Beiträge von dagmar007

    Ja, liebe Skybird, zwei meiner Streuner habe ich wohl "verloren". Aber mich tröstet, dass diese beiden ein gutes Team sind und sich durchkämpfen - sogar jeder für sich sind sie stark und seit einigen Monaten sind sie ein Pärchen und schaffen es gemeinsam, auch ohne mich. Mein angeschlagener Red ist hier und glücklich - wie es scheint.

    Putzen, im neuen Heim muss ich, weil noch nicht alles renoviert ist und im "alten" fordert es der Ex. Ich habe den Eindruck, dass es sich dabei um seine ohnmächtige Wut handelt, mit der er mir noch einmal Stärke zeigen möchte.

    Ich habe den Schlüssen Einschreiben/Rückschein verschickt mit dem Kommentar, da er sich nicht an die gesetzlich gegebene Kündigungsfrist für Untermieter wie auch an unsere beider Vereinbarung hält ist es mir leider zeitlich nicht möglich eine richtige Grund-/Teppichreinigung bzw. Entrümpelung zu tätigen. Durch die Aufforderung sofort die Schlüssel zurückzugeben hat er mich selber daran gehindert.

    Ebenfalls habe ich ihm mitgeteilt, dass er sich wegen des Mietkontos mit der Bank selber in Verbindung setzen möge, ich habe meine Schritte zum Vorgang getätigt.

    Mich kränkt diese Wut, sie verletzt mich - aber ist es vielleicht die Kränkung des Ego's? Dass ich ihm egal bin, vermutlich dieses persönliche Ego, welches mich irgendwann einmal zu ihm geführt hatte. Eben weil durch solche Handlungen mein Ego nicht mehr gefüttert wird.

    Natürlich fühlt man sich falsch beurteilt - natürlich vergisst er, dass ich den Haushalt bestritten habe und alle die anderen unschönen Dinge, klar, denn jetzt spielen sie keine Rolle mehr.

    Ich will, liebe Skybird, mit ihm auch weiterhin nichts zu tun haben, wie auch in den letzten Wochen. Er tut mir nicht gut. Wobei ich hoffe, dass wenn die Schlüssel übergeben sind, die Wutanfälle weniger werden und es ihm zu unbequem wird hierher zu fahren. Heute kamen mal keine Anrufe oder SMS. Ich denke mal, er soll sich jetzt um seine neue Beziehung kümmern und mich in meinem Leben lassen, welches ich mir gerade aufbau.

    Heute hat ein Freund bemerkt, dass mein Auto sich schlecht anhört, er vermutet Radlager. Also muss ich morgen in eine Werkstatt. SChlecht, morgen hätte ich einen Test. Diesen habe ich jedoch abgesagt, geht eben einfach nicht anders. Ich kann wirklich nicht mehr, meine Kraft ist am Ende. Wobei ich aber merke, dass ich ganz tolle Freunde habe, die alle da stehen wie eine 1 !!!

    Morgen kommen die PVC-Leger und dann ist nur noch im Obergeschoss vom Vermieter etwas zu tun, was aber wohl noch dauert, weil er sich sehr gerne unterhält ;)

    Nun muss ich noch die ganzen Bankgeschichten - Abbuchung alte Wohnung ect. auf die Reihe bekommen. Heute morgen fiel die Schüssel fürs Internet aus und ich muss ja erst mal alles beinander haben an Informationen - und am besten einen klaren Kopf, über den ich wohl heute nicht verfüge. Ich muss auch sagen, ich habe Angst - ja Angst - dass er wieder vor der Türe steht. Dieser Angst muss ich mich jedoch stellen und darf nicht ganz davon rennen, wobei ich die Türe nicht öffnen würde. Sprich ich muss wissen, dass ich Angst habe und das für mich realisieren, mich aber auch vor ihm und allen Auswirkungen schützen durch Nichtkontakt. Wenn er es bei diesem Schluss beläst, so dürften mir die folgenden Wochen leichter fallen, als würde er jetzt die Gefühlsschiene ansetzen.

    Ich merke in solchen Situationen immer wieder, dass ich genau dann ins Co-Verhalten - auch die Angst ist in meinen Augen Co - zurückfalle. Wohl bewußt damit umgehe, aber spüre, mein Gleichgewicht ist mehr als im wanken. Tja Ihr Lieben, diese letzte Phase ist hoffentlich nicht schwerer als die vorangegangenen, aber fast habe ich die Befürchtung.

    Sagt mir mal, kennt Ihr das Gefühl dieser körperlichen Angst? Dass Euch jemand mit Drohungen entgegentritt und Ihr wirklich (so wie ich) ein Gefühl der körperlichen Angst bekommen habt. Auch in meinem Freundeskreis schätzt man ihn nicht als gewalttätig ein, ich "eigentlich" auch nicht, dennoch habe ich Angst dass er wieder vor der Türe steht wie gestern und Zauber macht. Noch verstecke ich mich wirklich wie ein Mäuschen, ohne Musik, dass ich mich im Zweifelsfall verstecken kann. Klingt komisch, wie ein kleines Mädchen mit Angst .... Aber diese reale Angst ist einfach da, jetzt so frisch nach Auszug und Eskalation....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, Du hast recht, liebe Crevette, das war die Dagmar bevor sie 8 Jahre in einem eigenartigen Ort lebte. Das stimmt, fällt mir jetzt gerade erst auf.

