Beiträge von dagmar007

    Das liebe Karottchen,
    und das leidige Männerthema ;)

    ich hatte schon fast befürchtet, dass ein schnuckeliger "er" unser Karottchen zum "erröten" brachte ;)

    Ja, liebe Karotte, es ist verflixt schwer alte Muster zu verlassen bzw. die Anziehungskräfte anders wirken zu lassen. Ich selber traue mich noch in keine Beziehung rein, dafür muss ich noch zuviel aufarbeiten, aber ....

    Ich stelle fest, wie mich Missverständnisse oder Kommunikationsprobleme belasten. Allerdings muss ich dabei auch feststellen, dass ich sie heute versuche mit mir selber auszutragen und auszuhalten, was mir früher nicht gelang.

    Heute versuche ich das zu tun und zu sagen, was mir wichtig ist und mir ist egal - oder ich lerne dass es mir egal zu sein hat - was andere sagen und denken.

    Last not least - sorge ich dafür, dass ich mich in und mit mir wohl fühle mit meinem Parfüm, meinem Schmuck und meiner Kleidung, anders Haarstyling ect. pp.

    Dadurch nämlich gewinne ich für mich an Selbstsicherheit was mir das verdauen leichter macht von den Dingen, die ich mir anders erwünscht hätte. Ich nehme die Traurigkeit des einen Lebensbereiches nicht mehr in die anderen mit, das bringt mir in der Folge gute und positve Erlebnisse der anderen Bereiche - stärkt somit auch mein Selbstbewußtsein. In der Rückkehr bedeutet es, dass das gestärkte Ego leichter fertig wird mit Beziehungsspielen, die ich nicht durchschaue.

    Weißt Du, liebe Karotte, ich ziehe (und das wird wohl auch immer so bleiben) schwierige Männer an. O.k. somit ist das so! Wenn gleich auch derzeit wohl keine Alkoholiker. Somit muss ich für mich meine Randbedingungen klar stellen und mich fragen was ist o.k. und wann nicht mehr. Das gelingt mir, diese Fragen für mich zu beantworten. Ab dem Moment wo es in der Kommunikation hängt muss ich feststellen vermutlich endet hier irgendwann der Kontaktweg. Wer nicht kommunizieren kann, der muss letztendlich für eine Person wie mich schädlich sein.

    Kann mann/frau aber kommunizieren, so lassen sich meiner Meinung nach fast alle Probleme durch Rücksicht und Respekt lösen. Aber der Wille muss da sein - egal wie die beiden Menschen gestrickt sind.

    Da sehe ich meine Unterschiede zu früher: wenn ein Kontakt nicht so lief, wie ich es gerne hätte, so zweifelte ich an mir. Heute stelle ich fest wir können es zum jetzigen Zeitpunkt nicht miteinander, aber es gibt auch noch ein lebenswertes, schönes Leben daneben mit vielen liebenswerten Dingen und Menschen.

    Es gelingt (derzeit, toi toi toi) keinem Menschen mehr dass ich meine Tagesverfassung durch sein Verhalten bestimmen lasse. Das ist für mich schon viel auf meinem Lernweg und vermutlich genau der Anfang dessen, der einmal - vielleicht - zu einer guten Beziehung führen kann.

    Halt Dich wacker, liebe Karotte, Männer werden uns immer begegnen, es wird auch immer welche dabei geben, die unserer Seele näher kommen - aber sie dürfen nie näher dran sein als wir selber ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Der Lernweg geht weiter - und ich habe für mich ein ganz gutes Gefühl gewonnen nicht mehr in die Helferecke abzudriften, aber dennoch fest zu stellen, wenn es jemandem mir nahestehenden schlecht geht.

    Lange habe ich überlegt, soll ich nachfragen oder es einfach übersehen - ist ja jeder seines eigenen Glückes Schmid und für sich selber verantwortlich. Gleichzeitig aber war es mir für mich wichtig jemandem zu sagen, "du siehst aus, als wärst Du gerade gestresst oder einfach gequält". Wenn es mir auffällt und mich beschäftigt, dann meine ich sehr wohl für mich nach fragen zu dürfen. Wie die Reaktion ist, ist dann nicht meine Sache. Es ist mir auch egal, ob eine kommt. Ich möchte nur feststellen "Das Gegenüber, DU, bist mir wichtig, mir fällt eine Veränderung auf, pass auf Dich auf."

    Es war ein gehöriges Springen über den eigenen Schatten. Habe ich mir doch früher überlegt, was könnte diese Frage beim anderen für Gedanken wachrufen? Fühlt der Mensch sich genervt, von Neugier verfolgt oder was auch immer.

    Heute ist mir egal was der andere denkt - aber wichtig das zu tun, wonach ich mich fühle. Und wenn es eben diese Aussage ist, dann treffe ich sie.

    Ich konnte für mich die Stärke erarbeiten mir keine Gedanken mehr machen zu müssen wie meine Frage ankommt. Selbst dann, wenn ich im Irrtum bin und mich getäuscht habe - also eine Falschaussage getroffen habe - dann kann ich damit leben und renne nicht mehr vor "Peinlichkeit" davon, was ich früher getan hätte.

