Hey Charly,
warum ist es Dir wichtig, ob er Dir "verzeihen" kann. Ist es nicht wichtiger, dass Du "Dir" verzeihen kannst und mit Deinen Entscheidungen klar kommst. Sofern diese eben von Dir getroffen werden?
Lieben Gruß von Dagmar
Hey Charly,
warum ist es Dir wichtig, ob er Dir "verzeihen" kann. Ist es nicht wichtiger, dass Du "Dir" verzeihen kannst und mit Deinen Entscheidungen klar kommst. Sofern diese eben von Dir getroffen werden?
Lieben Gruß von Dagmar
Liebe Pain,
Deine Geschwindigkeit, Deine Entscheidungen und Deine "Qualen", zumindest schreibst Du es so. Natürlich ist es schwer den Absprung zu schaffen.
Auf der einen Seite stellst Du fest er schuldet Dir noch Geld und lebt kostenfrei bei Dir, was Dich ärgert. Auch das ist Deine Entscheidung. Diese Wut, die Du in Dir spürst, die vergiftet Dich mehr als ihn. Die Unzufriedenheit nagt in uns mehr als im anderen. Denn wir sind ja unzufrieden!
Wenn.... dann ... ist das wirklich die Art von Partnerschaft, die Du möchtest? Ich dachte heute nicht, als meine Katzen im Haus waren und die reinste Harmonie bei der Rasselbande war, wie gut es uns doch geht - ärmlich, aber gut!
Du schreibst von einem lieblosen Verhalten. Das kennen wohl viele von uns. Ein Suchtkranker hat vermutlich andere Probleme als Nähe. Vielleicht kann er diese nicht einmal mehr ertragen weil Nerven ect. angeschlagen sind. Ganz zu schweigen von den Kopfproblemen in "hellen Momenten". Ich kenne dieses lieblose Liebesspiel, bei dem ich immer an den Oldie dachte "Automatic Lover". Verstehen kann ich Deine Enttäuschung mehr als gut. Nur: die Änderung muss von uns ausgehen. Wir behaupten doch für unsere trinkenden Angehörigen "das Beste zu wollen oder zu wissen". Sollten wir da nicht vielleicht erst mal anfangen für uns das "Beste" zu wollen und zu erarbeiten.
Auch bei mir war die Trennung ein Weg durch die Hölle, ein Tanz übers Feuer, bei dem ich manche Finger und Gliedmaßen verbrannt habe. Aber immer noch besser als in der Tiefkühlkammer von abgestorbenen Gefühlen eines Alkoholikers auf "Eis gelegt zu werden".
Wir können uns ändern, unserem Leben einen anderen Sinn geben - wir können keinen anderen "läutern". Nur wenn wir für uns beginnen zufrieden zu werden und das eigene Leben zu managen könnte das Gegenüber erkennen dass er/sie selber ein Manko hat. Vielleicht auch nicht.... Ich denke mein Ex säuft noch immer .... Sein Problem ... sein Leben und seine (Un-)Zufriedenheit.
Lieben Gruß von Dagmar
Hallo Ihr Lieben,
ja, ich hätte auch nichts dagegen, wenn es "einfacher" wäre und nicht ständig Hürden auf meinem Weg liegen würden.
Auf der anderen Seite ist es doch wohl so, dass ich meinem Ex mal sagte er könne trinken wie er wolle und solle sein Leben führen wie er es für richtig halte, ich muss meines und meine kranke Beziehung zu ihm "behandeln".
Und genau das erzwingen diese Hürden auf meinem Weg. Immer wieder erinnern sie mich aufs Neue, an welch seidenem Faden mein Leben damals hing und wieviel stabiler dieser Faden doch nun geworden ist. Wer weiß, wenn ich meine Lektionen einmal richtig beherrsche, vielleicht kommen dann keine Hürden mehr? Vielleicht sind dann diese Geschehnisse des Alltags für mich keine Belastung mehr?
Während ich früher über Jahre im voraus dachte - und alles doch anders kam wie gedacht. Freue ich mich nun einfach dass die Arbeit erstmal weitergeht. Dass im Anschluss daran (falls keine weitere Unbefristung folgen würde) wieder ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht. Somit dann ein Jahr keine Gefahr auf Hartz 4.
