Beiträge von dagmar007

    Liebe Malola,
    das musst DU wissen, was DU tust und wie DU mit ihm umgehst.

    Ich habe meinen Ex nicht vor die Wahl gestellt - über alle die Jahre nicht, warum sollte er gegen den Alk entscheiden? Das würde nur ein Trinken in Heimlichkeit bedeuten.

    Gegangen bin ich dennoch - weil es alles nicht mehr auszuhalten war und er alle Ethik und Moral verloren hatte. Dazu muss ich keine Drohungen aussprechen, denn die verändern bei Menschen, deren Hirn nicht mehr geradlinig läuft woh nur Heimlichkeiten oder Wut.

    Mir persönlich waren Gespräche so was von piepegal. Ich hätte nämlich die Nase gestrichen voll mir stundenlang Worte anzuhören, denen keine Taten folgten.

    Und liebe Malola, ich habe für mich sogar die Grundlage für mein Leben geschaffen auch bei Menschen nicht mehr anzufangen Dinge zu regeln, die nicht krank oder Alkoholiker sind. Auch bei ganz normalen Menschen, die "nur" schüchtern sind erwarte ich, dass auch sie ein paar Schritte gehen auf mich zu. Ich bin gerne bereit, die doppelte Anzahl Schritte zu leisten - aber nicht mehr....

    Egal ob Alkoholiker, Suchtkranker oder Normalo: wer den Mund nicht aufbringt um zu reden, der wird auch über Probleme nicht reden können und enorme Probleme sind vorgezeichnet. Auch der liebste Otto-Normalverbraucher, reich und lustig, wird innerlich leer wenn er seine Probleme nicht lösen kann, wenn er nicht über ihn bewegendes sprechen kann..... Nein danke, wer nicht bereit ist über seinen Schatten zu springen, dem "springe" auch ich nicht mehr nach....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Rosita,

    laß Dich "einfach" nicht zum Spielverderber abstempeln.

    Ich habe Alkohol noch nie gemocht - aus Geschmacksgründen - und galt auch zuweilen als Spielverderber. Damit kann ich verdammt gut leben. Wer nämlich meint dass der Alkohol - und damit eine Wesensveränderung/Lockerung - notwendig ist um "Spiele" zu spielen, mit dem mag ich nicht spielen ;)

    Ja, das trinken gilt als normal. Aber es liegt doch an uns, wie wir damit umgehen. Komischerweise gibt es in meinem Freundeskreis fast nur Leute nicht nicht trinken - wenn, dann verdammt wenig. Einfach weil unbewußt schon solche Menschen zu Freundschaften fanden, die sich ähnlich sind.

    Ich fand mit den Kumpels meines Ex kein Level. Ich kann weder mit Kartenspielen noch würfeln um Alk umgehen, bzw. dem etwas abgewinnen. Aber das muss ich nicht!

    Du siehst also Rosita, Du bist wichtig, Deine Interessen oder die Dinge, in deren Gegenwart Du Dich nicht wohl fühlst. Du bist verantwortlich dafür, dass Dinge, die Dich stören nicht in Deiner Nähe sind.

    Bist Du zu egoistisch? Dieses Wort "Egoismus" hat durchaus eine gesunde Seite und ist eine ganz wichtige Eigenschaft. Da aber oftmals Egoismus als "Schimpfwort" verwendet wird hat es einen Beigeschmack bekommen. Wenn jemand sagt "du Egoist" so ist das eine Unterstellung/Bleidigung.

    Es gibt Punkte, da bin ich ausgesprochen egoistisch. Ich hoffe sogar, ich lerne das noch besser! Denn es gibt Menschen, die möchten mich ausnützen und genau da muss ich mich schützen dadurch, dass diese Menschen nicht an mich oder meine Seele oder mein Helfersyndrom rankommen.

    Ich kam erst langsam wieder zu Kräften als ich meine Mitmenschen werkeln ließ wie diese wollten. Sind es Menschen, Freunde, die mir ähnlich sind, dann sind sie so und so "normal" und es gibt nichts, wodurch meine Seele sich angsprochen fühlen müsste. Ist es aber ein durchgeknallter Mensch, wie mein Expartner, so geht es mich nichts an was er treibt und es gibt keinen Grund meine Power zu vergeuden durch Mitleid, Hilfsversurch oder oder oder.

    Du siehst, liebe Rosita, die Kraft - oder die Kraftlosigkeit - wird von Dir und Deiner Auffassung bzw. Handlungsweise gespeist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, liebes Seelchen,
    das was Du so schreibst spiegelt die ganze Grausamkeit wieder, die Du als Kind empfunden hast.

    Ich finde dennoch den Gedanken, dass Bär die Hündin nicht alleine lassen musste schön. Denn wir sind traurig wenn ein Lebewesen uns verlässt und wir müssen irgendwie mit der Trauer fertig werden und wollen auch im Tod noch das Beste für das geliebte Tier. Warum sonst werden sonst Gräber gepflegt?

    Dein Bär war Tröster - wobei Du ganz sicher Recht hast, dass Du damit (auch durch die Trauer) Deine Kindheit beerdigt hast.

    Ganz dumm gefragt: wer oder was hindert Dich dran ein Geschwisterchen von Bär zu adoptieren. Er "tröstet" und "begleitet" die Hündin hat also eine Aufgabe und kann nicht mehr Dein Kind begleiten. Vielleicht gibt es irgendwann bei einem Bummel oder so ein Tier/Puppe oder oder oder welches in Dir Gefühle auslöst....

