Hallo Lavendel,
ja, etwas genießen, was einem gut tut und spüren, dass man zufrieden und auf einem guten Weg, ist ein wunderschönes Gefühl. Und noch immer habe ich dann manchmal das Empfinden, gleich, gleich kommt der Hammer, denn es geht mir viel zu gut. Ganz hinten im Kopf sind halt immer noch die Glaubenssätze, nach denen wir zurückstecken müssen, Rücksicht auf Andere nehmen sollen. Egal, was wir selber wollen. Einer der Lieblingssätze meiner Mutter war: Du willst? Dann mach die Augen zu und was du dann siehst, das kannst du wollen.
Für mich solls aber rote Rosen regnen und mir sollen noch sämtliche Wunder begegnen, so wie Hilde singt. Wenns mir mal nicht so gut geht, dann mache ich die CD an und tanze durchs Wohnzimmer. Dabei komm ich mir dann so albern vor, dass nix mehr ist mit Traurigkeit.
Genau wie du, sage ich auch, dass Zufriedenheit und mein „ich will alles“ nichts mit Materiellem zu tun hat. Heute morgen, relativ früh für einen Sonntag, zwei Stunden in der Sonne sitzen und frühstücken, das kostet nicht die Welt, ist aber eine Form von Lebensqualität, die ich einfach genieße. Mich genüsslich in der Sonne räkelnd und Milchschaum von den Lippen leckend. Genuss – einfach! Und den will ich, nicht nur Hetzerei und Anstrengung.
LG
Ette