    Mir hat heute der Anruf eines Kunden so richtig viel Power gegeben und einfach ein gutes Gefühl - aber auch den Mut zu sagen, Mensch, da hast Du jetzt soviel Aufmerksamkeit und gute Gefühle vermittelt bekommen, gebe einfach ein paar davon weiter. In solchen Momenten fällt mir dann immer merklich auf, wie ein positiver Umgang unter wenigen Menschen ein breites Feld erreichen kann. Nicht muss, aber kann....

    Zu mir wurde mal gesagt "dass ich krank war, hast Du nur an meiner Krankmeldung gesehen". Derjenige sah mich an wie ein Huhn wenn es donnert als ich ihm erklärte dass ich auf das Auto achte und wenn es fehlt und kein Urlaub da ist Krankheit angesagt ist. Desweiteren solle er sich doch freuen, dass er anderen Menschen nicht egal wäre.... da erfüllte dann Stille die Gesprächsrunde ... war wohl ein Treffer. Wer möchte schon einfach nur da sein, nicht beachtet und nicht geschätzt?

    Ich merke zunehmend meine Sicherheit, die mich sehr unabhängig macht von den Reaktionen des Umfeldes. Alles natürlich im gewissen Rahmen, keine Frage. Das vom Elternhaus eingeimpfte "was könnten die anderen sagen, was denken die über dich" verliert ziemlich an Bedeutung für mich. Es gewinnt der eigene Wunsch und das eigene Gefühl das zu tun, was ich in mir spüre.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe LaChela,
    ich kenne das Gefühl (wenn auch vom Partner) sich mit ihm zu blamieren weil er am Weihnachtsmarkt taumelnd dafür sorgt, dass Glühwein und Senf sich nach einem Zusammentreffen mit ihm an Kleidung befindet und nicht mehr auf Teller und Glas.

    Lallend als King Käse in Diskussionen die Oberhand haben zu wollen und von den Umstehenden den angeekelten Blick zu sehen. Ich schämte mich in Grund und Boden - ich zog mich immer mehr zurück. Dabei vergaß ich, nicht ich habe mich komisch benommen sondern er! Nicht ich wurde vom Umfeld abgelehnt, sondern er! Nur ... ich zog mich weiter zurück bis.... ja bis ..... ich entschied es schadet mir mit ihm aufzutreten.

    Es gab keine gemeinsamen Feste mehr - es gab keine Situationen mehr, die mich schwächer machten. Ich wollte es nicht mehr. Ich wollte mir den Verfall nicht mehr ansehen.

    Ich musste mich umerziehen keine Verantwortung mehr zu übernehmen - sondern nunmehr nur noch für mein Leben zu sorgen. Ist natürlich leichter eine Partnerschaft zu beenden als den Eltern "lebe wohl" zu sagen. Aber abgrenzen scheint mir ein ganz wichtiger Schritt für Dich zusein. Dich auf Dich zu besinnen und Dir zu erlauben ein Leben zu führen, welches nicht durch ihn beeinflusst wird. Es ist DEIN Leben - Deine ZUKUNFT und Deine Chancen. Er sollte nicht die Macht haben, in Dein Leben einzugreifen dadurch dass Du es Dir selber schwer machst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber nescimus,
    schön, dass Du Dich traust wieder "reinzusehen" um einfach zu sagen, "ich lag wohl falsch". Ich denke, die Stärke liegt darin seine eigene "Schwäche" oder Irrtümer zu sehen bzw. sehen zu müssen.

    Das Gefühl alles falsch gemacht zu haben ist bei mir geschwunden. Mein persönliches Gefühl "schuld" zu sein bzw. etwas nicht "erreicht" zu haben, hat nach ein paar Monaten nachgelassen.

    Nachdem Wut, Enttäuschung und Hoffnung sich ausgetobt hatten kam bei mir die Zeit der bewußten Erleichterung. Wahrnehmen, das Leben mehr ist als ein Deckmäntelchen über jemanden anderen zu halten. Spüren, dass es sehr viel lebenswertes gibt.

    Heute, nach nunmehr einem Jahr Trennung, bin ich auf mich und mein Umfeld konzentriert, da ist kein Platz mehr für Schuldgedanken oder ähnliches - im Gegenteil, ich erlaube mir und anderen ihren Weg zu gehen, auch wenn er falsch sein könnte. Jeder von uns trifft seine Entscheidungen und die haben die "anderen" zu akzeptieren. Da gibt es keine Schuld oder Verantwortung gegenüber anderen. Jedermanns/frau Entscheidung hat die Konsequenzen in erster Linie für den Betreffenden selbst.

    Ich wünsche Dir eine gute Verarbeitung der Geschichte, den Weg gehst Du doch klasse, Deine Mädels haben nun eine Chance auf Normalität.

    Auch meine Kasse war leer, meine Nerven am Ende, Batterie verbraucht .... war ... den nunmehr geht es mir zwar finanziell schlecht aber in allen anderen Punkten Klassen besser als je zuvor in meinem Leben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Danke, für Deine lieben Worte, liebe StrayCat :)

    Ich fand das auch irre mit dem Ohrstecker weil es so eine richtige Symbolik hatte, somit gab es bei mir noch etwas "aufzulösen". Wäre es nämlich nicht so gewesen, dann wäre ich gar nicht auf den Gedanken gekommen wer/was mich da knebelt und piekst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach "mein" liebes warmherziges Kaltblut,

    ich durfte schon so viel lernen, worüber ich mich gefreut habe.

