Beiträge von dagmar007

    Tja, lieber Groundhog,
    wenn Du bewußt für Dich diese Entscheidung so treffen willst dann ist es (D!)ein Weg. Ich bin diesen Weg auch viele Jahre gegangen bis von mir nichts mehr übrig war - was nicht zwangsläufig bei Dir der Fall sein muß!!!

    Eines war in meinem Fall aber garnatiert so: Am Beginn der Beziehung war ich die starke Person, am Ende war ich niemand mehr - sondern nur noch ein menschlich funktionierendes Wesen welches sich an die Gegebenheiten des Alkoholikers angepasst hatte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich habe damals keine Frist gesetzt weil ich mir für mich im Klaren war dass nichts sich ändert. Ich hatte irgendwie keine Lust auf "wenn bis dahin nicht das und das" Irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass sich dann zwar kurzfristig etwas ändert aber nicht durch das Bewußtsein dass etwas im eigenen Leben falsch läuft sondern weil der andere es fordert. Die Automatismen, die ich gesehen habe, von denen war ich der Meinung dass sie nicht ohne prof. Hilfe abstellbar sind und dazu keine Bereitschaft da ist.

    Ich habe keine Ahnung vom Alkoholkonsum weil ich nur das sehen könnte, was offen sichtbar wäre. Ich könnte ja nicht sehen, was an Tankstellen oder auf die Schnelle vom Supermarkt mitgeht. Davon mal abgesehen ist für mich bei einem Spiegeltrinker noch nichts sichtbar - erst dann, wenn der Spiegel massgeblich überschritten ist und ein "Suff" mitgebracht wird.

    Ich habe damals (was aber nicht zu empfehlen ist!) Fotos gemacht wie er besinnungslos die Treppe hinauffiel und liegen blieb.

    Zu diesem Foto gab es einen Begleitbrief dass ich nicht mehr bereit bin seinen Untergang zu begleiten und seine Persönlichkeitsänderung in Form von Aggression weiterhin zu ertragen.

    Hätte es Klick gemacht, so hätte er etwas ändern können - sein Klick war eine neue Co und für mich die Chance mein neues Leben zu beginnen. Sicher die beste Chance, auch wenn sie während der Umstellung nicht so ganz einfach ist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Prof. Dr. Schröder ;)

    Es ist für ihn schade, dass er nicht leben möchte sondern das von ihm derzeit bevorzugte Exzessive Suchtleben ausleben möchte - aber es ist seine Entscheidung, die er nun jetzt endlich ausleben kann bis zum "geht nicht mehr". Ich habe zuvor immer nur ein bischen gehindert, damit gerade mal der Anschein gegeben war, es sei alles "normal".

    Stolz? Eher Überlebenswille - auch wenn ich glücklich bin nun weg zu sein. Auch bei mir ist/war es wie bei Ingrid Job/Lover/Wohnung weg ... alles weg.

    Nun habe ich mein schönes Häuschen, beginne wieder mich zu haben und beginne zu leben. Wer weiß, wofür es vielleicht gut war, dass mein früheres Gegenstück die Grundlagen gelegt hat, dass ich jetzt im Grünen lebe???

    Ich selber wollte nicht mehr diese Angst vor den Steigerungen erleben - vor allen Dingen diese nicht mehr real begleiten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Entschuldige, liebe Samie,
    das dürfte wirklich ganz großer Quatsch sein! Sei mir nicht böse, aber ich war vielleicht noch dämlicher als Du: habe langsam aber sicher zugesehen (auch wenn ich es nicht sehen wollte) wie die Konsummengen größer wurden, die Agression dann auch zu Schlägereien führte und gen Ende die Drohungen gegen mich auch größer wurden - erst da bin ich gegangen.

    Schön doof: bis dahin habe ich für Brot und Toilettenpapier gesorgt, den Schornsteinfeger ins Haus gelassen fürs Stromablesen gesorgt und ihn an seine Rechnungen erinnert. Genial - ich nörgle durch Erinnerungen und biete einen Grund fürs Saufen. Das kann man/frau dann noch in Ruhe tun, weil Toilettenpapier und Brot im Haus ist. Genial, ich bin die Böse - aber es ist alles da was das betrunkene Herz noch benötigt.

    Boahhhh.... wie gesagt, ich friere nun in meiner Bude - aber mein Brot ist weiterhin da, meine Blümchen stehen auf dem Tisch und meine Rechnungen werden bezahlt.

    Ob mein ehemaliges Gegenstück Brot im Haus hat kann ich nicht sagen, aber dass die nächste KFZ-Rechnung ganz sicher kommt ist klar und dass der Schornsteinfeger jedes Vierteljahr kommt ist so sicher wie das Amen in der Kirche .... nur wird diesmal die Terminierung nicht mehr mit mir zuverlässig von statten gehen.

