Beiträge von dagmar007

    Salue Mirlie,
    hmmm, ich würde jetzt eigentlich gerne ganz provokant fragen: ... wo bleibt die Moral Dir gegenüber ....

    Ich selber könnte mir für mich nicht mehr vorstellen mit einem nassen Alkoholiker auch nur eine Freundschaftsbasis zu vertreten weil....

    - diese im Regelfall nicht zuverlässig sind
    - diese mich im Regelfall nicht trösten könnten, wenn ich es benötige
    - diese meine Unterstützung oder zumindest Toleranz für ihr Problem benötigen

    Meine Moral mir gegenüber hat sich sehr verändert seit der Alk-Beziehung - und ich seit diesen drei Jahren Single bin.

    NUR ich bin für MICH verantwortlich - meine Lasten sind wesentlich höher als meine finanziellen Mittel, aber ich schultere das "irgendwie". Auf mich kann ich mich verlassen - auf einen nassen Alkoholiker nur darauf, dass seine Krankheit (bei mangelnder Einsicht) nur noch extremer wird.

    Meine Moral sagt mir ich muss etwas dafür tun dass es mir gut geht und dass ich von keinem anderen Menschen gefühlsmässig abhängig bin.
    Meine Moral sagt mir, ein Mensch im engeren Umfeld muss etwas sein, auf und mit dem ich "bauen" kann.

    Somit sagt meine Moral: Liebes Mädchen kämpfe alleine für Dich, baue Dir Dein Leben weiterhin so aus wie in der Vergangenheit. Sollte mal ein Stein ins Rollen kommen, der stabil genug ist für und um mein Hexenhaus herum, dann ist "er" willkommen - ganz sicher aber nicht mit Suchtpotential.

    Lieben Gruß von Dagmar
    die ihre Strecke selbstverantwortlich lebt und dabei selber nicht auf selbiger liegenbleibt und auch keine anderen "auf der Strecke liegen lässt".

    Hallo Ihr Lieben,
    die Problematik liegt ein bischen darin, wer mehr hat als der andere hat ihm zu helfen, ihn zu unterstützen weil "mal" ein Band bestand. Ich denke, es ist erst spät - wenn überhaupt - relevant warum nicht gearbeitet wird.
    Auch ein Langzeitarbeitsloser, ohne Lust, könnte Unterhalt vom Ex-Partner bekommen....

    Melanie hat absolut Recht: es würde einen nur mürbe machen zu überlegen was noch kommen könnte.

    Ich denke auch, das Wichtigste ist zu einem Zeitpunkt zu sagen - Achtung, hier besteht wirtschaftliche Gefahr; neben der bereits erlittenen gesundheitlichen.

    Und genau das ist der Punkt denn ich hier so oft spüre bei Themen. Auch ich habe retten wollen, fand es schwer mich um mich selber zu kümmern. Jedoch habe ich innerhalb einer gewissen Zeit mal die rechtlichen/wirtschaftlichen Faktoren in meine Überlegungen einbeziehen müssen.

    Genau das vermisse ich bei vielen Angehörigen: die Kinder wollen nicht um Vater/Mutter beraubt werden, dabei müssen sie so viel grausames erleben dass das Leben später wesentlich schwerer ist als bei einem "nur" Trennungskind.

    Der Selbstschutz / Selbsterhaltungstrieb der meisten Angebörigen ist auf 0 runtergefahren. Und wäre das nicht schon schlimm genug, wird auch zumeist kein Aufbau der eigenen Person betrieben. Sei das durch fachliche Hilfe, Institutionen oder oder oder....

    Ja Doro, bei einem Pflegefall hat man/frau definitiv verloren und wird oftmals gerade noch am Existenzminimum kratzen - und das juristisch abgesegnet! Habe ich schon sehr oft erleben müssen!

    Pierre zeigt das ja sogar noch härter auf: er hat die Verantwortung für die Kiddies und muss dennoch alles offenlegen. Hammerhart!!!!

    Wichtig wäre für mich einfach - und darauf bin ich echt stolz - dass ich als Betroffener trotz allem Leid, trotz allem "ich liebe ihn doch Gefühl" mich wohl nicht ganz verloren hatte sondern noch in der Lage war diese Punkte (wenn auch nur am Rande) wahrzunehmen, mich zu schützen (durch Kaufbelege an bzw. in den Möbeln) und dann auch Nägel mit Köpfen zu machen.

    Bei mir dauerte es rund ein Jahr - lang, aber ich habe damit wenigstens dafür sorgen können, dass ab einem gewissen Tag keine Verpflichtung meinerseits mehr besteht! Die Vergangenheit kann ich nicht ändern - damals aber änderte ich zumindest meine zukünftige Verantwortung.

    Meine - genau - da sind wir wieder beim Thema. Jeder hat diese Verantwortung für sich selber. Auch dafür muss Platz im Kopf sein neben all dem schönen "ich liebe ihn doch" "ich will ihn wieder so wie er mal war" "wenn er nur nicht trinken würde"....

    Eigensicherung ist für mich ein Grundbaustein für das eigene, autonome, Leben - übrigens nicht nur bei süchtigen Partnern. Einfach Bilanz zu ziehen und die Folgen in Erwägung ziehen.

