Beiträge von dagmar007

    Lieber Peter,
    nun, nach der Trennung von meinem Partner, muss ich für mich feststellen: es wäre besser, wenn ich ihn viel früher in Liebe losgelassen - und auch alleine gelassen hätte.

    Vielleicht wäre es dann möglich, dass sein Körper noch nicht so lädiert gewesen wäre... vielleicht hätte er dann seine Handlungen begriffen.... vielleicht hätte er damals noch ein Schamgefühl besessen und vielleicht, ja vielleicht hätte er sich selber auf den Weg seiner Rettung begeben wenn ich früher gegangen wäre....

    Du liebst Deine Kinder? Du liebst Deine Frau?

    Dann lebe ihnen vor was "Liebe" sein kann: Autonomität und Verantwortung - Abgrenzung und Schutz.

    Kinder spüren sehr wohl was um sie herum läuft. Ich persönlich bin mir ganz ganz sicher, dass ein Kind spürt wenn ein Elternteil wahrhaftig ist und seine Launen nicht nach dem Promillespiegel verändert. Hab Vertrauen in Deine Kinder. Ich denke nämlich auch für sie ist es so wichtig, dass Du Dich abgrenzt und mit ihnen das Thema Grenzen und eigenes Gefühl besprichst. Je nachdem eben, wie alt sie sind, aber ich würde in jedem Fall mit jedem Kind darüber reden - sie spüren so und so schon mehr als sie sagen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du, liebe Kiddo, auch wir als Co können keine Liebe geben sondern sind irgendwann mal in die Sucht gerutscht.

    Mensch, ich dachte Tag für Tag, es hat doch mal so liebevoll angefangen, ist das nun alles was bleibt? Dieser, früher mal so geduldige Mensch, der anderen half, kann doch jetzt zu niemandem werden, der sich schlägert und das Haus in Asche legen will.

    Ich bin von mir ausgegangen, weil ich das nicht könnte. Aber hier ist ein Mensch, dessen Körper und Seele ihm/ihr nicht mehr selber gehört. Nicht mehr gehören kann, weil der Stoffwechsel schon umgestellt ist. Scham - das eventuelle Wissen, irgendwie bin ich anders - und so viele andere Dinge sorgen dafür dass ein Alkoholiker gar keine Zeit hat sich um uns zu sorgen. Wir aber, mit unserem fühlen und helfen wollen machen genau selbiges.

    Beide Alki und Co benehmen sich ungesund sich selber gegenüber, schwächen sich und ziehen sich gegenseitig in den Abgrund.

    Du stehst mit leeren Händen da meinst Du?

    Vielleicht musst Du die Hände schließen und Herz und Seele fühlen lassen....

    Gibt es nicht Menschen, die Dir etwas bedeuten? Gibt es nicht Menschen, denen Du etwas bedeutest? Gibt es nicht Dinge die Dich glücklich machen, ausserhalb vom Partner? Gibt es nicht Dinge, von denen Du glücklich bist zu haben?

    Schau, ich bin 48 - hatte alles, aber auch alles nebst Job verloren. Nun aber, bin ich eine arme Kirchenmaus. Habe aber mehr als jemals im Leben zuvor. Aus dem "nichts haben und nichts sein" konnte ich nichts mehr verlieren und habe so, so viel gewonnen.

    Wir brauchen nur den Mut zu sagen "ja" ICH will versuchen MEIN Leben zu leben - selbstbestimmt und nicht mehr eigengefährdent.

    Ich wünsche Dir viel Kraft.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Peter,
    Dir und allen anderen, die den Weg aus der Abhängigkeit gefunden haben und uns als Co "aufklären" bin ich unsagbar dankbar für Eure Offenheit.

    Gibt es doch so viele Dinge im Verhalten des Gegenübers, die man/frau/ich nicht verstehen konnte. Durch eine "Zerknirschtheit" oder ein vermeintlich schlechtes Gewissen (welches ich nun nicht erlebt habe) entsteht das Gefühl, das Gegenüber ist in der Lage zu begreifen was passiert.

