Beiträge von andreas57

    Servus domme !

    Wie der Titel deines Threads " Ich glaube es wird eng " schon aussagt hörst du genau in dich hinein und beobachtest deine Gefühle und Stimmunen sehr genau. Das ist auch gut so, denn du hast bereits noch bevor du das erste Glas getrunken hast erkannt, dass deine Trockenheit in Gefahr ist und du dir Hilfe holen sollst.

    Wir hatten in unserer realen SHG auch ein paar Mal Fälle wo nasse Alkoholiker anwesend waren und teilweise auch unsere Zusammenkunft massiv störten. In diesen Fällen ist es tatsächlich schwierig "richtig" zu reagieren. Einerseits bekommen wir den Spiegel vorgehalten, wie wir selbst einmal waren und können nachempfinden was in den Köpfen vorgeht, andererseits erwarten ja auch die anwesenden trockenen Alkoholiker Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen zu dürfen.
    Wir haben unsere noch nassen Leidensgenossen dann gebeten für "heute" einfach nur zuzuhören und versuchen das nächste Mal nüchtern dem Meeting beizuwohnen. Bei all dem ist jedoch "äußerstes Fingerspitzengefühl " gefragt.

    Ich selbst habe auch meine damaligen Beziehungsprobleme für mein Trinken verantwortlich gemacht - aber wie schon oft gehört: Gründe zum Trinken lassen sich immer finden und trinken tue nur ich selbst - ich entscheide mich entweder fürs oder gegen das Trinken. Das es Faktoren oder Situationen im Leben gibt, die emotionell sehr belastend sind ist eben so nur ist es nichts und niemand wert, meine Trockenheit auf Spiel zu setzen.

    LG
    Andreas

    Servus JoeDoe !

    Wünsche dir und deiner Partnerin alles erdenklich Gute zum freudigen Ereignis!!!!!!!!

    Nun braucht man sich keine Gedanken mehr machen, wie du deine freie Zeit so verbringst. Schwangerschaft und Geburt haben genug Potenzial um sich damit eingehend auseinanderzusetzen.
    Kann mich noch gut an meine eigene Zeit als zukünftiger Vater erinnern, wo ich an einer Puppe das Wickeln eines Babys geübt habe !!!!!! :lol:

    LG
    Andreas

    Servus stö !

    Glückwunsch zum zweiten trockenen Jahr.

    Bin noch nicht ganz so weit aber in Kürze (Ende Dez.)

    Zitat

    Nun bin ich daran, meine Mittelfrist-Perspektiven zu überdenken. Am Anfang hatte mir die Ärztin mal vorgeschlagen: Trinken Sie doch einfach mal drei Jahre nichts. Diese Worte hallen bei mir immer noch nach.

    Das kann ich gut verstehen, denn ich konnte mir am Anfang auch nicht vorstellen sooooo lange wie ich bereits jetzt trocken bin zu bleiben und ein zufriedenes,nüchternes Leben zu führen.
    Mittlerweile frage ich mich was könnte mir der Alkohol noch geben was ich nicht auch als "Trockener" habe - nämlich gar nichts mehr.
    Ich lebe von Tag zu Tag nüchtern und zufrieden und bleibe trotzdem achtsam und wachsam, denn meine Trockenheit ist das höchste Gut in meinem Leben und Leben habe ich nur eines.

    LG
    Andreas

    Servus JoeDoe !

    Sich mit sich selbst beschäftigen zu können oder sich selbst auszuhalten ist auch eines der wichtigen Dinge, die ein trockener Alkoholiker lernen muß. Und man sieht wie sensibel du mit deinen Gedanken und Gefühlen umgehst und gegensteuerst.

    Langeweile oder Niedergeschlagenheit sind tatsächlich Gefahrenmomente in bezug auf unsere Trockenheit. Habe mir da auch so meine Pläne zurechtgelegt - betreibe dann meistens Sport, lese oder höre Musik oder und das ist sowieso am Bestem: schreibe hier im Forum ! :)

    Lg
    Andreas

    Servus koko !

    Gratuliere zum 1. trockenen Monat - mögen noch viele folgen ! :D

    Du siehst auch im familiären Bereich wird alles besser, wenn die Angehörigen erst mal sehen, dass es dir mit deiner Trockenheit ernst ist.

    Ich betreibe das Laufen mittlerweile seit 25 Jahren, da es für meine Bergsportarten einfach das beste Ausdauertraining ist und noch heute habe ich Tage wo ich mich einfach überwinden muss die ersten Schritte zu tun. Da denke ich mir dann immer wer ist stärker: ich oder mein "innerer Schweinehund" und betrachte das Training immer auch als Maßnahme zur Willensstärke, denn im Gegensatz zur Alkoholsucht kann ich das Laufen sehr wohl mit meinem Willen beeinflussen. Und das Gefühl danach, diese wohlige,körperliche Müdigkeit gepaart mit einem sauerstoffdurchflutenden Gehirn macht einen so richtig frei. Ich hoffe du verstehst, was ich meine! 8)

    LG
    Andreas

    Servus luna !

    Glaube du hast mich bei deiner letzten Antwort mit "Alexander" verwechselt - aber egal.

    Du schreibst:

    Zitat

    tja warum habe ich es nicht wegen mir gemacht? Denke weil ich einfach für mich alleine noch nicht so weit gewesen wäre, und ich da für mich alleine noch keinen richitgen Grund gesehen hätte.

    Will dir jetzt keine Ratschläge erteilen beginnend mit du musst bzw. du sollst daher aus meiner Sicht:

    Ich würde für mich ein großes Problem darin sähen, wenn ich nicht für mich aufgehört hätte zu trinken speziell an meinem persönlichen Tief(Wende)punkt an dem ich mit Alkohol nicht mehr leben konnte bzw. wollte aber auch nicht ohne. Sei froh, wenn es bei dir noch nicht so weit gekommen ist und du den trockenen Weg eingeschlagen hast.
    Ich sähe für mich das Problem darin, wenn meine Trockenheit von gewissen Umständen bzw. Personen abhängig ist, was ist dann wenn sich diese Umstände ändern - beginne ich wieder zu trinken?

    Du siehst ja wie sich so manches in deinem Leben zu positiven verändert und ich wünsche dir, dass du für dich erkennst, dass man ein zufriedenes, trockenes Leben nur für sich selbst leben kann.

    Lg
    Andreas

    Servus Spedi !

    Wie von dir gewohnt machst du keine falschen Kompromisse sondern Nägel mit Köpfen. Gesundheit und dein Leben in zufriedener Trockenheit kommt eben vor allem anderen.

    Zitat

    ich genüge mir als Mensch, der Rest sind schöne zusätzliche "Zuckerl" aber nicht (über-)lebensnotwendig.


    Da bist du mir um einiges voraus. Soweit möchte ich auch kommen arbeite aber daran und bin auf dem Weg dahin!

    Wenn du deinen Fischzuchtbetrieb aufmachst, vergiss nicht was du hier erwähnt hast auch einzuhalten - den
    gebremsten Elan, denn restlichen Elan kannst du ja dann wieder hier ins Forum stecken, wo ich mich an deinen Béiträgen immer sehr gerne orientiere.

    Vorerst einmal schönen, erholsamen Urlaub !

    Lg
    Andreas

    Servus live 2008 !

    Zitat

    Irgenwie passiert ja auch nichts besonderes, so dass ich einfach nichts zu berichten habe.

    Jeder neue Tag, den du nüchtern beginnst und nüchtern zu Ende bringst ist etwas besonderes für uns Alkoholiker!

    So gesehen wünsche ich dir noch viele "besondere" Tage!

    Lg
    Andreas

    Servus Plejaden !

    Zitat

    Es ist also ein Durchziehen der Null-Toleranz-Linie. Keinen Alkohol mehr zu trinken ist körperliche Null-Toleranz - ich führe meinem Körper keinen Alkohol mehr zu. Die Grundbausteine sind geistige Null-Toleranz - ich führe meinem Geist keinen Alkohol zu.

    Das hast du sehr gut ausgedrückt. So sehe ich das auch.
    Und vor allem ist die geistige Null-Toleranz sehr wichtig, denn der Körper ist bald entgiftet aber der Geist bleibt ein Leben lang dem Alkohol gegenüber sehr sensibel.

    Wünsche dir noch viele erfolgreich Läufe - auch ein Marathon besteht nur aus aneinandergereihten 30Minuten (vielleicht ein Ziel?) !!! :lol:

    LG
    Andreas

    Servus Kemo !

    Zitat

    Die vergangenheit ist nicht wieder Rückgängig zu machen aber in der Uukunft kann man einiges besser machen!

    Das ist wie du schreibst richtig - vergib dir selbst die Vergangenheit!
    Um es in Zukunft besser zu machen ist natürlich notwendig dass du in der Gegenwart lebst und Tag für Tag 24 Stunden trocken bleibst.
    Darum ist auch der Erfahrungsaustausch sowohl hier im Forum als auch in meiner realen SHG so wichtig für mich, da ich auch alltägliche Probleme die mich belasten ansprechen kann und die verschiedensten Reaktionen darauf erhalte. Das für mich annehmbare suche ich mir dann aus und bisher ist es mir noch immer gelungen es auch umzusetzen.

    Nicht alle Tage sind gute Tage aber auch schlechte Tage sind nüchtern leichter zu überstehen als mit Alkohol betäubt und verfälscht!

    Lg
    Andreas

    Servus luna!


    Zitat

    habe auch allgemein große Angst vor einem Rückfall weil ich denke das ich es hauptsächlich wegen ihm gemacht habe mit dem Aufhören, alleine wäre ich definitiv noch nicht soweit gewesen.

    Die Angst ist auch berechtigt! Mich würde interessieren warum du es nicht wegen Dir gemacht hast?
    Bist du noch nicht soweit gewesen ein trockenes Leben den vermeintlichen
    Vorzügen eines nassen vorzuziehen. Vergleiche einmal die nun 5,5 Monate die du nüchtern bist mit der Zeit in nassem Zustand.
    Was ist anders geworden und was hast du beibehalten.
    Um eine dauerhafte zufriedene Trockenheit zu erlangen sind sehr viele Schritte erforderlich (Grundbausteine) und das Arbeiten daran dauert ein Leben lang.

    Einen erfolgreichen Weg wünscht mit
    LG
    Andreas

    Servus Matit !

    Nachdem du viermal die Woche in eine reale SHg gehst, könntes du ja das Thema Vergangenheitsbewältung einmal vorschlagen um dich auch von Angesicht zu Angesicht mit anderen Betroffenen auszutauschen.
    Vergangenes als einen Teil seines Lebens und seiner Peersönlichkeit anzunehmen gehört sicher zu den schwierigsten Aufgaben im zuge der Trockenheitsarbeit. Manche schaffen es alleine, durch eine SHG und manche brauchen dazu auch therapeutische Unterstützung.
    Was bei dir notwendig sein könnte musst Du selbst herausfinden!

    Ich selbst habe mit meinem dunklen und nassen Teil meiner Vergangenheit abgeschlossen mache Pläne für die Zukunft aber leben, so richtig leben tue ich nur im heute. Tag für Tag.

    Und lange Spaziergänge bzw. Ausdauersport sind überhaupt das beste um den Kopf frei zu bekommen ganz egal welche Probleme anliegen!

    LG
    Andreas

    Servus lobanshee !

    Zitat

    Darf ich mir nach so einer kurzen Zeit des Trockenseins zutrauen, Vertrauen zu mir selbst zu haben? Oder geht es immer einher mit dem Gefühl, sich zurückzuschrauben, denn es könnte ja auch anders kommen?

    Du kannst und sollst Vertrauen zu dir haben egal wie lange du trocken bist. Alle trockenen Alkoholiker ganz gleich wie lange sie trocken sind sind immer nur eine Armlänge vom ersten Glas entfernt und dieses stehen zu lassen ist unser tägliches Ziel.
    Gerade in der Anfangszeit zählt man die trockenen Tage, die Wochen die Monate und ist stolz darauf. Das kannst du auch sein ohne jedoch die Arbeit an einer stabilen, zufriedenen Nüchternheit zu vernachlässigen.

    Blein weiter dran- Tag für Tag !

    Lg
    Andreas

    Servus live 2008 !

    Habe den ellenlangen Disput um deine Person mitverfolgt und möchte dazu nur eins schreiben:

    Du brauchst nicht auf alle Beiträge reagieren und diskutieren. Nimm das an was für deine Trockenheit wichtig ist und lass andere Sachen die dich in deinen persönlichen Sichtweisen treffen gar nicht an dich heran.
    Auch würde ich nicht soviel von meinen Träumen, Wünschen, etc. hier preisgeben. Es gibt immer Menschen die auch aus Neidkomplexen heraus reagieren.

    Aber: und das erscheint mir ganz wichtig:
    Das hier ist ein gutes Übungsfeld um auch im realen Leben als trockener Alkoholiker bestehen zu können. Hier bist du durch die Anonymität geschützt im täglichen Leben sind oft noch viel härtere Auseinandersetzungen sowohl mit sich selbst als auch mit Außenstehenden notwendig um trocken bleiben zu können.

    Vorerst einmal alles Gute zum 1. trockenen Monat und bleib weiter auf dem trockenen Weg!

    LG
    Andreas

    Servus Lütze !

    Zitat

    Ich hab mir die Kerle angesehen,die sich dort zuschütteten.Neid ging mir ganz sicher nicht durch den Kopf.Auch kein Gefühl,jetzt besser zu sein.Eher so die Art,das ist gewesen,du hast das Kapitel abgeschlossen für dich/mich.

    Ich komme nicht oft in Situationen wo ich mitbekomme, dass sich so manche Leute zuschütten, da ich Veranstaltungen und Festivitäten dieser Art gewöhnlich meide aber manchmal entwickeln sich auch aus vordergründig harmlosen Sachen Exzesse. In solchen Fällen ist es mir mittlerweile vollkommengleichgültig wie andere mit Alkohol umgehen. Ich empfinde ebenfalls weder Neid- noch Verzichtsgedanken und bin froh und dankbar meinen trockenen Weg weitergehen zu dürfen.
    Das Gleiche lese ich auch aus deinen Zeilen heraus und ich wünsche dir ebenfalls den trockenen Weg forzusetzen.

    LG
    Andreas

    @ Spedi, Elocin, Jürgen 42 !

    Besten Dank für die guten Wünsche. Hätte nicht gedacht, dass auch ein für die Trockenheit nicht so unmittelbar massgeblicher Erinnerungstag eure Aufmerksamkeit findet !

    Manchmal kann ich es gar nicht glauben, was sich seit meinem persönlichen Tiefpunkt, wo absolute Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit herrschte, alles positives getan hat. Ich frage mich bisweilen, wenn ich mich so an nasse Zeiten zurückerinnere, was mir der Alkhol jetzt noch geben könnte, was ich nicht auch so in meinem zufriedenen, trockenen Leben habe - und ich komme immer wieder darauf - nämlich absolut nichts. Das soll aber nicht heißen jetzt in den Tag hinein zu leben und alles schleifen zu lassen - ich bleibe weiterhin achtsam und wachsam.
    Ich möchte noch einen regen Erfahrungsaustausch mit anderen Alkoholikern hier im Forum führen und danke gleichzeitig für die Hilfe die mir zuteil wurde.

    In meiner realen SHG wurde ich einstimmig zum nächsten Gruppensprecher gewählt und ich freue mich auf diese Aufgabe die bei uns in der Gruppe für ein Jahr vergebebn wird.

    Speziell @ Spedi:

    Habe deine gesundheitlichen Probleme mitverfolgt und wünsche dir bald eine stabile und dauerhafte Lösung deiner Herzprobleme

    LG
    Andreas !

    Servus Koko!

    Das Grundbefürfnis nach Liebe, Wärme und Geborgenheit steckt grundsätzlich in jedem Menschen genauso wie der Wunsch nach Anerkennung. Gerade in nüchternem Zustand treten diese Gefühle mit voller Wucht hervor - schließlich wurden sie lange Zeit betäubt.

    Ich hatte das große Glück, dass mein Leben eine unerwartete Wendung genommen hat und ich eine Frau an meiner Seite habe die mir all dies geben kann. In nassem Zustand wäre dies nicht möglich gewesen.
    Wir feiern heute unseren 3.Hochzeitstag und ich bin dankbar für jeden Tag den ich mit meiner Frau erleben darf.
    Es gibt da eine Textzeile aus einem Lied von Pink Floyd:

    ... i am you and what i see is me....
    ( aus der Nummer Echoes)

    und das trifft es genau.

    Zitat

    Die Suche nach mir selbst ist schon spannend, wenn auch nicht immer zufriedenstellend, in dem Sinne, weil ich immer perfekt sein wollte...bin es aber nicht und das stellt eine GANZ GROSSE HERAUSFORDERUNG an mich dar, meine guten und meine schlechten Seiten anzunehmen. Die guten Seiten anzunehmen faellt mir schwer, da ich nicht gelernt habe, Lob anzunehmen

    In diesem Absatz steckt dreimal das Wort: annehmen
    und genau darum geht es:
    Dich
    annehmen zu können!

    Wünsche dir dass es dir gelingt!

    Lg
    Andreeas

    Servus ErikL !

    Zitat

    aber ich habe nach der Trinkpause wohl lange weitergesoffen)

    Wieso glaubst du, dass es diesmal keine Trinkpause ist bzw. was willst du diesmal anders machen?
    Verstehe mich bitte nicht falsch - ich wünsche dir dass es diesmal eine dauerhafte Abstinenz wird - aber welche Veränderungen willst du aus deiner einschlägigen Erfahrung heraus vornehmen?
    Auch würde mich interessieren was zum Ende deiner Trinkpause geführt hat. Vielleicht kannst du darüber schreiben, denn auch die Aufarbeitung eines gescheiterten Versuches gehört zum Neuanfang.

    Zitat

    (mein Firmenpartner hat weder Ahnung vom Rechnungswesen, noch ist er in irgendeiner Form in der Lage die Firma zu führen)

    Wieso ist er dann dein Firmenpartner, wenn er von nichts eine Ahnung hat bzw. wäre es nicht besser sich einen anderen Partner zu suchen?

    Auch eine ambulante Therapie kann zum Erfolg führen wie Beispiele aus diesem Forum beweisen. Wichtig ist dass dir die Notwendigkeit einer Nachsorge in welcher Form auch immer - Therapie,SHG, Forum - bewußt ist. Denn wie heißt es hier immer: Nur Nichttrinken alleine reicht nicht - und das hat sich bewahrheitet!

    Einen erfolgreichen Weg in die Trockenheit wünscht dir
    Andreas

    Servus Koko !

    Zitat

    Wenn ich einmalig sein will, und soviel Egoismus habe ich nun doch, dann kann ich nur ich selbst sein...

    Du bist einmalig, so wie jeder andere Mensch auf dieser Welt.
    So wie dir ist es mir am Anfang meiner Trockenheit auch ergangen.
    Die Sinne und Gedanken waren nicht mehr vom Alkohol betäubt bzw. verfälscht und ich musste erst lernen mich selbst zu entdecken und anzunehmen. Diese Entdeckungsreise ist auch heute noch nicht abgeschlossen. Immer wieder lerne ich neue Seiten an mir kennen, die mir so früher gar nicht aufgefallen sind. Und nicht alles ist positiv. Auch so manche negativen Seiten meiner Persönlichkeit kommen zum Vorschein und ich arbeite daran diese abzustellen. Annehmen muss ich sie allemal, denn sie gehören eben zu meinem ICH.

    Und wenn ich versuche, wie jemand anders zu sein, den ich bewundere, bin ich doch immer "nur" dessen Kopie?

    Besser ein nicht so perfektes ORIGINAL zu sein als eine schlechte KOPIE !

    Ich habe mir schon abgewöhnt andere Menschen zu bewundern, denn in Wirklichkeit weisst du nicht wie sie "wirklich" sind. Ich respektiere einfach manche Menschen mehr als andere und habe Hochachtung vor so mancher Leistung.

    Alles Gute auf der Suche nach dir selbst - und mögest du einen zufriedenen, trockenen Menschen finden!

    LG
    Andreas

    Servus sunmoon !

    Zitat

    Eigentlich schlimm für mich,dass erst ein Jahr vergehen musste,bis ich das verstanden habe.Vorher hätte ich aber warscheinlich auch gar keine Hilfe angenommen.

    Auch ich musste erst meinen persönlichen Tief (=Wende)punkt erreichen, bevor ich Hilfe annehmen konnte. Ich wünsche dir, dass dies dein persönlicher Tiefpunkt war und es von nun an aufwärts geht.
    Was alles zu tun ist und wie die Arbeit an der Trockenheit aussieht kannst du hier in vielen Beiträgen bzw. den Grundbausteinen nachlesen.

    Zitat

    Anfang des Jahres fing dann alles wieder von vorne an,mal ein Glas...aus dem sind dann viele geworden....

    Der Traum vom kontrollierten Trinken ist glaube ich so alt wie es überhaupt Alkoholiker gibt und ist gleichzeitig die größte Täuschung seitdem die Menschen glaubten die Erde sei eine Scheibe!!!!!
    Ich hatte es auch immer wieder probiert und bin immer wieder auf die Nase gefallen. Nur die absolute Trockenheit ohne wenn und aber kann unser Überleben gewährleisten und das Leben ist einfach zu schön um es im Alkohol zu ertränken!

    Alles Gute auf deinem Weg!
    LG
    Andreas