    Schau, ich bin mir sehr wohl im Klaren, dass sich das alles für Erwachsene irre anhört. Aber ich denke einfach, wir mussten aufhören Kind zu sein und haben dadurch einen Prozess des Erwachsen werdens nicht "normal" beenden dürfen. Vielleicht können wir das jetzt, egal wie alt wir sind, nachholen.

    Liebes Seelchen, bitte nicht darum um Vergebenheit dass Du Deiner Hündin einen Begleiter gegeben hast, denn das war/ist liebevoll und umsichtig gegenüber einem anderen.

    Freue Dich zu wissen, dass es noch ein Kind in Dir gibt und finde (auch wenn es schwer ist) Wege dieses Kind an die Hand zu nehmen und nun, zusammen mit Dir, erwachsen werden zu lassen.

    Du schaffst das, Du hast so viel erkannt und kannst es beim Namen nennen, da bist Du auch in der Lage Dein inneres Kind zum Erwachsenen zu begleiten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Charly,
    könnte es sein, dass Dein Gefühl von Leid-tun den Kranken noch tiefer runter zieht? Mit Mitleid konnte man/frau noch niemals jemandem helfen. Bei mir würde es eher das Gegenteil bewirken: "ach je, die hat mich auch schon aufgegeben".

    Ich las vorhin Du willst ihn besser verstehen.... Verstehst Du Dich ? Denn das wäre viel, viel wichtiger. Sucht erscheint mir nicht zu verstehen zu sein.... sie sucht .... und findet fiel zu oft (auch wenn das Wort nicht von Suche stammt).

    Schau Charly, ebenso wie Du wollte ich verstehen. Das scheiterte aber schon daran, dass ich nicht beurteilen konnte ist er überhaupt Alkoholiker oder bilde ich mir das ein? Wie seine Realitätseinschätzung war nämlich auch meine etwas von der Realität verrückt. Ja, klar, dass Alkoholiker aggressiv ect sind, aber ist er denn einer, er - mein (Ex-) Partner, vielleicht .... vielleicht.... vielleicht .... und wieder dreht sich das Hamsterrad.

    Auch wenn ich bei logischer Betrachtung klar sagen muss, mein Ex war abhängig, so spielt es eigentlich keine Rolle. Mir ging es nicht gut in der Beziehung - Schluß Ende.

    Und ehrlich gesagt, ich finde es nicht so dolle, dass Du Deine berufliche Erfahrung als Ersatz-Entzugsstation einsetzt. Jeder Mensch ist anders, jeder Entzug ist anders, wer sich da vielleicht wirklich auskennt, sind die Fachleute wie Ärzte. Aber sogar dort passiert zuweilen der eine oder andere Todesfall. Du wagst Dich - meines Erachtens - auf ein ganz, ganz gefährliches Feld. Eines auf dem Du Dich sicher fühlst, bei dem aber unter jedem Schritt eine Tretmine explodieren kann. Fraglich ist nur, ob du oder Dein Partner sie auslöst.

    Viel Kraft wünsch Dir
    Dagmar

    Man/Frau dürfte sich so etwas antun weil Muster im Verhalten zu finden sind, die genährt werden durch schädigende Partnerschaften. Die Selbstliebe und Selbstachtung scheint gelitten zu haben und quasi so als warte man/frau auf ein Happyend kämpft man/frau und kämpft und kämpft und kämpft, bis dann keine Kraft mehr da ist und der Angehörige ebenso am Ende ist wie der Alkoholiker.

    Diese Muster aber, die uns zu schädigenden Partnerschaften oder Verhalten führen, die können wir langsam erkennen und uns ein Leben erarbeiten, in dem wir gut für uns selber sorgen. Schritt für Schritt, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Nicht jede-/r will diesen mühsamen Weg gehen, es klingt erstmal einfacher auf das Happyend zu hoffen, allerdings stellt sich das eben oft nicht ein.

    Ja Nele, im Zusammensein mit einem Süchtigen werden auch wir immer kränker. Die Kraft geht uns aus, wir werden immer trauriger und irgendwann einmal haben wir vielleicht nicht mehr die Kraft etwas zu ändern.... dann sind wir ebenso schlimm dran wie der Abhängige.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Charly,
    Du sagst selber Du sprichst im "wir" über Euch. Das aber zeigt, dass Du quasi eine symbiotische Verbindung mit Deinem Partner anstrebst. Weißt Du, sogar für einen gesunden Menschen ist das viel Verantwortung.

    Wie aber soll ein Kranker, und das ist ein Alkoholiker, dieser Verantwortung gerecht werden. Glaubst Du nicht, dass dieser Mensch spüren könnte dass mit ihm etwas nicht stimmt und er selber versucht gerade mal durchs Leben zu kommen .... so irgendwie halt .... ohne dass es besonders auffällt, dass er krank ist.....

    Ich für meinen Teil kämpfe nicht gegen den Alkohol. Der ist nämlich überall zugegen, an so vielen Orten kann ich gar nicht sein, wie ein trinkender Angehöriger diesen käuflich erwerben kann. Davon einmal abgesehen ist es tatsächlich die Entscheidung Deines Partners ob er trinken möchte oder nicht. Er ist ein erwachsener Mensch und hat das Recht über sein Leben - und ein eventuell verfrühtes Ende - selber zu entscheiden.

