Ach Gotti 
Das Leben hat mich im Griff
Und ich bin froh darüber! Hätte ich es im Griff, so hätte ich mich vieler Dinge beraubt, die schön und einzigartig sind.
Das Leben aber (welches ich eben gelernt habe zuzulassen wie es kommt) sagt mir "Halt Mädchen, Du und Dein Leben Ihr seid eins - es gibt ganz viel zu gewinnen und überhaupt nichts zu verlieren!
Ja, die Tage waren anstrengend und unruhig. Klare Gefühle und klare innere Erkenntniss aber ein sich selbst zerstören wollender Mechanismus, der nicht leicht ist auszuschalten. Denn er meldet sich immer dann, wenn ich im hier und jetzt zufrieden bin um mir ein Warnfesnster zu schicken "aber ... wenn.... dann ...."
Da ich aber im hier und jetzt lebe - mich im hier und jetzt spüre - und meine Erlebnisse im hier und jetzt sind werden diese Warnfenster geschlossen, weil sie derzeit keine Berechtigung haben!
Ich denke Gotti, das jetzt sind mit die schwersten Phasen überhaupt - viel schwerer als eine Trennung, die sein musste um mein Leben zu schützen. Viel schwerer, als einen neuen Job zu beginnen, der einfach für das soziale Gefühl wichtig ist. Jetzt nämlich kommen die Dinge, die ich annehmen kann aber nicht muss. So die kleinen Luxusbeigaben des Lebens, die ausgelegt sind. Ich kann sie greifen und genießen oder aber liegen lassen weil ich nicht weiss ob sie mir bekommen.
Depressive Stimmung, nein Gotti, die wäre in der Situation nicht angesagt gewesen, da bestand keine Gefahr, denn es ist ja ein tiefes Gefühl des Angenommen seins all gegenwärtig. Es war ein Gefühl der inneren Unruhe - der Akzeptanz dessen was passiert und das annehmen dessen wie es passiert.
Das Annehmen der Tatsache, dass ich nichts kontrollieren kann. Die Akzeptanz, dass es Dinge gibt, gegenüber denen ich machtlos bin weil sie durch eine gegenseitige Wirkung mehrerer Menschen erfolgt. Denn genau diese Dinge gelten in schlechten und schlimmen Zeiten wie auch in Guten! Dem Leben seinen Lauf lassen und nicht einzugreifen, annehmen oder ablehnen aus dem eigenen Bewußtsein, nicht aber durch Trick 17 oder forcieren oder sich selbst belügen.
Ja, zu meinem Käsekuchen zurück (der die Sahne, weil zu wenig da, nur für die Cremefüllung bekommt). Er bekommt eine Aprikosenunterschicht, denn auch die liegen noch in der Küche 
Gebügelt habe ich auch mittlerweile, am Großsaugmanöver bin ich ebenfalls. Sprich mit der Erdung kommt auch wieder die Möglichkeit meine Arme und Beine in die Hand zu nehmen um etwas zu tun.
Lieben Gruß von Dagmar