    DAS ist für mich einer der Punkte der Gesundung!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich habe Euch zu danken, Ladies,
    für Eure offenen Worte,

    diese verhängnisvollen Folgen wie bei Melanie gehen nämlich total unter bei uns "liebenden Angehörigen". Soll ich gehen ... kann ich gehen .... hat er eine Einsicht ... hat er sich gebessert .... Super !!! Tolle Fragen über den Partner aber dabei bleibt das "ICH" komplett auf der Strecke. Und das ICH der Kinder, falls vorhanden.

    Das Hamsterrad dreht sich um Besserung, Einsicht, aber ich liebe ihn/sie doch und und und.

    Ich bin froh, dass mir diese Folgen klar wurden als ich meinen Exxi a) bewußtlos auf der Treppe liegen sah b) die Übergriffe auf mich extrem wurden und ich hätte mich eventuell wehren müssen, zumal das auch sexuelle Angriffe im Schlaf waren wo ich nicht gewußt hätte wie ich im Halbschlaf reagieren soll oder werde. c) wollte er das Haus abfackeln und so geht es weiter!

    "Aber meiner, nein, der ist doch nicht agressiv, nee, der trinkt nur zuviel" Ohhh ja, wie oft ich das lese.... Mein Exxi war auch 10 Jahre komplett unauffällig - ich habe nicht mal gemerkt was Sache ist. Durch zwei familiäre Todesfälle ist er von jetzt auf nachher ausgerastet. Schneller eigentlich, als ich meine Papiere zusammen suchen konnte.

    Aber klar, das ist ja überall anders - und das was wir schildern sind Ausnahmefälle .... Schön wäre es, aber genau das ist sehr oft die Realität bei nicht einsichtigen Alkoholikern. Würden die betroffenen Partner sich mal im Bereich der ehemaligen Trinkenden umsehen dann würden diese ihnen bestätigen, dass eben zumeist wichtig war den Kick durch Alk zu erhalten, und dann kam lange nichts....

    Nicht alle wurden kriminell oder gewalttätig - klar nicht - aber ich denke, bei jedem Süchtigen besteht die Gefahr eines medizinischen oder/und finanziellen Zusammenbruches - dann zu Schultern bei den Angehörigen! Zwangsläufig - denn der Staat zieht sich da selbstverständlich aus der Verantwortung....

    Erst dann, wenn kein Angehöriger lebt, der zur Kasse gebeten werden könnte, erst dann dürften die Sozialeinrichtungen komplett einspringen. Bis dahin gilt : Trete ein für Verwandte - verständlich sogar - nur im Falle von Sucht einfach verschuldet und kein Unglück, welches unvorhersehbar war....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Leider muss ich mich Melanie anschließen, die in einem anderen Thread sagte: mit einer Scheidung ist noch lange nicht alles vorbei!!!! Ein Thema, von dem ich denke, dass Angehörige keinesfalls genug Bedeutung dem beimessen was sich hinter einer Beziehung/Lebenspartnerschaft/Verantwortung ect. pp verbergen.

    Die Partnerschaft ist oftmals nicht erträglich - bringt den Angehörigen an den Rand seiner Kräfte und dann ist noch ein Riesen-Rucksack mit Verantwortung damit verbunden! SOLCHE Verantwortung, die sich oft nicht abschütteln lässt!!!!

    Ich habe lange Jahre in einem Pflegeheim gearbeitet und mich dort intensiv mit einer Betreuerin unterhalten, da ging es um den Unterhalt/Pflegekosten eines Mannes, der geschieden war. Dessen Frau dennoch!!! und das ist zumeist so!!! für dessen Kosten aufkommen muss.

    Das ist ein Punkt, den die Betroffenen hier nur zu gerne VERGESSEN WOLLEN. Es ist ja nicht nur, dass der Partner alkoholkrank ist und eine Beziehung nahezu nicht zu führen ist sondern

    - wird er mittellos werden die Expartner oftmals zur Kasse gebeten
    - hat er einen Unfall im Haus, und die Partnerin ist in der Nähe kann es ganz schwierig werden in Sachen unterlassene Hilfeleistung
    - wenn das Geld verprasst wird und der Gerichtsvollzieher vor der Türe steht, dann ist nur zu hoffen, dass es Gütertrennung gibt!!! Ich selber habe nur zusammengelebt, aber zig Quittungen an meine Möbel kleben müssen.

    Ganz harmolos ist dagegen noch die Frage: bekomme ich alle für mich wichtigen Papiere in meine Obhut - kann ich Mietzahlungen/Kündigungen regeln wenn Verträge gemeinsam abgeschlossen wurden. Was ist bei Ratenkrediten - bei Bürgschaften ect. pp. Wie sieht die Regelung mit gemeinsamen Konten aus???

    Hinter Suchtbeziehungen versteckt sich viel mehr Problematik als Leidende erkennen wollen und können. Es geht nämlich keinesfalls um das "so will ich nicht weiterleben" sondern auch die Frage "wie kann ich überhaupt später real weiterleben"....

    Lieben Gruß von Dagmar

    --- die so was von froh ist, sich darüber keine Gedanken mehr machen zu müssen --- bei der obige Punkte wesentlich zur Trennung beigeführt haben --- und die sich nicht traute die Altersversicherung zu Gunsten des Expartners abzuschließen und statt dessen die ältere Mutter als Begünstigte einsetzen musste (musste, weil die arme ältere Frau dann hätte meine Beerdigung ect. pp regeln müssen, der Exxxi hätte das nämlich nicht auf die Reihe gebracht)....

