Beiträge von dagmar007

    Ja, Ihr Lieben,
    in vielen von uns Menschen stecken Handlungen, die wir nicht bewußt tätigen, die aber unser gesamtes Leben durcheinander bringen können. Das schlimme ist der Teufelskreis: wir verabschieden uns (bevor wir verabschiedet werden) und sind später noch besser in der Lage zu sagen "nichts wert" "nicht geschafft" oder oder oder

    Und: dieses Loslassen fällt Menschen wie mir mit diesem Hintergrund noch um ein vielfaches schwerer (so denke ich) als jenen, die diese Selbstzweifel nicht haben.

    Glücklicherweise war ich in meinem Hamsterrad nun so am rollierenden rotieren, dass es mich auf die Nase - und damit aus dem Hamsterrad - geschlagen hat. "Schläge auf den Hinterkopf sollen ja das Bewußtsein erweitern" ;)

    Dieser Teufelskreis ist extrem und zeigt wieder ganz deutlich: es beginnt bei uns, wie es auch bei uns endet.....

    Lieber Eric, liebe Promise me - es ist nicht "schwer" dem entgegen zu wirken. Wirklich nicht .... Wenn es nämlich erkannt ist und wir in der Lage sind einfach nur zu sagen "Stop, ich komme ins alte Fahrwasser.... ich mache erst mal nichts und warte ab" dann wird vieles einen anderen Abschluss finden als meine überzogenen und vorgezogenen Aktionen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vielleicht, liebe Promise me,
    können unsere Worte Dir helfen. Ich selber weiß wie schwer es ist das zu leben und dann auch noch zu erkennen bzw. zu verändern.

    Ja, wir bugsieren uns selber in aussichtslose Lagen. Das müssen wir aber nicht. Denn wir sind wertvoll, egal, ob mit oder ohne Begleiter. Alles schlimme was uns widerfahren kann, kann, muss aber nicht.

    Wenn wir im Vorfeld bereits eine schlechte Einstellung haben, so ist unser Gefühl missmutig und traurig und wir springen auf jede Interperetation an, die einen ganz anderen Grund haben könnte.

    Beginne Dich anzunehmen, dich wert zu schätzen um dann jemandem gegenüber zu stehen, der Dich nur so schätzen kann, wie Du Dich selber "ein" schätzt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich meinte, wenn ich das schlimmste erwarte - was ja so und so eintrifft, dann kann ich besser mit dem resultierenden Verlust und Schock umgehen - habe dabei eine Situation bereits zum Ende gebracht und ewig gelitten..... Mach es anders!!!

    Es ist krank Kaleu,
    bei mir wir war es ein Angstverhalten, welches sich vermutlich eine Eigendynamik erarbeitet hat. Ja, es ist der Metapher zum Regen.

    Nur Regen war für mich erträglich. Das zurück gewiesen werden nicht. Ich denke mal, weil meine Eltern gefühlsmässig recht streng erzogen waren und mein Bruder mir vorgezogen wurde.

    Vielleicht wollte das einfach nicht nochmals erleben. Es klingt nicht nur irre - es ist es auch....

    Zumal jegliche Fehlinterpretation des Verhalten des anderen sofort diese Schutzmaßnahme auslösen kann. Ich bin froh, dass das für Euch unbekanntes Terrain ist - denn es ist grausames Terrain. Weil diese Handlungen bei mir lange Jahre nicht bewußt abgelaufen sind.

    Jetzt halte ich mich aus - ich kann mit meinen negativen Gefühlen leben, somit auch mit dem Gefühl "nicht geliebt" zu werden, denn das kriege ich mittlerweile selber hin :) Ich fühle mich nicht abgelehnt weil jemand nicht mein "Partner" sein will weil es einfach nicht passt. Früher aber sah ich darin "versagen" "es nicht wert zu sein" und und und

    Ja, ja die Menschenseele....

    Lieben Gruß von Dagmar

    oh, oh,
    hallo Lisa,

    ich hatte ebenfalls früher dieses Schutzverhalten. Bevor mir weh getan wird, gehe ich - auch um mich selber glücklich zu reden.

    Jetzt weiß ich, dass es daran lag, dass ich mich und meine Gefühle der Unsicherheit nicht ertragen konnte. Mir war eine schlechte "Lösung" lieber als meine Gefühle zu ertragen, die einfach unnormal extrem waren, gegenüber einem "normalen" Menschen.