    Tja, bei mir angekommen bin ich zwar, aber der gnädige Herr übt - oder versucht - gehörigen Terror aus. Ich habe noch Kleinigkeiten im Haus (habe ja auch die Miete bis Ende des Monats gezahlt). Nun war er eben super aggresiv da, meinte bis morgen will er die Schlüssel.

    Ich solle gefälligst dies tun, jenes tun im Haus und überhaupt wären seine Telekomzugangsdaten weg. Nun, ich habe diese bestimmt nicht angefasst, rufe ich ihn doch sicherlich nicht an.

    Hätte er eigentlich schon dadurch merken müssen, dass ich weder die letzten SMS beantwortet habe, noch bei seinen Anrufen ans Handy gehe.

    Nun ist es natürlich so, dass wenn er morgen die Schlüssel hat, ich nicht mehr an die anderen Streuner rankomme. Mein Zeug kann ich holen, den Rest muss er dann halt behalten (scheiße, ich bin so am Ende und habe eigentlich gar nicht mehr die Kraft dahin zu fahren).

    Mir stinkt dieses Affentheater - und ich freue mich darauf dieses jetzt los zu werden. Wenn auch noch nicht heute morgen, weil er noch x-mal tobend hier stehen wird, aber früher oder später.

    Waschmaschine und Herd sind bestellt. Jetzt muss ich halt noch durch den Horror durch, bevor ich mich an den schönen Dingen hier erfreuen kann und wieder versuchen kann Kraft zu schöpfen. Ach Leute, das nervt so dermaßen. Natürlich sind die Teppiche nach 8 Jahren mit Katzen versaut, denn natürlich hat er nicht einmal etwas zum Putzen angefasst, nun solle ich gefälligst dies und das reinigen und überhaupt.... hallo, jedes Mietgesetz bzw. jeder Anwalt würde ihn für diese Forderungen auslachen. a) ist ein Teppich nach über 8 Jahren so und so abgewohnt und b) bin ich "nur" Untermieter gewesen......

    Ich wollte dort noch putzen (habe ich zwar drei mal, aber bei jedem Raustragen wird es elendiger) aber ich denke mal, darauf pfeif ich nach dem Auftritt vorhin.

    Lieben Gruß von Dagmar
    die sich jetzt auf die neue Stereo-Anlage freut und alte Musikcasetten, die ich seit 8 Jahren nicht mehr hörte. Und nun noch ein paar Minuten zur Rasselbande.

    Aber hallo,
    wenn ich nicht bei mir angekommen bin, dann weiß ich auch nicht.

    Ich habe mich eben ausgeschlossen, noch so halb in Schlafklamotten, Haare in alle Richtungen und alles andere als vorführbar. Türe zu - aus - So, nun welches Fenster zerstöre ich, ich muss ja wieder rein (Nachschlüssel ist noch beim Vermieter)...

    Hm, da ist ein kleines, altes, vielleicht kann ich das aushebeln? Bingo - ausgehebelt, zwei Stühle her und nun meine Elefantensondergröße durch das Fenster gehieft. Da es aber ca. 2 m tief war hatte ich zuvor alles weiche was ich an Balkonmöbelauflagen hatte zuvor als Fallfläche bereit gelegt.

    Wer sagts denn? Mit einer Rolle vorwärtes - gelobt sei die Fallschule des Wing Tsung - und ohne Blessuren im Hausinnern angekommen :)

    Na, wenn das nicht die neue Dagmar ist? Die alte wäre verzweifelt durch die Gegend gerannt und hätte sich selber im Weg gestanden.

    Lieben Gruß aus dem Inneren des Hauses von
    Dagmar

    Hey Lilly,
    ich bin in Baden-Württemberg zuhause. Quasi zwischen Heilbronn und Würzburg. Power, ach Lilly, im Moment bin ich powerlos. Bin also wirklich ausgepowert, da die letzten Wochen schleifen, packen und x-Fahrten pro Tag von alter zu neuer Wohnung mich geschafft haben.

    Aber bei den Einkäufen, Möbel, Waschmaschine, Herd ect. begleitet mich eine liebe Freundin, die dann das fragen kann, wozu ich nicht mehr in der Lage bin. Müsste ich alles alleine machen, so würde ich es einfach noch um eine Woche verschieben, bis ich geistig wieder ansprechbar bin.

    Es vergeht keine Stunde, ohne dass meine Rasselbande etwas in Schwingung und zumeist zu Fall bringt. Gestern schaffte es doch eine meiner Katzen eine Glasvitrine nebst Keramikinhalt zu Fall zu bringen. Mit einer Freundin saß ich beim Kaffee, dann ein Knall, ein Klirr und nur noch kalkweiße Gesichter und Rennen über Kieselsteine auf barfüßige Art und Weise. Unsere Durchblutung war also auf jegliche Art gesichert.
    Und wieder mal waren die Schutzengel on Board: Die Türen der Glasvitrine blieben ebenso heil, wie die Glasböden - wie das geht weiß ich nicht, können nur die Schutzengel verraten. Kein Tier drunter und die vielen Scherben verbuche ich als "Scherben bringen Glück".