    Nicht der Alkohol macht Dein Leben kaputt, das wäre mir eine zu einfache Definition. Sorry! Du befindest Dich in einer Partnerschaft, die Dir nicht gut tut. Verantwortlich für Dich und Dein Wohlergehen kannst nur Du selber sein. Du kannst für Dich entscheiden was Du für Dich willst und wie Du glücklich wirst. Das jedoch ohne Bezugnahme zum Partner oder dem Alkohol.

    Schau, Du sprichst von "großer Liebe". Liebe bedeutet die Entscheidungen des anderen (egal wie schwachsinnig sie scheinen mögen) zu akzeptieren. Natürlich muss niemand akzeptieren dieses miterleben zu müssen, aber jeder Erwachsene kann sein Leben selber führen, darüber entscheiden und tun und lassen was er/sie will.

    Du kannst Dein Leben für Dich glücklich gestalten - Dein Partner sein Leben für sich - solltet Ihr derzeit andere Wege gehen, dann könnte vielleicht sein, dass sich mittlerweile die Interessenlage bei Euch als Paar geändert hat.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für Dich selber,

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schönen guten Morgen Ihr Lieben,
    ich denke fast, unsere Gedanken sind "nur" menschlich und nicht unbedingt schwerpunktmässig mit Sucht in Verbindung zu bringen. Allerdings dürfte ein Suchtcharakter in uns manches in Sachen Lösungsweg schwerer machen.

    Ja Lütze: was macht der andere warum. Genau, ein Hauptgedanke den ich mir versuche abzugewöhnen. Denn ich kreise dann um mich ob ich ein Auslöser für geändertes Verhalten bin oder oder oder. So wichtig aber bin ich nicht und auch mein Gegenüber hat unterschiedliche Tagesverfassungen, Belastungen und Launen. Keinesfalls bin ich selber der Mittelpunkt im Leben anderer sondern einfach nur ein Teil. Ebenso dürfen auch meine Gegenüber nur ein Teil von mir sein, um mich nicht zu konzentriert von mir selber weg zu bringen.

    Weißt Du Lütze, Dinge, die unangenehm für mich enden könnten, die nehme ich gerne gleich in Angriff um mich Leiden zu ersparen, aber auch sicher zu stellen mich dem Thema zu stellen. So, abwarten bedeutet Schwebe - positiver Ausgang möglich, aber auch negativer. Manchmal ist es einfacher (so habe ich früher gelebt) das negative Ergebniss hervorzubeschwören um nicht mit sich und seinen Gefühlen das alles "aushalten" zu müssen. Deshalb war Geduld kein Vorname von mir und diverse Aktionen wurden brachial durchgeführt. Dumm aber von mir - auch egoistisch - denn wenn Handlungen auch Mitmenschen betreffen können diese jetzt und heute auf einem anderen Level sein, was morgen schon anders sein kann.

    Die Erwartungen anderer Lütze, die halte ich wirklich für betrachtenswert in unserem Leben. Das was ich da nämlich sehe - und auch an mir selber spürte - das ist Bechäftigung/Ablenkung aber nicht mehr die eigene Entscheidung wer will was und warum. Gefangen oftmals in einem Strudel von Verantwortung - nicht mehr hinterfragend sondern einfach mitgerissen in und vom Strudel.

    Die Sehnsuchtsfalle - die tickt wohl in jedem Menschen. Denn der Mensch ist nicht zum alleine sein geboren. Ich denke auch, dass das nicht schädlich ist. Nur will ich für mich den Umgang damit ändern. Sehnend gesucht .... möchte ich eigentlich nicht. Ich würde gerne .... ergänzend gefunden .... in mein Leben schreiben.

    Davon einmal abgesehen ist mir aufgefallen dass wir unsere Mitmenschen gerne unterschätzen und ihnen somit die Möglichkeit nehmen selber an sich zu wachsen. "der kann das nicht" "mach das bitte Du" ect. Für uns ist es oft nur ein Handschlag das mal nebenbei zu erledigen. Der andere aber kann wachsen, wenn er diese Hürde nimmt!

    Im Fall von Karotte wäre ein Kommentar von "Melde Dich einfach mal wenn Du ausgeschlafen und fit bist" vielleicht der Auslöser dass derjenige erstmal mitbekommt dass er unausgeschlafen alles andere als interessant ist und Sehnsucht nach einem fitten, ansprechbaren Menschen besteht.

    Wenn jeder alles hinnimmt gibt es für keine Seite Gründe etwas zu ändern. Wenn ich nicht konsequent für mich selber bin, so kommt mein eigenes Wohlfühl-Gefühl ins Wanken und auch mein Gegenüber spürt das Wanken und nun beginnen wir uns gegenseitig ins Wanken zu bringen, oder? Die Unsicherheit des einen dürfte vom anderen gespürt werden und beide haben es schwerer als wenn eine klare Linie läuft.