    Samie, Samie, Samie, sei nicht so dumm wie ich! Wäre ich früher abgesprungen, so wäre es vielleicht eine Chance für ihn gewesen, bevor (evtl. durch den Alk) sein Narzissmus ans Licht trat und nun eventuell alles an Chancen für ihn verspielt hat.

    Schlechtes Gewissen!!!! Hallo .... das habe ich gegenüber mir selber - ich habe nämlich die letzten Jahre nur vegetiert und nicht gelebt! Ich wünsche mir nunmehr für mich dass bald meine Möbel kommen und der Schornsteinfeger das o.k. zum Kaminofen gibt. Meine Wünsche sind mir wichtig geworden, an deren eventueller Realisierung ich hart arbeite! Das kann jeder andere Mensch - auch ein Süchtiger auch (er muss eventuell erst mal den Weg von Entgiftung und Therapie gehen, aber er/sie kann es ebenso).

    Hallo Samie, ich persönlich empfinde mich als schuldig weil ich so lange die helfende Hand über ihn hielt und mich nicht mehr schützte. Ich - ich - ich - habe die Sucht nicht nur verlängert und verschlimmert, ich selber habe durch meine Anwesenheit den Eindruck entstehen lassen mit ihm ist alles in bester Ordnung. Denn wer so säuft, bei dem bleibt doch kein normaler Mensch.

    Richtig .... normal war ich schon lange nicht mehr ... beginne nur langsam es zu werden...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Frau Prof. Dr. Schröder ;)
    es gibt Zeiten, da dürfte sich ein Süchtiger klar sein, werden oder wie auch immer, dass etwas mit dem Tagesablauf nicht stimmt bzw. das körperliche Betätigung helfen kann.

    Auch ich habe das erleben dürfen, leider hat es in meinem erlebten Fall kein Durchhalten gegeben. Alle Interessen und Hobbies sind irgendwie nach immer kürzeren Zeitabständen uninteressant geworden. Ich würde Dir wünschen, dass Du anderes erlebst und der Weg über Hobbies und Freizeitinteressen zu erweitertem Bewußtsein führt.

    Ich habe mich immer viel zu viel damit beschäftigt, wie er nun lebt und ob er vermeintlich etwas auf die Reihe bringt. Dadurch meinte ich wieder Hoffnung haben zu dürfen. Allerdings war die Sucht stärker - in meinem Fall, was nicht überall so sein muss. Je mehr ich aber hoffte und mich ablenken ließ, umso mehr blieb ich im alten Fahrwasser und versäumte für mich meinen Weg zu gehen. Immer schön die Hoffnungen auf ihn gebündelt um nicht selber Hoffnungsträger sein zu müssen.

    Nunmehr sitze ich in einer kalten Bude, weil die Öfen noch nicht angeschlossen sind - meine Möbel sind noch nicht da und es ist noch nicht so, als ob mein Heim wirklich heimelig wäre. Aber selbstverantwortlich und ohne Fixierung auf jemanden anderen. Ich schnattere munter vor mich hin weil ICH friere und nicht weil ER den Ofen nicht angemacht hat. Ich selber muss eben sehen wie der Schornsteinfeger an unserem Termin befindet und welche Lösungen sich auftun, damit ich "auftaue". Alles das sind Dinge, die ich ahnte bevor ich ging und hatte Angst davor, so blieb ich und verlore mich immer wieder mehr.

    Nun schnattere ich - aber finde mich selber Stück für Stück.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Salue Samie,
    ich denke, der (Haus-/)Arzt hat eine ganz schwere Rolle: zwar muss er das Thema Alkohol sehr ernst nehmen, darf aber den Patienten menschlich nicht verlieren - ist das Vertrauen weg, dann auch der Patient und jegliche Chance auf "Heilung".

    Weißt Du Samie, zwar denke ich bei den mir bekannten Alkoholikern auch so, dass sie keine zwei Tage trocken bleiben könnten, dennoch habe ich nicht das Recht ein Urteil zu sprechen und auch nicht die Befähigung, da ich nicht weiß wie es in diesen Menschen aussieht, ob evtl. deren Druck schon hoch genug ist sich vielleicht doch helfen zu lassen.

    Der Aggression und der Wut kannst du Dich nur leider selbst entziehen. Ich habe es selber durchgemacht und muss sagen, bei mir wurde alles extremer. Je mehr ich mich um mich kümmerte, desto wütender wurde die Gegenseite - zumal der Helfer immer weniger zur Verfügung stand. Davon mal abgesehen ist es fast logisch, dass der Konsum steigt, da er vermutlich Angst hat vor den Dingen, die da noch kommen werden.

    Ich selber bin noch ganz ganz weit entfernt meine Co-Abhängigkeit besiegt zu haben. Nur eines weiß ich für mich : ich konnte den ständigen Wutanfällen und Übergriffen nicht mehr gegenüber stehen ohne selber größtmöglichen Schaden zu nehmen. Ich musste mich räumlich trennen, um zumindest meinen Körper in Sicherheit zu bringen. Die Seele gesundet langsam nach der Trennung auch wieder - es wird noch dauern, aber jetzt habe ich die Chance - die ich vorher nicht hatte, als ich mir noch Gedanken machte, ob nicht ein Arzt ihn bitte mit der Wahrheit konfrontiert, der Arbeitgeber endlich einschreitet oder der Führerscheinverlust ein Aufwachen begünstigt.

