Beiträge von dagmar007

    Liebes Julchen,
    eine Wertschätzung muss nicht zwangsläufig zerstört werden, kann aber. Da ich selber keinesfalls sicher bin, ob ich eine Beziehung führen könnte wäre es also möglich, dass eine wertvolle Freundschaft den Bach runter geht.

    Es gibt Dinge, die finde ich nicht so toll - hat ein Mensch, den ich hoch schätze, diese Eigenschaften, dann werde ich das nicht ändern (Extremsport ect. pp) weil er sein Leben so leben soll, wie es für ihn richtig erscheint. Aber ich meines wie es für mich gut ist.

    Vielleicht irgendwann mal .... aber heute im hier und jetzt nicht ... Partnerschaft sollte Ergänzung sein, einfach ein schönes Etwas neben uns selber. Ich sehe aber im Moment fast nur Beziehungen den Bach runtergehen, auch ohne Alk, dass ich das nicht mehr (und am wenigsten bei mir selber erleben möchte). Ich befürchte übrigens auch meine Stabilität zu verlieren, wenn ich derzeit einer Beziehung guten Tag sagen würde. Ich denke noch nicht dass ich stabil genug wäre mit Rückschlägen umgehen zu können.

    Ja, liebes Julchen, manchmal einfacher ohne als mit Partnerschaft, denke ich. Nun und das andere in den Himmel stellen Deines Ex ist ja logisch und notwendig. Du bist gegangen und überhaupt, nun muss es ihm ja viel besser gehen ;) egal ob es stimmt oder nicht....

    Die Umsicht um die Kiddies ist wichtig - irgendwann können sie selber Auto fahren und kommen und gehen wann sie wollen, aber derzeit ist es schon gut so, wenn Du cheffahrer bist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh liebe Karotte,
    ich hatte nicht nur diese Fragen, war sogar drauf und dran alles weg zu werfen, weil ich keine Antworten fand.

    Mensch Karottchen, ich war auf mal traurig alleine zu sein, dachte es wäre anders wenn man zu zweit glücklich wäre. Oh nein, das ist es nicht weil vielleicht immer eine Angst da wäre das der Alltag uns überrollt. Vielleicht gehe ich nie wieder in eine Partnerschaft, ich weiß es nicht. Aber es gibt Menschen mir zeigen und sagen dass ich wertvoll bin, sie sich über meine Anwesenheit freuen. Das ist für mich so viel....

    Träume und Pläne ... habe sie träume sie und arbeite an der Realisierung. Geduld - ich hatte sie nie und nunmehr wird sie mein Gast, immer öfter und sie tut mir so gut, sie lehrt mich so viel und oft ist es schwer, weil es eigentlich entgegen meinem Naturell ist oder war den Dingen ihren Lauf zu lassen. Aber dieser Lauf war noch nie ein Strudel gegen mich. NIEMALS - wohingegen ich früher selber oft in (m)einen Strudel der Emotionen geraten bin die mich fast ertrinken ließen.

    Was ist der Sinn? So richtig weiß ich es wohl erst, wenn ich auf dem Sterbebett liege, schätze ich. Wenn es aber doch mal so weit sein sollte, dann hoffe ich einfach die Chance zu haben mit dem Gedanken einschlafen zu dürfen an die Menschen in meinem Leben, die mir sehr viel bedeutet haben. Daran denken, wie wohlig ich mich in der Nähe der/des einen oder anderen fühlte und wie dieser oder jener mich gefühlsmässig zu Freudentränen brachte. Einfach nur daran denken, wie jemand, den ich schätze, mich erhlich betrachtet und etwas liebevolles aus den Augen blitzt. Vielleicht ist der Sinn nicht mehr als diese Kleinigkeiten....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Julchen,
    fühl Dich gedrückt und freue Dich, auf das was nun kommt. Klingt doof, will ich Dir aber gerne erklären - denn bei mir war das der Eingang in mein wunderschönes Leben.

    Ja, liebes Julchen, er ist "verduftet" ein nettes Bienchen flattert um ihn herum und er fühlt sich "beflügelt". Aber auch ihr Honig ist nicht süßer als Deiner - sondern nur eine neue Sorte :) Julchen, ich habe ganz doll gehofft, dass mein Ex zumindest ein Jahr mit meiner Nachfolgerin zusammen ist, damit sie auch in den Genuß seiner wahren Persönlichkeit kommt. Das ist erreicht und eines weiß ich ganz sicher: nun erfreuen sich beide aneinander auf ihre Art - aber die Umtauschmöglichkeit ist erloschen.

    Das er eine neue hatte, machte mich unglücklich, gab mir das Gefühl der Wertlosigkeit und einfach nur ein Spielzeug gewesen zu sein. Es brachte mich an meinen NULL-Punkt.

    Bereit mich selber wieder aufbauen zu lassen und einfach neu zu starten - jetzt in mein Leben - jetzt in meine neuen Freundschaften. Julchen, ich bin stärker und lebensbejaender als jemals in meinem Leben zuvor. Und das nur durch genau diese Grausamkeiten, die mich damals zu Boden brachten und fast lahm legten.