    Nunmehr kommt halt wieder ein Schritt, der ist derzeit ein "muss" und wird später dann in ein "darf" umgeändert ;)

    Weißt Du, liebes Kaltblut, alles bereits umgesetzte ist schön - auch wenn es damals schwer war - ebenso schwer wie die Lauflernschritte die ich jetzt nun gehe....

    Aber ich darf begreifen was mich selber hindert(e) und darf Wege bestreiten das zu ändern - ein ganz wichtiger darin ist die Konsequenz : für mich und andere.

    lieben Gruß von Daggi

    Aber Backmäuschen :)
    Nie würde ich mich unter Wert "verkaufen" zumindest nicht mehr seit ich hier bin :)

    Das was ich wegwarf sind Pfennigartikel - die echten, wertvolleren, aber leider größeren habe ich von meiner Mumm. Sie glitzern mich schon seit Wochen an und sagen "trag uns, die Kette dazu hast Du ja auch um den Hals". Allerdings sind die halt viel größer und ich liebe es eher schlichter....

    Da aber ungefesselter werde ich dann mit meinen derzeit oben nackten Ohren (ich habe pro Ohr zwei Löcher) nach Abheilung die größere Variante wählen. Vielleicht ist es nun Zeit die unauffällige Variante auszutauschen ;)

    Jetzt aber ganz im Ernst, es war für mich nicht auffällig und mir war es egal, dass sie von ihm waren. Dennoch war mir das schon bei jedem Blick auf die Dinger bewusst. Sie hatten mir ja gefallen, sonst hätte ich mich nicht durch sie fesseln lassen. Mittlerweile bin ich mir aber keinesfalls ganz sicher, ob dadurch nicht eine subtile Wirkung erfolgt ist. Deshalb auch die lachhafte Nummer mit dem "wegwerfen".

    Es war für mich einfach wichtig a) was einmal passiert ist kann mit jedem produktionsgleichen Teil wieder geschehen b) war das schon der Horror zu überlegen wie ich das vermaledeite Ding losbekomme.

    Allerdings schneller als die Beziehung :)

    Mittwochnacht, ein automatisches Spüren an meinen Ohrläppchen sagt mir "Stein verloren" also raus mit den Dingern, und andere rein, das sieht ja verboten aus.

    Schön wäre es, wenn es auch so leicht getan wäre wie gedacht :( Nachts um drei Uhr musste ich nämlich feststellen, dass die Ohrstecker im wortwörtlichsten Sinne im Ohrläppchen steckten und es nicht möglich war Verschluss von Stecker zu trennen. Alle Hilfswerkzeuge vergebens, das Ohr mittlerweile dick versuchte ich noch ein paar Stunden zu schlafen. Mit der Überlegung was mache ich wohl damit der Stecker aus dem Ohr kommt.

    a) der Besuch nachmittags bei der Freundin
    b) falls sie nicht weiterkommt ein Kollege
    c) Juwelier hat zwar Kenntnisse was Verschlüsse betrifft, da das Ding aber verklemmt war, wohl auch die falsche Adresse
    d) Metalwerker kann zwar den Sticker kappen, hat aber für Werkezeuge nicht genügend Platz am Ohrläppchen.
    e) Onkel Doktor würde bestimmt dem Ohrläppchen helfen wollen, welches aber soweit noch gesund - wenn auch geschwollen - war. Hat aber ganz sicher kein Handwerkszeug wie Zangen in der Nähe, die Arzthelferinnen sind dort nett, also auch keine "Beisszange" zur Verfügung.
    f) was ich in Stuttgart getan hätte (Berufsfeuerwehr mit guten Werkzeugen und guten Sanis und Notärzten) ist hier auf dem Land ein Witz, da sind die Feuerwehren zumeist noch über Trecker mit Wassertank tätig.....
    g) vermutlich also Überweisung vom Hausarzt ins Krankenhaus - die haben wohl die Knochenwerkzeuge um den Stecker zu trennen und haben auch keine Angst wegen dem Ohrläppchen, weil sie das schnell verarzten würden....

    Ein genialer Tag am Arbeitsplatz, eingeklemmt von einem Ohrstecker.... Boahh. Die Freundin war auch erst recht hilflos. Aber der Göttergatte hatte geniales Werkzeug vom Feinsten, somit so dünne Kabelschneider (in doppelter, synchroner Ausführung) denen auch die rund 5 mm Platz am Ohrläppchen genügten um mit zwei identischen WErkzeugen gegengleich zu arbeiten.

    Schwupps..... Ohrstecker in zwei Teilen auf dem Boden verteilt :)

    Eine krabbelnde Daggi suchte den Stecker, nahm den anderen raus (als Anschauungsmodell für den Helfer, damit er/sie sieht wie das Ding aufgebaut ist) und auf dem Weg zum Mülleimer mit diesem letzten Geschenk des Ex, noch während der Schlussphase als bereits Ende war und dieses Geschenk zu den Umgarnungsversuchen gehörte.....