    Zu Deinem Unfall liebe Karotte: Mitte Zwanzig gab es Tage, an denen ich spürte dass ich heute im Auto nicht gut aufgehoben bin (eventuell war ich geistig nicht auf der Höhe). Ich überhörte diese Gefühle und ruummmsss, entweder ein Strafzettel oder auch mal ein Blechschaden (nicht oft, nicht viel aber.....). Ich habe akzeptiert dass es Tage gibt da bin ich nicht gut auf der Straße, also benötige ich die doppelte Aufmerksamkeit und die halbe Geschwindigkeit. Seit nunmehr über 15 Jahren habe ich keinem Autochen mehr eine Beule zugefügt, nichtmal mehr meinem..... Hören auf das Bauchgefühl....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach, liebe Lobanshee,
    wieso "Fehler" ich denke einfach mal wir sind auf eine gewisse Art gestrickt und haben irgendwie ein Muster übernommen, welches nicht in das Strickstück passt. Wir alle sind Menschen mit Ecken und Kanten. Fehler klingt für mich so wie unvollständig/falsch ect. Manches hätte ich anders machen sollen, wäre wohl besser gewesen, aber das "falsche" musste eben so sein. Weil ja.... nichts so schlecht ist, als dass es nicht doch noch zu gebrauchen wäre, und sei es als schlechtes Beispiel ;)

    Meine Sonne hier wohl wohl langsam "verduften" aber ich habe im Garten gewerkelt und zig Tomaten umgepflanzt, mal sehen, wem ich die alle schenken kann ;) Samen gesetzt und pikiert und und und. Nun wird es Zeit die Wäsche einzusammeln, denn irgendwie sieht es da oben nach "grau" aus.

    In diesem Sinne noch einen richtig kuscheligen Sonntagabend wünscht Dagmar

    Na, liebes Möhrengemüse,
    haben wir ein paar Modelle, an denen ein paar Ähnlichkeiten kleben. Wobei ich sagen muss, auch wenn das Reden schwer fällt, so ist das eben ein Part, wo das Gegenüber über seinen Schatten springen muss. Bin ich etwas wert - als Freund oder Partner ist egal - dann müssen wir kommunizieren.

    Personenbezogen ? Herzilein, das liegt an Dir ob Du straight eine Linie verfolgst oder Ausnahmen zulässt. Wobei ich gegen starre Muster bin, aber so die Grundtendenz, die setzt DU!

    Verlassenheitsangst habe ich nun nicht verspürt, weil ich einfach zu vorsichtig an neue Kontakte gehe und auch mit der Einstellung wer weiß, ob ich oder das Gegenstück überhaupt in der Lage ist Freundschaft zu bieten. Ich habe keine Erwartungen mehr. Ein paar Träume vielleicht ;) aber keine Erwartungen.

    Weißt Du, liebe Karotte, natürlich ist es ein harter Weg. Alles was zuvor war wird in Frage gestellt und die Spreu muss nun vom Weizen getrennt werden, was unsere eigenen Handlungen betriftt. Nun, wir sind auch keine Teenies mehr, dass das komplette Leben vor uns steht. Aber ist das nicht egal? Wenn wir mit uns klar kommen und zufrieden sind wie wir leben, dann ist der "andere" nur eine Ergänzung icht aber der Lebensinhalt.

    Buddel mal ganz schnell Dein Loch wieder zu, in das Du drohtest zu fallen, Karotten sind noch nicht reif :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Hm, also toll finde ich nicht, was der Sonnyboy da serviert. Eigentlich, ja eigentlich, wäre wohl das richtigste wenn er wieder müde ist zu sagen "weißt Du was Herzilein, schlaf Dich aus und melde Dich einfach wieder wenn Du mal (!) fit bist." Dazu gehört natürlich ein imenser Wille das durchzuziehen und dann auch zu gehen.

    Ja, ich finde es auch außergewöhnlich noch eine weitere Verabredung zu haben, der Sonny muss irgendwie Probleme haben innerhalb von 24 Stunden seine persönlichen Wünsche zu erfüllen. Da hätte ich nun das Problem mich zu fragen, ob bei einem so vollen Kalender überhaupt Platz für mich wäre.

    Weißt Du, liebe Karotte. Ein etwas antriebschwaches und in Mustern gefangenes Modell der Gattung "lieber Mann" erklärte mir gestern dass er doch so gerne so viel machen würde, ihm aber einfach die Zeit fehle. Da sein Wunsch in Rente zu gehen derzeit wohl kaum in Erfüllung geht ist er für sich verantwortlich und sich die Zeit für die wichtigen Dinge (für ihn wichtig und schön!) zu nehmen.

    Klar, ich kriege es ja bestens mit: drei Gärten zu versorgen, Musikverein (das höre ich dann immer) und sehe ihn zu den Terminen fahren. Aber Karotte: sein Tag, seine Zeit. Er kann entscheiden was ihm wichtig ist und wofür er seine Kraft aufwendet. Auch wenn hier Verantwortung mitspielt, weil der Verein die Trompete braucht und die Gärten nicht vom alten Vater mit Wasseranhänger versorgt werden können, so ist es doch seine Entscheidung.

    Erst dann, wenn ein Mensch in seinem übervollen Terminkalender etwas vermisst, dann besteht die Möglichkeit, dass er von sich aus dieses Manko füllen möchte. Wer also von Termin zu Termin hetzt, egal ob aus Lust am Feiern oder Verantwortungsgefühl, der macht es aus eigenem Antrieb und kann nur selber seine Batterie speisen.

    Ich selber habe mich aus dem Kontakt zurückgezogen. Bin noch sichtbar und erreichbar, so zumeist 15 m entfernt. Schreien ist da aber nicht angebracht, somit muss er dann schon den Weg zu mir finden. Wenn nicht, dann eben nicht, schade um schöne Gespräche, aber nur wenn zwei Seiten selbiges wollen und auch über den eigenen Schatten zu springen gewillt sind kann etwas dabei herauskommen.