    Was diese Sucht wirklich ist, das konnte ich nie begreifen. Ich konnte es erst ansatzweise versuchen zu verstehen als die Trennung vollzogen war und ich sehr stark mit mir kämpfen musste nicht wieder meinem "Gift" nach zu laufen.

    Je mehr ich bei jenen lese, die den Weg gefunden haben für sich ein trockenes Leben aufzubauen, desto froher bin ich gegangen zu sein. Losgelassen zu haben und jetzt jedem sein Leben getrennt und ohne Wissen vom anderen erlauben zu dürfen.

    Je mehr ich von Co-Partnerinnen und Partnern lese, desto eher begreife ich, dass ich selber vor die Hunde gegangen wäre. Ihm und mir keine Stütze gewesen wäre und somit zwei Menschen am Abstürzen waren.

    Danke für offene Worte!

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s. ich hatte heute ein Gespräch mit einem Arbeitskollegen, der von seinem täglichen Bier erzählte. Ich war sehr erstaunt dass er das zugab, selber sich in Frage stellte und mir eraubte ihm zu sagen "Du weisst selber, wie schleichend die Gefahr ist."

    Immer wenn ich dieses "Bier am Abend" höre, dann denke ich daran, wie mein Gegenüber angefangen hatte.... Und wünsche mir für jeden Menschen, irgendwann dieses "eine" Bier auszutauschen gegen promillelosen Stoff.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Ihr Lieben,
    ja, das hat mich schon als Teenager gestört, wenn alles aus dem Ruder lief. Allerdings habe ich es ja nicht eilig und das Leben läuft mir nicht davon, auch wenn ich nicht jünger werde ;)

    Ein paar Menschen hier wissen Bescheid um die Vorgeschichte bzw. die Gewaltaktionen unter Alk. Insofern denke ich nicht daran gemessen zu werden ob ich da jetzt präsent bin oder nicht. Mit der Zeit finde ich hier auch die Menschen, die ähnlich denken wie ich und einfach wenig oder "normal" konsumieren.

    Fakt ist eben auf dem Land ist trinken normal - der Most mittags ist für einige Uses. Aber nicht mein Thema, sondern deren. Wenn natürlich ein solcher mich für eine Affaire gewinnen will, dann muss ich mir schon sehr auf die Zunge beissen ;)

    Es ist schon gut so, wie es hier ist :) Diejenigen, die mir wichtig sind und die ich als herzliche Seelen empfinde mit denen kann ich mich auch ausserhalb der Feste unterhalten :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Dann wäre es vielleicht gut, wenn wir beim Punkt NULL nochmals anfangen und Du vielleicht versuchst Dich in Deine Gefühlswelt oder die Deiner Kinder hinein zu versetzen. Wir sehen Dinge und können diese klar benennen, aber wir haben auch Gefühle, die oftmals einfach nicht klar sind und beispielsweise zum Alkoholismus führen.
    Wenn beispielsweise mein Ex seinen Frust runtertrank, so wurde es über die Jahre mehr, Leber und Hirn bekamen einen Schlag und ich weiß nicht auf welchem Level er nun ist.

    Ich wurde streng erzogen und an Leistung definiert, die konnte ich auch bieten und dachte als Schulkind das erste Mal an Selbstmord und nicht mehr leben wollen. Das weiß bis heute niemand der mich real kennt! Liebe konnten meine Eltern, keine Trinker, mir nicht zeigen - sie konnten mich nicht schützen weil sie meine Ängste nicht spüren konnten, ich konnte nicht darüber reden. Ich litt und lebte lange Jahre als Co. Trotz Haustiere, guter Leistungen ... oder gerade deshalb.

    Ich selber habe nie getrunken weil ich der Meinung bin ich sollte das vorleben, was ich vom anderen erwarte. Ich kann mir nämlich vorstellen, auch für mich, dass Frust trinken tatsächlich gravierende Folgen mit sich bringen kann.