    Jetzt Julchen bemerke ich für mich dass ich ganz anders durch mein Leben und zu den Mitmenschen wandle. Nein Julchen, auch für mich ist noch keine Partnerschaft denkbar, vielleicht nie wieder (das kann ich noch nicht sagen), aber dennoch bin ich glücklich Menschen kennenlernen zu dürfen, in deren Nähe ein gefühl von selbstloser Liebe zu spüren ist. Echt, ohne mit den Tauschgeschäften einer Partnerschaft verbunden zu sein.

    Ach liebes Julchen, was tat es mir am Anfang weh zu wissen, ich wurde ersetzt. Es dauerte lange Zeit, Monate, bis ich damit klar kam - aber nun begann die neutrale Selbstbetrachtung. Diese hat mich stärker gemacht, als ich je zuvor war. So viele Komplimente wie derzeit, habe ich noch nie in meinem Leben gehört.

    So verrückt es klingt Julchen, je grausamer das was uns ereilt, desto größer unsere Chancen zum wachsen und zu unserer Entwicklung. Es klingt so paradox und ist so irrsinnig, dass es schon wieder logisch ist. Weil wir eben das nicht wieder erfahren wollen sehen wir mit anderen Augen durch die Welt. Haben aber diesen Schmerz überlebt und sind so etwas von stark geworden dass andere Dinge von uns bearbeitet werden ohne dass das Herz weinen muss.

    Ich weiß gar nicht, wie ich Dir das alles erklären kann, was noch auf Dich zukommen wird, weil es jetzt für Dich nicht nachvollziehbar sein wird.

    Julchen, ich kenne jemanden, der das Herz zum Klopfen bringt, von dem ich was mich betrifft sagen kann es ist eine Art Verliebtheit. Dennoch strebe ich keine Partnerschaft an. Ich mag, schätze und werte diesen Menschen so hoch, dass ich es nicht zerstören lassen möchte durch eine Partnerschaft. Für diese Betrachtungsweise bin ich dankbar. Das wäre mir früher nicht gelungen. Durch den Schmerz des erlebten weiß ich dass ich als Single ebenso wertvoll bin wie als Dublette. Aber ich weiß, ich komme alleine klar und brauche keinen Halt der dadurch zerstört wird, dass der Alltag einen überfährt.

    Gedanken, die für mich früher nicht denkbar waren. Nie wieder wollte ich Liebeskummer spüren, nie wieder wollte ich mich einsam fühlen. Beides tue ich nicht - auch wenn ich solo bin.

    Ach Mädchen, erlaube Dir die Zeit der Trauer,
    sie wird neue Tore öffnen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    früher habe ich zu solchen Jammerkandidaten gesagt: "mein seelischer Mülleimer ist voll, ich weiss nicht, wann die nächste Leerung ist".

    Heute versuche ich diesen ewig jammernden aus dem Weg zu gehen. Und heute bin ich für sie nicht mehr unbedingt derjenige, dessen Antworten ihnen gefallen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebes Löwenherz,
    und vor allen Dingen es geht.

    Vor einem Jahr habe ich mich, damals arbeitslos und ohne finanziellen Rückhalt mit 47 aus der Suchtbeziehung rausgequält und hatte nichts mehr als mein kleines Leben.

    Keine Zeit zum jammern also, weil ich einen Job brauchte, umziehen musste und eigentlich nicht wusste wie und wo ich was machen kann - welches Loch gestopft wird und wo eines aufgerissen wird. Und es ging. Aber ich wollte leben.

    Und wenn das mir gelang - damals gebrochen, klein und unsicher, dann kann es auch anderen gelingen. Und es ist so wichtig, liebes Löwenherz, um das eigene Leben wie ein Löwe zu kämpfen. Wir haben doch nur eines - und es gibt so viel schönes zu sehen, zu spüren und zu erlauben. Auch trauriges, natürlich, aber können wir das Glück vielleicht besser sehen, weil wir auch Trauer erspüren können. Gehört nicht eines auch zum anderen. Wobei das jammern nicht dazugehört :)

    Und wie gut ich Dich verstehe, und welche Probleme ich auch hier oft beim Lesen habe wenn ich merke das Rad dreht sich im Kreis - Runde um Runde - alles ist schlimm, aber Änderungen sollen nicht vollzogen werden. Nur durch Änderungen sind wir doch gezwungen etwas "anders" zu machen, nur dadurch haben wir die Chancen es besser zu machen, aus Fehlern zu lernen und negatives zum positiven umkehren.

    Weißt Du liebes Löwenherz, wenn früher etwas anders verlief als ich es mir gewünscht hatte, so war ich traurig. Heute bin ich in der Lage zu sagen, vielleicht hat es seinen Sinn. Oft, ja sehr oft, habe ich dann erkannt, die Zeit war für etwas noch nicht reif.