    Geändert hat sich das bei mir erst dadurch, dass ich den Weg zu mir fand - ohne Partnerschaft - zumindest ohne meine Wertigkeit und meine Gefühle über einen Partner zu definieren. Nicht der Partner macht mich wichtig, sondern ich selber.

    Schön, dass Du Deine Schutzmechanismen kennst, dann kannst Du sie auch be- und verarbeiten - und auch besiegen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Sunny,
    könnte es nicht sein, dass ER lernen muss mit seinem Stress umzugehen? Dass ER lernen muss damit umzugehen sich abzugrenzen (wie auch immer das aussehen mag)?

    Er ist für sich und sein inneres Wohlfühlgefühl verantwortlich. Das nämlich ist die Selbstverantwortung eines jeden Menschen - womit jeder Angehörige überfordert wäre.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hilflos war ich bspw. Ette, als plötzlich ein Bussgeldbescheid mit Androhung Stillegung Fahrzeug innerhalb von 5 Tagen im Briefkasten war.

    Die Versicherung - ich habe keinen Einfluss - hat beim Versicherungswechsel keine Doppelkarte zur Meldestelle geschickt, ich galt als nicht versichert. Vertreter nicht erreichbar... außerhalb von meiner Macht. Nun, da war ich mehr als hilflos - denn mit abgemeldetem Fahrzeug hätte ich es nicht mal neu anmelden können weil ich hier nicht zur Zulassungsstelle komme, die Mäuschen dafür auch nicht unbedingt. Ohne eigenes Verschulden also in große Probleme gewackelt.

    Zwar gelöst da ich logo mit allen Beteiligten Kontakt aufgenommen habe und bei der Versicherung auch Dampf abgelassen habe. Dennoch: auch hier habe ich wieder keinen Einfluss darauf, dass von dort reagiert wird. Was juckt die ein unzufriedener Kunde (der selber machtlos ist, hat mir die KFZ-Zulassungstelle mitgeteilt, alle Infos von meiner Seite sind unmassgeblich.

    Dennoch ist es so wie Ette sagt: nur wenn ich meine alles beeinflussen zu wollen, so kann ich hilflos sein.

    Wird mein Arbeitsvertrag verlängert, dann freue ich mich - wenn nicht, dann hat die Wirtschaftslage eben auch das verhindert und ich muss sehen was dann kommt. Den Kopf werde ich am Anfang sicher nicht in den Sand stecken. Ich kann weder die Wirtschaftslage allgemein noch die Finanzkraft meines Arbeitgebers beeinflussen .... aber meinen Umgang mit der neuen Situation.

    Auch in Sachen "Macht über andere" gebe ich Ette Recht. Es ist so erleichternd, wenn jemand einen Stus an mich ranredet und ich einfach denke "schwätz Du nur" früher hätte ich mich partout verteidigt, damit der andere ja einsieht, es ist ja so wie ich es sage. Mittlerweile stehe ich sehr oft darüber. Meine Verantwortung mir gegenüber muss gerechtfertigt sein, ob ein anderer das so sieht oder nicht juckt mich nicht mehr.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich dachte in den letzten Tagen, "mensch, bin ich noch krank" weil ich in Panik gerate weil meine KFZ-Versicherung einen latenten Fehler gemacht hat und mein PKW als nicht versichert galt.

    So ... ich wollte mir Vorwürfe machen, warum ich nicht ruhig bleiben kann.

    Fehl am Platz! Ich habe das Recht unruhig zu werden wenn andere Fehler verbocken, die mir Probleme bereiten, die ich aber nicht lösen kann!

    Aber: das betrifft mein Leben und meine Existenz und nicht den Partner. Der nämlich kann tun und machen was er will und es geht mich weder etwas an noch habe ich das Recht dieses zu beeinflussen.

    Es gibt Dinge, in denen wir machtlos sind und auch Angst bekommen weil wir sie nicht beeinflussen können und doch so viel davon abhängt.

    A b e r es gibt Dinge, die betreffen andere und dürfen nicht bei uns zu Panik führen. Ich habe es Stück für Stück gelernt mit Panik sachlich umzugehen, aber auch zu akzeptieren, dass es Situationen gibt, in welchen meine Angst größer ist - weil meine (nicht von mir verursachten) Probleme auszulöffeln sind.