    Die Mutter Deiner Kinder hat ein Problem, kann es wohl auch nicht erkennen wie die meisten Alkoholiker oder Süchtigen. Wohl auch deshalb, weil der Alk eine sozial etablierte Droge ist. Dadurch dass Du, ihre Kollegen oder oder oder trinken sieht es als normal. Vielleicht ist ihre Menge anders, die Leber fertiger, aber was soll's "die anderen trinken ja auch".

    Wirklich raten kann wohl auch ich Dir nicht.

    Ich kann Dir aber sagen innerhalb meiner Beziehung waren wir wie ein Mobile. Eine Aktion seiner Seite löste im Mobile eine andere aus. Aber immer auf dieselbe Folge fixiert.

    Ändern - zum Guten oder schlechten - kann sich nur etwas wenn die eingefahrenen Rollenspiele sich ändern.

    fikties Beispiel: Er macht ihr Vorhaltungen weil sie wieder zu spät nach Hause kommt. So geht es jedes mal wenn sie spät kommt. Sie verteidigt sich, es gibt anschließend Wortgefechte und Krach.
    ... so läuft vermutlich jeder Tag, an dem sie zu spät nach Hause kommt ....

    was wohl wäre, wenn er keinen Streit führt, auch kein Gespräch, in dessen Verlauf sie sich rechtfertigen kann? Was, wenn plötzlich einer der beiden ganz anders reagiert als gewohnt?

    Ich hoffe, Du kannst dieses etwas fiktive Beispiel verstehen. Ich will damit ausdrücken dass erst wenn etwas von einer Person verändert wird - egal welche - die andere vielleicht (!) nachzieht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Chanell,
    ich habe so ein Grundsatzproblem mit den Fragen, die Dich zu bewegen scheinen.

    Ich denke mal, Dein Partner muss entscheiden welchen Umgang er pflegt und welcher Gefahr er sich dabei aussetzt. Er selber muss entscheiden was er in Therapie oder Entzug über sich begriffen hat und über seine Herkunftsfamilie. Der Lernweg würde - falls er ihn gehen sollte - über SHG und viele Stolpersteine gehen und sicher nicht einfach sein.

    Das, was ich lese ist eine Partnerin, die sich einen Kopf hoch 10 macht, sogar ein Zusammenleben in Erwägung zieht, während er gerade so weitermacht wie zuvor (vielleicht gerade mit Trinkpause).

    Chanell: wie weit ist seine Hand vom Glas entfernt, das kann nur er sagen bzw. die Zeit, aber wie nah bist Du Dir???

    Lieben Gruß von Dagmar Co

    Guten Abend, lieber Matthias,
    wenn Du mir jetzt noch sagen würdest, warum Du Dich hier eingeschrieben hast bzw. welche Hilfe oder welchen Austausch Du Dir erwartest, dann wäre das vielleicht interessant.

    Du sagst, alles ist o.k. außer der Leber, Ärzte sind wir nicht und Ferndiagnosen sind nicht möglich. Du bist mit Deiner Situation zufrieden, deine Kinder wirken über Leistung definiert und Du hast einen guten Job, bist also zufrieden.

    Wo also hängt die Unzufriedenheit? Wo Deine Fragen oder das was Du wissen möchtest?

    Gruß
    Dagmar

    Ach Julchen,
    sag Deiner Tochter einen ganz lieben Gruß, da besteht 0 Gefahr.

    Nein, so ein Mensch ist berechnend und auch seine Natur, da ist nichts was mich menschlich anspricht. Er ist halt ein Mensch, o.k., aber für mich noch nicht einmal als Gesprächspartner interessant.

    Während auf der anderen Seite jemand der von meinen Problemen mit dem Ex hört ganz lieb sagt "dann bauen wir Dir halt ein Törchen". Nun gut, da hilft zwar kein Törchen, aber der Gedanke war lieb. Jemand der einfach da stand und sage, "komm ich mäh mal schnell Deinen Rasen". Jemand mit viel Herz und Gefühl (einem, welches auch schnell verletzt werden kann wie mir auffiel) aber eine Seele. Nein Julchen, wenn das Herz nicht an der richtigen Stelle ist, dann könnte man mir Wälder schenken und ich hätte keine Lust auf ein Gespräch.