    Ja, liebe Lilly, auch das ist mir ein ganz tiefes Gefühl gewesen: es geht so viel, vieles schafft man/frau alleine und es gibt auch Freunde, die gerne helfen, auf die Verlaß ist und am Ende steht ganz viel geschafftes - quasi aus eigener Kraft mit eigenen Freunden und auf eigene Initiative.

    Mit den Handwerkermaschinen war ich mal auch weiter, habe es in den Jahren "machen lassen" aber auch da werde ich (wenn ich wieder Kraft habe) "back to the Roots" gehen.

    Nun, meine Katzen im Haus sorgen stündlich für Randale, meine Streuner aus dem Katzenasyl scheinen nur glücklich zu sein, haben sich sofort eingelebt und wirken so, als wären sie nie woanders gewesen. Alle konnte ich noch nicht einfangen, aber die ersten beiden scheinen hier glücklich zu sein.

    Dadurch dass ich ziemlich fertig bin, körperlich wie seelisch weil ausgelaugt kommen zuweilen die Co-Bengelchen vorbei und flüstern so ganz heimtückisch "Na, was wäre, wenn der Ex nun eine Therapie machen würde?" Die Daggi zuckt dann zusammen und die (Schutz-)Engelchen, die auch in dieser Runde sitzen sehen mich amüsiert an und scheinen zu sagen "So, so, liebe Co, kommste doch nicht so schnell raus aus Deinen komischen Wünschen und Hoffnungen". Dann scheinen sie nachzusetzen: "Na, Du weißt doch am Besten, was alles komisch lief, Du kennst doch Wut, Aggression, sexuelle Abnormitäten und alles das, und das willst Du wirklich."

    Da scheint dann die groggy Daggi auszusehen wie ein gerade geschlüpftes Kücken und denkt sich ein "Nein, das will ich nicht mehr."
    Aber dieses NEIN ist noch nicht so kräftig, wie es hoffentlich in den nächsten Wochen noch werden wird. Derzeit habe ich natürlich etwas Angst, welche Aktionen anstehen, wenn er heute aus seinem Urlaub zurückkehrt und sieht dass die Bude leer ist.

    Aber wie gesagt, die Bude ist (fast) leer, ich bin hier mit meinen Tieren und wir alle haben nun ein sicheres Dach über dem Kopf und eine Türe, die wir nicht zu öffnen brauchen.

    Langsam gelangen meine Pflanzen nun auch ins Hausinnere, oftmals bis zu 2 m groß, und am Mittwoch wird der Flur ausgelegt (damit ich den auch nutzen kann) im Obergeschoss ist mein Vermieter dabei eine Wand zu verputzen, lässt sich aber Zeit weil es ihm a) nicht gut zu gehen scheint und b) er sehr gerne mit mir Pläuschchen hält.

    Einen Teil der Nachbarn habe ich schon kennengelernt, vom ersten Eindruck muss ich sagen sehr angenehme, offene und freundliche Menschen. In dem Ort zuvor kam auch nichts negatives zur mir rüber, aber hier kommt gleich die ausgestreckte Hand und ein offenes Lachen, das finde ich sehr, sehr schön.

    So, Ihr Lieben, nun hoffe ich, die nächsten Klirr's lassen auf sich warten und ich komme noch dazu ein paar Dinge ein-/aufzuräumen.

    Willkommen in meinem Leben - genau dieser Gedankenzug zieht sich bei mir jeden Tag durch. Seit vielen, vielen Jahren habe ich erstmalig das Gefühl (obwohl fertig) bei mir zuhause zu sein und in meinem Heim zu sein.

    Dagmar

    liebe Naddelkids,
    "und wie lange soll das noch gutgehen" fragst Du Dich? Die Frage stellte ich mir oft und lange, nachdem die Situation sich immer mehr zuspitzte war diese Antwort auf meine Frage: Es geht schon lange nicht mehr gut und ich lebe mit einer Zeitbombe zusammen!

    Ich denke, ein Körper kann so etwas jahrzehntelang mitmachen! Du auch?
    Versprechungen aufzuhören sind vermutlich auch ehrlich gemeint, aber wie soll ein süchtiger Körper das erlauben?
    Versprechungen und Erklärungen - Aussagen und halbherzige Vorhaben - alles das sind Dinge, die ich in meinem Zusammenleben mit einem Alkoholiker als leere Versprechungen empfand, weil er sie - trotz vielleicht bestem Willen - nicht halten kann. Unser Druck, dass er nun endlich "aufhören" möge, macht es nicht leichter für den Suchtkranken.

    Auch ich dachte immer, wer morgens zur Arbeit kann, der kann "so fertig" noch nicht sein. Hmmm, könnte in meinem Fall daran gelegen haben, dass es noch die einzige Aussenfasade meines Ex ist, die noch einigermassen nach Stabilität aussieht. Davon mal abgesehen muss der Alk ja auch finanziert werden, oder?

    Eines musste ich schmerzhaft erkennen: Alles was eigentlich Logik sein sollte gilt beim Alk nicht mehr und ich blicke auch nicht, was Lüge oder Wahrheit ist, welcher Konsum und welches Gesundheitsbild.