    Hallo, liebe Sonne,
    genau das scheint mir die Thematik zu sein: mit sich selber klar kommen, sich auseinanderzusetzen und selbst verantwortlich zu sein ist verdammt schwer.....

    Das gehen ebenso ... die Angst vor dem "alleine" danach natürlich imens ....

    Ich konnte erst nach längerer Zeit Trennung von meinem Suchmittel "Partner" erkennen wie tief ich selber mich von mir entfernt habe. Mein Gott, was bin ich nachträglich froh, dass er sich eine Rotweindrossel geangelt hat und mir den Laufpass gegeben hat ... so mehr oder minder .... eigentlich hätter er ja gerne alle drei gehabt: sie, mich und den Alk als Nr. 1.

    Ja, die Ablehnung schwächt, und macht das Ego noch kleiner - und es ist ja als Partnerin eines Süchtigen eh schon klein genug.

    Dieses Ego wieder aufzubauen kann länger dauern, zumindest bei mir. Aber heute bin ich "meinereiner". Ich lebe mich und meine Gedanken, Gefühle und Ängste. Ob mein Exxi noch lebt ist fraglich....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Klärchen,
    darf ich mich mal ganz hart ausdrücken ?

    Du bist auf Abstand zu ihm gegangen und hast den Kontakt zu Dir GEWONNEN. Dadurch bekommt alles eine andere Bedeutung.

    Nunmehr funktionieren alte Muster für ihn nicht mehr so gut wie früher, alles ist für ihn nicht mehr so zu handhaben wie es jahrelang ging.

    Ich persönlich konnte mich erst finden als der Abstand ein gewisses Level erreicht hatte. Da musste ich dann nach langen Schmerzen feststellen "das will ich nicht wieder durchmachen". Aber um überhaupt zu wissen ob ja oder nein, musste ich erst mal von meinem Suchtmittel getrennt sein. Danach dauerte es noch relativ lange, bis ich im realen Kontakt mit mir selber war.

    Zu einer Beziehung gehören immer zwei - wenn einer als Sündenbock dastehen soll, dann passt für mich etwas nicht - und sei es nur der Umgang dieses Paares miteinander..... Wer Schuldgefühle verteilt ohne sich selber damit in Zusammenhang zu bringen wäre für mich kein Gesprächspartner für ein "wir". So ist ja Schuldzuweisung vor gemeinsamer Lösung.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Grazia,
    ach ist das toll mit Deinem Zoo. Ich hatte früher eine Katze und einen Hasen, mann, war das ein tolles Gespann. Ob das aber klappt, wenn es mehrere sind weiß ich nicht, aber Kaninchen sind auch was tolles. Sind sie im Freien oder im Haus? Meine waren stubenrein, das war einfach super mit den Hoppelmännern.

    Ja, komisch nicht, rosig ist es nicht, sogar sehr schwer und dennoch hat alles eine andere Wertung. Was mir auch sehr auffällt, in der Alk-Beziehung habe ich gefühlsmässig immer extrem reagiert und war weder in der Lage zu "ertragen" noch "abzuwarten" noch mit dem Kopf eine Zeit lang in Ausharrstellung zu bleiben.

    Das gelingt mir heute - einfach nicht eine Entscheidung herbei zu pressen, wie es früher der Fall war. Heute muss ich sagen, ich konnte Gefühle damals nicht ertragen. Die schlechten nicht aus Angst, und die guten nicht alleine weil ich Angst hatte sie vergehen. Heute bin ich in einem irgendwie ruhigeren Fahrwasser unterwegs.

    Ja, die Liebe. es ist ein bischen unschön - einfach weil wir alle Menschen so viele Kratzer abbekommen haben dass es schwer zu sein scheint ein passendes Gegenstück zu finden (welches ich nie suchte, aber logischerweise mache ich ja auch neue Bekanntschaften). Ich denke halt auch Männer und Frauen sind unterschiedlich strukturiert und so manches am männlichen Hormonbedürfnis ist so ganz entgegen meinem Bedürfnis nach Kontinuität.

    Das fällt mir deshalb auf, weil ich seit drei Jahren solo bin und Beobachter spielen kann. Derzeit erlebe ich wie eine Ehe auseinaderbricht bzw. eine Freundschaft zwischen einem Paar in die Binsen gehen könnte, weil da zwei miteinander liebäugeln. Einfach so durcheinander so wirr, so ohne Überlegung was zusammenhält - so einfach Hormongesteuert..... was man/frau leider als Beobachter und von den Betreffenden ganz gut informierter nicht übersehen kann.

    Finde ich schon schade .... aber nun ja.... so ist halt das Leben.... zumindest meines derzeit :)

    Lieben Gruß von Dagmar
    die heute morgen schon den Garten umgegraben hat weil das in den letzten Monaten nicht möglich war... sich über ihren täglich, anrufenden Stalker geärgert hat und nun die Wäsche aufhängt, sich heute mittag über Sonne freut und vermutlich dem Stalker (der bestimmt auftaucht) etwas nicht so freundliches sagen wird..... (obwohl es bei ihm nicht die Hormone sein dürften, da er sein Ufer gewechselt hat.... hmmm)

    Lieber Jean,
    als Co (aber mit beendeter Partnerschaft) würde ich Dich gerne fragen was Du meinst mit "ringen um Deine Überzeugung"?