    Je mehr Gedanken ich mir über ihn machte, desto weniger Zeit hatte ich für mich - zwangsläufig ist bei einem Zusammenleben an Abstand nicht zu denken, da man/frau ja zusätzlich auf die eigene Sicherheit achten muss.

    Viel Glück auf Deinem Weg wünscht Dagmar

    Liebe Crevette,
    seit Tagen beschäftigt mich einer Deiner Sätze "wenn er traurig ist, dann bin ich es auch - sinngemäß".

    Das, genau das war es was ich für mich nicht mehr wollte. Seine Stimmungen die meine verändern. Mein fühlen von ihm um entsprechend darauf zu reagieren. Das, genau das, hat mich persönlich in tiefe Trauer gestürzt. Mein Ursprungsnaturell ist ein anderes, welches ich nicht mehr leben konnte weil ich andere Strömungen spürte.

    Ich, die normalerweise an kleinen Dingen Freude hat, war immer weniger in der Lage diese Freude zu spüren. Dadurch übrigens natürlich auch immer weniger mich selber.

    Wobei ich Dir sagen muss, erklären und wirklich begreifen kann ich es noch nicht vollständig. Ich bin erst jetzt gerade dabei meine Puzzleteile zu einem Bild zu stecken. Aber bei mir war eines klar: durch die Annahme anderer Gefühle als meiner habe ich mich immer weiter von mir entfernt.

    Jetzt, wo ich nicht mehr viel mitbekomme ist das um Klassen besser geworden. Jeglicher Kontakt oder jegliche Information, die ich jedoch annehme, wirft mich zurück. Erfahrungsgemäss bin ich dann zwei Tage nicht mehr bei mir sondern wieder von fremden Gefühlen beeinflusst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube genau das war mit dem "noch nicht schlecht genug" gemeint. Ich war wütend wie unser Umgang war, dass ich mich nicht so richtig wehren konnte weil ich Angst vor den letzten Wochen des Zusammenlebens hatte und ich hatte Angst vor weiteren sexuellen Übergriffen. Die Drohung, das Haus abzubrennen gab mir noch den Rest zu wissen ich muss weg.

    Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf die Unruhe und die Aufregungen. Mir ging es so auf den Senkel mir zu überlegen in welcher Verfassung er nun kommt, da ich mich nicht abschirmen konnte. Ich wollte dieses Band nicht mehr - dieses unbewußte Aufnehmen seiner Gefühle. Ich wollte einfach Ruhe empfinden - lieber Einsamkeit als die minütliche Angst was nun passiert. Und ich hatte es so satt an mir selber zu merken dass ich mich nicht lebe sondern mich ihm anpasse - ich wollte nicht mehr nur traurig sein, ich wollte spüren wie es ist mich zu freuen. Ich muss das alles noch lernen, liebe Crevette, aber an seiner Seite ging es nicht.

    Durch meinen Umzug war die räumiche Erinnerung weg. Kein Zimmer mehr, welches wir gemeinsam für schnuckelige Stunden hatten ect. Keine weh tuenden Erinnerungen mehr.

    Es gibt hier ein neues Bett, das hoffentlich bald kommt - nichts, erinnert mich hier an ihn - sagen wir wenig ;)

    Ich wusste für mich dass ich eine treue Seele bin und Probleme lösen wollte, gleichzeitig musste ich spüren dass wirkliche Intimität und Offenheit nicht möglich war. Ich spürte für mich dass die Beziehung keine Beziehung war und Crevette, ich hatte ganz reale Angst was der Alk für Folgen hat. Einen Menschen tot zu fahren, sich selber in den Wind zu schießen und ich wäre mit diesem üblen angemieteten Haus dagestanden.... Einfach die Dinge, die Zukunft sind - die Dinge, die passieren können.

    Hmmm, ich denke aber ich verstehe Deinen Ansatz - Dein Schmerz ist noch immer derselbe und die Stationen, die bei mir da waren wie Wut, Trauer und dann der Versuch der Abarbeitung die laufen bei Dir noch nicht.

    Sag mal Crevette, was macht Dein Mann beruflich, ist irgendwie bei mir untergegangen in den ganzen Ärgernissen um unsere Allerwertesten? Kriegt er diese Dinge noch gebacken - so den alltäglichen Lebensaufwand? Denn auch das machte mir klar, nee das will ich nicht: Verantwortung für den anderen tragen müssen.