    Es gibt hier ganz sicher nicht nur die Alk-Truppe. Allerdings bin ich zurückhaltend was die Anteilnahme an Festen betrifft. Aber, der Musikverein hier ist klasse (und wenn ich das als Hardrockfreak sage, der gerne Klassik hört, dann heisst das was). Mal sehen, was die Monate und Jahre bringen ;) ganz sicher aber keinen Holzwurm dieser plumpen Kategorie :)

    Davon mal abgesehen fand ich es recht vermessen. Ich habe ganz tolle Menschen am Arbeitsplatz um mich herum und auch ein paar Nachbarn. Sich da einfach wie selbstverständlich aufzubauen und mich nach einer Holzlieferung "anfassen" zu wollen finde ich schon etwas vermessen. Denn die Menschen, die ich täglich um mich herum habe sind Charaktermenschen, deren Gegenwart ich schätze - da kann solche Plumpheit ja nur mit krassen Worten von mir beantwortet werden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Julchen, den "Törchenbauer" habe ich noch nié mit Alk gesehen oder noch nie bei ihm gerochen, während der Holzlieferant ganz stolz von sich sagt "eine Flasche am Abend geht mit links". Na ja und meine Absage auch :)

    Ach weißt Du Julchen, die Landeier sind ja liebe Menschen :) Wären sie das nicht, dann wäre es mir ja schnuppe :)

    Wobei ich immer noch über den Vergleich/Pinguin und Holzschenkung einfach nur lachen muss. Allerdings kennst ja auch Du das Dorfleben. Ich hoffe, mein NEEEIIIINNNN war deutlich genug, nicht dass der Holzliebhaber hier auch noch ständig ins Gelände fährt.

    Nein Julchen, im Ernst, die Leute sind lieb aber ich merke halt schon dass wir unterschiedlich sind. Bspw. gehe ich ungern auf Dorffeste weil dort meistens getankt wird. Als Fremder kenne ich nicht unbedingt so viele und ob die gerade zu der Zeit dort sind ist fraglich.

    Aber ich denke, ich werde mal in Zukunft mit einer Freundin von mir auf solche Aktionen gehen, da habe ich dann mein Schutzschild an meiner Seite.

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die gleich mal einem älteren Nachbarn hallo sagen darf wenn sie die Mülltonne einfängt.

    Nun, lieber Ratsuchende,
    ich freue mich in jedem Fall, dass Deine Kinder in der Lage sind sich zu schützen! Nicht, damit Du sie verlierst, sondern dass die Kinder in der Lage sind sich selber zu wehren und sich keinem schädlichen Verhalten aussetzen.

    Lese mal bei den EKA's welche Folgen das Miterleben eines alkoholgetränkten Lebens für Kinder haben kann. Lese bei uns, wie zerstört wir teilweise aus Beziehungen raus gegangen sind. Menschen, die zuvor stark waren brachen zusammen.

    Schlimmer noch: Alkoholiker und Partner schwächten sich gegenseitig, machten sich gegenseitig das Leben zur Hölle und nahmen sich gegenseitig die Chance zu "gesunden".

    Überleg Dir einfach für Dich wie Du leben willst. Aber bedenke, Du kannst nur Dich selber verändern - keinesfalls den/die andere.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Oh Ihr Lieben,
    verstehen kann ich Euch nur zu gut!!! Ging es mir ja nicht anders, als dass ich im Verarbeiten immer wieder auf das zurück kam, was geschah.

    Leider hat sich die Beschäftiung mit ihm - obwohl ich schon getrennt lebte - immer wieder auf meine Psyche ausgewirkt. Mehr noch, ich wurde einfach traurig und lebte im "warum/wieso" statt jetzt mal die ersten Stapfen im "Neuen Leben zu machen".

    Fakt ist bei mir auch gewesen, dass dieses Bewußtsein, was alles geschah mich verletzte, mir weh tat und auch eine gewisse Wut, aber auch Angst, hervor zauberte. Alles Gefühle, die mich so was von negativ beeinflusst haben. Da war mein Suchtmittel weg - und ich habe es in meinen Gedanken immer wieder her geholt.