    Ich persönlich war mit der Situation überfordert mit einem Alkoholiker zusammen zu leben. Erst sehr spät bin ich gegangen - zu einem Zeitpunkt, als ich selber nur noch ein Wrack war... Es war höchste Zeit, denn ich will keinem Absturz der tödlichen Form beiwohnen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebes Kaltblut,
    ich würde sagen, Du gehörst eher zur "Teenager-Spätlese". Immer wertvoller mit den Jahren.

    Oh wie gut kann ich mir Deine Schilderung vorstellen und auch Deinen Blick über die Szenerie, dem man sich dann mit leichtem Anflug von Lächeln abwendet und spürt "das ist mir zu wenig".

    Ja, genau dieses blabla, dieses imponieren wollen, dieses zur Show stellen müssen, alles das bleibt denen überlassen, die sich in dieser Welt wohl fühlen. Du und ich scheinbar nicht :)

    In diesem Sinne wünscht Dir noch viele weitere
    "aufgehende" ;) Lichter

    Dagmar

    Liebe Airam,
    auch ich fragte mich lange ob ich Gespenster sehe oder meine Einbildung groß ist oder ob ich meinem Ex einfach nichts gönne und vielleicht selber ein gestörtes Verhältnis zum Alk habe.

    Ich selber kann nicht beurteilen, wann mein Ex wirklich mal nichts getrunken hat, da er ein Spiegeltrinker ist und "xxxxxxxx Friend" zu seinen beständigen Freunden gehört, also der Geruch mehr oder weniger übertüncht werden kann.

    Ich kann nur für mich selber sagen ich fand es ekelhaft wenn mein Ex angetrunken war und Leute anpöbelte, torkelte oder lallte. Unwesentlich, eigentlich, ob er Alkoholkrank ist oder nicht, ich fühlte mich in diesen Situationen unwohl. Somit gab es keine gemeinsame Freizeitgestaltung, Entfremdung von beiden gegenüber dem anderen.

    Erst jetzt am Schluss sehe ich den wirklichen Spiegeltrinker mit einem ca. Durchschnitt von 6 Flaschen Bier, die locker aber auch mal 12 werden können.

    Frieden trauen? Ich weiß es nicht....Mir für meinen Teil wurde es zu anstrengend zu überlegen, ob oder ob er nicht getrunken hat, wieviel oder wie wenig oder wann er wieder etwas trinkt. Ich selber glaube nicht mehr an Wunder und im Falle meines Ex wären wohl mehrere Wunder nötig.

    Viel Glück wünscht Dir
    Dagmar

    edit.speedy53//bitte keine Markennamen nennen - Danke!

    Liebe Stefka,
    auch ich habe nach der Trennung ca. 4 Monate mit dem Ex zusammengelebt. Es ging in meinem Fall nicht! Alle Gefühlsvariationen bekam ich serviert von Haus abbrennen bis ich vermisse Dich.

    Eine neutrale Basis war bei uns nicht möglich, da mein Ex in eine neue Trinkerbeziehung eingetreten ist, mich aber noch sexuell belästigte, täglich und nicht harmlos.

    Ich kann nur sagen RAUS so schnell es geht. Notfallschlafstellen finden und die auch nutzen wenn es sein muss. Ich habe sofort die Zimmer getrennt und keine gemeinsamen sozialen Aktionen wie Essen ect. getätigt. Denn genau in diesen gemeinsamkeiten lagen meine Anfälligkeiten.

    Grausam für mich so böse und so getrennt auseinander zu gehen, aber in meinem Fall war es nicht möglich sich zu trennen, wie das bei manchen Menschen der Fall ist: in Respekt und Abstand - dennoch aber mit gegenseitiger Achtung.

    Eines aber, liebe Stefka, hat mir die entsetzliche Zeit des noch-zusammen-leben-müssens gezeigt:
    diese wutgeladene Person, die mit jedem Menschen im Ort Krach anfängt, ist nicht die Person mit der ich meine Zeit verbringen möchte. Die torkelnde Person, die nachts ins Haus kommt um mich zu fragen ob ich schon gegessen habe und die sich dann betrunken ins Auto setzt um sich Essen zu holen, mit der will ich keine sozialen Gemeinsamkeiten teilen.

    Auch ich zweifelte oft an meiner Einschätzung, zu oft wirkte er "normal". Zu oft aber habe ich nicht sehen können, dass eben gerade der Spiegel erreicht war. Nein, liebe Stefka, ich glaube nicht, dass wir uns fragen müssen ob wir klar sehen oder jemandem Unrecht tun. Ich glaube, wir müssen uns fragen wo unsere Wünsche und Ziele liegen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Caro,
    Glück und Zufriedenheit zu sehen oder zu spüren müssen wir wirklich oft selber erlenen. Die kleinen Dinge, die uns erfreuen, zu registrieren und als solche wahr zu nehmen.

    Mir ist aufgefallen, seit ich das Haus meines Ex am verlassen bin, dass so viele Dinge bei mir anders werden. Ich empfinde Glück und Zufriedenheit in meinem Haus. Eine Angst beim Autofahren vor unbekannten, längeren Strecken oder dem Suchen von Zielen ist die letzten Tage abhanden gekommen (ob es so bleibt, das weiss ich natürlich nicht).