    Mittlerweile ist es so, oder scheint es mir so, als ob mein Körper mir positive Veränderungen signalisieren kann, von denen ich selber nicht weiß woher sie kommen und auf was sie hindeuten. Gerade so als spüre ich einen Kraftschub von neuen kommenden Erlebnissen, egal welcher Art. Manchmal beängstigend weil es nicht dazu passt, was in mir (laut Kopf) abgehen müsste. Aber genau das ist die Kraft in uns, die wir so unbewußt aufbauen können durch ein "ja zu uns" und ein "ja zum Leben".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh je Ninus,
    das ist ja tragisch, denn im Prinzip begegnen Dir diese Früchte überall.

    Helfen kann ich Dir "eigentlich" nicht, aber ich kann Dir sagen was mir beim Lesen auffiel und in den Kopf kam:

    Ich habe den Apfel mit Adam und Eva und der guten alten Bibel in Verbindung gebracht. Der "tröstende Mutterschoss - früher mal Babybauch" der vom Vater "bewacht" wird. Dem nichts unverborgen bleibt und der sich "einmischt".

    Ich kann komplett daneben liegen, aber ich denke, das Bild ist zu real, als das in der Traumdeutung selber gesucht werden sollte. Diese arbeitet ja nach Symbolen und nicht unbedingt mit realen Geschehnissen, das aber wirkt auf mich sehr "real".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Merkst Du, liebe Rosita, wie tief da eigentlich doch unsere Hilfestellungen sind? Wie einfach wir verhindern dass unser Gegenüber sich seiner wahren SChwächen bewusst werden muss? Wir verhindern nämlich seit Jahren dass er/sie sich selber erinnern muss wo was ist.

    Zum ersten waren es bei mir Impulse zu helfen wenn man/frau gefragt wird, zum zweiten einfach damit das Thema beendet ist und zum dritten um nicht selber die Schuld zugeschoben zu bekommen wenn etwas fehlt. Bis ich aber merkte wie oft ich schon als Depp dastand, der damit aber in der Realität nichts zu tun hatte bedurfte es meines Auszuges. Da nämlich kam eine sms, sein Fahrzeugschein würde seit meinem Umzug fehlen. Klar doch, ich kann mit falschen Autopapieren ganz viel anfangen.... Erst da hat es bei mir geklingelt was da so alles in den Pott Hilfe fällt.

    Wenn es aber mal niemanden mehr gibt, der Toilettenpapier und Brot besorgt, den Kaminkehrer reinlässt oder die Fahrzeugpapiere versteckt hat, dann erst beginnt irgendwann mal das Karussel zu drehen. Das kann dann wohl noch gut ein Jahr oder mehr dauern, bis dann diese Leistungen nicht mehr zu erbringen sind, dann kann es nochmal lange dauern, bis der Betreffende die Konsequenzen spüren muss. Alles Zeit, die sein Leiden und seine Krankheit durch meine Inkonsequenz verhinderten. Vielleicht dauert es drei oder mehr Jahre bis mein Ex von den Folgen der eigenen Handlungen eingeholt wird. Drei Jahre, die ich hätte nicht anhängen müssen.....

    Mit jedem dieser Jahre wird er älter und es wird schwerer für ihn auszusteigen, selbst wenn er es wollte...

    Nun, bei manchen findet sich dann gleich das nächste Co-Helferlein. Erst dann, wenn diese ganzen Co's die Nase voll haben und sich die Betreffenden selber in den Dreck reiten kann es (vielleicht!!!!) ein Aufwachen geben. So lange, liebe Rosita, verhindern wir im Umfeld das Bewusstsein krank zu sein und Hilfe zu benötigen.

    Und wir werden immer kränker, weil wir das spüren, was läuft auch wenn wir es nicht realisieren. Ich hatte immer das Gefühl "immer ich" habe es aber als kindliche Bockigkeit abgetan. Nein, das war es nicht, es war wirklich immer ich die auf solche Dinge achten musste, die Rahmenbedingungen setzten. Er konnte das gut vertuschen, indem er die Arbeiten tätigte (wenn er mal was tat) die nicht rahmengebunden waren und irgendwann gemacht werden konnten. Weil er macht ja dies und das (wenn oder wann er Lust hat) also war mein "immer ich" sehr wohl berechtigt. Aber das wurde mir erst lang, lang später klar.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Löwenherz,
    sehr gut kann ich Deine Gedanken nachfühlen. Es ist so viel einfacher Mitmenschen oder Alltagssituationen für das eigene Unglück verantwortlich zu machen um dadurch zu verhindern "raus zu kommen".

    Über meine Finanzen und mein Gehalt unter der Sozialgrenze könnte ich auch lamentieren und lamentieren, es wird nicht mehr und der Kühlschrank nicht voller, die Stromrechnung nicht geringer. Somit muss ich also versuchen das alles auf die Reihe zu bekommen und mir selber meine Zufriedenheit zu erarbeiten.