    Denn eines Ladies erscheint mit jetzt logisch: es müsste keine Trennung für immer sein, das aber liegt an Eurem Gegenstück. Wenn Ihr es liebt, dann wartet Ihr auch die nächste Zeit ab, er hätte die Chance sich zu verändern.

    Und Gartenarbeit: je früher die Sachen weg sind, desto eher kann Dein neues Leben einziehen. Es muss nicht immer ohne ihm sein - ich spüre bei Euch (wie bei mir damals) eine alles-oder-nichts-Haltung. Müsste es nicht sein, scheint es nur bei solch hochgradigen Co's wie mir zu sein. Eine Trennung auf Zeit kann auch zeigen, dass wirklich Liebe da ist und wieder wachsen kann. Aber ob man/frau von Liebe sprechen kann, das eben würde sich erst nach einem loslassen zeigen - ob dann nämlich an wieder kommen folgt.

    Wißt Ihr, Ihr sprecht Freunde und Familie an und empfindet eine mehr als verständliche Wut, die auch ich hatte. Nur: die Familie will und kann nicht sehen was los ist - die Freunde brauchen einen der mitzieht. Und alle bekommen nicht mit wenn er volltrunken in den Schlaf fällt. Somit muss jeder Angehörige/Freund/Familienmitglied einmal selbiges erfahren wie wir um es zu glauben.

    Weißt Du Nele, dass ist es nämlich: wir mussten so viel alleine schaffen und können das auch jetzt. Statt aber unsere Kraft für uns zu nutzen schicken wir noch immer Energieladungen in eine Richtung, wo es vielleicht nicht angebracht ist.

    Mensch Ladies, ich habe es doch auch durch - und verdammt heftig! Und noch lange bin ich nicht da, wo ich sein möchte. Aber eine Veränderung des eigenen Lebens bringt so viel zum nachdenken, da habe ich viel zu spät damit angefangen, weil immer noch "er" durch mein Gehirnkastl sauste.

    Solange "er" noch da war und das was geschah konnte ich nicht die Menschen sehen, die "das" nicht taten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ladies,
    das Thema ist, ich will so nicht leben.

    Wie würdet Ihr denn gerne leben? Mich würde mal interessieren, was Ihr für Euch für Wünsche hättet ohne dem Partner für Euer Leben, die letzten Threead sind meilenweit vom "ich" entfernt sondern sind nur bei "ihm" und zwar bei mehreren Ladies.

    Also, meine Damen ;) wie würdet Ihr denn gerne....???? Also Ihr .. nicht er..... Euer Leben .... und auch nicht das was er soll.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Gotti,
    das gibt es bei mir auch regelmässig, dass ich mal das Gefühl habe etwas an Stabilität zu verlieren. Auch nicht unlogisch, wenn wir überlegen, dass wir ja "eigentlich" versuchen fast alle unsere Lebensbereiche auf ein neues Fundament zu stellen. Somit sind Situationen, die zig Jahre so liefen, plötzlich gaaaaaaanz anders.

    Ja, gotti, der Mond ist sogar sehr für Gefühle zuständig, aber ich glaube, der alte Kamerad ist es weniger als mehr mein Innenleben ;)

    Wie stellt man/frau Unruhe ab??? Gute Frage.

    Es beginnt bei mir dabei zu registrieren, dass mein Motor unrund läuft. Zu versuchen zu erkunden warum - Kopfarbeit - dann eventuell eine Auszeit von aller Logik und nur fühlen, mal schlafen, Pause vom Thema machen oder oder oder um dann vielleicht in den nächsten Tagen alles mit Abstand zu betrachten. Nicht immer so ganz erfolgreich, aber immer öfter ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    das habe ich schon gemacht: anzubieten wenn ich etwas habe, was Euch interessiert, dann könnt Ihr es gerne haben. Aber was mache ich Stadtpflanze Menschen vor, die seit zig Jahren ihren Garten versorgen ;) Vom Gartengerät bis zum Supermäher ist alles da.