    Mir ist so aufgefallen, wenn ich die letzten Monate betrachte: immer wenn ich auf dem Rückzug war, dann gab es doch Mut auf der Gegenseite und ganz kleine Aktivitäten. Somit heisst es: es geht, wenn es muss! Warum also bitte soll ich dieses "muss" verhindern. Warum also solltest Du bereit stehen wenn er müde ist?

    Nein, ich für meinen Teil will zukünftig dass Entscheidungen von allen Betroffenen getroffen werden und alle Seiten an der Realisierung arbeiten. Ich bin nicht mehr gewillt Entschuldigungen zu finden und sie einzustricken. Erwachsene Menschen betreiben Handlungen, die mit Konsequenzen erfüllt sein können. Mache ich das nämlich nicht, so geht es mir schlecht und ich wäre auf dem Besten Weg wieder in ein Dilema zu schlittern. Würde ich selber nicht spüren was mir gut tut und was nicht, so könnte ich keine Grenzen ziehen und würde mich wieder in einen Strudel mitreißen lassen, in dem ich Kraft verliere und nicht mehr rauskomme.

    Ich finde es wohl schade, vermisse das Level, welches wir erreicht hatten weil ich über meinen Schatten sprang, aber ich habe keine Lust als Dauerspringer unterwegs zu sein ;)

    Lieben Gruß von Daggi

    Mensch Baumstamm,
    Du hast so viel geschafft indem Du Dich freigeschwommen hast vom Alk. Muss da wirklich eine Zeitbombe in Deiner Nähe sein? Eine Tretmine, die Dich eventuell in der Luft zerreisst???

    Ich befürchte, ob andere es schaffen - können - oder nicht, liegt nicht in unserer Macht (oft nichtmal in der Macht derjenigen, die es betrifft) aber wir können versuchen uns selber zu schützen.

    Ja, wir sind bedürftig! Sonst nämlich würden wir uns aus den vorhandenen Gefahrenzonen zurückziehen und zwar ganz schnell. Aber es ist nie zu spät! Jeden Tag, den wir früher gehen können, der verhindert eventuelle weitere Verletzungen, auch wenn es alleine nicht einfach wird.

    Aber waren wir es nicht schon zuvor? Bei mir gab es keine Gemeinsamkeiten, keine Hilfestellungen und im Prinzip nur ein gegenseitiges aus dem Weg gehen - ganz zu schweigen von Arbeiten im Haushalt ect. Jetzt bin ich alleine und weiss es! Ich hoffe nicht auf Unterstützung sondern versuche mir zu helfen oder spreche im Notfall Freunde an. Es gab Zeiten, Toilettenverstopfung ect., da bin ich verzweifelt. Aber ich habe sie überlebt, wie man/frau jetzt sieht.

    Liebe? Liebesbekundungen? Für mich nur um mich still zu halten und vor einem Ausbrechen zu hindern.

    In diesem Sinne wünscht Dir viel Kraft
    Dagmar

    Liebes Minchen,
    ich hatte früher das Problem dass ich der Meinung war ein Gespräch würde auf Augenhöhe erfolgen und eine Einigungj oder "Frieden" auf gegenseitiger Basis geschlossen werden. Zwei Seiten, die sich bemühen etwas besser zu machen als zuvor.

    Vergessen hatte ich dabei den Suchtfaktor - beiderseits. Gewußt hatte ich nicht dass Alkohol die Persönlichkeit auch bei einem Spiegeltrinker so verändert, dass er asozial werden kann. Somit natürlich auch nicht in der Lage Misstände zu verändern.

    Somit, liebes Minchen, habe ich Entscheidungen erst viel zu spät durchgezogen und wurde unglaubwürdig - somit also wieder zur Tretmine oder zum Spielball für ihn und den Versuch einfach nur von Tag zu Tag zu kommen.

    Ich hatte immer den Wunsch sich im Guten zu trennen, ein letztendliches Gespräch und Friede, Freude, Eierkuchen. Das geht aber nun mal nicht immer. Speziell kann es nicht gehen mit Menschen, die psychisch krank sind. Wer weiß denn, was neben der Alkoholabhängigkeit, eventueller Veränderung der Hirnstruktur noch an psychischen Krankheiten vorhanden sein kann? Welche Ängste dafür sorgen dass Lüge um Lüge fabriziert wird.

    Schau Minchen, dieses aufbäumen voller Wut und Agression ist einfach nur Hilflosigkeit und Wut, vielleicht sogar auf sich selber. Ich denke mal, es gibt vielleicht Momente, wo ein Abhängiger sich bewußt wird das etwas anders läuft als bei anderen. Es aber zu verändern bedarf mehr als schöner Worte.

    Das schlimme ist Minichen, es wird in den meisten Fällen schlimmer wenn nichts fachmännisches getan wird! Nie, nie, nie hätte ich mir vorstellen können das sexuelle Übergriffe erfolgen und ich Angst um mein Leben haben muss. Niemals - vor diesem Mann doch nicht! Doch er wurde ein anderer....

