm vom kreislauf oder so nicht mehr gut geht. ich hätte dann einfach den notarzt gerufen..

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