    Panik - Angst - diverenzieren, lösen und sich aber dennoch erlauben zu fühlen, was warum in uns abgeht.


    lieben Gruß von Dagmar

    Ich möchte mich Aurora in Sachen Ehrlichkeit anschließen.

    Ich war in einer für mich belastenden Situation. Ich habe das Recht anderen zu sagen wie es mir geht - egal, wie diese reagieren.

    Ich muss mich nicht schämen weil mein Partner krank ist, ich nämlich habe ihm die Flasche nicht an den Hals gesetzt. Es war seine Entscheidung schleichend - und ohne Gegenwehr und fachliche Hilfe - immer kränker zu werden. Ich muss d a s nicht verschwweigen um i h n zu decken.

    Mein Leben, meine Stärke oder auch Schwäche. Nur wenn ein anderer weiß wie es um mich steht, dann kann er darauf reagieren. Sollte er versuchen auf mir "rumzutrampeln", nun gut, dann ist es eben sein menschlicher Zug. Wobei man/frau mir ins Kreuz treten kann - gebrochen hat es (bisher) noch niemand.

    Ich - mein Leben - meine Kontakte - meine Probleme und meine Kommunikationspartner: mit ihnen gehe ich so um wie ich mich fühle und nicht so, wie das Deckmäntelchen der Gesellschaft es gerne hätte....

    Viel Kraft wünscht Dagmar

    Liebe Pauliese,
    es ist auch relativ schwer, Dir etwas zu sagen da jede Geschichte und jeder Hintergrund einer Partnerschaft anders ist - auch die charakterliche Entwicklung beim Trinker.

    Der Anfang innerhalb meiner Beziehung dürfte Deinem ähneln, hat sich dramatisch gesteigert und endete in einem Chaos, was aber bei Dir nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

    Was, meines Erachtens, aber für Dich notwendig wäre Dich zu fragen ob in der derzeitigen Situation die Beziehung so ist, wie sie für Dich o.k. ist. Ist es für Dich denkbar auf der derzeitigen "Ist-Situation" an eine Zukunft zu denken?

    Fakt war für mich neben dem Trinken, welches ich als ekelig empfand, die schlechte Laune des Expartners, die sich auch auf mich übertrug. Plötzlich war das was ich oft als Glück oder Freude wahrnahm am Schwinden. Eigentlich funktionierte ich nur noch und überstand einen Tag um den anderen.

    So gab es für mich keine Zukunft, so wollte - und konnte - ich nicht leben. Ich persönlich trennte mich (und da lief er erst mal zur knackigen wütenden Form auf) und startete als Arbeitslose ohne Obdach (weil wir ja zusammen gelebt hatten) in eine angsteinflössende Zukunft, in welcher sich alles zum Guten geändert hat.

    Finanziell liege ich unter Hartz 4 mit einem schlecht bezahlten Job, der auch nur befristet ist. Aber ich lebe wieder - ich fühle wieder.... Ein zurück gäbe es für mich nicht.....

    Wie auch immer, hinterfrage Dich und Dein Leben, Deine Wünsche und nicht seinen Konsum. Ändern kannst Du nur die Details in Deinem Leben, nicht in dem eines anderen.

    Viel Kraft wünscht Dagmar

    Hallo Angie,
    setze Dich mal mit dem Opferschutzbeauftragten der örtlichen Polizei in Verbindung. Auch ein Kontakt über dritte (aber das wird man Dir dort näher erzählen) muss nicht geduldet werden.

    Ich bin den Weg über RA und Polizei gegangen und muss sagen, es verschärfte wohl die Fronten, aber es war nötig zu sagen "bis hierher und nicht weiter".

    Nun, bei meinem Ex waren es keine leeren Worte - Vorsichtsmassnahmen sind wichtig - auch meine Mutter wurde mit reingezogen - und auch sonst noch Gott und die Welt versucht mit einzubeziehen, allerdings machen diese Leute sich damit selber nur etwas "schal".

    Selbst wenn Du Angst hast, selbst dann, wenn sie lange Zeit braucht um zu vergehen (so war es bei mir) selbst dann bedeutet die Trennung ein zu dir finden und vielleicht sogar bei Dir bleiben ;)

    Je mehr Du zu Dir findest, desto weiter verschwindet der Expartner - wird irgendwann einfach nur noch bemittleidenswert.