    Auch ich kenne Mobbing - jedoch aus finanzieller Hinsicht und nicht aus menschlich fertig machender - es brachte mich zum totalen Zusammenbruch, dem dann auch das Ende der Alkoholpartnerschaft nach über einem Jahrzehnt folgte.

    So grausam damals alles war - arbeitslos - quasi ohne Dach über dem Kopf ect. pp so war dieses Ende ein neuer Anfang.

    So grausam alles war: aus allem konnte ich lernen, mein Leben anders gestalten. Bin jetzt eine arme Krichenmaus in einem Job, in dem ich nicht alt werden werde, aber dennoch zufrieden mit mir selbst und den Rahmenmöglichkeiten, die ich für mich schaffen konnte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ianna,
    ja, Du hast es wohl selber erkannt "Du hast Deinen eigenen Tiefpunkt noch nicht erreicht".

    Mein Exxi trank unauffällig über ein Jahrzehnt, harmlos, keine Probleme, alles nur zum "abspannen". Von heute auf morgen drehte er durch, erhöhte die Mengen bis zum Umfallen. Zwei Todesfälle in seiner Familie brachten ihn zum grenzenlosen Alkoholismus, der auch in die Straffälligkeit mündete.

    Als er das gemeinsam bewohnte Haus abfackeln wollte ging ich: alleine, mein Job war wegreduziert worden. Ich war nicht nur alleine auf mich gestellt sondern noch arbeits- und quasi obdachlos. Ein Tiefpunkt, der tiefer nicht möglich ist. Aber auch eine Situation, in der es nichts zu verlieren sondern nur zu gewinnen gab.

    Das ist jetzt drei Jahre her....

    Ich habe mein Leben so gestaltet wie ich damit glücklich sein kann. Es gibt Rahmenbedingungen, wie einen Job der auf Dauer nicht tragbar ist, die ich heute nicht ändern kann und soweit wie möglich ertragen muss. ABER : mein Leben ist selbstbestimmt - ohne Kontrollzwänge, unruhiger Nächte und der bangen Frage "was könnte passieren". In meinem Leben gibt es weder Streitereien noch Diskussionen mehr, keine manipulativen Verhaltensweisen durch andere und eigene Unzufriedenheit mehr.

    Ich bin Single, weiß oft nicht wie ich finanziell überleben soll - dennoch bin ich so zufrieden (trotz aller Widrigkeiten wie Job ect.) wie noch nie in meinem Leben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    meine schriftliche Prüfung scheine ich bestanden zu haben - ich erfahre das nämlich erst durch die Einladung zur mündlichen Prüfung, die mich nun erreicht hat.

    In der der schriftlichen Prüfung folgenden Woche habe ich meine Arbeit begonnen. Leider handelt es sich um einen nun sagen mir mal, überdurchschnittlich arbeitenden Betrieb, wo es in den Hauptzeiten weder freie Samstage noch Feiertage gibt bzw. geben kann.
    Unvereinbar mit meiner älteren Mutter und meinen Tieren, da keine!!! Termine vereinbart werden können und meine Arbeitstage zuweilen von 7.00 Uhr bis 21.00 Uhr dauern. Also keine Dauerlösung.

    Ich erlaube mir dann zu gehen, wenn ich meine es nicht mehr zu können, will aber so lange wie möglich durchhalten. Derzeit sind leider keine Vorstellungstermine möglich, da ich keine Termine einhalten kann und auch meinen Gesellenbrief erst nach der mündlichen Prüfung erhalten.

    Somit halte ich durch solange ich kann, bzw. div. Menschen und Machenschaften ertragen kann und will.

    Freizeit bleibt mir keine - dennoch versuche ich mir das Leben so positiv wie möglich zu gestalten.

    Meine Balkonkästen sind bestückt, meine Pflanzen rund ums Mühlengelände sind zahlreicher als je zuvor und meinen Tieren geht es gut, sie sind ausgeglichen und geben mir die Ruhe zurück, die mir der Alltag abverlangt.

    Die Liebe habe ich der Vorsicht halber ganz weit weg geschoben, weil es sich um eine gefährliche Verliebtheit handeln würde zu einem Menschen, der selber nicht stabil ist. Dieses aber würde mich in meiner Arbeitssituation soweit runter ziehen, dass ich garantiert Schaden nehmen würde.

    Ich konnte feststellen, liebe Nici, dass ich neue Muster erlernt habe, anders mit Situationen umgehe und persönlich keine Wertung mehr über mich treffe was den Ablauf von Geschehnissen oder Ereignissen betrifft. Das ist für mich persönlich sehr viel wert! Ich bin in der Lage zu sagen: gut, ich bin verliebt, aber es ist nicht gut für mich; ich lebe es nicht aus.

    Fakt ist für mich persönlich leider daß jede enge Partnerbeziehung eine gewisse Abhängigkeit in sich birgt - bergen muss weil man/frau sich abstimmen muss. Ich für mich aber klar sagen muss dass ich nicht sicher bin, ob ich in der Lage bin Cooperation von Abhängigkeit zu trennen.

    Und eines will ich NIE wieder: mich selber verlieren.

    Nächster Punkt: in meinem Alter haben sehr viele Menschen schon mal Probleme mit Alkohol gehabt. Viele davon haben es über Therapien geschafft einen trockenen Weg zu gehen. Aber auch blieb bei vielen eine gewisse Unzufriedenheit. Auch das ist nicht gut für mein LEben.