    Das aber gelang mir erst als ich nichts mehr zu verlieren hatte ausser meinem Leben. Erst ab da war ich in der Lage neutral Bilanz zu ziehen. Zu sehen, dass es neben Problemen auch noch schönes gibt. Wenn ich dann noch in der Lage bin die Wertigkeit richtig zu setzen, dann erkenne ich, dass viel mehr schönes dem Schlechten gegenüber steht.

    Das aber entspringt meinem "wollen".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Susanne,
    da kann ich Dir zu 100 Prozent Recht geben. Auch was eine neutrale Betrachtung betrifft helfen Freunde wieder die Realität zu erkennen. Da, wo Freundschaft nicht reicht sondern Fachwissen erforderlich ist, muss ich auch dieses einholen um mich auf eine Situation vorbereiten zu können.

    Früher mal habe ich mich bei Kummer zurückgezogen, bis dann eben der Druck so groß wurde und ich doch mit Freunden sprach. Heute versuche ich mein Leben aktuell zu visieren und gleich in der Entstehung mit Freunden über Fragen zu sprechen. Auch versuche ich mich frei zu machen von dem was andere denken könn(t)en, wo ich blamiere oder oder oder. Ich versuche meine Gefühle und Gedanken zu leben, abzuwarten wie das ankommt und dann aus der Situation heraus zu handeln.

    Ich habe Kummer, ich bin alleine? Es ist Nacht und ich will niemanden aus dem Bett holen? Dann versuche ich meine Gefühle zu spüren - Traurigkeit, Einsamkeit oder was auch immer. Woher kommen sie, beurteile ich sie falsch und bin ich noch realistisch.

    Letzteres muss ich dann zumeist verneinen weil ich durch die Situation so gebeutelt bin dass ich nicht mehr klar denken kann. Mit diesem Resultat könnte ich dann in die Nacht und den Schlaf gehen weil morgen alles anders aussieht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Als Co kann ich Dir, liebe Paddy, natürlich nicht mit solchen Erfahrungen aushelfen. Aber wenn ich mal denke, auch ich war süchtig (eben nach einer Beziehung) und es war keinesfalls so, dass alles nach der Trennung vorbei war. Und keinesfalls haben sich die Grundprobleme von heute auf morgen in meinem Leben geändert nur weil neue Menschen als Ersatz für das Suchtmittel Beziehung hätten auftreten können.

    Ich musste mein Leben neu sortieren - neuen Sinn finden und ganz neue Strukturen. Alles gewohnte wegwerfen und wie ein Teenager ganz stolpernd auf neue Wege gehen. So wie eben der genesende Alkoholiker. Wie eben jeder Mensch, der sich grundlegend ändern will.

    Ich dachte auch immer, wenn nur der Alk nicht wäre. Habe nie begriffen, dass die Person dahinter schon viel vor dem Alk Persönlichkeitsdefizite gehabt haben könnte.

    Dieses für sich selber spüren was tut mir gut, was schadet mir ist auch für mich nicht immer einfach. Zuweilen benötige ich tatsächlich auch symbolische Prozesse als Hilfestellung mich nicht nur zu spüren sondern die damit zusammen hängenden Gefühle zu leben um sie nicht in falsche Kanale zu schicken indem ich versuche den anderen zu ändern.

    Während ich mir früher anmaßte einen Mitmenschen vom "richtigen Weg" zu überzeugen, so akzeptiere ich heute dass sein Weg nicht meiner ist. Vielleicht sogar, dass wir deshalb mehr Abstand oder eine weniger enge Freundschaft führen dürfen, damit es mir gut geht.

    Das kann für mich auch symbolische Trennungszwiegespräche haben. Das kann mal sein, das ich mit Tränen in den Augen in eine Kerze sehe und "Abschied" nehme. Das kann sein, dass ich den Mensch aus den Augenwinkeln betrachte, meine Gedanken denke und darüber den Abstand zu ihm erhöhe. Dadurch kann es mir gelingen den anderen so sein zu lassen wie er ist ohne mich selber aber dadurch unglücklich zu machen. Auch nicht unbedingt einfach oder toll. Aber wohl der einzige Weg, damit zwei Individuen ihr Leben so leben können, wie es ihren Charakteren entspricht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe Speedy,
    ich gebe Dir in allen Punkten recht. Dieses Kick-benötigen ist eine Sache, die der Mensch eben braucht und will, was seine Entscheidung und sein Grundbedürfnis zu sein scheint. Soweit - so schlecht für das Umfeld - so gut für ihn. Denn es ist ja sein Leben, welches er zu seiner Zufriedenheit leben muss.

    Ich habe mittlerweile gelernt für mich die Zeit zuzulassen solche Dinge an Menschen zu begreifen bevor ich mich zu tief auf sie einlasse. Somit bin ich (derzeit) in der Lage zu sagen, als Freund ist der Mensch für mich wertvoll, als Partner wäre es für uns beide eine Belastung unsere beiden Persönlichkeiten auf ein wir einlassen zu können oder zu wollen.

    Gerne helfen ... ja, aber bei mir bedeutet das seit vielen Jahren (wenn ich es erkenne ;) Hilfe zur Selbsthilfe. Also nicht mehr wie früher, wo die Freundinnen Rat wollten, diesen ihren Weg aufzuzeigen, wo sie später sagen könn(t)en "Du hast mir geraten und es war falsch".

    Allerdings bin ich erst heute in der Lage solche Dinge zu erkennen und erst heute kann ich beginnen Kopf und Gefühle so einzusetzen um mich zu fragen was will ich, was kann ich ertragen und wo muss einfach etwas Abstand her. Früher gab es für mich nur ent- oder -weder. Es gab kein grau zwischen schwarz oder weiss. Nunmehr beginne ich diese Zwischentöne anzunehmen und zu leben.

    Ich denke, das ist einfach der Punkt: es gibt Menschen um uns herum, über die wir uns Gedanken machen, deren Schicksal, deren Traurigkeit oder deren Leben uns traurig macht. Wir dürfen mitfühlen, mittrauern aber nicht uns mitreißen lassen. Vor allen Dingen nicht meinen (wie Du so schön sagst) wenn ein Problempunkt wegfallen sollte zu meinen es wird alles gut. Ein Mensch ist ein Konstrukt aus ganz vielen Erwartungen/Hoffnungen/Wünschen und Bedürfnissen. Bis da ein jeder Topf den passenden Deckel finden kann könnte es dauern, oder gar niemals passieren. Wie auch immer, das ist eben das was Leben ist ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Speedy,
    ich bin wohl raus aus meiner Alk-Beziehung und lebe wohl keine co-Abhängigkeit mehr aus, versuche mehr zu lernen und auf mich und meine Ecken, Kanten und Automatismen zu achten.

    Ich glaube aber, das Thema Alk, Sucht oder einfach Menschen, die "hingerafft" werden wird mich immer begleiten. Unsere Augen sind geschärfter geworden. Vielleicht fühlen wir durch den eigenen Schmerz ein bischen den des anderen, der sich betäuben möchte, ich weiss es nicht - ich weiss nur ich würde gerne darauf verzichten das zu spüren und zu sehen.

    Ich weiss auch nicht, ob ich jemals wieder eine Partnerschaft eingehen möchte da es sehr schwer ist, einen Menschen zu finden der in sich zufrieden ist. Auch ich beginne das erst zu lernen. Ich sehe Menschen, die den "Kick" suchen um aus einer inneren SChwere herauszukommen - mal durch Extremsport, mal eben "nur" durch Alkohol, weil der eben gesellschaftsfähig ist, die Kombination von beidem ist natürlich genial. Austauschbare Sucht - Gehen an die eigenen Grenzen - sie eventuell überschreiten und immer noch einen Kick mehr durch die Gefahr von Tod/Wagnis. Ich musste da heute ein paar Kombinationen zusammenstellen weil mir einiges unklar war am Leben einer mir bekannten Person. Das Puzzle, welches sich für mich ergeben hat war beängstigend.

    Aber Speedy, welche Chance hätte ich einem solchen Menschen klar zu machen dass er und sein Leben sinnvoll und wertvoll sind auch ohne Extremsport, bis an die Grenzen gehen, Provokationen oder Alkohol"Genuß". Hier kann doch eines durch das andere ersetzt werden, einfach durch den Wunsch des Kicks, der Zufriedenheit die bisher nicht gefunden wurde. Und wohl auch weiterhin so nicht gefunden werden kann....

    Es wäre sehr schön, so etwas abfangen zu können und zu sagen "Junge, wach auf und lebe Dich" aber genau das tut dieser Mensch auf seine Art ja - wagemutig und lebensmüde.... aber wer soll so etwas wie verhindern?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wie aber, liebe Speedy, können wir beurteilen, wie krank sie war? Wie aber sollen diese beiden ertrinkenden (die vielleicht beide ein Suchtproblem hatten) sich aus dem Sumpf ziehen oder helfen?

    Ist für mich schwer nachvollziehbar.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Spedy,
    ja, ein trauriger Anlass, der Dich wieder herführt.

    Leider aber werden wir alle, die nun ein wacheres Auge haben, die einzelnen Phasen der Sucht bei anderen Menschen sehen müssen. Eventuell sogar einen Einstieg verfolgen "müssen" auf den wir keinerlei Einfluss haben.

    Weißt Du Speedy "er hatte keinen, der ihm zur Seite stand" ich denke, oftmals wirkt das wohl so, ist aber in der Realität dann doch anders. Wie oft wird versucht einzugehen auf "kranke" Menschen um ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben? Wie oft aber können sie eben in dieser Situation nicht mehr ja zu sich und zum Leben sagen?