    Manchmal ist die Angst förderlich, damit wir ein kleines bischen Misstrauen behalten wenn Menschen im Kopf nicht mehr ganz so ticken, wie sie sollten.... Manche Sucht lässt eben manche Menschen "austicken" Je nachdem, was in der Grundpersönlichkeit an Wut und Agression zu finden ist, enthemmt der Alk und ein kleiner Wutbrocken kann vor einem stehen.

    Macht nichts: Telefon, Polizei und Deine Haustüre sind dann zwischen Euch.

    Lieben Gruß von Dagmar

    So, naaa-a-a-achgedacht....

    Geschäfte oder Vereinbarungen - egal ob mit Geld verbunden oder nicht - sollte man/frau nur treffen mit zuverlässigen Personen (da diese Person früher Blackouts hatte oder ein Gedächtnis, welches einem Sieb ähnelte weiß das linke Auge heute vielleicht nicht mehr, was der recht Nasenflügel gestern roch ;)

    Es ist nicht davon aus zu gehen, dass diese Person den Charakter oder die Persönlichkeit oder die Abhängigkeit geändert hat, somit also ebenfalls keine Vertrauensbasis.

    Unabhängig von Alk, ExBeziehung oder meinem Wunsch, die Karre los zu werden sollte man sich nur mit Menschen einlassen, die integer sind. Ich persönlich möchte nun eigentlich nicht, dass der Mensch mit diesem Hintergrund in der Nähe meines jetzigen Lebens gesehen wird da mich nichts mehr mit ihm verbindet.

    Somit: ich kümmere mich demnächst - irgendwie - selber um die Entsorgung.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    was ich fühle ? Dass das Fahrzeug mir im Weg rumsteht - ich aufgrund des harten Winters tausend Arbeiten vor mir habe und ich froh wäre wenn der Verkauf/Verschenkung an mir vorbei ginge da ich nicht weiß wo ich die Zeit für alles hernehmen soll.
    Davon mal abgesehen habe ich ebenso wenig Lust über ebay ect. pp noch für die Einstellung zu zahlen bzw. Termine abzusprechend, die dann platzen. Selbiges gilt für ein Autohaus - wobei das in anderen Fällen eine gute Idee ist. Nee, ich schmeiss dem Auto keine müde Mark/Euro mehr hinterher. Und wie er es überführen würde, das wäre mir eh wurscht... Das ist ja dann nicht mein Problem.

    Nein, Kontakt würde es keinen mehr geben - zwischen uns sind Welten und es soll mal schön jeder in seiner eigenen bleiben.

    Das Auto steht rund 30 m vor meinem Hausgelände, aber für mich einsehbar. Somit würde ich ihn nicht schrauben sehen.

    Erinnerungen? Nee, das Auto ist abgemeldet, wurde früher eh von ihm gewartet. Das ist mir schnurpps. Wenn er noch was davon haben sollte, dann freut sich wenigstens jemand.

    Mir kam eine ganz andere Überlegung: egal welchen Weg ich ohne Kontakt gehe, Alkoholiker sind im Regelfall unzuverlässig. Also ist das Auto dann vereinbarungsgemäss weg oder nicht ? Erneute SMS wegen eventueller Termine ect. pp. Das würde mich viel mehr ärgern.

    Da nun eben solche Menschen weder berechenbar noch zuverlässig sind...

    Lieben Gruß von Dagmar, die noch munter überlegt.

    Hallo Ihr Lieben,
    uups, na da weiß ich nun wirklich nicht was ich machen soll.

    Mein altes Fahrzeug (hat viele hochwertige Neuteile) steht abgemeldet und ich wäre eigentlich froh wenn er weg wäre.

    Nun mailt mich der Ex-Lover an dass er ihn kaufen würde. Die Trennung war übel, der Zinober auch - ich denke, dass kein weiterer Kontakt sinnvoll ist. Auch - oder erst recht nicht - beim Autoverkauf/verschenken.

    Rausschinden mag ich nichts, obwohl ich jeden Euro brauchen könnte.

    Meine Überlegung:
    Einem Bekannten von ihm Schlüssel und Brief übergeben, Kauf-/Schenkungsvertrag. Somit könnten bei dem Knaben (wenn er mitspielt) die Schlüssel abgeholt werden gegen Unterschrift einer Schenkung/Verkaufsvertrag für ein abgemeldetes Fahrzeug (von einem Automobilclub habe ich die entsprechende Vorlage nebst der Infos was ich zu beachten habe).