    Die Hoffnung verschwand als ich ihn mir betrachtete. Als ich nicht nur den Konsum sah sondern die Person, die keine Gefühle hatte - nicht einmal für sich selbst. Der Mensch, der entweder nur stumm da stand und nichts tat oder der von Wutanfällen gejagt alles mögliche sagte. Dinge, die mich spüren ließen er kennt sich nicht einmal, spürt sich nicht und wie soll er dann etwas für mich spüren - geht einfach nicht... meinte ich..... diese Punkte haben mich ziemlich weit weg gebracht.

    Ich denke zu verstehen was Du sagst, aber es ist tatsächlich komisch, dass Du in der Trauer stecken geblieben bist, da bin ich halt auch zu unerfahren ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das könnte ich Dir nicht sagen, liebes Kaltblut was wäre wen er dann am "Schluß des Filmes tot wäre". Ich würde hoffen und vermuten, dass ich das nicht einmal erfahren würde, denn auf kurz oder lang wird hier nicht mehr angerufen werden und unsere zwei Welten werden sich nicht mehr berühren.

    Die Zeit zum ausheilen benötige ich, nachdem ich erst langsam beginne die ganze Tragweite zu begreifen. Alles das, was auf mich traurig machend wirkte ist wohl ein etwas größeres Thema.

    Aber nicht mehr mein Thema - mein Thema ist mein Abschluss damit und mein Weg zu mir - hier gibt es auch derzeit keine gemeinsamen Teilmengen oder Berührungen mehr.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja richtig Ettena, ich spüre mich - mit Schmerz aber auch mit Freude - dadurch, dass ich durch alles "alleine" durch muß gibt es auch keine Verwaschung von Ansichten. Ich muss so entscheiden, wie ich es für sinnvoll empfinde.

    Ich freue mich an den Dingen, die um mich herum sind ohne dass ich dazu die Aufmunterung eines anderen brauche. Diese Selbstverantwortung, die ich trage trägt zur eigenen Zufriedenheit bei.

    Dieses Thema Narzissmus hat mich weniger interessiert von im Sinn von "ach ich arme" sondern ich war traurig vor Glück nicht so leer sein zu müssen wie es manchen Menschen geht. Glücklich, mich selber an den Riemen reißen zu können um zu sagen diese oder jene Alltagslast musst du heute erledigen. Einfach mit mir selber klar zu kommen.

    Ja, das mit dem Narzissmus der Co ist mir auch aufgefallen auch das einige Verhaltensweisen verflixt ähnlich sind denen, die da als "krank" beschrieben werden. Aber das ist ja das schöne: beim erkennen gibt es den einen oder anderen Schmerz, der mir zeigt ich fühle mich, ich bin da und ich kann mit dem Schmerz arbeiten um oftmals einige Stunden später zufrieden da stehen zu können.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Dank Euch schön, für die Komplimente.

    Ich denke auch dass die absolute Trauer und Schwäche, der totale Zusammenbruch einfach, zum Neuaufbau geführt hat. Vermutlich ist genau das der Punkt durch die kleinen Schritte vorwärts für die ich alle Kraft brauchte wurde ich stärker und konnte dadurch auch wieder weicher, verständiger und verzeihender werden. Letzteres auch mir gegenüber und somit wieder einen Schritt in die Richtung mich so anzunehmen wie ich eben bin - mit Ecken und Kanten.

    Während ich früher manch ein Ding verzwingen wollte, (bspw. die Möbel, die noch nicht da sind, der Ofen der noch fehlt ect.) so bin ich nun zwar aktiv aber versuche nicht mehr mit Gewalt etwas zu erreichen. Ein gewisses Gottvertrauen, welches ich in 48 Jahren nicht hatte, stellt sich ein.

    Auch ich verzettle mich oft, baue Umwege ein, aber diese waren dann wohl einfach nötig. Die eine oder andere Ampel steht bei mir halt noch auf Rot bevor ich weiterfahre in die Phase, in der alles im grünen Bereich ist.

    Ja Karotti, der Weg ging schon recht grade - aber definitiv weil es ums Überleben ging, ich war am Tiefpunkt angekommen! Mehr wäre nicht mehr gegangen - so wie bei jedem Süchtigen halt - entweder Tod oder Leben.

    Weil ichh alles verloren hatte musste ich mich wiederfinden - und zwar alleine, ohne Fremdbeeinflussung und ohne Anpassung an jemanden, dem ich gefallen möchte. Zwangsläufig kommt man/frau da wieder bei sich selber an.

    Ich bin dermaßen glücklich, dass ich kein Problem mit dem Alleinsein habe, dass ich mich kreativ beschäftigen kann und mich freue alles wieder selbst in die Hand zu nehmen. Viele Dinge, die ich auch der Bequemlichkeit halber abgegeben hatte. Jetzt kriegt mein Auto von mir Öl und ich schleppe selber den Gefrierschrank ... Und es tut gut !

    Meine Rasselbande schlummert auch, die Streuner hatten sich überlegt raus zu gehen, aber der Regen lädt sie wohl nicht sehr ein.

    lieben Gruß von Dagmar

    Für mich ist es jetzt ganz schwer Dir zu antworten. Ich will Dir nicht weh tun, aber würde mich freuen wenn Du für Dich - wenn Du willst - am Abstand arbeiten kannst. Du fragst, wie kann ich aufhören etwas zu wünschen?