    Ich gieße aber seit einiger Zeit einen Baum und Geranien die von Nachbarn gepflanzt wurden und die vor der Auffahrt zu unseren Grundstücken stehen. Heute haben sie das erstmalig bemerkt und schienen sich darüber zu freuen, dem Blick nach als ich sagte "Botanik ist schon versorgt".

    Ja Gotti, ich habe auch den Eindruck ich bin schon bestens bekannt, eben so wie Skye sagte. Liegt auch daran, dass am Arbeitsplatz gleich im Januar jemand kam "ich wollte doch mal wissen ob Sie das sind, ich wohne auch dort ".... Ich falle natürlich auch noch mit meinen Katzen auf und meiner Botanik hier am Hexenhaus.

    Ja Gotti, ich freue mich auch, dass es mir hier nicht schwer gemacht wurde. Im Gegenteil - wirklich offene Arme von Anfang an.

    Aber es stimmt schon Gotti, etwas durch den Wind bin ich schon, weil da so viele Sachen ganz anders sind, als ich es kenne. Ich kenne bei lang erwachsenen auch keine so intensiven Geschwisterbindungen, wie ich es hier sehe. Dann hat mir der gestrige Annäherungsversuch nicht unbedingt gefallen auch wenn ich direkt und sofort innerhalb von 30 Sekunden klar stellte "No"!!!

    Na ja, aber auch das wird sich regulieren :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sehr gut,
    dann kannst Du in etwa nachvollziehen wieviele ? mich begleiten (2 m Brennholz, auch wenn es Fichte sind, die bringen mich über den Winter - auch wenn die Hormone des armen Herrn dennoch nicht befriedigt sind, aber so sind halt manche Städter ;)

    Ich würde auf eines der Angebote schon ganz gerne ab und zu zurück kommen. Aber ich habe immer etwas Bedenken - auch wenn ich den Kontakt von mir aus ankurble - dass sich derjenige ebenso belagert fühlt wie ich mich hier von einigen Menschne. Bisher war es von der anderen Seite recht inaktiv, hat sich zwar nun auch am Freitag geändert, aber ich stehe so ein bischen mit Fragezeichen im Gesicht da.

    Revanchieren kann ich mich als Verwaltungshengst ganz wenig. Ich kriege Pflanzen, die aber, die ich gegenschenken könnte, die haben sie selber hochgezogen. Schenke ich etwas orignelles (hatte da etwas im Auge ;) dann wirkt das wieder wie Anmache. Aus dem Gefühl raus hätte ich das Originelle "geschenkt" aber das ist wieder Städter-/meine Art, die dann auch eventuell falsch ankommt.

    Ich denke schon, dass Du verstehst, dass es mir nicht darum geht wie mache ich was richtig! Mir ist einfach eine "andersartigkeit" bewußt, die beileibe nicht schlecht ist, aber anders als ich eben bin. Es wäre einfach schade, wenn ich jemanden verletze (habe ich schon getan ohne es zu wissen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Leute,
    erlaubt mir mal an dieser Stelle eine "saudumme" Frage zu stellen.

    Wir ihr wisst wohne ich in einer Minigemeinde mit 400 Einwohnern, ich fühle mich hier wohl, kenne den/die einen oder andere und man geht sehr offen auf mich zu, nimmt mich mit offenen Armen auf.

    Ich selber bin es gewohnt einen Menschen als Menschen zu schätzen, ohne, dass dieser mir Leistungen erbringt, hilft oder oder oder.

    So, nun habe ich hier gleich zu Anfang eine liebe Seele kennengelernt, die mir gleich Hilfe anbat, egal bei was. Ein schüchternes, zurückhaltendes aber liebes Wesen. Der Mensch wirkt auf mich unsicher und selber recht inaktiv, nimmt jedoch alle angebotenen Kontaktmöglichkeiten zu mir an. Nun, vor kurzem nahm ich dann doch mal Hilfe an, weil ich dankenswerter Weise überrumpelt wurde.