    Dazu musste ich aber tatsächlich lernen alle Entscheidungen selber zu tragen - Rat einholen ist o.k., aber entscheiden musste ich mich. Für neue Möbel und mein neues Leben, für meine hoffentlich nun anderen Gedanken und Wichtigkeiten in meinem Leben.

    Viele Gewohnheiten werden mich noch lange begleiten - gute wie schlechte - aber vielleicht gelingt es mir, die schlechten "am Zopf zu packen" und ihnen ins Auge zu sehen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach ist es schön, auch unvernünftig sein zu dürfen, wenn man/frau sich selber eine Freude machen kann. Da mir ja einiges an Möbeln und Gerätschaften fehlt muss ich nun verflixt tief in den Geldbeutel greifen.

    Ich liebe helle Couchgarnitouren - leder oder lederähnlich - nicht sinnvoll, weil schmutzempfänglich - zumal in einem Katzenhaushalt. Aber stopp : ich freue mich auf mein neues Leben und will mir diesen Traum erfüllen. Gestern eine 3-2-1 Garnitour in vanillefarbigem Lederimitat gekauft.

    Auch den lange unerfüllten Traum eines Bettes mit entsprechenden Schubkästen im unteren Teil. Das ganze noch mit einer Vollschaummatratze, die besser sei als Federkern!

    Bingo ! Diese Unvernünftigkeiten, die mir große Freudensprünge (wären die Möbel nur schon da, muss noch ca. 4 Wochen warten) bereiten zeigen dass ich mein Leben leben darf, kann und muss.

    Raus mit allen den dunklen Möbeln, Schattenseiten des Lebens (die mich nicht unmittelbar begleiten müssen) und Dingen, die mirs dunkel ums Herz machen.

    Im alten Haus ist nicht mehr viel, da ist eigentlich nur noch eine Auslastung von ca. 4 PKW Fuhren. Dann kommt noch das Katzenasyl, aufwendiger, aber nicht direkt im Haus. Heute abend kommen meine Mietzen mit (hoffentlich klappt es reibungslos) und ab dem Zeitpunkt übernachte ich auch hier.

    Duftlichter sind im Wohnzimmer angezündet, im Schlafzimmer habe ich gerade den kleinen Zimmerbrunnen angemacht :) Lauter kleine Freuden für mich, die andere für Kitsch empfinden. Lauter Dinge, die mich erfreuen, an denen ich mich glücklich fühle. Sogar am ersten Frühstück hier im Hause. Noch recht bedarfsmässig, denn es ist noch lange nicht fertig, aber ein Frühstück mit schönem Kaffee bei Kerzenlicht :)

    Bewerbungsgespräch lief o.k., ob es etwas ist - hmmm weiß ich nicht, nächste Woche noch mal ein Test und dann sieht man weiter. Kann mir da kein Urteil erlauben, da ich in Sachen Zeitarbeit gute und schlechte Dinge kenne.

    Tja, die lieben Schutzengelchen, vielleicht wäre es doch lieb, wenn sie mir etwas Zeig gönnen. Mein Ex hat eine "scheißfreundliche" SMS geschickt aus seinem Urlaub. Lapidargeschwätz, um wohl wieder das Kriegsbeil einzugraben. SMS nicht beantwortet, das kann er sich am Montag selber, da sein komplettes Werkzeug von hier aus dem Haus wieder in seiner Räucherhöhle steht und das Haus dann wohl leer ist.

    Egal, was zu tun ist im alten Haus, am Montag (kommt er vom Urlaub zurück) werde ich nicht dort sein, passiere was wolle.

    Nein, in vanille Couchsofas und helle Zimmer kann ich mich alleine mit meinen Katzen begeben und mich glücklich fühlen, da muss kein "er" an meiner Seite sein.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Naddlkids,
    ich befürchte das Verhalten, welches Du gerade erleidest, kennen viele von uns.

    Wir können den alkoholkranken Partnern die Augen nicht öffnen, solange sie selber die Promille-Augenklappe festbinden. Aber wir können uns über uns selber und unser Recht auf "Glück" besinnen und versuchen es uns zurück zu erobern.

    Auch ich kenne Lügen, Gewaltandrohungen, jeder Abend brachte das ganze Szenario an Gefühlsausbrüchen und Emotionen von neutral, über "Du bedeutest mir etwas" zu "ich brenne das Haus nieder". Wir alle können an diesen Emotionen der Kranken nichts ändern, aber wir können und müssen eigentlich uns aus diesem Umfeld zurückziehen um nicht selber vor die Hunde zu gehen.

    Auch kenne ich die Aussage und das Verhalten wenn der Kranke beschäftigt ist. Ja, es mag wohl sein, dass der Konsum in solchen Zeiten geringer ist - dennoch musste ich feststellen, dass das Interesse an diesen Beschäftigungen nicht lange anhaltend war. Spätestens dann, wenn etwas nicht mehr funktionierte, war das Thema gegessen.