    Menschen, die mit sich selber zufrieden sind, eine Partnerschaft als Ergänzung sehen und geben wie nehmen können sind etwas rar gesät - somit also weiterhin SINGLE.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Salue Linde,
    da mein Ende der Alkoholikerbeziehung in Verbindung mit einem beruflichen Burnout (was nicht selten zu sein scheint) stand war ich in therapeutischer Behandlung um erst den Burnout und dann die Co-Abhängigkeit zu bearbeiten.

    Mein Hausarzt - was sich erst viel später herausstellte - hatte lange Jahre in Landeskliniken im Suchtbereich gearbeitet und eine mehr als deutliche Einstellung zum Thema Alkoholismus und unbedingte Trennung des Partners bei mangelnder Krankheitseinsicht.

    Schade, dass sich das erst später herausstellte. Er erzählte mir einen Teil seiner Erlebnisse, dass einem als Angehörigem das Grausen kommt. Mein Hausarzt war überdeutlich und strikt - Mitgefühl nicht zu erwarten: aber ganz klare Ansagen!!!

    Fachliche Hilfe empfinde ich persönlich als unabdingbar! Nur Fremde sind (meines Erachtens) in der Lage Veränderungen zu erkennen und neutral Gedankengänge in die Wege leiten zu können.

    Auch jetzt, 3 Jahre später, bin ich noch jedes Quartal beim Therapeuten/Hausarzt um eventuelle Rückfälle /trotz Trennung bei anderen Geschnissen/ besser verhindern zu können.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Frank,
    Lindes Gedanke ist gut - Farbe ins Leben bringen.

    Ich selber bin auch rund 4 Monate in ein abgrundtiefes Loch gefallen. Ich habe ganz ganz viel mit dem Kopf und Tricks gearbeitet. Einfach weil mein Gefühlsleben so was von im Keller war ... wohl so wie bei Dir.

    Ich habe mich regelrecht selber ausgetrickst: schöne, farbige Blumen - mir Freuden bereitet (die natürlich nicht so voll wirkten wie wenn ich keinen Kummer gehabt hätte) Ich musste mir quasi selber beweisen wie wertvoll ich bin.

    Ich hing oft stundenlang in Trauer. Habe mir das auch bis zu einem gewissen Punkt erlaubt weil es einfach wichtig ist das zu durchleben; wenn auch nicht schön. Nach ein paar Stunden Trauer habe ich mich dann täglich selber in den Hintern getreten: Genug getrauert, dem Liebeskummer genug Macht gegeben, wenn ich schon traurig oder wütend bin, dann bitte möchte ich konstruktiv damit umgehen: Unkraut jäten, Holz stapeln oder oder oder. Meine Trauer war genauso da wie zuvor, aber ich habe sie in Taten umgesetzt auf die ich später stolz war.

    Ich habe unzählige Interessen und doch konnte ich in den Monaten des schlimmsten Liebeskummers kaum das Loch füllen, welches entstanden war. Ich habe mir nur immer ins Gedächtnis geführt dass ich zwar ein Loch empfinde aber mich gleichzeitig mit den Dingen konfrontiert, die mir Freude bereiten. Ich konnte sie nicht in den schillernden Farben wahrnehmen, aber spüren es gibt sie noch.

    Ganz wichtig, aber sehr schwer, war der Kontakt zu meinem Außenfeld. Neuen Menschen begegnen, diese offen aufzunehmen um zu bemerken es kommt vieles neues auf mich zu - es gibt nicht nur den alten Kummer.

    Alles, lieber Frank, ging bei mir über den Kopf weil die Seele leer und fast tot war vor Kummer. Die Kraft dafür war nicht immer leicht zu finden. Stunden saß ich oft wie gelähmt da und dann musste mein Tritt in den Hintern kommen - von mir selbst.

    Glaub mir, ich weiß nur zu gut, wie schwer es ist, sich selber da raus zu ziehen. Um genau zu sein, ich dachte anfänglich es geht gar nicht. Da war ich aber schon auf dem Weg, was ich vor Kummer nicht spüren konnte.

    Dass in jedem Ende auch ein Anfang liegt, konnte ich erst sehr viel später registrieren. Dass dieser Punkt ini meinem Leben, an dem ich mich fragte ob ich überhaupt noch leben will oder kann die Wende in ein glückliches, zufriedenes Leben war, konnte ich damals nicht erkennen.

    Ja Frank, ich viel in ein Loch weil ich von meinem Partner abhängig war. Ich tat alles für ihn - gebacken hatte ich um ihm eine Freude zu machen. Gekocht hatte ich, damit es ihm gut ging. Ich musste erst lernen, dass ich ebenso viel wert bin und das alles für mich tun sollte. Übrigens, auch nach den drei Jahren muss ich hier noch weiter für mich lernen, habe noch nicht alles für mich selber getan - aber alles ist anders geworden. Hätte ich vor drei Jahren nicht für möglich gehalten.

    Und Frank, Du hast es richtig schön erkannt: das Trinken wäre keine Lösung. Es würde nämlich nichts an der Situation ändern. Klar, Du könntest Dich wegbeamen und würdest zu dem Zeitpunkt den Schmerz nicht spüren. Aber irgendwann mal würde er Dich dennoch einholen - auf die eine oder andere Art und Weise.