Unsere genesenden Alkoholiker dürfen auf jede 24 Stunden ohne Stoff stolz sein, ich bin glücklich über jeden kleinen Zwischenschritt der mich in der Selbständigkeit belässt.
Lieben Gruß von Dagmar
Hallo Ihr Lieben,
Worte sind schnell gefunden was werden soll, werden muss und was sich ändern "muss". Leider sind Worte keine Taten. Leider sind Abhängige (Co-Abhängige u n d Süchtige) krank und können im Regelfall nicht von heute auf morgen ohne fachliche Hilfe Änderungen herbeiführen.
Der offene Umgang - nun, auch der alleine ändert noch nichts an der Tatsache, dem Konsum oder der Belastung für den Körper und die Seele. Auch gibt es nicht nur einen Abhängigen, der hausieren geht durch und mit der Offenheit um über diese Offenheit die Helferinstinkte zu aktivieren. Es scheint ja, wenn ich hier so lese, hervorragend zu funktionieren.....
Sucht ist unkalkulierbar, Sucht ist Krankheit und Sucht bringt Worte, Worte, Abstürze, Sterben in Raten aber ohne fachliche Hilfe wohl selten Änderung. Sogar mit fachlicher Hilfe ist es ein verdammt schwerer Weg, den nur wenige zu Ende gehen! Auch ich als Angehörige habe ausgeblendet wie krank mein Gegenüber ist. Bildete mir ein, wenn er "nur" trocken ist dann wird alles gut. Dass aber ein Angehöriger, der sich nicht von einem Süchtigen distanzieren kann um sich selber zu schützen, selber hochgradigst krank ist, habe ich ausgeblendet.
Jeder Mensch, sogar ein Gesunder, wäre überfordert wenn die Zufriedenheit und das Glück der Angehörigen auf seinem Verhalten basiert. Diesem Druck "nur durch seine Trockenheit" die Zufriedenheit der anderen zu bewirken ist vermessen und raubt ihm die Selbstentscheidung. Egal, wie krank jemand ist, er ist immer noch erwachsen und kann selber entscheiden welchen Weg er/sie geht. Egal, was wir Angehörige für richtig oder falsch erachten: der Süchtige alleine darf - ohne Manipulation - entscheiden wie und ob er weiterleben möchte.
Ich denke es wäre sehr, sehr sinnvoll mit offenen Augen und Ohren und ohne Ich-Bezogenheit mal bei denen zu lesen, die als einzige richtig wissen was Sucht bedeutet: bei unseren Alkoholikern die den Weg geschafft haben und Tag für Tag stolz auf weitere 24 Stunden ohne Alk sein dürfen.
Hin und her, her und hin, mit Eltern oder Angehörigen absprechen - die Verantwortung mit anderen teilen (wollen) hüh und hott. Das ist alles andere als gradlinig und ganz sicher keine gute Linie für einen Kranken, dem wir doch aufdoktrieren sollen wie er zu sein hat. Und das, obwohl unsere Wege im Zickzack verlaufen.... Wir verlangen von ihm "trocken" zu sein, ohne wenn und aber - straight! Wenn unser Verhalten aber von hüh nach hot geht so empfinde ich das schon als Hammer. Wir dürfen Zickzackkurs, der Kranke aber soll und hat geradlinig zu sein.....
Diese Geradlinigkeit findet ihr im Abhängigenbereich, den Ihr unbedingt einmal lesen solltet ohne Eure heimlichen Wünsche und die Anforderungen an den Partner in den Vordergrund zu stellen. Denn Sucht hat ihre Automatismen und Grausamkeiten die nur durch Worte, Hoffnungen oder Illusionen ganz sicher nicht verschwinden.
Viel Kraft wünscht
Dagmar
Ja, Ihr Lieben,
ich spüre erst jetzt langsam, ganz langsam, wie sich dieser Druck abbaut, der doch erheblich größer war, als ich es mir selber eingestehen wollte.
Wobei ich eines sagen muss: innerlich hatte ich schon Abstand genommen und war fast auf dem Level der inneren Kündigung angekommen. Also im Prinzip für beide Seiten ein recht gefährlicher Vorgang.
Ich hatte so ein bischen das Gefühl, als würden sich genau die Spiele vom Dezember 08 wiederholen, als vieles neue in die Wege geleitet wurde. Alles neue Dinge, die das Ablegen von alten Mustern bedurften.
Allerdings schien es diesen "Durchgang" nicht mehr so heftig zu sein.
Es wirkt auf mich gerade so, als wiederholen sich Dinge, Vorgänge, Kontakte, Entscheidungen - wobei je mehr der Focus auf mir liegt - diese leichter zu "tragen" sind.
Lieben Gruß von einer scheinbar sehr erleichterten Dagmar, die erst langsam begreift, dass sie ruhiger werden darf.
Ja, liebes Julchen,
es rollt und rollt und rollt, über uns - am Besten mit uns. Mit uns, die wir alle die Jahre in einem Trott geblieben waren, den wir kannten. Ein Trott, der nicht gut für uns war und der jegliche Entwicklung zumindest mal eingrenzte.
Ja Julchen, mir geht/ging es oft ebenso wie Dir - zu viel Input - Kurzzeitspeicher überlastet
Kein Problem, dann lassen wir die Dinge in den Langzeitspeicher ![]()
Leben bedeutet Entwicklungen und Veränderungen. Ich selber habe die letzten 10 Jahre vegetiert. Nun aber, wo ich beginne zu leben leben auch die Entwicklungen, Menschen, Freundschaften und eigenen Interessen in und mit mir. Ja, es ist neu - manchmal beängstigend weil es so viel ist und zuweilen glaubte ich neben mir zu stehen. Dann eben habe ich den "Langzeitspeicher" angeworfen und mich erst etwas später mit manchen Themen auseinander gesetzt.
Mein Horror mit dem Ex begann im August durch Telefonate und Müllablagerungen bis Februar 09. Meine persönliche Entwicklung aber, die hatte schon während der Horrorzeit mit ihm begonnen. Und wenn ich das letzte halbe/dreiviertel Jahr betrachte, dann hat es mir nur Gutes gebracht. Sogar meine Toilettenverstopfung - zum heulen war es mir damals - hat mich stärker gemacht. Meine finanziellen Probleme brachten mich oft um den Schlaf - und ich lebe noch immer, und schlafe nun hervorragend ![]()
Julchen, lass es geschehen....
Lieben Gruß von Dagmar
Ja, liebes Kaltbllut,
ich selber sehe mich auch als "Teenager-Spätlese" ebenso wertvoll wie manch ein Weinchen, aber bestimmt "ungefährlicher".
Ja, es gibt keine Abwrackprämie aber einen Vertrag, bzw. eine weitere Verlängerung bis Jahresende. Das ist schon viel rür mich und ich freue mich sehr darüber.
Eine Arbeit, die mir Spaß macht, Kollegen die ich schätze und wie mir gesagt wurde wird meine Arbeit geschätzt. Kein noch so hohes Gehalt kann das bezahlen. Denn das ist sehr, sehr mini und reicht kaum zum überleben. Aber: wenn es mir gut geht fällt das sparen so viel leichter als würde es mir schlecht gehen.
Gottvertrauen ... Urvertrauen ... und wieder einmal hat das Leben für mich "gerichtet" und wieder einmal (was ich 47 Jahre nicht kannte) mir ein schönes Ergebnis präsentiert ![]()
Da empfinde ich einfach nur ein "Danke" und eine Freude darüber, wie mein Leben jetzt ist.
Lieben und dankbaren Gruß von Dagmar
Hallo Ri,
ich denke mal auch Krankenhäuser haben nur eine begrenzte Anzahl von Betten und können diese nicht einfach aus dem Ärmel schütteln. Es wäre schon etwas "Geldverschwendung" Zimmer über Jahrzehnte freizuhalten für Süchtige, die jahrzehnte benötigen um sich überhaupt zu distanzieren, ansatzweise, von ihrer Sucht.
Wie oft muss manch ein Mensch auf eine Organspende warten? Wieviele Menschen müssen sterben, weil eben keine Organspende kommt. Da wäre es für mich vermessen, wenn Entgiftungsplätze quasi auf Vorrat gehandelt werden.
Andere Frage: es gibt in meiner Nähe entsprechende Krankenhäuser da geht es sofort. Das gibt es doch bei Euch auch, oder? Da müsste er dann halt mal 100 km fahren. Aber wenn er wirklich will, dann sollte das auch gelten wenn eine gewisse Anfahrt in Kauf genommen werden soll.
So Ri, was machst Du? Wie gehst Du mit Deiner Zeit um und Deinen Gedanken wenn Du Dir keine Gedanken machst, wie böse die Welt mit ihm umgeht? Du bist wichtig und nicht er. Er beginnt doch nun für sich selber zu sorgen - tue es ihm nach und sorge für Dich!
Lieben Gruß von Dagmar
So, liebes Minchen,
vielleicht kann Dir ein schöner langer Spaziergang mit den Kiddies helfen. Zu spüren, der Boden ist unter Euch und selbst wenn Ihr auf Baumstämmen balanciert, diese liegen auf dem Boden und ihr kommt wieder auf genau diesen Boden zurück.
Schau mal, dadurch zeigt er doch nur bestens sein Gesicht und zeigt auch wie wenig ihm am Wohl der Kinder liegt. Mir würde das zeigen, wie wichtig es ist die Kinder aus seinem Schußfeld zu holen. Mir würde es zeigen, wie wichtig die Autonomität von Kindern und Dir nun ist um sich so etwas von abzugrenzen, wie es eigentlich nur mit Schutzausrüstung geht.
Minchen, für mich liest es sich so, als hätte er Dich in Boxhorn gejagt und voller Angst durchsetzt. Hast Du einen guten Rechtsanwalt. Denn genau jetzt ist Realitätssinn gefragt. Schau, sei mal ehrlich: besser könnte er sich selber gar nicht beschreiben als wie er es jetzt tut. Du musst Dich nicht rechtfertigen, dass Du diese Unterstellungen von ihm keinesfalls durchführst. Hey, nur vor Deinem Spiegel, Deiner Seele und Deinen Kindern musst Du bestehen - nicht vor jemandem der vielleicht übers Ziel hinausschießt.
Lass Dich nicht kirre machen vor lauter Angst. Eventuell ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe kann zur Bodenständigkeit führen oder helfen sie zu erlangen. Nun ist es wichtig klar zu bleiben oder zu werden.
Wie gesagt, für mich persönlich gäbe es jetzt nur eine Prämisse Schutz von Kindern und mir selber - körperlich, verbal und seelisch!
Lieben Gruß von Dagmar
Weißt Du Rosita, ich bin mir nicht einmal so sicher, ob diese gefühlsmässige Ansprechbarkeit über den Faktor Co kommt oder die weibliche Rolle und die zugehörige Erziehung. Dieses "sofortige Spüren" ist ja nicht nur schlecht. Es erlaubt zu trösten und zu spüren, aber das beinhaltet eben auch die Seite - ich, bin ich schuld???
Es ist ein langer Weg das zu ändern, da diese Muster ja oft über jahrzehnte gelebt wurden. Schon vor der Beziehung zum alkoholabhängigen Ex habe ich versucht mich "umzuerziehen" und nun geht es weiter. Immer und immer wieder merke ich später, dass ich mir oft hätte keinen Kopf machen müssen und gänzlich unbeteiligt an der schlechten Verfassung andere war.
Mein letztes Beispiel spornt mich noch mehr zum lernen an, ein paar Tage alt
jemand den ich sehr mag hat wohl großen Ärger zu Hause (was ich nicht wusste) somit absolut anders drauf als sonst. Huch, habe ich arbeitstechnisch etwas falsch gemacht? Huch wird mein Vertrag nicht verlängert? Ach und weh und überhaupt ..... So, mit allen diesen dämlichen Fragen im Gepäck war ich absolut nicht ich selber und habe mich gehörig zurück gezogen.... Ganz schön doof oder?
Lieben Gruß von Dagmar
Ach Mädels,
wenn Menschen sich nicht öffnen können oder wollen, so können wir nichts daran ändern oder erzwingen. Es stellt sich dann doch eher die Frage ist das Gegenstück jemand der uns gut tut oder jemand mit dem wie eine Beziehung führen wollen so wie er/sie es eben kann. Entweder wir akzeptieren das abgeschlossen sein oder stellen fest, das ist für uns keine Beziehung weil zu gegensätzlich.
Wisst Ihr, was mir ganz schmerzlich bei Euren Zeilen auffällt "leicht alkoholisiert waren die Partner pflegeleichter". Ist so nicht die Gefahr sehr, sehr groß sie genau auf dem Pegel haben zu wollen??? Nehmen wir so nicht einen Halbmenschen wahr??? Nüchtern unerträglich - besoffen unerträglich, aber das Mittel, das ist erträglich.....
Ehrlich gesagt, ich finde das saugefährlich.... auch für den Partner ... soll(t)e er so vielleicht genau in dem Promillerahmen sein, in welchem er "pflegeleichter" ist.
Das ist sicher kein bewußter Wunsch von Partnern, aber ein Schutzwunsch, damit wir so unbefleckt wie möglich neben dem Partner durchs Leben kommen. Somit dann auch ein Grund, ihn/sie eigentlich in der Abhängigkeit halten zu wollen......
Lieben Gruß von Dagmar
Oh, auch ich wurde zur Verantwortung gezogen. Und ich habe mir selber die Verantwortung reingezogen. Gefühlsmässig frage ich mich heute noch immer wenn mir nahestehenden Menschen schlechte Laune haben ob ich sie verursacht habe. Dann kommt das Bewußtsein "Erdung angesagt" Daggi an Erde.... So, vielleicht ist mein Gegenüber einfach nur schlecht aufgestanden, hat sich über den Busfahrer geärgert oder wurde eingeparkt. Alles Dinge, für Dich ich nicht verantwortlich bin. Also sollte ich nicht erst beginnen mich als wichtigstes Ding im Universum zu sehen, welches alle Verantwortung trägt und so wichtig ist, dass er/sie die Verantwortung für alles zu tragen hat. Ganz sicher nicht für die Launen anderer.
Ja, es kommt hoch, solange es aber in Deinem Umfeld ist, gibt es noch dauerhafte Folgebelastungen, die alles nicht besser machen. Genau hier beginnt die Aufgabe eines jeden selber: sich schützen und sich gut behüten.
Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar
Hallo, liebe Karotte,
ich denke, genau das war mein Weg in kranke Beziehungsmuster "mich wohl fühlen zu wollen und zu dürfen". Denn genau dadurch leistete ich und leistete und leistete. Eines habe ich dabei vergessen, der Mensch ist als solches wertvoll. Die einen mehr, die anderen weniger.
Es gibt hier einen Nachbarn, der mir zum Einzug Hilfe in allen Belangen anbot. Ich kam nie auf diese Hilfe zurück, aber ich schätze den Menschen unwahrscheinlich. Sehr viel später, durch viele Gespräche, musste ich erkennen er ist es gewöhnt Hilfe zu geben und zu geben und zu geben. Ich habe mich gefragt, ob er sich auch vorstellen könnte nur seiner selbst wegen gemocht zu werden.... Ich weiß es nicht....
Was ich aber weiß ist dass ich mein Umfeld nicht verändern kann, ich kann es jedoch "auswechseln". Wer mir nicht gut tut wird ausgewechselt gegen Menschen die mir gut tun. Familie - was eben nicht geht geht nicht. Wärme, Sympathie und Verständnis muss meiner Meinung nach nicht nur von der Familie kommen. Auch wenn es schön wäre, aber zuweilen geht es eben nicht.
Davon mal abgesehen muss ich mich Ette anschließen, die Wärme und Ruhe müssen wir in uns finden. Als Kind, da wäre sie wichtig gewesen, um uns zu gesunden Menschen zu erziehen, die auf sich selber achten. In meinem Fall ist das misslungen. Nun aber kann meine Familie dieses Manko nicht aufholen. Ich aber kann es mit meinem nun erwachsenen Hirn versuchen. Ich will einfach dafür selber meine Verantwortung tragen, da diese mir als Kind nicht umsichtig genug gegeben wurde. Schuld dafür gibt es keine, es war so und damit basta.
Aber es muss nicht so bleiben und ich kann mit mir arbeiten.
Lieben Gruß von Daggi
Liebes Seelchen,
ich denke, dieses "sich selbst vertrauen" ist die Basis auch anderen Mitmenschen zu vertrauen. Ich würde mal ganz lapidar sagen, bei mir lief es so...
Aus dem kompletten Chaos einer Suchtbeziehung entwachsen und diese beendet. Keinen Job mehr, keinen Lover, kein Dach über dem Kopf. Also alles im Eimer - zu verlieren gab es nichts mehr.
Und sieh mal ach nee kuck mal da: ich fand ein süßes Häuschen, wo sogar meine Katzen mitdurften. Zwei Monate nach dem Umzug einen tollen Job und Stück für Stück meine Zufriedenheit, vielleicht sogar meine kleinen Glücksmomente. Dadurch gewann ich mein Vertrauen zurück ans Leben, an das was geschehen soll wenn ich es zulasse.
Ich wurde erzogen nach dem Schema, immer das schlimmste erwarten, dann wird man/frau nicht überrascht. Das aber bringt eine negative Erwartungshaltung und hat somit schon den Fehler im Getriebe, egal, wie gut ich öle.
Mir gelingt es auch noch nicht so zu vertrauen wie ich es gerne möchte. Aber es gelingt mit mittlerweile neben mir zu stehen wenn solche fragenden Situationen auftreten. Dann muss der Kopf arbeiten und mich sehr oft sagen, hallo, nicht alles dreht sich um Dich, Deine Fehler oder was Du eben gerade gesagt hast, manchmal ist das Gegenüber einfach nur schlecht drauf, sein Problem. Ich hatte mir das früher aber immer als "mein Ergebniss" notiert. Klar, ich mache etwas falsch, jemand ist nicht mit mir zufrieden und und und.....
Mit dem Wissen, liebes Seelchen, wie es jetzt bei Dir ist hast Du Beste Chancen für die Zukunft etwas zu ändern. IN kleinen Schritten, mit ehrlichen Freunden (außerhalb von Partnerschaften) ganz langsam herantasten an das Urvertrauen (oder unser innerstes Kind ![]()
Lieben Gruß von Dagmar
Ach, liebe Rosita, ich denke schon, dass das ganz normal ist ein Päckchen "Schuld" aufgeladen zu bekommen. Aber schnall es Dir doch einfach nicht auf den Rücken und lasse es da stehen, wo er es abgestellt hat. Auch ich war schuld am Verlust des KFZ-Scheins und blablabla. Du, ist mir einfach schnurz ..... ich habe meinen nämlich noch
Was geht mich das Gegammel eines anderen an und der Versuch der Schuldzuschreibung (Autsch, meine Papiere muss ich auch unbedingt richten, sonst bin ich demnächst mal so eine Blindniete wie er).
So, Du bist in Deiner Ehe alleine. Nun, auch das kenne ich aus der Partnerschaft. Und ich sage Dir was: ich habe im alleinsein ganz viel gelernt. Früher war die Toilette des öfteren defekt. Glaub aber mal bloß nicht, dass der Mieter des Hauses, mein Ex Bock hatte das zu machen.
Hier ist mir selbiges passiert, und ich habe das Ding mit harter Arbeit und Hautverätzungen selber befreit. Ich sage Dir, zwischen dem Heulen und der Aussichtslosigkeit weil es nicht zu schaffen scheint, kommt dann nur noch die Erleichterung und das Bewußtsein, was man/frau doch eigentlich alles kann.
Ich sag Dir was, wenn ich an meine Grenzen stoße und mich alleine fühle, dann weiß ich es und kann im Notfall einen Freund um Hilfe bitten. Habe ich aber einen unzuverlässigen Partner, so bilde ich mir ein Hilfe zu bekommen, die dann doch im Nirvana untergeht....
Nein danke, dann bin ich lieber mit mir alleine, denn da scheine ich viel weniger einsam und hilflos zu sein. Weil ich eben weiß ich muss alleine gehe ich alles anders an, plane anders und setze anders um.
Lieben Gruß von Dagmar
Guten Morgen, liebe Nancy,
ja, diese Hasstiraden sind schon vom "Feinsten" gesprickt mit ein paar kleinen oder großen Wutanfällen sind das schon ein paar flotte Gefühlserlebnisse.
Wobei diese Aktionen gab es in der Zeit unserer Beziehung auch schon gegen andere wie Nachbarn, Autofahrer ect. Als mein Auszug durchgezogen war, da kam dann auch ich in den Genuß.
Ich habe mich oft gefragt, ob da nun jemand anderer wie wieder neue Nachbarn ect. nachrücken, um diese Unzufriedenheit in sich auszubaden oder ob es möglich ist mit einer geografischen Veränderung diese Wutgefühle quasi zu eliminieren.
Aber solche Handlungsweisen sind für mich so und so nicht nachvollziehbar da ich eher in die harmoniesüchtige Fraktion gehöre.
Ja, Nancy, langsam kommst Du auf die Beine. Wenn du Deine innere Einstellung beibehältst und stark bleibst (denn das wirst Du leider müssen) und auch seinen bestimmt nun folgenden Gefühlswechseln widerstehen kann, so kannst Du zu Dir finden.
Mittlerweile fallen mir wieder ganz bewußt viele der erlittenen Aktionen ein und ich kann ganz sachlich sagen, dass will ich einfach nur nicht mehr.
So, dass also als kurzer Gruß in den Tag. Meiner begann um 5.00 Uhr weil ich rund 150 Tomaten, Dahlien ect. wieder ins Freie geräumt habe.
Lieben Gruß von Dagmar
Hallo, liebe Karotte,
da hast Du ganz sicher recht: dadurch, dass die Zeit dort schön war und ich ja selber bestens weiß, wie die Einnahmen zurück gehen könnte ich nachvollziehen, wenn im Bäckereibereich eine Büroangestellte "freigesetzt" wird.
Nun, mit der Kußhand, das wird wohl nichts aufgrund meiner Teenager-Spätlese. Mit 48 habe ich schon die "Abwrackprämie" intus, nur gibt es bei mir keine Euronen wenn ich aus dem Verkehr gezogen werde ![]()
Was auch wichtig ist, Ihr Lieben, die Arbeiten, die ich dort getätigt habe waren eigenständig, sind im Netz als Referenz zu besichtigen und erhöhen meine Spezifikation. Davon alleine kann ich mir nichts kaufen.... logisch, aber schaden kann es auch nicht.
Während der gesamten Zeit habe ich den Kontakt zu einer Leasingfirma, die meines Erachtens eine der wenigen ist, die akzeptabel sein dürfte, aufrecht gehalten. Das mache ich auch weiterhin - derzeit geht dort auch nichts, keine Frage! Aber ich werde auch Anfang Juni wieder Blindbewerbungen lossenden. Meine Homepagexxx ist auf aktuellem Stand und meine Unterlagen auch.
Meine Kollegin, die schon den Verlängerungsvertrag für mich geschrieben hat (den ich aber nicht bekommen habe obwohl er seit zwei Wochen fertig ist) war recht erstaunt als ich ihr sagte: ich würde mich freuen hier bleiben zu dürfen. Da ich aber keinen Verlängerungsvertrag habe führe ich nächste Woche das Gespräch mit dem Arbeitsamt und bewerbe mich auf alles, was möglich erscheint.
In diesem Sinne, abwarten und erfreuen an Blumen und Sonnentagen ![]()
Lieben Gruß von Dagmar
xxxBitte keine Eigenwerbung
Danke S.Käferchen
Hallo, liebe Gotti,
ich denke mal, sie würden schon gerne verlängern und hätten es auch vor, aber diese Finanzgeschichte drückt natürlich auch. Davon mal abgesehen soll ich einen Teil einer Kollegin erledigen. Sie wollte sich langsam aus dem Arbeitsleben zurück ziehen, aber ich denke, das ist für sie schwerer als zuvor gedacht.
Noch sehen die Chancen auf ein Wunder schon normal aus 50:50. Weißt Du, womit ich mich tröste, liebe Gotti? Sollte es eine Arbeitslosigkeit geben, dann trifft sie mich zu den Zeiten, wo der Sommer über mir und meinem Garten steht.
Ja, meine Pfingstrosen werde ich gleich lieb besprechen, dass sie die Ameisen nicht anziehen. Die haben aber einen anderen Weg, der ist eher in Richtung Hollywoodschaukel als denn in Richtung Pfingstrosen.
Weißt Du Gotti, alles was sich entwickelte hatte irgendeinen Grund, den meiner jetzigen Ängste kenne ich (noch) nicht, aber auch da wird ein Sinn dahinter stecken. Und aufgeben, nun, dass kann ich später irgendwann immer noch ![]()
Lieben Gruß von Dagmar
Hallo Ihr Lieben,
so richtig gut geht es mir derzeit nicht. Ginge es darum Bäume auszureißen, dann würde ich mit der Bosai-Fraktion Vorlieb nehmen.
Wie Ihr vielleicht wißt habe ich "nur" einen befristeten Arbeitsvertrag bis 30.6. und muß mich nun auf dem Arbeitsamt arbeitssuchend melden. Zwar hat meine Kollegin wohl schon den Vertrag geschrieben, ich selber habe ihn nicht und mein Chef hat mich auch nicht darauf angesprochen. Auch in unserer Branche ist die Wirtschaftskrise spürbar und vor rund 2 Monaten ist ein Auftrag beendet worden, der rund 3 Arbeitsplätze finanzierte.
Somit hält sich mein Wohlfühl-Gefühl in Grenzen und ich bin sehr am arbeiten mit mir selber in Ruhe und Frieden auf diese Situation zuzugehen.
Heute morgen jedoch musste ich bemerken: eine Kündigung trifft mich stärker als meinen Arbeitgeber, geht es doch um meine blanke Existenz (die so und so schon unter dem Minimum ist). Dennoch: ich leiste dort etwas und sollte ich gehen müssen, so werden auch dort Nachteile entstehen.
Ein Gedankengang, den ich mich zuvor nicht hätte getraut zu haben. Für mich war immer klar, dass jede Person ohne Verluste ersetzt werden kann. Nun habe ich wenigstens für mich die Stabilität erarbeitet meine eigene Arbeit einzuschätzen. Manches bin ich noch am Lernen und habe Probleme damit, andere Dinge aber, die haben ganz sicher vielen Kollegen das Leben erleichtert.
Für meine Bewerbungen habe ich Druckerpatronen gekauft, die natürlich ein Loch in die Finanzen rissen. Also war meinem Gehirn klar, Blumen sind diese Woche - und die nächsten "out" geht einfach gar nicht.
Hirn an Geldbeutel, Hirn an Geldbeutel, Querschuss vom Herz "hey Mann/Frau gönn Dir das wenn es Dir schlecht geht, spar es lieber ein, wenn es Dir gut geht, in ca. 2 Wochen sind die Pfingstrosen soweit, da musst Du Dir dann die Blumen nicht mehr kaufen, sondern hast sie im Garten. Na, und da hat der Querschläger namens Herz doch gleich 4 Sträueße - Billigkategorie - eingepackt die zu jeweils zweien hier im Haus gebunden wurden.
Auch eine Überlegung, zu der ich früher so nicht fähig gewesen wäre....
Lieben Gruß von Dagmar
die jetzt die Pflanzen im Garten pflegt, um demnächst sparen zu können ![]()
Ist es nicht egal, meine Lieben, ob er es mit einer anderen schafft oder nicht? Habt Ihr, wir, ich nicht innerhalb der Beziehung gelitten und deshalb Schaden an Seele - und manchmal Leib - genommen.
Ist es nicht Jacke wie Hose, was die "Zeitbombe", die mal unser Gegenüber war macht und mit wem? Wenn er in der Lage ist zu genesen, dann seid froh um jeden Menschen, der nicht dem Alk unterlegen ist. Und wenn die Zeitbombe wieder anfängt zu ticken, was wohl ohne professionelle Hilfe eher der Fall ist, seid froh nicht auf einem Mienenfeld zu wandeln.
Ich hätte nicht das geringste Interesse zu hoffen und zu bibbern ob es gut geht um dann nach Jahren plötzlich mitten in einem Minenfeld zu stehen.
Ich sag Euch was: die Rotweindrossel bei der mein Ex ist, die darf ihn gerne behalten, die Rückgabefrist ist nämlich schon lange abgelaufen. Meiner war nämlich nicht nur durch den Alkohol kein guter Partner.
Waren Eure Partner so pefekte Menschen, dass man/frau nicht auf sie verzichten kann? Waren sie so toll, dass sie tatsächlich so fehlen??? In der Zeit meiner Trennung, da dachte ich das vielleicht auch .... aber nur sehr vielleicht .... den einen realen Blick hatte ich schon lange nicht mehr.
Ich wünsche Euch viel Power für Eure Baterien, und dass Eure Partner diese nicht anzapfen können.
Lieben Gruß von Dagmar