    Glaub nur nicht, dass mein Weg einfach war oder ist. Tag für Tag habe ich gewisse Selbstzweifel - auch wenn es mir gut geht, stelle sehr viel in Frage und muss mein Leben komplett neu aufbauen. Einfach ist es nicht und die Zeit nach der Trennung war über Monate, bald 6 Monate der Horror. Nur, wenn ich jetzt überlege wie ich lebe und wie mein Haushalt von mir gestaltet wird, so ist das ärgerfrei. Ich bin selber für meine (Un-)Ordnung verantwortlich und meine Wut wird nicht durch jemanden anderen ausgelöst.

    Und Minchen, wenn ich alle die Jahre zurückverfolge, so hat sich viel geändert während seinem Abstieg in den Sumpf. Gemerkt habe ich es nicht "richtig" ich war der Meinung es liegt einfach daran, dass eine Beziehung nach 10 Jahren einfach nicht mehr von Schmetterlingen durchzogen ist. Dabei waren wir schon lange in verschiedenen Welten.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar

    Hallo, liebe Karotte,
    treffen wir uns da wieder bei meinem Grundgedanken, sich auf Augenhöhe - gleichberechtigt, gleichinteressiert, zu begegnen.

    Sehnen und Sucht ;) Da geht ja eigentlich "unsere Co-Arbeit" weiter. Es scheint Dich zu stören dass er müde ist, somit setzt Du Dich einer Situation aus, in der Du Dich nicht wohl fühlst, oder?

    Schwach könnten wir sein bei Sehnsucht, Verliebtheit ect. Es stellt sich nur die Frage, ob wir diese Schwäche nur als Tagesverfassung betrachten, die wieder weg geht oder uns tatsächlich in Situationen bringen lassen, in denen wir uns nicht wohl fühlen.

    Ich für mich muss einfach feststellen wenn es einfach möglich ist auf mich wie eine Ware im Regal des Supermarktes zuzukommen und mich bei Bedarf in den Einkaufswagen zu legen, so kann ich nicht beurteilen wie der andere Mensch zu mir steht - bin ja dann ständig abrufbereit und er muss nichts tun um seine Zeit mit mir zu verbringen.

    Ich wünsch Dir was, liebe Karotte :)

    Daggi

    Ja Peter, ich denke, da hast Du sehr recht. Ich kann diese Faszination auch für mich echt nicht verspüren, aber vielleicht verstehe ich da einfach Zusammenhänge nicht, weil ich es anders erlebt habe.

    Was ich gesehen habe ist wie ein Mensch Ekel erregt weil er durch einen Weihnachtsmarkt taumelt. Das die Umstehenden ihn meiden wie die Pest, logisch, mal etwas Glühwein auf dem Mantel oder Senf von der Bratwurst. Und ich fand es alles andere als faszinierend, wenn große Reden geschwungen wurden, wo die Worte schon nicht mehr klar ausgesprochen werden konnten. Ein Grund, warum ich mit den Jahren immer weiter ausgestiegen bin aus gemeinsamen Aktivitäten.

    Vielleicht wird die eigene Rolle durch den rasanten Abstieg anders gesehen oder der Kummer besser verarbeitet. Ich weiß es nicht, denn Wut und Enttäuschung begleiten uns als Angehörige wenn wir aufgeben müssen.

    Wobei ich für mich sagen kann mir war wichtig meine Freiheit zu bekommen, alles das nicht mehr miterleben zu müssen und eventuelle Straftaten, Fahrerfluchten oder gar Menschenopfer wegen betrunkendem Fahren nicht erfahren zu müssen.

    Der Mensch, in den ich mich vor 10 Jahren verliebt hatte, der damals keine Agression nach aussen zeigte (sie aber wohl besass) der wurde mit den Jahren zu einer tickenden Zeitbombe. Nachts wollte er eine Mauer einreißen oder fing mit einem Autofahrer eine Schlägerei ein. Einfach so..... Das war für mich so erschreckend, dass ich nur noch rennen wollte.

    Nein, das wollte ich nicht sehen, was aus jemandem wurde, den ich mal geliebt hatte. Nein, ich wollte den Menschen nicht mehr erleben, der mir gegenüber drohte das "Haus abzufackeln" und während der Trennungszeit sexuell übergiffig wurde. Nein Faszination haben die Auswirkungen des Alkohols für mich auf keinen Fall.

    Da sind wir wieder bei Peters Aussagen: was hilft es? Was bringt es? Wird dadurch der Kranke nicht noch tiefer sinken in unserem Ansehen? Müssen wir uns das antun auch noch jegliche Achtung zu verlieren? Ich habe sie durch diese Aktionen und Strafverfahren gegen ihn verloren. Alle Achtung ist weg ....

    Ich kann nur sagen rennen, rennen, rennen um das alles nicht erleben zu müssen und nicht selber Voyeur solcher Demütigungen eines Kranken zu werden. Oder womöglich in der Wut selber zu demütigen. Denn auch diese Gefahr ist denke ich, sehr stark gegeben. Irgendwann zu sagen "Mein Gott, hast Du gestern übel ausgesehen, als Du auf der Straße hingefallen bist...."