    Ich weiß, daß es Dir absolut nicht hilft gute Ratschläge zu erhalten und zu wissen, dass es einmal besser werden wird. Dazu sitzt der Schmerz zu tief - auf ein "morgen" will und kann man gar nicht sehen weil das "heute" fast nicht zu ertragen ist.

    Ich selber habe einfach nur versucht mir die Chance zu geben trotz allem Schmerz offen in andere Gesichter zu sehen und neue Menschen freudig kennen zu lernen. Das hat bei mir ganz viel bewirkt weil mein "aussen" offen auf mich zukam, mir viele Freuden bereitet hat, die meinen Kummer immer etwas kleiner werden ließen.

    Ich darf traurig sein, ich darf Kummer haben, ich darf mich "tot" fühlen, aber ich darf mich nicht aufgeben! So habe ich versucht mit mir umzugehen.

    Ich drücke Dich ganz doll in der Hoffnung, dass Dir heute ein zwei freundliche Gesichter begegnen - einfach nur freundlicher Augenkontakt und zu spüren: ich bin als Mensch angenommen. Nicht mehr und nicht weniger :) einfach da, am Leben und auf dem Weg aus dem Loch heraus.

    LIeben Gruß von Dagmar

    "wie lange ich das Leben noch ertrage" fragte ich mich, als die 12jährige Beziehung zu meinem alkoholkranken Freund enden musste. Ich war somit ohne Wohnsitz (er wollte das gemeinsam bewohnte Haus anzünden) und mein Job war gerade weg rationalisiert worden. Ich hatte nichts mir ... auch nichts mehr zu verlieren .... aber viel zu gewinnen.

    Die ersten drei Monate hatte ich nur Alpträume, war ständig leer in mir und bekam eine Wut auf mich selber: wieviel Macht gebe ich einem anderen Menschen mir die Laune selber zu verhageln. Wie wenig bin ich mir wert, wenn ich mich von einem anderen "abhängig" machen ließ.

    Ich lebe nun in einem kleinen Hexenhäuschen mit meinen Tieren. Ich bin dort sehr glücklich - erfreue mich an meiner Pflanzenwelt und gehe jeden Tag vor der Arbeit (ein furchtbarer Job mit ständigen Überstunden und Plattfüssen am Ende des Abends, ich bin da nur noch fertig) durch den Garten.

    Ich bin finanziell beschissen gestellt, jobtechnisch alles andere als glücklich - aber mein Rest, der stimmt. Ich bin in mir zufrieden , in den Dingen, die ich für mich regulieren kann. Die kleinen Dinge, die ich für mich glücklich schaffen kann. Sei es mein heißes Bad für den geräderten Körper, seien es meine Blumen im Garten, seien es meine kuschelnden Tiere.

    Ja, lieber Wolfgang, seit der Beziehung bin ich solo. Das ist nun mittlerweile 3 Jahre her. Nun, klar fehlt mir zwischendurch auch mal ein liebender Arm, aber so lange ich in mir ruhen kann und mein persönliches Glück finden kann, so lange bin ich mit mir im Reinen.

    Übrigens, das war ein Aufbau der länger dauerte. Als die Beziehung am Ende war war auch ich es (so wie Du vielleicht gerade). Aber ich wollte meinem Expartner nicht die Macht geben über mein Wohlbefinden. Ich wollte ich endlich selber wieder in der Hand haben. Er wollte mich nicht mehr - er wollte den Alk! O.k., vielleicht weiß er jetzt was er verloren hat.

    Deine Ex-Freundin konnte die Einsamkeit ohne Dich nicht ertragen? Nun, vielleicht merkt sie irgendwann einmal dass sie etwas verloren hat???

    Du kannst - wenn Du willst - wieder auf die Füße kommen, indem Du Dir die Zeit der Trauer erlaubst! Dich aber während dessen nicht aufgibst....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber Frank,

    als Co weiß ich bestens wie übel Liebeskummer und Trennungsschmerz ist. Doppelt schlimm muss es für Dich sein, der ja früher mal solche belastenden Gefühle betäuben konnte.

    Diese üble Leere und ein Gefühl von "das ist alles nur ein böser Alptraum" überrennt einen zuweilen. Das schlimmste ist einfach die erste Zeit und sich zu besinnen sich selber gutes zu tun. Was Du schon klasse beginnst indem Du sagst "bitte kein Alk als Problemlöser". Ist schon mal ein Punkt, an dem Du zeigst, dass Du Dir wichtig bist.

    Das schlimme ist, dass alles seinen Sinn erkennt ist man erst viel, viel später in der Lage zu erkennen. Zuvor heisst es nämlich - jetzt für Dich - über dieses schwarze Loch zu springen um die helle Sonne irgendwann wieder sehen zu können.

    Ich wünsche Dir alle denkbare Kraft um einen Riesensprung - einen Weitsprung - machen zu können.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Salue Kossi,
    ich selber bin "nur" Co, kenne aber von einem Bekannten das was Du schreibst, die Selbstverletzungen, den Frust, verbunden mit Depression und bei ihm dem Gefühl der Sinnlosigkeit.

    Hast Du Dir schon einmal überlegt fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit Dir Hilfe gegeben werden kann für Deinen Weg, der nun trocken ist und somit viel stärker in der Wirkung als unter "Betäubung".

