Welcher Weg ist für mich der Richtige.

  • Hallo Ihr Lieben,

    nu mache ich mal wieder einen Thread auf :wink:

    Wenn ich nun mal meine 15 Monate in Trockenheit Revue passieren lasse, dann blicke ich auf einen arbeitsreichen aber lohnenden Weg zurück.

    Dieses Forum ist/war mir ein guter Begleiter bisher und ein super Werkzeug, mit den ganzen Erfahrungsschätzen. Ein wunderbares Übungsfeld, mit Höhen und Tiefen. Hier habe ich soviele tolle Menschen kennen lernen dürfen, dafür bin ich dankbar.

    Mit meiner LZT habe ich mich noch ein paar mehr Werkzeuge geholt und nächste Woche, beginne ich begleitend noch die Nachsorge bei der Suchthilfe. Muss ich Morgen mal anrufen, ob es auch genehmigt worden ist, da waren noch Unklarheiten.

    Rückblickend würde ich sagen, das ich kein Schwarz-weis Denker bin, aber auch keiner von der Weichspülfraktion ( lustiger Ausdruck, kam mal irgenwann, irgendwo auf). Passt manchmal vieleicht, da bin ich mir noch nicht so ganz sicher :wink: So ganz lasse ich mich wohl nicht so richtig einordnen, ist aber für mich nicht ganz so schlimm/wichtig.

    In der LZT hat man mich sogar schon als harten Knochen bezeichnet :lol:8)

    Ich lebe und arbeite an mir im 24 Std Takt :wink: versuche das Beste aus den mir gegeben Situationen zu machen und auf und anzunehmen.
    Die Bausteine, wie ich Sie hier vorgefunden habe, sind ein sehr gutes Gerüst für mich. Mein Fundament steht und ich weis, das ich immer weiter an mir arbeiten/aufbauen muss/möchte.

    Bis zum heutigen Zeitpunkt, bin ich auch ganz gut damit gefahren :wink: ich bin im grossen und ganzen mit meinem Leben zufrieden. Das ich dabei auch noch trocken bin, ist natürlich das I-Tüpfelchen :wink:
    Gleichbleibend ist meine Zufriedenheit natürlich nicht, was mein Leben betrifft. Es kann ja irgenwie immer besser sein, aber wie gesagt ich bin zufrieden.

    Wäre ich noch am trinken, könnte ich mich auch nicht spüren. Spüren sind für mich positive wie negative Lebensumstände, die mich im Leben begleiten. Ich muss mich nicht mehr beteuben und habe gelernt, das ich auch nicht zu änderernde Dinge einfach hinnehmen kann.
    Weil ich Diese nicht beeinflussen kann, aber ich habe auch gelernt Sie zu tragen. Manchmal teile ich Diese auch, wenn mir die Last zu schwer fällt.

    Das heisst ich kann auch Hilfe annehmen, umsetzen muss ich Sie natürlich alleine.
    Auch habe ich gelernt und erkannt, das ich meinen Weg für mich gefunden habe, er ist oft steinig und holperig, aber begehbar. :wink:

    Wichtig für mich ist auch, dabei meinen Raum zufinden und zu akzeptieren, wie andere Ihren Weg beschreiten. Manchmal lehne ich mich da ein wenig an, manchmal mache ich es anders.

    Ich bin dabei mich zu entwickeln, dabei geht es mir gut und was mir gut tut, ist auch völlig in Ordnung für mich. Wenn ich mich wohlfühle kann ich auch gut aufnehmen, das macht mich wiederum zufrieden :wink:

    Wie seht Ihr Euren Weg ? Da sind natürlich auch die Cos, recht herzlich eingeladen :wink:

    In diesem Sinne, würde mich auf einen regen Austausch freuen :wink:

    MLG Mandy

  • Hallö Mandy2,

    Du bist schon so eine! Machst nen Thread auf und gibts schon alles vor! :P

    Zitat von Mandy2


    Wäre ich noch am trinken, könnte ich mich auch nicht spüren. Spüren sind für mich positive wie negative Lebensumstände, die mich im Leben begleiten. Ich muss mich nicht mehr beteuben und habe gelernt, das ich auch nicht zu änderernde Dinge einfach hinnehmen kann.
    Weil ich Diese nicht beeinflussen kann, aber ich habe auch gelernt Sie zu tragen. Manchmal teile ich Diese auch, wenn mir die Last zu schwer fällt.