    Last not least haben wir Angehörige ja nun das Problem mit Trennung und Neuaufbau unseres Lebens in die Hufe zu kommen. Ob da solche Erinnerungen oder solcher Voyeurismus förderlich sind kann ich in meinem Fall verneinen.

    lieben Gruß von Dagmar

    Wenn ich mich so recht zurück erinnere (so manches habe ich verdrängt) dann gab es auch Vorwürfe, die allerdings eher subtiler abgingen. Als ich dann meine Sachen packte und bei Nacht und Nebel verschwunden bin, da ging der "Punk richtig ab" in Sachen Vorwürfen. Allerdings war da die Basis der Umzug, was ich kaputt gemacht hätte und überhaupt und blabla. Erst beim Lesen Eurer/Deiner Geschichten geht mir der Kronleuchter auf, dass Vorhaltungen keinesfalls immer darauf gemünzt sein müssen "ich trinke weil Du" sondern auch ganz subtil anders laufen können.

    Warum Vorwürfe? Nun eigentlich logisch oder? Warum geht man von einem solch tollen Partner weg (dass er/sie krank ist haben sie ja nicht realisiert)? Da muss doch etwas nicht in Ordnung sein mit demjenigen der geht, oder? Also was gibt es besseres als demjenigen alles - bis zum Weltuntergang - in die Schuhe zu schieben um selber das arme Opfer zu sein? Denn schwupps, schon ist die Geschichte umgekehrt: manch eine-/r soll schuld sein am Konsum des Partners, ich sei schuld wie die Wohnung ruiniert sei, andere sind schuld am Krach mit dem, der oder überhaupt. Mein Arzt sagte mal "schuld sind die doch eh nie". Er hat in entsprechenden Einrichtungen gearbeitet und kennt die leichte bis zur nicht mehr therapierbaren Variante.

    Versuch, liebes Minchen, es Dir nicht zu Herzen zu nehmen. Er ist krank, bockig und in seiner Eitelkeit verletzt. Dazu kommt noch, dass er jetzt (da Du das Deckmäntelchen heruntergerissen hast) für die Umwelt ein Mensch ist, auf den geachtet wird. Gar nicht unbedingt wegen Alk, sondern einfach wegen der Veränderung.

    Wenn ich versuche zurück zu überlegen, dann haben früher die Vorwürfe auch gefruchtet. Oft nahm ich Schuld an, weil sie sehr geschickt an mich adressiert war und ich keinesfalls fehlerfrei bin.

    Versuch zu dir zu kommen und ganz weit weg vom Handy zu sein, ich weiss, das ist schwer.... aber versuch es.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das freut mich Elocin, dass Du meine Vermutungen über die Realität belegen kannst. Schau, ich denke (vielleicht wieder naiv ;) wenn Menschen Offenheit und Achtung nicht kennengelernt haben, so können sie diese auch nicht vermissen. Wenn aber vorgelebt wird, wie es auch sein kann, so wäre die Möglichkeit des "Erkennens".

    Warum werden Leute eigenartig, gestört oder gar zu Mördern. Sicher nicht weil sie böse sein wollen sondern weil sie peux un peux von Unzufriedenheit in Unzufriedenheit, von Wut zu Hass in ihrem Herz gewandert sind, bis am Schluss nur noch ein Hass gegen alles andere da war. Aber angefangen ein ein Mensch im Regelfall so sein Leben nicht.

    Viel Glück, liebe Elocin für Deine Eltern und deren neue Erfahrungen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, Ihr Lieben, ich denke auch, wir können nur im kleinen beginnen: angefangen bei uns mit der Selbstliebe und Selbstschätzung. Das aber weitergeben an diejenigen, die uns am Herzen liegen. Denn auch diese Menschen spüren ja etwas durch Herzenswärme.
    Ich denke auch nach wie vor, dass mein Ex mich nicht nur als Helferlein seiner Sucht erwählt hat sondern weil ich im Prinzip im Herzen die Liebe spüre, die er nicht hatte. Das bedeutet im Umkehrschluss diejenigen, die nicht zeigen können was sie empfinden sind bei weitem nicht lieblos sondern einfach "nur" unfähig es zu zeigen.

    Ich bin weiterhin so naiv und gehe davon aus, der eine oder andere kann und wird es lernen, wenn wir aus uns heraus gehen. Das ist meine Facette von "lieben" ohne etwas zurück zu bekommen der Gegenseite etwas geben.

    Ja, liebe Karotte, sehr viele Menschen haben ähnliche Probleme. Ist auch logisch in dieser Zeit der Hetze, Ellbogenanwendung und Ängste aller Facetten. Aber, liebe Karotte, wenn es bei den Menschen verschütt ist, dann heisst es nicht, es ist nicht vorhanden. So wie du oder ich aus unseren Mustern heraus konnten oder es gerade lernen, können es auch andere Menschen. Natürlich, sie müssen wollen und wohl auch einen gewissen "Leidensdruck" verspüren um etwas zu ändern.

    Das ist halt auch ein Thema (für mich) das recht nah an die Philosophie geht. Je nach der eigenen Lebenseinstellung geben wir etwas nach außen, was zurück kommen kann.

    Was meinst Du, liebe Karotte, wie mir das zu wissen auf den Zeiger geht. Zumal wenn ich weiß, dass der Mitmensch sich selber für sein Umfeld total zurück nimmt (somit also das Gegenteil vom Erlebten). Wenn die Werte für mich das sind, was ich bei einem Menschen für wertvoll halte und zudem weiß dass es nicht nur Worte sind, sondern die Taten vorangegangen waren. Dennoch: Mut, Lieblosigkeit, Selbstvertrauen und dadurch eine ehrliche Beziehung dürften eng zusammen hängen. Da wo jemand wenig Liebe erfahren hat bestehen starke Selbstzweifel (so war es bei mir) dadurch war auch mein Mutpotential gering. In Folge auch für mich eine große Schwierigkeit negative Gefühle in mir auszuhalten.