    Denn genau das ist bei meinem Bekannten ein Problem "alles auszuhalten", was auf ihn zukommt. Auch er ist stehen geblieben, wobei es bei ihm definitiv psychologisch ein Krankheitsbild dazu gibt. Für ihn nicht schön es zu wissen, aber durch dieses Wissen kann er versuchen damit umzugehen. Schwer, fast unmöglich eigentlich, aber nur wenn man/frau irgendwo beginnen kann, kann ein Ergebnis erzielt werden.

    Viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar

    Ein Co-Rückfall, liebe Linde, ist für mich die Tatsache, dass ich meinem Gegenüber mehr Wichtigkeit zugesestehe als mir. Das plötzlich meine Erdung verloren geht und ein Mensch sind wieder in meinem Mittelpunkt befindet, wo eigentlich nur ich selber sein sollte.

    Ich bin gerade dabei rauszukommen weil ich bemerkt habe dass sich viel zu viele Gedanken um das Leben eines anderen Menschen drehen.

    Ich reduziere den Kontakt (erscheint mein Suchtmittel auf der Bildfläche ist nämlich wieder der nächste Rückschritt programiert), stelle die Gefühle (Flugzeuge im Bauch) meinem Kopf gegenüber und erinnere mich stündlich daran dass es notwendig ist mich zu erden.

    Fakt ist bei mir persönlich: auch wenn ich keine Alkoholiker mehr anziehe so ziehen sich Menschen angezogen, die einen Helfer haben wollen. Diese Rolle kenne ich, will sie aber nicht mehr ausfüllen. Somit bin ich wieder gezwungen mich zu distanzieren und zwar weit weit weit.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Julchen,
    klar bin ich "stolz" auf mich das alles erkannt zu haben bevor ich mir die Finger verbrannt habe. Dennoch: es zeigt mir einfach dass ich dieses Muster habe, diese Menschen reagieren oder wir eben gemeinsam reagieren wie zwei anziehende Poole. Auf der einen Seite tut es einfach nur "schitt"weh was ich da durchziehen muss, auf der anderen Seite weiß ich dass ich es muss. Aber ich kämpfe jeden Tag ... und das wird auch nach der Schule nicht sofort anders da wir ja noch Prüfungen haben und in Kontakt bleiben werden, zumindest mal eine Zeit lang.

    Meine komplette Co-Seele springt an. Ich spüre sofort Manipulation und reagiere nicht aber ich merke wie ich Veränderungen registriere als positiv im anderen und da kommt doch wieder das "wenn ich da bin geht es ihm besser".... Super, da sind wir doch wieder bei "wenn er nur aufhört zu trinken". Es spielt ja keine Rolle ob es Trinken ist, psychische Probleme oder oder oder.

    Und ein weiteres Muster, welches mich früher in Gefahr brachte und auch jetzt noch latent vorhanden ist. Ich meine alles im Griff zu haben, klar, ich habe ja begriffen in welcher Gefahr ich mich bewege. Und schon bin ich lockerer, bilde mir ein "Gefahr gebannt" und genau da hat meine vermeintliche Selbstsicherheit bisher dann verloren, klar ich "kontrolliere". Nichts kontrolliere ich .... mein Kopf arbeitet gut mit, aber der Rest von mir ist gehörig instabil.

    Die gedrückten Daumen kann ich gut brauchen, denn es ist alles sehr, sehr hart. Der Stoff, den Azubis in drei Jahren sacken lassen können wird bei uns durch Selbststudium in 6 Monaten eingepauckt. Letzte Woche musste ich ein paar Mal raus weil die Belastbarkeit am Ende war und die Tränenschleusen aufgehen wollten.

    Mein Nachbar hilft mir toll und versucht meine Programierlücken und Algebra-Defizite zu stopfen und da setze ich mich schon wieder unter Druck. Und ich spüre auch was mir nicht gefällt: die Stärke und Agression, die ich nicht in mir habe und auch den Intellekt in manchen Dingen zieht mich bei diversen Menschen an. Sie sollen also das komplementieren was ich nicht habe.... Genau selbiges wie in der Suchtbeziehung.....

    Ich arbeite dran, deshalb auch die Schule - Mathe früher in der Schule wenn mein Nebensitzer und ich hörten Arbeit, dann sind wir die rechte Treppe runtergelaufen wenn wir zuvor auf der linken hoch sind und den Mathelehrer gesehen haben, rauf aufs Moped und zu ihm.... Das alles habe ich dieses Mal nicht gemacht, habe durchgehalten, aber ich komme hier so oft an Grenzen und jahrzehntealte Muster.

    Manchmal weiß ich nicht mal ob dieses Ablehnen der Verliebtheit vielleicht auch ein altes Muster ist, welches mit Feigheit gepaart ist und Angst eine Beziehung einzugehen.....

    Ist schon harter Tobak: ob BWL, Buchführung oder ich selber, es hört nie auf.... Schön, dass ich immer weiter lernen kann, schwer aber, dass es ein Leben lang schwer zu bleiben scheint.

    Was waren das bei Dir für Menschlein-Geschichten, vielleicht kann ich was daraus lernen oder eigene Muster erkennen? Menschen, die Dich als stark und ausgeglichen einschätzen und Deine "Batterie" anzapfen wollten??

    Auch Dir liebes Julchen ein schönes Osterfest und viele Sonnenstrahlen.

    Ich bin bereits seit Stunden im Garten, schaffe Holz rein, bin am gießen dass ich die nächsten zwei Wochen in Sachen Prüfung so wenig wie möglich tun muss und so viel Schönes wie möglich vor der Türe steht.