    "10 Jahre eine Klammerbeziehung - seit einem Jahr ohne Beziehung - und da klammert immer noch was? Steckt fest in mir, das kann ja wohl kaum sein"

    EBEN habe ich alle Ohrstecker, die zu diesem Set gehörten dem Müll anvertraut - daran soll sich niemand mehr zwicken oder quälen lassen. Hoheitlich habe ich mich von den Teilen getrennt um nunmehr nie wieder von etwas oder jemandem bewusst eingeklemmt zu werden ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ayki,
    ich für mich musste erkennen, dass Wut ein ganz böser Energieräuber ist. Boah, was habe ich mich selber entkräftet durch meine Wutgefühle, mich reingesteigert um dann nicht nur wütend sondern auch noch kraftlos zu sein.

    Als erstes habe ich begonnen Wut mit Kreativität zu paaren: das Unkraut rausgerissen, Holz gespalten oder oder oder

    Irgendwann war das so automatisch, dass ich ohne nachzudenken mich "abreagierte". Wut, habe ich schon seit Monaten nicht mehr verspürt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Komisch, nicht wahr, liebe Gotti,
    viele kleine Freuden und ein ganz gesunder - optimistischer - Umgang mit dem Alter. Ich hätte das vor meiner Horrorzeit und dem verflixten Lernweg zu mir nicht gehabt.

    Auch nicht das Amüsemont über die täglichen samstäglichen Rasenmähungen vor dem Haus - es ist gerade wieder soweit - auch wenn es eigentlich keinen Rasen mehr gibt, bei 7tägiger Rasur ;)

    Ich hoffe mal, Dein Kopf brummt nun weniger bei den geringeren Temperaturen und Du bist wieder zur Ruhe gekommen. Ich denke nämlich oft, uns raucht einfach der Kopf weil wir zu sehr mit irgendeiner Sache beschäftigt sind, auf die es eben heute und jetzt keine Lösung gibt. Ratter, ratter, ratter, wie eine Kindereisenbahn: im Kreis, im Kreis, im Kreis, bis sie dann warm gelaufen ist und eine Sicherung durchbrennt.

    Wir sind gleichalt, stelle ich gerade fest, liebe Gotti. Und ich kann derzeit feststellen, manch ein 20 Jahre jüngerer wirkt viel viel älter und lebloser als wir. Weißt Du Gotti, ich könnte derzeit so lachen, wenn einer unserer Junggesellen meine Nähe sucht. Vor kurzem stellte er eine ganz unsinnig Frage, die ich ihm auch so beantwortete. Was sagt der Youngster zu mir: "das war einfach ein rhetorischer Versuch, vergess es ganz schnell wieder". Genial, wir sagten früher Small Talk....

    So lange solche Dinge passieren Gotti, ist Alter so was von egal! Der Körper, o.k. der wird etwas älter und ist nicht mehr so belastbar. Aber wir haben ihn in den Jahren mittlerweile kennengelernt und können vielleicht so gut mit den Kräften umgehen, dass wir 100% Energie haben während andere sinnlos ihre Kräfte verpuffen und gerade mal auf 50% kommen, siehe den Retorikversuch ;)

    Lieben Gruß von Daggi

    Hallo, liebe Gotti,
    froh war ich sehr wohl darüber diese unterschwelligen Fragen in Form von "bin ich schuld" zu erkennen.

    Schwieriger wird es dann in der Frage war es mir wichtiger mein "wollen" in Bezug auf Örtlichkeiten ect. aufgrund des wichtigen Arbeitsplatzes "durchzusetzen" oder war es mir wichtiger einen unbeschwerten Kontakt zu erhalten.

    Und nun kam zwangsläufig die Entscheidung in dem Wissen der Co-Abhängigkeit gegen den menschlichen Kontakt.

    Beide Entscheidungen aber sind für mich wichtig und schade, dass (zumindest jetzt) das ja zur einen Grenzsetzung bedeutet dass die Unsicherheit des Gegenübers eine Einschränkung des Kontaktes bedeutet.

    Wobei, wie gesagt, das alles nicht an diesem Punkt stehen bleiben muss und sich eventuell so weiterentwickeln kann wie alle die Monate zuvor, wo es ja einen straighten Kurs gab, der auch immer mal wieder Stillstände hatte.

    Ich empfand das als klassische Situation, wie eine co-abhängige Beziehung entstehen kann, auch ohne das Alk oder substanzbezogene Suchtmittel im Spiel sind. Umstehenden fielen diese "Feixtänze" von Gespräche suchen bereits auf - in Verbindung mit Themen über den Arbeitsplatz kann oder könnten so nämlich ruckzuck wir beide gegenseitig an unserem beruflichen Ästchen sägen.

    Dennoch, ich merke, dass ich in meiner zunehmenden Selbstsicherheit etwas in die Wege bringen kann, dass dann an der von mir nicht überlegten "Unsicherheit" des anderen scheitern kann. Und wieder wären wir beim Thema "ungleiche Beziehung".

    Und - was ich dabei auch sehr erschreckend fand - wäre ich inkonsequent und von dem Kurs abgewichen, so hätte ich mein Gegenüber der Möglichkeit des selber wachsens genommen. Ob er das tut, nun, das kann ich derzeit nicht beurteilen - die Kräfte hätte er, er konnte in der Vergangenheit über ganz andere Schatten springen.

    Mit einem falschen, vermeintlichen rücksichtsvollen Verhalten für den anderen, berauben wir ihn seiner eventuellen Möglichkeiten selber zu wachsen. Aus Egoismus selber nicht etwas verlieren zu müssen, was uns wertvoll ist (in meinem Fall gemeinsame Zeit).