    In unserem alten, ehemaligen gemeinsamen, Haus gibt es wirklich:
    mein Boot - angefangen zu restaurieren, seit Jahren nur noch abgestellt
    mein Motorrad - seit Jahren nur noch abgestellt
    mein Geländefahrzeug, selbst um- und aufgebaut, seit Monaten interesselos abgestellt....
    mein Haus, seit Monaten von ihm nicht mehr versorgt....

    Alle diese Dinge interessierten irgendwann einmal, aber nicht dauerhaft. Wir können unmöglich das Interesse oder das Freizeitverhalten von Partnern steuern, manipulieren oder erlebnisreicher gestalten, dafür sind die Menschen alle selber zuständig. Und ich danke meiner Familie und meiner Erziehung und meinen Freunden, diese Interessen zu haben, die ich über viele Jahre beibehalten habe. Mal kommt etwas neues hinzu aber selten verabschiedet sich etwas ganz.

    Hm, Du sprichst davon, dass er nüchtern der Mensch ist den Du liebst und durch den Alk eine extreme Aggression an den Tag tritt. Ich für mich musste erkennen, dass bei meinem Ex schon immer ein großes Wutpotential da war und diese vermeintliche schöne Zeit, nach der ich trauerte, eigentlich mehr mein Wunschgedanke war. Eigentlich habe ich wenige Minuten Glück viel höher bewertet als Monate voller Enttäuschungen. Wohl aus lauter Sehnsucht nach Glück.

    Nur .... Glück kann ich mir nur selber geben ... meine Wünsche und Sehnsüchte kann ich nur selber erfüllen, meine Zufriedenheit muss in mir ruhen ... Das zu lernen dauert noch immer an ....

    Aber es ist wunderschön wieder "ich" zu sein - weg aus dem Haus des Horrors - in meinem Neuen Heim, in dem nicht Chaos herrscht sondern wohlsortiertes Umzugsdurcheinander.

    Viel Glück wünscht Dir und Deinen Kindern, denen das alles erspart werden sollte,

    Dagmar

    Danke Ihr Lieben für Eure guten Wünsche,
    die Kartons im alten Heim werden immer weniger, die Bude dort immer leerer (hier könnte ich dafür 5m-Türme erbauen ;-).

    Immer weniger Handwerkerleistungen sind noch offen. Heute oder Morgen werden die Leisten im Wohnzimmer angebracht, so dass ich auch dieses dann einräumen kann.

    Nächste Woche wird der Flur mit PVC ausgelegt und am Wochenende - Jippie - werde ich mit viel Protest meiner Tiere, diese endlich zu mir holen, damit endlich alles vergessen werden kann, was im alten Heim so alles geschah.

    Ich freue mich wie ein kleines Kind, auch wenn ich manchmal denke, es sieht hier noch aus wie in bzw. auf einem Schlachtfeld. Aber alles hell, oft meine alten Möbel, aber hell, mein kleines Beet und jetzt der Blick auf einen grünen Hügel und eine riesige, steinalte Birke. Den Brunnen davor kann ich nicht sehen, weiß aber dass er dort die Nahrung für meine Pflanzenwelt bietet, ohne dass mir Kosten entstehen. Mein Auto steht unter einem Kastanienbaum. Die liebe ich ohne Ende. Auch als "alter Depp" habe ich jedes Jahr eine Kastanie gesammelt, einfach weil ich dieses Wunderwerk der Natur so toll finde.

    Die letzten Wochen waren schwer, und ich befürchte fast meine Schutzengelchen werden sich langsam zurückziehen, auf Grund der Tatsache, dass sie sehr, sehr gut die letzten Monate über mich gewacht haben. Es wäre zwar schön, wenn sie mir Besuche meines Ex ersparen würden, aber ich befürchte mal, da dürfte die Gesellschaft der Schutzengelchen sagen : "Mädchen, stell Dich der Sache auch zum Abschluss und bring sie selber hin." Und auch das werde ich - denn nun ist mein neues Heim ein Heim, ein Rückzugspunkt und mein Heim. Ein Ort an dem Agression und Wut nichts zu suchen haben.

    Natürlich bin ich Ortsgespräch Nr. 1. Mein Auto wurde hier gesehen, und nun weiß natürlich jeder wo ich wohne - schön, denn hier ist leben und wohl fühlen angesagt, nicht wie in dem vorherigen Betonbunker. Gerade die Frauen kommen auf mich zu und fragen nun (nach all den Jahren) was uns eigentlich zusammen gebracht habe... Nun, die lieben Sücht eben :)

    Aber nun geht hier die Sonne so richtig auf, wenn meine Tiere hier sind und wir wieder eine Rasselbande sind.

    Lieben Gruß von Dagmar, die gleich ein Vorstellungsgespräch hat, von dem sie zwar nichts hält, aber jedes Gespräch ist eine Übung für die Jobs, die man vielleicht wirklich bekommen möchte.

    Ja, meine liebe Fish,
    was Abstand nicht so alles bewirken kann.

    Ich selber dachte oft, klasse, jetzt ist Neutralität möglich und evtl. später ein normaler, ehrlicher KOntakt. Allerdings sind bei meinem Ex und mir viel zu viele Spannungen da, die so etwas ermöglichen was Ihr beide als Ehepaar da derzeit betreibt.

