richtig oder falsch?

  • Hallo,

    2 Stunden jeden Tag telefoniert? wow, ihr habt euch aber viel zu erzählen! :D

    Du solltest halt für dich selber festlegen was du willst.

    - will ich bei ihm sein wenn er getrunken hat oder will ich bei ihm sein wenn er trinkt?
    - kann ich ohne Probleme nach hause fahren wenn ich bei ihm bin und er Dinge tut, die ich nicht gutheiße?

    solche Sachen halt.

    und dann noch ganz wichtig: entweder er schafft den Entzug oder nicht, das solltest du nicht von dir abhängig machen. wenn er den Entzug nicht machen will weil du ja jetzt immer für ihn da sein kannst, dann läuft eh etwas verkehrt.

    Zitat

    „dann bin ich in seiner Nähe und kann ein Stück der Belastung nehmen, weil ich ihn einfach besuchen kann, wenn ich es für richtig halte“

    das klingt ein bißchen nach Co-Abhängigkeit. Ich habe das auch, ich nehme mich nicht davon aus. Aber nimmst du dich nicht etwas zu wichtig? wenn er das nicht für sich selbst schaffen will... wer sollte für ihn wichtiger sein als er selbst? es ist seine Gesundheit und sein Leben. Denk mal drüber nach.
    Deine Angst zeigt dir aber auch das etwas in deinem Denken nicht stimmt.

    Du sollst ihm ja nichts abnehmen, du sollst ihn nur unterstützen. also z.b. in der Therapie besuchen und so ist da völlig ok, ich würde nicht sagen dass es perse nur ohne den Partner in der Therapie geht.

  • Hallo nochmal,

    du solltest dir mal überlegen ob du für dich mal ne Therapie machen möchtest. Ich hatte auch nen Freund mit vielen Ängsten (Agoraphobie, was dein Freund anscheinend auch hat, Arachnophobie, Bakterienangst und und und...) und meine eigene Krankheit Co-Abhängigkeit war mir gar nicht bewusst bis es mir auf einmal so schlecht ging wegen den ganzen Problemen von ihm dass ich Burnout bekam. Ich bin dann in eine Therapie und heute gehts mir wieder recht gut, aber noch lange noch nicht so wie vor der Beziehung.
    Ich bin auch immer am WE zu ihm gefahren. 2 Jahre lang. Und ich fand das immer ätzend. Wie geht es dir dabei?
    Wie lang ist er wegen den Panikattacken schon in Behandlung? Bei einer Freundin von mir hat das knapp 2 Jahre Behandlung gedauert bis die weg waren.

  • muss da noch was nachschieben: wenn seine Motivation nicht ist, wieder selbständiger durch die Welt bzw. sein Leben zu gehen ohne seine Ängste, sondern nur für dich oder die Beziehung... frag dich mal ob das ne gute, gesunde Motivation ist. Würde er das auch machen wenn er keine Beziehung hätte? Ist die Antwort ja, dann isses ja super. Lautet sie aber er hat nur Motivation wegen dir und der Beziehung, dann ist das Motivation von außen und nicht von innen. Und ich würde dem ganzen dann nicht soviel Hoffnung geben... :(

  • Servus optimisma,

    so, nun mal "Butter bei die Fische".

    Dass Du einem Alkoholiker nicht "helfen" kannst, seine Sucht zu "heilen", dass hast Du ja so weit akzeptiert.

    Du bist gerade mal ein viertel Jahrhundert auf der Welt. Willst Du nun allen ernstes die nächsten 50 Jahre oder mehr in einem Zustand leben, in dem Du jeden Tag Deines Lebens mit einem Rückfall des Partners leben willst? Ist Dein Leben wirklich darauf eingerichtet, bewusst und aus freien Stücken mit dieser massiven "Einschränkung" durch den Rest Deines Lebens zu gehen?

    Mädel ich sage Dir, Du bist noch viel zu kindlich-naiv in der Vorstellung dessen, was Dich mit einem Alkoholiker in der Zukunft noch ereilen kann. Insebesondere dann, wenn "Dein" Exemplar bis heute von sich aus noch nicht bereit ist, über sein Suchtverhalten nachzudenken und zielgerichtet Schritte zum Stopp der Krankheit einzuleiten.

    Du kannst es Dir natürlich jetzt einfach machen und sagen "ich bin halt Coabhängig, das ist halt so". Schön, Dann hast Du den perfekten "Einstieg" in diese Krankheit. Der Rest ergibt sich dann schon, schließlich findest Du hier auch die idealen "Lehrmeister" in Form von den Co-Abhängigen, die z.T. über Jahre hinweg nur rumeiern, da sie aus ihrer Krankheit nicht raus wollen. Da kannst Du dir sicher noch das eine oder andere aneignen...

    Warum ich so negativ und hart bin? Ganz einfach, vielleicht kapierst Du dann, dass dies hier kein Streichelzoo ist, in dem wir "mal darüber reden", wie es denn "so sein könnte", sondern wir sprechen hier über eine lebensbedrohliche Krankheit mit massivsten psychischen Auswirkungen auch auf die Angehörigen des Kranken. Und Du bist mit Deinen kindlichen 24 Jahren einfach zu jung, um Dir diese Schei### freiwillig anzutun - Du ruinierst Dir Dein ganzes Leben damit!

    Sag mir doch einfach mal, warum Du Dir das alles antun willst? Liebe kann es nicht sein, denn die kann nur zwischen zwei Menschen wachsen, die gleichberechtigt auf ein und derselben Stufe miteinander stehen. Das kann ein nasser Alkoholiker nicht. Also, was ist es? Helfersyndrom? Das kannst Du unkomplizierter in anderen Bereichen ausleben, wo es nicht Deine eigene psychische Gesundheit gefährdet. Also? Was ist es, was Dich daran hält? Gewohnheit? Kannst du ändern, wenn Du willst.

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

    Ich wünsche Dir, dass Du mein Posting nicht in "den falschen Hals" bekommst und für Dich einen gesünderen Weg findest.

    LG
    Spedi

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!