    Was meinst Du, wie ich jetzt auf Sonnenschutz, After Sun, Blumen im Haus, meine Musik und meine Ernährung achte..... Jetzt ist alles an gelerntem gefragt für mich selber - und es geht derzeit nur über den Kopf und das krasse Bewußtsein auf Ego.

    Lieben Gruß von Daggi

    Hallo, liebe Crevette,
    hallo Ihr anderen, die mich noch kennen,

    ja, es ist viel Zeit vergangen - seit der Trennung vom Exxi und meinen letzten Besuchen hier.

    Ich habe übernächste Woche eine Prüfung bei der IHK wo ich das Wissen der letzten 6 Monate in eine Prüfung als Kauffrau umsetzen soll. Mal sehen, ob ich das auch kann.

    Die Woche darauf geht der Start an einem neuen Arbeitsplatz los. Im Bereich Pflanzen, jedoch wieder in der Verwaltung - wo aber auch mein Tätigkeitsfeld direkt an den Pflanzen ist, auszeichnen, für den Versand in den LKW's die Papiere vorbereiten und und und

    Es wird hart, denn die Prüfungsvorbereitungen haben mich ans Ende der Belastbarkeit gebrachht und ich habe keinen Urlaub um runter zu kommen. Bin aber froh, dass ich als fast ällteste der Gruppe bisher als einzige einen übergangslosen Job gefunden habe.

    Ich habe extrem viel im Garten zu tun, der gerade einer Allee beginnt zu ähneln. Die ca. 40 m zum Haus sind mit großen Küblen und Pflanzen besetzt, die jeweils mit einer Solarlampe ausgestattet sind. Sind schon irre aus.....

    Viel gießen, viel säen, viel pikieren.

    Ja, ja, die Coabhängigkeit - raus aus ihr, raus aus der Beziehung aber immer noch ganz gefährdet mich selber zu verlieren und mich in den Hintergrund zu stellen für einen anderen Menschen. Verliebt bis über beide Ohren, ja - aber das Herz wird vom Kopf überzeugt weil es eine ähnlich gefährliche Beziehung wäre; allerdings ohne Alkohol. Hier steht mir der Abschied ins Haus weil die gemeinsame Zeit tägliche Zeit mit meinem Nebensitzer vorbei ist und Treffen werden nur noch sporadischer sein.

    Aber auch hier - wie im Leben mit dem Alk - man gewöhnte sich aneinander, verbrachte jeden Tag zusammen, lernte, kämpfte, ging Mittags an den Fluß, lachte und war traurig bspw. wegen den Japan-Geschichten. Verbunden, nah und .... schon nicht mehr bei mir ....

    Kalkulierbar?Manipulierbar??? Wohl auch - und das ist etwas, das mir sehr zu schaffen machte, dachte ich doch, dass das nicht mehr geht. Klar, ich merke es jetzt und arbeite mit dem Kopf. Aber ich strahle ja immer noch aus, dass ich dafür empfindsam bin, sonst würde er es nicht versuchen mein ins Herz geschlossener Lernnachbar.

    Ich habe viele liebe Menschen kennengelernt, bekomme auch weiterhin ständig Besucher von meinem alten Arbeitsplatz und so gesehen ist das Leben in Ordnung.

    Aber jeder Mann, der sein Interesse an mir bekundet, bei dem stellt sich recht schnell heraus dass er zwar eine liebe Seele ist - nie mehr Alkoholiker - aber eigentlich immer auf der Suche nach einer starken Partnerin. Auf der Suche nach einem Beschützer, einem Stabilisator ... einfach einem Helferlein...

    Frohe Ostern und schöne Sonnenstrahlen wünscht
    Dagmar

    Hallo, lieber Weißbär,
    was Du da schreibst kann ich jetzt viel besser nachvollziehen als früher weil ich als Unbeteiligte diesem "Schauspiel" beiwohnte.

    Ich mag alkoholisierten Kuchen geschmacklich nicht, frage also vorher und würde auch im Notfall den Kuchen stehen lassen, wenn ich den Geschmack spüre. Hätte mir aber darüber nie Gedanken gemacht, sondern es automatisch so gemacht weil ich den Alkgeschmack einfach bähhh finde.

    Aber auch in der Gesprächsrunde lief es gleich unter den Bäckern / Bäckerinnen darauf hinaus dass alle (außer mir) den Geschmack mögen und auch großzügig damit umgehen. Kein Problem für mich, ist schon keine Kalorienzufuhr ;)

    Aber eben wohl ganz anders für einen trockenen Alkoholiker. Eventuell im Vorfeld nicht bewußt über den Inhalt, oder bewußt und naiv und dann erschreckt/erstaunt dass dann eben doch.... aber nicht verstanden habe ich dass er es nicht geschmeckt hat... denn eine Kollegin probierte, ohne zu wissen was es ist und sagte sofort "sorry, lass ich stehen, mag ich nicht".

    Dieses Stöfflein ist einfach so präsent, wie ich es persönlich merke wenn ich mir mal schöne Pralinen kaufen möchte. Keine Schachtel, die es in meiner ländlichen Region gibt, ohne Alk-Sorten....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Manu, auch ich konnte das nicht verstehen dass er nicht auf den Geschmack reagiert hat. Ich denke mal, in seinem Beisein fiel wohl der Name nicht - als nämlich dann "Eierlikör" laut ausgesprochen wurde da kam dann "welcher war das" .....