    Trotz allem Gotti, so richtig toll finde ich mich nicht in der Situation.

    Gleichzeitig aber wurde ich wohl ein vielfaches stärker weil es mir sehr wohl gelingt meine einzelnen Lebensbereich zu trennen. Während früher eine Traurigkeit über allem gelegen hätte, so kann ich nun feststellen dass viele Teilbereiche erfolgreiche sind und eben derzeit eine positve Veränderung nicht stattfindet. Dieses "eine" negative überlappt aber nicht die anderen Bereiche und macht deren Positves grauer. Das nämlich wäre früher der Fall gewesen. Ein Punkt, der nicht zu meiner Zufriedenheit läuft, an dem hätte ich rumgezervt bis zum geht nicht mehr um vermutlich am Ende inkonsequent zu werden.

    Lieben Gruß von Daggi,
    die vermutlich ihr Leben lang lernen und beleuchten muss....

    Gute Gedanken Frozen Tears,
    Zeit um neues zu erlernen, was vorher im Gehirnkastl arbeiten kann - so nämlich läuft es bei mir als Co.

    Co, Alki oder andere schädigende Verhaltensweisen kommen nicht von heute auf morgen - sie schleichen sich ein und gehören dann zum Alltag - werden Muster, Gewohnheit und Regelmässigkeit.

    Dieses zu verändern beginnt im Kopf und geht weiter über das Bauchgefühl oder den Herzschmerz wenn man/frau wieder wie "üblich und gelernt" handeln möchte und merkt "stopp eigentlich ist das nicht mehr das was Du willst" dann nämlich kommt Arbeit für die Seele.

    Als Co habe ich schon so viel für mich auf die Reihe bringen können, aber es gibt immer wieder die Momente, wo "alte" Gefühle auftauchen und das "alte" Verhalten sich einschleichen will. Das sind dann die Momente wo ich denke "Herrgott, hört das den niemals auf? Wie lange muss ich noch mit mir ins Gebet gehen, bevor die gesunden Automatismen fussen.

    Der Alkohol und andere Suchtmittel stehen im Regal der Läden, Menschen im Umfeld von Co-Abhängigen begegnen einem ständig. Die neueren gesunderen Muster sind ja neu, die folgenden Gefühle unbekannt wie auch die Situation, die sich daraus ergibt oder ergeben kann. Das aber bedeutet Geduld mit sich selbst, vielleicht auch anderen - Geduld aber könnte etwas sein, dass uns allen etwas abhanden kommt.

    Was auch für mich ganz, ganz wesentlich war und ist. In der Vergangenheit haben mich missliche Situationen traurig gemacht und den kompletten Tag mit Grau durchzogen. Es gelingt mir heute zu sagen "gut, der Teilbereich macht mich nicht glücklich" aber es gibt auch dieses und jenes und das hier, was gut geklappt hat. Somit steht einem Trauergefühl eine ganze Anzahl positiver entgegen. Ich kann also versuchen mich selber wieder ins Lot zu bringen. Dazu gehört für mich alle Lebensbereich zu betrachten und nicht nur den Schmerzpunkt, der mich gerade runter zieht.

    Und da sind wir wieder im von Frozen Tears angesprochenen Vertrauen zu uns selbst. Wunderbare Menschen und meine noch nicht ganz kaputte Persönlichkeit haben zu tollen Ergebnissen geführt. Ich wachse (wenn auch langsam und immer noch mit Schmerzen) aber es gibt Situationen, da kann ich meine eigenen Emotionen von Bedenken/dem was ich möchte und dem Sicherheitsgedanken nicht trennen. Alles ergibt ein ganzes und ein jeder positive Aspekt birgt auch negative in sich. In solchen Momenten bin ich handlungsunfähig und empfinde mich unter Zeitdruck. Was gut für die Seele ist kann schlecht für den Arbeitsplatz sein ect. pp... Beispielsweise Kontakte der hierarischen Art .... Aspekte von Aussen, die also ebenfalls noch mitbestimmen, was wir tun können, dürfen oder müssen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Tina,
    Chancen hast Du ganz ganz sicher!!! Vor allen Dingen finde ich es so super, dass Deine Kurze erkennen kann was ihr gut tut und was nicht. Überlege mal, wie lange wir das teilweise lernen müssen, bis wir uns wieder spüren.

    Glaub mir, liebe Tina, Deine Kids werden dadurch stark, natürlich ist es nicht leicht für sie, aber sie lernen zwangsläufig, dass es zuweilen nicht immer auf dem leichtesten Weg möglich ist ans Ziel zu kommen.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir
    Daggi

    Es ist schon faszinierend, wie Strickmuster sich durch ein selbst "gestricktes Leben" ziehen könn(t)en.

    An meinem Arbeitsplatz habe ich mich mit einem Kollegen sehr viel unterhalten, wir haben des öfteren Zufallstreffen provuziert um uns eben zu unterhalten.

    Recht schnell musste ich feststellen, dass a) alle Umstehenden die mal in eine solche Unterhaltung platzen von uns ausgeschlossen wurden weil man/frau/wir nicht mit jedem über diese Dinge redet und wir keine Mithörer haben wollten. b) fand ich, dass einige dieser Themen dort nicht besprochen werden sollten weil Wände zuweilen Ohren haben.

