Leberzirrhose - habe Angst um meinen Mann

  • Hallo Joy,
    herzlich willkommen hier bei uns im Forum.
    Es wäre schön,wenn Du Dich in "Wer isr wer" auch kurz vorstellen würdest.
    Bei mir war es so,mir hat der Arzt während der Entgiftung gesagt
    "Sie sind dem Tod gerade so von der Schippe gesprungen,sie dürfen keinen Alkohol mehr trinken"
    Ich hatte 2 Möglichkeiten,ich hatte mich entschieden nichts mehr zu trinken.
    Wie Chryssyta schreibt,eine Therapie hilft nur,wenn er dazu bereit ist und er leben will.

    LG Peter Pan

  • Hallo Joy,

    dem was Chrissyta und Peter.Pan geschrieben haben ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Du fragst, ob hier im Forum jemand ist, der auch an dieser chronisch-fortschreitenden Zerstörung des Lebergewebes erkrankt ist und weiter trinkt. Die Antwort ist nein. Auch wenn es jetzt verdammt hart klingt - und Du ja eigentlich hier Hilfe suchst - : Diese Menschen können gar nicht (mehr) hier sein. Die Leber ist eine der ganz wenigen Organe, die sich nicht regenerieren können, die Zerstörung ist irreversibel also nicht rückgängig zu machen. Es gibt genug Internetseiten, die über diese Erkrankung berichten. Und die Ärzte in der Klinik werden dies auch ausreichend erklärt haben. Dein Mann wird nie mehr in seinem Leben Alkohol trinken können, ohne sich der Versuchung eines Selbstmordes auszusetzen. Das war jetzt knallhart. Bei sofortiger und lebenslanger Abstinenz spricht nichts dagegen, daß man mit einer derart geschädigten Leber durchaus weiter leben kann, siehe z.B. Chrissyta.

    LG Colonia

  • Hallo joy!
    Erst kürzlich habe ich einen Arbeitskollegen der an einer Leberzirrose erkrankte zu Grabe getragen,dieser war zudem auch noch diabetiker Typ 2.Deinem Mann kann jetzt in der Tat nur noch eine Langzeittherapie helfen,allerdings muß er das auch wirklich wollen dieses ist seine letzte Chance unter Berücksichtigung das er nie mehr einen Schluck Alkohol zu sich nimmt.Versuche jetzt auch Du da positiv auf Ihn einzuwirken,die Ärzte werden es sicherlich schon getan haben.Ich wünsche Dir dabei gutes gelingen und viel Kraft!


    Liebe Grüße sendet Dir Andi!!

  • Hallo Joy,
    erst einmal wünsche ich euch viel Kraft für den heutigen Tag.Wie Eveline schon schrieb würde ich auf jeden Fall auch eine Langzeittherapie anstreben da der Gesunfheitszustand deines Mannes doch sehr besorgniserregend ist.Bei einer Langzeittherapie ist er dann erst einmal in einer geschützten Einrichtung untergebracht,und bekommt erst gar nicht die Möglichkeit wieder an den Alkohol heranzukommen,wir nennen diesen Käseglocke.Dort hat dein Mann die Möglichkeit sich mit anderen Mitpatienten auszutauschen,und die Therapeuten und Psychologen werden mit Ihm Arbeiten,aber wie schon gesagt sprecht erst einmal heute mit dem Sozialarbeiter der wird euch alles weitere erklären.Wäre schön wenn Du darüber mal etwas erzählen könntest wie das Gespräch gelaufen ist ,und welche Entscheidung ihr getroffen habt.


    Liebe Grüße sendet euch,Andi

  • Hallo Joy,
    das hört sich bis hierher ja ganz gut an,aber meinst Du nicht das Du Deinen Mann davon überzeugen könntest,das er bzw.Ihr noch in diesem Jahr etwas zu unternehmen?Je eher daran umso eher davon,versuche Ihn doch mal davon zu überzeugen das jeder Tag zählt,aber ich denke das weiß er auch selbst.Denn wenn er jetzt diese Lebenswichtigen Maßnahmen immer wieder verschiebt,dann ist das kein gutes Zeichen.
    Frage Ihn doch einfach einmal wie wichtig Ihm sein Leben ist,und warum er jetzt bis ins neue Jahr damit warten will,denn es sind noch 7 Werktage wo er jetzt noch etwas für sich tun kann.Dieses hört sich für mich wieder so an,als ob Dein Mann sich immer noch eine Hintertür offen hält,obwohl er weiß,daß es diesmal tödlich enden kann!Aber wie schon gesagt,Dein Mann ist alt genug um zu Wissen was er macht oder eben nicht macht.Wichtig ist das er es wollen muss,denn die Entscheidung kann Ihn keiner abnehmen.

    Ich wünsche euch viel Kraft,immer die richtigen Entscheidungen zu treffen,denn Sie können das Leben bedeuten!

    Liebe Grüße,Andi

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