    Selbst der charakterlich Beste Mensch wird ohne Mut und ohne Selbstliebe ein zweifelnder und ängstlicher Partner sein, somit vielleicht auch verdammt zu Unehrlichkeit aufgrund der geringen Selbstschätzung.

    Ist das denn nicht der Kernpunkt von Kindern von Suchtkranken, von Co-Abhängigen oder/und Depressiven? Wenn die Seele krank ist, weint, es niemand hört und niemand trösten kann oder will.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nele, lass Dir doch Zeit! Was meinst Du wie lange ich brauchte um aus der Schock-Lethargie raus zu kommen. Mensch Mädchen, über alle die Jahre wurden Forderungen an dich herangebracht. Jetzt bist Du vielleicht ausgebrannt. Finde doch wieder Deine Kraft ... gib Dir doch die Zeit.

    Vier Wochen sind doch keine Zeit Nele. Das ist gerade mal der Punkt langsam zu begreifen, dass es tatsächlich so sein könnte, dass es keine Zukunft mehr gibt.

    Halt Dich wacker und fordere nicht zu viel von dir!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Karotte,
    ich denke, ich bin/war mal wieder in einer ähnlichen Situation. Irgendwie habe ich gemerkt, uups, das ist nicht stimmig. Es war wieder das "schüchterne Modell" bei welchem ich als Aktiver stundenlange Gespräche geliefert bekam, während aber die "Schüchternheit" Eigeninitiative der Gegenseite verhindert.

    Schade, wäre ein toller Mensch gewesen, was wir bisher so austauschen konnten. Aber ich will diese Augenhöhe und das, dass beide Seiten aufeinander zugehen. Nicht einer dem anderen "nachrennen" soll sondern aufeinander zu - von zwei Seiten.

    Das Erkennen war übel, übel, übel.... aber sind wir hier nicht schon wieder bei meiner Familie, die mich liebte aber es mir nicht zeigen kann? Wäre das nicht wieder eine solche Verknüpfung. Egal, wie wertvoll der Mensch ist, egal, wie aufopferungsvoll er sein mag ... was Freundschaft/Kontakt/Partnerschaft betrifft muss auch eine gegenseitige Annäherung erfolgen. Ist unschön und schwer.....

    So, da hat jetzt gerade jemand meine Energien gespürt und sich kurz aktiv sehen lassen, sofern man/frau das in Anbetracht der Situation sagen kann. Weißt Du, mir fehlen unsere guten Gespräche und auch die Offenheit und Vertrautheit, die da ist. Dennoch: ich bin sicher, dass jede-/r über seinen Schatten springen kann. Auch meine Mutter versucht es nun, langsam, fast nicht spürbar, aber sie versucht es.

    Ich will damit sagen, mein Leben lang wird mich wohl der Akzent begleiten, aber ich muss ihn nicht als meinen "Fehler" sehen sondern muss versuchen ihn als eine meiner Seiten zu betrachten. So quasi als Lernweg für zwei Menschen. Den, der nicht wieder alte Wege betreten sollte (ich) und die Gegenseite, die viel stärker ist als sie von sich selber glaubt.

    Wie recht Weitsicht doch hat. Zumal hinter jedem Menschen ein Schicksal steckt, welches ihn geprägt hat und vielleicht aus dem normalen, liebevollen, Leben geworfen hat. In erlebe gerade den Fall, in welchem jemand jahrelang seine sterbende Mutter begleitet hat und dadurch sein Leben vernachlässigt hat. Nur: es bringt nichts wenn ich nun hyperaktiv werde - dieser Mensch muss wieder ins Leben zurück, auch was Kontakte betrifft.

    Ja, liebe Karotte, es ist ein steiniger Weg, manchmal fühlt er sich einsam an, aber er muss wohl so gehen um eben die von Weitsicht genannten neuen Wege zu betreten und auf ihnen in ein glücklicheres, selbstbestimmteres Leben mit anderen Menschen zuzugehen. Auf Menschen, die uns dann in Augenhöhe begegnen können.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Seelchen,
    ich denke, es ist die gesündeste Verhaltensweise sich diejenigen vom Hals und der Nähe zu schaffen, deren Ziel es ist uns zu verletzen.

    Meiner Meinung nach gibt es viele schwache Menschen, die ihre Stärke daraus beziehen andere noch schwächer zu machen. Somit erhalten sie ein Gefühl der "Stärke" Jipiie, der habe ich es gegeben. Diese Menschen wollen Opfer und keine Gegner.

    Solange wir uns nicht als Opfer zur Verfügung stellen, können wir ohne Blessuren aus dem Kontakt zu diesen Menschen aussteigen.

    Ich gebe Dir Recht, es ist schwer Grenzen zu ziehen und seine eigenen Regeln einzuhalten bzw. sie zu schützen. Aber das müssen wir eben lernen um nicht "Opfer" von solchen Hau-drauf-Hassateuren zu sein.

    Oh, es gibt mehr Menschen, die Rücksicht nehmen als Hau-drauf-Spezialisten. Aber wir müssen eben erst unser Umfeld "umdrehen" und manchmal die Augen auf machen. Blender ins Abseits schicken und sich mal die stilleren Modelle betrachten.

    Lieben Gruß von Dagmar