    Wobei ich für mich merke, ich bin froh, wenn mein Ex mal über mehrere Tage nicht da ist, ich ihn nicht sehe. Das sind nämlich genau die Zeiten, wo ich am besten und am stärksten bei mir bin und wo es mir am besten geht.

    Also liebe Fish,
    viel Glück in Deiner Spur :)

    Dagmar

    Ja, lieber Karl,
    ist eigentlich schon komisch, was uns leichter von der Hand geht, wenn wir es einfach kommen und gehen lassen, wie das Leben es scheinbar vorbestimmt hat.

    Natürlich können wir uns bewegen und etwas zu unserem Glück tun, aber nicht unnötig gegen Wände anrennen, was ich früher oft tat. Dabei tat mir nur der Schädel weh, erreicht habe ich doch nichts. Nunmehr nehme ich an was kommt und versuche mich dann damit zu arrangieren, nicht mehr mit Wut und unnötiger Kraft dagegen anzulaufen aber doch etwas Mitbestimmung in die Sache zu legen.

    Ja, liebes Kaltblut: gestern war und heute haben wir noch vor uns.

    In diesem Sinne einen schönen Tag wünsch ich Euch

    Dagmar

    Ja, liebe Skybird,
    das ist ein ganz komisches Aufwachen, was einen da ereilt. Mir ging es in den letzten Wochen ähnlich.

    Irgendwo habe ich für mich gemerkt, dass ich nicht den realen Menschen (nur trocken) wollte sondern einen "selbst gebackenen" nach meinen Wünschen und Vorstellungen. Ich selber habe das reale Wesen des Partners nicht so wahrgenommen wie es war sondern so wie ich es mir gewünscht hätte.

    Somit ihn überfordert und mich belogen!

    Dort, wo ich zu wenig Egoismus hatte, da hat er zuviel. Ich bildete mir wohl ein, dass ein solches Paar wieder auf dem Normalstand-Egoismus kommt. Anstatt mein eigenes Brot zu backen habe ich ein Mischbrot produziert.

    Nunmehr bin ich selber Bäcker und merkte, als er einmal hier war und plötzlich anfing zu bestimmen, was ich wie machen solle und was er mir unterstützend machen könne, dass ich das gar nicht will.

    Ich habe in dem Moment festgestellt, dass er schon immer so war, ich es aber nicht sehen wollte - weil das ja unbequem wäre und Änderungen erfordert hätte.
    Nunmehr habe ich Abstand und ich konnte ihm sagen: es ist mein Haus, mein Leben und mein Zeitplan. Mich interessiert zum ersten das hier Laminat reinkommt, dass der Umzug klappt und dass ich wieder beginnen kann zu leben. Das, was Du mir vorschlägst interessiert mich im Moment nicht.
    Ich konnte ihm auch sagen, daß ich nicht weiß ob ich seine Hilfe in Anspruch nehmen will da es sein könne, dass ich seine Gegenwart als für mich schädlich empfinde.

    Genau das ist nun eingetreten. So sehr ich mich über den vor kurzem erfolgten Wutausbruch von mir ärgerte. So war dieser genau der Punkt, der für mich wichtig war: genau dieses laute und überdeutliche - auch unter meinem Sprachniveau.

    All die Zeit zuvor wollte ich im Sinne der Harmonie normale Gespräche führen und ein normales Verhalten zeigen. Mich belasteten seine Anfassereien und seine "ich vermisse Dich, ich will mit Dir schlafen". Aber in Worten verstand er mein Nein nicht. Erst als ich explodierte gab es einen beleidigten Rückzug.

    Illusionen, in denen ich lebte, die nunmehr den Wahrheiten weichen. Diese Logik, mit der ich auch monatelang kämpfte, war für mich am Anfang wichtig um mich zu verstehen und die Situation. Die Logik brauchte ich so lange bis ich mir selber erlauben konnte auch meinen Bauch und mein Gefühl zu hören. Es war die Bewältigung der Übergangszeit, die mir die Logik unverzichtbar machte. Auch jetzt ist sie noch förderlich, aber mein eigenes Feeling verrät mir mittlerweile fast mehr.

    Ich für mich musste begreifen dass nicht Prinzessin Alk mein Gegner ist sondern meine Wunschgedanken. Selbst wenn - was nicht vorstellbar ist - mein Ex trocken wäre, so wären wir zwei so unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich nicht gesund ergänzen. Nur "krank" dachte ich an eine bequeme Symbiose.

    Nunmehr versuche ich in mir diese egoistischen Züge von ihm (durch die ich mich kaschieren wollte) für mich selber zu entwickeln, aber dennoch mein Leben von Frieden und Harmonie zu leben. Nicht so ganz einfach, wenn einem selber die Agression fehlt, die zuweilen notwendig ist, um den eigenen Egoismus zu leben.

    Fakt ist: Träume, Illusionen und Hoffnungen erschienen mir wohl einfacher als eine eigene Entwicklung, bewußt wird mir das erst jetzt. Mit dem Bewußtsein spüre ich auch, dass wir uns nicht mehr brauchen und loslassen können (auch wenn das auch noch Zeit benötigen wird).

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Ette,
    hm, bei mir gab es (noch) keine Verlagerung.