    Das heisst ich kann auch Hilfe annehmen, umsetzen muss ich Sie natürlich alleine.
    Auch habe ich gelernt und erkannt, das ich meinen Weg für mich gefunden habe, er ist oft steinig und holperig, aber begehbar. :wink:

    Wichtig für mich ist auch, dabei meinen Raum zufinden und zu akzeptieren, wie andere Ihren Weg beschreiten. Manchmal lehne ich mich da ein wenig an, manchmal mache ich es anders.

    Ich bin dabei mich zu entwickeln, dabei geht es mir gut und was mir gut tut, ist auch völlig in Ordnung für mich. Wenn ich mich wohlfühle kann ich auch gut aufnehmen, das macht mich wiederum zufrieden :wink:

    Was gäbe es noch hinzuzufügen, wäre jetzt die nächste Frage! ;)

    Momentan fällt mir gar nicht mehr so viel ein!

    Außer dass ich zudem noch erkannt habe, dass Krisen wichtig sind, dass ich krisenerprobt bleiben muss, ich diese somit auch bewältigen kann, um meinem Suchtgedächtnis die Zunge rauszustrecken! Und um auf Lösungswege zu kommen, die mir vorher verborgen blieben, unmöglich erschienen, blockiert wurden!

    Wäre das schonmal was, welches Du unterschreiben könntest?

    Wenn nicht, behalts für Dich! ;)

    Lobanshee

  • Hallo Lobanshee,

    na die Beschreibung meines Weges, muss ja nicht auf Alle zutreffen :wink: Ich denke jeder hat so seine Knackpunkte und Schwiegkeiten, mit bestimmten Lebensumständen um zugehen.

    Auf dem Weg zu meinem Ziel, habe ich ja auch ordentlich an Erfahrungen sammeln können, so, das ich nun auch abwägen kann, was mir persönlich schwierig oder wichtig erscheint. Und auch denke ich das es im eigendlichem Sinne die Zufriedenheit ist, die man in seiner Abstinenz anstrebt. Aber Zufriedenheit wird auch verschieden definiert.

    Zufriedenheit ist auch schwankend ( zumindestens bei mir ), Sie beinhaltet ja auch glücklich sein, da kann man viel hinein interpretieren, Ansichtssache eines jeden Einzelnen.

    In der LZT war es immer der Standartspruch, wenn es um Verabschiedungen ging, ich wünsche Dir eine zufriedene Abstinenz.

    Auch denke ich das mein Weg noch nicht zu Ende ist, es kommt jeden Tag etwas Neues hinzu. So gehe ich nun meinen Weg weiter und versuche natürlich auch bei Hindernissen mein eigendliches Ziel, nicht aus den Augen zu verlieren.

    Das mit den Krisen haben wir auch oft besprochen und verschiedene Themen ( Erfahrungen mit Krisen ) dabei aufgenommen. Es ist wichtig vieleicht auch einfach mal ne Krise, als Chance zusehen. Auch wenn man/ich mitten drinne steckt/e und diese Chance nicht sofort erkennen kann.

    Als ich noch getrunken habe, steckte mein Leben voll in einer Krise, erst als ich aufwachte, wusste ich das ich nur eine Chance habe, wenn ich aufhöre zu trinken.

    Natürlich sind nun Probl nicht weg und hier und da habe ich auch Krisen, aber ich kann Sie ebend nüchtern betrachten und versuchen, das beste aus meiner Lage/Situation zu machen.

    MLG Mandy

  • Hallo,

    ich möchte mal ein Thema aufgreifen, das ich für sehr wichtig erachte und das den Alkoholiker wie den Co betrifft oder betreffen könnte.

    War ein grosses Thema für mich in der LZT, genauso wie die Konflikbewältigung.

    Wie geht Ihr mit persönlichen Krisen um :wink: Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht und was hatte das für Folgen, ich meine für die eigene Abhänigkeit. Aber auch andere Lebensbereiche oder Umstände würden mich interessieren.

    Kann man an Krisen und Unvorhergesehen wachsen ?

    Hoffe auf regen Austausch.

    MLG Mandy

  • Hallo,

    ja nu wische ich mal ein wenig Staub hier :wink: ich bin ja noch mitten drinnen in einer Krise, diese bearbeite ich aber lieber im geschlossenen Bereich, da es einfach zu privat ist.

    In der letzten Zeit ging es da bei mir, immer mal auf und ab und mittlerweile beschäftigen sich damit auch die Anwälte.