    Ich hatte mir auch gewünscht eine alkfreie, schöne, blablabla Märchenstunde.

    Ich habe nicht vergessen wie es mir den Boden unter den Füßen wegzog als aus fadenscheinigen Gründen die Beziehung beendet wurde, über Tage keine Lebenszeichen ect. Hast Du das vergessen Crevette, wie Du ausgetauschst wurdest - wie das Gefühl in Dir drin war? Der Schmerz kannst du ihn noch fühlen wenn Du Dich zurückversetzt???

    Ich will das nicht mehr spüren? Ich habe es gespürt, ich kann es auch zurückholen diesen Schmerz, aber ich will nicht mehr damit leben. Ich will diese Ängste nicht mehr zurück ist etwas passiert im suff. Ich will dieses nächtliche Herzrasen nicht mehr spüren. Ich will die Batterie, die in mir arbeitet für schöne Dinge nutzen und nicht fürs hinterherweinen. Du wünscht Dir ihn zurück, bei mir geht das nicht mehr weil ich mich auf mich freue so wie ich lebe - einfach nur pur - ohne wenn und aber.... Nur ist es irgendwie wohl wirklich so, dass Du auf der Stelle trittst. Denn so kriegst Du ihn nicht weg, aber auch nicht zurück.....

    Ich sage Dir ganz ehrlich liebe Crevette, ich will mit Menschen zusammen sein, die sich selber schätzen und dadurch auch andere wertschätzen können. Wie aber soll ein Mensch, der sich kontinuierlich selbstschädigt durch Alkohol selber schätzen? Wie also soll er Dich schätzen? Wie soll eine solche Beziehung aussehen.

    Bitte sag jetzt nicht, ohne Alkohol ;) Denn soweit ist er ja glaube ich noch gar nicht, oder??

    Nun sag mal wirklich Crevette, Du willst diese Hoffnung nicht loslassen oder? Aber sag, wie fühlt sich das an, zerreisst es einen nicht innerlich? Ich musste für mich wegkommen vom Partner sonst wäre ich innerlich erfroren....

    lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Caro, es sind immer kürzere Zeitabstände, die mich von mir selber ablenken und am meisten freut mich dann, wenn ich abends feststelle: ups, morgen nimmst Du Dir mehr Zeit für das oder das weil das war nämlich vergeudete ;) Zeit.

    Ich habe mir auch gestern und vorgestern lange Gespräche mit dem neuen Nachbarn erlaubt, was früher nie der Fall gewesen wäre vor lauter "ich habe noch so viel Arbeit" zu Hause. Und auch heute halten sich die Berge, die ich bewältigen kann in Grenzen und morgen bin ich bei Bekannten zu Schnitzelfest und Kaffee. Also bleibt die Arbeit liegen und auch vieles an Co-Gedanken auf der Strecke.

    Bei mir läuft ein Verarbeitungsprozess relativ langsam. Erst etwas verstehen, dann Gefühl egal welcher Art, dann Downtime und dann geht es weiter mit dem nächsten Kapitel. Ist bei mir einfach so, Stück für Stück etwas weiter. Stück für Stück bin ich rein in meine Misere und ebenso muss ich Stück für Stück wieder raus :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Natürlich Ette, das ist ja genau der Punkt in meinem Eingangsposting: das was ich zuviel hatte, hatte er zu wenig und so haben wir gegenseitig unsere Batterien geschrottet. Es geht nicht darum, dass er es mir angetan hat, sondern dass ich es tun ließ.
    In diesem Punkt bin ich mittlerweile egoistisch geworden und frage mich, warum ich das zuließ und bwschwere mich nicht darüber, was mir wer angetan haben könnte.

    Genau das ist ja der Punkt. Wir haben uns gegenseitig genährt und ich spüre für mich wie ich mich immer wieder verlasse. Ich bin also darauf angewiesen mit dem Kopf damit zu arbeiten und zu sagen "Stop(p)"! Das ist aber die Zeit, die ich mir erlaube, von der ich auch glaube, dass sie wichtig ist. Denn ich für mich muss erfahren warum ich das gemacht habe.

    Ansatz sehe ich schon darin "kein Glück verdient zu haben" es mir somit immer bewußt zerstören ließ. Meine Glücksmomente quasi auf dem Tablett serviert um sie nicht für mich alleine zu leben sondern zu teilen, was nicht möglich war.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Danke, liebe Caro,
    noch lange habe ich es nicht überstanden, aber ich merke so Schritt für Schritt was jetzt bei mir ankommt. Und erst jetzt erlaubt mir meine Seele alle die Dinge ans Tageslicht zu bringen, die lange Zeit unterdrückt waren weil es vermutlich mehr Seelenschmerz ausgelöst hätte, als ich ertragen hätte.