    Lohnt es sich nicht doch es zu versuchen? Nun, wenn jemand trocken werden will, dann wohl ja, aber genau das wissen wir bei Deinem Nachbarn nicht und spüre ich bei einigen Menschen nicht, von denen ich sagen würde sie beginnen auf ihrer Bahn zu rutschen und sehen noch nicht einmal dass sie im fliegenden Fall sind.

    Leider, und es sind Menschen dabei, die ich hoch achte und schätze, kann ich ihre Fahrt nicht bremsen - und wohl auch niemand anderer. Nur sie selber könnten stop(p)en wollen und rechtzeitig abspringen - wobei rechtzeitig für sie in ferner Zeit liegen dürfe und in meinen Augen schon 5 nach 12 ist.

    Ja Speedy, es tut weh, auch ich nehme gerade innerlich von einem Menschen Abschied, der in diesen Gang geraten könnte. Ich will dabei aber nicht zusehen müssen, zumindest emotional nicht beteilgt sein. Diese Automatismen kann ich nicht stop(p)en auch wenn ich bemerken kann, dass ein Nachdenken einsetzt. Das alleine bringt denjenigen aber nicht weiter.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Mario,
    die Mengen waren hier ohne Ende vorhanden, somit konnte so viel verteilt werden, wie für uns wohl alle nicht denkbar ;) Ja, das mit den Runden kenne ich aus jungen Tagen, wenn Menschen sich Kontakte erkaufen wollten - und fand es schon damals schlimm.

    Auf die Idee mit dem nicht alleine trinken bringst Du mich jetzt. Ich denke da ans Würfeln, eine kleine Runde - somit kommt jeder schnell an den Stoff ;)

    Ich denke, mit der Verknüpfung von Alk und Spaß hast Du recht. Denn je nach Umfeld ist es eventuell so als Erfahrung gemacht worden. In Biker-Kreisen kenne ich das auch nur so. Schade! Ich denke, es ist doch viel schöner angenommen zu sein, wie man/frau Tag für Tag ist und nicht gelockert wie man/frau eben mal bei einer Feier ist. Ist die Feier nämlich vorbei, dann kommen die Montag-Morgen-Falten eines nüchternen, unbeschwingten Menschen, der doch ebenso liebenswert ist. Aber eben nicht mehr gelockert - aber dennoch Mensch und liebenswert.

    Für mich sehr schwer vorstellbar, dass Vergnügen mit Alkohol gleich gesetzt werden kann weil das für mich auch bedeutet, dass der Betreffende nicht pur ist sondern der Alk sein Regiseur ist und er der Schauspieler. Es ist einfach so schade, weil mit der Denkweise, die Du mir da aufzeigst ist wirklich der Weg in Entspannung mit einem Suchtmittel aufgezeigt, der nahezu nach Wiederholung schreit.

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s.s ich kann mich noch an die Worte eines guten Freundes erinnern: bin ich angetrunken und lustig, dann mögen sie mich alle. Geht es mir schlecht, so hat niemand Lust sich mit meinem Problem auseinanderzusetzen. Es wird dann halt gesagt: "Trink einen"

    Hallo Ihr Lieben,
    ich denke vom Thema "Wert", wertlos ect. muss man/frau sich ganz schnell lösen. Denn wir alle sind wertvoll, müssen aber als wertvoller Schmuckstein in die passende Fassung finden.

    Ich selber befinde mich ja in "Gesprächskontakten" die wohl auch ein gewisses "Etwas" haben. Da aber muss ich feststellen, dass mit zunehmendem Kennenlernen mehr Offenheit zu Tage tritt und Ängste weichen. Stelle aber auch fest, dass auch wenn ich mehr Achtung vor diesem Menschen bekomme auch noch andere Dinge ans Tageslicht kommen, sich mir Fragen aufwerfen.

    Durch diese Fragen kann ich zumindest mit Sicherheit sagen, dass der richtige Zeitpunkt nicht da ist, vielleicht niemals da ist für ein "wir". Wie gesagt, menschlich gibt es immer mehr Dinge, die mir diesen Menschen zu einem Freund machen, eventuell aber wird es nie mehr sein, trotz Kribbeln weil es einfach Dinge gibt, die mich zaudern lassen.

    Früher hätte ich diese Dinge ignoriert, weil ja das Kribbeln da ist. Früher hätte ich mir auch nicht die Zeit gelassen, geschweige denn Geduld aufgebracht, ich hätte mein "Problem" lösen wollen, egal wie auch immer. Ich hätte alle diese Facetten (gut wie schlecht) nicht kennengelernt sondern mich in das Gefühl der Verliebtheit gestürzt.

    Ich weiß nicht Karotte, ob die Männer das Problem sind oder wir. Können wir nicht sagen, so lange Beziehungen sich so abspielen hat der Diamant zur Fassung nicht gepasst? Muss der Diamant - wir - vielleicht noch ein bischen vom Leben geschliffen werden?