    Fakt ist: ich fühle mich unwohl ihn auf dem Gelände zu wissen, will aber natürlich dass das Auto weg kommt, für mich eigentlich eine ideale Lösung.

    Nur - wie ich ihn kenne - weiß er dass es mir schwer fällt dieses Fahrzeug wegzubringen, egal ob Schrott oder nicht. Ich befürchte ja fast, dass das eine komische Masche ist ....

    Wäre tatsächlich froh über neutrale Ratschläge weil ich da jetzt etwas überfahren bin - auch über die Kontaktaufnahme.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Könnte es sein, Ihr beiden,
    dass je mehr Zutrauen und Vertrauen ihr selber zu und ich Euch habt, desto mehr Vertrauen ihr nach außen geben könnt?

    Ich habe das Glück mein Leben lang gute Freunde, wenn auch nicht Partner, gehabt zu haben und somit immer Vertrauen in Menschen hatte, welches mal mehr und mal weniger gerechtfertigt war. Aber ich konnte es immer aufbauen, bin somit etwas anders als Ihr beiden vorbelastet.

    Dennoch stelle ich fest, seit ich auf eigenen Füßen stehe und den Weg einer Co-abhängigen Beziehung verlassen habe ich selber entscheiden kann und muß und diese bisherigen Feelings immer berechtigt waren. Ich schaffe es, mein Leben zu führen, auf mich zu achten und dadurch auch die Menschen in mein Leben zu lassen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe.

    Somit erscheint mir die Grundlage (vielleicht auch nur bei mir) das Vertrauen in sich selber zu sein. Vertraue ich mir selber, dann kann mich auch ein Vertrauensbruch weniger erschüttern und ich nehme ihn eben als "Irrläufer". Ob das bei mir früher so war als ich meine Bestätigungen von außen benötigte, das weiß ich tatsächlich nicht mehr.

    Liebe Zeter, wer lügt, der belügt im ersten Moment und dauerhaft erst mal sich selber, sei es aus Schutz, sei es aus Feigheit. Ich fühle mich dann verkohlt und werde diesem Menschen wohl mein Vertrauen entziehen. Das wird aber nur halb soviel machen, wenn ich mir selber vertraue und noch andere Menschen um mich herum habe, die eben fair sind.

    Beutschema: nun, für mich ganz einfach: ich suche und will derzeit keine Beute weil ich mich selber erst mal umerziehen muss kein Beuteschema mehr zu haben ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Melanie,
    es klingt so unverständlich, bei sich zu bleiben obwohl doch mein Partner das Problem hat ;) So dachte ich. Mein Leben, dachte ich damals, habe ich doch im Griff. Nun ja - eigentlich schon und doch auch nicht. Nicht, weil ich abhängig war von seiner Anerkennung - von der vermeintlichen Unterstützung und und und...

    Ich sag dir war was - was ich auch meinem Ex-Partner sagte - ich danke ihm, dass er sich eine neue Partnerin gesucht hat. Ich wäre nie gegangen auch wenn alles nie gut hätte enden können. Irgendwann erwischte ich mich bei dem Gedanken "Hoffentlich sind sie noch zusammen, damit sie ihn auch wirklich pur genießen kann".

    Der Schmerz am Anfang, als mir alles klar wurde, war unermesslich und ich war wie gelähmt. Monat für Monat wurde es besser - kaum merklich für mich. Für das Umfeld jedoch in Riesensätzen.

    Ich musste erkennen, wie wenig ich bei mir war - weil ich sonst nicht die Anerkennung von außen benötigt hätte.

    Ja, sie verlieren an Wichtigkeit die Expartner weil wir für uns selber an Wichtigkeit gewinnen. Ich denke, wir beginnen nun uns selber so zu schätzen und an uns zu arbeiten, wie wir es zuvor bei anderen gesucht hatte. Damit ist aber jeder andere Mensch überfordert - egal ob abhängig oder nicht.

