Liebe Karo,
ich würde für Dich hoffen, dass Du besser und heiler aus Deiner Geschichte raus kommst als ich aus meiner ...
Ich selber bot meinem Ex aufgrund der für mich zu narzisstischen Familienstruktur tausend Gründe warum er nicht in der Lage ist über sich oder seine Probleme zu reden. Ich bildete mir ein, dem Einfluss des Elternhauses fern, würde er schon normal werden. Alles so weit gefehlt.
Der "Goldjunge" wie er in seiner Familie genannt wurde, der von den Eltern zu den Großeltern angeschoben wurde und einen Vater hatte, der selbst als Arbeitsloser noch anderen Vorschriften machte was sie im Arbeitsleben zu machen haben hatte schon eine Persönlichkeitsstörung aboniert, meiner Meinung nach.
Ich ersetzte quasi die elterliche Hilfe oder wurde im Einzelfall gegen diese ausgespielt. Nicht, dass er es machte um zu verletzen, sondern einfach um diesen für ihn einzig gekannten Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.
Erst habe ich quasi gegen die Eltern gekämpft, dann gegen die trinkenden Freunde und letztendlich nicht mehr gegen den Alk sondern gesagt Dein Ding und bin dann gegagen. Es hat mich nämlich alles an Kräften gekostet diese rigiden Familienstrukturen überhaupt zu begreifen, die dort liefen - dieses unter "Kontrolle" haben, welches Eltern mit dem Sohn lebten. Der das nicht wollte, dennoch aber annahm, weil er ja Hilfe benötigte auf dem Weg mit möglichst wenig Widerstand.
Im Fall meines Expartners sage ich nach heutigem Stand: selbst ohne Alkohol wäre es kein Partner, da nicht für den Alltag tauglich und nicht bereit Verantrwortung zu tragen - auch nicht für sich selber. Nur: durch diese marode Familie erklärte sich für mich das Trinken - nicht bedacht habe ich, dass ich keinerlei Ahnung von den Auswirkungen hatte, die monströs wurden,
Ich kann Dir nur viel, viel Glück wünschen,
Dagmar