    Der nächste Kandidat schenkt mir einiges an Brennholz um mich als Affaire zu gewinnen. Nun gut, war ein amüsantes Erlebnis, bei welchem ich 30 Sekunden nach Erörterung bereits ein so klares NEIN abschoss, dass alle weiteren Versuche recht kläglich endeten, jedoch ohne Knatsch.

    Jetzt habe ich mich gefragt, ob ich als Städter einfach nicht kapieren kann - oder aber als der Mensch, der ich bin - dass es zuweilen in einer Ortstruktur so ist, dass Hilfe anbieten und diese anzunehmen, gleichzusetzen ist mit Kontakt. Dass hier eben auf Grund der anderen Struktur auch andere "Techniken" der Kommunikation zu Tage treten.
    Ist das nämlich so, dann muss ich irgendwie jonglieren zwischen der Tatsache "eigentlich alles alleine hinkriegen zu wollen was möglich ist". Eigentlich nämlich möchte ich selber so viel wie möglich erledigen damit ich nicht ohne fremde Hilfe aufgeschmissen bin. Auf der anderen Seite wäre es schade, wenn ich mir durch diese Eigenheit und dadurch, dass anderen ein solches Verhalten fremd ist, auf Abstand halte. Den Eindruck habe ich nämlich gewonnen bei einem Menschen, den ich sehr schätze. Da gewinne ich fast den Eindruck, erst durch das Geben von Hilfe ist man/frau in der Lage sich selber als wertvoll darzustellen. Ich selber hantiere eben genau anders rum: ein Mensch ist mir viel wert und wertvoll wenn er schöne Werte hat und einfach kleine Dinge schätzt und ein Herz hat, das am richtigen Fleck steht (auch ohne es mir zu beweisen).

    Ich würde mich echt über Antworten freuen, weil ich da jetzt tatsächlich ins Denken gekommen bin.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh doch, liebes Julchen,
    denn wir sind an ähnlichen Punkten - machen uns ähnliche Gedanken (wie auch noch ein paar andere, wo wohl einfach die Chemie passt und das Grundgerüst von uns etwas ähnlich ist). Da hilft es ganz imens vom anderen etwas zu erfahren. Manches, was mich bewegt, bringe ich gar nicht groß in Worte oder Zeilen weil ich es zuweilen selber nicht als roten Faden erkenne. Wie oft ist dann jemand anderer, der diesen Faden schon angefangen hat zu spinnen, der dann auch bei mir dafür sorgt, dass etwas Farbe in meine Selbsterkenntnis kommt.

    Du fühlst Dich vielleicht nicht so, liebes Julchen, aber Du gehst ganz straight Deinen Weg (mit aller erlaubter Trauer, allem zaudern, fragen und sich selber in Frage stellen und allen Gefühlen alles, aber auch absolut alles falsch zu machen). Genau diese Gefühle hat man/frau/du/ich eben phasenweise wenn man/frau/du/ich/wir im Lernen sind.

    Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, liebes Julchen. Jetzt mal im Ernst: hast Du Dir mal nicht nur neutral betrachtet was sich an Eurem Leben geändert hat sondern einfach mal betrachtet als DEINE LEISTUNG??? Einfach mal wertgeschätzt, welchen mutigen Weg DU gegangen bist auszusteigen??? Hast DU DIR schon mal auf die Schulter geklopft????

    Nein??? Dann tu das mal!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe BigBee,
    das finde ich eine ganz tolle Definition Deiner Kleinen für Liebe. Wohl viel ehrlicher als manches was man/frau hört oder liest.

    Hmm, ich habe ganz aufmerksam Deine Zeilen gelesen und verstehe Deine Ängste vollstens. Auf der anderen Seite wäre es für mich fraglich ob es im Sinne des Lebens wäre jemanden weg zu schicken den Du magst und in dessen Gegenwart Du Dich wohl fühlst.