    Es war ein Horror für mich aus diesem Spielfilm heraus zu finden. Dafür aber habe ich wohl ein Happy-End mit auf den Weg bekommen ;) Mich :)

    Und so - oder auch anders - wird auch Dein Weg der Loslösung sein. Was heute nicht ist, wird halt morgen. Du hast für Dich alle Zeit der Welt das zu be- und zu verarbeiten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Cidra,
    so ähnlich war es bei mir und ich "hoffte" auf eine innere Erkenntnis und die vermeintliche "Bewußtwerdung von Liebe". Nun, ging einfach nicht weil der Körper denken verhinderte und der Saufdruck vorhanden war. Wie oder ob es überhaupt eine innere Einstellung gab, das kann ich nicht beurteilen.

    Ich für mich musste feststellen, ich konnte nicht von einen Tag auf den anderen das Abstellen, was ich als Liebe oder Zuneigung - vielleicht auch nur Verantwortung - betrachtete. Für mich war klar, so kann es nicht weitergehen - auch wenn ich damals noch an dem Gedanken an eine Zukunft dachte.

    Aber ... schon damals war mir klar: so nicht. Schon damals war mir schmerzlich klar nur wenn jeder sich selber alleine wieder auf die Hauptstraße bringt könn(t)en wir uns irgendwann mal über eine Umleitung treffen. Ich verlor mich selber in Kontrollmechanismen ihm gegenüber. Ich wurde immer gedrückter weil mein Märchenbuch in Flammen aufging.

    Nach dem Auszug habe ich langsam, sehr sehr langsam, gelernt die inneren Schmerzen auszuhalten - mich zu ertragen mit meinem Kummer und meinen Ängsten. Ich habe gelernt dass es weiter geht. Eine Tür nach der anderen öffnete sich weil ich wieder sehen und handeln konnte. Aber das dürfte wirklich bei jedem anders sein. Fakt ist, wenn ich ehrlich bin, erst als ich bereit war mir mein eigenes Heim zu suchen konnte ich beginnen ihn los zu lassen und mich "fest zu halten und zu umsorgen".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm Melinak,
    grundsätzlich denke ich, Du könntest Recht haben mit Deiner Aussage.

    Nur frage ich mich dann, was passiert wenn die Gegenseite irgendwann einmal merkt dass Du Dich distanzierst und ebenfalls abschließt mit der Beziehung. Wenn er/sie nach anderen Partnern sieht, die als neuer Co besser taugen oder grenzenlos an der Flasche bleibt weil ja nun doch alles egal ist.

    Du sprichst ja selber von Deinem Schmerz, der sich vermutlich bei weiteren Steigerungen der Abhängigkeit des Gegenübers nicht gerade verringert.

    Ich denke, es gibt so viele "Lösungs-"Wege wie auch Menschen, Paare und Abhängige. Allerdings habe ich nur selten den Eindruck, dass irgendwann eine Autonomie erreicht ist sowohl in finanzieller als auch in psychischer Hinsicht.

    Aber da kommt dann wieder die alte Frage: wer will überhaupt was erreichen? Wirklich zielführend für sich selber aus der Krankheit raus oder einfach die Situation gerade mal eben überstehen und hoffen, dass es nicht schlimmer wird.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vielleicht, liebe Kathrin, ist eine funktionierende Partnerschaft schön - wahrscheinlich sogar .... Da aber meine letzten 10 Jahre irgendwie so nicht das Gelbe vom Ei waren und es mir jetzt gut geht muss ich mir darüber keine Gedanken machen.

    Wenn es "schnackelt" dann darf es das, aber ich suche nicht und ein Mann wird nicht selektiert im Sinne von: kommt er in Frage weil a) b) c).

    Schau, ich denke mal in meinem letzten Jahrzehnt haben zwei Personen sich gegenseitig etwas vorgemacht um gemeinsam stärker zu erscheinen und es sich dabei gegenseitig schwer gemacht. Was Liebe ist müsste ich neu erfahren. Ich kann nicht basierend auf kranker Vergangenheit für mich sagen was ich gerne hätte ... weil ich es eben nicht kannte.... das kann sich ja ändern, aber es ist mir heute egal und ich fühle mich wohl wie ich lebe. Es gibt wohl keine Sexualität, aber dennoch meine liebenden Tiere, liebevolle Freunde und Kollegen, die mich in den Arm nehmen oder ich sie ..... die Palette von Gefühlen lebe ich alle - ausser der Sexualität - aus und es geht mir gut dabei.

    Aber das Leben kann noch so viel bringen, wir werden weiter sehen.