    Das war und ist ein wichtiger Anteil an meiner Krise, das Abgeben und das Vertauen, in einen anderen Menschen zu haben, der meine Angelegenheiten für mich nach aussen vertritt.

    Stück für Stück komme ich da weiter und hoffe darauf, das Gottes Mühlen zwar langsam aber gerecht mahlen.

    Da sind Dinge die ich nun gelernt habe hinzunehmen, da ich diese weder beeinflussen noch ändern kann, das werden eventuell andere entscheiden müssen.

    Nur bin ich nicht mehr so Kopflos und muss mich dabei beteuben, denn die Probleme schwimmen mit und sind am anderen Tag noch genauso vorhanden. Der einzigste Unterschied ist zu damals, ich habe einen klaren Blick und suche nach Lösungen.

    Mit Hilfe meines Mannes, meiner Familie und meinem eigenen Zutun, komme ich gut zurecht und kann nun besser mit unabänderlichen Dingen umgehen.

    Auch ist mir bewusst geworden, das nur nicht trinken, nicht reicht, es ist wichtig seine Tiggerpunkte und Auslöser zu kennen und daran zu arbeiten.
    Das löst zwar nicht unbedingt die momentanen Probleme, schafft aber keine zusätzlichen und lässt mich weiter mit klaren Gedanken in die Zukunft blicken.

    Auch habe ich gelernt das ich mich, mit neu erlernten Verhalten, aus alten Verstrickungen lösen kann und auch in heftigen Situationen, meine Ruheoasen aufsuchen kann, um mich zu enspannen.

    So kann ich dann auch mit berechtigter Wut im Bauch besser umgehen und mir die Sache, auch mal aus einer gewissen Distanz ansehen.

    Das wäre zu Trinkzeiten nicht möglich gewesen, denn Gelassenheit war ein Fremdwort und Geduld, ohje :wink:

    Nur geht es leider nicht immer ohne eine gewisse Gelassenheit und je mehr ich mich daran übe, desto leichter fällt diese mir. ( na ja, nicht immer)
    Ich habe neue Ventile gefunden und erarbeite mir Strategien, wie ich mein Leben ohne die Fremdbestimmung Alk, gut leben kann.

    Dabei kommt es natürlich auch zu Stimmungsschwankungen und ich habe gelernt, nicht nur mir, sondern auch anderen Grenzen zusetzen.

    Das Leben ist ein geben und nehmen und jeder Teil daran ist wichtig, da die nötige Balance zu finden und wenn möglich zu halten, ist ein wichtiges Puzzel, auf meinem Weg.

    Mit der Zeit haben sich viele Schleier die mir die Sicht genommen haben gelichtet, damit ich einen freien Blick habe und ich werde einen Teufel tuen und zulassen, das sich wieder dunkele Tücher über mich werfen, die mich erblinden lassen.

    Dafür ist die Welt zu schön, auch mit den vielen Hindernissen, ich habe erlernt das es immer ein Weg raus gibt aus dem Dunkelen. Manchmal finde ich ihn alleine und manchmal lasse ich mir eine Lampe halten, um mich selber zu finden und zu erkennen, was wichtig für mich ist.

    Ich wünsche euch einen schönen Tag, machen wir weiter :wink:

    MLG Mandy

  • Hallo Mandy!

    Zuerst muss ich was los werden,das ich Dir schon lange schreiben wollte:
    Meines Erachtens hast Du unheimlich viel gelernt in Deiner LZT.
    Du bist tiefer,klarer und bewusster geworden.Das finde ich toll.Denn es ist Deine Arbeit,die Dich so weit gebracht hat.

    Mein Weg? wie ich ihn sehe? :roll:

    Kommt auch vor dass ich ihn NICHT sehe! Es gibt Umwege,die aber immer wieder auf den Weg zurück führen. Manchmal ist es ein Post im Forum,das Wegweiser ist,manchmal bin ich es selber.

    Nach vorne möchte ich nicht zu weit sehen.Das bringt mich vom Hier und Jetzt ab.
    Z.B.Das Beimirsein ist JETZT. Meine Kraft reicht mir JETZT .
    Eines weiss ich allerdings: Ich darf NIE nachlassen in meiner Aufmerksamkeit und in meiner Trockenheitsarbeit.Das bis zu allerletzt.

    In Krisen und im Unvorhergesehenen können wir durchaus wachsen.Manchaml erst nach der ersten Emotion.(Ich auf jeden Fall!)Aber Einsicht und Fortschritt kommen nach!

    So ein kleines Sortiment aus meiner Erfahrung.

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

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