    Ich selber kenne auch nicht das überschäumende Glück. Aber ich kenne Freude, schöne Überraschungen und einfach ein liebevolles "Schön, dass Du da bist". Erst nun zum Ende musste ich bemerken, dass es in allen den Jahren bei ihm keine Freude gab - wohl noch nicht einmal Zufriedenheit. Nicht bemerken konnte ich, dass mir das Kraft nahm. Ich habe nur gespürt, dass ich immer schwächer wurde, aber nicht wodurch.

    Logisch aber, wenn ich mich freue und der andere kommt mit einer Bittermine, so lasse ich mir meine Freude nehmen wenn ich Co-abhängig bin. Denn durch seine Verfassung wird die meinige beeinflusst.

    Oh Leute, das ist so hammerhart das alles langsam zu befreifen, zu begreifen das ich gar nicht mehr ich selber war. Boah, wie ich es immer hasste, wenn er mir schwarze Haarfarbe geschenkt hatte, ich hasst das Schwarz an mir - färbte auch nicht, weil ich dadurch ausgesehen hätte wie der Tod. Das natürlich ergabe einen beleidigten Lover der wie ein trotziges Kind mit "ich will aber" reagierte.

    Ich bin sicherlich noch nicht raus aus der Geschichte, aus der Verarbeitung und aus der Gefühlswelt. Aber ich befürchte zu wissen, was noch auf mich zugekommen wäre.

    Ich würde für meinen Ex hoffen, dass er durch sein beständiges Suchen und nicht finden - durch Alkohol, Sexsucht und exzessives Leben soweit abstürzt dass er gezwungen ist sich helfen zu lassen. Es ist um jeden Menschen schade, der verloren geht weil er sich selber nicht spürt oder lebt. Vermutlich aber wird er einer jener sein, der in alles Exzessivität bis zum Tod gehen wird. Einfach weil er ja ständig sucht und sucht und sucht und immer leerer wird dabei.

    Schlimm ist nur, dass nun drei halbwüchsige Kindern ihn als Ziehpapa betrachten müssen....

    Aber erstmal will ich, dass mein eigenes Kind - nämlich ich - erwachsen wird und sich selber gesünderen Umgang holt.

    Wobei ich nun wieder ganz arg aufpassen muss, da meine Wut gewichen ist und ich eigentlich nur denke "arme Seele" und da ist schon der nächste Gefahrenmoment, den ich nicht übersehen darf: denn hier ist kein Helferlein willkommen !!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schau liebe Crevette, Du schreibst, Du kannst nicht akzeptieren, was Du nicht akzeptieren willst.

    Unsere Herren haben uns abgegeben, an der Garderobe, quasi nach der Umtauschfrist ;) Das müssen wir akzeptieren liebe Crevette. Dadurch dass wir akzeptieren, wieder "an der Garderobe zu hängen" könnten wir ja auch die Stelle der Garderobe verändern, die Farbe - einfach gesagt, uns selber.

    Eigentlich müssen wir nur akzeptieren dass "er" weg ist und uns nicht mehr will!". Ich habe noch lange nicht ausgetrauert, liebe Crevette, aber mein Ex verdient eine Medaille dafür, dass er mich aus seinem Leben geschmissen hat damit ich meines neu beginnen kann.

    Er schätzt das nicht, was Du bist - somit ist er gegangen. Du hast es nicht nötig, Deine Werte zu vergeben an jemanden, der diese nicht schätzt. In meinem Fall muss ich mich noch härter ausdrücken (man verzeihe mir bitte das, was jetzt wie Überheblichkeit klingen könnte): Mein Ex hat genau die Frau verdient, mit der er jetzt zusammen ist, mich ganz sicher nicht!

    Glaub mir, trotz meinem Kopfwissen verstehe ich Deine Gefühle mehr als gut. Aber ich für mich muss einfach immer wieder auf den Boden runter kommen. Und Boden heisst bei mir nicht daran denken, was ich meine verloren zu haben sondern die letzten aktuellen Geschehnisse Revue passieren zu lassen.

    Liebe Crevette, wenn wir uns schon erlauben wollen in "Was wäre wenn" Träumen zu leben, die wir als schön, weil ohne Alkohol betrachten - dann, ja dann müssen wir aber auch die Kehrseite der Medaille betrachten nämlich:
    "Was wäre wenn er weiter trinkt, weiterhin sexuell exzessiv lebt, weiterhin selbstschädigend mit sich umgeht?"

    So nun hättest Du also eine Chance von 50 : 50 - Mir sind 50% Überlebenschance zu wenig, und Dir?

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die Dich besser versteht als Du meinen könntest, die aber auch weiß, wohin unsere Wünsche führen könnten - evtl. ins Verderben....

    Bereits anfänglich wurde ich hier im Forum darauf hingewiesen mich einmal mit dem Thema Narzissmus auseinanderzustehen, da die Vermutung im Raume stand, dass der Alkoholismus meines Partners nicht "mein" einziges Problem sei oder war.