    Natürlich erst ein paar Wochen trocken sind ein Wagnis - und evtl. auch eine Gefahr für Dich - aber ist das nicht jede neu beginnende Beziehung. Ich wehre mich einfach dagegen diesem Menschen einen Stempel im Vorfeld zu präsentieren, der vielleicht niemals auf ihn passt. Aber ein gesunder Schutz Deiner Person durch DICH ist natürlich mehr als wichtig. Ebenso, wie es für mich als CO in JEDER neuen Beziehung der Fall sein müsste.

    Ich lese aus Deinen Zeilen dass Du verflixt gut informiert bist über die Gefahren von Sucht und Abhängigkeiten - also keinesfalls blind in eine Liebe stolperst.

    Toi toi toi wünscht Dagmar

    Weißt Du Julchen, ich habe mittlerweile gelernt, dass bei mir ein Tief dann da ist, wenn ich mich einem weiteren Punkt nähere. Wenn ich also wieder Energie habe mich einem weiteren Manko an und in mir selber zu stellen. Natürlich tut das Bearbeiten und erkennen weh und bringt mich zu Boden. Aber wenn ich dann erkannt habe was wie läuft (hier geht es noch nicht mal um die Änderung sondern nur ums Erkennen) dann geht es wieder aufwärts.

    Angepasst war meine Mum auch - auch ohne Alkoholiker - war wichtig was die Nachbarn denken.

    Weißt Du Julchen, der "Rückschritt" ist ja kein Rückschritt aber ich empfinde es so, weil ich plötzlich traurig, unruhig und unsortiert bin. Ich habe also meine Erdung verlassen und bin wieder wirr. Ich empfinde das in dem Moment als Rückschritt weil meine Ruhe genommen wurde. Aber die kehrt wieder ein wenn diese Falter, Schmetterlinge und Stechfliegen sortiert sind auf ihre Funktion und Berechtigung.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Schlumpfine,
    nun irgendwie kommt mir das mit der Gefühlskälte und der schlechten Laune mehr als bekannt vor.

    Ich selber habe nur zum Abschluss das Thema Alk ins Gespräch gebracht, zu einem Zeitpunkt als mir klar war, es geht nicht mehr weiter. Denn eines war mir klar: mein Ex sieht sich nicht als alkoholkrank, die anderen haben eine Meise, und lange fand er genug Wegbegleiter denen es so ging wie ihm und sich die gesamte Runde glücklich redete.

    Aber ... und das dürfte der Kernpunkt sein: wie willst Du leben? Willst Du wirklich immer auf den Tag X hoffen, wo vielleicht (aber sehr vielleicht) alles besser wird? Willst Du wirklich Deine Batterie zur Verfügung stellen, die ihre Kräfte immer mehr und mehr verliert um dann am Schluss ohne Akku da zu stehen?

    Bei mir war es so. Ich wurde immer kraft- und lebloser. Wurde mitgezogen in den Rausch der Tiefe von Frustration, Leblosigkeit und Freudlosigkeit des Partner. Ich war schon selber soweit keine Freude mehr zu empfinden.

    Ich habe dann gemerkt, ich mache es wie er. Hobbies werden abgestellt und der Alk dafür genommen. Meine Hobbies wurden zugunsten einer kranken Partnerschaft von mir zurückgestellt. Mein Wohlfühlgefühl wurde nur noch vom Partner abhängig gemacht. Ich habe mich aufgegeben für den Partner, der sich widerum für den Alk - zwei Menschen kurz vor dem Untergehen. Jeder zog den anderen noch tiefer.

    Es sind seine Freunde, die beeinflussen. Auch ich kenne das. Allerdings haben die ehemaligen (sogar die Saufkumpels meines Ex) sich mitterlweile selber von ihm distanziert. Wiegt deren Meinung so viel? Ist sie Dir so wichtig?

    Ich für mich habe mein Leben ohne dem Expartner begonnen und es ist wieder ein Leben. Vieles noch muss ich bearbeiten, oft mals ist es schwer zehn Jahre mit einem bitteren Ende zu betrachten. Aber ich will nach vorne sehen, zu meinem hauseigenen Akku und nicht zurück zu einer immer leerer werdenenden Batterie.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar