Beiträge von andreas57

    Servus Alexander !

    Die Auseinandersetzung mit und an sich selbst stellt für mich immer wieder neue Herausforderungen dar. Im Laufe meiner trockenen Zei( 1 3/4 Jahr) lernte ich an mir so viele Seiten kennen, die durch Alkohol betäubt wurden bzw. gar nicht zum Vorschein kamen. Ich bin jeden neuen trockenen Tag gespannt darauf was er bringen wird, werde es annehmen und versuche in allen Situationen Gelassenheit zu bewahren. Gelingt mir nicht immer, aber immer besser ! :lol:
    Meine Leidenschaft, so wie bei dir das Laufen, ist das Bergsteigen und Klettern, das einen beträchtlichen Teil meinr Freizeit einnimmt.
    Das Leben hat insgesamt - durch die zufriedene Abstinenz - eine ganz andere Qualität erreicht die ich nicht mehr missen möchte.

    Ebenso möchte ich den Erfahrungsaustausch hier im Forum und in meiner realen SHG beibehalten. Ich brauche einfach die Auseinandersetzung mit meiner chronischen Krankheit - der Alkoholkrankheit- um niemals zu vergessen was ich bin . ALKOHOLIKER !!!!

    Alles Gute und LG
    Andreas

    Servus kawi!

    Genau das wollte ich auch mit meinem Beitrag sagen!
    Sehr gut geschildert mit den richtigen Worten am richtigen Platz.

    Habe leider Lorettas Thread mißbraucht, wofür ich mich entschuldige - einen eigenen Thread aufzumachen- darauf hätte ich auch kommen können !!

    Danke kawi!

    LG
    Andreas

    Servus Hans W !

    Antworte dir ausnahmsweise in einem fremden Thread!

    Da du wie ich herausgefunden habe Co-Abhängiger und nicht Alkoholiker bist, hast du auch am eigenen Leibe nie verspürt wie es ist alkohol"krank" zu sein.
    Das die Alkoholsucht eine Familienkrankheit ist und Angehörige mitunter ganz erbärmlich darunter leiden, darin stimme ich dir vollinhaltlich zu.
    Aber die Sucht als Willensschwäche und alleiniges Verschulden des Betroffenen hinzustellen stimmt meiner Meinung nach nicht.
    Aus deiner Antwort spricht tiefste Verbitterung und ich kann mir auch vorstellen, wenn ich die Seiten der Angehörigen lese, was so manche alles durchmachen müssen.

    Das uns niemand das Glas oder die Flasche zum Mund geführt haben ist natürlich auch richtig und am Anfang haben wir auch aus freien Stücken zu trinken begonnen. Aus den verschiedensten Gründen. Wenn es aber nicht mehr möglich ist damit aufzuhören hat das mit Willens- oder Charakterschwäche nichts mehr zu tun. Dann ist die "Krankheit" bereits da.

    Wünsche dir, dass du niemals in diese Lage kommst!

    Lg
    Andreas

    Servus koko !

    Mit Therapeuten habe ich schlechte Erfahrungen. Ich halte mich da lieber an meine reale SHG und an das Forum hier. Es muss nämlich auch die "Chemie" zwischen Therapeuten und Patienten stimmen. Außerdem ist es mir persönlich lieber mich von Betroffenen zu Betroffenen zu unterhalten.

    Zitat

    Manchmal hab ich hier das Gefuehl, ich krieg "eine verbraten" und kann nicht verstehen, warum. Dann wieder glaubt ihr an "meine Staerke", wenn ich im Zweifel bin.

    Gerade das ist es ja, was ein Forum bringen soll. Du erhältst hier verschiedene Meinungen, Betrachtungsweisen manchmal auch Warnungen und schärfeer formulierte Rat"schläge".
    Das alles bringt uns zum Nachdenken und vieles was zuerst wie ein Schlag ins Gesicht aussieht entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein Klaps auf den Hinterkopf (Denkanstoß). Keiner hier will dem anderen etwas Böses, denn alle sind wir Alkoholiker, der eine schon lange auf dem Weg in die Trockenheit, der andere erst am Anfang. Und zu Ende ist dieser Weg erst, wenn wir einen anderen Weg antreten, auf dem es keine Wiederkehr mehr gibt.

    Bleib weiter bei deinen kleinen Fortschritten, denn mit kleinen Schritten kommst du auch ans Ziel.

    Alles Gute!

    LG
    Andreas

    Servus Loretta !

    Zitat

    Daher würde ich ihm NIE!!!! die Wahrheit sagen

    Die Wahrheit ist eine der Grundvoraussetzungen um mit dem Trinken aufzuhören.
    Sowohl sich selbst als auch dem Umfeld - vor allem dem Partner - gegenüber ist es absolut unerläßlich zu seiner Alkoholkrankheit zu stehen.
    Befreie dich von deinen Notlügen und bekennde dich zu deiner Alkoholsucht. Du bist nicht allein und keiner kann es auf Dauer alleine schaffen.

    Zitat

    Er würde es auch nicht verstehen, für ihn sind Alkoholiker keine Kranken, sondern verachtenswerte Menschen, die sich nicht beherrschen können.

    Sei mir bitte nicht böse. Aber wenn dies die Meinung deines Mannes ist, dann ist er ein Ignorant ersten Ranges der mit Scheuklappen durchs Leben läuft. Deine Trinkerei kann ihm ja nicht verborgen geblieben sein.
    Wahrscheinlich will er sie gar nicht sehen.
    Die Alkoholsucht ist eine von der WHO anerkannte Krankheit an der Millionen von Menschen leiden und sterben. Das Unverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung ist riesengroß, dass weiss auch ich, aber gerade deshalb ist ein trockenes Leben alleine auf sich gestellt und nur mit Lügen gedeckt nicht möglich. Das beweisen die vielen Rückfälle.

    Die Grundbausteine die hier im Forum vertreten werden sind absolut notwendig, wenn es dir wirklich ernst ist mit dem Trockenwerden.
    Ansonsten wird dein Lügengebäude bald einstürzen und du weiter abstürzen!

    Wünsche dir die rechte Einsicht zu finden!

    LG
    Andreas

    Servus Spedi !

    Zitat

    doch noch das "Rohr frei zu bekommen

    Wie sieht es aus? Wurde bereits ein neuer Versuch gestartet ?

    Wünsche dir ein gutes Ergebnis.
    Die notwendige Gelassenheit die Dinge hinzunehmen hast du ja
    trotzdem können gute Wünsche nie schaden!

    LG
    Andreas

    Servus Günter!

    Zitat

    oder da ich nie aufgefallen bin die schlafenden Hunde schlafen lassen?

    Bist du dir da ganz sicher, dass du nie aufgefallen bist oder wollte nur keiner etwas sagen ?
    Habe auch jahrelang versucht "kontrolliert" zu trinken mit zwischenzeitlichen Abstürzen die ich mit "Krankheiten" zu kaschieren versuchte. Wurde zwar in meinem Betrieb (öffentl.Dienst) angenommen aber hinter vorgehaltener Hand wurden trotzdem Mutmaßungen angestellt ob nicht Alkohol im Spiel sei.
    Wenn du jetzt eingestehst zwischenzeitliche Rückfälle gehabt zu haben und jetzt einen neuen Anlauf für ein dauerhaftes, trockenes Leben nimmst bietet das gleichzeitig einen gewissen Selbstschutz für dich. Wen du aller in deiner Firma einweihen sollst bleibt natürlich dir überlassen!

    LG
    Andreas

    Servus live 2008 !

    Schön dass es dir gut geht!

    Du scheinst ja eine sehr gefragte Person zu sein!

    Nicht immer muss der finanziell beste Job auch der für einen selbst geeignetste sein. Wie sieht es mit dem Umfeld aus und welchen Belastungen bist du ausgesetzt ?
    Bedenke bitte, dass du auch für dich selbst und deine Arbeit an einer stabilen Trockenheit Zeit und Ressourcen brauchst.
    Vorrangig noch weit vor allen finanziellen Überlegungen bist DU und deine Trockenheit!

    Wünsche dir die Weisheit der für dich richtigen Entscheidung!

    LG
    Andreas

    Servus Lori !

    Zitat

    Ich hoffe das geht alles schnell und gut vorbei für mich,denn wenn ich wieder trinken sollte,war alles um sonst und das will ich auf keinen Fall.