    Mein Weg musste für mich sein zu erkennen in welcher Gefahr ich mich innerhalb dieser Beziehung befand und für mich in Worte und Gefühle zu fassen, warum er mir nicht gut tat und was es überhaupt für eine Art von Beziehung war. Meine Aufgabe war nun also zu begreifen, warum wir nicht zusammen passen, warum wir anders denken, fühlen oder handeln.

    H i l f e !!
    Habe ich doch nur die Flaschen gesehen, die Fahne gerochen und die Verhaltensänderungen wie Wutanfälle und Streitlust bemerkt, so sollte es nun noch schlimmer kommen auf meinem Weg des "erkennen müssens".

    Nun konnte ich mir plötzlich erklären warum ständig Satze im Raum standen:
    "Du machst das so!" "Du gehst da nicht mehr hin!" "Du bist immer schuld" "Ich kann das alles, die anderen sind blöd".

    Nun konnte ich mir besser erklären, warum ich in 8 Jahren Beziehung niemals Freude bei ihm gesehen habe, niemals Begeisterung oder ein Interesse, dem er langfristig nach ging. Plötzlich wurde mir klarer, warum er stundenlang einfach nur dastand und leer in den Raum starrte. Nun erklärte sich mir warum niemals über seine Gefühle gesprochen wurde. Er immer sagte "er weiss nicht was er will - er weiss nicht was er fühlt". Auch erklärte sich nunmehr die sexuelle Vorliebe, die sich in Richtung SM bzw. Fetischismus bewegte. Ich bekam Dessous, die mir persönlich nicht gefielen. Ich sollte nicht so sein wie ich war - sondern ich sollte modeliert werden und als Objekt dienen. Ich bekam Haarfarbe zum Färben präsentiert, die ich nicht wollte - weil sie mir weder stand noch mich so verkörpert wie ich bin.

    Er - Er - Er - er war/ist Alkoholiker und Narzisst und ich - ich - ich die optimale Ergänzung! Beide haben wir uns das Leben schwer gemacht:

    Ich hatte immens viel an Gefühlen zu bieten ob Freude oder Trauer - er nicht....
    Ich selber wollte Harmonie und habe mich oft angepasst um dadurch sein Ego und seine Chefposition bestärkt und Ruhe zu haben.
    Während ich in der Öffentlichkeit stand und öfters mal in Radio- und Presse war konnte er das für sich "ausschlachten".
    Ich war das Vorführobjekt für ihn, welches jedoch nur so lange interessant war, wie es seine Stellung als Macher bestärkte. Als der Alkoholkonsum extrem anstieg und das Verhalten zunehmen unsozialer wurde und ich ihn darauf hinwies, da waren Narzisst und Alkoholiker entblößt.

    Eine so unheilvolle Kombination, die einen Partner krank und kaputt machen muss - eine solche schlimme Kombination, die den Suchtkranken unfähig macht sich selber oder andere zu spüren bzw. auf sie Rücksicht zu nehmen. Hier wird der Suchtkranke also zu einem Suchenden, der Befriedigung, Glück.

    Ich bin ehrlich noch immer mehr als geschockt über diese Dinge, die ich nicht mehr verstecken kann hinter "er ist doch eigentlich ein guter Kerl". Da ist etwas geschehen, angefangen von Kindheitsbeinen, was sich in eine selbstzerstörerische Richtung bewegt. Eine Richtung, die ich ganz naiv mitgegangen bin ohne zu bemerken, was eigentlich los ist. Liegt ja nur am Alkohol..... Nee, da ist viel mehr dahinter - viel mehr Schmerz, viel mehr Leere und für mich die Garantie zum schnellen Untergang, wenn ich aus solchen Verwirrungen nicht aussteige....

    Dieses Bewußtsein machte mich noch viel, viel trauriger als die gesamte Wut, Enttäuschung und das Verlassen werden. Ich denke, dieser Mensch ist (derzeit) als Mensch verloren..... Gespürt habe ich es, hatte ihn darauf angesprochen und es kamen eben immer wieder diese leeren Antworten....

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die dankbar ist Freude zu empfinden - die nachdem sie mehr über "ihn" erfahren musste sogar fast glücklich ist über Trauer und Schmerz - darüber dass sie noch empfinden kann.

    Ja, liebe Ette,
    noch bin ich sehr am be- und verarbeiten und noch muss ich mich immer wieder zwingen zu mir selber zurück zu kehren. Es gelingt nicht immer und es ist noch ein harter Weg, der vor mir steht.

    Das schlimme ist für mich persönlich: je mehr Abstand ich selber gewinne und je neutraler ich die Situation betrachten kann, desto schlimmer wird das, was das Resultat (S)eines Lebens geworden ist. Ich beginne zu erkennen, in welche Gefahren ich mich begeben habe und dass der Zeitpunkt meines Gehens noch lange nicht der Punkt war, wo meine Belastungen geendet hätten (wäre ich nicht gegangen).

