Mein bester Kumpel braucht Hilfe!

  • Servus Nicole,

    das, was Du da versuchst -ihn "rauszuholen"- , ist schlichtweg nicht möglich.

    Ein Alkoholiker, der nicht von sich aus das Trinken aufhören will, wird nicht trocken. Genauso kann ein Alkoholiker nicht "einfach das Trinken aufhören". Er kann davon (man bezeichnet das auch als "kalten Entzug") derartige Probleme bekommen, dass sogar mit dem Ableben gerechnet werden muss.

    Nicole, lies Dich hier im Forum ruhig mal durch - die Angehörigen- und Co-Abhängigen-Rubrik ist gut gefüllt mit Schicksalen aller Art - willst Du auch so enden?!?

    LG
    Spedi

  • Hallo Nicole,

    du schreibst....Ich bin bereit ihn da raus zu holen, aber alleine schaffe ich es nicht. Ich hoffe Ihr könnt mir weiter helfen....

    Dein "Freund" muß das schon selbst wollen, für sich wollen.

    Ich verstehe auch nicht was das für eine Job ist bei dem man angetrunken arbeiten darf wenn man einen Ausrede hat.

    Ihr wollt mit der neuen Wohnung Geld sparen? Wer? Ihr beide? Ich denke den größten Vorteil hat dein Freund solange er noch trinkt.

    Er sollte zu seinem Arzt gehen und mit ihm mal ganz offen über eine Entgiftung reden, später kann er sich immernoch nach einer Arbeit umsehen.

    LG Maddin

  • Servus Nicole,

    auf die Gefahr hin, mich bei Dir unbeliebt zu machen: das funktioniert so nicht! Das hat so noch nicht funktioniert, und das wird so auch nicht funktionieren. Ob es Dir gefällt oder nicht: Dein Freund ist krank, sehr schwer krank.
    Und: entweder er will diese Krankheit aus eigenem Antrieb zum Stillstand bringen und sucht sich selbst Hilfe, oder er wird weiter saufen - bis zum Tod.

    Das, liebe Nicole, ist die bittere Realität.

    Und Du, sorry, bist so naiv und unwissend, dass Dir Deine eigene Co-Abhängigkeit (wenn es denn schon so weit ist) gar nicht auffällt.

    Tu ir selbst "was Gutes", lies Dich hier im Forum durch, und Du wirst erschreckende Parallelen feststellen - zu Deinem Verhalten, und zum Verhalten Deines Freundes. Und dann entscheide wenigstens Du Dich für ein Leben ohne Abhängigkeit, Du hast wenigstens noch keine stoffliche Beeinträchtigung (der Rest reicht auch schon...)!

    Und Dein Vorhaben, zusammen zu ziehen: vergiss es, lauf, so weit die Beine tragen!!!

    LG
    Spedi

  • Karsten, die Arbeitsstelle liest sich für mich wie eine Integrationsmassnahme für ein niedrigschwelliges Angebot. Ich kenne so etwas in Verbindung mit einem Motivationstraining.
    Da wird Langzeitarbeitslosen mit Suchthintergrund eine "Option" auf eine 1,-Euro-Stelle gemacht, wenn sie unter einem für sie definierten "Level" erscheinen. Das ist aber bei uns nur in engster (!!!) Abstimmung mit Ärzten und Therapeuten in begründeten Einzelfällen (!!!) möglich. Wenn du dazu Info möchtest, bitte über PN/Email.

    LG
    Spedi

  • Das steht ausser Frage - nur dass Nicole sich scheinbar noch gar nicht darüber im Klaren ist, wie weit sie womöglich schon in einer Co-Abhängigkeit steckt.

    Lg
    Spedi

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