    Bitte mache dein Trinken nicht von Situationen und Umständen abhängig- du sollst nur - ich wiederhole - nur für dich trocken bleiben.
    Überlege mal welche Prioritäten du setzen kannst, such dir Hilfe von deinem Bekannten oder von Freunden und nimm sie auch an.

    Der übermäßige Kaffeegenuß trägt natürlich auch nicht gerade zur nervlichen Beruhigung bei. Besser wäre es sehr viel weniger zu trinken und dir entspannende Kräutertees zu besorgen. Eine Suchtverlagerung vom Alkohol zum Koffein ist sonst sehr schnell möglich.

    Wünsche dir alles gute für deinen "Raketen"-Neustart!

    LG
    Andreas

    Servus Koko!

    Zitat

    Ich will diese innere Unruhe loswerden, hab manchmal das Gefuehl. mich treibt "irgendetwas", ich suche etwas, mich selbst???

    Die Suche nach sich selbst liegt glaube ich in jedem Menschen.
    Manche finden sich früher, manche später und manche gar nicht und belügen sich ein Leben lang. Es bleibt ein lebenslanger Prozeß.
    Ich selbst habe durch mein trockenes Leben schon viel von mir gefunden und meine "wahren und nüchternen" Gefühle analysieren und annehmen können. Auf der Suche bin ich aber trotzdem noch immer und entdecke immer wieder neue Seiten an mir.
    Ich finde diese Selbstreflexion ist gerade für uns Alkoholiker sehr wichtig, da wir ja in unseren nassen Zeiten vom Alkohol betäubt und kaum fähig waren Gedanken und Gefühle "unverfälscht" zuzulassen.

    Aber: Sich selbst zu suchen und zu finden ist jeden Tag immer wieder ein neues Abenteuer!

    LG
    Andreas

    Servus Koko !

    Zitat

    Also, ich moechte irgenwann einmal wissen wo ich hingehoere und "zu Hause" ankommen, wo immer das auch ist

    Vielleicht solltest du einmal bei dir ankommen und dich fragen
    "Was willst Du für Dich erreichen "(copyright bei Spedi).
    und das dann auch konsequent und kompromißlos umsetzen.

    Das Leben besteht aus ständigen Veränderungen und oftmals wissen wir nicht in welche Richtung wir gehen sollen. Aber wenn wir unsere Gefühle und Gedanken nüchtern betrachten zeichnet sich meist ein Weg ab.

    Alles Gute auf der Suche nach dem Weg!

    LG
    Andreas

    Servus live 2008 !

    Das mit dem Schämen jemanden Bekannten zu treffen in einer SHG vergleiche ich immer mit dem FKK-Baden.
    Viele tun es nicht, weil sie Angst haben oder sich schämen einen Bekannten oder gar den Chef zu treffen - nur der ist ja genauso nackt wie ich! :roll:
    Ebenso ist es in einer SHG der Bekannte oder Kunde ist genauso Alkoholiker wie du und sucht Hilfe.
    Das mit deinem Sohn tut mir leid. Ebenso dein Arbeitsverlust - aber vertraue darauf. Nüchtern betrachtet wird der Lauf der Zeit auch wieder Gutes bringen.

    Zum bevorstehenden Geburtstag alles Gute und möge dir die 8 weiterhin Glück und vor allem eine stabile Trockenheit bringen.

    Lg
    Andreas

    Servus live 2008 !

    Es ist schön und gut eine langfristige Lebensplanung und Ziele für sein späteres Leben zu haben. Aber erst einmal musst du dafür die notwendigen Voraussetzungen schaffen und das ist Arbeit genug.
    Bezogen auf deine Situation bedeutet dies zuersteinmal eine stabile Trockenheit anzustreben und auch zu erhalten.
    Erst dann ist es realistisch sich den weiteren Zukunftsplänen zu widmen.

    Der Aufstieg des Phönix aus der Asche funktioniert leider nur in der griechischen Mythologie. Und vom Alkoholiker in der geschlossenen Anstalt zum Doktortitel ist es ein weiter Weg.

    Lebe im heute - aber trocken - denk an morgen, aber lass das übermorgen vorerst einmal weg.

    Alles Gute!

    LG
    Andreas

    Servus Bienchen 77 !

    Zitat

    Ich habe mir damit den schwereren Weg ausgesucht.