    Gut, allen meinen Mut zusammen genommen, ihm das gesagt und meine Telefonnummer gegeben, weil ich denke über die Dinge, über die wir uns unterhalten, sollten wir das privat tun. Fand er seinen Worten nach richtig, veränderte sein Verhalten im Umgang wurde viel tiefsinniger und persönlichkeitsbezogener, gleichzeitig aber unsicherer und irgendwie "unrund".

    Nun wie ist nun das gute, alte Strickmuster? ;)

    Da ich ja meine Meinung vertrete dass manche Themen an manchen Orten nichts zu tun haben könnte ja ich schuld sein an der Verhaltensveränderung .... Traurig darüber, dass gerade so ein Durcheinander in dem offenen Kontakt entstanden ist fragte ich mich doch fast ob ich "schuld" bin an der Misstimmung ... Überlegte gar, ob ich vielleicht nochmals deutlicher erklären solle, falls etwas in einen falschen Hals gerutscht war.

    Na, aber hallo, da muss ich doch wohl eine andere Stricknadel zu Hilfe nehmen, damit nicht die Maschen von der Nadel fallen, oder?
    Ich musste allen meinen Mut zusammen nehmen um zu sagen "nicht hier diese Inhalte"; keinesfalls bin ich dafür verantwortlich ob mein Gegenüber damit "umgehen" kann. Es ist allgemein bekannt, dass dieser Mensch eher verschlossen ist und absolut nicht mit Frauen umgehen kann. Nun gut, ich gehöre nun mal zur Kategorie "Frau". Ist halt so ;) Aber auch da schon fragte mich mein Co-Knöpflein, vielleicht hast Du ihn erschreckt, weil damit kann er eh nicht umgehen. Nein, wird er wohl kaum können - aber auch dafür bin ich nicht verantwortlich.... Der Kollege hat es selber geschafft mir sein "Strickmuster" zu erklären, wenn er also will und es ihm wichtig genug ist, dann wird er auch in der Lage sein, die passende Stricknadel einzusetzen.

    Bis ich aber auf diesen Trichter kam dauerte es seine Zeit und ganz viele Fragen im Sinne von "Habe ich etwas falsch gemacht" haben sich still und heimlich ins Hirnstübel geschlichen.

    Ich war heute ziemlich traurig über die Verworrenheit, die er heute an den Tag legte. Ich fragte dann irgendwas im Sinne von "Was ist denn heute mit Dir los" worauf irgendeine eigenartige Erklärung über Müdigkeit oder weiß der Schinder folgte ...

    Erst da fing es langsam an zu arbeiten welche Spiele Erwachsene spielen - nicht weil sie wollen, sondern weil sie es nicht anders kennen. Weil es schwer ist den geraden Weg zu gehen und über die eigenen Schatten zu springen. Das nämlich kann die eigene "Selbstsicherheit" zerstören, wenn nämlich zu wenig Wissen um die eigenen Wünsche vorhanden ist.

    Mein Wunsch war an diesem Ort diese Themen nicht abzusprechen - somit war ich mir über meine Grundbedürfnisse im Klaren, konnte sie in Worte fassen und muss nun annehmen, dass das Gegenüber dadurch etwas "durch den Wind ist", warum auch immer.

    Toll ist die Situation für mich nicht! Ich habe dadurch einige nette Gespräche abgeschnitten, die mir den Tag immer recht nett gestaltet haben. Es fehlt mir etwas - auch wenn dadurch meine Zufriedenheit nicht bestimmt wird.

    Auch heisst der Jetzt-Stand noch nicht endgültiger Stand - Veränderungen lieben die wenigsten von uns Menschen und wenn sie dann noch recht radikal von heute auf morgen eröffnet werden, so mag das schon eine Holzhammernarkose sein.

    Für mich natürlich auch eine Lektion in Sachen "Entwicklung". Eigene Entwicklung Grenzen definieren - aber auch einstecken müssen, dass das nicht unbedingt ankommt. Eine weitere Lektion dem anderen die Zeit zu lassen meine Worte oder Handlungsweisen erst mal zu verdauen. Und für mich selber die Tatsache, die Konsequenzen meiner Handlungen zu tragen.

    Alles in allem lehrreich - derzeit aber doch ein etwas schwereres "Packerl".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe Chanell,
    ich bin ganz doll dankbar, dass die Zeit der Co-Abhängigkeit mir dennoch ganz tiefe und ehrliche Freundschaften zu einigen Freundinnen (im Anschluss auch zu deren Männern) nicht genommen hat.

    Sich näher kennenlernen, zu spüren und zu erfahren, man/frau ist füreinander da wenn er/sie gebraucht wird. Eine Entwicklung, die ihre Zeit und ihre Bewährungsproben benötigt.

    Anders und schwieriger ist es bei mir in Sachen Kontakte zu Männern. Da gibt es jene, die mir nur Freunde sind, nie aber in Richtung Anziehungskraft gehen würden, da entwickelt es sich langsam und wird vielleicht irgendwann zu Freundschaft.

    Jene aber, bei denen sich aus Freundschaft / Bekanntschaft noch so etwas wie "Schau mir in die Augen Kleines" entsteht. Damit kann ich nicht umgehen ....

