Dann wäre es vielleicht gut, wenn wir beim Punkt NULL nochmals anfangen und Du vielleicht versuchst Dich in Deine Gefühlswelt oder die Deiner Kinder hinein zu versetzen. Wir sehen Dinge und können diese klar benennen, aber wir haben auch Gefühle, die oftmals einfach nicht klar sind und beispielsweise zum Alkoholismus führen.
Wenn beispielsweise mein Ex seinen Frust runtertrank, so wurde es über die Jahre mehr, Leber und Hirn bekamen einen Schlag und ich weiß nicht auf welchem Level er nun ist.
Ich wurde streng erzogen und an Leistung definiert, die konnte ich auch bieten und dachte als Schulkind das erste Mal an Selbstmord und nicht mehr leben wollen. Das weiß bis heute niemand der mich real kennt! Liebe konnten meine Eltern, keine Trinker, mir nicht zeigen - sie konnten mich nicht schützen weil sie meine Ängste nicht spüren konnten, ich konnte nicht darüber reden. Ich litt und lebte lange Jahre als Co. Trotz Haustiere, guter Leistungen ... oder gerade deshalb.
Ich selber habe nie getrunken weil ich der Meinung bin ich sollte das vorleben, was ich vom anderen erwarte. Ich kann mir nämlich vorstellen, auch für mich, dass Frust trinken tatsächlich gravierende Folgen mit sich bringen kann.
Die Mutter Deiner Kinder hat ein Problem, kann es wohl auch nicht erkennen wie die meisten Alkoholiker oder Süchtigen. Wohl auch deshalb, weil der Alk eine sozial etablierte Droge ist. Dadurch dass Du, ihre Kollegen oder oder oder trinken sieht es als normal. Vielleicht ist ihre Menge anders, die Leber fertiger, aber was soll's "die anderen trinken ja auch".
Wirklich raten kann wohl auch ich Dir nicht.
Ich kann Dir aber sagen innerhalb meiner Beziehung waren wir wie ein Mobile. Eine Aktion seiner Seite löste im Mobile eine andere aus. Aber immer auf dieselbe Folge fixiert.
Ändern - zum Guten oder schlechten - kann sich nur etwas wenn die eingefahrenen Rollenspiele sich ändern.
fikties Beispiel: Er macht ihr Vorhaltungen weil sie wieder zu spät nach Hause kommt. So geht es jedes mal wenn sie spät kommt. Sie verteidigt sich, es gibt anschließend Wortgefechte und Krach.
... so läuft vermutlich jeder Tag, an dem sie zu spät nach Hause kommt ....
was wohl wäre, wenn er keinen Streit führt, auch kein Gespräch, in dessen Verlauf sie sich rechtfertigen kann? Was, wenn plötzlich einer der beiden ganz anders reagiert als gewohnt?
Ich hoffe, Du kannst dieses etwas fiktive Beispiel verstehen. Ich will damit ausdrücken dass erst wenn etwas von einer Person verändert wird - egal welche - die andere vielleicht (!) nachzieht.
Lieben Gruß von Dagmar