    Code
    Nicht nur für dich hast du den schwereren Weg ausgesucht.
    Auch für deinen Freund, denn wie soll er jemals zur Einsicht kommen etwas gegen seine Alkoholsucht zu unternehmen, wenn du sie sogar unterstützt. Warum soll er etwas ändern, wenn er eine Co-Abhängige an seiner Seite hat die alles für ihn tut. 
    Aber du mußt ja wissen was du willst!
    Noch überwiegt in deiner Plus/Minus-Liste das Positive aber dass wird sich im laufe der fortschreitenden Alkoholkrankheit schnell ändern.

    Trotzdem werde ich hier weiter lesen, damit ich es mir immer wieder vor Augen halte und ich den Bezug zur Realität nicht verliere.

    Zitat

    Die Realität wird dich bald eingeholt haben.
    Alkoholismus ist eine fortschreitende Krankheit - Co-Abhängigkeit auch.

    Lg
    Andreas

    Servus live 2008 !

    Ich wünsche dir, dass dein letzter Rückfall und das anschließende Erlebnis in der geschlossenen Abteilung dein Schlüsselerlebnis sprich persönlicher Tiefpunkt war. Wenn du es für dich angenommen hast Alkoholikerin zu sein und vor dem Alkohol kapitulieren konntest wirst du den Weg in die Trockenheit finden.
    Wie der Weg verläuft, was alles zu tun ist und dass es harte Arbeit an sich selbst ist hast du ja in vielen Antworten schon geschrieben bekommen.
    Und bedenke immer: Trocken sein kannst du nur für dich selbst mach es nicht von Personen oder Umständen abhängig, denn das führt immer wieder zum Rückfall.

    Alles Gute!

    Lg Andreas

    Servus Andi 1982 !


    Zitat

    Ich weiss das es verdammt schwer ist nicht rückfällig zu werden

    Vor allem, wenn immer noch ein Hintertürchen offen bleibt.Bevor ein Alkoholiker seinen Willen zur Trockenheit nicht verinnerlicht und für sich angenommen hat kommt es immer wieder zu Rückfällen. Und selbst Langzeittrockene sind vor Rückfällen nicht gefeit. Die Gefahr besteht ein Leben lang aber die Gegenstrategien werden im Lauf der Zeit immer besser.

    Ein Rückfall muss keine Katastrophe sein ist aber sehr ernst zu nehmen.
    Vielleicht kannst du gemeinsam mit deiner Suchtberaterin an Maßnahmen arbeiten um solche Vorfälle in Hinkunft zu vermeiden.

    Lg
    Andreas

    Servus Torsten !

    Du hast ja schon einiges in Bewegung gesetzt um deine Alkoholkrankheit zum Stillstand zu bringen. Bleib weiter dran!
    Sport kann ich dir nur empfehlen - tut immer gut - bin selbst begeisterter und leidenschaftlicher Bergsportler.

    Im Laufe der Trockenheit und der Aufarbeitung des früheren Lebens kommen immer wieder Dinge aus der Vergangenheit hoch für die wir uns schämen oder die wir gerne ungeschehen machen würden. Aber das gehörte eben zu unserem nassen Leben und zu unserer Krankheit. Verzeih dir selbst, lass die Vergangenheit ruhen, denk nicht an morgen und bleib für heute trocken!

    @ S.day Und - meine Meinung zu Deiner Mutter - ja - sie trägt die Schuld mit. Aber vergiß nicht - auch sie ist krank - Co-Abhängigkeit nennt sich sowas. Und diese Krankeit ist m.E. noch schwerer greifbar als die Alkoholkrankheit.

    [quote]
    Verstehe ich jetzt nicht ganz. Wieso ist die Mutter Schuld, wenn sich der Stiefvater zu Tode bzw. in den Selbstmord säuft. Co-Abhängigkeit ist eine Krankheit und an einer Krankheit kann doch keiner Schuld sein ?

    LG
    Andreas

    Servus Elkeli !

    Wie wärs mit Cordula = lateinischen Ursprungs bedeutet "spät geboren" was ja bei dir auch zutrifft. :lol:

    Freut mich sehr bei dir zu lesen wie die Veränderungen greifen und du dein trockenes Leben lebst. Bleib weiter so!

    Lg
    Andreas