    Freundschaften müssen meiner Meinung nach gepflegt und geachtet werden. Sie werden langsam tiefer, ehrlicher, vertrauter und sind für mich ein ganz wichtiges Fundament im Leben. Diese Freundinnen sind jene, denen ich Ängste schildern kann, die mich neutralisieren und mir andere Denkanstöße geben.

    Seit der Trennung aus der Co-Beziehung fällt es mir viel leichter Kontakte zu schließen. Freundschaften benötigen ihre Zeit, dazu wäre es noch zu früh, zu sagen wieviel neues entstanden ist. Denn leider wurde die tiefste neue Freundschaft jäh durch den Tod getrennt, meine Freundin verunglückte tödlich....
    Das jedoch war ein ganz, ganz tiefer Schlag!!! Ich hatte sie kennen und schätzen gelernt nach der Alk-Beziehung, wir waren gerade dabei uns kennen zu lernen und sie starb. Für mich war es in dem Moment so, als würde alles Neue in meinem neuen Leben sterben. Ich hatte das Gefühl, alles neue, schöne war nur ein Trugschluss und das was so wertvoll für mich war wäre einfach nicht für mein Leben gestrickt.

    Die erste tiefe Trauer wurde mir aber ganz dolle durch meine Arbeitskollegen gemindert von denen so offene Wertschätzung meinerseits, Verständnis für meine Trauer und auch ein Helfen über die ersten Wochen zu finden war.

    Ich denke Menschen - die irgendwann tiefe Freunde werden - sind für mich das was mich lebendig hält, meine Entwicklung ermöglicht und die Kraft zum Leben gibt. Kraft deshalb, weil jeder von uns mal in ein Loch fallen kann - wenn jemand da ist, der sagt "Hey zieh Dich mal selber hoch" und quasi in den Hintern tritt, der ist mir ganz wichtig.

    Aber ... sie kommen, sie entwickeln sich und sie müssen nicht über das Knie gebrochen werden. Liebe Chanell, wenn Du versuchst offen durchs Leben zu gehen und einfach nur den Menschen zu sehen, der Dir gegenüber steht, dann werden auch auf lange Sicht wertvolle Freundschaften entstehen. Alles das braucht Zeit.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Nat,
    alles Themen und Ängste die ich kenne, zumal ich damals noch arbeitslos war und gerade mal 600 Euro im Monat hatte.

    Dennoch: ADAC angemeldet (da ist dann zumindest einer der kommen muss wenn ich im Chaos bin und drohe durchzudrehen ;) Hier im Ort gibt es einen KFZler, der günstiger arbeitet als andere. Durch ihn hat sich auch rausgestellt, dass mein Ex einiges am Auto falsch machte, was mich fast teurere kam als der KFZ'ler.

    Ich kenne alle die Ängste, ich habe sie auch - heute könnte ich kkkk.... - ein Ohrring lässt sich nicht mehr öffnen, da ist wohl bei dem Stecker etwas unrund und da muss man wohl mit WErkzeug ran. Genial - kann ich alleine wohl kaum - was meinst Du was das für eine Nacht war... Versuch um Versuch....

    Heute gehe ich zu meiner Freundin, vielleicht bewirkt sie mit zwei Händen mehr als ich - wenn nicht werde ich morgen einen Fahrer oder meinen Hausarzt um Hilfe rufen (für die Feuerwehr ist der Ohrstecker wohl zu klein ;) Natürlich gibt es Probleme, natürlich gibt es das psychische Gefühl alleine zu stehen - natürlich gibt es den Eindruck Berge, die man/frau nicht bewältigt.

    Aber ich für meinen Teil war vorher auch alleine.... Wenn etwas helfendes für mich getan wurde dann nach zig Bitten und das mit vorwurfsvollen Worten und Blicken.... dann leide ich jetzt eben mit dem Ohrstecker bis ich eine Lösung habe ;)

    lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Chris,
    ich denke, es ist legitim für seine Wünsche zu kämpfen.

    Im Fall der Wohnung jedoch wäre ich persönlich anders gestrickt: wer mich und meine zuverlässige Zahlungsweise oder mich als Person nicht möchte, den möchte ich auch nicht!

    Für mich persönlich wäre klar, dass es mehr Power kostet sich auf einen Streit einzulassen als neu zu starten - somit würde ich persönlich meine Power bündeln für etwas Neues. Es gibt Dinge, da bin ich eigen - wenn mich jemand weg katapultieren will - dann gehe ich gerne freiwillig. Wo ich nicht gerne gesehen bin, da muss man mich nicht sehen....

    Tierisches ärgern kostet auch Energie ;) Schade darum, oder? So unnütz verpulvert für einen Menschen oder Vorgang, der Dich nicht will.

    Was Du über einen Gerichtsstreit schreibst, könnte das nicht auch nach hinten losgehen? Nämlich in unzumutbare Härte für einen Vermieter ein "Risiko" im Hause zu haben??? Sollte in der Vergangenheit belastbares für den Vermieter eingetreten sein, so könnte nämlich auch der sich ein psychiatrisches Gutachten erstellen lassen und somit wäret Ihr keinen Schritt weiter.

    Würde sich für mich nicht lohnen - aber da sind Menschen anders und wie gesagt, ich finde es richtig für seine Wünsche zu kämpfen oder etwas zu tun.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, meine Liebe es wird leichter - und ja, es gibt Zeiten nach denen es leichter wird, diese sind aber bei jedem/r anders.