    Falsch oder richtig gibt es glaube ich nicht - es gibt unser Gefühl, dem folgt unser Verhalten und entweder es ergänzt sich oder aber es führt zum Kontaktabbruch. Es hat dann einfach - zum jetzigen Zeitpunkt, warum auch immer - nicht gepasst.

    Sehnsucht, liebe Karotte, nach was? Liegt nicht vielleicht hier des Pudels Kern?

    Sehnsucht war für mich früher verbunden mit einer Person, auf die ich fixiert war.

    Nunmehr entdecke ich, dass wenn ich ein Gefühl verspüre beginne mich zu fragen, was dieser Mensch in mir bewegt bzw. was mich an ihm fasziniert oder zu ihm führt. Früher wären es die Schmetterlinge im Bauch gewesen. Heute ist das anders. Da kann die Antwort auch der Intellekt sein - wenn das aber die einzige Antwort ist, dann ist dieser Mensch als Freund vielleicht wertvoller als als Partner. Nun, vielleicht sind es auch die Hormone, nun, dann aber sollte ich prüfen, ob mir das "alleine" genügen würde - wohl kaum. Sind es Hormone und Intelligenz, dann muss ich mich immer noch fragen, ob der Ausdruck dessen zu mir und meinem empfindlichen Wesen passen könnte.

    Oft sind das Fragen, die ich mir nicht bis zu Ende beantworten kann. Dann lasse ich die Situation so stehen wie sie ist. Einfach abwartend, eben so wie es bei Kathrin gerade so ist. Einfach Pausknopf und der Sache ihre Zeit geben, die sie benötigt.

    Ja, Kathrin kann noch nicht sehen, wofür die Zeit da ist - ich habe jedoch selber die Erfahrung machen dürfen, dass diesen Pausen die nächste Annäherung folgen kann, diese wiederum zu Intensivierung (vielleicht auch wieder Pause) und immer wieder kann man/frau sich wieder neu finden, darf tiefer zueinander finden - oder aber feststellen, es ist nicht tief genug. Alles aber ist besser als Hals über Kopf in eine personenbedingte Abhängigkeit zu rutschen.

    Ich wünsche Euch viel Kraft,
    lieben Gruß von Daggi

    Hallo Ihr Lieben,
    als Co, die die Wirkung des Alkohols wohl nicht richtig kennt habe ich vielleicht ein paar dumme Fragen an Euch. Wir wissen wohl alle, das Alkohol enthemmend wirkt, diese Wirkung kenne nun sogar ich, die noch nie einen Rausch hatte.

    Auffällig war für mich, dass der Ex-Partner zum ersten Date mal gleich eine Flasche Sekt (wobei er kein Sekttrinker war) mitbrachte. Gestern war ich auf einer größeren Feier, wo ein Mensch, den ich gerne mag versuchte mir ein alkoholisches Getränk ums andere unterzujubeln (sogar recht geschickt von ihm angestellt ;) sogar noch das Thema klar ansprechend mir einen Rausch vermitteln zu wollen.

    Das brachte mich zum nachdenken und schwupps sind mir ganz viele Situationen aufgefallen, wo Drinks ausgegeben werden wollten, aber nur wenn es Alk ist oder das ständige Glas nachfüllen auch wenn klar gesagt wurde nein.

    Nun gut, ich bin selber groß und sehr wohl in der Lage etwas stehen zu lassen, so weit reicht meine gute Erziehung nicht, nur um das vor mir stehende zu kippen ;) aber .... was geht in demjenigen vor, der den Alk als Hilfsmittel nimmt? Erwartet man/frau/mensch sich das der andere lockerer wird? Ist das ein Versuch den anderen zu manipulieren oder schwächer zu machen? Traut man/frau/mensch sich selber nicht auf nüchterne Kommunikationsbasis und nutzt die Fläche von gesellschaftlichen Festen um sich selber Mut zu machen und den anderen zu lockern um Kontakte aufzubauen.

    Auffällig ist auch, wie junge Azubis sich Mut anzutrinken scheinen um als vollwertig zu wirken, sich auch gerne "überreden" lassen und sich dann hinterher anhören dürfen, was sie tolles getan haben.

    Das ist jetzt in erster Linie ein Frage an die Menschen hier im Forum und nicht unbedingt (nur) an die Alkoholiker. Denn ich denke, befürchte, das ist ein ganz menschliches Thema: Kommunikation, Angst, Angenommen sein oder Körbe auszugeben und einzustecken.

    Ist es denn nicht so, dass solches Auflockern alles noch schwerer macht indem man/frau/mensch sich später fragen muss, war das jetzt eigentlich gewollt oder ist einfach dies oder das (was man/frau/mensch hoffentlich noch weiß) passiert? Wie tritt man sich denn danach wieder gegenüber? Überspielt es oder wie geht man damit um bzw. was bewegt jemanden zu solchen Gedanken.

    Es muss ja nichts böses dahinter stecken, noch nicht einmal tiefere Absichten, aber einfach jemanden "lockerer" zu machen an sich ist doch schon komisch. Denn es geht doch auch ganz normal ohne alk als Stimulanz.