    Lieben Gruß von Daggi

    Hallo Julchen,
    Du wärst herzlich willkommen in Baden-Württemberg, Hohenlohe, ja, sie sind in der Erde - mit ganz viel Muskelkater ;)

    Ja, in den letzten Tagen ist mir auch aufgefallen, daß eine Partnerschaft mir nicht fehlt und ich auch keine anstrebe. Nicht, weil ich etwas dagegen hätte - aber einfach weil ich mir selber genug bin. Wenn es mal "zündet"o.k., dann kann ich immer noch überlegen - aber jetzt ist alles so gut wie es eben ist.

    Oh Julchen, auch mein Holzlager ist jetzt interessant: rund 3 tonnen Heizmaterial. Hätte mir das mal jemand erzählt, dem hätte ich das Vögelchen gezeigt.

    Das was jetzt bezahlt ist und am Haus steht, das habe ich sollte der Arbeitsvertrag nicht verlängert werden. Denn in einer solchen Situation würde ich mir keinen Brennstoff kaufen.... somit Vorplanung ist (manchmal) hilfreich für das eigene "sich gutes tun".

    Wißt Ihr, dabei sind so viele Dinge, vor denen ich früher Angst hatte sie nicht zu schaffen. Auch jetzt noch habe manches noch nicht geregtelt, geht halt schlecht bei den Temperaturen, wo nur wenige Räume annehmbar warm sind, aber kann ich halt auch nichts machen.... außer eben mein schelchtes Gewissen mit mir rumtragen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    der Winter hat mich und mein Hexenhäuschen voll im Griff.... Ich habe nunmehr 3 Tonnen Briketts verschiedenster Arten gekauft um zu versuchen wenigstens das Hexenhaus einigermassen warm zu haben. Ganz geht nicht .... aber wenigstens überschlagen. Nachdem ich nun seit November bald 8 m Holz verballert habe musste ich mir Gedanken über Alternativen machen, da dieser Heizwinter mir finanziell doch schon an die Wäsche geht.....

    Am Arbeitsplatz ist alles im grünen Bereich. Ich weiß nicht, ob es im April weitergeht nach dem befristeten Vertrag, das wird die Zeit zeigen. Falls nicht, so freue ich mich hier auf die Frühjahresblüten meiner 2.500 Blumenzwiebeln.

    Am Samstag gehe ich mit einigen Leutchen aus der Backstube auf einen Kappenabend. Ist eigentlich nicht mein Ding, aber die Leute sind lieb und es freut mich sehr, dass ich als einziger Verwaltungshammel direkt darauf angesprochen wurde. Eine Kollegin nimmt mich mit, da ich die letzten Monate zumeist das Auto stehen ließ.

    Allerdings kriege ich nach nunmehr drei Monaten Laufen zur Arbeit - und somit 2 Stunden "Zeitverlust" sehr große Probleme meine Verpflichtungen/Arztbesuche ect. auf die Reihe zu bekommen. Aber meine alte Kiste und schlechte Straßenbedingungen sind nicht gerade das Non-Plus-Ultra.

    Nach wie vor erfreue ich mich jeden Tag darüber, wie mein Leben von mir selber gestaltet wird - auch wenn es jetzt gerade schwer ist. Alles hat so (M)seine persönliche Ruhe. Das beginnt damit, dass ich abends die Kaffeemaschine vorbereite und morgens meinen Kaffee in Ruhe trinken kann - geht weiter mit dem ziemlich zeitintensiven Holz rein und Asche raus-Spielchen, welches mich zwingt an der frischen Luft zu sein.

    Der Horror ist allerdings mein Bad/WC, welches auß0erhalb meines Wohntraktes ist und somit ar.....kalt..... Aber nun gut: die Freude des Sommer/Frühjahrs in Grünen hat einfach auch die Kehrseite.

    Gelernt habe ich meine Reifen mit Hilfe von Minikompressor, eigentlich Spielzeug an meiner mobilen Starterbatterie, Luft zu verpassen auch ohne Tankstelle. Wieder ein Schrittchen vorwärts - früher musste ich da immer "Hilfe" schreien, nun packe ich eben das Miniteil an und kann sagen "Selbst ist die Frau".

    Ich mache mir Gedanken um die Samenzucht für das Frühjahr, was wo und wie und erfreue mich daran, dass die Tage länger (wenn auch leider nicht wärmer) werden.

    Lieben Gruß von Dagmar