    Allerdings bin ich starker Raucher. Mit dem Umzug ins Neue Haus will ich versuchen im Hause nicht mehr zu rauchen - a) wegen dem Geruch und b) selber die Sucht zu reduzieren, aufstecken schaffe ich leider jetzt gerade nicht.

    Meine Sucht viel an meinen Homepages zu arbeiten und zu Surfen wurde von meinem Ex eliminiert weil er mir die Anschlüsse kappte. Auch das war heilsam, ich bin nun auch da auf etwas Abstand und mir gehen andere Dinge vor, auch wenn ich froh bin wieder im Netz aktiv sein zu können.

    Eigentlich (da das Wort eine Einschränkung ist, benutze ich es bewußt) ist bei mir eher dir Richtung Gesundung und Relativierung angezeigt. Was früher in Übermaß und extrem betrieben wurde ist derzeit eher normalisiert.

    Wobei ich aber denke, mein Punkt der Gefahr kommt erst noch.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube, liebes Kaltblut, da hast Du Recht - Haß und Liebe sind sehr eng miteinander verbunden, da beides ganz intensive Gefühle sind.

    Ich merke bei mir, mit jedem Karton, der aus dem Haus geht geht es mir besser und leichter. Mit jedem Raum im alten Haus, den ich geleert habe und dann nochmals gereinigt ist es so, als hätte ich einen Teil von mir "be"reinigt.

    Ich freu mich "sakrisch" wieder kommunizieren zu können und wieder "on Board" zu sein, denn so ganz abgeschnitten von Kommunikation ist öde ohne Ende...

    Aber vorbei .... das neue Leben steht an.... in hellen Möbeln, mit viel Grün und der Vorfreude, bald die meisten Kartons ausgepackt ... vielleicht auch einsortiert ;) zu haben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: auch bei mir gab es schon vor Jahren Ansätze, die ich nicht umgesetzt habe.

    Erst als ich den Job verlor, Existenzängste bekam und alles zu Ende schien kam der große Hausputz. Nun musste ich nämlich erstmal die Jobfrage für mich beantworten: Was will ich was will ich nicht ...

    Diese Fragestellung und intensive Beschäftigung hat ein Umdenken meiner eigenen Lebensart bewirkt und sich dann ins Partnerleben "verbreitet". Es dauert eben seine Zeit und eigentlich (bei mir) bis dahin, wo der Schmerz unerträglich scheint.

    Mir gibt das neue Haus, einrichten und neues Glück und Freude auf Grün, Holzofen mit sichtbarer Flamme, Beistellherd mit Backofen für mein Brot. Alle diese Dinge geben mir viel Freude und lassen den Ex und das Leben zuvor immer blasser werden.

    Es wird auch irgendwann einmal Dir so gehen, liebe Crevette.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh ja, liebe Bluevelvet,
    das ist mir klar, dass da eine gehörige Umstellung auf mich zukommt. Schon alleine deshalb, weil früher ja stündlich andere Launen auf mich zuprasselten - und nun keine - ausser der meinigen ;) Das wird neu und ungewohnt sein und es zwingt mich bei mir zu bleiben, da ich keine Infos über ihn habe.

    Ja, verausgabt.... hatte ich mich auch, ist mir nur nie aufgefallen. Langsam aber sicher bin ich in ein Trübsal reingeraten - Job und Partnerschaft - alles bewältigt, aber kein Glück dabei empfunden. Dann kam der Dampfhammer und beides wurde mir genommten - und damit die Chance gegeben "ich" zu werden.

    Ich arbeite an meinem "ich".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Karottchen,
    nimms nicht so schwer, Karottensaft macht schön braun :) also nicht alles von Dir abduschen :)

    Ich kenne Deine Phasen, genau die Ängste, die sind es, die einem zu schaffen machen. Das legt sich aber. Wenn ich so auf Grund Deines Postings überlege, so mache ich mir aber erst keine Gedanken mehr seit hier mein Häuschen bezugsfertig ist. Denn bald kommen die Katzen (wenn die Handwerker fertig sind) und dann erfahre ich gar nicht mehr wo er ist oder war und was passiert ist. Für mich ist das glaube ich notwendig, ich weiß nicht, wie das bei Dir ist.

    Dabei ist es doch viel schöner, einen schönen Film zu sehen oder ein gutes Essen zu machen oder oder oder als sich schlechte Gedanken zu machen, sich selber verrückt zu machen und dann ist ja meistens doch nichts geschehen.

    Auch ich dachte immer sehnlich an die Zärtlichkeiten, aber genau das machte mich schwach. Wenn ich mir kein gutes Gefühl vermitteln kann, dann ist es ja fast unmöglich, wenn der andere das für mich bei mir tun soll. Und ich kann dann ja nie zufrieden sein, weil ich ja nicht sagen kann "jetzt will ich dies oder jenes und Du hast zu parieren". Ich habe erst über viele Umwege für mich erkannt wie wichtig es ist wie ich mich hinbekomme - unabhängig von einer Partnerschaft.

    Also, halt Dich wacker.
    Und beim nächsten Mal die Frühstücksbrötchen nur für Dich selber - in Begleitung einer Freunding oder einem Menschen, der Dir nur gut tut :)

    Lieben Gruß von Dagmar