    Könnt Ihr mir da von meiner (Verständnis-)Leitung runter helfen?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Karotte,
    unser Netzwerk können wir selber spinnen :)

    Ach halte Dich doch nicht zurück, liebe Karotte - mache das, was Du fühlst! Ich selber habe nur für mich gefühlt dass ich auf Grund dieser Berührungen ein leichtes Opfer wurde (somit will ich auch keine Opfer erspäen). Mir gab das ein Gefühl der Wärme, angenommen sein und mit dem entsprechenden Balzverhalten war ich der Meinung dass ist der "Mensch meines Lebens".

    Heute will ich den Menschen kennenlernen, spüren, dass in gesprochenen Worten Vertrauen aufgebaut wird, im Verhalten ich Zutrauen finden kann um dann auch körperlich auszudrücken: ich schätze Dich. Ich finde diese Anerkennung gut und wichtig und es ist schön, menschliche Wärme zu spüren. Ich für mich muss nur (auf Grund meiner leichten Anfälligkeit) damit lernen anders umzugehen. Einfach nur bewußter.

    Übrigens fiel mir folgendes auf: Manch ein Mensch, der Kontaktprobleme hat, der berühert andere nur dann, wenn sie quasi nicht in der Lage sind sich zu wehren. Beispiel: jemand mit schwerem Topf in Händen wird in die Backe gekniffen ect. pp. Jemand der die Arme voll hat wird liebevoll umarmt und so weiter. Klassisch ist das natürlich so, dass einer etwas ausführt und der andere sich nicht wehren kann durch ausweichen. Ist ja alles nichts schlimmes! Aber einfach für mich wichtig dass ich diese Bindungen in mein Leben anders einbaue.

    Es ist normal, es ist gut, aber es darf bei anfälligen Menschen wie bei mir nicht oberflächlich sein oder Mittel zum Zweck. Ich springe auf den Knopf Nähe an, also muss ich selber die Nähe einfach so abgeben, dass es vertrauenswürdige Menschen sind und standhafte, also nicht wieder so was wie der Ex, der nur im Alk anbandeln konnte, da fällt ja vielen das in den Arm nehmen besonders leicht: Bierlaune und Weinverliebtheit, das liebliche Tröpfchen in der Kehle und das Menschle im Ärmle.

    Gute Dinge - jedes Ding hat nämlich gute Seiten - aber auch so angewandt, dass sie nur gut sind und nicht für Fehlverhalten bei mir sorgen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Könnte es sein, meine LIeben, dass es einfach so ist, dass Vertrauen und sich öffnen bei manchen Menschen lange dauert (bei anderen gar unmöglich ist).

    Ich stelle fest, dass in Kontakten mit einem Menschen, der sehr wenig Vertrauen zu anderen hat von Monat zu Monat die Offenheit größer wird. Wäre es "einfach" denkbar, dass die Beziehung früher kam als das Vertrauen Eures Gegenübers?

    Wäre es - rein hypotetisch - denkbar, dass wenn Ihr Euch als Freund noch besser hättet kennenlernen können und auch diverse Meinungsverschiedenheiten, Rückzüge ect. von Euch als Freunde hätten bewältigt werden können, Beziehungen dann leichter zu führen gewesen wären.

    Ich weiss es selber nicht, da ich immer in ähnlichen Situationen war wie Ihr. Da mir das Leben derzeit aber gerade genau eine Runde präsentiert bemerke ich da (im Gegensatz zu früheren) Beziehungen das eine langsame Öffnung dem steigenden Vertrauen folgt während innerhalb der Beziehung ich von Offenheit ausging, diese aber nicht der Fall war, weil niemals vor der Beziehung gelebt.

    Würde mich mal interessieren...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Bleegle,
    kann es sein, dass Du ruhiger und gelassener wirkst weil Hoffnung wieder in Herz und Gehirn eingezogen ist?

    Versuch doch einfach Dich in den Mittelpunkt zu setzen - vielleicht auch den Papierkram zu erledigen und Dich nicht durch die Hoffnung in eine Hochgefühl versetzen zu lassen....

    Ich kann mich täuschen, aber so oft habe ich hier de Hoffnungsschimmer aufkeimen sehen und lesen müssen, wie die Hoffnung verhindert hat dass ein Mensch zu sich selber findet. Denn das wäre für Dich so wichtig wenn Du erfolgreich Deinen Partner begleiten willst.

    Er wird sich vermutlich verändern, somit ist auch für Dich Veränderung angesagt: wie bei einem Mobile, welches durch den Wind erst mal in Bewegung gebracht wird. Nur der Alkoholiker und seine Therapie dürften für ein Paar alleine nicht genügen um eine liebevolle, verantwortungs- und vertrauensvolle Beziehung zu führen.... schätze ich....

    Sieht nicht jeder Spiegeltrinker mit seinem angepassten Spiegel "normal" aus?

    Lieben Gruß von Dagmar