    Es ist so erschreckend zu erfahren, welche Spiele ich mitspielte als Co von Narzissmus und Alkoholismus. Und noch schlimmer zu erkennen, dass dieser Hoffnungsgedanke (den ich lange Zeit hegte) so was von irrational war, dass er eigentlich noch nicht einmal hätte ausgesprochen werden dürfen.

    Gerade das mit der Stärke, Kraft und Energie, die in uns wohnt und die uns gehört und die wir positiv für uns nutzen können hat mich nahezu wahnisnnig gemacht verpuffen zu lassen bzw. für Traurigkeit einzusetzen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du, liebe Crevette, das Problem ist, dass wir uns im Kreis drehen, wenn wir uns mit zu sehr mit dem Alkoholiker beschäftigen.

    Ich kann Dir nur sagen, jetzt wo der Abstand größer wird und ich sehr viel reflektieren kann - auch da wo unser Verhalten sich gegenseitig verstärkt hat, da fange ich nun gerade langsam an geschockt zu werden. Gestern war ich zum ersten Mal seit ganz langen Monaten fertig mit der Welt.

    Ich konnte und wollte nicht sehen, dass hinter dem Alkoholismus auch noch Narzissmus steckt und vermutlich nicht gerade in einer milden Form. Dadurch haben wir uns ergänzt: er keine Gefühle - ich viel zu viele. Aber ich will jetzt nicht mein Thema ausbreiten sondern versuchen Dir zu sagen dass ich persönlich nicht begreifen konnte was läuft und was mit mir läuft so lange ich zu sehr mit ihm beschäftigt war.

    Auch jetzt ist es für mich noch schwer fürs Herz, auch wenn Logik, Verstand und Gefühl in die richtige Richtung gehen. Aber gerade diese sexuellen Besonderheiten, liebe Crevette, die bei Deinem als auch bei meinem gegeben waren, die sind für uns eine seelische Gefahr. Die sind nicht das, was wir für normal empfinden - wie auch das Thema Treue. Ich beginne langsam zu begreifen, was das in mir bewirkt hat - und ich beginne zu begreifen, dass der Betrug und sein Hang zu SM und gewissen Praktiken noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist.

    Aber Crevette, und auf das will ich hinaus: das zu begreifen gelingt mir nun langsam, ganz, ganz langsam wo Abstand ist und ich auch andere Seiten betrachte. Es gelang mir nicht in Trauer und dem Gefühl des Vermissen, weil ich darin gefangen war ihn mir schön zu reden.

    Das was ich jetzt, erschreckend neutral übrigens, sehe ist etwas ganz gefährliches für meine Seele. Aber ich kann es erst jetzt sehen und spüren, wo ich mir ihn nicht mehr zurückwünsche.

    Ich pack das mal (sofern es genehmigt ist - ohne dass ich mich dem Vorwurf gegenüber stellen muss wieder abzulenken und mich zu sehr mit ihm zu beschäftigen) in ein separates Thema, welches Narzissmus und Alkohol miteinander verbindet. Ich wurde hier darauf aufmerksam gemacht, wollte es nicht wahrhaben aber stelle nun fest, der Alkohol verbirgt oftmals Dinge, die mindestens ebenso schlimm sind wie die Sucht selber.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schade Samie,
    schwierig dürfte sein, dass der Sozialbericht evtl. seine Einsicht bzw. Therapierbarkeit bestätigen muss. Wenn er aber nicht kritikfähig ist - zumindest derzeit - ist natürlich die Frage, inwieweit die Dame dann überhaupt eine "Chance für ihn sieht".

    Ich würde aber mal nicht zu schwarz sehen, ich denke, die Leute von den Beratungsstellen haben genug Erfahrung um eben diese Gespräche zu führen, die auch mal in einem Chaos enden. Wohl jetzt wird sich zeigen - gerade mal nach dem Streit - wie ehrlich er es meint.... Kommt er nach dem Streit wieder in die Beratung und flüchtet er.

    Ich drücke Dir die Daumen.

    Weißt Du Samie, rausgezögert hin oder her, es ergibt schon einen Sinn die Bereitschaft des zu "Therapirenden" zu erkennen. Was sind vier Wochen? Wenn jemand eine Psychotherapie anstrebt, dann können es 6 Monate sein, bis was läuft. Selbstverständlich verstehe ich Deine Angst - auf der anderen Seite, die Sucht hat sich zumeist über jahrzehnte entwickelt und zwar durch und mit Zutun des Süchtigen - nun zu sagen, jetzt sofort Therapie ist irgendwie vermessen.

    Aber - da müssen mir unsere Trockenen auf den Weg helfen - ein Entzug in entsprechenden Einrichtungen könnte doch schon eingebaut werden vor die endgültige Therapiezusage um dann evtl. durch ambulante Therapie überbrückt zu werden bis es dann auf Langzeit geht.

    Es könnte natürlich sein, dass er diesen Weg nicht möchte ....

    Lieben Gruß von Dagmar