    Bei mir waren es rund 3 Monate nach dem Auszug: jeden Morgen dachte ich dass kann doch nur ein schlimmer Alptraum sein, es ist nicht möglich was da passiert ist und ich nun alleine lebe. Weder habe ich geschnallt dass ich es geschafft habe zu gehen, noch dass die Beziehung nicht zu retten war.

    Es wird immer leichter, leider merken wir das nicht weil wir oft noch voller Trauer sind - Wut hat bei mir auch nicht gerade dazu beigetragen dass es mir besser geht. Davon mal abgesehen hatte ich das Pech, den Expartner noch als gewaltätiges Rapunzel vor dem Haus zu haben. Somit ein paar Polizeieinsätze und Angst. Erst als diese Besuche aufhörten und immer mehr Ruhe einkehrte. Als ich mich vor ihm komplett sicher fühlen konnte, da begann mein eigenes Gefühlsleben.

    Zu lernen sich zu finden... verschiedene Menschen, verschiedene Wege. Ich habe mich auf mein Gefühl verlassen - wie fühle ich mich bei diesem oder jenen Gedanken. War das Gefühl schlecht habe ich es gelassen - war Herzrasen das Resultat, dann habe ich es gelassen. Was mag ich? Was liebe ich? Welche Klamotten hätte ich gerne? Was tut mir gut? Welche Menschen tun mir gut? Fragen an sich selber stellen beantworten - und entsprechend handeln. Sich mit gutem umgeben ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Nat,
    das kenne ich alles, wovon Du schreibst. Zuweilen fühlt man sich irgendwas nicht gewachsen. Mein Gott, früher machte er dies und machte das.... Seit ich alleine lebe habe ich es hinbekommen meine Toilette selber frei zu machen - verätzte Hände und Schmerzen, aber geschafft. Meine Reparaturen schaffe ich alleine nciht, aber ich schreibe es auf, Freunde sehen alle paar Monate mit WErkzeugen vorbei und reparieren. Der Vermieter hilft auch im Notfall. Es geht so viel ...

    Ich sage Dir ganz ehrlich: ich vermisse einen mit mir zusammen wohnenden Menschen nur dann wenn ich wieder einmal eine Kindersicherung nicht auf bekomme ;)

    Du schreibst "Er hat mir Abstand auf erlegt...Abstand in einer beziehung"

    Ich habe in den letzten Monaten lernen dürfen dass Abstand zuweilen mehr verbindet als trennt. Im Kennenlernen zu einem Menschen erlebe ich seit einigen Monaten dass wir beide - ohne Partnerschaft - einander kennenlernen und zuweilen etwas Zeit benötigen das erfahrene sacken zu lassen. Mit dem was wir nun neu von einander wissen können wir uns weiter annähern oder stehen bleiben. Wir entscheiden....

    Abstand, liebe Nat schützt uns selber wenn wir es benötigen. Abstand kann auch Annäherung bedeuten. Abstand kann auch bedeuten sich nicht verlieren zu wollen im anderen. Abstand kann bedeuten, dass langsam eine Distanz abgebaut wird. Abstand ist so viel ... aber ganz selten wirklich so negativ wie es im ersten Moment erscheint.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Chris,
    ich gehöre zur Teenager-Spätlese :) Bin 48 Jahre alt und in Deiner Region bis vor 10 Jahren zu Hause gewesen. Dann hat mich die Alk-Beziehung nach Hohenlohe verschlagen ... Ein Grauen ohne Ende kann ich Dir sagen: hier war ich nicht heimisch und in Esslingen nicht mehr ...

    Nirgends fühlte ich mich zugehörig und wusste nicht einmal wo oder wie ich starten soll. Das einzige was ich wusste "nicht ohne meine Tiere" ;)

    Das Heim ist furchtbar wichtig - auch für mich: es ist so quasi die Burg, in die ich flüchten kann - aber auch das Atelier, in dem ich gestalten kann. Ich kann Deine Gedanken mehr als gut nach voll ziehen. Aber ich persönlich habe wohl nur aus dem Chaos gewonnen.

    Zuvor 200 qm in einer Betonwüste - nun nur 80 qm, die aber im Grünen. Brunnen neben dem Haus, Bach vor dem Haus, Pflaumen, Äpfel, Trauben und was man sich noch alles denken kann. Alleine bewohnt somit niemand im näheren Abstand um mich herum. Die Tiere können toben, mit Freunden kann man/frau nachts bis in die Puppen quatschen, grillen oder oder oder.

    Schau, auch bei mir passte der Umzug so gar nicht rein. Fertig, mit den Nerven am Ende und eigentlich gar keine Power mehr. Ganz vieles lief ab wie gesteuert. Aber Tag für Tag wurde ich heimischer und nunmehr - nach einem Jahr - frage ich mich wer oder was ich vorher war bzw. wie ich mich in den 10 Jahren weg von Esslingen so entwickeln konnte. Ab dem Umzug ging es straight abwärts.

    Nunmehr aufwärts.

    Liebe Grüße in die "alte Heimat"
    in der ich immer noch ab und zu bin und auch meinem "Zahnarzt in all den Jahren treu blieb" ;)

    Dagmar